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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-11 · Heft 2769 (11.11.1926) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2769 (11.11.1926)
Date
1926-11-11
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Sk. 3769 WiM, DonneMvs Wiener Morge«zettmrg 11. November KW mk s Der Moderne Haushalt Wie lese ich den Gasmesser ab? KvbikmeLer Kubikmeter Kubikmeter .6 ft + Zehner fih *L \* 5 jy Hunderter Zehner Hunderter Da es ökonomisch sehr unchttg ist, daß die Hausfrauen die Gasuhr selbst ablesen können, um *Td) gegen euie etwaige zu hohe Gasrechnung, die eine Folge von Gasmesserschäden sein kann, zu schlitzen, glauben wir, unseren Leserinnen zu dienen, wenn wir im folgenden Wer das Wiesen der Gasuhren die notwendige Aufklärung an Hand der Gasuhren'selbst bringen. Der Gasmesser ist nicht so leicht abzulesen wie die Taschenuhr. Die Hausfrau will wissen, ob die monatliche Gasrechnung, die ihr der Gasmann bringt, richtig ist; sie will wissen, wieviel Gas sie am Tage verbraucht. - Auf der Abbildung 1 sieht man das bekannte Zifferblatt des Gasmessers. Der "Zergerstand auf dieser'Wbildung zeigt den einfachsten Fall. Gerechnet wird immer nur die kleinere der beiden Zahlen, zwischen denen der Zeiger steht. Man liest also auf der Wbildung 1 die Zahl 834. Schwieriger wird die Sache, wenn der Zeiger genau über einer Zahl steht. Jetzt fragt es sich, ob diese Zahl oder die niedrigere gilt. Hiezu sind über den drei Zifferblättern die Pfeilrichtungen zu beachten: sie zeigen, daß auf den beiden Zifferblättern rechts und links der Zeiger wie auf der Taschenuhr läuft, während sich auf dem Zifferblatt in der Mitte der Zeiger in umgekehrter Richtung, nämlich links herum, bewegt. Steht der Zeiger genau über einer Zahl, W rst auf dem Zifferblatt rech't's davon nachzüsehen, ob der dortige Zeiger die Null noch nicht erreicht oder schon überschritten hat; je nachdem gilt die niedrige oder es gilt diejenige Zahl, auf der der Zeiger steht. In den Abbildungen 2 uiijd 3 steht der Zeigev auf den Zifferblättern links in nächster Nähe zu der Zahl 6. An der Wbildung 2 hat der Zeiger auf dem mittleren Zifferblatt die Null noch nicht erreicht; also gilt die nittnige Zahl 5. Man liest auf Abbildung 2 die Zahl '595 «ab. Dagegen hat auf der ÄbbiÜmng 3 der mittlere Zeiger die Null überschritten. Er zeigt iüe Verbrauchszahl 605. Die Zahlen, die man auf dem Gasmesser liest, bleuten Kubikmeter. 1 Kubikmeter ist gleich 1000 Litern. Beispiel: Hat der Gasmann das letzte Mal die Zahl 822 ausgeschrieben und zeigt der Gasmesser jetzt 834, so wurden inzwischen 834 weniger 822, nämlich 12 Kubikmeter verbraucht. Der Haushaltlehrling. Zur Verufspflege der Hausfrauenarbeit. Die Hausfrauen Deutschlands sind von dem Gedanken, daß die Hausfvauenarbeit als Beruf gewertet werden muß, ausgegangen, als sie die Erlernung der Hansfranenarbeit gleichzustellen bemüht sind der Erlernung jeder anderen gewerblichen Arbeit. Diese Bestrebungen waren von zwei Voraussetzungen abhängig. Erstens davon, daß es den Hausfrauen gelingt, hauswirtschaftliche Lehrstellen zu schaffen, dem Haushaltlehrling Gelegenheit zu geben, praktischen Hauswirtschaftsunterricht in einem dafür geeigneten Haushalt zu lernen und so wie jeder andere Lehrling diese praktischen Kenntnisse durch theoretischen Unterricht in Haushaltschulen zu ergänzen, und zweitens davon, daß es gelingt, mehr Frauen zu gewinnen, welche die Arrlemung der Lehrlinge zu übernehmen gewillt sind. Beide Voraussetzungen sind nun in Deutschland geschaffen worden, und es kam der hauswirtschaftliche Lehrvertrag zustande, der einerseits vom Verbände der Arbeitgeberinnen (Reichsverband deutscher Hausfvauenvereine) und andererseits von den Verbänden der Arbeitnehmerinnen: Hausoeamtenverein (Haushattpflegerinnen), Reichsverband der Beamten und Fachlehrerinnen von Haus, Garten und Landwirtschaft, Zentralverband der Hausangestellten, Reichsverband tveiblicher Hausangestellter usw., vereinbart wurde. MEINL KAFFEE „Drei Stern"-Mifchung aus Sorten allerfeinster Provenlenz.sehr aromatisch, kräftig und ausgiebig '/. kg S 370 Dieser Lehrvertrag umfaßt die Vorschriften über die Lehrzeit, über die Pflichten und Leistungen der Lehrfrau, über die Pflichten des Lehrmädchens und dessen gesetzlichen Vertreters, über die Fottbildungsschulpflicht, über Zeugnis und Prüfung beim Abschluß der Lehrzeit, über die Möglichkeit einseitiger Vertragslösung nach Ablauf der Probezeit, und zwar einerseits von seiten der Lehrftau mü> andererseits von feiten des Lehrmädchens, über Entschädigung und Schadenersatz bei vorzeitiger Lösung des Lehrvertrages, über die Prüfungsordnung für hauswrrtschaslliche Lehrlinge, über die Anzeigen für hauswivtschaftliche Lehrstellen, über den Lehrberuf; ferner Richtlinien für die Bertrauensfvauen betreffend die Auswahl von Lehrstellen und Wmachnngen über die Lehrbefähigungen der Hausfrauen. Da es von unabsehbarer volkswirtschaftlicher Bedeutung ist, die Hausarbeit auf eine sichere und öffentliche, als Beruf anerkannte Basis zu stellen, bedeutet ein solcher hauswirtschaftlicher Lehrvertrag den Anfang einer neuen volkswirtschaftlichen Periode. Es sollen im folgenden die Mchtlinien über die Bertvauensfrauen, betreffend die Auswahl der Lehrstelle, die km GAS HYGIENISCH UND SPARSAM SIEMENS IX.. ALSERSTRA8SE 80 - TEILZAHLUNGEN nehmen: und Arbeitgebern in Deutschland vereinbart imrden. Bei der Auswahl der Lehrstellen gelten folgende Voraussetzungen: 1. Die Familie miuß in geordneten Lebensveichältnrffen Abmachungen über die Lehrfähigkeit der Hausfrauen und die Richtlinien für die Ausbildung hauswirtschaftlicher Lehrlinge wiedergegeben werden, wie sie zwischen den Arbeit- Waichecht und Lichtecht motten Ihre Kloltfer-, Hübelu. Dekoratlonssioffe tnln IndanHirenhaus, Wien, VII. Bez., Marlahilferstraßn Nr. 74b Provinzversand — Nur wir leisten volle Garantie m leben und die Gewähr dafür bieten, daß eine sittliche Gefährdung des Lehrlings ausgeschlossen ist. 2. Haben sich früher Hausangestellte in dem Haiuse befunden, so ist festzustellen, vne das Verhältnis zu denselben gewesen ist. 3. Die Lebenshaltung muß derart sein, daß die Gewähr für die Möglichkeit der vertraglich festgelegten Ausbildung besteht. 4. Es muß Sicherheit dafür vorhanden sein, daß die Hausfrau selbst mittätig ist und sich für die AusbMmg verantwortlich fühlt. 5. Die Personenzahl darf in der Regel drei Vis fünf nicht übersteigen, wenn nicht noch weitere Hilfskräfte vorhanden sirw. 6. Es ist sestzustellen, ob erwachsene Söhne Und Mttermieter vorhanden sind. 7. Schwierige, die Kräfte des LehÄings übersteigende Arbeiten dürfen unter keinen lftnMnderr von ihm verlangt werden. Ueber Kvhlentragen und Depprchklopfen müssen 'besondere Vereinbarungen getroffen werben. WERDA echte holländische Magarine DELIKAT HALTBAR BILLIG LIGA allerfeinste holländische VOLLMILCH Margarine isr Doemol A. G., 1., Singerstr. 12 8. Die Verwendung von Gas- und Kohlenherden erwünscht, nicht Bedingung. 9. Wäsche im Hause ist erwünscht, aber nicht BÄinchnrg. Dagegm sind Waschen und Bügeln Lehrgegenstände. 10 .Gelegenheit, Gartenbau und Kleintierzucht 'kennen zu lernen, Ist erwünscht. il. Vermittlung rrurldirvch das BerufsaM" T2. Besuch der Lehrstelle zwei- bis viermal jährlich'durch die Vertrauensfrcmeu. ^Fortsetzung folgt.) Am dem Reiche der Küche. C Ham Ptg nonfuppe. Gehackte grüne Petersilie wird in etwas Gansfett gedünstet, dann kommen einige blättrig geschnittene Champignons dazu, läßt gut dünsten, salzt, pfeffert und gibt ein wenig Muskatblüte darein, staubt mit Mehl, gießt mtt Suppe oder Wasser auf und laßt gut verkochen. , Fleifchkugel. 30 Dekagramm Rindfleisch, 30 Dekagramm Schöpsenfleisch und 30 Dekagramm Kalbfleisch faschieren, zwei geweichte Semmeln ebenfalls durch die Fleischmaschine treiben, ein Ei, Salz, gehackte Zitronenschale, Thymian, Pfeffer. Zwiebel, Knoblauch und ein Stück Gansfett, alles rocht gut verrühren. Eine Pfanne mit Gansfett gut ausstteichen mit Brösel äusstreuen, das Fleisch hinein, ein BLAINSCHEINS Pflanzen-Margarine TERNO Unerreicht in Qualität und Preis! Erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners 8. Fürst Dari io Mm jättn Haushalt Man! Ueberall erhältlich KARL BLA1MSCHEINS vereinigte Margarine- und Butterfabriken, Wien, 14. Bez., Diefenbachgasse 59

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