Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2574 (23.4.1926)
- Date
- 1926-04-23
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. M4 ©tett, Freiing ' Wleittk MskMkjMtMA 10,000 K. und Dynamit 50 ooo K. Von den E x o t e n notierten ^e^a^Ban 15.500 -iS 15.800 K. B e z u s » r e ch tr Gtöl-le «uslSndWe SSrsea. (Etgrndienst der „Wiener MorgenzeitungE.) Berlin, JE. April. Größere Rückkäufe festigten die Tendenz. Di« Kursgewinne betrugen auf allen Gclvieten 1 bis 8 Prozent. ES notierten! Lürtenloie 31.— Süd. Lombarden neue —. Oesterreichische Staatsbahn 23.60 Darmstädter Bant 128.25, Deutsche Bank 126.25, Dresdner Bank 111.—, Oesterreichische Kredit 7.—, Oesterreichische Länderbank —. Reichsbank 141.25, Wiener Bankverein 6.—. Unionbank 6.—, Daimler Motoren 66 —, Dvnamit Nobel 84.—. Felten & Guilleaume 119.50 Prag, 2ß. April. Die dauernd« Mschlwächuna der Brünner Maschinen verbauten den gangen Markt. Mit wenigen Ausnahmen schloß die Börse abgeschwächt. ES notierten ■ 6°/0tfle östenetchische Staatsanleihe 83.05, ZivnostenSka 379.—, Anglobank 61.50 Diereurban' 36—, Oesterreichische 5kredit 57.—, Wiener Untonbank 48.50. Wiener Bankverein 50.—. FerdinandS-Nordbahn 6460.—, Böhmische Zuckertndustrie 916.—, Schoeller 3255.—, Nestomibe: Zuckertndustrie —Vereinigte Elektrizität Wien 167.76, Aussig Chemische 656.-, Weltbräu Pilsen 2861 - Königs. Hofer Zement 1568.— Brunner Maschinen 914.— . Simmeringer 93.50, Rot-Kosteletzer Textil 850.—. CoSmanoS 402.—, Alotne Montan 114.—, Berg und Hütten 1985.— Poldihütte 435.—. Prager Eisen 746.— Skoda 715.— Budapest. 22. April. Auch der heutige Berlkchr nahm einen Tau«» Verlauf. Es übevwogen die Rückgänge. Bei geringen Umsähen notierten: Britisch-Ungarische Bant 27.— Ungarische Kredit 268.—. Oesterreichische Kredit 120.— Wiener Bankverein 105.—, Kommeuialbank 820.—, Gran-Sza8zvarer —, Oberungarische Berg und Hütten 330.—, Magnesit 770.—, Ungarische Allg. Kohlen 8150.—, Salgo Kohlen 429.—, Urikany Kohlen 1170.—, Ungarische Hosherr 118.—, Rimamuranh 100.—, ^taatsbahn —. Ungarische Zucker —. Oesterreichische Sie Devisenkurse. Zürich» 33. April. (Devisenkurse von 13 Uhr.) Berlin 133.80 {128.28*/A Holland 207.75 (207.82'/,),: New-Slork 618.»/,- (517.87), London 35.18»/, (35.18-, Paris 17.40 (17.23*/,). Mailand 20.82-/, ^30.83»/.), Brüssel 18 59»/. <18.50), Kovenhagen 195.47»/, (185.50), Stockholm 188.70 (138.72»/,), Oslo 112.55 113.10-, Madrid 74.80 (74.55), Buenos Aires 209.- (208.60), Prag 15.84»/. (15.85), Budapest 0.007250 (0.007260), Bukarest 1.97»/, (1.99), Belgrad 9.13 (9.11»/*). Sofia 3.74'/, (3.74), Warschau (-.-), Wien 78.07»/, (73.05) Ar 100 Schilling. Prag» 33. April. (Devisenkurse.) Berlin 803.26 (808.25), Zürich 651.62 (652.25), Parts 118.05 (111.9250), London 164.2250 (164.—), Rew-Pork 38.70 (33.70), Belgrad 59.89 (59.8750), Bukarest 12.85 (13.06), Wien 476 26 bis 479.25 (476.25) für 100 Schilling. Warschau 309.50 (297.—), Budapest 4.69 (4.6912, Jugoslawische 59.10 (59.--. Oesterreichische gestempelte Krone 474.26 (474.35-, Polnische 308.60 (302.50, Ungarische 4.6850 (4.68) Budapest, 22. April. Devisenkurse — Eigenbericht.) Berlin 16.992. Amsterdam 28.625, Kopenhagen 18.665, Stockholm 19.100 New-York 71.370. London 347.040. Paris 2397. Brüssel 2560. Prag 2113.60. Belgrad 1255, Bukarest 271. Warschau 6900. Wien 10.060. Sofia 514.—. Mailand 2867. Zürich 13.780.-. Belgrad» 32. April. (Devisenkurse.) London 276.30, Paris 190.—, Netv-Aort 56.77. Gens 1096.60, Mailand 228 65 Prag 168.55, Berlin 1353 50, Wien 802 — Bukarest 21.75. Sofia —, Budavest 0.07977*. Brüssel 205.—, Amsterdam 2281.-, Warschau Warschau, 22. April. (Devisen.) Belgien —bis —, Berlin 35.54 bis 35.72 Holland 397.— bis 399 —, London 48.12 bis 48.36, Aeiv-Aork 988 — bis 992 — Parts 38.29 vis 33.41. Schweiz 191.12 bis 192.08, Budavest —bis —, Prag 29.32 bis 29.46, Wien 139.63 bis 140.32 für 100 Schilling, Italien 39.83 bis 40.02 Stockholm bis —.— Bukarest —.— bis — Film und Kino. -Hagar. die ZSnittiti.* Presievsrführnng. Der Autor dieses Filmes, der Anfang nächster Woche seine Premiere erlebt, ist der berühmte Pariser Romancier Pierre B e n o i t, welcher seinen letzten großen Roman „D e r Brunnen Jakobs" verfilmen ließ und damit eines der bedeutendsten Werke über Inden und Palästina schuf. „Hagar, die Tänzerin" heißt der große Film und in gewaltigen Bildern wird die Geschichte jener kleinen Jüdin aus Konstantinopel anfgerollt, die es bis zum weltbekannten Pariser Revue-Star brachte und dabei doch niemals auf ihren Glauben und ihre Pflicht vergaß. Die wunderbare Legende der kleinen Tänzerin wird uns nun im Bilde vorgeführt. Betty B l y t h e, erne bezaubernde Amerikanerin, spielt die Titelrolle und verkörpert voll Bescheidenheit und Anmut das unscheinbare Modistenmädel und voll Charme und Temperament oie elegante Primadonna der letzten Akte. Die Geschichte der Tänzerin Haigar ersteht vor uns, der Lebensweg jener Frau, die eine ganze palästinensische Kolonie durch ihre Schönheit und Tanzkunst rettete. Wundervolle Gemälde aus Palästina selbst geben den Hintergrund für den Film ab. In prachtvoll aufgenommenen Szenen ziehen Jerusalem, Jericho, Haifa und Tel-Awiw an uns vorüber und geben Kundschaft von den herrlichen Naturschönheiten des gelobten Landes. Ein großer französischer Künstler spielt die schwere Rolle des Kolonistenfübrers Isaak Kochbas. Andre Nor verkörpert ihn und im Glanz seiner hellen Augen spiegelt sich die ganze, große Milde jener Menschen wieder, die für ihre heilige Idee selbstlos und bis zum letzten Atemzug kämpfen. Der F:lm ist um so mehr bemerkenswert, als er in a großer Aufmachung und mit dem Aufwand kolossaler mittel hergestellt wurde. Ueberdies ist seine Tendenz in das kostbare Gewand der starken dramatischen Handlung gekleidet und gibt somit nicht nur Propaganda, sondern auch Erlebnis und Vergnügen. Eine erlesene Schar der prominentesten Filmkünstler aller Länder hat sich zu gemeinsamer Arbeit hier gefunden. Malcolm Tod, ein junger Engländer, spielt die Rolle des Journalisten Paul Elzear, und Leon Mathot, der Star der Pariser Theater, gibt den Sekretär der Kolonie, Igor Wallstein. Beider Spiel ist beste Filmkunst und mit einem Wurf gelang so Darstellern, Regisseur uni» Autor ein ganz großes Werk, das vor allem für Juden von größter Bedeutung ist. Ein richtiges Kunstwerk, das außer seiner Idee noch eine weltumfassende Tendenz brnrgt. _ROTENTURM-KINO_ I. Flei schmarkt 1 Telephon 79*1-59 Von heute bis 86. April Liebesprobe Drama und das übrige Schlagerprogramm Begleitmusik einer erstklassigen Künstlerkapelle Beginn der Vorstellungen: 4, */.6, »/,8, 9 Uhr centphl-kimq ~ II. , Taborstrasse 8 , Telephon 42-3-41 Von heute bis 86 April Finale der Liebe mit Lucy Doralne und das übrige Schlagerprogramm Beginn der Vorstellungen: */.6, »/.8, */.9 Uhr R. April Mg Seite 9 « Wer Ist Die reizendste Frau der Wett Was Ist Der originellste Film der Saloon Wo sieht man Ab heute täglich nur im: Klrntner-Klno l., Johannespasse 8, Tel. 72-109 Vorfdhrungsbeginn Wochentags: V.5, »/,6, V.8, */,9 Sonntags: 330,4-50,0-10,7-30,8-50 Ftotten-Klno VI., Mariahllferstrasse 85—W! Tel. 82-03, 41-41 nn 7-20, 8 45 7-15, 8 45 Vorführungsbegl Wochentags: 4 30, 5'5ä, -—: 3. 4 25. 5-50. „eitnor." Ein wenig hat sich wohl Hollywood in diesem Film selbst parodiert uno seinen immensen Verbrauch an filmgeeigneten Ideen. Am Schreibtisch des Filmdichters, der vergeblich nach dem Grundgedanken eines Filmes sucht, beginnt die Handlung. Aus einer Photographie steigt Elinor Boarom a n und protestiert als Tanagrasigürchen energisch dagegen, daß sie in dem Film, der hier entstehen soll, wieder jene so oft gebrauchte, fast, schon verbrauchte Schablone des sanften Mädchens, das sich in alles ohne Widerstand fügt, verkörpern soll. Sie will endlich einmal eine kapriziöse, eigenwillige Frau fpielen, die das macht, was ihr uno nicht nur dem "Publikum Freude bereitet. Auch ihren Partner sucht sie sich selbst aus und nun kann das Spiel beginnen. Und es beginnt. Prunkvolles Milieu aus dem Haufe eines Dollarmillionärs, aufregende Boxkämpfe, rasende Autofahrten, spannende Sensationen, kurz alles, was man nur von einem amerikanischen Film verlangen kann. Dazwischen auch einmal Bilder aus einem Nacht- und Nacktklub, dessen festliche Veranstaltung durch eine Polizeirazzia gestört wird. Von hier aus Flucht in eine Wildnis, das Auto überschlägt sich, die Heldin stürzt in einen Gebirgsbach, ans dem sie, von einem Verbrecher gerettet wird, der um ihretwillen mit seinem Kumpan in eine riesige Rauferei verwickelt wird, die sich schließlich dadurch löst, daß sich der Held auch noch hineinmengt, um schließlich als Sieger unb Befreier bte Heldin heimzuführen. Das heißt beinahe. Die beiden Verbrecher entledigen sich wieder ihrer Fessel und die Rauferei beginnt von vorne. Der Filmautor ist ratlos. Was soll denn jetzt noch geschehend Aber Elinor Boardman weiß, wie man solche Sachen zu Ende, zu einem gedeihlichen Ende führt. Sie springt von der Schreibmaschine — ein turmhoher Bau im Vergleich zu ihrem Tanagrasigürchen — zu Boden, holt sich ihren Partner Matt Moore und sinkt ihm im Schlußbild in die Arme. Diese liebenswürdige Parodie, sehr gut und geschickt inszeniert, ausgezeichnet dargestellt und reich ausgestattet, wird sicherlich den .verdienten Beifall des Publikums finden. Copyright 1926 Nachdruck verboten ' •; Joseph Opatovsky, New York (2. Fortsetzung) Roman eines Pferdediebes. Von I. Opatofchu. (Autorisierte Uebertragung von Siegfried Schmitz.) Sanwel erzählt keinem Menlschen von Rachel und keiner weiß, daß er sie kennt. Wie er jetzt so daliegt, spürt Sanwel starke, geradezu schmerzhafte Sehnsucht nach Rachel. Sein Herz krampst sich zusammen und er fühlt seine Augen feucht werden. Er saßt den Entschluß: Von morgen an wird das DiebeshandwerL aufgegeiben; die Kameraden grüße ich nicht mehr; und bald wird es die ganze Satdt wisien: Sanwel ist ein anständiger Mensch geworden. Dann zu Rachels Vater; ich sage: „Reb Rußen!" Der Me reicht mir herzlich die Hand und klopft mir ans die Schulter: „Ja, mein Sohn, ich weiß alles... nimm' Platz!" Aber Sanwel erinnert sich zugleich daran, wie verlegen rr immer ist, wenn er Reb Rußen am Sabbat in der Früh begegnet. Ta scheint es ihm, daß Reb Rußen alles weiß und ihn verächtlich mustert; gewiß denkt er: „Dieser Kerl, der Pferdedieb besitzt dre Frechheit, meine Tochter zur Frau zu begehren..." Rachel hat.Sanwel noch nie nach seinem Berns gefragt. „Sie weiß sicher, -aß ich ein Pferdedieb bin, doch sie will mir keinen Kummer bereiten"; dieser Gedanke beruhigt ScuUvel und vermehrt noch sein sehnsüchtiges Verlangen, Rachel zu sehen. Schon oft ist ihm der GedanEe gekommen, daß Rachel nicht weiß, er sei ein Pferdedieb. Würde sie sonst ihn auch nur eines Wortes würdigen? Viele Male schon hat er sich vorgenommen,. ihr alles zu gestehen. Wenn er aber, dann bei ihr ist, dann ist der Vorsatz verschwunden und Sanwel ist in den treuen Hund verwandelt, der zu Füßen seines Herrn liegt und ihm in die Augen schaut. Erst einige Wochen sind seit der ersten Begegnung mit Rachel verflossen: Als er am Freitag nachmitiags entlang der Eijenbahnstr«ke vom nahen Dorf nach Hause ging, hörte er — es war schon nahe der Stadteine Frau schreien. Jenseits der Strecke liefen zwei Bauernbu rischen mit vollen Säcken querfeldein; ein bloßsüßiges. Mädchen lief ihnen nach und schrie. .Sanwel schnitt den beiden Burschen den Weg ab. Sie warfen die Säcke weg. Er brachte sie dem Mädchen. Rachel stand, erschrocken und verwundert zugleich, mit weit geöffneten Augen da und lächelte. Sie dankte ihm; dabei sah sie ihn mit einem Blick an, daß ein Beben durch seinen ganzen Körper ging. Seither zog es ihn zum Gemüsegarten. Und er begegnete Rachel oft und öfter... Sanwel sprang von der Schlasibank auf und ging im Zimmer auf nnd ab. Ein Plan zuckte in. ihm ach: In der katholischen Kirche steht — so erzählt nmn — eine goldene Muttergottes mit Angen aus Brillanten. Ihr Wert geht in die Hunderttausend. Wenn man nun die Mutiergottes stehlen würde? Für das Geld könnte man schnelle Tonkosalkenpferde mit langen Schweifen kaufen und Waffen die große Menge. Dann eine Bande ans Handsesten Jungen bildsu und mit ihnen in die Radzennower Wälder ziehen! Dort eine Höhle'zwischen den ältesten Eichen ansbauen und darin wohnen! Sie muß aber nahe der Zoldiewka*) liegen, .damit man, wenn Gefahr droht, nach Preußen schwimmen kann. Frei und furchtlös werden wir dort hausen; jede Woche werden die Pferde gesattelt, die Gewehre geschultert und dann geht's los zum Uebersall auf Gutshöfe, ans Händlerzüge, die nach Plock oder Warschau fahren...! Und bald wird die ganze Gegend in Angst vor der Bande sein. Aber die Armen werden ungeschoren bleiben und mit der Zeit werden sie wissen, daß sie Freunde an uns haben und mit all ihren Sorgen zu uns kommen. Und Sanwel wird Kaiser werden; die blässe Rachel mit den schönen, kohlschwarzen Augen und dem schwarzen Haar, das ihr bis zu den Knöcheln reicht, wird Sanwels Frau, wird seine Kaiserin! 3. Schlojme trat in den Stall ein, krempelte die Aermel seiner Jacke auf und schüttete den Pferden ihre Mahlzeit vor. Sie wieherten vergnügt auf, bissen ungeduldig in den Zaum und schlugen vor Freud? mit den Hinterfüßen aus. *) Der frühere Grenzfluß zwischen dem damaligen RuijAch-Polen und Weftpreußev ■ ' „Ra bok*), du Fresser!" schrie Schlojme und versetzte dem Schimmel einen Schlag gegen die Hufe. Ter Schimmel sprang zur Seite, als wäre er von einem kalten Wasserstrahl getroffen worden. M'rgnügt trat Schlojme zu seinen ztvei Pferden. „Bei anderen Leuten zittern die Flanken der Pferde, wenn das Futter kommt, und sie reißen sich um das bißchen Hafer; aber da? Keine Spur! Zwei KönigsAnder halt' ich mir da, zwei chassidische Schwiegersöhne Hab' ich in Kost...! Ra, na, bist böse, was? Hast einen kräftigen Händedruck gekriegt? Wirst gleich auch was in die Fresse kriegen, du Dickivanst! Und du", wandte sich Schlojme zur Stute, indem er sie bei ihrem laugen Schweis faßte, mit dem sie ihre Flanken fächelte, „paß gut auf; morgen, so Gott will, führe ich dich aus den Gutshof und suche dir den schönsten Hengst aus; aber merk' dir's" — Schlojme tippte der Stute auf die Stirn —, „das Füllen darf nicht schlechter sein als der Vater!" „Die Hexe quält euch, was? Ra, es wird ihr teuer zu stehen kommen, der Hexe, sie kommt nicht lebend aus ^Sanwels Hand!" Schlojme schnitt gelbe Rüben in Scheiben und streichelte dem Schimmel Hals und Kopf mit der LinEen, während ihm mit der Rechten den Leckerbissen hinhielt: „Da, friß, bis du zerplatzt!" Der Schimmel fraß aus Schlojmes Hand; zwischendurch führ er einige Male zärtlich mit seinen feuchten Lefzen, die wie nasse Tücher reiben, über Schlojmes Hals und Wamen und tvieherte ihm dann geradewegs ins Gesicht. „Pferd bleibt Pferd!" Schtojme versetzte dem Schimmel lachend einen leichten Schlag ans die Schnauze, wischte mit der Jacke das nasse Gesicht ab, fuhr der Stute liebkosend über den Rücken und verließ den Stall. Er legte sich unter den Apfelbaum, der vor dem Fenster stand. „Die Sonne sinkt, eine neue Woche beginnt", ging es ihni durch den Sinn, als er kleine Flämmchen in den Scheiben seiner Fenster aufblitzen sah. Tann warf er einen Blick zur Rzika**), die sich durch grüne Felder schlängelte, um ivgendwr ihr Wasser niit dem der Weichsel zu niengen. *) Zur Seite! (polnisch). **) 5rleinet: Re lc ns ins; cer D.'e:a set. (Fortsetzung jolgt.)