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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-07 · Heft 2735 (7.10.1926) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2735 (7.10.1926)
Date
1926-10-07
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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-Zette 8 Mm. DsmierHdsg Vereine' BorttSge on» Bersammlukgra. I. A. B. Unitns. Hcure - tthr «Ecnds (tzeneralkonvent mk Restaurani- ('MIfb, u. Bez., Berggasse. — Zionistische Beziickssektiorr Leopowstadk. Samstag, den 0. Oktober l. not ' ..8 Uür abends findet in unserem Heim, Cireusgaße Nr. l-l «'I'p*.tan^fartD, die o r o c u 11 i d) e (Generali) c rj a m m i u n h statt. - on der Zionistischen Vczirksseltion Leopoldftadt findet Lvnnn.-z, den 10. d. M.. zwischen 9 und '1 Uhr ooimittags die W a p l zum Parteitag statt. Jüdisches Jugendheim, iS. Bez., HerkleMaise 21. Beginn der Hebräischkurie am Donnerstag, 7. Oktober. Anmeldungen täglich vi( l>iv JO Uhr abends beim Heimwart. Beth Wand p rnrin. Samstag, 8 Uhr abends, im Saale der Sozialen Hilsvger.ieirttch.ttt „Anitta Müller", ^lugarten st raste -W, o r d e n t l i ch e G e n e r a l v e r s a m m l n n a des Be ich Waad. Tagesordnung: I. Wahl eines netten Aus schnsies. 2. Eröffnung der WirirrAätigkeil. Sprachkurse bei der sozialen Hilfsgemeinstsmit Auitta Müller. M Mitte Oktober d. I. roerden hebräiseiie. eugiische und französische MMqe sowie .ine Uicche anderer Kurse und Bor-trüge im neueröffneten .Jüdisch-Zeutruin" abgehalten. Einschreibungen und das genaue Boetragsprogranun können täglich von ö—7!Hr im Sekretariat des Zentrum-?. 2. Bez.. Untere blnstartenstraße :tö, erlangt werden. Sühne und Kunst. Tschechischer Sperngaftspie! So famos die Olmützer iirtmer wieder i-n ihrer Eirsenchlekiurst sind, der „D a I i b o r" gehört xyu ihren scklrächeren Leistimyen. Zu idiesior „großen Oper" gehört vor altem eine prunkvolle Ausstattilng. welche sich bas kleine Theater nicht leisten kann. Zudem unterliegt Hörr Kubla als „Talibor', rvepn er auch jeder Zoll ein Held ist, im Kampfe g!-gen das Kopfregister und die Intonation. (öesan-glich sehr gut war Frau Mustanow als Mi'lada, niedlich Frau Borockov als Jutta, eine Prachtgestalt .Her-r C e l e r i n als Kerkermeister und am besten Herr N e d •& a I als siegreicher Führer des bar» wärtsstürmewd'e'n Orchesters. Eine Glanzrolle, auch für Wiener 5hmjtverhältnisse äußerst Hörensunid sehenstzverte Wiedergabe erfuhr die Bauernoper „I e n u fa" von Janacek. Eine urwüchsigere Gsstailtltitg bar slowakischsn Volksszenen unb Volksbräuche, eine markigere Rhythmik im Orchester, ein packenderes Spiel der Sänger kann man sich kaum wünschen. Jeder oinzelne Darsteller hat eine mit stürmischem Beifall vergoltene PrachUeistung, allen voran Frau Vlkov als .^Jen-nfa", welche die reine wahre Menschlichkeit und tiefe Jmrerlichkeit der Musik in ihrem naturalistischen Sprechgssarrg und ist ihren schrillen Ausschreien erschütternd zur Geltung brachte. Neben ihr wuchs Frau Sehnalov als Küsterin zu tragischer Größe empor; auch -die Herren Mestek, Hajek und Cel e r i n nnd Frau M1 coch zeigten sich — ganz abgesehen von ihren schönen Stimmen — innig vertraut mit dem Stile Janacefs, des großen modernen Mustkdramatikers, .der erst im siebenten Jahrzehnt seines Lebens jene Geltung in der mnsikalischen Welt erlangt hat, die chm, dem Wahrheitssncher, dem Fortsetzer Mnssorgsky's, längst gebührt hätte. Ms die „Jenufa" gegen Kriegsende ihre Wiener Erstaufführung erlebte, da klagten die Philister über dev Mangel an Melodie, und heute vermag man es kaum zu fassen, welche Fülle von melodischer Inspiration sich hier in engstem Raume, gewisiermaßen in aphoristischer Kürze, in öivn von Urkraft erfüllten Genveszenen und in den nur arrg('deuteten Ariosos zusmnmengedräjrgt. Hier ist nichts auf dekorative Wirkung hin ausgeklügelt und allesg dem Leben nachgefornü, der Seele des Slowaken abgelauscht. Ethos und Genie verbinden sich in der ungeschminkten, aus der Melodie der slowakischen Bauernsprache schöpfenden Musik zu einem Kuustganzen, das cvrks einsamer Höhe über die Modeproduktion des Tages emporragt und 'darum wie nur wenige Opernwerke von beute die (Gegenwart überdauern wird. ftb. La« Leichenbegängnis der Marie gaszai. Das Leichenbegängnis der vorgestern verstorbenen uu garifchen Tragödin, Marie Jaszai, findet heute nachmittags 3 Uhr vom Vestibül des ungarischen Ncrtionaltheaters in Budapest aus statt. Die Stadt Budapest Hai der Künstlerin ein Ehccngrab gewidmet, beffeit Stelle sie sich selbst ausgesucht hatte. Auch ihren Grabstein und den Sarg hatte sie selbst bestellt nnd ihre Grabinschrift selbst verfaßt. Ueber ihre Bühneuschöpsungen fei noch erwähnt, daß ihre letzte neue Rolle die der Jochebed in Emmerich Mada'chs „Moses" war, mit der sie einen ungeheuren Erfolg erzielte- Zum letztenmal tvar sie im Jänner dieses Jahres in der Titelrolle der „Maria Stuart" tfufgetreteit. Bus den Theatern. Bu rgthea l e r. Freitag, 7 Uhr, „Der junge Ä-ar". — Dienstag, halb 8 Uhr, „Fenster". Akademietheater. Freilag, halb 8 Uhr, „Das CTto6c Hemd". — Dienstag,.haW 8 Uhr, „Die Durch- Q*ä tt g e r i it". Opernthea ter. Heute wird wogen Jnbisposttion des Herrn Grosavescu statt „Die Königin von Saiba" die Oper „Der Corregibor" gegeben. Beginn halb 8 Uhr. — Morgen, hoD 8 Uhr .^ligoletto". Deutsches Bollkstheater. Heatte, 8 Uhr, erstes Anftreten Mbert Basse r man ns in dieser Spielzeit in „Corlege Cra mpton". Freitag. 7 Uhr. „Faust". 1. und 2. Dell. Sonntag, nachmittags 8 Uhr, „Die Schule der Strtklti-i teu" mit LeopoDine Konstantin. Diener Morgenzeitn«- Theater in der Fosesstadt. Freitag, halb 8 Uhr, „Fannys erstes Stück", SamSiag uird Sonntag „N ege n". Sonntag, nachmittags ha«lb 4 Uhr, bei kleinen Preisen „Der Igel". K a »» m e r s p i c I c. Heute wird zum letzten Male Lenaus „Faust" als Abendvorstellung gegäbcn. Morgen. 8 Uhr, findet die Premiere von Henry Kistemaelers Komodte. „D i e Nacht ist rt n s c r" statt. Modernes Theater. Bis eiirschließlich Sonntag: „Die Art sich hi n z u g e b e n". Die nächsten Premieren: „Amerikanerinnen" (Montag, den 11. Oktober) und „D er Tanz u m Mitterr, a cht" (Freitag, den 22. Olt.). C a rt th c a t c r. Die Olmüher Oper bringt heute Dvoraks Op"r „Fakobin", die in Wien zum erstenmal zur Aufführung gelangt. In der Hauptrolle siirgl eer Baritonist Krikäva. — Freitag „D i c verkaufte Braut" mit Richard Mia. — Samstag, den 9. Oktober: „T eufel §- käthe". -- Sonntag, den ly. Oktviber. 8 Uhr nachmittags. ..Rrrsalka". abends halb 8 Uhr: „I enuf a". -- Montag, den 1t. Okieber: Abs ch i cd sv or stellung „Die verkaufte B r a u t". I o bann St r a u ß - T h e a t c r. Sonntag nachmittags „D i c F ö r st e r ch r i st'l", abends, 8 Ubr stlhaichi, „A d i en Mimil". Bürgert h e a t e r. An Vorbereitung Operette „M i t l c r n a ch t s w a lc r" von S t o lz. - - ,.D a s Land der L ' e b e" gelangt Montag zur fünfzigsten Aufführung. R a : m u n d t h e a t c r. Samstag bei kleinen Preisen die Kindebkomödie ,,D er Struwelpeter".?lllal>endlich, halb 8 Uhr, „Das Schw a IHi c n n e ft". Martin Bisher spricht über Einladung des Kulturbundes heute Donnerstag mm 7 Uhr abends im Neuen Saal der Hofburg über „Der heutige Mensch und die ^6 i b c l". Restliche Karten im Sekretariat de? .äiiltiirbundes, l.,Bez„ Annagasse 5. Das „Fournal der Liebe" in Innsbruck wieder gestattet. Die Korrespondenz Herzog meldet aus Innsbruck: Wie berichtet, haben-die Gcmeinderäte der Tiroler Bvlkspartei wegen einiger Stellen der Revue „Journal der Liebe" und wegen der mangelnden Bekleidung der Darstellerinnen des Traumbildes bei der Landesregierung Vorstellungen erhoben. Die Theatcrsektion sprach sich einmütig omju aus, daß einige derbe Stellen hu streichen feien. Tic Revue gelangt nunmehr in der zensnnerten Form pr?luTT;'fcnntft. Gerichtssaal. „Aegyptischc" gefällig? Wegen Nachahntung ärarischcr Zigaretten und Zigarettenhülsen hatten sich gestern vor einem Schöffensenat unter hem Vorsitz des Hofrates Tr. Ez e rn h der Schlosser Karl Fischer und der Tapezierer Karl H l a us ch e k zu verantwooteru * er österreichische Bundesschatz hat gegen sie durch die Finanzprokuratur die Anklage erhoben, daß sie im ztyeitcn Halbjahr 1925 n ach g eahmte ägyptische Zigaretten in den Verkehr gebracht und verkauft und dadurch einen Eingriff in das MarkenschusUesetz begangen haben. Auc^ die Verpackung der falschen Aegyptischen trug unbefugt den Aufi)ruck und die Mgnctten der österreichischen' Tabakregie. Hlauschek und Fischer waren wegen Vergehens gegen das Markenschutzgesetz wiederholt in strafgerichtlicher Untersuchung. Fischer war vor Jahceil in der Zigarettenfabrik Hainburg beschäftigt. Aus früheren Verhandlungen gegen Fischer und Genossen ist bekannt, daß sie leere Kartons der Tabakregie von Kellnern aufgekaust, mit gefälschten Zigaretten gefüllt und durch Kellner wieder in den Verkehr gesetzt haben. Fischer ist wegen Nachmachung äghpttscher Zigaretten bereits dreimal vorbestraft. In der Verhandlung versuchte Fischer die Sache so hinzustellen, als ob er die gefälschten ägyptischen Zigaretten in Unkenntnis! der Fälschung von einem Freunde» den er nicht nennen kann, billiger als zu Trafik- Preisen gekauft habe. Er mutz aber zugeben, daß er die Zigaretten auf einer Leiste unter dem Diwan versteckt gehalten habe. Der Vorsitzende halt ihnr vor, daß die Aufstapelung großer Mengen Zigaretten — es sind in seiner Wohnung auch zahlreiche leere Schachteln gefunden worden — seinen von ihm angegebenen EinkommenPerhäÜnisfen nicht entspreche, er behauptet nämlich, durch Gelegenheitsarbeiten und Vertretungen 130 bis 160 Schilling im Monat zu verdienen. Der Gerichtshof erkannte die beiden Angeklagten schuldig und verurteilte Fischer zu vier Monaten Arrest und Hlauschek zu zwei Monaten Arrest. Fischer und Hlauschek hielten sich Bedenkzeit offen. Einmalige verspätete Zinszahlung — ein KüudiguugS» grund? Frau F. K. bewohnt im Hause der Buchdruckerelfirma Engel seit mchreren Jahren als Haupttnketerin mit ihrer verheirateten Tochter und eihren Enkeln eine Wohnung. Im Maitermin dieses Jahres blieb sie mit der Zinszahlung im Rückstand, da sie sich bei einer änderest verheirateten Tochter außerhalb Wiens aufgehalten hat. Der Hausbesitzer schtttt hierauf zur Kündigung. Unmittelbar danach bezahlte Frau K. den Zins samt allen Nebengebühren, die Firma Engel zog jedoch die Kündigung nicht zuriick, sondern schritt zur Klage. Der Anwalt der Gekündigten verwies darauf, daß ein grobes Verschulden bei der Niä-tzahlung des Zinses dorliegen müsse,, um als Kündigungsgrund herangezogell werden zu können. Dies treffe bei seiner Klicnttn in kein v Weise zu. Seit vielen Jahren wohne sie im Hause und habe zum erstenmal detr Zinstermin überschritten. Das Mietengesetz enthalte übrigens ausdrücklich die Bestimmung, daß der Mieter den Zins bis zum Urteil der ersten Instanz nachzahlen könne. Das habe Frau K. getan. Das Gericht schloß sich diesen Ausführungen des Anwaltes jedoch nicht an, erblickte schon in der einmaligen verspäteten Zinszahlung ein grobes Verschulden und erklärte die K ü n d i g n n g für r e ch t s w i r k s a m. Der Anwalt der Gekündigteil wird gegen dieses Urteil Berufung ergreifen. 7. Moßer 1926 M. 2735 Volkswirt. Polnischer «irtschaMM. Der Rohölcxport. — Der Zementmarkt. — Vorbkreiiustgen zur Bildung eines ZcntralverbandeS der * Zuckerexporteure. — Die Börse. (Von unserem Warschauer Korrespondenten.) Warschau, 3. Oktober. Die ungewöhnliche Konjunktur auf dem Naphthaweltmarkt, die durch den Niedergang der Rohölprodnktion in den Vereinigten Staaten, bei gleichzeitiger Erstarrung der Nachfrage nach Rohöl und den verschiedenen RohÜlprodnkten, hervorgerusen wurde, übte einen sehr günstigen Einftuß auf den polnischen Rohölexport, der im ersten Halbjahr 1926 die Rekordmevg' von 213.765 (gegen 170.983 im gleichen Zeitraum des Vorjahres) betrug, wovon an Benzin 29.992, Naphtha 50.279, Gasöl 72.699, Schmierölen 26.666, Paraffin 15.081, Halbprodukten 10.274 Tonnen ausgeführt wurden. Diese Exportziffern erhalten besonders dadurch ihre Bweutung, daß die Schließung der deutschen Wsatzmärkle, die durch den Zollkrieg verursacht wurde, sich als erfolglos erwiesen hat. Die stärkste Erhöhung des Exports wiesen Naphtha und Gasöl auf, die sich insbesondere ans den amerikanischen Märkten großer Nachfrage erfreuten, und zivar insbesondere darum, iveil in der letzten Zeit tu den, amerikanischen Rafsinerrn die sogenannte Krakauer DestillationSmethodc eingesührt wurde, die zur siarken Produktion von Benzin auf Kosten der Produktion von Naphtha und Gasöl und der leichten Schmieröle führt. — Auf dem Rohölmarkt herrscht weitereii'e starke Preiserhöhungstendenz. Der Preis des Rohöls Marke „Borysläw" beträgt jetzt 218 Dollar, bei sehr geringem Angebot. Der Preis des Rohöls Marke. „Schodnica" hat keine Veränderung erfahren. — Vor einigen Tagen wurde in M r a z nie« ein neuer Schacht „Bruno", der Firma Fanto, er bohrt, mit einer selbsttätige Produkt'on von sieben bis acht Zisternen in 24 Stunden und 20 Kubikmeter Gas in einer Stunde, bei einer Tic^e von 1813.60 Meter und eine' Beiu'chung von Röhren mit sechs Zoll Durchschnitt. ' Auf dem Zementmarkt konnte in den letzten' Wo cheu eine starke Belebung verzeichnet tverden. Die Ursache» dieser Belebung sind folgende: 1. B e r st ä r k u n g d e r Baubewegung u,rd intensivere Arbeit auf den Bauten arlgesichts des nahenden Saisonelldes. Große Mengen vor: Zement kaufen auch die Genossenschaften mrd die Regie rung für den Bau von Regierungsgebäuden. 2. Starke Nachfrage nach Zement seitens der Auslandsgrüppc Ulen and Co., die größere Investitionen in Provinzstädten durchführt. 3. Die Auflösung des Zementsynd i k a t e s und die dadurch hervorgdrusene^ Konkurrenz der verschiedenen Firmen, die eine bedeutende PreisermÜßigung des Zeincnts nach sich zog. 4. Die Beherrschung .der ausländischen Märkte dank der guten Organisation der ausländischen Berkaujsbureaus und der hohen Qualität des polnischen "Zements bei niedrigen Preisen. In Fachkreisen werbeir daher die Aussichten der 'Zementindustrie füv die Zukunft günstig beurtÄlt, obwohl viel von der Baubewegmrg, die ja die Grundlage der Zementindustrie ist, abhängt. Es verlautet, daß die größeren Zementfabriken sich um die Wiederherstellung des Syndikates bemühen, um dem gegenseitigen Preisrückgaugszwan^g, besonders auf dem Exportgebict, Einhalt zu tun. Im Ministerium für Handel und Industrie fanden Bevattm gen zwecks Gründung eines Zentral Verbandes der Zuckerexporteure Polens statt. Es wurde eine Kommission zur Vorbereitung der Statuten dieses Verbandes ins Leben gerufen. Bekanntlich besucht jetzt ein« interministexiclle Kommission die verschiedenen Zu^e^abriken, um die Produkttonskosten genau zu bestimmen. mAc Feststellni gm oicser Kommission sollen dann dom Minister für Finanzen im Verein mit d.'m Handels- und Landwirtschaftsminister zur Bestimmung des Zuckerpreises dienen. Die, Effektenbörse wies in der vergangenen Woche keine einheitliche Tendenz auf. Die Umsätze waren nicht sehr groß, bei überwiegendem Anbot.. ' Bekiimvsung des unlantereu Wettb.wekdes itt Polen. Aus Wa rschau. wivd uns gsschrieben: Am 10. Oktober tritt in Polen ein für daS gange StaatSjgebiet.'üülttges Ge» f e tz zur. Belkämpfung ^es unlauteren WettHewecbes in Kraft. Der Grundgedanke des neuen Gesetzes, das dem Wesen der Materie entsprechend, vorwiegend Rahmenoerfügungen enthält, besteiht darm, daß ein GeschhftSunternehmen' nicht bloß als Komplex von Sachgütern, sondern auch als Komplex jener immateriellen Werre, &äe ln den auf Güte der Erzeugnisse. Solidität, Promptheit der Bedienung usto. fußeniden Vegishungen des Unternehmens zu seinem Äurtbenfaeig bestehen, zu werten ist. Als Spezialsall unlauteren Wettbewerbes behandelt da- Gesetz den Versuch deö Eindringens in den Kundenkreis eines anderen Unternehmens durch Herabsetzung dieses Unternehmens, durch Verbreitung unwahrer Nachrichten über geschäftliche Verhältnisse, Warenbeschafserrheit, Herstellung der Ware, Preisbemessung uiflro. usw. Als Rechtsfolge der Uebertretung ist im Gesetz unter anderem vorgesehen, daß der Geschädigte Anspruch a u f H e r a u S g a b e der in den letzten drei Jahren (gerechnet vom Tage der Ueberreichung der Klage) erzielten u nrech hu Öligen Bereicherung erheben kann. Bemerkenswert ist ferner, daß im Gesetz auch ein tan Verordnungswege zu erlass-endeö Verbot deö sogenannten SchneebaNenshstems vorgesehen ist. Für

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