Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2715 (15.9.1926)
- Date
- 1926-09-15
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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> <W S ~ Wm» WMsch_ Wtütt MoWMMttMW 18. Heptemher MS Nr. 2718 ' ik «mfüfifvi. Aidttch» u. September. (Devtsenknr!« von IS Uhr.) Pari» iA|L(U.«0), London 25.12 (25.13V,), Re«. Hort 517.50 W«x «El 14.15 (14.12'/.). MüNand 18.60 (18.62'/,). Madrid 71.20 (79.20, Holland 207.65 5207.47'/,), töetttn 123 22*/, (188.26j, Wien . 73.08»/, (78.08'/.), €to<fbolm 138.40 138.42*/,). Ollo '118.42'/,, «openoaarn 187.40 (187.51'/.), Sofia 3.75 (8.73»/.X Lira« 16.98 (16.94,. 88ar,cvan (-.—) Budapest 0.007260. (0.007260). Belarad 9.14'/, (9.14-. Bukarest 2.80 (2.57'/,). Bnefios AtreS 209.76 ^209.75-. B«8«p«st, 14. September (DevtientiMe - Etgenvirtcht.) Amsterdam 28685 Beiarad 1254 60 Berlin 16981 Bukarest 865.—. Brüssel 1925, Kovenhaaen 18945. London 346250. Mai- 'fand »520. New-HoN 718)0. Paris 1995. Prag 2111.?0. Sofia 616.—, Stockholm 18070 Warschau 7800 Wien 10057, Ptricki , 18.786. Pr««, 14 September. (Devtsenkmie. Berlin 303.75 .808.76), Zürich 658.— (652 87-, London 168.75 (168.75). New-Asrk 88.70 (38.70). Pari» 95.6750 90.9260. Belgrad 59.62 (59.62), Badavtü 4.691 (4.6915* Bukarest 16.92&0 (I6,86)t Wien 476.06 Sir 479.06 (476.10), für 100 Schilling, Warschau 874.- (874.-1, 5l»gofiawi,che 69.36 (59.86,. Ungarische 4.6850 (4.6826) Polnisch, 975.- (878.60. C estrneichische gestempelte Krone 474.12 (47425. Belgraü, 14. September.. (Devisenkurse.- London 274.65 Part» 159.50. Rew-Aorf (6 40. Gens 1094.60. Mailand 203.~; Prag 167.70, Berlin 1346.-, Wien 796.—, Bukarest 2726 Jaffa —, Bndavefi 0.796 Brüssel 153.—, Amsterdam —, Warschau —. Waesest««, 14. Sepien,der. (Devisen.» Belgien 24.64 bi» 24.67, i erltn —bi« —. .yolland 360.85 bi« 332 6), London 4869 bi? 43.91 Siew-Ror( 898— bi? 902.- Pari? 25.64 sir 25.76 Schwei- 173.91 bi- 174.79 Budapest bt? -.—.Praa 26.66 bt» 26.78. Wie,, 12*98 bi» 127.62 tüt 100 Schilling. Italien 32.27 bis 82 43 Stockholm —bi» ItMliiiitiltiiUliililiiHiiiiiiltilUi SItlns AmerNa. „Unter persönlicher Mitwirkung der Hakoahbohs.' (Airs dem Brief eines ehemaligen Hakoahspielcrs.) Im Conney-Jsland-Stadion — das ist eine B o x a r e n a - traten wir Sonntag den 29. August bei einem Fest auf. Es toar viel Reklame gemacht worden, überall Prangten Plakate mit der. Aufschrift: „Unter persönlicher Mitwirkung der Hakoahboys". 25.000. Zuschauer umgaben das Podium. Unter den Klängen der „Tikwab^ betraten wir die Bühne, einer hinter dem anderen. Mali P i c o n, die ja in Wien gut bekannt ist, ging mit einem Fußball in' der Hand uns voran und so marschierten wir rund um/ das Podipm, stürmisch bejubelt. Ich schoß auch, dann Lest- Ball etnWmale in Publikum und es gab immer ein großes Hallo, wenn ich jemanden auf den Kopf traf. Dann wurden wir jeder ^einzeln, dem'Publikum vorgestellt. Auch unser Manager, Mr^Ag ar. Es dürfte, auch ein Stück geschrieben werden, in dem wir amtreten sollen. Samstag den 28. August spielten wir gegen den Chainpion von U. S. A>: Bethlehe m—S t e e l 3:3. In unserer Mannschaft fehlte N eu selb, der an leichter Angina litt. In diesem Spiel erzielte Kalman Konrad einen Treffer, der im Publikum einen Freudenausbruch hervorrief. Er erhielt den Ball an der Strafraumgrenze, wich geschickt zwei wuchtig anstürmenden Gegnern aus, die berden stürzten zu Boden, Kalman überspielt auch Leche Verteidiger in glänzender Manier, sie wälzen sich gleichzeitig am Böden, und aus zirka zehn Meter Entfernung hebt er den Ball über den Tormann in die obere Ecke. Bethlehem ist eine äußerst fairer und spielstarke Mannschaft, ihr Mittelstürmer ist der beste Fußballer von U. S. A. 5000 Zuschauer wohnten dem Spiele bei. Die Einnahme betrug 6000 Dollar. Ärn nächsten Tage spielten wir «gen den zweitbesten kanadischen Verein Carsteel aus Montreal. Die Mannschaft ist hart, hat viele ältere schottische Spieler und verfügt über gutes Zusammenspiel. Wieder spielten wir ohne Neufeld. O'Brien, Kalman (2) und Nelson schossen für uns die Tore. Nach der Pause wurde Schönfeld, der ermüdet war, durch Nelson ersetzt. Es gab wieder 6000 Leute und ebenso viele Dollar. Einnahme. Unser Manager ist sowohl mit uns als mit dein Besuch zufrieden. „Mein Weltrekord." ”... Von Dr. Peltzer. Die „Dossische Zeitung" vermuten folgende Aeußerungen Dr. Peltzers: „Ich war bisher noch den Beweis schuldig geblieben, daß ich auch Wer 1800 Meter zur ersten, internationalen Klasse gehörte Der "Beweis: ist mir nun recht viel leichter zu erbringen möglich gewesen, als man wohl erwartete. Eigentlich.hatte ich mich in diesem Kampfe gegen Nurmi und Wioe mit einem Siege über Wide begnügen wollen, um den über Nurmi noch für spätere Ereignisse aufzusparen; an einen Weltrekordlauf konnte ich natürlich nicht im entferntesten denken, da ich ja gar nicht so besonders auf die 1500 Meter eintrainiert war. Wenn nun doch alles so glanzend ablief, so verdanke ich dies erstens dent guten warmen Weiter und andererseits meiner guten Gesundheit (trotz der vielen Starts'iw diesem Jahre). Vor dem Länderweltkampf Deutschland—Frankreich- Schweiz hatte ich.sehr unter rheumatischen Schmerzen zu lewen gehabt; so daß mir damals der Sieg über Pele recht schwer fiel, ich konnte fernem Tempo nur schwer folgen und auch keinen so überlegenen Endspurt aufziehen wie sonst; daraufhin hatte ich meine Hoffnungen ans ein gutes Abschneiden im Kampf gegen Nurmi aufgegeben. Zwar ging es mir dann 'in den nächsten Tagen erheblich besser, aber gerade nach dem Abendsportfest in Stettin gegen die Finnen hatte ich erneut unter rheumatischen Beschwerden zu leiden, wie-sollte ich da auf einen Sieg hofstn? Doch ähnlich wie in England ging es mir tömtd) und stündlich, je näher der Kampf herankam, immer besser. Eine Stunde vor dem Lauf versuchte ich sinen leichten Rundlauf, und.zu meiner eigenen Ueberraschung lief ich sehr leicht, es mußte also doch gehen, so leicht, wußte ich da, würde , mir Nurmi nicht durch Tempolauf davongehen können. Mit' einem gewissen Selbstvertrauen und mit dem Bewußtsein, daß ich eine deutsche Sache vertrat, ging ich also ins Rennen. .; Wilde führte die ersten 300 Meter in mittlerem Tempo, dann ging Nurmi vor, ohne aber wesentlich auf das Tencho zu drücken; ich glaubte, er würde alle Kraft für die dritte Runde aüffparen, doch für mich war dies kein Nachteil, dann sparte ich eben auch Kraft, und tatsächlich war ich noch frisch, daß ich ihn dann mehrmals leicht angriff, ihn also so beunruhigte, daß er wahrscheinlich bei dem nächsten ernsten Angriff widerstandslos alles über sich ergcchen lassen müßte. Er sah sich bei 1300 Meter nervös links nach innen um und gewahrte so gar nicht, daß im selben Augenblick Wide an ihm rechts vorbeiging. Als er dies gewahrt«, gab er den Kampf wohl schon verloren. Ich folgte Wide bald, noch ehe die letzte Kurve beeitdri.war, und wugte, daß ich setzt nicht mehr geschlagen werden konnte, eigentlich wußte ich dies schon 450 Meter vor dem Ziel, also vor Beginn der letzten Runde, ganz sicher aber 280 Meter später. Wenn Nurmi oder Wide noch etwas schneller gelaufen wären, würde ich sicher auch schneller gelaufen sein, darum war ich einigermaßen überrascht, daß die Endzeii doch Weltrekord geworden war, Dies ist sicher nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß ich stets gute Zeiten laufen kann, wenn gute Läufer führen. Nie kann ich.das aber allem, darin sind mir also Nurmi und .Wide ohne Zweifel überlegen." SSurl« ««6 Suttmann «ach Amerika abgereift. Die anAekündigte Abwanderung weiterer Spieler der Hakoah ist eingetreten, Vorgestern abends ist Häusler sang- und klanglos abgereist, gestern hat G u t t m a n n Wien verlassen. Beide begeben sich zu den Grants nach N e w - D o r k.' Guttmann hat sich nach langem Schwanken doch entschlossen, den ihm von den Giants gemachten, überaus günstigen Vertrag anzunehmen. Er hat sich vom Hcckoahpräsidenten Dr. Körner verabschiedet. Eine Freigabe Guttmanns seitens der Hakoah ist vorläufig noch nicht erfolgt. Häusler hat seinen Vertrag einfach gebrochen. Der von Gönnern der Hakoah zur ' Gründung einer Existenz für Guttmann bereitgestellte Betrag von 15 0 M i ll i o n e n K r o n e n steht zur Verfügung der Spender. Wie wir erfahren, wird die S ch w i m m f c! t i o n des jüdischen Vereines an. diese Förderer der Hakoah hcrantreten, um die Summe für den Bau eines S ch w i M m b a d e s zu erlangen. Es ist a n z u n e h m e n, daß die Freunde des Vereines dieser Bite w. i l l f a h r e n werden. Außer P o l l a k, der innerhalb der nächsten vier Wochen samt Familie Wien zu verlassen gedenkt, sind keine Spieleraustvitte mehr zu gewärtigen. Bei der Hakoah ist man überzeugt, sich mit dem vorhandenen Material in der ersten Klasse zu behaupten. Als Mittelläufer ist Wegner 1 ausersehen. Die Spielerverträge laufen bis zum 31. Dezember d. I. und werden von der Hakoah unbedingt eingehakten werden. Ueber das weitere Schicksal der F u ß b a l l s e k t i o n in bezug aus A m a t e u r i s m u s oder Professionalis m u s wird die kommende Generalversammlung entscheiden. In der gestrigen Nachtsitzung der Hokoahleitung wurde beschlossen, heute ein Communique über die Stellungnahme zu den Ereignissen auszusenden. - r \ * Schicke Schuhe hur hei SCHUH DORN Wien, 11. Taborstraße Nr. 8 a Fabelhafte HERBST- MODELLE inHandrahmen- Aasfährang Alleinverkauf von BALL Schuhen im 2. Bezirk T i J Hakoah (Leichtathletiksektion). Training: Damen: Dienstag und Domrerstaa ab 6 Uhr; Herren: Montag, Mittwoch und tFreitag ab halb 6 Uhr und Sonntag-' vormittags auf dem Hakoahplatz. Dovtselbst Anmeldungen und Mitgltederausnahme. eute um 8 Uhr findet im Klnbheim eine Versammlung der amen statt, zu der Interessenten eingeladen werden. Die Akademie der Fechtkunst teilt mit, daß ste mit 15. d. ihre Tätigkeit wieder ausgenommen hat und am 18. d. um 6 Uhr die erste Fechtmeistersitzung im Klublokal Rodenstein, 9. Bez., Porzellangasse 83, abhält. 1 Aus den Vereinen. I. A. C. Heute um 8 Uhr abends Spielerversammlung der Damenhandballevmnen. Die Spielerversammlung der Hcrrenhandballer wurde von Donnerstag aus Samstag, 8 Uhr, verschoben. Nachher Spielerversammlung der Fußballer. — Schwimmen: Morgen Training von 7 bis halb S Uhr im Brünnlbad, 9. Bez., Borschkegasse. — Boxen: Training jeden Montag und Freitag in unserer Sporthalle, 16. Bez., Hellgasse 7 (Linie I, I 2, 48, C).. Theater von heute Bsrgfbeater; Im weißen Rößl '/,8 Hkadenftfhcattr' Mädel von heute ' '/,8 Staatstptf ' Die Afrikanerin 7 ■■rgo*rt«i»-Böh*e r Tosco 8 DfltlCbe» Uolkstbcateri Da» Unerreichbare 8 Ra ftRtffpitle: Je ne vous aime pas 8 Cheaitf la der 3t»tfHädt: Der Igel '/a8 RaiMi«d»€6tater: Da» Schwalbennest */,8 MsderAer tdedserr DieSchöne am Fenster —; Die ewig lächelnde Frau 8 RtiailiaiCfliliae: Sprunabett der Liebe 8 CfttWifItbeater Der Autowildling Cluafer aa der Ulici: Dte Ztrkusvrinzessm UHtaer Birgertheatet: Das Land der Liebe ItftaiR-StraHfi'Cftfaterr Adieu Mimt i JlpoHe-Cbeater: Das sensationelle Messe-Festprogramm mit Livaa Etngh. Alhambra- Girls. Piano 5kiddierc. 8 '/.« 6 8 RADIO - PROGRAMM •r Mittwoch den 15. September 1926. li.00 Uhrr BormütagSmufik. 16.15 Uhr: Nachmittagskonzert — Strauß: Groß- Wieii, Walzer — Hmnverdtnckr Häusel und Gretes Vorspiel —'Pasestrina: Adagio — .Simon: Wiegenlied (für Violine) — Delibes.' Sylvia, Ballett-Suite — Toosti: Die Ideale, Lieo — ,. Becker: Amatt-Serenade — Bayer: Die Puvpenfest Potpourri — Benatzky: Liebe 'm Schnee, Walzer — Raymond: Ich Hab' mein Herz in Heidelberg verloren, Lied. 19.10 Uhr: Stund» der' Landwirtschaft. Futtersilienmg. Dr. Ing. Kurt Lieblcher. 20.00 Uhr: Kammermusik. 1. Ludwig van Beethoven. 21.15 Uhr:. Sketch-Abend. Drei bis fünf Minuten. 1. ^Drei Mtputt»^ von CaSea — Personen: Ellen Chaptüan, Fred Carlinaton. Ort der Handlung: Amerika — L .Fünf Minuten" von Hans Reama von Nack — Personen: Der Mmm, die Frau, der,Freund. Spielt in der Kabine einer PafiagierLropsänS. msion an? ESROGIM LULUWIH » HADASSIM D’Din .D’siriN in gröfiter Auswahl, feinste tuaütät, zu kulanten Preisen erhältlich. 715 i»eeeeee.ee»»»Meee»eeee»eee»ee»»»»»»»»eeee« Behördl.konzessio ierter Einjähriger unter Leitung des Doktor M. Wundermann, approb. für Handelsschulen und Handelsakademie!! 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