Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2743 (15.10.1926)
- Date
- 1926-10-15
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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WLsrrek Mor^entzeiLung 16. Oktober 1026 Ske'rK Ä Wien. Freitag ihn auf eine Stunde der Gegenwart. — Und das; dieser Film das vermag, ist das beste Zeugnis für seine Qualitäten. * Italien stellt sich in dieser Woche mit einem wundervoll gearbeiteten iteiossa film ein. „Die letzten Tage von Pompeji', das über die ganze Welt verbreitete Buch von v>\ L. B u l w s r, wurde nach einem Zeitraum von fast fünf* V'fju Iahrrn zum zweiten Male inszeniert. Die Regie des mäch- /,r.'N Werkes führte Amletto Palcrmi. Er stampfte kolossale .eieusch.'umassen ans dem Boden, er lief; prunkende Städte er« -hen, di/seit Jahrtausenden unter der Erdoberfläche ruhen, iiirz, er liest das alte, mächtig« Rom, das alles beherrscheirde HKltreich zu treuem Leben ertvachen. Niemand anderer als dieser Italiener hätte sich an dieses Werk heramvagen dürfen. Seine geniale Hand schuf ein Meisterwerk voll wirksamer Eindringlichkeit und überwältigender '.Ausdehnung. Nur der Italiener war bisher imstande, derartige Bolksmassen in so lebensvolle Bewegung zu bringen, ihnen soviel Ausdruck zu geben. —, Wir haben in der letzten Zeit die russische Massenregie bewundern gelernt. Doch kann man zwischen ihr und der italienischen einen großen Unterschied konstatieren, der zum Vorteil der letzteren ausfällt. Der Russe gibt seinen Kolossalmengen eine Physiognomie, die für die ganze Bewegung erstarrt bleibt, ohne den einmal angenommenen Ausdruck zu wechseln. Der Italiener quirlt die Menschenströme durcheinander, läßt ununterbrochen die Eindrücke wechseln, spricht aus tausend Mündern und tausend Gesten gleichzeitig, dirigiert hier wie aus einer Partitur, während der Russe nur ein riesiges Instrument spielt. Sehr schöne Leistungen bietet die Darstellung unter der Leitung Palermis. — Maria Kordas blinde Nydia, ist eine ergreifende Gestalt und stellt eine Leistung dar. wie wir sie leider schon sehr lange nicht von ihr zusehen bekamen. Michael Barkony, Rina de Liguore, Livia Maris und Bernhard Goetzke gaben ihr Bestes und Emilio Ghione formte aus der Rolle des Jsispriesters wieder eine jener markanten Gestalten, deren scharfe Profilierung die Hauptstärke seiner fesselnden Darstellungskunst ist. * Weiters erscheinen noch in dieser Woche: Der amerikanische Spielfilm „Die Frau aus der Tiefe", der Tom Mix- Film „Der Ruf von i rgen dw o", der Ufa- Film „Kasernenlust". Italien gegen die ausländische Filmproduktion. Die Banca Commerciale hat, wie die italienischen Blätter melden, die größte italienische Kinemaiographen-Gcseüschaft, die Societa Anonima Pittalupa, übernommen und eine neue Kinematographen-Gesellschaft ms Leben gerufen, die den Zweck hat, die auswärtige Konkurrenz auszuschalten. «xxxrcxxxxrixxxxxxxxxrOoyyve^^ An äse Schwimmer Wiens! Zufolge unserer Intervention hat sich die Dianabad- Aktien-Gesellschaft entschlossen, eine ihrer Schwimmhallen versuchsweise offen zu halten, um uns die Möglichkeit zu geben, unsere Schwimmübungen auch während des Winters fortzusetzen. Da aber die Einnahmen aus der Vergebung der Abendstunden an die Schwimnivereine nicht ausreichen, um die großen Kosten der Hallenheizung, Wassererwärmung etc. zu decken, so kann die Dlanabad-Aktjen-Geselischaft den Schwinnnhallen-WinterbetrJeb nur dann aufrecht halten, wenn die Halle auch während des Tages entsprechend besucht wird. Wir machen daher die Schwimmer höflichst darauf aufmerksam, daß die Wellenbad-Halle des Dianabades dem Publikum als Familienbad täglich außer Montag von 9 bis halb 6, Sonntag von 9—1 zur Verfügung steht und ein zahlreicher Besuch derselben zur Förderung des österreichischen Schwimmsports wesentlich beiträgt. Während der genannten Stunden wird auch Schwimmunterricht erteilt. Der Verband der Oesteireithischen Schwitnmvereine. QOOQQOOOOCXXiQaQÖQQOOOOOQOGQQOQOQOQOQOa Vutlmanu schlägt Sinder. •3fn8 N c!w York foiiuul die Mvldnirg, foöfj die Mannschaft der Giants am Diensta-g die Brooklyn Wanderers 4 :1 besiegen konnte. Dieses Resultat ist immerhin eine Neberrafchung und ein Beweis der durch die ehemaligen Hakoahner Schwarz, Häusler, Grünwald urvd Gu'ttmann, zu denen sich jetzt noch P o l l a k gesellt, gehobenen Spielstarke der Giants. Die BroMyner Hatoachner N e uselb, S ch ö n f e -l -d, E i s e n >h o f e r und Drucker zusammen mit Kalman Konrcud haben also gegen ihre ehemaligen Kludkollegen verloren. Die Giants konnten übrigens auch am Samstag und Sonntag gegen Philadeliphia zwei Siege im Aus-inaß 4:0 und 9:3 erzielen. Sport in Polen. In Lemberg siegte L e ch i a über H a s m o n ä a 2:1 (0:0). Hasmonäa trat zu diesem Kampf ohne Hoch und Mahler an. Lechia spielte dagegen von der 26. Minute ohne den ausgeschlossenen Spieler Wieczysty und in der zweiten Hälfte sogar nur mit neun Mann. Für ein Freundschaftsspiel war die Gangart ziemlich derb. Das Ende des Spieles wurde schon im Dunklen durchgeführt, da das Match mit einer halbstündigen Verspätung begann und außerdem zehn Minuten lang mit dem Schiedsrichter gestritten wurde. Die Tore schossen für Lechia Czudzak und Domiczek und für Hasmonäa Steuerma nn. Das Städte spiel Posen — Warschau endete mit einem verdicilten, wenn auch überraschenden Siege Posens 3:1 (0:1). In Krakau endete das Revanchespiel Pogon—Wisla 0;0 unentschieden. Im allgemeinen ist in Polen in der letzten Zeit ein Rückgang der Technik und Spielkultur z u g u n ft c n einer rohen und derben Gangart zu verzeichnen. Es scheint, daß sich auch hier die Verhältnisse erst durch eine radikale Reinigung und Scheiduilg in Amateure und Professionals werden verbessern lassen. Die Meisterschaft der jüdischer» Amateurvereine. Wegen des Länderfompfes gelangten nur einige Spiele zur Austragung. In 't-er zweiten .Klasse kämpfte Kadi mach gegen die Ralensportfreunde 2:2 unentschieden. Der jüdische Verein stellte oic technisch bessere Mannschaft und Härte einen Sieg verdient. Kadimah führte bis 2ö Minuten vor 'Schluß 2:0. In dieser Z">t wurde infolge der derben cspielweise der Rasensportfreundc der Kadimah-Mittelläufer Hauser verletzt, wodurch den Gegnern auch der Ausgleich gelang, Für Kadimah waren Hauser und Fürst erfolgreich. Aach einigen Mißerfolgen formte Hecha w e r in einem überlegenen Spiel :ic Leopyldslädtcr Kicker 2:1 schlagen. Bei den Unterlegenen verhütete der Tormann eine empfindliche Niederlage. Tore: T e i ch t h a l und G ü n Sb e r g. — Ma £ kabi wurde von dem führenden Sp. E. Alsergrund 2:6 geschlagen. Der jüdische Verein mußte ohne seinen bewährte« Stürmer Lutz anireteir, spielte aber auch schwächer als sonst. Ein guter Schiedsrichter war Herr Kofslcr. c. f. Hakoah-Fußballfektion. Heute um halb 9 Uhr abends Ausschußsitzung im Klubhcim. Morgen um halb 0 Uhr abends Vollversammlung. Wjld-West in Czprnowitz. In Czernosvitz hat sich am Sonntag wieder eine bedauerliche Szene auf eimem Sportplatz abgespielt. Beim Meisterschaftsspiel M a k k a'b i gegen Gwiazda, das die jüdische Mannschaft 2.0 gewann, kam es, wie ein dortiges Blatt meldet, zu zahlreichen Derbheiten, die nach Schlußpfiff zu tumu'ltösen Ausschreitungen gegen den Schiedsrichter führten. Der Spielleiter -wurde von Gwiazda-Spiclern und Anhängern überfallen. Vimge Mskka'bi- Mitglieder, darunter auch her Se'ktionSleiter Löh elf oh«, eilten den Ucberfalleiren zrr Hilfe. Wie cs heißt, soll man gegen diese Messer gezogen hoben. Inseiner Bedrängnis zog Li'' 'ohn einest Revolver uüd 'feuerte zwei ^och reck s u: u j se in die Luft, worauf die Angreifer abtteßen. — Es wäre hoch an der Zeit, daß sich die Cgernowitzer sport'bchörden zu der Ausrottung des so schädlichen Apachen« tuins aufraffen würden. Gewalttätige Budapester Fußballer. Der Budapester Strafgerichtshof hat gestern den be'kannten Fußballspieler K c r t e s z 2. der bei ei nein Fußballmatch am 22. Marz l. I. einem Polizcimann mehrere Faustschläge versetzt hatte, zu drei Wochen Gefängnis und einer Millionen Kronen Geldstrafe verurteilt. — Fogl 3 von U. T. C. ist gestern wegen Gewalttätigkeit gegcrk die Behörden beim sonntägigen Meisterschaftsspiele seines Vereines verhaftet roorden Fechten. Ei« Wtrnderpreiö des Fechtklnds Rvdenstei» Eine neue lokale Konkurrenz. Der Fechtklub Roden st ein hat einen -wertvollen Wan. derpreis gestiftet. Da alle bedeutenden Wiener Fechtvereine a« dem Turnier teiln-ohmen werden, wird die Serie der lokalen Bewerbe für die nächsten Iabr« um eine sehr interessante KonEurrerrz bereichert werden. Die Bedingungen gestatten nur jedem Klub, vier Fechter und einen Ersatzmann zu stellen, welche sowohl in der Säbelals auch Florettwaffe wirklich gleich gut ausgebildet sein müssen, um erfolgreich abschneiden zu können. Die heften Chancen für die nächste Runde haben der W. A. C. und die Hakoah. Es ist ebne nur zu bekannte Tatsache, daß die Klasse der Säbelfechter in Oesterreich beiweitem nicht die der Florettfechter erreicht. Daher stellen unsere meisten Säbelfechter im Ausland nur inferiore Gegner dar,'während unsere Florettfechter Mittelklasse.repräsentieren. Ein Schritt auf dem Wege des Aufschwunges ist die StifiU'Ng des Wanderpreises, der nur von guten Säbelfechtern immer wieder gewonnen und verteidigt werden kan», weshalb die Anregung zu begrüßen ist. Der Wanderpreis der' Slavia. Im Jänner 1927 findet in Wien die Fortsetzung des Pro» ger Turniers statt, aus welchem bekanntlich die Hakoah als Sieger hervovgcgangen ist. Es gilt nun, die Trophäe auf heimischem Boden wieder gegen Slavia (Prag) und Vivo (Budapest) zu verteidigen. Für dieses Zusammentreffen stehen dem Wiener Klub folgende Fechter zur Verfügung, aus denen die Auswahl getroffen werden kann: Ing. Farkas, Lion, Dr. Gotlfried, Strauß und Doman. Im Rahmen dieses Turniers, welches bei der Sportwelt der tschechischen Kolonie in Wien ge* wiß auf Interesse stoßen wird, gelangt eine größere gesellschastlichc Veranstaltung zur Durchführung. Ein Anfiiugerkurs für Damen und Herren wird heuer bei der Fechtsektion des Sportklub Hakoah abgehalten, wozu noch Anmeldungen angenommen werden. Ebenso wird ein neuer Kurs für Knaben ins Leben gerufen. Die Anmeldungen zu beiden Kursen sind im Trainingslokal. 9. Bez., Porzellangassc 33 a, .Montgg und Donnerstag zwischen 8—9 Uhr abends abzugaben. Die Geneoalversanrrnlung der Akademie der Fechtkunst findat am 17. Oktober im Saale des Institutes für Körperkultur, 0. Bez., Sensengassc 3, um 10 Uhr vormittags, statt. Harry Wills besiegt. Der Boxer S h a r k e y hat den Negerboxer Wills geschlagen, der bekanntlich Dempsey mehrere Male zu einem Kampf um die WelbneistersHasi herausgefovdert hatte. Sharkeh hat an Tunney bereits eine Herausforderung gesandt. — Peter H a n a, der bekannte österreichische Boxer, trat in Paris zu einem 20-Runden--Kampf gegen den Marokkaner Alf Roß an. Roß schlug Hana in der fünften Runde knockout. I. A. C. Heute von 7—8 Uhr Saaltraining der Damen, von 8—9 Uhr der Herren in der Sporthalle, 16. Bez,, Hell-- gasse 7 (-C, I, I2, 9, 48). Das Platztpamirlg ist eingestellt. Saaltraining Montag mrd Freitag. Fritzi LLwy geht der Genesung entgegen. Sie konnte gestern bereits -das Klubheim der Hakoah besuchen. Theater von heute Burgtheater: Basantasena V28 Staatsoper: Tmandot 1fi8 Akademietheater: Hochzeitstage V,8 Deutsches Bolkstheater: Die Schule der Kokotten 8 Kammerspiele: Die Nacht ist unser 8 Theater a.d. Wien: Die ZlrkuLprinzessin V,8 Johann-Strauß-Theater; Adieu Aiimt! 8 Naimund-Theater: Das Schwalbennest V»8 Renajfsanee-Bühne: Villa Adelheid 8 Theater iu der Josefstadt r Regen V38 Stadttheater: Wien lacht wieder! >/,8 M-dernes Theater: Die Art sich hinzugeben . . 8 Wiener Bttrgeptheater r Das Land der Liebe 8 Lustspiel-Theater: Die letzte Warnung 8 Jüdisches Künstlerkabarett (Eafe Astor), 2. Bez., Praterstr. 60: DaS Pensionsmädel 8 Jüdische Bühne, 2. Bez., Taborstraße 13: Die rumänische Chasyne 8 E Bartete »Reklame": Komm' mit. '/,8 RAD IO-PRO GRAMM Freitag, den 15, Oktober. 16 Uhr 15 Min.: Konzert. Der Wiener Operettenwalzer. Strauß: „Zigeunerbyron"; Ziehrer: «Der Liebeswalzer"; Lehar: „Endlich allein"; Reinhard: „Das süße Mädel"; Beuatzkl): „Liebe im Schnee"; Oskar Straus: „Der Walzertraum"; Leo Fall: „Die Rose von Stambul"; Etzsler: „Der Frauxnsresser"; Granichstaedten: „Auf Befehl der Herzogin"; Kalman: „Gräfin Mariza". 17 Uhr 50 Mn.: Wochenbericht für Sport- und Fremdenverkehr. Ä 18 Uhr 20 Min.: Französisch f. Vorgeschrittene. 18 Uhr 50 Min.: Englisch für Vorgeschrittene. 19 Uhr 30 Min.: Uebertragung aus dem Kouzerthaus. 1. Solistenkonzert. Vasa Prihoda (Violinvirtuose). Corelli: La Folia; Beethoven: Kreutzersonate; Bicuxtemps: Violinkonzert, D-Moll; Bach: Air; Paganini-Prihoda: Sonatine; Schuinann-Berne: Schlummerlied; Paganini-Prihoda: Nel cor piu non mi sento. Dr.Schin T. schreibt: „SimonSbrot übertrifft an Güte und gesundheitlichem Wert alle bisherigen Brotsorten." 169 In den besseren Deltkateffenhandlunge,: erhältlich. Wo nicht, direkt von Simottsbrotfabvik, llVitzu-Kagran Sv. Tägl. Versand. Export. Z1PIP1ER mit voller PenNon u. eveiit. StlabievbeuiUfuua S tm 8. od^r tt. Bezirk wird iür Studentin bet « feiner, jüdilcher Familie per sofort aesucht. « Znschr. Hotel Wlaft.Mqtiahilfrrstr, Zimmer Ml«»,»,»»,,,,,,«,,»,,»,,,,,»» OQOQOOOQCKXXXZaQOOOOOQCXKXJaOQQ' Sohw0disch?er Zirkus fldolfi soopooKWooooooooooooooooo aus Stockholm im RBnzflBbfiadB, l. Bez., Zii’husg. ff TBl. ffi-f-77 Goli-Premiepe cxxx30000c000000000000cx300ci Heute Freitag, den Oktober 19. Oktober S Uhr abamls SensatlonenlS Sensationen 11 Alles neu nir Wien I I Jeden Sonn- und Feiertag zwei große Vorstellungen, 3 Uhr naahm, u 8 Uhr «ode., Naohmittag zu bedeutend ermäßigten Preisen. Kesten »y der zirkeekssse tob io bis l Bllä »t, 4 Ufcr; }., BeieatermstraQe Nr. 16 (Im Basar), Toi. 71-6-61: tm TbsaterVartenbereaa Leopold ScJujHipr, VL, Mariahilfer»t*»Sa Nr. B7, Tel. 42-10; Kanfhana Wodtefca. TX1-, Am Splt, Nr. 16, Tel. 16-2-60. ISS Schützet eure Füße gegen Blasen, Bowlen, ScbwelB, Sohlenbrennen dnreb Tragen der echten Sr.Hösjts lk%mS TSOMLCN Das Pjnar dopoolstark 8g—, einfachstark S I 60, Aabost- H e n k f o 8 etplaciesohto mit Stahlcelenk 3 6.—. Vorsand per Nachnahme. Lago* aller Aebeatwaren. Platten and Schnüre. Anbestaohtourabrik Dr JSdgyee, Wien, I Dorntntkanerbnstel 21. Ecko Kat. 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