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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-15 · Heft 2625 (15.6.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2625 (15.6.1926)
Date
1926-06-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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«M tz Mvr, DienWg IS. MM I960 MsvsettzettAAH m.m.j Sportnachrichten. Die sonntägige Niederlage HatoahA. Was der Sektionsleiter Baar sagt. Tic Aiedcrla ge der Hakoah im ersten Spiele nach der Rückkehr aus Anrcrita hat, obwohl sie nach Unglück' kichern Spielverlauf zustande kam, große Ueberraschung hervorgcrufen. Wir hatten Gelegenheit, den Sektionsleiter der jüdischen wlannschaft, Herrn Artur B a a r, der nicht in Amerika war, über seine Eindrücke vom sonntägigen Spiele zrr befragen. Cft äußerte sich unter anderem folgendermaßcrr: „Das Abschneiden der Elf war für mich eine große E n 1täusch » n g. Es ist nicht so'sehr die Tatsache der Niederlage an sich, als die Spiel weise der Mannschaft, die nrich unangenehm überrascht hat. Es wurde vollkommen syst'emlos gearbeitet und weder ein Flügelnoch ein Jnnenspiel geliefert. Es ist Aar. daß eine zweimonatige Tournee dieser Art, wie sie die Spieler hinter sich haben, sowie die weite Reise, der Wechsel des Klimas und die zu plötzlichen Veränderungen der Nahrung und Lebensweise nicht glatt an der Mannschaft vorübergehen konnten. Dennoch wäre cs vielleicht möglich gewesen, in a n derer A u f st e l l u u g zu gewinnen. Nur wenige Spteler haben ihre Fornr anr Sonntag bewahrt. Bor allem haben Fabian und Pollak ihre voll^Äpielstärke gezeigt. Hetz nlit der Einschränkung, daß er zu viel gedribbelt hat. Schönfeld bat sich verbessert, die Verteidiger waren beide verletzt, von Gold habe ich nach den Berichten mehr erwartet. S ch c n e r hat sicherlich an Beweglichkeit zugenommen und brav bis zu Ende gespielt. D r n cf c r war Sonntag eine E n ti ä it s ch n »i g, W o r t m a n n zu schwerfällig, wie überhaupt die ganze Mannschaft zu langsam gearbeitet hat. Eisenb o f e r, S ch w a r z und N c u f e l d zeigten Durchschnittskönnen. Es wäre aber verfehlt, aus dem sonntägigen Ergebnis ans die Spielstarke der amerikanischen Mannschaften zu schließen, da die Hakoahner selbst erklären, daß sie mit ihrer Spielweise gegen Sportklub in Amerika kein Match gewonnen hätten. Tie A u f ft c £ I u n n für Mittwoch gegen den F. A. C. wird in vieler Hinsicht gegen Sonntag Veränderungen answeisen. Scheuer ist verlebt, Eisenhofer wurde wegen Erkrankung seiner Frau nach Budapest berufen, Wegner 1 ist noch marod. Als Verteidiger durften Pollak ilnd Gold tätig sein. Die Halvesreihe wird von Fried, Guttu.rann und Heß gebildet werden. Für den Angriff werden G.rüuwald und Häusler herangezogen. Ich glaube, daß sich die Mannschaft,' wenn die Spieler ins Gleichgewicht gekommen sein werden, bald tvieder mit jenen Leistungen cmstcllcn wird, die man mit Recht von ihr erwarte' Eine Siegesfeier der Züricher Hakoah Aus Anlatz des Aufstieges. Aus Zürich wird berichtet: Zum Abschluß der diesjährigen, so überaus erfolgreichen Futzballsaison lud der Sportklub Hakoah feine Mitglieder und Freunde am 6. d. zu einer Siegesfeier ein. Den Mittelpunkt der Feier bildete die Ansprache des verdienten Präsidenten Dr. B. GoIdenber g und die. nachfolgende Becherübcrgabe an die Mannschaft. Der Genannte hob in einer markigen Rede die große Bedeutung des Hakoah-Sieges für den Klub selbst, den jüdischen Sport und die Oeffentlichkeit hervor. Es erfülle alle -mit Genugtuung und Freude, daß. der jüdische Klub nach fürrfJahrenschiverer Kämpfe auf dem Rasen und außerhalb desselben tm Wettbewerb mit 124 Vereinen fick an die Spitze stellen konnte; von 10 Wettkämpfen hat die erste Mannschaft der Hakoah alle bis aufeinen gewonnen und zweimal unentschieden gespielt. Doch liegt die Bedeutung des Ereignisses nicht nur im Siege an sich, denn der hohe körperliche Wert des Fußballs ist daber auch nicht zu verkennen. Der Redner schloß mit der feierlichen Uebergabe eines Erinnerungsbechers an jeden Spieler der ersten Mannschaft Und den Präsidenten der Spielkommission, Herrn Max R n s s e k, dessen schwere Arbeit er besonders würdigte. Unter den Glückwünschen, die dem Klub zur Erringung der ostschweizerischen C-Meisterschaft und zum Aufstieg in Serie B entboten wurden, ist das Schreiben des Hauptbureaus des Jüdischen Nationalfonds der Schweiz und des Regionälkomitees des schweizerischen Fnßballverbandes bemerkenswert. Die Generalversammlung des Mener Fußballverbandes findet Samstag den 19. d. um halb Uhr nachmittagsim Saale der Bäckergenossenschaft, 8. Bez., Florianigasse 13, statt. Hokoah-Sektion Brigittenau. Das infolge schlechten Wetters verschobene Gartenfest findet Heute Dienstag bei jeder Witterung in Collinis Restaurant auf der Hohen Warte statt. Die Erben. Bon Schalom Alejchem. <4 Fortsetzung) (Aus -ein Jüdischen von P. H.) Weil der Herr so und nicht anders die Welt geschaffen hat, lind eincsMenschcn Vernunft recht nicht aus, es begreifen. Bleibt also die Frage: Was macht man mit zwei Brüdern, die dennoch nicht mehr als nur einen Vater hatten, der im ganzen nur einen Platz zurückgelassen hat? Jeder "von ihnen will, und man kann es.ihm nicht verdenken, -feinen eigenen Platz an der Ostwand im alten, alten Kaßnlewker Beth-Hamidrasch haben. Man 'kann-,-das nicht , von der Hand weisen. Man müßte also teilen. Wie aber teilt man einen. Sitz auf? Gern Sitz, das ist Nichtsein-... ein Apfel, den-man in zwei Hälften schneiden kann. Dir -einen halben Sitz und dir einen halben Sitz, das geht nicht. Da gibt es aber emen Rat. Ihr könnt' beide an der Ostwand.Platz an Platz, sitzen. Das habe ich, Gott sei gelobt,'mit-meinem eigenen Verstand ausgedacht. Wie das machen ist? Da eures Vaters Platz und mettt Platz zwei Plätze nebeneinander find, so setzt euch, chr Brüderchen, auf beide. Plätze, so werdet ihr in aller Gesundheit nebeneinander sitzen und - euch-die-Reihere, ersparen, Aber die Frage: Was werde ich ohne Sitz machen? Ist die Antwort: Mo steht es geschrieben, daß ein Raw oder sonst ein Jstde ausgerechnet, einen eigenen Platz, noch -dazu an der Ost- Wand, im alten, alten Beth-Hamidräsch haben muß? Wozu gehenvwir ins B-eth-Hamidra-sch? Um zu beten. Zu lvem?.Zu Englands LeichtatHlettkmeifterschaften. ) ' Im Juli in Limdvn« — 11 Nationen am Start. Im Juli werden auf dem St amford-Bridgej Platz in London die Leichtathletikmeisterschaften Englands ' ausgetragen werden, die ein internationales SportereighiK ersten Ranges darstellen durften. "Nicht weniger als 11 Na- ' tioncn, unter ihnen Deutschland, O e st erreich, Polen, Ungarn, Italien, Holland, Schweiz, Griechenland, die DKpeinigten Staaten und Neuseeland haben bisher 58 Landes ' meister genannt. Die Ungarn haben zwei britische MeMr- { schäften zu verteidigen und Amerika die Meisterschaft $6«*! 440 Jard Hürdenlausen, die Rilley letztes Jahr gewann. Aus den Vereinen. Bar-Kochba. Heute um 8 Uhr Leituugssitzuna.Zni, Hotel Palast. Dameuhandball: Heute Spielerversaurmlung, - Aufnahme für Anfäitgerinnen. Morgen Training auf dem. Hackinger Westbahn-Platz, Linien 49 und 52 bis Spitz. Hechawer. Tägliche Zusammküufte in Weiß' Milchaarten, Hauvtallce. zwischen dem 2. und kl. Kaffeehaus. — Ping-Pong-Spiel im Freien! Gäste willkommen. Gott! Wo befindet er sich? Nebc-rall! An jedem Ort! Wenn dem so ist, was also hat schon Osten, Westen, Norden, oben, unten oder gar bei'der Tür zu bedeuten! Wem ist das vergleichbar? Einem König, zu.dem in den Palast zlvei Knechte gekommen sind, um etwas zu erbitten. Plötzlich begannen die beiden untereinander vor dem König zu streiten, fuhren einander in die Augen .und in die Bärte und wergaßen, zu wem uns wozu sie gekommen lvarcn. Da hat der König selbstverständlich die.beiden tüchtig empfangen und hinanswerfen lassen. Denn: wollt'-ihr euch an den Bärten reißen, so tut das in aller Behaglichkeit draußen, wieviel es euren Herzen gelüstet. Was kriecht ihr in den Palast des Königs, wenn ihr euch dort nicht zu benehmen wißt. So ist das, Kinderchen. Jetzt geht nach Hause, lebet in Frieden und euer Vater möge dort ein Fürsprecher für euch, für uns und für ganz Israel sein. So lautete das Urteil Rcb Jostfls, und die Versammlung ging auseinander. . Am nächsten Sabbat „kamen die Mevrs und die Schncirs in die Schul und stellten sich zur Tür. Es half kein Bitten; weder durch den Schamines Asriel, noch durch Reh Joses! dem Raw — zur Ostwand wollten sie nicht gehen. Wer nach einem Platz an der- Ostwand im w, - Kaßrilewker Beth-Hamidrasch Verlangen hat, der wende ziel) nach Kaßrilewke an dir Kinder -Reb Schimschens, an Meir oder Schneir — es ist ganz.'gleich: er wird ihn umsonst haben können, denn niemand sitzt dort, Meir nicht und Schneir nicht. Es gibt einen leeren Platz — eine Sünde vor Gott. Ende. <Theater von heute BurstDeater: Der Traum ein Leben Airackemielveater Figaros Hochzeit Burggarlen-Büdner Sommeroper: Bunter Abend Ltflfliropel: Der Troubadour vollrr-per: Schwarzwaldmädel veuiscßer llottrrwestrr: Mrs. Eheneys Ende rdrarer u» ürr llosetttackt: Die Gefangene Rsimunü rvesler Ich Hab' Dich lieb . 8 '/-8 8 '/,8 7*8 Reaalrsaticebü&iie i Das Svrungbett der Liebe -8 modernes theat er.-Senf nt ion tujlspklfheater >. Das Zimmer der Träume 8 ßarltiKafCf (Gastspiel des Aloskauer Theaters Habima): Abschiedsvorstellung. Dybuk 7,8 Chtater an der Wien: Die Zirkusprinzeffin 7,8 Wr. Bürgertdeattr: Der Orlow 7-8 Jotz.-Zttaurr-rdealer: Adieu Mimil 8 Iüittrcve Lüdne» U., Taborstraße 12: Ehrenabend Leop. Jungwirth. BaSJerischulaim 8 RADIO-PROGRAMM Dienstag den 15. Juni. 11.00 Uhrr. VormittagSmusik. 4.15 Uhr: Nachmittagskonzert. Mitwirkend Sängerin Gertrude Rixrier — Strauß: Juristenballtaaze, Walzer — Offenbachr „Die Verlobung bei der Laterne", Ouvertüre — Squire: Schlummerlied — Aletter: Großmütterchen, Menuelt — Donizetti r Lucia di Lammermoor, Phantasie — Fohrirger: Mädel, verlieb' dich! — Jäger: Bon: Kahlenberg - Trauner: Aus der Stadt der Lied er, Potpourri — Fall:. Studeutenliebe, Walzer — Biwu: Schön ist die Lilli!, Tanzlied. .'>.t.0Uhr: Stunde derFrau. Wohnungspflege.Fanny Freund-Markus. 0.25 Uhr: Das Stamulbuch, ein kulturhistorisches Dokument. Dr. H. Gerstinger. 7.10 Uhr: Französischer Sprachkurs. 7.40 Uhr: EnglischerSprachkurs für Vorgeschrittene. 8.15 Uhr: Schuberts Variationen über eigene Lieder. Franz Schube, t: „Trockene Blumen", „Der Tod und das Mädchen", «Der Wanderer", „Set mir gegrüßt", „Die Forelle", Klavierqnintet'. Xöd«ILÄ« balm Westbahnor XV. Mariahilfersir. ««A Telephon Nr. so-o-ov »eM em Schlafzimmer, licht oder dunkel, 2 »äste». L Beilen, 2 Nachlk,, l Tijch. 4 Sessel, 2 Einsätze sami Matratzen S 280.—. Grobe Auswahl in Speise- S'mmern. KEchen, Divanen, ttomanen. Einsätze», Malra« zeir Auch einzeln abzugebrn. . Bei Berufung auda» Blatt > Prozentsatz. < Schuejüerwerkftälte mit elektrischem Betrieb, drei große Räume vollkommen eingerichtet, zu vera-be«. Znschrifteu unter ,,V. 8JW«ro die Adm. des Biqtteö. ,?S0 DüchUge Wetßnüheri» sucht Arbeit für i«. und «her Hau». Sr fl Zuschriften unter «Fleißig u,U> tüchtig 87-2^' an ri«Adm. de» Blattes., mz I —CENTRAL-KINO-n II., Taborsfrasse 8 . \ Tel Nr. 42-IM1 Heute und täglich' - Erst- und Alleinan/fuhrung des großen Sexualfilms und das übrige, Schlagerprogramm Beginn: und 3/,9 Uhr Wlrkwaren«Fabrik Wien, VIII., Pfeilgasse Nr. 9 (Seitengasse der ilwchengasse) r«2 Telephon 2S-0-12 ' Erzeugung von Raschelaloffen und Seidentrikots zu bi liigste n Preisen Die aeMunddreißigste ordenilicbe Generaloersammlun^ der Aktionäre der M ercurbank findet ain 30.Juni 1026, U Uhr vormittags, im Anstaltsgebäude, Wien, I-Wollzeile 1, statt. ■'! TAGESORDNUNG: 1. Bericht des Verwaltungsrates über die pro 1. jäliner 1025 aufgesfqflte QylckerSlknungsbllanr und die Umstellung ds8 Akkienkapitalea. 3. öesckluülsssung über die Oenekmigung der Golderöffnuugsbilanz und der Umstellung des Aktienkapitals. 3. Beschlußfassung über Aenderung der Statuten (insbesondere §§ 6, 7, 8.12, 21 — 88 6, 7, L, 17, 38 der revidierten Fassung) und Formulorien und über die dem Vervaitungsrate in Verbindung mit diesen Beschjüssen zii erteilenden Vollmachten. 4. Bericht des Verwaltungsrates und Vortage des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1925. ‘\ 5. Bericht der Revisoren und Beschlußfassung über die Anträge derselben. ». Beschlußfassung über die Verwendung des Reinerträgnisses des Jahres 1925. 7. Wahlen in den Verwaltungsrat. 8. Wahl der Revisoren. Die stimmberechtigten Aktionäre, welche an dieser Generalversemtolung teilzunehmen wünschen, werden eingeladen, ihre Aktien in Gemäßheit des § 21 (revidierte Fassung 8 38) der Statuten bei der Liquidalur der Mercurbank in Wien, I., Wollzeile 1, oder bei den übrigen hierfür bestimmten Anmeldestellen spätestens bis inklusive Dienstag den 22. Juni d. J. zu deponieren. Wien, atn 15. Juni 1926. DER VERWALTUNG*RAT. iWachdruelc wird nicht-honoriert) > Brillante« Farbsteine jeder Preis Kaufe Posteu in jeder Höhe per sofortige Kassa' * SS26 M. GÜTTMANN I., ORAQBN 2«a Eingsn!» naben üiaben-CjalC lim 1 Klaviere 1 1 Unterrichi | Bernhard Kohn HimmelpVortg. 30 Klaviere Harmonium» Oromntophotio I Autiw imü MsternSfahneHuie RUHPLKO *oe 0V« vanyeSlchulta» geuehWtßi Filiale:Vl..«^°htt«erstr. 49, Telephon 41-Zi Petzans« ^tr Profprhk j mim "w ne« er Kurse t« «lle« Sprachen ' : in de»- yoetttz School mim*!. Nr. 10. ($lmtln*tcnlti)t jederzeit. Vm& U m»k «Wsch. Konzessioniertes i XIII.f Perbzingerstrasse 97 Haitestelle der Strassenbahn: 57, 58, 59 und Stadtbahn »Hietzinger-Brücke“ Fachgemässe, individuelle - Leitung, 'Aufsicht, Erziehung, rituelle Verpflegung, Familienanschluss. Aufnahme sehr beschränkt. Alle _ staatlichen Mitteischultypen in nftdrster HÄe. ß^as Geheimnis unseres ErfolgeSr Eine Sunde empfiehlt die andere.? 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