Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2745 (17.10.1926)
- Date
- 1926-10-17
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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SeKe 14 Wien. -Aonntaei Wiener Morgerrzettung 17. Oktober 1026 «,'tr. 2745 HUTOMOBILISMUS Skr »je Srhötzus »er verlehrillchntzeit. Der Oest-e-rreichische Touring-C-ln'b bcfafjte sich in oincr kürzlich in K>inon Räumen unter dem Vorsitze -des Präsidenten des Oe. T.-15. Felix Mayer-Tenneb-urg stattlzesiundenen internen Besprechung mit Vorschlägen in Ver>kehrsrrngel-vgen>heiten. An derselben nahmen unter anderem teil die Herren: VorstandsmiEglied Hc-frat Dr. Rudolf Wagner vom Derkehrsamte der Polizeidirektlon, Landesrogierungsrat Dr. Marian K n r z der mederösterreichischen Land-ssregierung. Dr. Mar E t t H o f c n, Vizepräside-nt des Oesterreich,scheu Airtomobil-Cluds mrd Robert Ta-uss.ig, Sekretär des Oe. A.-C.. Richard Haller, Präsident des Ocsterreichischen Motorfahrer- Verbandes, Franz D o r i n g e r. Obnmnn der Reicljssektion der Kraft,va-genlenker. Dkgüpräsddeirt des Oe.. £.*£., Ing. Herbert S ch ra ck, fichxte in seinem Referate zunächst ans, das; der Oe. T.-C. mit seinen Anregungen nicht Versuche anstellen oder Nouennngen ein-führen null, sondern Maßnahmen vorschlägt, die in den G r o ß st ä d t e n des Auslandes bereits e i n g e -f ü h r t und fahr elang erprobt sind, sich sohin schon als zweckmäßig erwiesen haben. Obzwar Wien gegen die Großstädte des Anslandes einen bedeutend schwächeren Verkehr answeist, ergibt sich doch die Notwendigkeit, die Erhöhung der Verkehrssicherheit und eine raschere VerkehrSabwickl-ung ins Ange zu fassen. Die Vorschlägedes Oe. T.-C. enthalten folgendes: ■» a) Strikte Handhabung des Kraftfahrgosetzes durch genaueste Einhaltung der LinkÄfahrovdnnng: 1. Bei Straßen mit mehreren Fahrbahnen beziehungsweise wenn Stratzen durch Alleen oder Fußwege usw. in der Längsrichtung geteilt sind, sollen die Seitensahrbahnen entsprechend der StraßenhÄ-ste nur nach einer Richtung befahren werden dürfen (RiuHstraße, verlängerte Kärntnerstratze, UnilvevsitätSstraße usw.); 2. Mätze müßten entsprechend der Teilung der Fahrbahn in einer Richtung umfahren -werden, wodurch ein Ueberq-ueren des Matzes ausgeschlossen ist (z. B. Pratarstern. Ein aus der Praterstraße kommendes Fahrzeug müßte, um in die -Franzensbrückenstratze einfahren zu können, das TegetthoffdenEnral umfahren.); 3. die Zrufährt zu den Häusern wäre nur in,-der Fahrtrichtung zu gestatten, wodurch ein Uederqueren der Fahrbahn vermieden wird. -Will z. B. em Fahrzeug, welches vom Ring in die Kärntnerstratze ein-sährt, beim Hause Nr. 23 stehen blvi'ben, so sollte es durch die Donnevgasse. Neuer Markt, K'U'Pferschmiedgasse. um auf die Fahrtrichtung entlang der ungeraden' Nummern zu gelangen, fahren; 4. der Auf-stellungs-platz für Lohn fuhrwerke -und Autobusse soll nu-r in der Fahrtrichtung statthaft sein. Durch die Aufstelllung der Autotaxi ans der rechten Seite der Fahrbahn, z. B. in der Kaiserstratze, ist bei jeder Abfahrt eines Wagens ein Ueborgueren der Fahrbahn nottvendig, wodurch jedesmal eine Verkehrsstörung heworgerufen wird; 5. -das Reversieren zum Zwecke der Aenderung der Fahrtrichtung, dürfte nur in einer Sackgasse oder in Straßen.mit sehr schwachem Verkehre gestattet sein; ansonsten soll in Seitenstraßen abgebc-gen werden. b) Automatische Verkehrsregelung: 1. Bei Straßenkreuzungen un-d Abzweigungen wäre der Verkehr im allgenreinen in der Weise von selbst geregelt, wenn jeder Fahrer dem jeweilig von links kommenden Fahrzerig den Vortritt gibt; 2. wenn bei sehr starkem Verkehr die Falhriregebnng durch Sicherhertsorgane erfolgt, so soll dieselbe in der Weise geschehen, daß durch einen kurzen Miss des Wachebeamten der gesamte Verkehr eingestellt wird und ein Passieren für beide Faln'trichtungen verboten ist. Ans die daraivf folgenden Pfiffe kann der Verkehr in der entgegengesetzten Richtung einsetzen. Außevdom wäre seitens des Wacheorganes durch deutliche Handzeichen anguzeigen, welche Straßenseite für den Verkehr freigegeben wird. HiÄbei ist seitens der Wacheor-gane das Hauptaugenmerk auf eine mög'lvchsl glatte und rasche Abwicklung des Verkehrs zu lenken, um jedes überflüssige Aufhaken der Fahrzeuge zu vermeiden: 3. bei Kreuzungen soll das Passieren mehrerer Fahrzeuge in gestaffelter Form, genügende -Dtraßenbreite vorausgesetzt, zwecks rascher Abwicklung des Verkehrs gestattet sein. e) Vorschriften für die Wacheorgane im Straßenverkehr: 1. Wacheorgane, die zur Verkehrsregelung aufge. stellt sind, sollen keine Auskünfte erteile,; bürfeu, oder Amtshrmdlungen vornehmen, welche ihr Augenmerk vom Verkehre ablenkt. Jeder auf einer Straßenkeuzung postierte Wachebeamte habe die Pflicht, -die Verkehrs- Zeichen zu geben; 2. Wachebeamten soll im Sinne der Fahr- und Gohordnnng das Gehen und SteheM-eiben auf der Fahr- 'bahn nicht gestattet sein. <1) Verpflichtung der Einl-altung der VerkchrSvorlchriften durch andere Fahvzsuge: 1 Die Straßenbahn und Autobusse sind zu verpflichten, sich striktest an die Verkehrs-Vorschriften zu halten. J-nsbesonders die Motorfübrcr der Straßenbahnen sollen die Fahrtregelimg der Wachebeamten befolgen und die Handsignale in gleicher Weise wie die Kraftwagenlcn'kor geben. e) Die A^fstoll-ungsp'lätze für bestellte Wagen bei Theatern sollen nicht als Aufstellungsplatz für diejenigen Fahrzeuge gelten, deren Fahrer sich in dem Theater befinden; für diese Wagen wäre in der nächsten Straße ein Platz anzuwciseri. f) Obligate Kennzeichnung der Automobile mit Vierradbremse durch ein rotes Dreieck am rechten hinteren Kotflügel. In der an die Ausführungen des Referenten anschließenden .Debatte kamen noch weitere Anregungen zur Sprache, unter anderem: Anbringung deutlich sichtbarer Tafeln über Fahrbeschränkungen einzelner Straßen; schräge Ausstellung der Wutodroschken auf breiten Standplätzen, um ein sofortiges Wegfahren eines Autos aus der Mitte zu ermöglichen; Regelung des Fußgeherverkehres an Kreirsuugen; - einheitliche Regelung des llmfahrens des Wachebeamten. Als besonderer Wunsch wurde zum Ausdrucke gebracht, daß es Aufgabe der Sicher-Heitsorgane sei, in erster Linie verkehrsregolnd zu wirken mtib nicht als Straforgan zu frmgioren. Die Vorschläge des Oe. T.-C. wenden nunmehr zusammengesaßt der Polizeidirektion Wien sowie den Landesrc.yiermrg-e7l borgolegt. Her Große Preis von Frankreich. Wie alljährlich brachte der Motochcle Club de France Sonntag, den 20. v. M.. auf der M o n t l h e r y - R e n nbah-n seinen Großen Preis von Frankreich für Motorräder, Cyclecars und Kleinautos (bis 1100 Kubikzentimeter) zur Durchführung, wobei: zum erstenmal die verlängerte Jnnenrennbahn mit einer Rundenlänge von 5 K i l o m c t c r der Benützung übergeben wurde. Für die einzelnen Klassen betrugen die Distanzen 20 bis 28 Runden. Besonders spannend verlief die Klasse bis 250 Kubikzentimeter. Hier gab es einen heißen Kampf um die Führung zwischen Gaussorgnes (Ms-ner Goyon) und Roland TTerrot), der sich nahezu über SO Runden erstreckte. Roland mußte Nach ,00 Kilometer wegen eines Defektes in der Benzin.leitung stoppen, GaussorgueS ging an die Spitze und konnte nicht m-chr geschlagen werden. - In der 250-Kubikzeutimoter-Klassc führte der bekannte englische Rennfahrer Porter seine New Gerrard zum Stege, desgleichen in der Klasse bis 175 Kubikzentimeter. Die Schlnßnummer des Programms, ein viebversprechen- Match der Uabcrren-n-wngcn von Benoift und Bourliec, enttäuschte ein wenig, da Bourliers Dclage-Wagen sichtlich cm einer motorischen Indisposition litt, die seinen Start vereitelte, so daß das Publikum nur den Alleingang Benoist zu sehen bekam. Die Klasse der Cyclecars bis 1100 Kubikzentimeter, über eine Distanz von 140 Kiloineter führend, wurde von Sandsovd ans Sandfovd in 1:32 gewonnen, daS gleichlange Klsinautorenncn bis 1100 Kubikzentimeter von D'Havrincourt auf Salinson in 1:23. Die halblitrigen Kleinautos hatten nur eine Distanz von 115 Kilometer zu bewältigen. Hier siegte Doret ans S i m a- V i o l e t in 1:21. Die 750-cKulnk.zeirtimeter-Klassc endlich, 126 Kilometer Distanz, gewann Vicklet aus Sima-Violet in 1:23. Sitte Autostraße Mailand—Hamburg. Wie wir vernehmen, ist die Frage des PaueS einer großen internationalen Automobllsträße zwischen Mailand und Hamburg über die Schweiz fozusage-n sichergestellt. In einer in Mailand stattgefundenen Sitzung des Vorbereitungsausschusses wurden sämtliche Vorschläge angenommen. Die Finanz>ierung tiefer Straßen, deren Bau bereits im Fvühjahr 1927 beginnen soll, erfolgt durchs eine große deutsch-italienische F i n a n z g e f e l l s ch a f t, an welcher die Automübilindustrie usw. stark betei-ligt ist. Der Automobi'lstraße entlang sollen große, modern eingerichtete H o t o I s'entstehen, die j-vdoch nur an solchen Orten gebaut werden, wo sie den bereits bestehenven Hotels keine Konkurrenz machen werderc. Besonders große Stationen dieser Straße dürften in der Schweiz hergostellt werden. Sobald der Vorbereitungsanöschuß sämtliche Projvkte sertiggestcllt haben wird, wird er bei den intereflierten Regierungen und Verbänden zwecks KonzesstonSerteilnrlg Schritte unternehmen. — Me nennt Kurt euer neues Motorboot? — Oh. das kvinmt darauf an, wie es gerade funktioniert. Motorradfahrer stolg auf feil ne Maschine zeigend: .Seitdein ich diese Maschilie besitze, habe ich noch keine -einzige Rechnung für Reparaturen bezahlt." Freund: „Der Mann irr der Garage erzählte es mir." * Es wuvc-e festgestellt, daß ein-e Telegraphenistarrge eine Lebensdauer von etwa 16 Jahren hat. Die Telegraphenstangeu an den Landstraßen dürsten dabei allerdings nicht gemeint sein. * Freund: „Was ist das für ein großer Kästen, den du vorne an deinem Auto hast? - Automobilist: „Ach, das ist sin Kinoaufnahmeapparat. Ich fahre nämlich immer so schnell, daß ich kerne Zeit hübe, nach den Landschaften zrr sehen. So nv^m-e ich sie mrt der Kamera auf und baffe mir zu.Hause den Film vorführen." Richter: „Wie können Sie so sicher behaupten, daß Sie kein schnelleres Tempo als 20 Kilometer fuhren?" Automobilist: „Weil ich auf dem Wege zum Zahnarzt war." KEREN KAJEMETH'MITTEILONGEN Redaktion u. Administration: Wien, I., Kärntnerstr. 28 Nr. 28 Wien, I. Jahrgang Statistik »er Keren Kaiemeth-SingSnge im gahee 5686. (Cfto&ec 1SSS—September 1V1S6) «ach Bezirke« und Gruppe« geordnet. 1. Bezirk (955,1 Schilling); davon: Z. M. B. Maffadah 1237, Jedidna 1220, Jüd. Pfadfinderbund „Zeirenu" 244, Z. M. B. Nelx'Ntia 106, S. C. Hakoah 123, Bozirksfektion 1 V,2 Schilling. 2. Bezirk (10.400 Schilling); davon: Jugendgruppe Leopoldstadt 4170, Bezirksstktion 2 2023, Bund jüdischer Ingeirdwanderer 1816, Crez Israel 1104, Jüd. Realgymnasium 846, Rev.- Hazair 120, Tcheleth Lawan 15, 61 Schilling. Prater (6500 Schilling); davon: Arbeitsgemeinschaft des KKL. (Tcheleth Lawan-Dror) 3407, Sektion Prater 2072, Fraueitorganlsation 840, Hitachduth Jugetü) 170 Schilling. 3. Bezirk (4162 Schilling); davon: Sektion 3 2120, Bund jüd. Jungwandercr 878, Frauenorganisation 68 Schilling. 4. Bezirk (1327 Schilling); davon: Jüd. Pfadfinderünnd „Zeirenu" 1220, Sektion 4/5 107 Schilling. 5. Bezirk (876 Schilling); davon: Blau Weiß 769, Seklioti 4/5 107 Schilling. 6. /8. Bezirk (11.023 Schilling; davon: Sektion 6/8 4018, Kartell der Z. T. B. 2100, I. A. B. Nehsmia 1170, Jung Zion.^ Gruppe 116?, Tcheleth Lawau 15 700, Frauenorganisation 720, Tikwath Jehuda 605, Z. M. V. Hyrkaniah 200, Menorah 107, Jüdischer Vereitt Neirbau 38 Schilling. 9. Bezirk (10.780 Schllling); davon: Sektion 9 273:;, Z. M. V. Hasmonäa 1260, Mirjam 1248, Malkabi 0 1100, Frauenorganisation 1059, V. Z. H. Theodor Herzl 727, A. V. Libanauia 678, I. A. V. Emunah 545, Jting. jüdischer Wanderbund 508, Jüd. Realgymnasium 447, I. A. V. Bar Giora 263, Zeire Misrachi 121 Schilling. 10. /11. Bezirt (2040 Schillittg); davon: Blau Weiß 1420, Sektion 10/11 620 Schilling. 12./15. Bezirk (3132 Schilling); davon: Blau Weiß 1967, Sektion 12/15 819, Zeirenu 336 Schilling. 16./17. Bezirk (2296 Schilling); davon: Blau Weiß 1318, Sektion 16/17 978 Schilling. 18. Bezirk (2576 Schilling); davon: I. A. V. Jvria 1590, Zentrale 541, Franenorganisation 245, Erez Israel 200 Schilling. 19. Bezirk (5344 Schilling); davon: Sektion 19 3226, Frauenoraamsation 2118 Schilling. 20. Bezirk (6120 Schilling); davon: Sektion 20 2386, Kulturgruppe 20 2268, Kwuhzah Atith 327, Lese- und Redehälle 274, A. B. Libanonia 223, Arbeitsgruppe Steiltklein 182, Nevis. Jugeivdbiuid „Brith Hazofim" 142, Tcheleth Lawan .15 130, Frauenorganisalion 02, Jüd. Realgymnasiu-m 49, Zerre Misrachi 21 Schilling. 21. Bezirk (580 Schilling); davon: Zentrale 254, A. V. ^ibanonia 224 Schilling. Sportnachrichte«. Die. heutige« Spiele. . Hakoah—Wacker (Wackerplatz, 3 Uhr^. Rapid—Simmering (Hü-tteldorf). Slovan—B. A. C. (-Slovanplatz). Sporttlnb—Brenn« (Dornbach). ( Sie Raffe» — eine große Enttäuschung 3:3 (0:1) gegen das Bafö-Tearn. Daö Russendebüt hat also stattgesund-en. Um es gleich zu sagen, cs war eine -ser größten Enttäuschungen im F u ß bal-lspo r t. Nach den Aeußerungen der Ruffen über die österreichische Mannschaft, 4>ic' am letzten Sonntag die Schweiz vernichtend schlrrg, war man auf eine Sensation gefaßt. Die Ruffen haben nämlich die Leistung der Wiener wohlwollend nachsichtig so halb und halb anerkannt u«nd auö ihrer. Kritik ging hervor, daß Meisls Tearnfür sie kern ernst zu nehmender Gegner sei. Der Tam- Tanr der nahestöhen-den Presse hatte das Scrnige dazu getan. Schon beim Training wollte man ganz exzeptionelle Qualitäten bei den Russen entdeckt haben. Das Wiener Arbeiterteam sei kein ebenbürtiger Gegner — hieß es — und 15.00 0 Zuschauer wänderten nun nach Hütteldorf in -Erwartung der Dinge, die da kommen sollten. Aber cs kam nichts. Oder wie-der einmal anders ailL man dachte. Sta.tt der uruguah artigen Offenbarung, die man von den Russen erroartetc, gab eL eine Enttäusch u n g. wie sie mit Rücksicht auf die LobeShhmnen und die selbstbewußten Aeußernngen der Russen in ähnlicher Weise schon lange nicht erlebt wuroo. DaS endgültige Resultat des gestrigen Spieles druckt nicht das gezeigte Kräfteverhältnis aus. Bis zum Stande von 8; 0 und eine Viertelstunde vor Schltlß gad^n oie Ruf s e n ^er in ihrer Gesamtheit kaum ersMasisigen Wiener Arbeiterimnlttschaft keinen ebenbürtigen Gegner ab. Nur durch glückliche Umstände und plötzliches Aufgaben der Heimischen konnten die Russen auSgleichen. Die Wiener waren ihrem Gegner in allen Belangen vollkommen überlegen. Die Russen sind N a t u r s p i e l e r, die über ein« ziemliche Schnelligkeit verfügen, jedoch von individueller B a l>l b eh-a nd-iu ng und vom Ma n nscha ftS spi-ek noch sehr wenig wiffen. Man saih mitunter Wendungen, die verblüffend wirkten, weil sie eben von Anfängern gezeigt wurden, die oft Anmügliche Beinstellungen einnehmen, wodurch' überraschende Ballwirkung entstehen kann. Die Russen schießen ganz primitiv und fast ausschließlich mit der Spitze. Sie können natüvlich.als Gegner der Mener ersten Klasse überhaupt nicht in Betracht kommen, da sie anscheinend bloß nach dem Buche spielen gelernt haben. Nichtsdestoweniger jubelte das zum großen Teile aus Laien bestehende Publikum den sonst fairen syttlpachischen jungen Leuten, die nicht das zeigen konnten, was man als gutes Fußballspiel bezeichnet, herzlich zu und es herrschte eitel Freude ob der proletarischen Angelegenhelt. Die Ge* «offen' unter sich hatten einen großen Tag. aber der falsch informierte Fachmann erlebte einen großen Hereinfall. I In der 35. Minute erzielt Klupp für Wie« den ersten