Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2726 (28.9.1926)
- Date
- 1926-09-28
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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MM, -.MsWMM wBpBpWB llflU *t tm K« groß« Triumph der Hakoah Ringer. ®*g i* der dieqStzch,-« M-»»fch-ftrmkist-rsch»st. - Fug. Kabmous herrischer Kamps gegen Sesta. Die hervorragende Ringergarde Hakocchs hat die « sie gesetzten Hoffnungen vollauf erfüllt. Sie hat den Sieg in der diesjährigen MannfchastsmeisterMft er. ML. Unter 11 Vereinen von Runde zu Runde mrt größter Aufopferung kämpfend, gegen die verhörgeneu Fallen der gegen den jüdischen Verein ausge. legten Regeln und nicht zuletzt gegen den Terror des P u ö l i k u m s arbeitendhat sich die tapfere Schar in der Stadt der stanken Männer wie schon im Jahre 1933 diesen großen Erfolg geholt. Geradezu d r a m at i sch mutet die Schlußphase des großen Sieges an, als im letzten Gang am Sonntag Hakoahs Schwergewichtsmann Ing. Kadmon gegen Oesterreichs besten Ringer, den Europameister Ludwig Stz st ä antrat, war das Publikum fest auf Simmering. Denn Söstas zu erwartender Erfolg hätte diese Runde für Simmering entschieden, wodurch auch der endgültige Sieg diesem Verein laut der Punkteanzahl zugefallen wäre. Aber Kadmon konnte wie schon einmal auch diesen Kampf durch ungeheure E n e r g i eie i sin n g unentschieden hatten und dadurch der .Hakoah dev stolzen Titel retten. Hakoah hat sich mit sieben Punkten vo r S.i m m e rin g (6 Punkte) an e rst e r Stelle pkaeittt. Den dritten Platz nimmt Wacker mit 4 Punkten ein,, die vierte und fünfte Stelle haben Herkules und Slovan inne. In der ersten Runde schlug Hakoah Herkules 8:4, Slovan und Wacker wurden mtt je 7:5 erledigt. Austria trat gegen die .Hakoah nicht an und die so-rmtägige Schlußrunde gegen Simmering endete 6:6 unentschieden. Alle Kämpfe am Sonntag zwischen diesen '.beiden Vereinen endeten ohne Sieg. . - Im Ba ntamgewicht konnte S ch i d lo f f seinen Gang gegen den hochklassigen W o n drä 1'H"Mi- .nuten lang unentschieden hätten. Im F e d e r g e wich t toaf der .Hakoahner Grünspan auf den Meister von Oesterreich, Stiedel 2. Mit Rücksicht' auf seine Dauwenverletzung vollbrachte Grünspan durch das Unentschieden-eine erMaffige Leistung. Im L eicht g ewicht zeigte sich Schlau g er seinem-Gegner Skos.f weitaus überlegen, doch der Sinnneringer entzog sich ÄsrH MattenMcht und Ausnützen, der Zeit her Nieder- Ärge. Im Mittelgewicht trat Birnbaum mit W Grad Fieber gegen Stiedel 1 cm. Sein Unentschieden ist demnach hoch zu werten. Nach diesem Kampf stand die Runde 4:4, worauf der Simmeringer Anhang de« Sieg seines Vereines als gesichert betrachtete: denn der mehrfache Meister von Oesterreich und repräsenta- -übe VertrÄer m Göthborg ,S t o ck b a u e r und E » r o p a m e i st e r S e st a hatten die zwei letzten Kampfe zu bestehen. Aber es kam anders. Im Mittelgewicht B arbeitete der junge Häkoahner Sleinhard gegen Stockbauer mit größter Aufopferung, wodurch es ihm gelang, in diesem technisch schönsten Gang des Tages unbesiegt zu bleiben und sein großes Können zu zeigen. Dann kam das große Duell im Schwergewicht. Untyr allgemeiner Ueberraschung war Ing. Kadmon nicht unterzuckriegen. Mit ungeheurer Energie setzte er sich zur Wehr , und stand das scharfe Tempo durch. Als Ing. Kadmon von der Matte abrückte und ans harten Steinboden siel, hielt er sich auch dort in der Brücke bravourös. Die übrigen Resullate waren: Simmering schlägt Slovan 7:6, Wacker—Slovan 7:5, Herkules—Wacker 6:6. .Hakoah hat sich also trotz aller Schwierigkeiten diesen Sieg nicht nehmen lassen. Bezeichnend ist, daß Austria, die in einer der früheren Runden eine ohne Sesta und StoäDauer antretende Simmeringex Mannschaft geschlagen hat, in der letzten Runde gegen Hakoah zu rück trat, wodurch die jüdische Mannschaft um die . zu erwartenden Punkte gegen Austria gebracht wurde und den Simmeringern dieverlorenen Punkte abgestrichen wurden. Der Rücktritt Au st r i a s sollte den Simmeringern den Weg frekmache«, ebenso wie die Pardonierung des disqualifizierten Sesta. Aber es hat nichts genützt. Der Sekttonsleitex der Hakoahrmger, Herr Lang ras und der Verbandsvertreter Güns er können auf diesen Erfolg stolz sein und natürlich nicht zuletzt Meister Markus, dessen Arbeit, Training und Können die .Hakoahrmger zu einem neuen großen Triumph gefiihrt haben. ' Mball. «e Meisterschaft. Der Verlaus der Meisterschaft zeigt ein stetiges Vordringen der Vereine, die man sonst im Hintertreffen zu sehen gewohnt war, während die Träger der großen Namen immer mehr zurüGallen. So ist der. Meister mit vier Niederlagen von fünf Spielen derzett an vorletzter Stelle placiert. Keinen Punkt h^ w-ch Ler «. «. C. «qielt. Allerdings hat die SM** Mannschaft erst zwei Spiele auSgetragW. Die Ndmirn konnte sich kntrch einött glücklichen Sieg Wer .Hakoah vorläufig an erster Stelle placieren, doch Mt der Bri grttenöuer A. C-, der erst in diesem KiHttz ans der Weiten Klaffe aüfgestisgen ist, relativ a« beste«, indem er noch keine Niederlage erfitten «nd im ganze« nur einen PmE verloren hat. Gin glüMcher Sieg der Admiva. Der sonntägige Sri - S r f o 1 g der Moridsdorser -über ihren alten Mvalen Hakoah war kein Meisterstück. Das Fehlen Fabians, der wegen «ne§ Furunkels am Arm nicht nntdu» konnte, Wdede ein großes Handikap für -die jüdische Mannschaft. Be e r konnte ihn nicht ersetzen, und ließ auch verhält, msmätzig leichte Treffer passieren, während der Admirü-Sturm sonst eigentlich keine Insten Schüsse auf >das Tor Hakoahs abgeben konnte. Von.den drei Toren der Floridsdorfr war das erste ein klares Offs i d e g oal. Auf der anderen Seite hielt F ra nzl die schwersten Bälle mit Kühnheit und Glück. Ha-ko.ah brachte viel Eifer und Aufopferung mit und hatte zu Beginn eine! sehr schöne DierteWunde, in der es auch Heß gelang, nach schöner Zusammenarbeit aller Stürmer die Führung zu erlangen. In der 20. Minute erreicht Klima aus OWdestel lung den Ausgleich, fünf Minuten später Siegel die Führung aus kürzester Distanz und inder 40. Minute -K.ljma,i-m Gedränge unbehindert das dritte Tor. Bei diesem Stande blieb es. Die erste- .Hälfte brachte ein ausgeglichenes Kräfteverhättnis.- Nach der Pause hatte Ädmira die Jnftiattve, die letzte Viertelstunde, gehörte den Hackoahnern. Während die Floridsdorfer die einheitlichere Mannschaft stellten, die in allen Teilen Zusammenhang zeigte, klafften-bei Hakoah zwischen Halvesreihe. und .den Stürmern, -die nie unterstützend. zu- .rückgingen, große Lücken:; Das teil wei s e P e r s agen W e g ne r s als Mittelläufer,, der -nur wenige gute Minuten hatte, behinderte die Hakoahner in der Gegenwirkung.. Scheuer lieferte.ein hervorragendes Spiel, G o l d ^wies : große Fornwerbesserung auf, Fried hatte ejn großes Pensum zu bewältigen - und P o l l a'k v'eiiiger einzugreifen. Fuß - istein' -verwendbarer Mann, scheint aber zu wenig ausdauernd'.zu sein. Daß er nach der Pause statt Heß, der in Schwung zu sein schien, in die.Mitte ging,.war nicht von Vorteil. W o r t m a n n zeigte gute - Detailarbeit,. G rü n f e l -d verdarb nichts und F i s ch e r -hätte mit seinen Schüssen Pech. Alles in allem war die Wi-derständskraft HakoähS immerhin sehr bemerkenswert. Die Reserve spielte gegen Admira-Reserve 3:3. Das Zwischenspiel der Hako-ah-Schuler gegen Blau-Weiß gewannen' die kräftigeren Blau-Weiß- Spieler 4:1. Hakpah gegen RapÄ». Dieses Meisterschaftsspiel findet-kormaenden Sonntag auf dem Rapidp.latz in Hütteldorf statt. An diesem Tage werden aus . dem: Platze folgende. Kämpfe abgshalten: 9 Uhr: - Hakoah-Jungmannschast—Rapid- Jungmannschaft (Meisterschaft): 10 Uhr: Meisterschaft der Reserven: halb 3 Uhr: Vasas.(Oedenburg) gegen Polizei-Sportvereinigung: halb 4 Uhr: Hakoah gegen Raprd. — Vorverkauf ab Mittwoch in den üblichen Stellen. Tribünensitze von Schill. 2.— aufwärts: ' Ler Arierparagraph im Aisport. Oesterreich mutz aus dem internationahe« Verband aus« träte«. - Die am 25. utft 38. d. M. in Golling abgchochene Ber.' treterbersamm/lung des Oesterreichischen SiKverbändeö beschloß einstimmig den Austritt aus dem i-nterNatümalsn Skiveoband. Dieser Beschluß war die Folge der m Lähti in Finnland abgehaltenen internationalen Tagung, in der Oesterreich ausgesordert wurde, den Arievparagvaphen' ahzstschosseN oder auSzutreter^ ' Ein neue» Dieg der Sparta, Ut?6nerika. <Sfie. Präger Sparta schlug die -Mannschaft Mepelands 6:8 (3:1), Der W. «. S. konnte sich gegen Barcelona ausgiebig revanchieren. Am Sonntag siegte dj« Pvaternvannschaft gegen die -Spanier 4:1 (2:1). Das österreichische Marathonläufen gewann der W. A. C.-Mann Tufchek in der Rekordzeit von 2 Stunden, 4L Min-uten, 88 Sekunden. Bar-Kochba. Heute um 8 Uhr dringende VorständSsitzung im Hotel Palast. Damen-Handball. Mittwoch Training auf dem Weslbahn-Hackinger Platz, ab haW 6 Uhr. Gäste wtllkommen. Fußball. Sonntag, Meisterschaft gegen Leap.. Kicker. Ungar« gewann de« Tenutsländerkampf gvqen Oesterreich 8 Ul. Theater von hente. Bnrgtheater Peer Gynt . . . ...... . . . Mademietheater Die Welt ln der man stch tzrngweitt Deutsche» Bolkstheater Drust . . . . . . T . , Theater an der Me» Di« Zirkusprinzessin , , Joham» Strauh-Theater A-dieu Mrmil . ... . . . RarMund-ü 'Theater Das Schwalbennest . Renaissancebiihne Justiz . . ... Wenter, i« der JoMM Fannys erstes Stück . . . 7 m .7 ^8 8 ’S m _ Dir Fledermaus . . . . . i * . . . . H8 Modernes Theater WschiedSvorstclwng des Russisch-Deutschen' Groterktheattrs. 3 Vargercheater Das Land der Liebe ..8 Lupwieüheater Komteße Guckerl..§ O«ttNtW1« D<Mn.. . . 1 Mches KÜnftleckabarett (East Aster), rt, Pmtevstr. 60: fchOiwe rische Tojre ......... 8—11 Radio-Programm 11 Uhr: Lormitte Jßjlö Uhr: Nachui _ ....... _ Weber: „Preeiosa" — Gosstr: TaMouvin>- Ehautier: Cerenewe de Pentbo — Urbach: - .Schuberts Skizzenbuch" — Lehar: Gern Hab' ich die Frauen gelüßff Mr zache» ins ÄHeater, au» EPaaamnik' — Komzak: Für meine Freunde — Feiml: Indian Love Call. tö.10 Uhr: Deutsch für Deutsche. 3. Heber deutschen Sprachgebrauch. Ptof. Dr. S. Meßner. 20.06 Uhr: Wiener Abend de» Mener Konzertorchesters I. W. Gangl-herger. — I. Kosteletzky: Egerlänoer-Marfch — F. v. Supp«': Ouvertüre zu ^Dichter und Bauer" — I. Schneider: Kellergeister 7- O. Rudolf: Greichen und Großpapa — E. Worsing: PÜppchen Liese — Schubert-Berte: Potpourri aus ^Dreimäderlhaus" — Johann Strauß: An-der schönen blauen . Donau — I. W. Ganglberger: Schluß-Marsch. . Herausgeber u. Eigentümer: Jüdischer Zettungsn. Derlagsges. m b. H., Wien, 2. Bez., Taborstratze 1—8. Beranitoortl. Redakteur: Jakob Kvauss,^Wien, 19. Bez., Brechergasse S. — Druck: „Jnba",- Wien, 7. Dez., Lerchenfeldersträhe X KONKURS ln der Jfidlsdten JoMendifirtonle gelangt ' per 1. Jänner 1927 die Stelle der zur Neubesetzung. Fürsorgerinnen, die zu selbständiger, organisatorischer Fü: sorgearbeit befähigt sind, wollen ihre Bewerbungen bis längstens 1. Dezember 1926. an die Jüdische Jugendfürsorge, Wien» I., Seitenstettengasse Nr. 2, richten u«s £>as GeheEmnis unseres Erfolges: Mue Kunde erttPflehMLie andere. 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