Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2639 (29.6.1926)
- Date
- 1926-06-29
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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Men, MenSttg fBUntt Wlütwn^ffutt* 29. Hin. Nk. MS Mt 0tftktfrife bei Der Hakmch. WW»«d»« gwguftmfr -er Stars? — Asch Kalma»« Konrad.!h an- Plattko? Das Verhältnis der Spieler bei Hakoah ist noch immer nicht geklart. Bis gestern abends hatten Stotz Sch««er, Fried und Wegner L neue Der- HS$< nnterschriebe«. I« ungekündigte« Ver« hnltais befinden sich Fabian, Hetz, Häusler, Pollak. Schönfeld und Drucker. Di« beiden letzteren gelte» aber als Amerikafahrer. Mit Schwarz, der die Höchste Saison noch in Europa za verbleiben gedenkt, ist es noch zu keiner Einigung gekommen. Sollte er nicht bei Hakoah tätig fein, dann durste er zunächst wieder bei M. T. SU spielen. Mit Gold, Wortmann und Grünwald hofft man noch einig zu werden. N e «f e l d, Gnttmann und Eisenhoser haben bisher keine Anstalten gemacht, die Verhandlungen aufzunehmen. Sie gelten als sichere Amerikareisende. An Neuerwerbungen denkt di« Klubleitung im allgemeinen nicht. Man nimmt an, mit dem bestehenden Material, zu dem sich noch Duldig, Voglfänger, Kofler, Katz, Kestler und Futz gesellen, in der Herbstsaison das Auslangen zu finden. Morgen ist der letzte Tag für Vertragsabschlüsse. Wie wir erfahren, ist diesmal eine großzügige Kaperei am Werk. Außer den Hakoahnern sollen noch Kalman Konrad, der in Italien lebende Ungar H i r z e r und der bekannte italienische Spieler Cevenini über das große Wasser gelotst werden. Auch weitere ungarische Größen, wie Orth, Takacs, Vogl 2 und der in Spanien lebende Pla 1 tko sollen nach Amerika gebracht werden. Auch Brann kommt, wie wir gestern meldeten, in Betracht. Wie verlautet, hat der amerikanische Fußballvevband die Absicht, jenen Spielern, die sich gegen die Fifa-Regeln vergehen, keine Spielerlau.bnis zu erteilen. Bei Hakoah bezieht sich das auf Drucker und Schönfeld. Kehraus rn der Meisterschaft. 'r>eutc: Amateure—Rudolfshügel, Simmering—W. A. C., Hakoah —Admira. Heute finden die letzten drei Punktekämpfe der i4Ü;.:;en. iftcr-fcfyaftspcrto-bc 1926/26 statt. Die Entscheidung nach oben und unten ist schon gefallen, die Amateure haben die Spitze, H e r t h a hat sich an letzter Stelle placiert. Das heutige Spiel der Amateure gegen Rudolfshügel dürfte dem Meister noch zwei Punkte eintragen und ohne besondere Sensation enden. Biel interessanter scheint die Doppslvevanstaltung auf dem W. A. C.-Platz. Im Vorspiel stehen einander Simmering und der W. A. ,C. entgegen. Während für die Pratermannschaft das Ergebnis belanglos ist, kann Simmering im Falle eines Sieges auf den c dritten Platz hinter Vienna gelangen. Das darauffolgende Spiel zwischen Hakoah und Admira ist gleichsalls ein Kamps um Placier«» g, dessen Ausgang für beide "Beteiligten von Wich tigkeit ist. Siegt die jüdische Mannschaft, dann überholt sie Mmira und hat mindestens die fünfte Stelle sicher. Die Hakoahner, namentlich die eventuell Mvandernden, werden wohl alles daran setzen, dieses AbschiedSppiel ehrenvoll zu gestalten. Hakoah stellt folgende Mannschaft: Fabian, Scheuer, Gold, .Heß, Gnttmann, Fried, Neufeld, Häusler, Schönfeld, Eisenhofer, Schwarz. ' Czevnowiher Brief. Malkabi — Meister. (Bon unserem Korrespondenten.) Eernauti, 24. Jmü 1926. Die laufende Woche hat wieder Siege der jüdischen Mannschaften gebracht. M a k k a b i konnte Jask mit 1:0 besiegen, obwohl er für fiinf Spieler Ersatz stellen mutzte. Die Arbeiter spielten ausgezeichnet, vor allem war die Verteidigung auf der Höhe. Aber gerade die Ersatzleute des Mallabi entsprachen, weshalb auch die jüdische Mannschaft schließlich Sieger bueb. Der Beste war wie immer P f e f f e r, der über ganz hervorragende Qualitäten verfügt. Das Tor schoß Sandmann aus «nem Freistoß. Das Spiel Hakoah—Dragosch Boda am Sonntag mußte beim Stande von 2:0 wegen eines Gewitters abgebrochen werden imb wurde Dienstag fortgesetzt. Durch ein weiteres Tor stellt sich das Ergebnis des Spieles auf 3:0. Die Tore schossen Losch (2) und Eckstein. Heute Donnerstag trat die Hakoah abermals, zum letzten Meisterschaftsspiel der Saison, gegen Do wb usch an und blieb nach sehr schönem Spiel mit 4:0 (1:0) Sieger. Die jüdische Mannschaft hat die letzten fünf Spiele siegreich ge staltet, ohne auch ein e i stz i g e s Tor zu erhalten, was sicher' sehr für die Spielstärke der Mannschaft spricht. Wieder waren Losch und Torten die besten im Sturm, während T e ß l e r als Half eine Prachtleistung bot. Die Tore schossen Torten (2), der sich zum Goalgetter der Mannschaft entwickelt, Eckstein und H e r z a u. Diesen Ergebnissen zufolge wäre .Hakoah Meister. Aber Makkabi ist es gelurrgen, beim Fußballverband in Bukarest durchzusetzen, daß das seitterzeitige 1:1-Spicl gegen Polonia, das anulliert worden war, neuerlich ausgetragen werde. Da nun Polonia auf die Austragung des Spieles verzichtete, gewann M a kkabi einen Punkt und placierte sich mit diesem Borsprung vor Hakoah als Meister. Der Erfolg dieses jüdischen Allroundklubs hat in der jüdischen Bevölkerung große Begeisterung ausgelöst. Die vom ehemaligen Hakoahner Kerr trainierten Fußballer haben jedenfalls den Meisterschaftssieg vollauf verdient. Das Urteil in der polnische» Professionalaffäre. Die polnische Professionalasfäre wurde zum Abschluß gebracht. Der Bundesstrasausscheiß har nun in voriger Woche sein Urteil gefällt. Die Spieler Görlitz Emil und S l o n e c k i Joses, beide „Pogon"-Lembevg (derzeit Edderä-Triest), wurden zu Professionals erllart und aus der Liste des po-üischen Bundes'gestrichen. — W. Kaweeki, ehemaliges Vorstandsmitglied des L. K. S. Pogon, wurde lebenslänglich disgüali- Wevt, mit einjähriger Disqualifikation wurde je ein VorstandÄnitglied des L. K. S. Pogon, F. L. K. S. Czarni und Z. K. 2. Has-' monea (alle Lemberg) bedacht. Recht interessant ist die UvteilMgrünidmig,.,sii der es, heißt, 8er Strafausschuß habe sich in seinem Spruch von einer höheren Au'sfassung leiten lassen. Der verkappte Professionalismns bidet ein allgemeines schwer lösbares Problem, das mit der Entwicklung der Fußballbewegüüg eng verkniip't ist. Die Meisterschcrsistampfe bei gesteigerter Konkurrenz haben an den unerquicklichen Erscheinungen, die in den meisten Ländern hervortraten, einen beträchtlichen Anteil. Eine Klärung «jordsr: noch die Frage der vorjährigen Meisterschaft, die befentttMj von Pogon Lemberg, in deren Reihen sich die beiden disqualifizierten Spieler befanden, erobert wutde. Die Tschechoslowakei schlägt Jugoslawien. Das gestern in Agram ansgetragene Länderspiel der Tschechoslowakei gegen Ingoflawien brachte den Tschechen einen 6:1 (5:2)-Sieg. Schiedsrichter Braun ans Men amtierte ausgezeichnet. Die Seniorenmeisterschaften des Oe. L. B. Am Samstag und Sonntag konnten die Meisterschaften bei schönem Wetter Kaylos durchgeführt werden; sie brachten zwar keine Ueberraschungeu, wohl aber hervorragende Leistungen, welche, allem Pessimismus zum Trotz, bewiesen, daß auch hier dis Leichtathletik im Aufschwung begriffen ist. Sechs Landesrekords, barmiter zwei nt Herrenwettbcwerben, sind ein nicht zu unterschätzendes Resultat. Auch der Besuch, besonders am Sonntag, war etwas zahlreicher als sonst bei leichtathletischen Veranstaltungen, was vielleicht teilweise auch darauf zurüchusühren ijt, daß für die Meisterschaften beim Schwimmen Quer durch Wien Propaganda gemacht wurde. Die Heldin des Tages war Frl. Perkaus (F. A. C.), welche allein vier Meisterschaften, darunter drei österreichische Rekords, errang. Ihre Rekordleistungen waren: 300-Meter-Lauf in 46,3 Sek^ Diskuswerfen über 26,65 Meter und Kugelstoßen mit der 3,62-Kilograimn-Kugel auf 11,24 Meter; außerdem siegte sie im 100-Meter-Lauf in 13,2 Sek., im Speerwerfen mit 25,16 Metern und verhaft der F. A. C.-Staffel im Laus Wer 50 und 100 und 160 und 200 Meter zum Siege in der neuen Rekordzeit von 1:9,8 Minuten. Bon ddn Vereinen hat am besten der W. A. C. abgeschnitten, dem der Viktor-Silberer-Pokal und acht Meisterschaften zufielen; die Provinz war durch den Grazer A. K. am erfolgreichsten vertreten. Im Weitsprung zeigte Hübsch (Hakoah) eine besonders schöne Leistung; er sprang über 6.64V- Meter, wurde jedoch von Weilheim (W. A. C.) mit 6,72 geschlagen. Hübsch' Talent ist im Kommen, was durch die stufenweise Formverbesseruna und durch den Umstand bewiesen wird, daß seine Sprünge, im Durchschnitt genommen, die besten waren. Zu einer Rekordleistung kam es bei der 4 mal 100-Meter- Staffel, die der W. A. C. 1 in 43,6 Sekunden gewann, nachdem er schon im Vorlauf den alten Rekord gebrochen hatte. Hinter dieser Staffel lief W. A. C. 2 (4Meter zurück) und W. A. F. weitere 2 Meter) ein, so daß die Hakvah-Stasfel, die in der Aufstellung: Burger, Hübsch, Tischler 1, Dukesz, ihre bisher beste Zeit, gut unter 45 Sek!, lief, sich niA placieren konnte. H Zum Schluß wurde verlautbart, daß Frl. Perkaus (F. A. C.) als Siegerin im Dreikampf für Damen einen Pokal erlangte. . Aus den Veveinen. Hagibor. Zu nder am Donnerstag, stattfindenden Spielerversammil'i.ug haben sämtliche Spieler zjivecks Aufstellung gegen Dosendorf zu erscheinen. Donnerstag abends im Mubhsnn konstrtmevende Ausschußsitzung. Jewish Allround Sporting Club. Heute nndet unser erstes Handball-Trainiagsoiel gegen I. A. C. aus jcnt In:ernational-Platz statt. (I oder J2 bis, Endstanon 16. Bezirk.) Um 5 Uhr 30 Min. mögen sich dort eins'nden: Grün, Popper 1 und 2, Schlesinger .S., Zohn, Gans, Grüm'pann.: Rosenberger. Basist, Lowh, Schwartzwalld. Willi Popper. Holpern und Kruh. — Heute Mubabend ab 8 Uhr abends nn Wiener Ring-Eafe. Gäste willkommen. K a d i m a h. Heute, haW 4 Uhr nachmittags, Cupspieil gegen Makkabi am Bewegmrg 20-Platz. Mitglieder und Spieler trestsen sich um halb 3 Uhr nachmittags zwecks gemeinsamer Abfahrt. -Z 'Theater von heute iil!lll!lllllll!!lll!l!!lll!!lllllll 7 V.8 8 7 8 7,8 BflHtbeatcr: Don Carlos Hhadcmietbeater: Mädel von heute AUtggLrlen-LSdve: Schubert-Strauß Abend SiaKtropek' Manon (Massenet) Itrulrcder Uolkstbcater: Die Tänzerin cnertter in der 3oseT5taflt: Zurück zur Schule llstmnnä-Tdester: Die Abenteuer des Herrn Meiermax llennirrancedüdner Das Sprungbett der Liebe 8 moäcrne; Ldester' Bobbvs letzte Nacht 7td Uurtrpielldesler; Ali Babi und die vierzig rüäuber — Worüber die Alten lachen rbearer an üer Ulten - Die Zirkusprinzessin Utr. Lürgertbesler: Der Orlotv Zod.-5lraurr-Tdeater: Adieu Mimi! ütlUiscDcs HünstUrfcabarett (Cafe Astor), il. Pralerstr. 60: Nachys fyn Kinder 'jüchsebe Lüdnc. n.. Taborsiraße 13: Breindale Kosak V-8 V-4 8 7,8 7,8 8 7-9 8 —CENTRAL-KINO— II., Taborstrasse 8 - Tel. Nr. 42-3-41 Heute und täglich: PANZERKREUZER POTEMKIN und das übrige Schiagerprogramm Beginn: */46, V*8 und \9 Uhr RADIO - PROGRAMM Dienstag den 29. Juni 1926. 10.30 Uhr: Orgelvortrag. Louis Dite. F> Mendelssohn: Sonate C-Moll — L. Dite: Gavotte und Musst. 11 Uhr: Orchesterkonzert des Wiener Symphonieorchesters. Martin Spörr. Gluck: Ouvertüre zu -Iohigenie in Aulis" — Mozart: Symphonie Nr. 39, Es-Dur — Wieniawlky: Violinkonzert D-Moll — H. Berlioz: Drei Stücke aus Fausts „Verdammung": a) Tanz der Irrlichter, b) Sylveutanz, c) Ungarischer Marsch. 16 Uhr: Miiitä'konzert der Regimeutsmusik Nr. 2. Thann: Friedländev-Marsch — Kremser: Alt- Wien — E. Kosteletzky: 73er Negimentsmarsch — Ouvertüre von Dittl — Stolp: Grazer Bumn:- ler — Kalmann: Potpourri aus „Die Ezardasfürstiu" — Latzelsberger: „Oesterreichs Ehr" — P. Linke: „Amina" — H. Strecker: Heute nacht um acht" ... — Ziehrer: Wiener Bürger-Walzer -?• Jurek: Schluß-Marsch. 19.30 Uhr: Operetteü-Aufsührung. „Der Vogelhändler". Knaben-Erziehungsinsütut Duschinszki-Bauer Wien, 1. Beslrk,, Hoher Markt Nr. 3 Telephon 65-2-96 Gegründet 186^ mit Ferienheim im Kurorte Vüslau nächst Baden bei Wien, Hügelgasse Nr. 20. Telephon 111 von Stelle VI (in eigener Villa mit großem Garten) Geöffnet vom 1. Juli bis Mitte.September Ganzpensionat, Haibpensionat, Externat für Knaben und Jünglinge von 6 bis 18 Jahren Unterricht in allen Lehrgegenständen Spezialkurse in der deutschen Sprache für Ausländer Vorbereitung für Nachtrags- und Aufnahmeprüfungen Musikunterricht Sport: Turnen, Schwimmen, Tennis und Bergwanderungen Aufnahme (Inskription) täglich gegen vorherige schriftliche oder . telephonische Anmeldung Prospekte werden auf-Verlangen zugestelit 8734 KONKURS ln der israelitischen Kultusgemelnde Grax gelangt die Stelle eines . Tempel- und Chewra- Kndlsclia- Dieners (Schames und Llberer«) zur Besetzung. Der Posten bietet eine auskömmliche Lebensstellung. Die genaue Festsetzung der lixen und der Nebenbezüge bleibt der Vereinbarung Vorbehalten. Junge intelligente Bewerber, welche die Eignung zum Vorbeten besitzen und den Sclrächtdienst aushilfsweise versehen können, eine streng religiöse Lebensführung nachzuweisen in der Lage sind, wollen Ihre Gesuche unter Anführung einer Lebensbeschreibung, der bisherigen Verwendung und Angabe von Alter und Familienstand richten an die Israelitische Kultusgemelnde Gras. 622 rtimiiii»nHiiiminiiimmmiinii»nnmiiimiiiiii»iiimiimnumiiny al,«ungS. rG©P©lerlcid)tmi!.o beim Wsitbahner XV. Mqrtahilf-rslr. Telephon Nr. so-sii-s Iw* Schlafzimmer, licht oder dunkel, ■i kästen, u Bette», L Nachtk., t Tisch, 4 Sessel. 2 Einsätze samt Matratzen S 5?80.—. Qitont Auswahl in Speisezimmern, Küche», Diwanen, vitomanen. Ehrsätzoii, .Malra« Ktn. Auch rinzei» abzugeven. 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