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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-12 · Heft 2683 (12.8.1926) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2683 (12.8.1926)
Date
1926-08-12
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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fefttl ©kn, DorrvcrStag SKHcitct Morgenzettuttg 1L. August 1926 ^r. Die heutige Generalversammlung des neuen Fußballverbandes. Abbau der ersten Liga? Der neue Wiener Verband bat sein neue? Heim, Tegetlhoffvraße 3, bezogen. Bisher haben sich mehr als 90 Wiener Amaieurvereine dem allgemeinen Verband angeschlossen, iyiir die heute stattfindende Generalversammlnng wurden folgende Herren für den Vorstand vorgeschlagen: Präsident r Dr. Ignaz A b e l e S; Stellvertreter r Dr. Josef GerS; Verbandskavitänr Hugo M e i « l; SchriMDrer: Doktor Siegmund Ringer; Kassarelerent: Franz T a i ch: Obmann de? Protestkomitees: Unbesetzt: Obmann des Kontrollkomitees: Dr. Joies G erö (Ersatzmann unbesetzt); Obmann teS Nichtamaturstrumar Dr. A. S e t d l; Obmann des Amateurstruma: Leo S t e t n. Finanzausschuß r Devide. Pleininaer. Whsondtl, Z e t n e r (ein Mandat unbesetzt). Spielplatzans'chuß r L e h n e r. M a l i n a, M e l m e r, P i ch l e r. Ing. Weiser. Rechnnngsvrüfer: Ing. H o ch e r m a n n, Direktor Diefenbach. Delegierte in den Allgemeinen Oesterreichischen Fußballbund : Direktor G. Blackey. Direktor Fischer, H. K o w a i s k y. Doktor Schwarz (Vorstand Engl erster Ersatzmann). Bet der Generalversammlung wird auch bezüglich des Klassenwechsels eine ä u ß e r st w t ch t t q e Entscheidung fallen. Um eine Red u zier ungder ersten Liga auf legalem Wege herbeizuführen. sollen im kommenden Me'sterschaftSjahr zwei Vereine ab und einer anffteigen. Der Vater der Flngkunft. Zu Otto Lilienthals dreißigstem Todestag. Auf einer Anhöhe der Rhinower Berge steht ein Mann mit Einern etwas ungewöhnlichen Drachenapparat, der ihn im Gleitjfluge zur Erde bringen soll: er will fliegen. Ein Vorhaben, das ihm in den Augen seiner Zeitgenoffen, selbst den klügsten, den Anschoin eines Irren oder bestenfalls eines Akrobaten verleiht. Nur wenige Menschen wohnen den Vorführungen dieses Mannes, der Otto Lilienthal heißt, bei und verfolgen gespannt seine Fluge. Es sind nicht die ersten Proben seiner neuen Kunst, er hat bereits über 1000 Flüge ausgefiihrt, und von Versuch zu Versuch ist er in seinem Glauben, daß der M e n s ch e n f l u g keineswegs unmöglich sei, bestärkt worden. Immer stärker wurde fein Zutrauen zu seinen eigenen Fähigkeiten als Flieger, wie auch zu seinen Fluggeräten. Nun wollte er einen Schritt iveitergehen und hatte sich einen Doppeldecker konstruiert, von dem er sich alles für seine Versuche und für die Entwicklung der Flugnmst versprach. Der Morgen des 9. August 1896 sah ihn wieder fleißig bei der Arbeit. Einige Flüge waren ihm schon geglückt, er wollte zu einem neuen Versuch starten, der Abflug gelang — da plötzlich faßte der Wind das leichte Bambusgestell, warf cs in der "Suff um, und der Meister stürzte aus 15 Meter Höhe zu Boden, wo er mit zerschmetterten Gliedern niederlag. Am nächsten Tage, dem 10. August, erlag er seinen Verletzungen. Lilienthal war tot. Zu früh hatte ihn, den genialen Forscher und mutigen Praktiker, das Jkarrdenschicksal erreicht. Was die Flugtechnik an jenem Augusttage vor 30 Jahren verlor, haben wir erst spät, viel später erfahren. Wer mag ermessen, was wir heute vielleicht schon in der Flugtechnik leisten könnten, hätte das Schicksal es anders mit Lilicnthal gemeint. Seine Forschungen sind grundlegend für untere Flugwissenschaft geworden. Neidlos erkennt heute die ganze Welt dem Deutschen Otto Lilienthal den Ehrentitel des Vaters d er m'o d e r n e n F l u g k u n st zu. Er hatte es in seinem Leben nicht leicht gehabt. Früh starb der Vater, die Mutter hatte es schwer, die Kinder dnrchzubringen, von denen besonders Otto und sein jüngerer, noch lebender Bruder Gustav als Jnngens schon besondere Fähigkeiten verrieten. Schon als Schüler beschäftigten sie sich mit dem Studium des Vogelfluges und arbeiteten eifrig an der Klärung des geheimnisvollen Flugproblems. Die beiden haben oft für ihre Lieblingsidee gehungert, wurden in Berlin, wohin sie vckn Anklam als junge Studierende gezogen waren, wahre Künstler im bescheidenen Leben. Im Norden der Reichshauptstadt haben sie monatelang gemeinsam mit einem Droschkenkutscher in einer kleinen Kammer gehaust und sich durch das schwere Leben geschlagen. Aber nichts hat sie von ihren Arbeiten abhallen können, sie wollten das Geheimnis des Menschenfluges lösen. Und er glückte ihnen. Auf alle Versuche einzugehen, die Otto unternahm, würde zu weit führen. Nur soviel sei gesagt, daß er st r e u g w i s s e n s ch a f t l i ch vorging, Messungen und Aufzeichnungen über den Luftwiderstand vornahnr, den Bogelflua, als das Vorbild allen menschlichen Fliegens, erforschte, wertvolle Abhandlungen über alle für das Fliegen wichtige Fragen schrieb — und daß er der erste war, der seinen Glauben in die Tat umsetzte. Das ist sein .größtes Verdienst. Lilie nt hals Werk gab der Aviatik den ersten machtvollen Anstoß und alle, die nach ihm kamen, und in Verfolg seiner Versuche später auch den Motorflug.praktisch ausübten, sind als seine Jünger und Nachsiv.'.er zu bezeichnen. Otto Lilienthal konnte schon vor 30 Jahren von Hügeln bis zu 80 Meter Höhe bis zu 360 Meter Weite gleiten unb erreichte damit schon Leistungen, die heute immer noch im motorlosen Fluge als beachtenswert erscheinen müssen. _ Katz läuft 3000 Meter tu 8:35,8. Im Mittelpunkt des Sportfestes des Lübeckschen Turnvereines ans dem Sportplatz im Fricdrichshain stand das in letzter Minute eingelegte 3000-Meter-Borgabelaufen, das als hervorragendsten Teilnehmer den bekannten finnischen Säufer Katz hatte. Katz wohnt derzeit in Berlin und ist Mitglied der dortigen B a r - K och b a, die bei diesem Meeting schöne' Erfolge erzielen konnte. Katz startete als Malmann und lief ein glänzendes Rennen, dabei eine Zeit erzielend, wie sie außer von Nurmi in Deutschland n o ch nicht erreicht worden ivar. Wenn er trotzdem nicht zu siegen vermochte, so ist dies in erster Linie ans die überaus hohen Vorgaben zurückzufnhren. Als Erster ging so der mit 350 Meter bedachte B e r n d t durchs Ziel. Die nächsten Spiele der Hakoah: 21. d.: Meisterschaft gegen Snmnenng; 22 d.: D F. C. tu W en: 9. v.r M. D. in. tu Budapest: b. September: vorläufig spielfrei; 18. und 29. d.: D. F. C. und Slavia in Prag. Eine kombinierte HakoahmanNschaft spielt Sonntag in Baden gegen den dortigen Athletikklub, am 18. August dürfte eine Hakoahmannschaft im Rahmen der Jubilänmsveranstaltnng von Konkordia gegen diesen Verein auf dem Rennweger- Platz antreten. Die Schiilermannschaft des S. C. Zion macht unter Leimng des Obmannes Julius Jäger glänzenoe Fortschritte. Sie erziehe in letzter Zeit folgende Resultate: Gegen Aar 3:2,. Blau- Weiß 12 0. Blaue Elf 9:2. Ethean 3:4, Fa ke 3:2, Pfadfinder 6:1. Viktoria 21-Jungmanuschaft 1:2, 3:0, Kadimah. erste Jungmannichait 1:1. Der Klassenwechsel u« Unterhaus wird sich folg mdermaßen abspieleu: Nach Schluß des Meisterschoflsjahres werden von den 14 Vereinen der zweiten Liga vier in die dritte Klasse absteigen, während nur ein Verein von der dritten Klaffe in die zweitekommt. Aus den Vereinen. Bar-Kochba. Heute um l/„9 Uhr Svielerbersammluua. Erscheinen Pflicht. — Touristeusektion: Sonntag Miräsälle. Führer Adolt Fried. Anmeldungen bis Donnerstag im Sekretariat, Hotel Palast, 6. Bez., Mariah'Iferstraße 99. Kadimah. Heute um 8 Uhr Spiele:Versammlung samt-, licher Mannschaften nnd Aufstellung für Sonntag. Nachher Ausschußsitzung. Z r o n. Heute um 8 Uhr abends wichtige Spielerversammlung Folgende Herren werden ersucht, sich schon um^/,8 Uhr einzusinden: Ginsberg, Hellmann. Neumann 1 und 2. Schindler,, Gerstler. Schwadron, Aberbach. Hauben, Löw, Lüttwin und Pollak. Amchließeud Sekitonsleiter- und Kapitänswahl. Die Schülermann» schast spielt Sonntag gegen Vernay auf dem Taubstummenplatz. —-- —-.'£1 A *Theater von heute Burflgarten-Bübtte: Bunter Abend 8 cveater in der 3osef*tadt: Monsieur Helene 8 Bainmild-Cbeater! Liebe und Trompetenblasen 8 Moderner Theater - Die Art sich hinzugeben... 749 Eustspieltfttater; Mit Sophie muß etwas geschehen 8 Cluater an der Wien: Die Zirkusprinzessm va8 Wiener Büraertbeater: Das Radiomädel 7,8 klodann-5tta«r§.cbeaier: Adieu Mimii 8 Hpollo»Cljeater: Internationales Variete 8 RADIO -PROGRAMM Donnerstag den 12. August 1926. 11 Uhr: VormittagSmusik. 16.15 Uhr: Nachmittagskonzert. 17.30 Uhr; Märchen für Groß und Klein. Erzählt von Milena Gnad. 18.30 Uhr: „Quer durch Oesterreich". Oesterreich das klassische Land der Klammen und WafferMe. Reg.-Rat Adolf Jahn. 19.10 Uhr: Die Entwicklung des Schießsports. Johann Pawlik. 20 Uhr: Militärkonzert des Infanterie-Regiments Nr. 2. Mitwirkend: Hedda Hirth, Ernst Arnold. Marsch: Oberst Friedländer, von M. Thann — Walzer: Spielmannslieder, von Steiner — Marsch: Seifertitz, von Achleitner — Ouvertüre: „Leichte Kavallerie", von F. v. Suppe — Marsch: Alt- Starhemberg, von Schneider: a) Susie, von Silva, b) Ja. der Sonnenschein, von Burke, e) Ion, Ion, Lied von Snhder — Potpourri aus „Gräfin Mariza" — Marsch: Der kleine Korporal, von Legve — Walzer: An der schönen blauen Donau — Marsch: Habt acht! Konkurs Lei der israelitischen Kultusgemeinde in Bielsko (Poln.-Schles.) gelangt mit 1. September 1926 für den neuerrichteten Kindergarten (Gan Jeladim)die Stelle einer Kindergärtnerin zur Besetzung. Bewerberinnen, welche ein hebräisches Seminar zur Heranbildung von jüdischen Kindergärtnerinnen absolviert haben, wollen ihre sehen Sprache in Wort und Schrift) unter Angabe der Gehaltsansprüche bis zum 15. August 1. J. beim unterfertigten Vorstande einbringen Oer Vontand der isr. KuttasgeniäDde U412 Simachowlcz oiIa" GUMMI- OLIA ££ dantehendeunUber' t »offene Weltmarke, nachwols« bar vollste Oaraniie für jedes Stück. Prelsl laten gratis i OUMiinnMili W iea,ll/u Praterstr.67 WMM Baden Schicke Schuhe nur bei SCHUH DORN Wien, 11. Taborstraße Nr. 8 a Auserlesene Neuheiten in Somm&rmodellen Alteinverkauj von BALLY- Schuhen im 2. Bezirk 1 ANZUG >°r S 2 — 1 glattes Kostüm . . . S 2.80 gebügelt uno gereinigt von Staub und Schmutz durch „DANDY“ Kleider-Bügelanstah nach amerik. Sgstem Wien, IV.. Margarethenstrasse 30. Auf telephonischen Anruf Abholung u. Zustellung 20 Groschen TEL. 43-4-37 12a TEL. 54-29 ausbefitzer wenden sich zwecks Hausreparaturen an die Kredit' und Wiederaufbau-Genossenschaft Wien, ill., Ldwengasse 48 Reparaturen werden gegen Rückzahlung auS dem JnstanvhaliongSziuS ausgesühu. Auch bei belafteten Häusetn erfolgt Ft» aanzierung- — SvrechzeN 4 bis « Uhr. 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