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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-16 · Heft 2656 (16.7.1926) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2656 (16.7.1926)
Date
1926-07-16
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Wte 8 wtt», F«mz vmtntt meefcnfcItem _ m.ym am «*•«"*» 68.— bis 63.—. Mahlprodukte: Grieß inländischer 85.--» biS 86.—, Weizenmehl 0 inländische? 84.— bis 8b.—, Kochmehl 2 inländisches 72. - bis 74.— Brotmehl inländisches 48.- biS 52 — Wiener Viehmarbke. Bei einem Austrieb von 866 lebenden Kälbern, 911 Weidner Kälbern nnd 861 Weidner Schweinen nahm der Der'rhr einen r n h t g e n Verlauf. Bis auf Feltschweine waren alle Notieriinqen b ö b e r. ES notierten: Lebende Kälber 1.50 bis 2.40 S.. Weidner Kälber l.60 bis 2.70 S.. Fleischschweine 2.— biS 2.80 S. und Fettschweine 2.— bis 2.20 S. pro Kilogramm. — Znm Rindermarkt wurden 117 Mastrinder und 76 Stück Beinivieh aufgetrieben Bei lebhaftem Verkehr waren die Montagvreile behauptet. — Ter Auftrieb zum Schweinemarkt betrug 2106 Fleisch« nnd 691 Fettschweine. Bet l e bdaftem Verkehr tonnten sich die Preise schwach behaupten. Wiener BSrse. Matt. — Kurssturz der Renten. Tor gestrige Borkehr eröffnete infolge des nahenden Wo« chenschlusses und der flauen Auslandsbörsen in matter Haltung. Tie meisten in der Kulisse gehandelten Effekten erlitten beträchtliche Kursverluste. Bis auf^Poldihi'ttte, 21. E. G. Union, Felten, Koburg und Zrvno schlossen alle Effekten tiefer. Das Hauptcreignis des gestrigen Marktes war der fast totale Z u f a m* menbrnch der R e n t c n s p e k u l a t i o n. Bon einzelnen Gattungen waren solche Mengen auf den Markt gebracht, daß kaunl alles untergebracht werden konnte. Infolge dieses riesigen 2lngcbotcs war ein heftiger Rückgang zu verzeichnen, der bei einzelnen Werten bis zn 20 Prozent betrug. Die an dieser Stelle schon seinerzeit angekündigte unbegründete Hausse ans dem Rentenmarkt hat mit einem' schweren Fiasko geendet. Es verloren n. a. Goldrcnte 8250 K., Febrnarrente 2600 K., Aprilrente 3750 Kronen nnd die Investitionsrente 2500 K. Unter dem Drucke der dauernden Geschäftslosigkeit litt auch der Verkehr im Schranken. Die Neigung, mit Entlastiingsabgabcn vorzngehen, drückte die meisten Kurse. Bon den Exoten notierten Mraznica 19.000 bis 19.750 K. Ae Jevisenkurse. Zürteh, 15. Juli. (Devisenknrie von 12 Uhr.) Daris 13.— (13.25), London 25.117* (25.117,), New-Port 516.37 016.37). Brüssel 11.70 (12.25), Mailand 17.427, '17.77'/,). Madrid 82.30 (82.077*). Holland 207.45 (207.37), Lenin 122.98l/4 f 122.95)/ Wien 73— (73.027,), Stockholm 08.37 (138.40), Oslo 113.16 (113.17'/*). Kopenhagen 136.887, (136.65), Sofia 3.72'/, (3.72'/,). Drag 15.30 (15.29*/.), War,Um» —(-.—). Budaoest 0.007230 (0.007230), Belgrad 9.11'/, (9.14-. Bukareü 3.427, (2.40), Buenos Aires 209.50 (209.-) für 100 Schilling. Prag, 15. Juli. (Devisenkurse.' Berlin 80425 603.75. Zürich 664.37 (653.75■. London 164.075 (164.0750- New-Pork 33.70 (83.70, Parts 84.55 '84.1750* Belgrad 59.62 (59.62 . Budapest 4.6937 (4.6937*. Bukarest 15 50 (15.65). Wie« 477.87 diS 480.87 (477.87), Warschau 364.50 (367.—', für 100 Schilling, Jugoslawische 59.41 (59.4550-, Ungarische 4.6650 (4.6825). Polnisch, 361.— (366.— ). Oesterreichische gestempelte Krone 477.50 <477.62 Budapest, 16. Juli. 'Devisenkurse — Eigenbericht.) Amsterdam 28665. Belgrad 1259.—. Berlin 16991 Bukarest 319.—, Brüssel 1625, Kopenhagen 18915, London 347110, Mailand £390. New-Uork 71365. Paris 1760, Drag 2112.75, Sosto 513. Stock.)olm 19115, Warschau 7550, Wien 10090, Zürich 13.824. . Belgrad, 15. Juli. (Devisenkurse.) London 276.40, Paris 140.50 New-Uork 56.54. Genf 1095.75 Mailand 191.75, Drag 167.65, Berlin 1349. Wien 800.— Bukarest —.— Sofia —, Budapest 0.0794 Brüssel 135.—, Amsterdam —. Warschau —.—. Warschau» 15. Juli. (Devisen.) Belgien 2120 bis 2130 Berlin —.— bis —, Holland 369.83 bis 371.37, Loudo» 44.73 bis 44.96. Retv-Aork 918.— bis 922.— Pari» 23.04 bis 23.16 Schweiz 178.16 bis 179.64, Budapest —.— bis —. Prag 27.23 bis 27.31. Wien 130.05 bis 130.70 für 100 Schilling, Italien 31.01 vis 3123. Stockholm —.— bis —.—. Bukarest —.— bis —.— Die Tuen- und Dportwoche des polnischer. Makkahikreises in Bielsko. Das erste Landesturnnnd Sportfest der polnischen Makkabivereine, das in der Zeit vom 26. Juni bis 6. o. stattfand, hat die Erwartungen in vollem Umfange erfüllt. Es war eine ivertvolle Kundgebung der erst im Aufbau begriffenen Makkabiorganifation in Polen, welche ein gutes Bild von der Arbeit der Makkabiorganisation gegeben bat. Der junge llllakkabiverband in Polen hat ferne schwierige Aufgabe in mustergültiger Weise erledigt und damit sein Gründungsfest in würdiger Weise begangen. Die Festwoche wurde am Samstag den 26. Juni durch einen Begrüßungsabend in dem bis ans den letzten Platz gefüllten groben Schießhaussaal eröffnet. Die imposante Feier, bei welcher wett über 1000 Personen anwesend waren, wurde durch Tnrnbruder Professor Türk etitgeleitet, der in polnischer Sprache über die Zwecke des Makkabiverbandes sprach. Die in hebräischer Sprache gehaltene Begrüßungsadresse >des Herrn Paul Brass erörterte den Sinn der Makkabibewegung und deren Bedeutung für das Erstarken des jüdischen Volkstums. Hernach begrüßte der Präsident des Makkabiverbandes Professor Leo Fink die erschienenen Festgäste, insbesondere die Präsidenten der israelitischen Knitnsgememden von Biels ko und Biala, die Herren Si machowitz nnd Dr. Feuereisen, den Vizepräsidenten der Großloge Herrn Pros. Feuerstein, Rabb. Dr. Steiner, die Vertreter aller jüdischen Vereine von Bielsko-Biala, den Vertreter des dritten Schutzenregiments, die Vertreter der Bielitz-Bialer Sportvereine und die bereits eingetroffenen Turn- und Sportbrüder, und zwar den Vertreter des tschechoslowakischen und des deutschen Makkabikreises, des jüdischen Sportklubs Hagibor (Prag), des jüdischen Turn- und Sportvereins Makkabi (Brünn), Bar-Kochba (Breslau) sowie die Makkabivereine ans Krakow, Sosnowice, Katowice, Dziedzice, Bielsko, Zywiec, Kety, Skoczow, Andrychow, Cieszyn und Tarnow. Nach den Begrüßungsanisprachen wurde der offizielle Teil dieses Abends mit den Klängen der Tikwah beendet. Die sich anschließende Akademie, deren turnerischer Teil von den Vereinen Bar-Kochba (Katowice), Hagibor (Prag), Makkabi (Bielsko) und Makkab: (Dziedzice) bestritten wurde,, gab ein gutes Bild von dem Können unserer Turnvereine. Eine kombinierte Knaben- und Mädchenzöglingsricge der Makkabivereine Bielsko und Dziedzice führte mnstergültiges Tischturnen vor. Die erste Herrenviege des Makkabi (Bielsko) am Hochreck, die lediglich aus jungen Turnern besteht, zeigte, -daß diese un letzten Jahre viel zugelernt habe. Den Höhepunkt der Vorführungen bildeten die rhythmischen Vorführungen der ersten Damenriege des Bar-Kochba (Katowice), die in vollendeter Form von Turnschwester Thea I o t t k o w i tz entworfen nnd einstudiert waren. Auch die rhythmischen Vorführungen der Damenriege des Hagibor (Prag) konnte man als befriedigend hinnehmen, wenn man die Strapazen der langen Reise in Betracht zieht. Rezitationen Erich Inh ns aus Prag, des ehemaligen Spielers der Wiener Hakoah, fanden lebhaften Beifall. Der anschließende Tanz vereinigte die Gäste und Teilnehmer noch sehr lange. Dr. Erwin Mechner. Die jüdischen Vereine uni» die Trennung rm FußHultverbuud. Nächsten Montag werden die jüdischen Vereine Stelliing zur Trennung im Fußballverband nehmen. Der jüdische Sportverband wird sich wahrscheinlich dem unpolitischen, von der Fifa anerkannten Verband anschließen. Hakoah Wien) und Hakoah (Graz) haben bereits ihren Beitritt erklärt. Die Wiener jüdischen Anrateurvereine dürften in Kürze folgen. Cs ist zu hoffen, daß der neue Verband dem jüdischen Sportvcrband mindestens zwei Mandate einräumen und die versprochene Förderung des Amateurismus auch enthalten wird. Der Cup des jüdischen Sportverbandes. Diese Konkurrenz nimmt einen interessanten Verlauf. Nach der Hakoah ist auch der I. A. C. ausgeschiedeu. Der I. A. C. hat zwar gegen Zion 11:2 überlegen gewonnen, aber durch die Mitwirkung ernes unberechtigten Spielers wurde dem I. A. C. die weitere Teilnahme an dem Cup abgesprochen. In der drittletzten Runde spielen Kadimay gegen Achduth und Hagibor gegen Zion, Hechawer ist spielfrei. Die Schlußrunde findet als Vorspiel vor einen» erstklassigen Match statt. Jüdischer Sportverband. Montag um 8 Uhr wichtige Dorstandssttzung. Um 9 Uhr Delegiertenversammlung. Tagesordnung: Berichte, Stellungnahme z>rr Trennung des Wiener Fußballverbandes, Auswahlspiel gegen Burgenland, Auslosung für den jüdischen Clip. Das Wiener jüdische Amateurteam wird das Revanchespiel SBurgenland am 1. August in Maliers bürg austrageu. rdem dürften im September mehrere Spiele in Italien ausgetragen werden. Simmering gewann das erste Spiel der Sommerreise in Malmö 4:3 (2:1). Hertha trug gestern ein Freundschaftsspiel gegen Hagibor aus und gewann 12:2 (8:0). Di« jüdische Mannschaft spielte gegen beit starken Gegner sehr befangen. Sehr gut war Bondy bei Hagibor, dessen Treffer/Spira und Schnabelerzielten. Schwimmen. Das Schwimmfest im Amalienbad. Heute um halb 8 Uhr beginnt im Amalienbad das dreitägige internationale Schtvimmsest des Amateuvschwimmklubs. Auch der Ungar Barantz soll heute starten. Der erste Tag bringt auch srn WasserballMatch zwischen Hakoah und dem Prager A. P. K. Barany gewann zum zweiten Male in Paris den Grand Prix de France über 100 Meter in 1:04,1 vor Padou, der 1:08 schwamm. ' Jewish Allround Sporting Club. Diesen Freitag .kein Schwimnitraining wegen Badrenovierung. — Handball: Spieler, die noch keine Spielerpäsje besitzen, wollen Lichtbilder bringen! — Ping-Pong: Training usw. jeden Dienstag im Ringeafe, Klubleitung joden Freitag. Hakoah (Leichtathletiksektion). Das Training findet heute ab halb 6 Uhr auf dem Hertha-Platz (10. Bez., Gellertplatz, mit der 6er-Linie erreichbar) statt. Weitere Traiuingstage werden Verlautbart werden. Unter der Leitung Jenö Prägers konstituierte sich am Mittwoch die Jugendaruppe der Sektion. Als Grupvetrführer fungieren: Weiner, Schlechter, Grosser, Rosenfold und Deutscher, deren Aufgabe es ist, die un» sie gescharten Athleten zum regelmäßigen Training und kollegialen Verkehr heranzuziehen. Weitere Gruppen sind in Bildung begriffen. Eine Tennissektion des Sportklubs Hagibor. Spira, der Mitbegründer der Hakoahtennissektion, hat eine gleiche Sektion bei Hagibor ins Leben gerufen. Uebungen jeden Dienstag und Freitag auf dem Platze, Favoritenstraße 3, von 6 bis 8 Uhc abends, wo auch Mitgliederaufnahme stattfindet. Aus den Vereinen. Bar-Kochba. Sonntag um 12 und 2 Uhr Freundschaftsspiele gegen Germania (Neptunplatz, Linien 49, 51 cü»er 52 bis Ameisgasse). =§ <Theater von heute Burgtfteaur» Wilhelm Tell '/*8 Hirgflartcn-Bübnc: Richard-Wagner-Abend 8 Staatsoper: Die Meistersinger von Mrriberg 6 Deutsches Uolkstheatert Der ftöbliche Weinberg 8 Theater in der Iosekstaüt: Der Igel y.,8 Raitnund-Cbeater: Die Abenteuer des Herrn Metermax 8 Aenaissancebvhne: Die Glatze und der Bubikopf 8 modernes tbeater Bobbys letzte Nacht */*9 CustspieltlKater; Mit Sophie muß etwas geschehen 8 Chester an der Wien: Die Zirkusprmzessin 7a8 Ulr. Bürgertbeater: Der Orlow '/,8!Jot).»$tra«ss-€beater: Adieu Mimil 8 RADIO - PROGRAMM Freitag den 16. Juli 1926 16.15 Uhr: Nachmittagskonzert. 18.50 Uhr: Wochenbericht für Sport- und Fremdenverkehr. Oberbaurat Deinlein. 19 Uhr: lieber das gegenseitige Abhängigkeitsverbältnis von Tier- und Pflanzenwelt. Universitäts- Professor Dr. Franz Werner. 19.30 Uhr: Gehörleiekurs (MorsekurS). Ing. Halberstadt. f~1 Uhr: Brahms-Abend. (Johannes Brabms geb. 7. Mai 1833. ge st. 3. Avril 1897.) Mitwirkend r Kammersängerin Wanda Achsel-Clemens, Staatsopernsangerin Olga Bauer-Pilecka, Franzi Paschka (Violine), Emmv Zopf (Klavier). Am Flügel: Prof. Erich Meller. Feldeinsamkeit, Aergebltches Ständchen, Meine Liebe ist grün. Duette. Op. 20. Walzer, As-Dur. Intermezzo, Op. 119, C-Dur. Eavrtcc'0, Op. 76, CiS-Moll. Liebestreu. Sapphische Ode, Sonntag. Ans den 4 Duetten, Op. 6lr Die Schwestern, Die Boten der Liebe, Sonate für Violine nnd Klavier, Op. 78, G-Dur. OUA i einzig dastehtndeunObertnoffene Welt» marke, naehweis. bar vollste Oaran- •ie für jedes Stück. Preislisten gratis OUMuflioMale Wi«>n.ll'.,Pra»ers,r.S7 Broj: 22/1926 KONKURS Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Brod n. S. (Jugoslawien) gelangt die Stelle eines Kantors (Schochei Baikore) zur Besetzung / Gut qualifizierte Bewerber (musikalisch, mit der Leitung eines Tempelchores vertraut) wollen ihre Offerte unter Einsendung von Zeugnisabschriften, Schilderung des Lebenslaufes, Angabe des Alters und des Familienstandes bis zum 25. Juli 1. J. einsenden. Bevorzugt werden Mohel / Dienstantritt am 1. September 1926 / Die Spesen werden nur Berufenen ersetzt Brod n. S. am 15. Juli 1926 Fuchs m. p. Dr. Abramovic m. p. Sekretär 11392 Präses iiiiiiiiiiiiiiiiiiKiiiiiiififiititi * Knaben-Erziehungsinstitut * Duschinszki-Bauer Wien, 1. 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