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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-05 · Heft 2763 (5.11.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2763 (5.11.1926)
Date
1926-11-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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| Polen r SS groszy Wien: Zum Abholen in der Expedition, H., Taboratr. 1-3 oder ineincrVeraehleißstelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkauf in Wien durch die Kolporteurs der Firma Goldschmied. I., Wollzeile 11 Mit Poatversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho-Slowakei: Hon. K 22. Jugoslawien: Mon.Din. 60. Polen:Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Gm. 4. Frankreich, Belgien: Mon Frcs. 35 Nacht ablftftgen bet Preieerhöhftngen Torbehaltoft Ar. 1763 üHettec »fett, gteltng, 8. November 1926 (88. «heschwaa 8687). |Prel*_aOjgj England:Monr4Schiliing. Italien: Monatl. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Bei Bttigatfie n.’Mon.IOOtewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, IL, Taborstr. 1 Telephon: 44*0-88, 48*3-10 Ab 6 Bhr: Tel. 31-209 M., Iierchenfelderstraße 1 (Druckerei „Inva“) Oeaterreichtaches Postsparkassenkonto Nr. 150.693 8. Za-kgattg Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen find © © N © © © 1. <& f Piowaiis Winter Spezialitäten weiße und braune Gansleberwürste, geselchte Gans brüste und Bügel, Bratwürstel u. Augsburger, Zungenpreßkopf sind wieder in allen unseren 562 Verkaufssfallan täglich frisch zu haben. © © Bor dem Fkiedensschlub im englischen Bergbau? London, 4. November. (Rentier.) Die heute zusainimeWÄrlLtme ZkonfeMz der M^egterten der Bergarbeiter' hat sich auf morgen vertagt. Es wurde kein Beschlußanträg erörtert, doch hat man offiziell bekmmtjgegeben, daß der Vollzugsausschuß morgen der Konfevenz Vorschläge unterbreiten werde. Es wird ein wesentlicher U m schw ung in der Meinung der Delegierten ststgesteltt, die dem Friedeusschluß viel günstiger gegenüberstünden. Ein Führer der Bergarbeiter hat nach der heutigen Konferenz erklärt, man könne m*t Bestimmtheit sagen, daß das Ende doS Konffr^es in Sicht fti." Der Generalrat der Trade Unions wird sich ebenfalls morgen versammeln und Mit glaubt, daß er dem VoÜMsausschutz des Bergärbeiterverbandes - Wen GthlichlURgLbor schlag unterbreiten wkd. Re MandatÄommMo« wahrt ihre Rechte. , Gens, 4. Novomiber ■ (Schweiz. Dep.-Ag.). Hsuie wM7.de Änrch'.eme ÜfifsMiche Sitzung die z e h n t e Seission de-r Mandat siko-mmrssilo n des Völkerbundes .unter'fo&nt Vorsitz fcym Marquis Th oed e11 er» iWiet. Die Kommission. n<Hm einen .Bericht von van R a e s und K a t a st a n i' über die seit der letzten Sessiion gMösteten Avbeiten errtg-egen. William Rappa-rd gab sodannÄnigL CrWvuugan ab', ' vechchiedenen Mißvevständnisssn zo bsgenon, die'sich ulber die '.WrlbeÄs-. msühode-dör Kommission ovgeben -hakten. Er Ohrte, unter' anderem aus, die Mitglieder der Kommission würden ksm anderes ZiÄ verfoLgqn, als dem VöKerbimdrat >genoate Angaben zu unterbreiten und der Bevölkerung der DLandafs gebiete materiell und moralisch beizustehen. Der neue Frag eibogen, der so viel zu reden gegeben habe, sei im Interesse der Mandatarländer sÄtzst ausgestellt worden und' stelle durchaus k e i'n Zeichen des Mißtrane'n ß gegen sie dar. Der frülhsre portugiesische Außenminister d' A ndr a d a .gab der Meinung Aüsdmck, daß die Mandatskommission " ' * •' vom BölkerbundL-rat vollstimdigunirbhängig sei, da ihre Vollmachten mr ArtikÄl 28 des BöWevbundpaktes sMst nnrschvieben würden, un>d daher die Kom* misiion nicht verpflichtet fei, den. Angaben oder Direktiven des VAkerbundrates Folge', zu Leisten. Marquis Theo doli pflichtete dieser Ansicht bei. Die Kommission könne dem Rat ihre Ansicht zur Koimtnis bringen, der seinerseits vollständig frei sei, ob er sie befMen wolle oder nicht. Reidner lgab sodann einige AnffchMsse zum . Arbeitsprvgramm der Komlmssion. Diese werde sich in der Hauptsache mit 'denr französ i s ch e,n M a n d a t ü b e r S y r i e n ' u nd dem b r i t isch e n M and a t ü b e r de nJ r a k zu befassen 'haben. Die Kommission wird Gre Verhandl-ungen gegen Abend in geheimer Sitzung fortführeu. Mrepköstdeittetlwahl im detttschett »eichrtag Berlin, 4. November. (Wolfs.) Bei der heute vorgenonrinenen Ersatzwahl eines Vizepräsidenten an Stelle des Abg. Dr. Bell, der seine Vizepräsidenlenstelle infolge seiner Ernennung zum Reichsjustizminister zurückgelegt hat, wurde Mg. Esser (Zentrum) mit 321 Stimmen gewählt; 34 Stimmen waren auf den Kommunisten Stöcker ent- Men, 27 Stimmzettel leer. Ungarn vor den Remahlen. Ae AuMimg der Ratlottalversatmnlftftg bevorstehend- B u d a p e st, 4. November. Ein Ministerrat «wivd sich heute abends mit dem künftigen Programm der Nationalversammlung befassen. Sollte der Ministerrat zum Schluffe kommen, daß die Aufgaben der gegenwärtigen Nationalversamntlung mit. der bevorstehenden Erledigung der Gesetzvorlage über die Oberhausresorm erschöpft sei, wird die Regierung die Nationalversammlnng in kürzester Zeit auflösen und die Neuwahlen f ü r d^e-n M-o-mmt Dezember anbermrmen. Ungarisch-rilmSnische PersonÄmthm? Eine Rede im uWarischen Mgeorduetenhaus. Budapest, 4. November. In der Nationalversammlung machte heute, im Werlaus der Debatte über die Oberhausvovlage, der vMMe. Abgeordnete Vinzenz N a g y Enthüllungen Klbex/Äkr'<Äf eine ungarisch-vumänische Personalunion hinsieleuden Pläne des M'misterpräsidonten Grasen Beth l'em. Grats B e t,h il e n, bechäüptete Nagy, -bea'WDige, Äs rumänische 'Kerrschephaus/. im- Welg,e ei-n er Personalat n rck'n auf- / den wn» gavischen Dhron zu bringen. Die 2^issio>n>Äes früheren Außenmiinisters Gvoff-en. Nikolaus n d Sin-cna > hakte-die Vorbereitung bvessr^ - EÄÄ -von Rumänien sei -HSr- «gÄsMW^WW^nwaMr!?- für Ungarn .und ZWüamM. ,Mer weiß", ruft' Vinzenz ' Nvgy, ,/o(& nicht ininerhakb 6 Monaten ein vü'mämschssr König mit dem Grafen Banffy als ungarischen 'Hoftnar-' schall seinen Einzug m Budapest halten wird?" (Jvonische ZwischsnttHe der 'E-wheAspiartev: ,/Das'sind kü'nch^s.ch»e Pshantasi-euP^) Schließlich bringt Na>gy, um dem Mrnisterpräsidertteir zue i n e m D e m e n ti Gelegenheit zu gidbeir, einen Bsschkutzantrag ein, idas .Haus >nröge die Regievung außfördern, sich aller Schritte zu enthalten, die geeignet wären, d-crs!Se^b-st'!lle-istiM' mun.gsrecht dpi: Na-t-iM.n >i>r .der Frage der Kömgswoihl Au 'beiMvänken. Die Sitzung, wurde darauf g«schloffen. - Graf Betchlen wich morgen, »rach Beenidigrmg^ der iersten Lesung der ObechauZvorlaige, eine Rede ihaltetr, kn der ex auf die EnMllunssn-des Mgoochneten M>qM WyM' kommen wird. zvsammetünmch der Bttdapester Lemakriltm. Budapest, 4. Rovemtber. Wie die Mütter NWlden, kann die A-nUösAng d-e-s demokratiffchem Blocks des Bndalpeste-r Gemeinderates, dem außer de- .mokratiischen und:l Nberalen Fraktionen auch diise -Sozialdemokratein angeboren, als unmA^War bevovstchend betrachtet wevden. Die GegsiOrtze Kmschear den SMiakdemokraten und den bürgerlichen! Pavtsien, die mÄesv.wde'pe d-er letztem BMrg-techj« ist e rw ah il mvd dann 'bei der WaW der GsmeAchch WMtE'DtWe'Mst^^haLen Me.AÄsWsmch^^ beWermigt. M^hret^ Führer beS- Mocks, so d^ DeNo- ' kraten .Dr,' EugÄr^Gal, Dr.- Vofetf -wib Dr. Marcel H a j du «haben bwerts iihven aus dem Block angemÄdet. Re vier ForderuAgm der Beamte«. Abermalige rcsnltätlose Aussprache mit Dr. Seipel. Mr.theute mittag lMtten bekanntlich «die Beamtenvertrete-r eine. Antwort der Regierung auf ihre vier Fordemmgen erbeten. Bundeskanzler D r. S e i p e I Geartete nicht evst den Ablauf, dieser Frist aib, sondern lud. die Führer, 'der >drei Vevhandlungsgvu'ppen technische Union, 25er-Mus>schüß und Poftzentmlansischuß) schon gestern abends m sich ins. BUndeskanzlevamt., Er gab hier den Beamtenvertretem ziffernmäßige Aufklärungen Wer seinen ta>gs zuvor gemachten Vorschlag einer Tsilvalorisierung. Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, daß die drei untersten (10., 9. und 8. Dieustklaffe) und die drei höchsten Dienstklassen (ä. bis 1.) weniger als die bereits von Dr. Ramek zugesagte 12 ^prozentige Erhöhuu-g erhalten wüirden, während die 4.—^. DiWstklasse mehr als 12^ ' Prozent bekämen, wobei die Steigerung in der 5. Dienstklasse anr höchsten wäre. Auf eine Anfrage der Beanckenvertvetier erklärte ^Finanzminister Dr. Kienböck, daß die Regierung keine weit c nett f-i ngm z iel lem Z.u.g.e.st ä nd ni-s-s-e machen könne. r Die Führer der Bemnten zogen sich Hieras zu edrer Beratung zurück und teilten dann dem Bundeskanzler mit, daß sie in den neuerlichen Erklarmlgen der Regierung eine AenderunI der La^e nicht erblicken kön-> uen. Sie «juchten dccher die Regierung, neuerdings zu den am Mittwoch übergebenen vier Forderungen^bis Freitag mittags eine positive Ä'ntworck zu erteilen. Bundeskanzler Dr. Seipel erwiderte, daß er dieser Aufforderung gerne entsprechen werde, Er lade die Vertreter der drei Verhandlungsküiper für he^te l'l: Uhr vormittags wieder zu sich. Kampfbereitschaft der Technische» ttttfon. Die unter Führung des Mg. Zelenka stehende „Technische Union" hielt abends eine Vertrauensmännerversammlung ab, in der sie die Verbandsleitung ennächtigte, die seinerzeit vom Vollzugsausschuß gefaßten BeWüske durchzuführen., wemr die Regierung auch die ihr ^zuletzt überreichten '.Forderungen der ^Technischen Union" ablehnt und dadurch 5er gewerkschaftliche Kampf notwendig wird. Mlien im nahe« Äste«. Rvm, 4. Äv^uber. „Seeolo" meldet, daß MM-r Italien und dem König von H-abschas PerhandlmW-t über einer: Freund s ch as ^s - um-d H)aA>d^WweH> trag begonnen ^hätten, die jedoch laugsaml ßMMvestech da der König von Hedschas nur zwei- oder dreimal W Monat- Mekka verlasst, wohin die Vertreter, dee mohamcdaner keinen Zutritt haben. In einem Äeitarükel führt die „Tribmra" auS/ 'Mß Italien es duvch.aus nötig habe, zu besitzen, in denen-, es' den Ueberschuß seiner Bevölkerung verwenden könnte. Italien verlange nicht, daß ihm-Frankreich französisches T-e-r^ttorium schenke, Jtalierr verlange nur, daß Frankreich, nicht systematisch Italien in seinen Bestrebnngen bekämpfe, eine RevDron de-r Mandate zp erreichen oder sich außerhalb der französischen »Territorien auszudehnen. Et« italienisch-bulgar isches Biirrdnis gegen die Türkei? Belgrad, 4. November. „Novofti" bringen die nnbestätigte Döeldung,e daß der Mschluß eines Bündnisses zwischen Bulgarien rund Italien mit einer Spitze gegen die Türkei bevorstehe. Bulgarien seien die Grenzen vorr 1913 zugesichert Wochen. $e tttiftlttttgette Brsreians Kataloniens. Der Leiter der .PntMewrgmrg vterhastet. Paris« 4. November. In P r aVs de M o lll-e in den Pyrenäen wurde heute Morgens der katatonische Separatistenführer Oberst 'Macta verhaftet, dchsen Sohn bereits gestern in Paris verhaftet worden ist. Der Verhaftete gilt als Leiter des katalonifchen Putsches. Ueber den PiHchversuch wird ^etzt noch bekannt, daß geplant war, in,zw ei 'Kolonnen in Spanien einzümiarschierery die AnMndMen Zatterr in Bastllas antf spanischem Gebiet ein grHes Wasfett- und Munitionslager errichtet; ein großer Teil der Grenzwache war der Sache der Aufständischen ergeben. Außerdem hatten die Aufständischen an einem unbekannten Pruckte des Gebirges eine Funkstat tan errichtet, nrkt der Absicht, Mch erfolgtem Putsch sogleich die Ka taloniens der West mitzuteilen. . Dir Züge, die nach Parts noch - scharf Gemacht.

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