Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2591 (11.5.1926)
- Date
- 1926-05-11
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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AI«, SfettStog 95T«fW WwtKWldfuw« 11 Mo! 1996 «t. 2591 SPElMWev. small. Siil' tHfaiadfell JrAfll 900110 M AUttNO. (BSm 99.1h an>-- uia - n~t * f IRR XWMpnwi WUl nvct Hw «fit TPK». ^auqchem über ein Rew-VoÄer S »^JeSvi^h Mornrng Journal"': Bis 2 Uhr war ein leichter Regen niedergsgangen. Um viertel 3 Uhr betrat die Mannschaft der Hakoah in ihrer blauweißen Dreß das Spielfeld. Das Orchester des jüdischen Waisenhauses von Brooklyn stimmte einen Bearützungstusch an. Die Hakoahner nehmen vor der Lope des veLannten Philauchrophen Nathan Strauß, der mit seiner Gemahlin erschienen war, Ausstellung und Dr. Valentin Rosenseld halt eine kurze Begrüßungsansprache. Die MufA spielt die a m e rik.au ischeLymue, dann die T i kw a h. Der Äterreichische Konsul Dr. Schmidt begrüßt die Wiener. Das Publikum —- es waren wegen des regnerischen Wetters nur an 30.000 Zuschauer erschienen — zeichnet die Gaste durch Händeklatschen aus. Run kommt das Team des New-Uorker Fu ßbaHverba ndes, das aus den besten Spielern der Stadt zusannnengestevt war. in gelb^blauer Dreß aufs Feld. We Mannschaften tauschen Föhnen aus, Photographen treten in Mtion, die Teams werben einzeln und zusammen ausgenommen. mit den Wienern werden Mac Kay, Dizebüvger- Meister von New-Aork und der bekannte Boxerchampion Benny Leonard photographiert. Das Spiel beginnt, um es gleich zu sagen: Es war ein herrlicher, wohwerdieuter Sieg der jüdischen Spieler. Hakotah hat gezeigt, daß sie nicht umsonst der Fußballchampion von Oesterreich ist, Sottt Start weg greifen die Hakoahner an und können ihre Offensive dauernd gestalten. Obwohl die Gäste sich-durchwegs in -er Hälfte der New-DoÄer b^vegen, vechindert die sehr gut arbeitende heimische Verteidigung einen Whlbaren Erfolg der Hakoahner, die sich drei bis vier ausgesprochene Gelegenheiten herausarbeiten konnten. Trotz des rutschigen Bodens wird beiderseits ein schnelles, flottes Spiel vorgefiihrt. Die Hakoahner zeigen in bezug auf Kombination eine vollendete Meisterschaft. So schön und technisch vollkommen hat Rrrw-Aork noch nicht Fußballspielen gesehen. Dies ist der Eindruck der begeisterten Zuschauer schon nach der ersten Hälfte, obwohl sie den Gästen keinen Treffer brachte. So waren die ersten 45 Minuten schon ein moralisch-künstlerischer Sieg. Die zweite Hälfte brachte der Hakoah den Sieg selbst, und zwar in dem imposanten Ausmaße von 4:0. In der 5. Minute nach Wiederbeginn fällt das erste Tor. Einen Bombenschuß Häuslers kann der Tormann mit Mühe und Not noch halten, aber der rasch hinzueilende m Chance. Ungeheurer Applaus ertönt m Pologvounds. Die nächsten zwei Tore fallen innerhalb drei Minuten dürch Häusler und G r ü n w a l d. Dre New- Dorier sind zuerst fassungslos, raffen sich aber daun auf und kämpfen wie die Löwen. Nun bekommt Hakoahs Bevteidigunig hart« Arbeit. Das großartige KopWrel der Hakoah-Hintermanuschaft kommt nun zur Geltung, allen voran ist es Gold, der die meisten Angriff« der New-Oorker abwehrt. Was bis zu Fabian kommt, wehrt dieser sicher ab. Zn letz: komm» wieder HM-ah.auf und bedrängt heftig. Ein viert er! Treffer, durch Wort mann erzielt, ist das Ergobnks der Angriffe. Bald darauf endete dieses denkwürdige Match, bei dem zum erste» Male ln der Geschichte die jüdische Fahne über den Pologrounds schwebte und sich so ehrenvoll hielt. Hakoah spielte in folgen-, der Aufstellung: Fabian; Pollak, Gold; Heß, Drucker. Menhofer; Neuseld. Hausier. Wortmann, Grunwaid, Schwarz. Nach der Pause wurde Heß, der sich nicht wohl Mtte> durch Gutt-. r'ann abgelöst. Mttfthes Team (Wien)—Buvgerrlmri». Donnerstag ms dem Hakoah-Platz. .. Für diesen am 13. d. um 4 Uhr auf dem Haivah-Pkatz stattsindcndeu Ausmah'lattrpf zwischen einem Wiener judichm Team und oa burgenländischen Auswahlmannschaft zeigt sich bereits großes Interesse. Die Auswahlelf Burgenlands ist aus sehr starten Vereinen zusammengesetzt, deren Können das der preituassigen Wiener Professionalvereine erreichen dürste. Für diesen Kampf hat sich der bekannte Schiedsrichter Werner, der am letzten Sonntag das Meisterschaftsspiel Amateure—Rapid leitete, kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Wiener Team, das vor kurzer Zeit me jüdisch« Auswcchlmannschaft der Tscheche slowakei 3:2 besiegte, tritt gegen Burgenland in verstärkter Aufstellung an. Das Vorspiel wird ein jiwiisches Amateurteam gegen eine kombinierte Hakoah-Marmschaft bestreiten. Mit Rücksicht auf den Propa-Mncauveck wurden niedrige Eintrittspreise festa-ieht. Für die dem jüdischen Sportverbande angchörenden Vereine bestcht am 13. d. cck 12 Uhr mittags Spielverbot. Hockey. V. f. B.—Hakoah Irv (1:0). Das Wettspiel zwischen dem bisherigen Meister Hykoah un>d dem kommenden Meiste: B. s. B. ging mit der knappsten Differenz für den jüdischen Verein verloren.'-Wer dem Wettspiel beiwohnte, mußte erkennen, -daß in her Hakoah-iMannschaft nicht mehr der richtige Geist herrscht. Gegen V. f. B. gaben die Mau-? Meißen bisher, immer das Beste; denn dieser assimilatorische Verein forderte den Kampfgeist der jüdischen Mannschaft aus zwei Gründen heraus: erstens des Sportes wegen und zweitens, um zu beweisen, daß Juden unter, sich hervorragende Wörtliche Gesamtwirlungen erzielen können. Diesmal war es anders/Der V. f. B., der die zwei Punkte zur Erlangung des Meistertitels dringend brauchte, spielte weitaus ruhiger als die Hakoah. Dabei spielt die Mannschaft jetzt besseres Hockey als im vorigen. Jahre, .in dem sie die Meisterschaft macht«. Heber die einzelnen Spieler wäre Folgendes zu sagen: Max im Tor war «lt; der Treffer nach einem Corner von Massarik, volley eingeschossen, war nicht «u halten. Die Verteidigung arbeitete brav, nur macht Lanpesmami hie und da Mätzchen, die einmal fast ein Tor eingetragen hätten. Wald als Mittelläufer und Cavin als Seltenhalf entsprachen. Weinmann benötigt dringend Training. Im Sturm war Noumann ans falschem Posten, Weigler wäre sicher bester gewesen. Dr. Kurtzmann, Rosenfeld, Ing, Noffig schwächer als sonst. Diamond leistet mehr, als in ihm steckt. Im Ue&tigeu benahm sich die Mannschaft viel zu nervös und lärmend. Der berei:s gemeldete Vorfall gegen Schluß des Wettspieles, B. Rosenseld einen Schlag in den Unter- ' munenbrach, war leysport. * Meistevschaftsanwärter, Lehrer, gegen International cur, doch wurde er 4:3 geschlagen, so daß V. s. B. kaum mehr ernzichoLen sein dürfte/ Hakoah (Sektion Brigittenau Klubhe-rm. 1. Bez., WiMin Veranstaltung eines- Garten grttenau). Heute um 8 inaerstrahe 24^6 nMes. Gäste wt 8 abends Än *äu, ^konttteefrtzuirg zftve^ks wrMmmmn! Fechte». Dauren-Fechttnrmor um die DamemMsterfchiast da» Oesterreich im Florettsechten. Im Festsaale des Schwavzenbergkafinos, .1. Bez., Schwarzenbergplatz 1, findet Freitag den 14. d. um 3 Uhr nachmittags das 3. Damen-Fechtturnier um die Damen- Chaloupova (Fechtsaal Werbnrr), der Lochter des hresiaen tschechoslowakischen Militärattache es .Herrn Oberstleutnant Chaloupa, verteidig:. _ Schwimme». Jüdischer Amateurklub. Heute Schwimmen' von halb 8 bK 9 Uhr, Deatrixbad. Sitzung Mittwoch um 9 Uhr, Cafe Umversale, 7. Bez.. Burggaste 30. Hakoah (Schwimmsettion). Heute von halb 7 bis HM Ä Uhr Schvmmrtraining GamilienbaD). Aus den Vereine«. Bar-Kochba. Heute um 8 Uhr abends Borstandsfitzung im Hotel Palast. Heute Pmg-Pong-Durnier' der ersten Mannschaft. Jeden Tag außer Damstag und Sonntag Traimng. Dcmren- Pfingsten mit Schiff nach Bratislava. Anmsldunigen täglich Än Sekretariat. Fußball: Donnerstag um 8 Uhr abends Äpreler- .Versammlung. Aufftelluug -für Sonntag gegen: Svevige mit zwei Mannschaften. I. S. V. Makkabi. Heute ab 4 Uhr Fußballtrainäng aus dem Elektra-Platz. Au erreichen mit >dem Ä-Waaen bis Endstation'ÄusstellungMra^e. Mabenvische Sektion: Pina-Pong: Ab O Uhr Training. Fußball: Tvammg ab 4 Uhr wie oben. 'Theater von heute Z B»rglheatcr: Wenn der jnnge Wein blüht V,8 Wrsckemietherter' Veranstaltung der Hochschule 7 Sfaatsoper: D e Zauberflöte 7 Keck v»1e»rr»i r (Vorstellung des Sängerknabenkonviktes der ehem. Ho bürgkapelle) Bastien und Bastienne — Chorvorträg"e . vottrroper: Halka ve»trcdrr voillrtdesttr-. Meusch und Ueöermensch rderter i» der üostfstadt : Die guten Freunde KiU««»ü-rbesrer .Ich Hab' Dick lieb . . j . Ke»airrs«eed«d»e r Das Sprungbett der Liebe - modernes tfte'ater Urwald C»sts»ieltl>eafer: Rund um die Niese rve»ter »» der wie»: Die Ztrkusprinzestin lvr. LörgeNbester: Journal der Liebe 3ob«'$traHsS'tbeater? Die spanische Nachtigall' 7,8 Jüdischer Künstlertradareit (Cafe Astor). ll., Praterstraße 60: Bankrott . . 7.9 Jüdircde Blftae» ll.. Tadorsiraße 12: Zurück zu. Gott. . : 8 7,8 7-8 8 7-8 7-8 7.8 7.8 7.8 y*i 7,8 Kinoprogramme von heute: Rotenturm-Kino (1. Bez.. Fleischmarkt 1): Bon jonr Parts ’ 4, */<6. V«8, 9 Centrcu-Kinp (2. Bez., Taborstraße 8): Seine Söhne 7.6. 7.8, 7.9 D»»»»»^»füra»Äläud«8o«fi»r» IVdIITC JU wesen Hum, auch «old. Silber und Platin. Zahle höchste Prelle I Grobes Lager in Juwelen« Perlen. Umtausch kulantest. Biktor BlümelS Nachf.« Wien, 1. Bezirk, Setlergasse^LS. Televdon 7s-S»so. 121 Wie»,Fleischmarkt 1 Tel. 79-1-59 Von heute bis 13. Mai GROSSE REVUE und das äbrige Schlagcrprogramm Beginn der Vorstellyneen: 4, *i»6, V-8, 9 Hegleitmusik einer erstklassigen Kfinatlerkapelle -CENTRAL-KINO— II., Taborstrasse 8 Tel. Nr. 42-3-41 Von heute bis 13. Mai Seine Söhne modernes'Sittenbild In 8 Akten mit > Rudolf Schildkraut und das übrige Schlagerprogramm Beginn: */*6, 'Jt8 und #/49 Uhr BadReidienhall Restaurant u. Pension TO J. Hermann TO Geöffoet ab 12. 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