Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2702 (31.8.1926)
- Date
- 1926-08-31
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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K. noch nicht geschlagen werden konnte, was das Interehe für den Ka upf se steig-'rle' Die Erwart ngen wurden aber durch den Verlauf des Äpreles nicht ganz befriedigt und eine leise E n l tä u s ch u n g macht sich in Budapester B'ätreru geltend. Der „Sporthirla p" schreibt u. a.: „Dieses internationale Match stand nicht auf hoheni Niveau. Die Mannschafteit haben sich ohne Rasse und Temperament bewegt, außerdem haben sich b e d a u e r l i ch e Z w i s ch e n f ä l l e ereignet, die dem Ansehen des Professionalisnrus sehr abträglich sein müssen. Auf das schärfste müssen wir das Vorgehen des Hakoahners Häusler verrirleileu, der sich dem Schiedsrichter gegenüber in der denkbar unsportlichsten Weise benahm. Ebenso aber müssen wir die Aufmerksamkeit der Hungarialeitung auf Nadler hinlenken, der intmer Reizungen hervorruft und zumeist der Urheber von Disziplinlo>igkeiten zu sein pflegt. Das Match selbst ging im Zeichen der außer Form befindlichen Spieler vor sich." Der „N emzetiSpor t" äußert sich u. a. folgendermaßen: „Das Spiel hat enttäuscht. Sowohl Hakoah als auch Hu ng a r i a bilden noch ein großes Fragezeichen. In der gegenwärtigen Ausstellung zeigen beide Mannschaften einen Rückgang. Nur die Art der erzielten Treffer stand auf der entsprechenden Höhe. Bei Orth sah man noch die lange Zwangspause. Die Mannschaft der Hakoah gehört nicht zu den sympathischen Teams. Wir konnten viele versteckte Fouls und kleine Disziplinlosigkeiten konstatieren. Die Klage im Angriff und sein geistiger Urheber ist Fische r. F a b i a n hat uns nicht befriedigt. Er verläßt zu oft unnötig das Tor." Bemerkenswert sind folgende Aeußerungen über das Spiel: Dr. Fodor, der Leiter der Hungaria: „Meiner Ansicht nach entspricht das Ergebnis dem Kräfteverhältnis. Hakoah ist seit dem Vorjahr etwas schwächer geworden. Wir haben uns ein wenig verbessert. Freilich haben wir um den Sieg tüchtig kämpfen müssen." Artur B a a r, Sektionsleiter der Hakoah: „Das Fehlen Frieds bedeutete eiue Schwächung unserer Mannschaft. Wegn e r verletzte sich während des Kampfes und war an den zwei Toren nach der Pause nicht unbeteiligt, obwohl der Treffer M o ln a r s aus O f f - s i d e - S t e l ln n g erzielt wurde. Schließlich haben wir mit zehn Leuten gespielt, während Hungaria zwei'Leute zur Pause ansgetauscht hat. Auch wir hatten genau so gut gewinnen können." G u t t m a n n, Hakoahs Mittelläufer: „Dreizehn haben gegen zehn gespielt, das sagt alles. H u n g a r i a w a r n i ch t besser als w i r. Die glücklichere Mannschaft hat gesiegt." Saba k, der Schiedsrichter des Kanrpfes: „Hungaria war die bessere Mannschaft. Häusler habe ich deshalb hinansgcstellt, weil er trotz mehrmaliger Ermahnung in unsportlicher Art protestier t hat." Was Baav über den Ausschluß Häuslers sagt. Wr erhalten vom Hakoahsektionsleiter Artur B a a r folgende Zuschrift: „Als Reiseleiter unserer Mannschaft beim sonntägigen Spiel gegen M. T. K. in Budapest eriuche ich Sie um freundliche Richtigstellung der in einigen Blättern erschienenen Budapester Meldung, daß unser Spieler H ä u s l e r nach er- 'solgtem Ausschluß den Schiedsrichter a n g e s P u ck t habe. Richtig ist, daß Häusler 17 Minuten vor Spielschluß ausgcschlossen wurde und der Schiedsrichter mir, als ich ihn nach Beendigung des Spieles in seiner Kabine aufsuchte, folgendes mitteilte: „Ich habe den Spieler Häusler ausgeschlohen, weil er mehrmals meine .Entscheidungen k r i t i s i'e r t e." Ans meine weitere Frage, ob Häusler ein beleidigendes Wort gebraucht habe, verneinte dies Herr Sabak und erklärte spontan, daß der Ausschluß eine sehr strenge Strafe gewesen sei und er deshalb auch vvn jeder Anzeige des Spielers Abstand nehme. Als ich mich dafür entschuldigte, daß Häusler beim Berlasseu des Platzes die Geste des Ausspuckeus gemacht habe, erklärte der Schiedrichtcr, daß er dies absolut nicht auf sich bezogen habe." Die diesjährige Generalversammlung der Hakoah wird am 23. Oktober um 6 Uhr nachmittags int Festsaale des Hotel Post abgehalten werden. Der Städtekampf Wien gegen Prag wird vom Budapester Schiedsrichter Gero geleitet werden. Razso hat Sonntag beim F. T. C. debütiert und sich sehr gut gehalten. Kövacsi spielte bei den 33ern Flügelläufer. Er wird als zu langsam und zu tvenig allsdauernd geschildert. Jüdisches Team der Tschechoslowakei gegen ungarisches Team der Tschechoslowakei 2:2 (1:0). Die Torschützen waren L ö w y für das jüdische Team sowie Müller und 5Kal>ct für die Ungarn. Zehn Minuten vor Schluß gab es einen Konfliikt zwischen Löwy und einem Ontrichter, der in eine Schlägerei ausartete. Das Programm der Sparta in Amerika. Das erste Spiel in Amerika trägt die Sparta an: 6. Septemlber gegen ein kombiniertes Teani von New-Aork^aus. Am 11. September treten die Tschechen gegen die Brooklyn Wanderers an, tags darauf spielen die Prager gegen die Giants. Schwimme«. Merkötter durchschwimmt den Konrrl in Weltr^kovdzeit. i2 Stunden und 42 Minuten. London, 30. August. Der deutsche Strommeister B i e rkötter hat den Kanal durchschwommeu. Vierkötter hat, wie die „Kölnische Zeitung" aus London meldet, zlir Durchquerung des Kanals von der französischen nach der englischen Küste zwölf St uu den. und 42 Minuten gobrauchtz Er hat hiemit den von Gertrud Ederle ausgestellten Rekord um eine Stunde lind 48 Minuten unterboten. Ae zweite Kanalbezwingeri». " Das „schwache" Geschlecht fängt an, auch im Sport immer mehr Spitzenleistitn.ngcn.zn vollbringen.- Nach der jungen Ederle ist es nun, wie berichtet, einer zweiten Amerikanerin, Frau Car. s o n, gelungen, den Äermelkanal zu durchschwimmen. Sie voll endetc die Durchschwimmung in der bemerkenswerten Zeit von 1"'/, Stunden, brauchte somit mir eine Stunde länger als Fräulein Ederle. Bei der Landung erhielt Frall Carson einen begeisterten Empfang von der versäiumelten Menge. Als sie zur Küste ging, brach sie plötzlich von den Anstrengungen erschöpft zu sammelt und fiel ihrem Trainer iu die Arme. Sie wurde in ein Badezelt geführt, wo sie sich erholte, >«nd dailu mit einem Motorboot nach Dover gebracht. Die Wetterbedingungen waren außerordentlich günstig. Tie Schwimmernt legte in deu ersten beiden Stunden bereits vier Meilen zllrück mtb machte 19 Tempi in einer Minute. Während der Nacht schwamm Frau Carson sehr gut und unterhielt sich von Zeit zu Zeit mit ihrem Gatten, Piloten und Trainer, die sie tnt Motorboot begleiteten. Der letzte Teil der Strecke entwickelte fick zu einem harten Kampf, da inzwischen die Flut einsetzte. Die Schwimmerin kam sehr langsam vorwärts, und es bestand die Gefahr daß sie den Kanal hinauf getrieben würde. Es ist dies der zweite Dnrchschwimmungsversnch von Frau Carson, die dänischer Geburt, aber naturalisierte Amerikanerin ist. Sie hat zwei Kinder, einen Knaben von dreieinhalb Jahren und ein Mädchen von zwei Jahren. Die Schwimmerin erklärte einem amerikanischen Pressevertreter: „Ich war entschlossen, es zu vollenden oder uuterzugehen. Ich muß etwas Geld für nie ine „Kids" (Kleinen) verdienen." Frau Carson ist eine Blondine und hat keinen Bubenkopf. Sie ist 27 Jahre alt und schwamm vor einigen Jahren 42 Meilen in 16 Stunden um die Manhattamusel. 25.000 Dollar als Belohnung. Frau Carson hat durch Erreichung ihres Zieles bereits 23.000 D o l l a r verdient. Wie bekannt wird, hat ein Sportsfreund und Bekannter von Miß Carsou bei Lloyds, London, 10.000 Dollar zur Quote 10:1 gesetzt, daß Frau Carson die lieberguerung des Kanals glücken würde. Lloyds muß infolgedessen 100.000 Dollar auszaylen, wovon der glückliche Gewinner 25.000 Dollar der Schwimmerin zugesagt hat. Er soll weiter planen, wie hier verlautet, ein Wettschwimmen Carson gegen Ederle rund um Manhattan zu verunstalten. * 'Der englische Schwimmer P e r k s, der gleichfalls Vvn Kap Gris Nez startete, mußte um 2 Uhr, eine Meile von Dover, wegen entsetzender Flut ausgeben. Der ägyptische Schwimmer H e l m i, der gegen Anraten seines Arztes abends startete, brach nach drei Stunden zusammen. Er wurde von seinen, Trainer gerettet. Zuviel Popularität schadet. Aus New-Aork wird berichtet: Gertrud Ederle ist von einem N e r v e n z u s a m m e tt* bruch bedroht, weniger durch die Folgen der Anstreugun« gen bei der Kanaldurchschwimmung als durch ihre Popularität bei den New-Aorkern. Ihre Wohnung wird ständig durcb vier Polizisten überwacht, uni die Menge zurückzuhalteu. Aus den Vereinen. Bar-Kv chba. Heute um 8 Uhr Leitungssitzung. Donnerstag um 8. Uhr Spiclerversammlnug int Hotel Palast. Hasmonea. Heute ttnt 8 Uhr Vollversammlung sämtlicher Sektionen. Neilansucchmen der Hcindballsckticnt für die Meisterschaft der Damen und Herrett in der zweiten Klasse. I. A. C. Hettte um 9 Uhr abends Ansschußsitzung. Fußball: Der erste Traiuiugstermin wird den Spielern schriftlich bekauntgegebeu werden. Tischtennis: Mittwoch bei, .1. September beginnen unsere Klubiueisterschaften im Heim, 7. Bez., Burggasse 30, in der Zeit von 7 bis 11 Uhr abends aitf vier Brettern. Tennis:. Klubmeiste vscha fteu vom 4. bis 8. September auf >der Anlage in Schönbrttnu. Nennuugsschluß 2. September. Neunuttgen sind zu richten au Herrn Roscuthal. Handball: Donnerstag um 9 Uhr abends Spieler de rsamutlung der Danten und Herren.- s Theater von heute Burggartett-Sülm : Gevatter Tod 8 üevrreder Uolkstfteater: Figuranten 8 Cbeattr in öer Iorekrtaai- Gefallene Engel 8 llstmünck-Tdealer: Liebe und Trompetenblasen 8 Msllerner ödester: Die Art sich hinzugeben. . 8 Kenaissancebiiline: Das Grabm.al des unbekannten Soldaten 8 Custipieltbtater: Mit Sovhle muß etwas geschehen 8 idealer g« cker Ulke«: Die Zirkusvrinzessin '/,8 Ufiener Lürgertdeuker: Das Land der Liebe l/2S loSiaim'Strausf-Cheatcr: Adieu Mimil 8 Ikpoilo-Tdraler: Internationales Variete 8 Ane Blume der Rächt 6 Akte mit Pola Negrl Musikalische Begleitung: Das neue Ufa-Konzertoixhester mit Jazzband (Dirigent: Kapellmeister Karl Krall) ll.. Taborstrasse 8 Von heute bis 2. September CENTRAL-KINO— Tel. Nr. 42-3-41 BRILLANTEN Perle«. Platin, Uk>ren.Silber nnb versetzte Juwelen lauft reell bei osort.Trledigun« Juwelier 147 gorst, l.,Ha neben Groben gerg. 8, Irl. 73181 Separates Sprechzimmer. I Bücher | Buchhandlung imr Antiquariat Hermann Luchner. Wien, >» Taborstraße 02, Eingang Gr. Stadtgntgaffe 7, Tel. iUi-w, Großes» vestaffortierteS Läget an wissenlchaftlicher u. Unter« hattnngSliterotnr, Ingen», schriste», Schulbüchern »sw, Sachtnnbtge Bedienung nur Besorgung je»rö Buches. Btl« ltaste Preise. Ankauf von Bnchern und ganzen Bibliottzesrn- 6770 I Klavierei Bernhard Kohn Himmeipfortg. 20 Klaviere Harmoniums . Grammophone 1 Tüchtige selbstiin-igst Köchin sucht Posten in streng rituellem Hause. Zuschriften erbeten an I. H, rr. Bezirk, Negerlegasse . Tür 14. io» Zwei Pensionäre MIIIMH amtierender, gnt qualis>.:erter Lehrer an. Streng rt» fuille Kost, hygienilch eiumandtrete 'Wo&iiunq. tnilchristen unter „R l'gtös an dir Ad«, »es Blattes. SSS3 Lebensnerslchenin^-Mstluift „PHÖNIX” Wien, I. Rieaergasse 2 TeSephon Nr. 79-3-65 «»»0O«oa»Oo»»O»«o»»oao«a»«»«aO»a««O»««»O««»»«O»«»o»W«««,O,,aa>aOaa>a>a»» II Bei löjähriger Verslcherungsdauer: Im EffefiGflSfllllß nach Ablauf der Datier . . . . Im T0d6Sf(lIl6 jederzeit mindestens.. . Bei TOlI dUICh Unfüll jederzeit mindestens . . . außerdem Bel 1IIVUIIUIIIII UlliVII UIIIUII gungen bis zu S1850 51000 52000 Invalidität durch Unfall . 51000 Prämie 5 S.— monatlich, d. i. 30 Groschen tSglkh Analoge Bedingungen für 10 und 20jährige Dauer Kaina Sntlklie lintarsuchanfl Halmsparkassa kostenlos Prospekte und Tarife bei der Direktion sowie bei jeder Geschäftsstelle 692 7ss, iSlUnnintnitllmllfllUfHlniHliiillHlYlltiinnllKIHilIlllillfflllUUIIIIBlTTTniUlllllllllllilllltllllHminiiiiiiiviniiiifkiiiiMiriHiiiiiiiiiifiitiiMitiintMrtiiMitfiitvifriiftiMVfviifiiiiiiiiiiis 1 I «rammovvsne I rtr s 2.50 Wochonvatan erhalt,I» Eie Mandolinen, Gitarren, Lanken, Härmo« nikaS, Zithern. Violinen. Blasinstrumente. 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Waldteufel: Ange d'amour, Walzer — Spohr: „Jessonda", Ouvertüre — Aletter: Douces visions, Intermezzo — Präses: Brauner Gondolier — Urbach: Aus Wagners Heldenbuch — Mayer-Hellnlund: Ballettszene, Ein Gartenstandchen — Gilbert: Anoemarie, Lied- und Tanzsuite — Schrammel: Faschingskrapfen, Walzer — Weiß: Meine Beine, deine Beine. 19.10 Uhr: Zur Verhütung von Pilzvergiftungen .(zwei Vorträge). I. Unsere Marktpilze und ihre giftigen Dopvelgänger. Prof. Lohwag. 20 Uhr: Arien und Duette aus komischen Qvern. Mitwirkend: Das Volksopernorchester — Nossin': Ouvertüre zu „Barbier von Sevilla", Arie der Nosina äus „Barbier von Sevilla": Frag' ich mein beklommen' Herz (Berta Kiurina), Arie des Bartolo aus „Barbier von Sevilla": Einem Doktor meines Gleichen (Rudolf Wandler) — Smetanar Ouverttire zn „Verkaufte Braut". Arie des Hans aus „Verkaufte Braut": Es mnß gelingen (Hubert Lener), Duett des Hans und Kecal aus „Verkaufte Braut": Ich weiß wohl eine (Lener—Bandler) — Lortzing: Ouvertüre zu „Der Waffenschmied",^^ derMarieauS „Der Waffenschmied": Er ist so gut. so brav uttd bieder (Berta Kiurina), Duett aus „Wildschütz": Gretcken—BaculuS (Kiurina - Bandler), 5000-Taler-Ärte aus „Wildschütz" lNudolf Bandler) — Nicolai: Arie des Fa staff . aus „Die lustigen Weiber von Windsor" (Rudolf Bandler), Arie der Fr. Fluth aus „Die lustigen Weivtzr von Windsor" (Berta Kmrina), Ouvertüre zu „Die lustigen Weiber von W'ndsor". GUMMI Vollste Sicherheit garantiert bei grODtmSglidister Zart heit Prima Waschseidenstrümpfe 7.60 und 9.50 Schilling Jakob Gelles, l., Rotgasse 1 (Ankerhof) Herausgeber u. Eigentümer: Jüd. Zeitungsu. Berlagsgej. m. d. H.. Wien. 8. Bez.. Tabor» stratze 1—3 Berantwortl. Redakteur: Jakob Krausz Wien. 19. Bez.. Brechergasse 9. ~ Druckerei- und Berlags»A.»G Jg. Steinmann 9. Bez.. Univeqsttätsitraße Nr. 8.