Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2711 (9.9.1926)
- Date
- 1926-09-09
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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16 Men, Donnerstag »—---- Wiener Msrgen-eitun-_ 9. September 192«_ Nr. Sfil l:iiiiiiUiiiiiiiiiimi»iiiniiiiiiiiiiiirtm«iiiaiiii}iiiiiiiiiiiiiiimiiM Fußball. Wiek schlügt Prag 3:2 (1:2). Drei Treffer Uridils bringen derr Sieg. Hohe Warte. 10.000 Zuschauer. Schiedsrichter Gero. Wien: Feig! (Rapid'»; Tandler, Blum; Schneider (Ama- ' teure), Guttmann, Nietsch: Cntti, ttridil, Sindelar, Höß, Wessely. Prag: Staplik; Seuferrt (Slavia), Zenisek; Mikse, Suchy (Biktoria-Zizkov), Ztverak (Vrsoviee); Marcsch, Nowak, Meduua, (Viktoria-Zizkov), Puc, Siinonek (Slavia). Das Auswahlspiel der beiden Städtemannschaften brachte zeitweise sehr hü b sch e n^2p o r t und verlief a b w e ch s lu n g sreich. Rach glanzendem Start der Wiener kamen die Gäste auf und beherrschten bis zur Panse die Situation. Zn der zweiten Hälfte.letzten die Heimischen mächtig ein und behielten durchwegs die Oberhand. Dennoch ist der Sieg Wiens vor allem der I nd i v i d u a l i t ä t Uridils zu verdanken, der alle drei Treffer erzielte. Tie ersten zwei entsprangen nach Vorarbeit Guttmanns und Sindelars der bekannten Tnrchschlags- Iraft und Jniative Uridils, das dritte, das schönste Goal des Tages, -gelang ih»n ans einer Flanke Wesfclys volley. Im allge-. meinenlieferte die Wiener Mannschaft keine so e inh e i t- I i ch e L e i st u n g wie die Tscheche n, die in allen Teilen Jleich gut ausbalanciert waren und das flüssigere Spiel vorlhrteü, während die Wiener speziell durch das teilweise P e ragen der Halvesreihe ziemlich zusammelchanglos operierten. Bor der Panse wurde im Angriff der Wiener fast ausschließlich Wessely forciert, indes Cntti sehr wenig beschäftigt wurde.- In der zweiten Hälfte kam auch dieser flinke Flügelstürmer oft ins Gefecht.. Das Forcieren Uridils erwies sich diesmal als berechtigt. Nach der Pause konnte Uridil auch im Felde lehr aut gefallen und leistete durch seine immense Spislfrendigkeit Der Mannschaft große Dienste. Feig! im Tor war reichlich u nsicher; ein Treffer zu mindesten wäre zu verhüten gewesen. Beide Verteidiger entsprachen, in der Läuferreihe war Ritsch der Schwächste, Guttmann'arbeitete nur für den Angriff, den er in der ersten Hälfte glänzend versorgte. In der zweiten Hälfte tat er auch dies nur in bescheidenem Maße. Für die eigene Verteidigung hatte er überhaupt nichts übrig, so daß seine Gesamtleistung eigentlich als matt bezeichnet werden muß. Schneider lam erst gegen Schluß stark auf und leistete dann wertvolle Zerstörurrgsärbeit. Wessely war eine ständige Gefahr für die Gegner, es gelang ihm aber wenig. Auch Höß, der sich sehr rackerte, hatte mit seinen Aktionen kein Glück. "Sindelar erwies sich als guter Dirigent und lieferte manches hübsche technische Detail. Cntti war für die Angriffswirkung von ^großem. Wert. Die Prager stellten ein /ausgeglichenes Team, in dem besonders der A n g r i f f ein sehr hüb s ches Kombinationsspiel vorführte. Die Halvesreihe kann als besser bezeichnet werden als der gleiche Mannschaftsteil der Wiener, und die Verteidiger sowie Staplik im Tore bewährten sich durchaus. Die Prager tauschten auch einige Leute ans Schiedsrichter Gerö hatte bei dein fairen Charakter des Kampfes kein schweres Amt und leitete das Match znfricdenstellend. Schon in der dritten Minute ist Uridil erfolgreich. Dann klärt Tandler eine gefährliche Situation vor dein Wiener Tore. Wien greift ein, es sieht io ans, als r'o Prag eine schwer: Niederlage erleiden würde. Einen gefährlichen Vorswß der Prager kann Feigl vom .stopf Nowaks weg klären. Tic 31. Minute bringt den Prägern derr Ausgleich diirch einen Köpfler Nowaks nach schöner Flanke des Linksanßenstürmers. Die Prager kommen in Schwung. In der 43. Minute ist Nowak abermals mit schönem Schuß erfolgreich. Die zweite Hälfte beginnt mit Angriffen der Wiener. Unerwartet gelangt Wien in der 20. Minute znm Ausgleich durch Uridil, der sich ans aussichtsloser Situation ins Getümmel stürzt, sichtlich auch mit unfairen Mitteln, und den dem Tormann entglittenen Ball einsenden kann Gleich darauf darauf landet das dritte Tor Uridils im Netz der Prager. Nach schöner Vorarbeit Sindelars hatte Wessely prächtig geflankt. Trotz des durch den fast ununterbrochenen Regen sehr schlüpfrig geivordenen Bodens ist das T e in p o bis zuletzt scharf und das Spiel abwechslungsreich.. Das Korilerverhältnis lautete 8:6 für Wiem Das A m a t e u r t e a m schlug gestern vor dem Städtekamps die Mannschaft der zweiten Prosessionalliga 3:2 (2:1). Der A. C. Bilbao gelvann aesteru gegeii M. T. K. in Budapest 2:1 (1:0). Wiener Maunschafteu auswärts. Ter W. A. C. sthlng ein Innsbrucker Team 0:0 (1:0). Kaucz schoß 7 Tore. — S i m m cring gewann in Sopron 5:1 (4:1). — Slovan wurde in S t e'i n a m a n g e r von Säbavia 2:3 geschlagen. Die tägliche Amerikasensation wußte gestern vom A bgang Häuslers noch in diesem Monat zu berichten. Die Nachricht stamnlt aus Budapest, wo kolportiert wird, daß mit dem am 22. d. aus Cherbourg auslausenden Schiff gemeinsam mit den ehemaligen Livospiclern F i s ch e r, und Groß 2 auch ein neuer Hakoahrrnvp die Ueberfahrt mitmache. Laut einer anderen Version soll die Abreise des zweiten Hakoahtransportes erst im N ov e m b c r erfolgen. Bei der Hakoah selbst weiß man nichts, die Spieler hüllen sich in Schweigen und die Leitungsmitglieder erklären, es sei alles möglich — Amerika ist ja bekanntlich: das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. I. A. C.—Veria 0:0. Sonntag nachmittags hatte der I. A. C. die erstklassige Amateurmannschaft des Sportklubs Veria zum Gegner. Die jüdische Mannschaft vermochte in der Aufstellung Gollerstepper, Dungler, Friedmann, Haas Bergler, Lcchner, Stcrnbach, Gold, Großkopf, I. Saß, Stermann den Kampf gegen den schweren Gegner während der ganzen Spielzeit offen zu halten und ein ehrenvolles Unentschieden zu erzielen. Sehr gut bei I. A. C. Dungler, Bergler, Haas, Sternbach und besonders Goller¬ Reichste Auswahl a n Badetrttots, Sadetleider Badehauben, Bademäntel, Badecapes, Badeschuhe ■ ui Strickwaren- und GarnspezialhauS „Zum Löwen" IX., Porzellangasse 52, Ecke Glasergasse stepper im Tor. Zur selben Zeit spielten die Handballer auf dem Tonanplatz gegen den Wiener Gymnastikklub und konnten mit einer durch sechs Ersatzleute geschwächten Mannschaft den Gegner sicher 0:2 abfertigen. Am Vortage trugen die Damen ein Freundschaftsspiel gegen die erstklassigen Viennadamen aus und unterlagen nach sehr schönem Spiel knapp 0:1. Die Tore bei dem Spiel ftr Herren erzielten Laszlo (4), Wcminger (3), Arm und Roth. Sehr gut spielte Blau als Half. Teichthal (Hechawer) wurds vori der dritten Klasse Ost in den Beglaubig,lrigsansschuß delegiert. Schwimmen. Im Jüttglingsschwimmen über.100 Meter Freistil erzielte gestern im Hietzmger Bad R i c d I vom W. A. C. die bcmerkens-. werte Zeit von 1:11,8. Die Hakoah führt am 2. und 3. Oktober eine große luternationale Veranstaltung durch, bei der die Erlauer Barany, Sigvicz, Bitskey, ferner Hallasjy, Pabvk und Barcha antreten. Ans Dresden kommt die Meisterschwimmerin Lehmann. Die Wasserballkämpfe werden vom Meister Jugoslawiens, Ing ans Ragnsa, bestritten werden. Leichtathletik. Hakoah (Leichtathletiksektion). Training aus dem Hakoah» platz: Damen Dienstag und Tonnerstag ab 6 Uhr; Herren Montag, Mittwoch und Freitag ab 5 Uhr und Sonntag vormittags. (Feiertag kein Training.) Aufnahme und Anmeldungen dortselbst. — Nächsten Dienstag Auswahlrennen der Herren für den Quvr-dnrch-Wien-Lauf, Mittwoch Versammlung der D a m e n um 8 Uhr im Klnbheim. — Für das nationale M e e t i n g d e s W. A. C. mu Samstag und Sonntag. um 3 Uhr wurden folgende Nennungen abgegeben: 200 Meter offen: Bürger, Tichler 1; Dreikamps für Jünglinge: Goth; 4 mal 400- Meter-Staffel für Junioren: A und B; 100 Meter offen: Tichler 2, Horn, Pfeffer; 300 Meter: Tichler 1, Ferry Kohn, Revai; 800 Meter: Blödy. Scheu, Engel; Weitsprnrrg: Hülbisch; 10 mal eine halbe Runde: A und B; Schwedenstaffel: A, B und C. Uuä den Vereinen. H e ch a w e r. Samstag um 8 Uhr im Cafe Orient, Prachrstraße 60, wichtige Vollversammlung der Fußballsektion. Tagesordnung: Die kommende Meisterschaft. Sämtliche Spieler haben zu erscheinen. Sonntag den 12. d. Meisterschaft gegen Kagran. — Ping-Pong: Tägltch Training in Weiß' Mrlchlrinkhalle, 2. Bez., Hauptallee, im zweiten Kaffeehaus (im Freien). Von nun an findet jeden ersten Samstag im Monat die Vollversammlung aller Sektionen statt, zu der alle Mitglieder erscheinen müssen. >! ftfflmri HU LE BENS VE RS I CHE RUNGS-GESELLSCHAFT Pnörvix Wien, I., Riemergasse Nr. 2 Telephon 72-5-65 HEIMPRKMIEN-VERSICHERUNG illlllllillllllllllllllilllllllilllllilllllilllllllllllllllllllllllJJIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIillllllllllllllllllllllllilllllilllllllllllllllllllllllllllllllHIIIIilUlllilllHllllllltlHIlHIHillllUtI OHNE ÄRZTLICHE UNTERSUCHUNG Bei ISjahriger Versicherungsdauer zahlt die Gesellschaft für eine TAGESPRKMIE VON 30 GROSCHEN Im Todesfall sofort mindestens S 1000, ansteigend bis.. 5 1850 Bei Tod durch Unfall sofort mindestens . S 2000, ansteigend bis .. 5 LS50 I Im Erlebensfall , , „ ..... S 1850 I Bei Invalidität durch Unfall ausserclem j Entschädigungen bis zur Höhe von . . . , S 1000 | Anaioge Bedingungen für 10- und 20jährige Dauer Auch schon mit elfter Prämie von ZEHN GROSCHEN TÄGLICH kann elfte Versicherung abgeschlossen *ecden VOLLSTÄNDIGE PRÄMIENBEFREIUNG BEI TOTALINVALIDITÄT MU £ 3m Sparkasse kostenlos Prospekte und Tarife bei der Direktion und bei jeder Geschäftsstelle £ : | £ tfs