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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-25 · Heft 2782 (25.11.1926) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2782 (25.11.1926)
Date
1926-11-25
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 2782 Wien, Donnerstag Wiens* MO-Aenzeitnng 26. November 1926 Seite 6 S Leber den Wett der Gefchmackstoffe fUc die Srnöhruns. Von Dr. G. T.mmaruga. (Schluß.) / Nicht alle Nahrungsmittel, die die Natur uns bietet, oder die mir künstlich erzeugm, enthalten solche den Appetit und damit die Sekretion ann geiure Stoffe. Nanienuich dort, wo mit dem Gelbe gespart werden muß, wird die Nahrung leicht „fade", das heißt arm an solchen Reizstoffen. Diese Stoffe entstammen dein Tier- und Pflanzenreiche. Im Tierreiche sind es gewisse, ihrer Natur nach nur zum Teil bekannte wasser.ösliche Stoffe, die hauptfächach in den Muskeln Vorkommen, im Pflanzenreiche sind sie in Wurzeln, Früchten usw. enthalten und werden gemeiniglich als Gewürze bezeichnet. Bekannt ist die Schwierigkeit für die Hausfrau, oute Suppe und gleichzeitig gutes Fleisch herzustellen, Pereitet sie das letztere so, daß die appetitanregenden Geschmackstoffe größtenteils drinnen b eiben, so erhält UbßrnohmssteUen In fedem Bezirk I TfigU^her Autoverkehr In alle Bezirke z"Wecks Abholung vom Bausei 'Mcttfcbuurg'« gäscht fü^gajizWi0ii! gf NTOÄ LE' VI-WALLG 4'TEL> s6 20 SEPIE': sie gutes Fleisch, aber minderwertige Suppe. Gibt das kochende Fleisch seine Geschmackstofse an das Wasser ab, so.wird die Suppe gut auf Kosten der Qualität des Fleisches, Gerade die wichtigsten Bolksnahrnngsmittel, die die Hauptmepge der von dev Menschheit genossenen Nahrung bestreiten, enthalten wenig Geschmackstofse. Je weniger die Menschen sich in freier Luft bewegen, ja weniger sie schwere Arbeit verrichten, desto mehr sind sie auf appetiter egende Mittel ang-wiesen, die ihnen Lustgefühle beim Genießen der Nahrung schaffen, wenn die Berbauungssäfte ausgeschteden werden sollen und eine einwandfreie Verdauung statbfinden soll. Wie sehr sogar rein psychische, seelische Momente und auch beim Tier für die Verdauung wichtig sind, beweist folgender Versuch; Wenn wir einem Hunde die Speiseröhre vom Mag.'N trennen und nach außen führen, also eiye Speiseröhrensistel anlegen und außerdem eine Kom-- munikation des Magens nach außen, eine Magenfistel, so bemerken wir, wenn.wir den Hund zum Beispiel mit Fleisch füttern, so daß die genossene Nahrung statt in dm Magen zu gclangm, durch die Speiseröhrensistel herausfällt, daß durch die Magnrsistel Verdauungssekret aus dem Magen Graf suppen WÜRZE (Unter Aufs/eM 4*9 Herrn Rabb. S. Föret liergoetollt) nwHI iwppqn Hl»* limi» dflHUt BLAIMSCHE1NS Pfl an zen-Margarine TERNO Unerreicht in Qualität und Preis 1 Erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners 8. Fürst Dari la (feinem jüdischen Haushalt fehlenl m ueberall erhältlich KARL blAIMSCHEINS vereinigte Margarine» und ßutterfabriken, Wien, 14. Bez., Diefenbachgasae 59 Onomane - Matratzen Auch Teilzahlung!""" M. Welfz, Wien,Oarwingasse 39 TÄ »lllllllllIHBlIIBIIlIRRliaHIIIIIUIII 1 fließt, obwohl keine Nahrung in ihn hinekngelangt ist. Ae Geschmackstofse des Fleisches rrgen nämlich, ivenn sie in das Maul gelangen, durch Fortleitung des von ihnen ausgehenden Reizes in das Zentralnervensystem des Hundes bestickmte Zellengruppen daselbst an, ihrerseits Äeize an die Drüsen abzugeben, welche im Magen den Magensaft produzieren. Ja selbst bloßes Borzelgrn des Futters, von dem der Hund aus Erfahrung weiß, daß es ihm schmeckt, kann Magensafterzeügung anregen. Aergern wir aber den Hund, zum Beispiel durch Vorzeigen einer Katze, so findet keine oder eine geringe Magensaftsekretiou statt. Es ist dies der nach seinem Erfinder genannte Paivlowsche Hundeversuch; die derartig operierten Hunde nennt man Magenblindsackhunde. ' Künstlicher Zusatz von Ge sch mack ft offen, welche an sich keine Nahrungsmittel im engeren Sinne sind, kann wenn die Auswahl richtig getroffen wird, nicht allein keine Pexschwendung, sondern höchste Sparsamkeit bei unserer Ernährung bedeuten. Wir vermögen uns durch solche Zusätze mit jenen Nahrungsmitteln ausreichend zu ernähren, die nach ihrer Zusammensetzung die nötige Energiemenge und den nötigen Stickstoff, kurz alles, was wir als Kraftquellen und Bausteine des Körpers bedürfen, in genügender Menge enthalten, aber arm an Geschmackstofsen' und daher billig sind. Nur muß die Auswahl der zügesetzten Geschmackstofse auf Grund einer dreijährigen Ersah ung richtig' getroffen wechen, sie darf nicht zu klein und nicht zu groß sein, weil die Geschmackstofse sonst entweder ungenügend wirksam sind ydep durch überstarke Reize Lähmung statt Erregung der Ausscheidung von Verdauungssäften hervor ufen, da ja alle zu starken Reize lähmen, statt zu erregen. Die richtige Auswahl und ZusamMnsetzu'.'g solcher Geschmackstofse muß durch vielfaches Experimentieren und Wissenschaft iches Studium festgelegt werden. Solche Substanzen, die den Zweck habe», den Appetit und damit die Ausscheidung des Speichels und der übrigen Verdauung? safte anzuregen, besitzen wir in den Erzeugnissen der Marke „Graf". Die Suppen haben ja als Einleitung der Mahlzeiten zunächst die Aufgabe, den Appetit anzuregen. Die Zusammensetzung der dis Verdauung anregenden, aus rein.'n Natur,rodu'trn stammenden Substanzen, ist auf Grund eirlg'hender und vieljähriger Erfahrung erfolgt; sie bildet eine Mischung, die ihren Zweck in bester Weise erfüllt. Die Erzeugnisse der Märke „Graf" dienen zur Herstellung schmackhafter Suppen und Saucen und können auch sonst bei der Zubereitung von Speisen mannigfach Verwendung finden. Frauen als Erfinder. rfinden VerstüN Wer erfinden will, maß Techniker sein, dh.' er muß technisches Verstündnts und die Fähigkeit öejMN, M beurteilen, wie das gegebene Material Und die Naturkräste bestimmten Zwecken dienstbar gemacht werden .können Diese Fähigkeit ging den Frauen meist ab, weil die Mädchenjchul- Ersiehllttg gerade diese Talente nicht entwickelt hat^ Mit der gründlicheren Ausbildung der Frau und der Möglichkeit, überall stärkeren Einblick in die sachlichen Dtnge zu gewinnen, scheint dies anders zu werden^ So sind ln jüngäer Zeit vom Londoner Patentamt 4tiO Erfindungen von ^ung Kochrezepten absieht!', In England sind Patente gegeben worden für arbeite;.,etehternde Abwisch tische, Verbesserungen an Ccfen, B<ä (ec zum Tagen von Speisen zusammenklappbare Tische und Stühle, Schuheinlagen, Mm dersportanzüge u a, m, Es wäre lehrreich zu wissen, ob mag in Deutschland die gleichen Erfahrungen machen konnte GAS HYGIENISCH UNR SPARSAM SIEMENS IX.. AL8ERSTRASSE 80 - TEILZAHLUNGEN «liaillllllllllllMIIIIIIBUBIiaRHIII Aus dem Reiche der Küche. Gänfelober in Aspik. Eine große Gänseleber wird Sanft sam in einer gedeckten Kasserolle in siebender Butter gedünstet und nach dom Erhalten in fingeMcke» gloichmätzige Scheiben zerschnitten. Hierauf überstreicht man eine Form fluchtig mit einem Stück Fett, fic'ttt sie auf Vis öder in kaltes Wasser, gießt eine dünne Schicht Afpilk hinein, belogt den Boden nach dem Erstarren je nach Belieben mit ausgezackten Zitronenscheiben, Trüffel- und Züngonschei'ben, StrKsen von hartgökochtem Vi und dergleichen auf geschmackvolle Art, u-bevspritze alles mit Aspilk, damit es feist bleibt, gießt eine Neue Schicht Aspik darüber und legt die GänselMeristÄcke kranzförmig darauf» füllt die Farm vollends mbt Aspik und stürzt sie nach dom Sbarriwerden cvuif eine nett garnierte Schüssel aus. — Aspik. Ägn läßt zwei Kfllibsfüße vier bis fünf Stunden lang auf raschem Feuer kochen, gibt etwas Fleifchextrakt hinzu und gießt die Brühe durch. 30 Gramm Gelatine, die man ausigelosst und sine halbe Stunde in einem halben Liter Wasser gekocht hat, fügt man hinzu und seiht alles durch ein Duch. Die Nacht Wer stellt man die Brühe kalt und gibit am folgenden Tage eine Clbertasse voll braunar BratenqJuch ÄbensoMÄ Vstragüneislsiig, einige Lorbeerblätter, die Schale einer halben Zitrone, etwas WurzellweÄ, . eine Z/wisbül, Mei Schalotten, einige Meiffor- und Gewürzikörner dazu und kocht lies' eine Mertevsmnde bei starkem Feuer, quirlt rnAvischen in einem Topf drei Eiweiße mit einer Prise Salz und einer halben Tasse Wasser, gießt die kochende Fleischbrühe durch ein Sieb u-ntor fortwährendem Rühren hinzu» setzt dies» gut zugedeckt, wieder in den Qfon und läßt es' eine Weile langsam kochen, damit sich das Gelee klärt. Kann seiht man das Gelee nochmals durch ein Tuch und bewahrt es in einem Stein- oder Porzellan topf auf. Zu bemerken wäre nach, daß sich Aspik nicht allzulange HÄt und man ihn daher kurz vor Gebrauch bereitet. jEtsJaotftjo Waschecht un* Lichtecht mOaaai) Ihre "(leider-, Nüttel u. Dekoratlonssloffs Indanthrenhaus, Wien, VII. Bez., Marlahllterstralte Ijr, 74b Provinzversand — Nur wir leisten volle Garantie iss Frage« »«d Antworte». Frau L, N«, Bapen. W4e verhindere ich das te-ebergehen und Anbrennen der Milch? Gine kleine sehr billige Porzellanplatte, an einer Stelle durchlocht, wird in die Mächpsqnne gelegt und macht das Kochen ohne „Ueberkochen" möArch. Sauber urch leicht zu reibigen. Die Mi'lch kocht nicht mehr uhor. Welche Hausfrau weiß nicht» wie leicht -die Milch überkocht, durchs ganze Haus eisten unausstehlichen Geruch verbreitet und in wiL-ierlicher Axt Kochtopf und Herd>boschm-ützt. Mes dieses psird laicht vermieden, wann man mit einem winzigen Butterkrümchen den oberen inneren Rand des Kochtopfes bestreicht. In einem so bestrichenen Kochgesäh kocht nichts Über. Mich, Schokolade, alles geht bis an den Butterrand und nicht weiter, Auch brennt Milch lange nicht fo leicht an, wenn man den Topf zuerst mit kaltem Wasser ausischwenkt, ehe ’ man die Milch darin anissM. . Frau Kath. St., Mödling. Gibt - es htzgienisch'e Staubtücher? Im Handel erhalten Sie rmprägnierte, staubsaugende Tücher, die chemisch präpariert, das lästige Ausschütteln Merflüssig machen. Kuh längerem Gebrauch können sie gewaschen und frisch imprägniert werden. . A. Rustschuk: Gewünschte. Rezepte folgen in der nächsten. Hummer des „Modernen Haushalt". mnoA echte holländische Magarine DELIKAT haltbar BILLIG LIGA Allerfeinste holländische VOLLMILCH Margarine is7 poemol A» G*. Singerstr, IS MEINL1 TEE NEUER ERNTE TH REE STARS sehr feine Indisohe Mischung mit dem blumigen/Darjeeling- Charakter, die Mischung für Kenner, Paket V* engl. Pfd. netto S 4

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