Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2537 (16.3.1926)
- Date
- 1926-03-16
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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K m «. W%MK Rt «87 Die Brüsseler Fifakonferenz. «««UNIS roppelgesicht. Me veckhket, wurde Äe der m Sonntag geschloffenen Hchffüer Konferenz welche die Fffatagung Ln Rom vorzuheveiten hatte, in der Frage de- Scheinamateuvi-muS keine Lösung gefunden. Der Antrag auf Ersatz für LohnauSfall wurde mit sechs gegen sechs Stimmen beantwortet, wobei der Vertreter Ungarns, Dr. Fodor, für den Antrag stimmte. Auf den Bochrlt Hugo Meirls, daß diese Haltung Ungarns der zuletzt in Budapest geschaffenen Einheitsfront Kvffchen Oesterreich, Ungarn und der Tschechoslowakei widersprecheerwiderte Dr. Fodor erregt und verbat sich die Einmischung m die Angelegenheiten fremder Verbände. Dv. Fodors Bericht. AuS Budapest wird unberichtet: Ueber die Vorgänge in Krüssel hat Dr. Fodor WetzbeS Telegramm n«h Budapest geröchlet: Meis! hat sein Berspkecheu gehalten. Sr ist für den strenge» Amateursport Sn Brussel ringetreten. In Budapest hat er seierl.ch erklärt, daß sein Kampf nicht gegen Ungarn gerichtet sei, hier aber Per Ws in nicht genug zu verurteilender Weffefti den Rücken gefallen. Diesen Verrat konnte wir selbstverständlich nicht ruhig hmuchmrn und unser Ing. Fischer hat sofort in der energischr-ten Merse MeiSlS Taktik zurückgewdefen. Der KonM artete derart ruS, daß der präsidierende Schweizer Delegierte sich gezwungen sah, Fischer den Ordnungsruf.zu erteilen. Die Stimmung war e rbittert mW in dieser Atmosphäre kam eS zur Wstimmung. Ihr unentschiedener Ausgang laß: die Frage vorläufig wieder offen, ob an der Olympiade teilnchmen kann, wer Entschädigung für ÄHa- Ausfall bekomm: oder nicht. Mens MchtrnmrtonrliNa gegen den V. A. S. Die erste Liga hat an den Fffa-Sokretär Hirschmann folgender Telegramm grstrchet: Tit. Sekretariat der Fifa, Amsterdam. Der Osskcrrichffche FußbaMund, in Händen einer Mehrheit, dir auSschlühlch von politischen und ni.hr von sportlichen Mortven geleitet ist, hat kürzlich beschlossen, den Antrag einzubringen, daß der Fifa-Kongreß nicht in Rom abzehalt-'n werde, -und zwar mjt der Begründung, daß an drchm Ort die Redefreiheit nrc^: gewährleistet sei. Dve erste Liga der Oesterreichrschen Bundes ^Proiess'rmalverems), die in sportlicher M wrrtschrf..:cher Beziehung den wchtigsten Teil des Berban-seblwef, legt Wert darauf, Sie hiermit wissen zu lassen, daß sie mn dieser Resolution n' ch t e i n v? r st a n d e n ist, fondem daß m Argenteil aufs schärfste die Anstrengungen der s o z i a l i st i s ch orientierten Gruppe des Verbandes, die seit Jahren die Politik in die friedliche Domäne des Sports hrneingerrt und dadurch die guten internaliionalen Beziehungen zu zerstören droht, veru'iciit. Die erste Liga hält es daher für notwendig, Si-e, Herr Sekretär, als auch alle anderer: Freunde des Fußballspvrtes zu bitten, durch Schaffnnz von Maßregeln ober Gesetzen das Hineintragen der Politik in den Lvort zu verhindern. TZe erste Liga wünscht nur, wie Ihnen Hn-o Mcisl bereits brkannigegeben haben dürste, eine reM'icke Trennung des Amateurunid Professionalsports mit gesicherter friedlicher Grundlage. Sollten di? Herren von der Fifa über die Verhältnisse im österreichischen Fußballfport, was den politischen Einfluß betrifft, hoher :nwrm.ert zu werden wünschen, so ist die erste Liga bereit, einen Delegierten entweder nach Brüssel oder nach Rom zu entstltden. Mit der Bitte, diese Depesche an alle Teilnehmer Ihrer Konferenz writerzugebrn, zeichnet die erste Lrga: Wiener Amateur-Sportverein, F.rst Bsenna Footballklüb, S. C. Rapi-d, 2. (T. Hakoah, Wiener Sportklub, Erster Simmeriinger Sportklub, W. A. C., S. C. Hertha, S. C. Wacker S. C. Rudolfshngei, S. k Admica S. C Slovan, F. A. C. Zum fomttögigen Liindertamds. Der günstige Ausgang der sonntägigen Auswahlspiel-e hat die Kraft und das Niveau des österreichischen Fußballsportes klar bewiesen. Insbesondere der glatte Sieg über das .tschechische Team hgt mit Recht die. größte Genugtuung hervorgernsen. Ocherreichs Auswahlmannschaft bot wirklich eine in Länd'rkämpfen selten gesehene Leistung. Man kann ruhig behaupten, daß außer dem effektiven Können fast aller Repräsentativen vor allem der individuelle Stil der Wiener Schule, der von konsequenter Schablone frei ist, die Mannschaft zum Siege geführt hat. Das unbedingte Forcieren eben dieser Schablone hat am Sonntag die Fähigkeiten der Tschechen so empfindlich behindert und ihr Können nicht zur Entwicklung gelangen lassen. Das Fe st Hallen an dem engmaschigen Dreiinnenspiel, das seit Jcchren von den Tschechen meisterhaft praktiziert wird, wnr.de ihnen diesmal zum Verhängnis. Immer wieder versuchte das Jnnentrio der Gäste auf diese Weise Terrain zu gewinnen. Da diese Spielweise fast bis zum Schlußpfiff sklavisch augewenvet wurde, mußte sich di.' Gegenwirkung der österreichischen Hintermannschaft gsgen den tschechischen Angriff säst stets in zerstörender Weise geltend machen. Die Flügelftürmer der Tschechen sanken, da sie nicht beschäftigt wurden, >;u Statisten herab und konnten daher von österreichischen Flügelhalves leichter verlassen werden. Zusammen mit dem unermüdlichen Mittelläufer R e s ch sowie den stahlharten Bertsidigern Oesterreichs stellten sie sich den drei tschechischen Innenstürmern als unbeMngliiches Bollwerk entgegen. Wenn die tschechischen Stürmer auch die Flügel richtig htze schäftigt und sich nicht immer an ihre eingelernte Schablone gehalten hätten, dann hätten trotz der glänzenden Form der östevreichischen Auswahlmannschaft, wie es eben bei einem Kampf gleichwertiger Gegner vorzukommen pflegt, die Situationen blitz«- schnell gewechselt. Beide Tore hätten in gleicher Weise in Gefahr; kommen können und das Spiel hätte tticht fast die ganze Zeit bett Eindruck ständiger absoluter Ueberlegelchcit der heimischen Elf gemocht. Man kann ruhig sagen, daß der zum Ueberdraß forcierte unfruchtbare StN der tschechischen Innenstürmer; eine der Hauptursachen des schlechte:: ZVbschnLiidens der ganze» Mannschaft bildete. So kam es, daß die Hintermannschaft der; Tschechen, überlastet durch die fortwährend nach vorne getragenen österreichischen Angriffe, sich nicht besser schlagen konnte. Der. Mittelläufer Kada, der bis zur Halbzeit in der Dschechenmaun-, schast eine ganz hervorragende Rolle spielte, konnte bei der schwachen Form 'soin-r Flügelläufer nach der Pause seine Leistung nicht mehr aus gleicher Höhe halten. Der Zufall, der beim Fußballspiel eine große Rolle spielt, hätte immerhin den Tschechen Mi sehr Migr Treffer baw schaffen können. Einmal, als Janezik schlecht abwehrt, und das zweite Mal, als der Ball hinter Janezik ins G?häuse M rollen schien und ml letzten Augenblick noch von Nit sch wegbefördert wurde. Aber alles dies kann den wirklich großen Erfolg der österreichischen Mannschaft nicht schmälern; in« heimischen Vertreter boten eine allererstklassige Leistung und die schwächste Disposition des einen oder des anderen Spielerswurde durch Noiß, KompstM und Siegeswillen wettgemacht. Der Tag brachte außerdem noch als wertvollen ®eh>tttn die gute Besetzung zweier bisher sorgenvoller Posten im Team, Rasch, d?r zu einer von chm bisher nicht erreichten Höhe empor«! lief, hat sich Wohl für längere Zeit seinen Platz -in der Auswahlmannschaft gesichert. Hierlä'nder scheint wirklich die derzeit beste Waffe der Angriffssührung zu sein. Wenn ihm auch einige« zu dem ganz großen Zenterforward fehlt, so sind doch seine rasante DurchschlagÄr-aft, sein immenser Arbeitseifer und das in beiden Beinen vorhanden: respektable Schußvermügen äußerst wertvolle Eigenschaften. Oesterreichs Fußballsport hat am Sonntag unstreitig Me Hegemonie in Mitteleuropa an sich geriffen. 55 Agioteure wurden Sonntag dein: Ländermatch auf iiep Hohen Warte angchalren. lü wurden dem Kommissariat Döbling überstellt. Weitst, ieke der jüdische» Sdlswvhlmannschaifte» der Bukolvinst u:rd Siebenbürgens gegeneinander dürsten zu Beginn des heurigen Sommers auLgetra-gsn werden. Die cijte Begegnung soll tat CzernÄvitz stattfinden, bic zweite einige Wochen später i» Klausmburg. - __ Fra,höfische Leichtathleten als Gaste der Haloah. Die Leichtachletiffektion des jüdischen Vereines unterhandelt wegen de§ Startes der Mitglieder des Pariser Stade francai» in Wien an einem Hakoch-Meetin-g. Als Termine kommen der 8. und 9. Mai in Betracht. „Laib und Seele im Sport." Ueber dieses Thoma shvlcht ter Hakoah-Leichtachlet Dr. Karpath lnwmen im Klmheim der Hakoah. 1. Bez^. Wipplingerg'traß^ 2-t. Der Bortrag wird durch zahlreiche Lichtbilder begloitet. Gäste wiMomuren. Aus den Vereinen. Zion. Heute und täglich ab halb 7 Uhr abends Pmg- Pong-Traming im Klubheim, Cafe Venedig, 2. Bez.. Muwerstraße 1. Um halb '-9 Uhr Ausschußsitzung.. ss ‘Theater von heute W .TBS«.—..... , i g BirgtfteiUr: Lady WindermereS Fächer Jlkiatttittbeattt; Marie oder: Auf sanfte Art Sftttttpcr: Carmen Befloitesiaal : Tanzabend Mila Cirul- Jutian Algo vvkkropekr Oeaeral ä'amour vemrtber volkrweriekr Die neuen Herren rßener!, der aescrsiadt: Alles und nichts oder: Der Traum von Schale und Kern RafUMa-tbMW: Der fröhliche Weinberg Sftflttfctafevt Der Musikant Gottes Re»alira»crdüd»e, Küsse «ich ... moamltt rdesttt: Das Gespensterfchtff Ne« OHM« BBba«: Liebermagazin EttttlDltUbtaleti Der sprechende Affe CMftltt ai (Jet wiea: Der Orlow La»I'HdeaNk: Die verbotene Frau Ar. »itr-rttdeanr. Journal der Liebe 36ft.4tra«§*CaMttr: Pagauini Aoaaedrr.operettraldeater: Die Terefiua RtzfaaSdüdae: Die Würstelbraut RpvIIo-Neater: «Apollo? Nur Apollo!" 8-»/*11 üllHcte« Klaitttrkabarctt (U., Praterstr. 60): Da» Mutterherz v49 SldKcDe Bfthat (Hotel Stevhauie. ll., Tabor» straße 12) r A Mame uhn a Heim 8 Ott« Hagtlbttki Tägl. 8. So.u.Ftg.3u.8Uhr lkP V, 8 V.8 V.8 7,8 V.8 7.8 7.8 7.8 8 7.8 7-8 7-8 7.8 Vtf 7.8 7,8 8 Rtnopw ttotWUvm-Kino (t Bez., Fleischmarkt 1): Goldrausch 4, 7*6, 7,8. 9 CmärabKtno (2. Bez.. Taborstraß» 8)r Rariposa die Hexe*tfi, 7.8, 7.9 Gchkier-Ma-Gtrümpfe 8 4,*° Strumpf Kornmehl II, U r ROTENTURM-KINO Wien,Fleischmarkt 1 Tel. '79-1 -59 Prolongiert! Heule and ISglldt Prolongiert! UraoffQbroag des gröss en Filmes der Sauon Charlie Chaplin GOLDRAUSCH und das übrige Schlagerprogramm Beginn der Vorstellungen: 4, üU6, *48, 9 BegleftnjOBlK einer erstklassigen Kunstierkapelle —CENTRAL-KINO— II., Taborstrasse 8 Tel. Nr. 4-2-3-41 Von heute bis 18 März Mariposa dis Hexe Sensatiousdrama mit POLA NEGRI und das übrige Schl^erprogramui Beginn; tjt8.u>id'8/i9 Uhr DRUCKEREI- U. VERLAGS AKT-GES. VORM. IGNAZ STBINMANN 1 WIRK. DL, UNIVERSITÄTSSTRASSE NR. 6-8 FBRNIPRECHSR 35-i.« Uebernahme von Druckaufträgen aller Art auch iU^fremdeu Sprachen / Bücher / Broschüre» / Zirkulare / Prospelte T/kture» yrtflAdUASfnffftAi, Lieferscheiub üch er FlußblUter/ «arten ^»LkdzeUllNgeN Durchschreibebücher Vocheuschrtften / Fachblätter / Flach- und Rotationsdruck Masfenauflage» / Eigene Buchbinderei und Stereotypie i klawurt l BernUM ftoini Hlm«eiptortg*He 20 Shfllh -W. Bimnltpi ünmmpuw 1 P«nsion«n | 1 umernem 1 Peaftoa Julie . 9. Bezirk. 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