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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-20 · Heft 2571 (20.4.1926) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2571 (20.4.1926)
Date
1926-04-20
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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se«tc:s_ M«, Stoma»__aBfntee MwMWdr«»a 20. W->l 1998 *1. am ft. L. Chicago Herber: Schwartze erzielte vor kurzem 18.43 Ärstor «rS Wervvt rnrfftziell den Welmckoch im Freien, welcher Ralph Rche (Amerika) sei: .1912 mir 15,54 Meter hält, sogar mit 15,57 Meter. Sckwarhes Größe von L,02 Meter jund 278 Pfund GÄv'icht lassen di", erstaunliche Leistung begreiflich erscheinen. Fm W e i:: v r u u z gelang cs zuerst H o f s, den Weltrekord von 7,02 auf 7,19 Meter, <cami 7,35 Meter zu drücken. Aber er mutzte sofort die Segel streichen, als der Neger de Hart Hubbar d anirat. Derselbe sprang leid/: 7,493 Meter und wttd so bald nicht zu schlagen sein. Fn den kurzen Strecken dominierten nur die Spezialisten. Bier neue Weltrekorde wurden im Verläufe der Hallensaiion aufgestellt, und zwar durch Law n au 60 Aaro in 6,2 ©cL H.tbbar d 65 Aar) iit 6^8 Sok., Mu ech iso n 70 Gard in 7tt Sok. und Frank Hussey 100?1ar') m 3,8 Eck. Usver 75 Aarv erreichten drei Mann den Weltrekord, lvelcher seit 1894 (1) gehalten wurde. Fm Hürden l a n f c;t >,üelcn drei Bestleisturlgen. Das demerkens-wertefte ist das Austanchen zweier bisher noch nnbekamn-'e Größen, W e r u e r. der übe: 60 Aard 7ch Sek. benötigte, Winter. Novelle von I. Z. UnoZchi. (Aus dem Jüdischen von P. Haller.) Ich bin zum Fenster gegangen. Ich habe meine heiße Stirn au die kalte Scheibe gedrückt. Jemand hat sich beim Fenster gerührt. Wer ist dort? Mn Nachtereignis? Mira steht -lei meinem weißen Baum beim Fenster und pocht an die Scheibe. Sie ist,iu mein Zimmer gekommen. „Krön, ich konnte nicht schlafen. Ich war unruhig. Es hat mich zu dir gezogen. Was ist mit dir?" Ich setzte mich zu ihr. „Nein, Krön, nein. Ich werde mich aus den Boden /etzen, zu deinen Füßen. So." Sie setzte sich zu meinen Füßen und grub ihren Kops m meinen Schoß ein. Wir schweigen. ,Kron!" „Mas denn?' „Ich war so unruhig... jetzt ist es gut... jo gut.. Stille im Zimmer. ,Mon!" „Was denn?" „Liebst du mich?" „3*." ' . . , ,Fron, Krön, ich habe schöne Haare. Siehst du? Schöne, schwarze Haare. Ich werde sie mit roten Blumen schmücken. Für dich, um deinetwillen." Still. Nacht. „Krön!" ' „Was denn?" „Liebst -du mich?" „Ja. Aber..." Mira stand rasch auf. Stellte sich mir gegenüber. In chren Augen brannte Schrecken. Der Zotzf fiel auseinander, fiel auf den bebenden Körper. „Was denn... was denn... -Krön..:" „Mira, Mira, herrliche, ich liebe dich, ich liebe dich. Aber wann werde ich mich, finden?, Mer bin ich... wer bin ich...?/ ' ' ' . . : : :! 13. Und e's gab noch.eine Nacht,' War es wiMlch, hat es mir geträumt. ~ 1 ~! Und es gab noch eine Nacht. Eine lange, düstere Nacht. Ich lag im Wald.. Er ist groß, düste; wie die Nacht selbst. , <ari& Meyer, der 100 Yard in 11^2 Sek. lief <!). Wer 30 Yard verbessert: T a y l o x den Rekord aus 9.6 Sek. In ven übri.oen Laufitrecken wurden fünf Weltrekorde geschaffen. Die beste Leistung erstelle ft irolu (Finnland), dar über 8000 Meier Nururis Reiord, von 14:39 aus 14:32 drückte. Auch der Deutschamerikaner H e ls f r i ch zeiM sehr Gutes. Die 500-Meter- BesKeiswng von 1:06,8 wurde durch Hn «rs 1:05 gebracht und über 600 Narb erzielte Helffrich mit 1:12,7 einen iren Welttekord. lieber seine Spezialstrecke 800 Meier und 1000 Aard konnte er sich jedoch fast nie Ourchsthm. lieber 480 Pard erstand -u Sob.r eist neuer Stern, welcher die gesamte amerikanische Klasse schlug, ©ober wurde jedoch bei den Meisterschaften von Kay T o d g e.über 1000?)ard in 2:16,2 geschlagen» was einer Zeit von etwa 1:57 für die 880 Aard entspräche. Svv.r lief jedoch schon mehrmals 1:85. Alles in allem: Die Amerikaner beweisen, daß sie nach wie vor in den Hallenleislunzen vachenschcrid sind und daß die Weltrekorde, so ünantastibar sie scheinen, mit der fortschreitenden wissenschaftlichen Jndiviruattsiemnz des Sportes auch weiterhin noch stark verbesierungsfähig sind. Und mein Haupt lehnte ich an eilten hari.m Baumstamm. Ich blickte in die Tiefe der Nacht. Suchte ich in der düsteren stummen Nacht »lein Glück?'Dürstete sch nach Rühe, nach . der stillen süßen Ruhe? Ich lag, meine Seele voll Sehnsucht. Und ein. Wind blies aus mich. Ein stiller, sanfter, dich au sich ziehender Wind. Als atmeten mir diezartesten Farben des bleichen, Hellen Morgenanbruchs entgegen. Als grüßten mich, bleich, treiß, frisch, jurige, lvciße Lilien, noch nicht begossen von den Strahlen der Sonne. Als erzählte mir eine bleiche, zarte Frau mit himmlischen Augen, weißen, langen, zarten, zum Gebet gebreiteten -Händen ihr Geheimnis. Und der Wind streichelte so weich meinen Kopf, und rief mein Herz Sü sich. Ich hörte ein Rauschen zwischen den Bäumen. Ich öffnete Mit die Augen und erblickte eine Gestatt, die sich mir nahte. In einen simit'chwarzen Schleier war die Gestalt gehüllt. Und als die Enden des schwarzen Schleiers mich erreichen, blieb die Gestalt stchen. Ich gab das Liegen auf. Ich stand. Die Gestalt war in ihrer ganzen Größe mit dem Schleier vermummt. Kein Gesicht, keine Körperlinien. Ich ftagte: „Wer bist du?" Still, ruhig, aber fest antwortete die Gestatt: „Deine Sehnsucht, ich bin deine Sehnsucht." Ta sanik ich in die Knie, küßte die Enden des schwarzen' Schleiers. Ich weinte vor Glück. „Dreine Sehnsucht, meine-Sehnsucht." Zu mir gekommen. Mein Herz ist von dir erfüllt, meine Seele verwundet. Mein Glück verbittert. Ich bin mit dir, du bist in mir. Ich sehnte mich so nach dir. Du bist zu mir gekommen. Ich we^e dein Angesicht sehen. Ich werde deinen Atem spüren. Meine Schnsncht, meine Sehnsucht. Wie die schwarzen Nächte in dem ewigen Licht eingeflochten siüd, bist, du um mein Leiben gebreitet. Wie eine um einen Baumstamm gewundene Schlange hast du meine Seele umwunden. Meine Schnsncht, kennen will ich dich, sehen will ich dich.". Die Gestalt stand stumm und unbeweglich. Ich bat:; \ „Meine Schnsncht. Nimm den Schleier vom Gesicht. Ich will dein Angesicht scheu, Ich Will das Geheimnis deiner Augen kennen." Die Gestalt stand stumm und unbeweglich. „Dir zuliebe habe ich den. Gott meiner Eltern gelästert. Habe Vater und Mutier verlassen, Bruder und Schwester. Ich bin in den schwar-rn Wald gekommen. Zeig nur dein Angesicht." ' Der Lönderkampf int Fechten Mischen der Dschechsflnwallk und Polen würbe am Sonntag in Krakau beendet. Polen siegte im Florett mit 6:1, wurde aber hn Degenfechten mit 4:12 und rm Säbelfechten mit 5:11 geschlagen, so daß der Länveckampf mit 24.-15 zugunsten -der TschechoMvakci endete. Der Ping-Pong-Klubkampf Hakadnr—I. A. C. endete 11:6 für Ha-kadur. Die Punkte, für .£af<rcitt criMten John 2 (3). Prager (3). Erwisch 2 (3) und Fischer (2), für I. A. C. waren Meth? (4) und Kaplan erfolgreich. Aus Veu Beieinen. I. Ä. C. Alle Spielerinnen haben Dienstag und Freitag beim Training zu erscheinen. Milttzvach den 21. d. -um hall' 9 Uhr -abends Versammlung der Damen rm Caic Brill-cintenqrunb, 7. Bez., Lerchenselderstraße 99. Zion. Unser verhicnswoller Eyrenvbmaun, Herr Josts M e lze.r, übevstedelt für einige Monate nach Polen. Die Abreise erfolgt morgen Mittwoch den 21. d. um 11 Uhr mit pit'bafyn. Der Ausschuß spricht chm auch aus diesem Wege für seine ven dienstvalle Tätigkeit den Dank aus. Die Gestalt stand unbeweglich. Ich gab die kniende Stellung aus. Ich fragte: „Wer bist du?" „Ich bin teilte Sehnsucht." „Wirst du mir .dein Angesicht zeigen?" Die Gestalt sagte fest und sicher: „Nein. In einem'schwarzen Schleier bin ich zu dir gekommen. Mein Gesicht wirst du nicht sehen. Meine Augen wirst du nicht kennen." .Heller Zorn nahm mein Herz ci». Ich biß die Lipper blutig. Ich fluchte: „Verflucht seist du!..." Die Gestatt sagte ruhig: „Mensch , fluche nicht deiner Sehnsucht, fluche nicht deinem Wesrlt, fluche nicht deinem Sinn." Ter Zorn brannte in mir. „Ich werde dich von mir treiben." Die Gestalt sagte ruhig, sicher:. „Niemals..." „Ich werde dir entrinnen. Ich habe ein geliebtes Wesen. Ich werde mein Haupt an ihre Brust schmiegen." „Der Wind meiner Flügel wird dann über deinem Kopse wehen." „Ich werde in die Wüste kutfett. Ich werde am Ende der Welt verschwinden. „Zusammen mit mir." „Aber ich weiß, wie das Leben zu verlassen. Ich werde meinen eigenen Gott lästern. Ich werde den weißen, kalten Tod vorzeitig zu mir rufen." „Bei deinem Bett der Agonie stehe ich dann." „Und lverm meine Seele in der anderen Ewigkeit schwebt, werde ich daün von deiner schwarzen Traurigkeit befreit?" „Es gibt-nur eine Ewigkeit... Mit dir weÄe ich leben, mit dir sterben..." Wieder sank ich in die Knie. Küßte die Enden des schwarzen Schleiers, weinte, ibetete: ' „Meine Sehnsucht, meine Sehnsucht, zeig mir dettt Angesicht....." Die Gestalt sagte leise und, sicher: „Niemals. Niemals..." Ich stand aus, lies nach vorne im düsteren, schwarze«! Wald. Lief, nicht wissend, wohin uitd wozu. Fiel in Grüben, stand aus und lief weiter. Die Gestalt stand immer noch vch mir und sagte still, ruhig, sicher: . . „Niemals. .. niemals... niemals. . (End c.) M Theater von heute Z Burfltheater: Lady Windenneres Fächer lL8 Hkaöemietfteaurj Veranstaltung der Akademle 7 Slaatsoper: Andre Chenier y„8 UolKlopcr: Die schöne Galathä — Das Btldnls der Madonna '/»8 veutrcder volMdeattr: Hamket, Prinz von . Dänemark. 8- CDeam ln der üdsefetadt r Svlee» */a8 Raimttitd-Cteater Ich Hab' Dich lieb . . I Va8 StadtfDealer: Der Musikant Gottes lL8 RenaiiianceDöDite » Sie geht zum Film 7,8 moderner CDeater: Fräulein Josette — meine Frau 8 enittpIeltDeatek! Rund um dis Meso 7,8 (Dealer a« der lUien: Die Zkkuspriuzeffin 7,8 0art*tDeater: Tie verbotene Frau 7,8 lllr. BärgertDeater r Journal der Liebe 7,8 3oD.*$traiis*-CDeattri Die spanische Nachtigall 7,8 RoflacDer'OtfereftctitDeater: Die Torefinä 7,8 Hpollo-CDeatni Haller-Revue 7,8 lildiscDei HÜMtlerkabarett (CafL Astor). ll.. Praterstraße 60r Oj die Schwiegers 7k9 IfldiicDe Bäbae, H. Taborstraße 12: Der Strohwitwer 8 Kinoprogramme von heute: Rotenturm-Kino (1. Bez., Fletschmarkt 1)r Wenn Frauen lügen 4, 7»b, 7»8. 9 Cent rat-Kino (2. Bez., Taktstraße 8)1 Der Wilderer '/.6, 7.8, 7.9 r-"" —— Schicke Schuhe Auserlesene nur bei Neuheiten in SCHUH DORN Wien, //. Tuberstraße Nr* 8 a Frühjahrs» modelten AUeinverktmt von BALLT* Schuhen im 2. Bezirk r ROTENTURM-KINO -| I Wien, I., Fleischmarkt 1 Tel. 79-1-59 1 1 Von heute bis 88. April | 1 und das übrige Schlagerprogramm | I Beghm der Vorstellungen: 4, */t6, yja, 9 1 1 Begleitmusik einer erstklassigen Künstlerkapelle 1 1*101961 erleichtcruug beim Westbah nar KV. Mariahilserstr. d«9A Lelephon Nr. SV»S^>S Schlafzimmer, licht oder dunkel, 3 -ästen, s Betten, ir Nachtk., t Tisch, 4 Sessel, 2 Einsäbe kamt Matratzen 8 280.—. Große Auswahl in.Speise» chnmern, Köchen, Diwanen, Ottomanen, Einsätzen, Malra« «en. Auch einzeln abzngeben. Bei Berufung aw da» Blatt -Prozentsatz. 4 I Klaviere I —CENTRAL-KINO—i II., Taborstrasse 8 Tel. Nr. 42-3-41 Von heute bis SS April SII!I J_ Der w derer Klavierhaus und das übrige Schlagerprogramm BernhardKohn WIEN 1. Beginn: .*1*6, ’/»8 und */*9 Uhr Himmelpfortgasse 20 Tieferschüttert geben wir hiemit Nachricht, daß unser Innig8tgeliebter Gatte, Vater und Oroßvater, Herr Osias Leiner Kaufmann aus Sambor (Polon) am 18. April 1. J. im 87. Lebensjahre sanft entschlafen ist Vas Leichenbegängnis findet heute Dienstag den 20. April um 7it2 Uhr mittags vom Zentralfriedhof (UI. Tor) aus statt. Sara lalnar geb. Traubar als Gattin Marita Leiner als Sohn Bronlalawa Lalnar als Schwiegertochter Rota Weinberg, Amalie Deller als Töchter Saul Weinberg, Marita Deller als Schwiegersöhne Sämtliche Enk ei ^tilllliMIHttrii HiutillNIIII IIIKlilIHti firn fl BADjM HALL 1X2O orih. yff^ RESTAURANT (Oberöiterrelch) KIRCHENGASSE 15 unter persönlicher Leitung des Restaurateurs S, MAYERSOHN, Wien, II., Taborstrasse 24 a •» Zimmer mit modernem Komfort Erstidowifte Küche - ma,*l£e Prel«« Eröffnung 20. April! iKiiimitfiiiiiiutiMiHummmMmMmiimitiMmiuiuiimurmummmm j llllllllllllllllllllllllllll kinkauf hedrälscher Bibliotheken »ritäten, Uniea rc. Zuschriften iter „Hebraica 8884* an die >m. de» Blatte». 8684 llllllllllllllilllllllllllllt I IfaBilA Rii«junQkSmtjM für auSländ.Konsor« RkClIIlD bUW6 ISS fit taut, auch ®olb, SUder und Platin. Zahle höchste Preise l- Großer Lager in Juwelen« Perlen. Umtausch kulantest. Viktor VlümclS Nachf.. Wien« t. Bezirk, Eeilergasle »v. Teleption 7ü«S.tz0. ist. I Srammovvsne I Grammophone Mandolinen BwUnen« Lauter», lSttarreu, Zithern» Harmonika«, Blech. instrumenta Radioapparate in reichlicher Aurwahl von der billigsten vt» zur feinfleit Au», kührung, auch aui wöchentliche Teilzahlung v. U ausw.Brobe» Lager inPlatteu, die neuesten Schlager lagernd, öltesenlager in Umtauschplatteo ,» aansttgsten Bedingungen. MusUhauS Schlesinger. 7. Burggaffe 122 a. 08«s | Unterricht \ Auto« und Motorrufffahrseliuie RUMPLER»^ vom Uanverichulrar genehmig! 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