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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-26 · Heft 2577 (26.4.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2577 (26.4.1926)
Date
1926-04-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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gmmtfdfcftifpitie. tpmt_Yakimh timt*. 6tl (StO). Da- Nesallat entspricht nicht ffan; dem Krästevethältnis. Hakooh halt« da- Deck, Rosenbaum durch eine Verletzung zu verlieren. Der W. 8. T. stellte «ine lehr starke Mannschaft. Bei Hakooh gefielen Bevson, Katz und K-ßlcr. 1000 Zuschauer. D. n. E.: Fergl; Wolschke, Tchneefuß; Hausner, Eder, Hudcc; Kochesser, Kain;, Kirchner, Breflany, Huber. — Ha ko ah: Beet; Berson, Keller: .KoHr, Rosenbaum, HöroschofSky; Schwanz 2, Grünst!-, KeMer. Kuß, Katz . BrWttenemer A. C.—Oportklitb 3:1 (2:1)* Brigtttenmter-Platz. 1600 Zuschauer. Schiedsrichter Schlosser. Brigitten au er A. T.: Köhler; GSrnet, Grohmann; Jarofch, Haydn, Ruhittel; Graf (Stmrek), Serek, Weidlinger, Becera, Nikolai. Sportklub: Pr^ichotzky; Beer, Pommer; Lang, Mika, Diebermann; Ehwatal, Bauer, Höh, Pillwein, Strnav. Unter der Leitung de» alten Internationalen Im« Schlosser brachten gestern der Brigittenauer A. T. und der Sportklub ein Freundschaftsspiel zur Austragung, daS einen überaus fairen Charakter ttug. Die Brigittenauer setzten ihr« Serie, an Erfolgen gegenüber den erstklassigen Vereinen fort und erreichten auch diesmal einen vollkommen verdienten Sieg. Der erste Treffer fiel in der A. Minute durch einen Prachtschuß Höß'. In der 26. Minute gleicht Serok mit Kopfgoal aus. Die 3. Minute bringt den Brigittenauern das zweite Tor durch Weidlinger. In der zweiten Halft« sind die Brigittenauer stark überlegen und Przichotzky, der nebst Mika ein Lichtpunkt der Tornbacher war, hatte einige Maile Glück. In der 34. Minute gelang eS Derera durch einen Bolleytrefstr daS Endresultat herzustellen. Häkoah-Jungmannschast—W. A. L-Jungmannschaft 1:1; pako ah-Jung Mannschaft 2 — W. A. C.-Junamannschaft 2 1:1; Haro ah-Amateur man nnscha ft gegen Zi'vn 5:1; Hako»ckh- Schül«rmannschaft gegen Z i o n 2 4:8. ' ' Hertha schlug gestern in einem FreuMchastsßM den Favoriten er A. C. 5:0 (2:0). . Wacker siegt« gestern in Bratislava gegen ein kombiniertes Team 4:1. Ser Hausarzt. Rad-giert von Dr. Sanel Beer. Die Tvichrnenkrankheit. Trotz amÄicher Mitteilung, daß in Wien derzeit keine Trichinosefälle zu verzeichnen sind, scheint doch eine gewisse Beunruhigung in der Bevölkerung Platz gegriffen zu haben. Denn m Dien wird im allgemeinen viel Schweinefleisch und aus diesem erzeugte Wurstsorten verzchrt, und es bestcht daher tatsächlich die Möglichkeit der Erkrankung an Trichinose, auch wenn alles zum Genuß bestimmt«' Fleisch einer sorgfältigen Untersuchung unterzögen wirb. Der Fleischbeschauer untersucht im allgemeinen nur Teile der hauptsächlich befallenen Misteln unter dem Mikroskop und kann, da mehrere Stichproben bei jedem geschlachteten Tiere vorgeschrieben sind,, das stark trichinöse Aeisch vom Genuß ausschließen. Trotz Lester Fleischbeschau erübrigt sich di« persönliche Prophylaxe nicht, dist darin besteht, daß. Schweinefleisch nur in gut durchgebratenem Zustande, Schinken nur. in gut gekochtem oder genügend geräuchertem Zustande genossen werden. Beim Braten geschicht es oft, daß die inneren Teile nicht von den hohen Hitzegraden erwärmt werden, die zur Abtötung der eingokapsetten Trichinen, notwendig sind. Auch die jetzt Übliche rasche Räucherung, die durch chemische Mittel herbeigeführt wird und nicht mehr nach Ver Art, daß. das Fleisch wochenlang in dem Rauchfang hängt, scheint 'mit eine Ursache für die JnftkftonSmöglichkert zu sein. Vielleicht ist/doch auch eine gewisse mangelhafte Kontrolle der verschiedenen ausländisches Sendungen, besonders der amerikanischer Herkunft, mit schuld. Jedenfalls stcht es bei der Trichinenkrankheit anders als bei den anderen bekannten Infektionskrankheiten^ wo eine Uebertragung von Mensch zu Mensch stattfinvet, und ein Selbstschutz fast unmöglich ist. Gegen diese Krankheit kann' sich jedermann schützen, sei es, daß er überhaupt den Genuß von Wiener Mykaernettunst Anmteure—M. L. ZI. 2:2 (1:1). Die Wiener, die gezwungen waren, auf Tandler, Kalman K o n r a b und Blizenetz zr verzichten, verloren nach zehn Minuten auch Wanicek durch eine Verletzung, den Schofzik nicht besonders vertreten konnte. Geyer, der als Verteidiger spielte, verschuldete ein Eigentor und war auch beim zweiten Tröster des M. T. K. beteiligt. Bei Sen. Ungarn gefielen Rebra. Molnar und Braun. Die Tore für Amateure schossen Sindelar und Cutti. zraakreich schlägt Schwell. Sin« große Länderkampfllberraschnng. Paris. DaS Länderspiel Frankreich gegen Schweiz endete heute mit einer große« Ueberraschung, da eß Frankreich gelang, einen sicheren 1:0 (1: o)-Sieg ,u erringe«. SS ist dies der dritte Sieg in einer Reihenfolge, da Frankreich vor einer Woche Portngai und vor zwei Wochen Belgien besiegte. Das Spiel fand bei sehr schlechtem Wetter statt, wovrl eß während des ganzen Spieles stark regnete. Den einzigen «nd siegbringenden Treffer erzielt« in der. 11. Minute der vorzügliche Mittelstürmer RieolaS. Infolge der Witterung fanden sich nur einige Taufend Zuschauer ein. Die nächsten Gpiete. Samstag den 1. Mai, finden größtenteils D. A. S.- Veranstaltungen statt. Der Floridsdorfer A. T. und die Admira stehen sich an diesem Tage in einem Freundschaftsspiel gegen«, über. Sonntag gelangt s« Budapest der Ländrrkampf Oesterreich s —Ungarn zür Austragung. D«r Simmeringer S. L. gastiert in Prag und hat die Slavia zum Gegner. Zn Wien findet auf der Hohen Warte ein Doppelspiel statt. Vienna tritt gegen die Dittoria Zizkov an, vorher bestretteit der W. A. T. und der Brigittenauer A. T. ein Freundschaftsspiel. In der Meisterschaft gibt es bloß das Gefecht zwischen Slovan und dem S. T. Hertha. Hockey. Mn Hocteytag ans dem Hakoah-Platz. Auf dem Hakoah-Platz in der Krieau gab es gestern 'drei hochinteressante Meiste rschaftskämpfc, überraschende Resultat,! und einen glänzenden Besuch. Der B. s. B. siegte gegen OelS 1 :U (1:0). Torschütze Lichteneker:, Schiedsrichter Schaffer. Die Ha ko ah konnte All round 2:0 (0:0) abfertigen, die Treffer schossen Nojsig und Rosen seid, Schiedsrichter Gerhard. M. April ISSst Nr. K77 Ter W. A. C. eierte einen knappen Sieg über International mit 2:1 (2:1). Zwillingen und Tisch für W. A. C und Löschner für die Unterlegenen ivaren die Torschützen. In Schönbrunn spielten die Arminen gegen Kritz:«vor, 2:2 (2:1) unentschieden. Die Treffer erzielten Kathrein (2) für Arminen, Caueig und Lurion für K. S. K. Schiedsrichter Wald. In der Reservemeisterschaft gab es folgende R.sultatek OelS—V. f. B. 3 :1, Hakoah—Allroum 3 :1, W. A. C — Internationa! 6 :1, Arminen-^-Kritzendorf 2:0 Das österreichische Team Festen Deutschland. Die Mannschaft. Oesterreichs, die am kommenden Sonntag den Kampf gegen ihren großen Bruder in Berlin auszurragen hat, wurde gestern vom Verbanbskapitän Dr. Schncebcrger ausgestellt. ES spielen: Tor: Lichtschein (W. A. C.), Verteidigung: Fred Rcvy, Waschnitins (Allround), Walv (Hakoah), Brück (W. A., T), Wildam (B.. f. B>), Nössig (Hakoah), Stritzko (Oels), Kurt Revy (Allwund), Massarek, Lichteneker't (B. f. B.). Ersatz: Kahane (W. A. C.). Die Wiener werden beröitS ant Freitag Mittag die. Fahrt nach Berlin antreten. ' ' Leichtathletik. Dnfchek gewinnt den GelSndelnnf. Bon Rapid einwandfrei abgSwickelt, war dieser Gclän'delauf eine nichtige Propagandaveränstaliiinrg.' Schinies Wetter und viel Publikum gaben den. richtigen Rahmen. Tuschest her sich Zwei Drittel der Strecke schont^ gnrg dann seinein Begleiter Kühne! auf und davon. Bon den 'Junioren zeigten Blödt) >und Miksch, daß mit ihnen für die Zukunft zu rechnen sein wird. Nachstehend der Einlauf: Senioren (10 Mometer): '1. Dusche? (W. A. C.) 34:42, 2. Kühnel (SportÄub) 36:02, z. Gödl (Rapid) 35:43, 4. Hklm -Konkordia), 5. Franz 1.' — Junioren (6 Kilometer): 1. Blödy (Hakoah) 19:20, 2. Miksch (Reichsbund) 19:25, 3. Nietsche (Sportklub) 2g:40, 4. Baumrucker (Hövekair), 5. Heigel (Horeban), 6. Pirzl (Rapüd). Der jüdische Turnverein MaKaibi in Prößnitz hat nach mchrjäihriger Unterbrechung seine Tätigkeit wieder aufgonommen. Neue Makkabi-Bereine haben sich in Trnava iura Poprad in der Slowakei gsbüdet. Schweinefleisch meidet, oder daß er alle Vorsichtsmaßnahmen beobachtet. Es erkrankt auch nicht jeder Organismus, dessen Körper Dtc Parasiten m der Muskulatur beherbergt. Das weiß man aus den zusälliKn Befunden von alten Muske'trichinen in den Leichen von Menschen, die zu Lebzeiten nie an irgend welchen Kran'cheitssymptonen der Trichinose litten. Ein gewisses Quantum von Parasiten verträgt zweifellos der merrschliche Körper ohne Schaden. Der Erreger der Krankheit ist die schon erwähnte Trichine, ein 1 bis 2 Millimeter langer, schlanker' Wurm, der, selbständig nicht existenzfähig, auf Parasitismus und Wirtswechftil angewiesen ist. Der Wurm lebt im Körper der Ratten und Schweine. Wahrscheinlich ist, daß nicht das Schwein durch die Ratten, sondern diese durch das Schwein inftziert werden. Die Infektion dürfte hauptsächlich durch das' Verfüttern von Abfällen geschlachteter Schweine an die lebenden .Tiere Zustandekommen. Gelangen nun die in dom Mlskelfleisch enchaltenen Trichinen in den Darm des Menschen, so lösen die Verdauungssäfte die Kapsel des Wurms. Hier erfolgt die Geschlechtsreife und sie Begattung. Jedes Weibchen hat eine Nachkommenschaft'von mehreren Hunderten, die dann, den Kreislauf des Wirtes überschwemmen. Dieser Aussaat entsprechen auch die Vergiftungsrrscheinüngen,. die sich beim Menschen in hohem Fieber äußern. Die jungen Trichinen gelangen dann mit dem Bkrtstrom in: die Muskulatur, wo sie sich einkapseln und die sie umschließenden -Muskelfasern zerstören. Darauf beruhen erst dann die bei der Trichinose mrstretenven bekannten Muskelischinerzen, die auf eine effÄtive Entzündung der Muskeln zurückzusühren sind. Die Parasiten können jahrelang in dem eingekapsolten Zustande^ lebensfähig bleiben, ja sogar den Tod des Wirtstieres überleben. Die Gefahr« für den Menschen kommt vom trichinös kranken Schwein. Die bevorzugten Stellen, wo sich die Muskeltrichnren aushalten, sind die Zwerchfell-, Bauch-, Kehlkopf- und Zungenmuskeln, weshalb in erster Linie diese Muskulatur ju Stichproben für das Aufsinden der Trichinen beim Schwein herangezogen wird. Der Mensch erkrankt entsprechend der Infektion des Magcndarmtraktes zuerst an Reizerscheimmgen des Dannkanals. Da8 Krancheitsbilv, das sich in Uobclleit, Erbrechen und Durchfällen äußert, kann anfänglich ' einem Bimlchtyphus oder selbst einer Cholera ähneln. Es stellen sich aber bald die bekannten Müskeil- 'chmvrzon und die Hautschwellungen ein. Hregu tritt meist am 9. bis 11. Tag hohes Fieber, die bretcharte Schwellung der Mus-- f.clu und die Behinderung der Bewegung in den Gelenken. Die oft bestehenden neuralgischen Zustände lassen leicht eine Verwechslung nti: Muskel- und Gelenksrheumatismus zu. Infolge der Störung der Atmung bei Befallenwerden der Atemmuskulatur entwickeln sich leicht . Lungenentzündungen, denen die Kranken oft erliegen. Die Vergiftung des Organismus äußert sich auch in der eigenartigen Veränderung des Mutbildes und starken Schweißausbrüchen, in denen ältere Aerzte «ine Art-Solbschilfe-der Natur; erblicken. Die Erholung der an Trichinose Erkrankten erfolgt-nur langsam nach einigen Wochen, wenn der Patient nicht infolge der Komplikationen an der Infektion zugrundegeht. Mit Rücksicht aus die große SteMichkeit bei Trichinose lallte trotz - sorgfältiger sanitätspolizeilicher Fleischbeschau die Vorsicht in der Zubereitung des Schweinefleisches nicht vernachlässigt Werden. Denn nur die entsprechende Anwendung hoher Hitzegrade vermag im Schweinefleisch die Trichinen mit absoluter Sicherheit zu zerstören und die Menschen zu schützen. Aerztlicher Fragekaftea. Nervenkrank. Das Fehlen der sogenannten Palellarr-eflext lKniereflexe)ist ein ernstes Zeichen einer organsfchsn Erkrankung des Rückenmarkes, nie aber auf eine harnckofe Newosität zurück« zuführen. — Glas 10. Bei der Harnvechaltung der alten Männer liandeli es sich meist um eine Bergrößemng der Vorsteherdrüse (Prostata). -Es kann aber auch ein Nervenleiden die Ursache sein. Häufiges Kacheterisieren muß zur Blaseninfektron führen,, weshalb eine ursächliche Bchandlung erfolgen muß. — Tbc. Die Drüsen in 'der SchlüWbeingru>be sind immerhin auf eine solch« Erkrankungverdächtig, doch ist genaue Untevsuchung und Beobachtung. eventuell Tllberkulinprobe notwendig. W Theater von heute BMfflthCftttr: Der Verschwender 7 THfadenlttlMattr; Veranstaltung der Akademie 7 StMtsoper: Figaros Hochzeit 7 volksoper. Fra Diavolo l/,8 Dfumbtf UoNfSthtaf'h Die Räuber 8 Ott.attf Ir 4tr3«telstitft: Die guten Freunde 7gß Rai«Ni<t-CDtat<r Ich Hab' Dich lieb .. , '/,6 Ks»»lrtS»«tzüß»e, Heimliche Brautfahn l/t8 rnoätmtl tbftltr: Fräulein Jofette — meine Frau . 8 c«rt§»ie«tdesttt r Rund um die Riese '/,8 («r oilci: Die Zirkusprinzessin '/,6 Tie verbotene Frau ‘/,8 «Ir« BBrgtrthcam, Journal der Liebe l/»8 3ed..rtt»ne<.rde«ef: Die spanische Nachtigall '/,8 Rpstta-rdesitr, Haller-Revue %8 Ksssstzer Die Teresina v,8 ALckiretzer AiisrKMsdskett (Safe Astoy, U..PraterstraßeöOi Der Fremde llt0 Jitflfflt Blbie, U„ Tavorstratze 12: ZuÄck ,u Gott! 8 ^i«Uunj- Dienstag 8. Juni 1926, 6 Uhr abends. 40.000 Geldgewinne von inssesamt 380.500 8. 16. österr. in(ol|« Wl*d«r«lnfaiirung 4m att«n Zlahunassyatem« (Einselverlosungder höheren Treffer und gruppen weiser Auslosung der adligen Ge« winne) können mit einem einzigen Lose auch zwei Gewinne, darunter der Haupttreffer tä" sm 2 Sehllllng erhältlich In Tabaktrafiken, Lottokollekturen, Klassen« lotteriestellen, Banken und Wechselstuben, bei Öffentlichen Aemtcrn und Kassen, oder zu bestellen bei der Dienststelle iür Staats'otterien In Wien, Bestellschein ausschntlden und einsenden nach Wien» lll.t Vordere Zollamtsstreeee 7 Senden Sie mir .Stück Loee termt Poeleparketeenerfagethein. 11301 Name: Adreetet- 1760/MJS. mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmamuxm Kinoprogramme von heute: RotentnrmrKino (1. Bez. Fleischmarkt 1): LiebeSproHe 4. %0, S Centrat’Kino (2. Äez., Taborstraße 8)t Finale der Liebe *ifi, %0 ING. I, OLEXINZER beb. «ul. Uebiudeverwslfang u. 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