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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-06 · Heft 2734 (6.10.1926) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2734 (6.10.1926)
Date
1926-10-06
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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S-Iteio aSt«n, MttM» PK««» Mors»»»»««»- Haloahr Sevionea für Sewe-aUimg Ser Profesfionalismur der Mballer- In einer neulich abgeh.illsnen Besprechung der Sektions- Vertreter der Hakoah, an der ungefähr 60 Personen teilnahmen. wurden die mit der demnächst stattfindenden Generalversammlung zusammenhängenden Fragen ertzrtert. Tic Redner aus allen dreizehn Sektionen sprachen sich für die Beibehaltung oev gegenwärtigen Aufbaues und Systems Ser Fußballsektion sowie vor allem für die Erhaltung der Profefsionalmannfchaft aus. Bezüglich der Neuwahlen beantragte die Scha chs e kti o n, daß in Hinkunft drei in der Generalversammlung zu wählende Präsidialfunktionäre zusammen mit den dreizehn Sektionsleitern die Klub leitung bilden fällen. Die anderen zwölf Sektionen sprachen sich einmütig g e g c n diesen Vorschlag aus. Tie Schwimmsektion schlug vor, die engere Leitung ans fünf von der Generalversammlung zu bestimmende Personen zu bildend mit der^die SettionSvertreter einmal im Monat als erweiterte Ktubleitung beraten sollen. Die Besprechungen werden nckhste Woche fortgesetzt. dar Team gegen die SAweiz Horvath statt Wortmann. ' Der Fußballvundeskapitän Hugo.. Me iSl hat..gestern folgende Mannschäst für den am Sonntag. auf der Hohen Warte stattfindenden Länderkampf gegen die Schweiz aufgestellt: •'■■■■ .. Aigner, Rainer, Blum/ Richter, Re s ch Schneider (W. Äü C.), Sie gl, K.li'ma, Sindelar H o rv ath, We ss elh. Ersatz: Franzl, Heidingsfeld, Schott . Äschweidl. Gegen Kcsrnten wurde noch Schneider, von den : Amateuren als Ersatzmann nominiert. Meisl hat sich an Stelle Wortmanns für seinen alten Liebling, deN Simmeringer Horvath, entschieden, der wieder in Form -sein soll. Wir halten aber den Hakoahner für härter. An Ballführung und Technik ist Wortmann dem Simmeringerzumindest ebenbürtig. Makkabi—W. F. E. XX 3:0 13:9). Makkabi Ü)nnte wieder in sicherer Art die zwei Punkte erkämpfen. Sekt dem Meisterschastsbeginn hat sichdie Spielstarkedes-Bereines beträchtlich gehoben. Das Wettspiel wurde-vom Trainer des Vereines „Bewegung XX". Herrn Kaps, ausgezeichnet;geleitet. Schon nach einer halben Stunde ist das Resultat gegeben, dann gelingt es W. F. C. XX, durch aufopfernde Verteidigung und teilweise Offensive das Tor weiterhin rein zu halten. Bei Makkabi war die Halsreihe für-den Sieg ausschlaggebend, sehr gut auch'die Verteidigung. Pillinger,' Lutz Leopold und Heinrich, Deutsch. Seidlet Schneider und der Torwart Zwirn verdienen besonders genannt zu werden. Die Tore erzielten Lutz, Grumwerg und Futterweit. Der I. S. B. Makkabi, der in der Meisterschaft an drMer Stelle rangiert, steht unter dem Ehrenpräsidium des bekannten jüdischen Sportsmannes Egon Fiehl, dem der Verein seinen' gegenwärtigen Aufschwung zu verdanken hat. Makkabi ist jetzt in der Lage, eine. Kampfmannschaft, eine Reserve-, eine akademische und eine Mteherrenmannschaft ins Feld zu stellen und außerdem verfügt der Verein über zwei komplette, sehr talentierte Jungmannschasten. Die Fußballsektion entwickelt sich unter der Leitung von Gustav Koch auf das beste. Eine Ping-Pottg-Sektion, der die zwei besten Spieler. Oesterreichs, Flußmann und P i l lli'ng e r, angehören, erweitert das Betätigungsfeld Makkabis ' rn reichem Maße. . , , ■ 1 Tic Genera lversammlung des Sportklubs Hasmonea, die -am 2. d. M. statifand, nahm einen äußerst würdigen Verlauf. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Präsidenten Tr. Sanel Beer wurde der. Bericht der abtzeerste Amateur laufenen Saison erstattet. Mit besonderem -Beifall wurde der> Aufstieg deo Fußballmannschaft in die klaffe zur Kenntnis v^wommett. chie folgendes Resul- . .._ ^M'Beerr Ob- _ WeyWer Dentz MMeinf Redioren: L. EHE und Abylf Wirtschafter; HeLionrleiter für Fußball: Sigmund Wolffohn und Mzo Singer; fstr Geselligkeit: Willy Karliner und Karl Schirpck; für Hsrre'n- Tony Babad «tchirock, Max Willy Karliner. Den Treffer erzieltt PoldcjefTit bet’ersten"Spiel'Ete^ . Robert Schütz (Hasmonea) ist dem Sportklub Bar Kochba beigetreten. Leichtathletik. Sn der Mengrnppe behauptet. Das Abschwelden der Hakoahner beim Staffellapf Quer durch 7 / ■' Wien. -• - Em erlösendes, Aufatmen wird jetzt durch, die Reihen der Funktionäre, Traine'r und Athleten gehen,' 't^rö an der großen Veranstaltung mitgewiiKt.haben. Dpp Dank der ^ossfentlichikeit für die schöne D-hmonstratton: der Wiener Läufer geWH'xt allen drei Faktoren zu^Michssn.ZMen, d^nn nür dupch -ihr.verständnisvolles Ausammenarbeiten.war dar große Estfolg vom Sonntag möglich.. V Das .sportliche. Grgsbms . des. -iNaffMaufssß. ist üihßpemstimmenü mit uyserer -Vorbesprechungeingetrosfen, nur kam der so überlegene, eindrucksvollle Sieg Latz W.'tzt. F. einigermaßen überraschend;-, man -hatte, dpch einen härteren Widerstand der Praterleute evwarjet-. Sonntag, am Feiertage der österreichischen Achte tik, konnte man deutliche Spuren/inneren. Zerfalles der einst so-blühenden-. , jonangäbendep, wie stolzen Sektion des W. A. C. beobachten. Es war das schlechteste Rennen, dasi. die , W>A.--E.stL.eute in?cn letzten a cht Jah reu geliefert haben. Dq waren die W.-A.-F.-Leute Ws einem ganz anderen.Hofg geschnitzt. und mit einem un« hergleichlich andexem .-Elan-hei her Sache. Gleich vom Start weg bis zum Ziel lagen sie unwiderstehlich an der Spitze hgs- Feldes; den Vorsprung von Etappe zu Etappe vergrößernd. SogastPer zweiten'''Männf'chäst der Roten gelang es, sich zwischen den W. Ä. 'C.-und , die Hakoah zu schieben,-ein Beweis des'reichhaltigen Materials/ über »das diä Hütteldorser verfügen, wobei sie Unter-den denkbar schwierigsten Verhättnissen züarbeiten haben: . Run^ zpm Äßschn'e'iden der Hakoah/ Sie hat gehalten. was sie vxrsprochtzn. hat. Wenn mgn bepenkt, wie gering die.Zahl^- wirklich evstiklafsige^ Läufer bei der Ha'koäh ist, so müßte man eigentlich Rchpeki beikommen, daß es ihr trotzdem gelungen ist, - im Gesamtpläe.em-ent bei $8 gestarteten Mannschaften an'vierter Stelle endend . RapiÄ, W. A. 2> .Vienna, Sportklub, Amateure usw^ sie alle mußten an-.hie. ileberlsgenheit dex HaLoahner g-lawbon.- Dabei befindet sich hie Hakocrh in einem Uebexgangssta«- d i u m, denn sie besitzt fast ausschließlich nyx Jüngathleten. - Man war sogar gpzwungen,.zwei vyn Pen talentiertesten Jung« , lingen (Spielmann rmd Deutscher) ist die, tzpste ,Kampf.mannschalst zu stellen. Dieser ÜmArnd , wurde leiLwi der Hstkpahzum Vrehängnis;,d^pn -die-Jugend, .die Än.Mp.sicheren Siege Kufteuerte, lnußte dech W. A. E. fn den letzten Metern, den. ' Sieg überlassen. -- - ... Durch die diesutstl außerovdentlich mang-lhaft'eÄr-' ganisätian^des gryhen Rennests kam es.' daß diefJugendgruppe ' 6. Oktober . 1^6 Sfct. 2734 so schlecht albgebassen wurde, daß die Athleten, die bei ihren Etappen warteten, vom Einlangen der Läufer geradezu überrascht. wurden und. ihnen keine Zeit blieb, sich entsprechend vorzuhereiten. Dadurch konnte es auch geschehen, daß einige Läufer noch in ihren Ucberhosen steckten, als plötzlich die Staffeln vor ihnen anfbauchten. . Glaser (HvkoaH) zählte leider z,i den Unglücksraläu, der ein AuSkleiden blzum letzten Moment vermeiden wollte; statt geistesgegenwärtig in der Ueberhose zu bleiben und so seine Strecke zu durchlaufen, streifte er die Ueberhose in aller Eike ab; ist der Hast und Aufregung blieb sie bei den Schuhen hangen, wodurch nicht nur kostbare Meter bei ider Uebergabe verlörengintzen, sondern auch auf leichtfertige Art der wert- , volle Sieg. Hoffentlich hat das Gesetz dex <^erie damit sein Ende gefunden. i>enn es ist wirklich tragisch, auf welch leichtsinnige Meise schon sicher scheinende Erfolge vergeben werden. ■ Beim Aufma rsch zur P rei sv erf eilung zeigte es sich deutlich, daß die Hakoah dem Streben nach MassenauSbikdung am ohesten gerecht wird, denn es gab keinen Verein, der eisten so mächtigen Eingtlg hielt wie die Blau-weißen. Der prächtigen GestcAten unserer hervorragenden Ringer darf nicht'vergessen werden; auf der Ringstraße gab es sogar - eine selksam-e Episode. Ms der Ringer Weiß, der einen wu-n- - d'ervollen Körperbau besitzt, sich seiner Ueberkleider entledigte, ' lrM ein Vater mit seinen Kindern auf ihn zu, zeigte stolz nach des -Athleten Brust, auf der der Zion öfter n prangte und sagte zu seineb Kindern gewendet: „Seht Ihr Kinde r, so si.eh th eu tz u t ag e ein jüdischer Sportsma n n .a u s!" Die kleine kurze Szene, die vielen nichtig erscheinen mag, wie unendlich schön, wie ergreifend wirkte sie in ihrer Einfachheit, wie unsagbar edel in ihrer Geste. Welch unerhörter Weg vpm blassen, kränklichen, gedrückten G-Hettojuden zuM aufrechten, lebensfreudigen, selbstbewußten Sportsmann-.' von hautet .. - Zum Schlüsse noch eiu Wort dem-Referenten des „Sport- TagsbkättLS^. 'Tiik; ganze erste'Seite der „Samßtagrrunnner war', mit der Porfchau für das „Quer-d>urch-Wien"-Rennen aus-', gefüllt, doch -war der Name Hakoahs.-nirgend.s z,u ent decke ».'..'Erst -ganz.-am. Schluffe wurde flüchtig eMvaihnt, Lutzsich die Jünglinge des W. A. C. uNd des W. A. F. einen erbitterten Kämpf liefern werden, zu dem sich noch die. Jünglinge der Hakoah hinzugesellen. Wir stellen nur. rein.- sachlich fest, daß die-Hakoahmannschaft in ihrer Gruppe Dritter wurde und im G.csämtp-lace-lnent an vierter Stelle einl-angte. Die Jugendstaffel endete mit nicht einmal drei Sekunden Unterschied als Zweiter hinter der W.-A.-Cr-Jugend und mit den fünf Mannschaften'hat der jüdische. Verein das Höchstaufgoüot an Teilnehmern'gestellt. So>üt ist Hakoah -dem großen Werbezweck der.. „Quer-durch-Wien"-Vcvanstaltung außer dem- W. A. F.'am nächsten gekommen Fritz Bürger. Dr. PWer wM am Sonntag in Wien einen Wettrekord ausstellen. Der deutsche Meisterläufer und Bezwinger Nurmis Dr. P e k H e r, der am kommenden Sonntag aus der Hph'ep Wa'tr vor dem Länderspiel gegen die Schweiz in einem' LOVO - Met e r- L a u f starten wird, hatan den Fußballverchänd ein Schreiben gerichtet, in dem er ersucht, für dys Rennen die vorgeschriebene Zahl der Zeitnehmer zu stellen: er'hübe nämlich die Msickt. den bevorstehenden Weltrekord. den der Franzose Martin erst in der Vorwoche ausgestellt hat,' zu schlagen. . Die Metten olympischen Winterspiele sind für Pie - Zeit vom'11: bis 19. Februar 1928 in St. Moritz ausge< schrieben worden. , ' «us de« Sereinen. /Bar K'ochba/ DamLnhandhall. Zur Komplettierung der Mannschaften werden talentierte Spielerinnen ausgenommen. Trainer vorhanden^ Anmeldungen siird an Fü. M. Neuer, Is./Pez., W'rM. 6^,Izu senden. — Fußbchl. Donnerstag, um 8'Dr ccheMs, Spielerversammlung im Hotel Palast, - 6.- Bez., Mapiahilferstr. 99. Söstntag Meisterschaft gecsen Hagybor. Die Upieler oex'"1/-Mannschaft werden ersucht, ihre Lichtbilder bis Donnerstag.bei Gustav Fried abzugeben.. — Ping-Vong. Dpnnevstag Training im. Klublokal Hotel Palast. Mitglieoeraüf- .nähine von' S-r-O' Uhr bei Herrn Äsriru. SchLheteureFützy Theater von heute Burgtheater: Der junge Aar Staatsoper r Der Rosenkavalier Akademietheater: Das grobe Hemd Deutsches BolkSthealer: Die Schule! der Kokotten Kammerspiele: Lenaus Faust Theater a. d. Wien: Die Zirkusprinzessin *68 7 7 V-8 8 8 Johann-Stranff-Theatcr: Adieu Mimi! Raimund-Theater: Das Schwalbennest Reuaifsanee-Bühne: Justiz Theater in der Jlosesstadt: Regen Stadttheater: Wien lacht wieder! ^Modernes Theater: Die Art sich hinzngebeir.... Wiener Bürgertheater: Das Land der Liebe Carltheater: Der Kuß LustsPiel'Theater: Komtesse Guckerl Jüdisches Aiinstlerkabarett (Cafe Astor), 2. Bez., Praterstt. 60: Schlomke Scharlatan Jüdische Bühne, 2. Bez., Taborstraße 12: A Korben fyn a Schwester 8 Vs 8 8 l/,8 V,8 8 8 Va8 8 Ins jüdische Haus ■ in i m jj RADIO-PROGRAMM Mittwoch, den 6. Oktober)! 18 Uhr 15 Min.: NächmittagSkonze;j. Ed. Strauß: „Boccaccio". — Lala: „Le'Roy d'Ds". — Rubinstein: Sphärenmstsit. ^- Lövell: Hange d'automne. — Wagner: „Die Meistersinger von Nürnberg".' E. I. Wolfs: Jrmelin Rose. — Kostal: ^orrero S^o« mon. — Eysler: „Der lachende.Ehemann". Strauß: Thermen,- Walzer. — Gasstll: A kiß in the moonlight. \ 17 Uhr 5 Min.: Aus Apelschnuts Kinderland und spaterer Ze'st. (Otto Ernst). Desprochen von Martha Ferber. 18 Uhr 10 Min.: Das Büch. Vortrag von Dr. Hans Gerstingor. , . 18 Uhr 35 Min.: Das'Einmieten der Karwssel. Hofrat Ing. Emil Haü'nälter. 19 Uhr: Der Rosenka-valier. Abendmusik. - - - - " Sodann leichte Wäscheri« übernimmt Wüsche ins Hau«, wüscht schon und dittig 8885 Maurer, 1«., Fr0dergasse -4r/28. Bewährt. Pädagogin wünscht sitr halbe vdn diüviertel.Task in rlne-n J»- stlruie oder Heim' sich ist« iatiaen, P. N., Ii., Untere Lstgen. P. . Augartensttaße 28/40. n?iiiniiiraniiiii|is! beginn im? .. neue? .Kurse i» alle« Sprachen Inder; Berlitz School «ie»,SrKtzW ßlr. 1p «iu-ei«rttetn;tchts,dosest Prospekt 14 aus 'wnnsch -EI Von GOLD S I L-B E R ff iTJiTi N 1 bei A 9387 0.i3ti£ID,fiI fl. 3087 AllfO- Pllf MoforNKll«nr«<fmle RUMPLER vom Landesschulrat gchehmigt ÜKtelpVI;. 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