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Wiener Morgenzeitung · 1926-12-02 · Heft 2789 (2.12.1926) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2789 (2.12.1926)
Date
1926-12-02
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 2789 Wien, Donnerstag Wiener Morgerizettung ß. Dezember IM Seite 9 vek NovMXE Muß Frauenschgnheit betörten? Mt JBctBäitjitiijWt, die wie ein drohendes, unMvvttdvutts Verhängnis über ihren Vertreterinnen zu schwcvürr stl-elnt, nicht ntciyt als eine Schtcksalsnottvendigkeit hinzunchmen» ruft ein Mitglied der eng tschen Aristokratie, Ladh Alexander, a.ke ihre Geschlechtsgenosstnnen aus. Sicher hängt die Beständigkeit der Schönheit nicht zum wenigsten VüN der Art der äußeren Erscheinung adr. dennoch vennag die Frau sehr {<'el zu ihrer Erhaltung zu tun durch die Art und Weise, wie sie ihre Schönheit durch die Jahre trülst. Es ist zweifellos, daß eine Blondine in den meisten Fä.l'.tt ihre jugendlichen Rüze länger bewahren kann als eine BrÜnelt'. Doch müssen ihre Züge in diesem Falle von vollendeter Schönheit sein und sie muß, nach der allgemeinen Meinung, hello Augen haben. Die wichtigste Bedingung ober ist eine schlanke FtgUrj denn nichts macht so schnell alt, wie eine schwerfällige, starke Gestalt. Viele Menschen glaitben, daß Arveitsübcrhäufung die Frau früh altern macht, daß es ihre Spuren Und, die als Vorboten nahenden Alters sich bemerkbar machen Dennoch ist eine Fülle verschiedenartiger Interessen, wie sie durch eine verantwortuttgsreiche Tätigkeit bedingt sind, der Jugendsrische der Frau nicht nur nicht abträglich, sondern geradezu eine Bedingung für ihre Erhaltung. Man braucht nur eine 36jährige Landfrau mit einer gleichaltrigen Städterin zu Vergleichen, um sich dieser Tatsache voll bewußt zu wrcheN 35 Jahre sollte das Alter einer Frau sein, in dem i 'önheit als Widerspiegelung ihres Volt enlf.iltrten Charakters. in ihrer höchsten Blüte steht Bei der Städterin ist dies auch der Fall. Sie hat viel, tvas sie beschäftigt, freilich auch viel, worum sie sich sorgen mus^ Aber diese Vielseitigkeit echät ihre Züge lebhaft und jugendlich^ Die Lattdsrau ist Mit 36 Jahren oft schön verblüht: sie hat nur wenig ablenkende Interessen und der Ausdruck ihrer Züge ist leer und.reizlos. Sie benutzt keinen Puder und keine kosmetischen Mittel Uhö ihr Teint ist deshalb rauh und uttschön Denn entgegen einer viel verbreiteten kurzsichtigen Meinung sind Puder und Creme, die einen zarten Teint bewahren, nicht ihn verderben« Sicher ist es auch, daß verheiratete Frauen, mit der Fülle der auf sie einstürmenden Anforderungen und Interessen, sich länger jung erhalten als ledige, deren ganzes Interesse sich aus ihr eigenes Ich konzentrier^ Eine verheiratete Frau von 40 Jahren erscheint oft jugendlicher als eine unverheiratete von 30 Das große Geheimnis, die Schönheit über di eJNhre hinaus zu bewahren, liegt, so betont Lady Alexander, in einer Dreiheit: in der Vielseitigkeit der Interessen, in viel Bewegung und in richtiger Körperpfle^" Än wohlgemsirlitt Rat. Eindrücke etNL Geheimen Komme rz.e.irates während seines Aufenthaltes in Oesterreich: DM Diitge liebe ich: eine schöne Gebirgsgegend, eilte seine Zigarre und. einen jjtttÄi Kaffee. Als Mir NUN itteiit Arzt drei Wochen Gastein vervrdnsts, da war ich gar nicht böse; deam wo anders, wenn Nicht in Oesterreich, könnte man diese drei Dinge so schön vereint. haben, in Oesterreich, das die schönen Berge hat, wo sich die Zigarren recht gut rüucheN, und das den Stitf genießt, beit besten Kaffee zu haben. Schott des guten Kaffees wegen freute ich mich nach Oesterreich Doch bald nach meiner Ankunft wiar Mein sthöndr TräUM getrübt. Die Berge sind genau so schön Me immer, die Zigarren sind auch gut, aber --- dep arme Kaffee! O Oesterreich ww hast du dich geändert! Früher war Deutschaüd Und aerade SächfeU wegen seines schlechtest Kaffees in' der Welt verrufen, und PflansdtcHiigaHfti TERHO Unerreicht in Qualität Mid Preis! Eräugt unter strfeHg ritueller Aufsicht Seihet Ehr» würden des hierin Obferr&bblriers S. Fürst flarf io keinem listli Malt feilt UeberalierHältllch üw kÄRL BLAIMSCHEINS vereinigte Margarine» UHd Butterfabrlken, Wich, 14. Bez., Diefenbachgasse 59 jane - AUÖh fe'izahlüngl -- tf, Willi, Wien, II.. DarwlngasSs 39 M die Spottlieber über den „Bttemchen-Kaffee" sind zahlreich: heutzutage trinken wir in Deutschland KM« dünnen Kaffee, aber der ist gut und unverfälscht,' wo man aber jetzt in Oesterreich hiukommt — mit wenig Ausnahmen — fetzt einem der Kellner eine dich, konzentriette Brühe vor, die hauptsächlich aus Zichorie oder Feigenkassee hergestellt ist und unaefSht so aussieht und so bkenzttch schmeckt wie ZuchreouleNr, ein Stofs, Leu man zum Färben vetlvendet. Nach den erstell drei Tagen in Güstern ivechselte ich Vas Hotel, denn ein schlechter Kaffee tu der Früh nimmt Mir die Lastste für den ganzen Tag. Wenn ich dann aber auch dett Mokka, dek den köstlichen Abschluß meines Mittagessens bilden soll, mit Surrogaten bereitet finde, so empfinde ich das als eine direkte Beleidigung und als einen Affront gegen Meinen guten. Geschmack. Ich übersi:delte also und machte wieder dieselbe schlechte Erfahrung. In einigen der reizenden Ausflugsorte der UrngchtMg fand ich sä allerdings noch manchmal den wirklich guten, unverfälschten Kaffee, der so berühmt ist, aber man kaust ja doch nicht schließlich von mir verlangen, daß ich m-iiwn Kaffee immer kilometerweit von meinenr Hotel trinke. Meine Kur war beendet, ich leiste durch bas SalzkaMnwrgut NN-d fand eigentlich immer wieder dasselbe, das liebenswürdige, verbindliche Lächeln her Kellner Und einen Kaffee, aus beM Man die Zichorie oder b:ti Feigenkasfee heraUsschnieckt, sogar wenn Man Milch dazu gibt: ein solches Gstränk ist für jtzwünden, der guten Geschmack hat, direkt widerlich, Und daß Mail in fäshtönablen österreichischen Ovwst für teures Geld nichts BeWes bekommt, ist für bert Tclstschen Unverstätchlich. Meine Reife führte mich dann weiter nach Karlsbad, Marienbad, und da erst fand ich Meder überall den echtst, guten Kafsee, den llttverfälschtew In Böhmen hat mau eben einen ausgeprägten MschMäcksfillN, und das solide, arbeitsame Volk bemüht sich, den Fremden wirklich etwas Gutes für' ihr G^lb zu bieten. Ich hoffedaß diese Zeilen einige Leute zu Gesicht bekommen, die daraus ihre Lehre ziehen werden. Ich UW äste, die gestatt so denken, werden dann Meder gern nach Oesterreich kommest,' wenn wir dört den gstten, berühmten Kaffee icke früher bekommen küststen. ÄttSstelklmg „Die Frau von hküte": (8. Bez., AlseLstraße 29, Ecke Langegaise.) Tägstch von 10—6 Uhr geöffnet. Eintritt frei. Donnerstag, den 2. Dezember, halb 11 Uhr, Körperpflege der, Frau l.Är^ Mela Pappvichstm). 3 Wr, Äikotogebäck. MN Konditor.) 4 Uhr, Wie bleibe ich simg NNd schlank (Frt. Tilde Wiener). 9 Uhr, Wie vehandle ich Meine Umgebung (Frl. Dr. Lazarsseld). Freitag, den 3. Dezember, halb 11 Uhr, Pflege des Bubikopfes (Frl. Helene Petzt). Mr- Feri). 0 uyr, Die Frau von heute und das Häuspersüttal (Dr. «a PüpMheim). Witz iv-itv KrÜNtzharbtzit geMrtötp Ber Worit 8ek Frau., Eine laNdiwirtschästltche Zeitung von New-Uovt hat Ätz sol'ÄüMe Frage gestellt: „Was ist in gutem GeiV eine Frau für ihren Mann wert? Darauf ist nächst ehe iM be- MtzrlenSwävte ANÜVbri 'eitttzelaüfeNIn. ddn dreißig JührtzN meines CholevenS halbe ich &35.4ÜB Mch!«ei>ttzN bereitet» Möv Brüte» Wo Kuchen und IW PaMest.'gchycksm., M habe IM) Gtäiser mit Fruchrlons^vven Wällt, 7060 Hühner leinen erhalten. Aber ich liebe meinen Mann u.n>d mein«! fi.M «I riTi □ GAS ÜTOtENiSCfe UKD 188 Kinder und würde gür »licht zögern, für sie noch einmal von vorn anzufnNtzeN.. Nu« dem Reich der Küche. „Schönes Anrichten." Ein MtMverb der „Bühne". Es roar eine güte .Idee, Hausfrauen »M Köche KU einem Wettbewerb solch interessanter Art einKUlave-n. Aus 4en eiNHclangten Objekten sei vor allem eine ettMückeurv Heringsalaieiner einfachen Hausfrau hervorgehöben. Frau Stahl S brachte dicfekbe auf rhrem enttzückend gedeckten Tisch. ertnge mit den. Köpfen^ zu einander, schön btt Lange nach auf Mayonnaise-Salat geschlichtet, bunt mit Gemüsen und Salaten aller Art garniert. Chöf-Koch Kofranek (Meinl) brachte eine herrliche Hummerschüssel. Frau Köstler Wien) eine in SchtnkenforM angeordnete Schinkencveme. Konditor Kart Men) ein Harz, ein Buch, eine Kassette in SckMolrwL, hÜ'dsch aber altmodisch. Matouschek (KüHenMäte), Oetker, Tiroler WerÄunst» leisteten kasonderS Schönes. A. S. RustWukr Schotet. Für sechs Personen 2 Gansvügel, weich gekocht, mit 28 Dekagramm fettem Rindfleisch kochen lassen, dazu ein Sechstelliter grobe, vocher weichgekochte Erbsen; dazu mischt man ein Wves Mvgrannu schöne mittelgroße Rollgetste und schüttet die Suppe mit den Äansbügern und Mttdftetfch darauf. Sülzen, pfeffern, gut zugödöckt zwei Stunden im Rohr dünsten lassen. Anstatt Erbsen kann man Bohnen, anstatt Rotlgerste Reis zwr AbwMtÜttg geben. LökscheNkUgöb Lökskhett (Ntzchr- «vom Worte „Locke" herrüheend), eine vreitgebänehlspeise» zu einem künden, oben und unten flacheik Streifen GünSfett, Zucker nach Belieben, Zitronenschale samt Saft, ein wenig DlAe, Sultaninen, Kein gestisrelte. Mandeln Öu, gm durckiemaNdeLrühren. Eine zweite Kasserolle gut »tt. Dann stürzen und Mrt Zucker bestreut nnrichte-n. die Masse htNelngebett, ^ine 'halbe StuNde im 'Rohr grst Lacken. Dattn stürzen und mit Zucker bestreut awrlchiten- Ftagev und Aumvm«. FraU iür Beruf. Wie reinige ich^ mein dunkelfarbiges Kostüm von StäUb^ Uttd Fettflecken im Hause? Das Kleid erst gut.klopfen dann mit folgender Flüssigkeit behandeln: LaveNbelspiritus, Sü)wefeläthen und Salmiakgeist zu, gleichen Teilen vermischt. In einen Behälter schüttet man einen halben Liter L» .rmes Wasser und Vier Eßlöffel der Mn angegebenen Flüssigkeit. Eine Bürste darin leicht eintnuchett und den Stoff-nach dem Faden bürsten» Znm Scksiuß mit lautvarmem Wasser nachbürsten Uttd yalbfencht mü warmem Eisen vügem. Dieses AeOvaM eignet sich auch vorzügliäj zuM Säubern schmutziger SaNitkragen bei HerrenÜberröckett Ww tüitt, das Fletsch schnell Mich? Ju-NogeserliN. Da Sie die meiste Zeit nvher tieM Huüse sind, das Fleisch jedoch seine Zeit braucht, bis es weich ist. MV dnmit Sie auch außer MireN fteivn Tagen Meiches Fleilsch, effeü körmen, empfehlen wir Ihnen, dem Fleisch einen EhVöffel RÜ>m Vdtzr KorrOranntivem, beiAU'füg'en. Dadurch wiä> es 'bedeuten>d schneller weich. Der, AMchvlgtzschmack Nüd Mrüch verliert sich vollstänitilgr % düs Fletsch erhÄt eiüeN feineren GeschMäck. Wozu dient dte StaWisrsie im Haushalt? Die kleine S t a h 1 b ü r st e. Für Wildlederschuhe, oib ne>u oder austzedie.nt,...ist Tlielse Bürste eine UniversaHilfe. Sie rauht Druck- MV G'.änzsiMLn imÄdtzr Mf» äüch bei B'ÄSNdtz, WenWrt, Samt» Plüsch, .Filz (ffanst ge-gtzn den Strich amveMeNl). Entftzs-nt schkidll die Mi m WasckMLn ÜW WÄÄvannen, rMiserdste in .LVpfen, Flecke nus gei'vHnteN Fußvöden ivB Ersatz für Stahl.ßpörie, t.ie so leimt Verletzunsen bringen), Kalkunv Farbspritzer aus FeMsWsiNtt» SchMNtz "aÜS KäMmtü, NeiLö-, FMsckMtztt, KoPMhg llvD SchrnLenleller reinigen sich leicht. S-ellost Mhren, NulbeN und Selievie lassen sich eme „MrMuNg" Mallen. Fdrü Käthe R... Wie beHqndle ich meinen Füll Vf Ln? Es ist Notwendig sich bei Ui Fircka^ die Jhreü Füllvstn tzrzeugt Nt, den Aüfbau des Ofens, seine BLstandtLilL, seine Regulterungsvoxrichtuna genau erklären M lasfön Uttd aM Mt vtzr HandhavUtig. VLS Ofens befaßten .MitSgettössLN güt zu üktLntlerLn.. Da Kttrs leicht verschlackt, ist die Befreiung des Rostes und der Innenwände von der Schlacks sehr' .wichtig Die Ofentüren Md nach dem Anhetzen luftdicht Nrschkösien zu halten. Die Regulierung vorsWta nnchustellen» Dev böste KökS.tst für den Füllofen gewds gut genug. HtNbLttburgsKüks ist besonders zu empfehlen» iiäJÜ. ÜbeiTnaHmisielien «n leedtettt Bexdrk! THgllchel Aüloverkehr ln alle Beilrke «w ÄS«*' w.UT«.»-— alle Bezirke Zwecks Abholung vort tiiiue! SUPPEN wUrttt -MZ WUV<4bB ■n,' ‘■■i,,ar, Äbfiloht do> Ew. Herrn Rebb, S. Föret berfeeteilt) ialli iMPPrtw und lüiiiAtt dejikai

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