Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2585 (5.5.1926)
- Date
- 1926-05-05
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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ML WMG, ÄkNMUM 1! m. m Hakoah in Amerika. Das 2:Ä-GMl in Providenee. New«Nsrk, 4. Mai. Das sonntägige Spiel der Mannschaft von Providenee gegen die Wiener Hakoah wurde seitens der Amerikaner im reinsten Rugbystil geführt. Eine derartige Gangart, in der Bruta 4 itäten nur so an der Tagesordnung tvaren, ist auf dem europäischen Kontinent unmöglich. Kein Wunder, daß die Hakoahner, die wiederum ihr technisch und taktisch hochstehendes Spiel vorführten, sich in Situationen befanden, die mit Fußball schon sehr wenig zu tun haben. Zeiüveise herrschte ein derart wüstes Durcheinander, daß der schöne Fußballsport dadurch gang in den Hintergrund rückte. Der S ch i e d s'r i ch i e r sah dem rücksichtslosen Treiben der amerikanischen Spieler zumeist untätig zu. Es ereigneten sich auch zahlreiche Zwischenfälle. Bor der Pause wurde Guttmann ausgeschlossen, er durfte dann aber wieder weiterspielen. Schön seid, der einen sehr guten Tag hatte, wurde am Kopf verletzt, konnte sich jedoch später wieder erholen. Neu seid, der sich mit Todesverachtung in den Kampf stürzte und eine wunderbare Leistung fd*uf, erhielt von dem Amerikaner Nelson einen Boxhieb. Nelson wurde daraufhin ausgeschlossen. Die Leistung der Hakoah, die zur Pause mit einem Treffer im Nachteil war, gewinnt unter diesen Umständen an Bedeutung. Allerdings ist das Ergebnis vor allem dem großartig spielenden Tormann Fabian zu verdanken. Aus Dr. Felix' Neisetagebuch. (Verspätet eingelangt.) An Bord der ^Berengar i a". Beim Wettspiel in Paris gab es viele Juden aus dem Pariser Judenviertel, denen vor dem Spiel die Ansangsgründe des Fußballes erklärt werden mußten, da sie nicht wegen des Sportes, sondern wogen der Hakoah gekommen waren. Zum BuHalostadion war ein Stellwagensondervevkehr ainaerichtet worden. Der W. A. C., der anwesend war, begrüßte unsere Mannschaft mit dem Sportgruß von der Triibüne aus. Hugo Meis l war ausgeregt wie bei einem Länderspiel, hat sich rie>ig mir benommen und uns gute Dienste geleistet. Die Beleuchtung des Platzes durch 78 staÄe Bogenlampen war £Ut; Nur die einzelnen Details der Mionen mit dem, Ball waren' schwer auszunehmen, daher das eigenartige Torverhältnis, da Favian vor den: Schuß nie auch nur annähernd die Richtung erraten konnte. Beim DrWbliny irritierte der Schatten, besonders wenn der Spieker gerade unter der Lampe stand. ^Hobe Bälle für den bei Klärung durch Korner , oder In Paris existiert Ha' Makkabii seit sechs Monaten. zu Tormann, idt drei Jahren und den Trainer brauchen, sind aber finanziell nicht gut 'fundiert. Slm Abend Besuch mit den Spielern auf Montmartre, wurden von vielen Juden erkannt und begrüßt. Einer hatte die „Wiener Morgenzeitung" bei sich. uiH war Mer unseren Stand -in der Ms'isterischaft schr gutorientiert, kannte uns alle beim Namen. Heß ist bereits Freitag früh nach Cherbourg gefahren, um am Sabbat nicht zu reisen. Mit Mannschaft Freitag nachmittags in Bersaille (Jause), abends Revue. ' Samstag früh Zlbreife nach Cherbourg, lehr lustig. P.iß- und Gopäckskoutrolle schr angenehm, ärztliche Bisttierung unterblieb, da ich Arzt bin. Auf „Berrngaria" «lt unter-gchracht, Essen vorgügiiich und reichlich. Kamt selbst von Schwarz nicht belvaltigt werden. Fleißig Karten gespielt. Gold bereits zum dritten Male stier, verlangt Vorschuß aus Aitstralienreisc. Guttmann philosophisch angehancht, führt Selbstgespräche und gibt Bovdredakteuren JntervUeav über seine Tätigkeit bei der Olympiade. An Schön-seld .wurde ,-feierliche Aufnahme in Maunschast" vollzogen, mußte Räuchert abischwören. Feierliche GerichtsMiilg, Vorsitzender NeufeD, Rechtsanwalt: Nosenfeld Verteidiger, Weg »er Gerichtsviener ii»d „.Henker". Urteil: 20 leichte Hiebe auf Reversseite. Bei Exekution großer Andrang des „Publikums". An Bord die ersten „Leichen", stacker Le-ichenaeruch. Ich selbst bin wohl, doch graut mir vor der Götter Neide. Nachmittags Schwimmbad für Mannschaft, vorher Training, Boxtrainer vorhanden. Mittag, wie alle Mahlzeiten, hervorragend und viel. Nach Tisch Schläfchen auf Teck bei Sonnenschein. Einzelne ,Meckspiele" lverden arrangiert, besonders beliebt .,21" und Preference. Einsätze in sranzchrschen Franken, österreichischen Schillingen und Dollar, soweit vorhanden. Wir haben unsere blaue,! Mützen angelegt, a la Uruguay. Mannschaft ^beschäftigt mit Rrngwerseu, Kastenpolo und Bordtennis. Ilm 4 Ubr wird Fußball auMblafen und ein wenig im Kreise getüpfelt und gepaßt. Mer den Ball ins Meer wirft durch, zu starken Stoß, muß, 25 Schilling bezahlen. Grünwäld Unglücks- Vogel. Biele Zuschauer. „Gitschi" geht nach dem Training mit Teller in der Hand absammeln, > wird durch Uiworsicht-igt des Mcaner 1 zerbrochen, darauf alle Kibitze: „Mascltow". Bei Balltratuing wirft Grünwald Fußball in eine Gruppe Schachspieler mitten auf das Brett. Großes Halloh..Jause auf Deck. er sich in Floridsdorf tvohler .gesU)lt Hab: als aus „Berenaavia^ und schwärmt von Reisen nach Subotica und Grammatneusicdel. Bogelfanger ..klärt", warum "Schiff nicht auf Schienen. Grünivald mit Schiss, insbesond'ere Kost einverstanden, bchauptet aber, daß es noch schöner Ware, wenn Schiss nicht fahren würde. Will 25 Schilling für den Wer Bord gegangenen Fußball bereinbringen und schling heute abends Freßrekord, Unter anderem: vicrmal> Eis und drei Achsel, eine halbe saure Gurke. Kann ebenfalls nicht gut enden. Med i kamen'.entasten vorbereitet. Das Schwinmibad: pompejanischer Stil; im Parterre Massageräume, Dampfbad, Hohensonne, Heißluftkammerii. Dr. Roienfeld will Bad für SchwimmMion in Koffer packen. ' Halbe Mannschaft krank, Grünfeld Todesgedanlken, wird aber : von-Schwarz nicht zu-grlassen, da nach keine Diäten bezahlt sind. Gestern bis abends äußerst stüvmifcke See, großer Wellen« gang, daher schwach besetzte Tische «nö aut belegte Kabinen 8» „Praktikautentisch" erscheint als Reprälientant nur Wegner L. anscheinend um die standeschre zu retten. Bei Schtvarz wirb angenommen, baß sein Magen aus Blech sek, da w'iderstvndSWtg. Trotz hohenk Wellengang Standarchkartenpariie- Nenfeld-Guttmaitn--Lchworz-GoD. Gold bereits total stier und stark ver. schuldet. Heute nachmittags findet bereits erste GMtbÜewersammluilg statt, Dr. RosenieD ist Masseverwalter. Antrag 40 Prozent, zahlbar nach Rückkehr aus Amerika in 18 Monatsraten. Garantie GrünfeD. Gold muß Offenbarungseid leisten. Scheuer isthente ans Deck erschienen, unrasiert und schlecht auö- - —. bringen 'ließen: 3 Mahe-heringe. Mi mal Eis, 5 Aepsel, 3 Portionen Käse, -siveiiinal Kornpott — herrte früh Intervention durch Reiseapotheke. Wetter momentan ausgcheiterl und sonnig, Jungens sonnen sich aus Deck wie Eidechsen. Praktikantenkarbenpartie in Bildung. Für kranken önititfcfö weMn täglich BittaotteMenste abgehalten. Werden ^eute nachmittags für Bordzeitung photographiert, morgen erscheint großer Artikel, über Hakoah. Mends ist wieder ein Konzert angesagt. Der Fifa-Kongreß. Es bleibt alles beim alten.' Der Abschluß des Fifa-Kougresses in Rom brachte in der wichtigsten Frage, im Problvur des Amateilrismu8, wiederuiit kein: endgültige Entscheidung. MevinalS wurde ein Mittcliveg betrete», so daß weder die Gruppe England iiiitd Hugo Meisl noch auch der sehr weitgehende französische Amateursiandpunkt durchdrang. Es wurde ein Antrag der Schweizer mit zwölf zu, acht Stimmen angenommen, wonach jeder Spieler int Jahr ‘einen B e rd i e nsten t gana von 14 Tagen ersetzt bekommen darf. Mit diesem Beschluß ist natürlich dem Scheinamateurismus wieder Tür und Tor geöfsnet. Die Satzungsänderungen wurdett glatt angenonnnen. Das Berhältnis Deutschlands zu den Prosesponalverbänden, deren Mannschasien in Dentschland zu Spielen nicht zngelassen werden, soll ein Schiedsgericht bereinigen. Jedem Laude bleibt jedoch der Rekurs an die Fifa offen. Der Antrag ans Ausschaltung der politischen Beibände tvurde dahin nrodifiziert, daß n»lr ausgesprochen politische Organisationen der Fffa nicht angchören dürfen, ivodurch den: O e st e r r e i ch i s ch e n F u ß b a l l b u n d der Verbleib in der Fifa weiter ermöglicht wurde. Da der Engländer Pickford erklärte, die auf ihn entfallende Wahl als Präsident nicht annehmen zu lvollen, wurde der Fvaltzose Rim et abermals zum Präsiden'en gewählt. Der Holländer Hirschmann wurde, in seiner Eigenschaft als Fifä-Sekretär belassen. Der nächstjährige Kongreß findet in H e lsingfors statt. _ - Vienna—F. A. C. Dieses Cupsemisinalematch findet heute auz dem W.A. C.-Platze statt. Hakoah (Sektion Brigittenau). Morgen, 8 lU)r abends, Zusammenkunft int, Cafe Neptun, 20. Bez., Ga-ußplatz. Gäste willkommen! ch geger gestern beendet. Oesterreich siegte 11:2. Zwei Spiele fielen aus. Der Rumäne Alexander Roman xog sich eine Schnenzerrung zu. 'Theater von heute ——«M Lufgwerler r Louis Ferdinand Prinz von Preußen 7 HkadeiDictbeater: Sie verhängnisvolle Frau V«8 $taat$oper: Mignon ' 7 ÜOlkfOper: Fra Diavolo V,8 veutrcver Uolktlbenter» Mensch und Uebermensch 8 Cbeater fM tUr ÜOfeTstaat i Ihr kleiner Freund l/aS RaltBBBfl-Cbcater Ich Hab' Dich lieb . . i V>8 Keaaissancebiibne: Heimliche Brautfahrt - Moderner idealer: Die Büchse der Pandora Eiistipieltbeatcr t Rund um die Riese Cbeater aa der Uiie>: Die Zirkusprinzessin */*8 Ulr. BöraerlDeaUr: Journal der Liebe v,8 üov.-rttaurr-rdeattr r Die spanische Nachtigall '/,8 llo»acber-0pereite»tdeater: Die Teresma * */*8 3Qdi$cbe$ Hünstlerkatarett (Cafs Astor). II., Praterstraße 80: Mojsche Telebendig llfi tödliche Bühne, li, Taborsttaße 12t Far der Chasyne 8 V.8 Kinoprogramme von heute: Rotenturm-Kino (1. Bez Die Ratte von Paris Centrai-Kino (2. Bez. Das alte Ballhaus Fleischmarkt 1): 4, */A v.8. 9 Taborstrabe 8): •/.«, l/.8# 7.9 Ocularlum Wien, l. Kärntnerstr, 39 Eingang Annagaaae 1, Tal. 77043 Untersuchung der Augen und Verordnung passender Augengl&ser täglich von 9 bis 6 Uhr abends kostenlos unter der Leitung des Augenarztes Herrn Dr. PoborskJ sst» Als Werkfilhrer •Inor BUrsttnwar«nftkrlk sucht Stelle langjähriger Leiter von Fabriken zur Erzeugung vyn RoeeJtsar u. Kubbaar, welcher mit allen Erzeugung«' raetboden vom rohen Zustande bis zum doppelt gezogenen Igr BSrstenbinder-Webzwecke bestens vertraut ist und schon viele.Betriebe mit grösstem Erfolg ein gerichtet und geleitet hat, Bewerber hat Auiis pass und‘kann die Steile in zwei Monaten anl Kefarasaan ands- .. .. . , nntreten. und Nlhares durch die Mau d. Bl, 013 Schicke Schuhe nur bei SCHUH DORN Wien, 11. 7 dborstraße Nr* 8 a Auserlesene Neuheiten in Frühjahrsmodellen Alleinverkauf von BALLy- Schuhen im 2. 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Waldmüller, Zewy, Msgnasco, Jan Weenix, Lasso Ferrato, J. Duck etq. Uerstslgerung &.sÄd"»i morgen Donnerstag den 6. Mai und die darauffolgenden Tage, Täglich ab 3. Uhr. fliiootnllimn daselbst nur noch heute Mittwoch den ntlooieltaliy s Mai 1926 von 9'bis'5 Uhr, Albert Warntir beeid, Sachverstindiger Wien, I, AuguetinerstraOe 8 C. J. Wawra (Alfreid Wawra) beeid. Sachveiständigcr Wien, III. LothrlngarstraBe 14 OLIAlin.Ig dastehendeunUbortnoffono Weltmarke, naehwolsbar vollste Garantie für Jodes Stück. Preislisten gratis i OILB-Oumraizentralfi Wlen,II/uPraterstr.67 NÄHMASCHINEN FAHRRXDER1928 pueh geigen ST H PICK IX., Ueehfonatieiiuib'aaaa Nr. 27 IV., Wledit, HRuntetr. 8. Alleinverkauf dar „VllctQr|a"-Motorridar Weiße Tennis-Atrümpfe Jakob Gelles, Rotgassei (Ankerhof) ' 4 Herausgeber u. Eigentümern Hüd. Zeitungs» u. Berlagsges. in. b. H., Wien.' 2. Bez., Tabor« straße 1—3. Berantwortl. Redakteur: Jakob Krausz, Wien, 19. Bez., Brechergasse S. — Druckerei» und BerlagS»A.«G. Hg. Steinmann, 09155 3^56^4002718