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Wiener Morgenzeitung · 1926-02-11 · Heft 2504 (11.2.1926) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2504 (11.2.1926)
Date
1926-02-11
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Ek. 888!§AkWE!lg (19.20-, Mailand 20.95»/, (20.W , Brüssel 23.61'/. (23.57,, Äovenha-en 127.90 (127.75), >&trvfbolm 139.— (139.05), O$lo 106.50 105.56 >, Madrid 78.10 {73.16), Bneno« AtreS 219 - (213 60), Prag 15.97 (15.37»/,), Budapest 0.007270 (0.007260), Bukarest 2.24 (2.25»/t), Beiarad 9.12»/, (9.14Vs), Sofia 3.70 (3.66), Warlchau 71.— (70.50), Wien 73.05 173.05; um 100 Schilling. Prag, 10. Februar. (Devisenkurse.) Berlin 805.60 (808cki0- Zürich 650.25 (650.50,, Pari» 123.9250 (125 05), London 164.10 (164.05), Netv-Aork 83.70 ,39.70), Belgrad 59.65 (69.60), Bukarest 14.55 (14 4250-, Wien 477.- bl« 480 — (477.—)' für 100 Schilling. Warschau 465.60 (466.—), Budapest 4.72 (4.7212* Jugoslawische 59 25 (59.35,, Oefterreichiscke gestempelte Krone 475.26 (475.76* Polnische 460.50 (460.60. Ungarische 4.71 (4.7175). Budapest, 10. Februar. »Devtsenkmso — Eigenberichts Berlin 16.966 Amsterdam 28.545. Kopenhagen 17.676, Stockholm 19.090, Aew-Aork 71.265 London 846.695, Paris 26.21, BMel 8286 Prag 2110.-, Belgrad 1251, Bukarest 304'/,. Warschau 9560. Wien 10.026, Sofia 490.—, Mailand 2872. Zürich 13.724.—. Belgrad, 10. Februar. (Devisenkurse.) London 276.87 Part- 210.— New-Yor' 56.90, Gens 1096.-. Mailand 289 30 Prag 168.70, Berlin 1850 - Wien. 801.-. Bukarest 2450, S»fia —, Budapest 0.0797, Brüssel —. Amsterdam —. Warschau — —. Warschau, 10. Februar. (Devisen.) Belgien —bis —, Berlin —bi» —. Holland 291.87 bis- 293,33, London 35.48 bis 35.61, New-Borl 728 - bis 782 — Parts 26.79 bis 26.91 Schweiz 140.30 bis 141.—, Budapest —.— bis —. Prag 21.56 vis 21.63. Wie» 102.50 bis 103.— für 100 Schilling, Italien 29.43 bis 29.57, Stockholm —bis , Bukarest —bis — AusländlM Börsen. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitmrg".) Berlin, 10. Februar. Die heutige Börse eröffnet^, durch die Rede Strejemarms beruhigt, in fveundlicher Haltung. Bekräftigt wurde noch dich Tendenz infolge der angekünvigten Steuererleichterungen des Reichsfinanzministers. Die meisten Papiere konnten ihre gestrigen Rückgänge wieder tvettmachen. Im weneren Verlauf des Verkehrs stellte sich, vom Montanmarkte ausgehend, eine Mauheil ein, die auch einen Teil der übrigen Papiere mitriß. Bei äußerst flüssigem Geldmärkte schloß die Börse ruhig. Besonders fest lagen auf denr Nenteurnarkte die Goldpfandbri-cfe. Es notierten-. Lurlenloir .24 9u Süd. Lombarden neue — Oesterreichiiche Staatsbahn 23.25, Darmstädter Bcmi 126.25, Deutsche Bank 124 — Dresdner Bank 115.—. Oesterre'chische Sirebtt 7.50, Oesterreichische Länderbank —.—. Neichsbank 155.—, Wiener Bankverein 6.25 Unionbaw 6.75. Daimler Motoren 33 75, Dynamit Nobel 85.75, Felten & Guilleaume 109—. Prag, 10. Februar. Im Gegensatz den letzten Tagen hoben. StützunMäufe die Aktien der Brunner Maschinenfabrik. Decknngslänfc der Komermine hoben das Kursniveau eines Teiles der Papiere. Bei geringen Umsätzen schloß die Börse nicht einheitlich. ES notierten: 6%ige vsterretchlfche Staatsanleihe 89.85 Zivnostenska 885.—, Anglobank 65.50, A/ercnrbanl 39.50 Oesteneichische Kredit 60.—, Wiener Unionban' 62 50 Wiener Bankverein 51.25 Ferdinands-Nordbahn 8560.— Böhmische Zuckerindustrie 1025.—, Schoeller 2340.—, Nestomitzei Zuckerindustrie 1650.—. Bereinigte Elektrizität Wien 129 50 flüssig Ehemitche 708.— Weltbrän Pilsen 2450— Königs- Hofer Zement 1528.- Brunner Maschinen 436.—', Simmeringer 94.—, Rot-Kostelltzer Textil 860.—, CoSmanos 446.—, Alvine Montan 135.—. Berg und Hütten 2260.— Poldihütte 510—, Prager Eile» 888 —, Skoda 719.—. Budapest, 10. Februar. Mangels Zeder Anregung nahm der heutige Verkehr einen ab g e s ch w ä ch t e n Vorlauf. Dia meisten Effekten verloren 3 bis 0 Prozent. Nur Viktor i a m ühlo erhöhte sich um 25 Prozent. Die Börse schloß flau. EL notierten Britisch-Ungarische Bank 30.— , Ungarische Kredit 804.50, Oeüerreichische Kredit 126.—. Wiener Bankverein 108.—, Kommerzialbank 840.—, Gran-Szaszvarer —, Oberungarische Berg und Hütten 290.—, Magnesit 910.—, Ungarische Allg Kohlen 2940.—. Salgo Kohlen 453,—. Nrikanv Kohlen N55.—, Ungarische Hofherr 122.—, Rnnamuranh 107. — . Ztaatsbahn 396.—. Ungarische Zucker 1510.—. Oestetreichische KnL —. U'^rlgkl 1926 by J. Ladyschnlkow Verlag, Berlin. 8in Tlaubensmarthrium. 38 Roman von Schalom Asch. „Birileicht ist es aber nur eine Prüfung; gedenkt auch des Gebotes, das Leben zu behüten. Jedermann ist verpflichtet, sich zu retten, so gut er kann. Der aber, der seinem Leben vorsätzlich ein Eno-e »lacht, begibt sich des Anteils am künftigen Leben. Ihr dürft vor ke:nem Opfer haliniachen, Nieder vor dein Opfer an Vermögen noch an Gold und Silber, noch selbst an religiösen Büchern. Denn ihr gchört nicht euch selbst, sondern dem Herrn der Welt, und ihr dürft nicht euer Leben Zwecklos riskieren, sondern einzig und allein um des heiligen ' Glaubens willen." Schluchzen entstand in der Synagoge nach der Rede des Rabbiners. Die Mitglieder der einzelnett Familien traten zueinander, die Frauen mit ihren Männern, und jede Familie saß mit ihren Kindern zusammen da, einer tröstete den andern nnd einer segnete den andern — und alle gewannen treue Hoffnung nach der Rede des Rabbiners. * Am nächsten Morgen, als die Späher von den Türmen 'Ausschau hielten, erblickten sie eine große Staubwolke in der Steppe. Sie stiegen von den Türmen herunter und verkündeten di« schlechte Botschaft, daß die Bösen sich näherten. Die Juden eilten gleich zur Festungsmauer, kletterten auf die Settern und bewaffneten sich mit Steinen, Haken und Eisenstücken, die sie vorbereitet hatten, während -die Frauen ihnen Töpfe mit kochendem Schmalz und heißem Brei zu-trugen. Da kam aber Pan Kaszniekj, des Fürsten Wiszniewieeki Stellvertreter, in Begleitung einiger Poley mit Schwertern in der Hand, and sie schrien zu den Juden herauf: „Was macht ihr denn da? Für wen bereitet ihr Steine und kochenden Brei vor? Für die Soldaten des Grafen Wiszniewieeki, die euch vor den Kosaken retten wollen? Erkennt ihr denn nicht den polnischen weißen Mer auf den roten Fahnen? Erkennt ihr nicht die Pfauenfedern an den Mützen der Soldaten? Gehen denn die slawischen Kosaken in tönig- UA" KerMinMnL Und SM Hr mK schon hW wechm MeMr MsrWM««a ff. %$tm Mo 3H* 8 Hakoah im Jahre 1925. Sie godebfettion. Aus bon der Generalversammlung vorc^legten Sektionsberichten. In dem von der Hockeystklioii der vorjährigen Generalversammlung erstatteten Bericht konnte im Hinweis auf die Eroberung der Helbstmeisterfchaft der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, daß es unserer Mannschaft gelingen werde, auch die Spiele der Frühjahrsserie erfolgreich zu beenden. Wir wurden nicht enttäuscht; nach überaus schweren Kämpfen ist es Ölungen, zum ersten Male seit Bestand der Sektion' den Titel eines Hockcymeisters von Oesterreich zu erobern. Es ist hier nicht der Platz zu einer ausführlichen Würdigung dieses großen Erfolges, in welchem langjährige, angestrengte sportliche Arbeit zum ersten Male sichtbaren Ausdruck findet und der uns deshalb doppelt wertvoll ist, weil wir — im Gegensatz zu den von anderen Vereinen geübten Praktiken — in unserer Mannschaft ausnahmslos nur solche Spieler verwendeten, die den Hockehsport bei uns erlernt haben. Sportliche Aufbauarbeit im besten Sinne des Wortes war es, die da geleistet wurde. lieber den Verlauf der Kämpfe sei nur ganz kurz gesagt, daß unsere Mannschaft vom Start weg die Führung an fich riß und dieselbe bis zum Ziel beibehiett, das mir einem Vorsprung von drei Punkten vor dem Nächstplazierten B. f. B. passiert wurde. Von 18 ausgetragenen Spielen wurden 14 getvonnen (Allround 4:1 nnd u:0, Amateure 3:1, Arminen 7:0 und 3:1, Kritzendorf 7:0 und 2:0, Lehrer 2:0 und 2:1, Nicholson 6:1 und 6:0, Red Star 2:1, W. A. C. 1:0 lind 2:1); drei endeten unentschieden (Amateure 1:1, B. f. B. 0:0 und 1:1); eines ging verloren (Red Star 1:2). An den Kämstn nahmen die 'Spieler Max, Ing. E. Nossig, Wald (die alle 18 Spiele mitmachten), Landesmann (17), Reumann, Rosenfeld (16), Weinivurm (15), Gottlieb, Dr. Kurzmann (14), Lchrfeld, Ing. A. Nossig (12),'Fritz Steiner (11), Ferry Steiner (5), Diamant, Wengras (4), Klimt (2), Ball, Sonnenschein (1) teil, denen auch an dieser Stelle nochmals unser Tank gesagt sei. Die H e r b sr s p i e l z e i r brachte dann einen e m P f i u dlichen R ü ck s ch l a g, das Glück, das uns in den letzten Spielen nm. den Meistertitel mun-erhin eip wenig PeMnstigie, ist einem beharrlichen Pech gewichen, auch konnten einzelne Mannschaftstelle die früher gÄvchnte Schlagkraft nicht mchr ansbringen. Wir hoffen, daß uns die gebesserten Tra i n i n gs mög-l i chcke iten bc ö f o m m ende n F r n h ja h r s ein Ausholen des verlorenen Terrains gestatten werden. Der internationale B erkehr unserer Mannschaft beschränkte' sich auf ein Doppelgastspiel in Mährisch-Ostran (1:2 gegen D. 'S. V. Witkowitz, 3:0 gegen Makk.rbi) und ans das Rückspiel der letzteren in Wien anläßlich des Jüdischen Tarn- und Sporstestes (2:0). Unsere R e s e r v r m a n n s ch a s i, die lomptetter Aufstellung zu den stärksten Wiens gchört, konnte leider nur selten ihre volle Spielstarte entwickeln und kämpfte daher mit wechselndem Erdic dicken, sich von Ohr zu Ohr hinzicheuden Schnurrbärte der Polen von den herabhängenden Bürten der Kosaken unterscheiden'? Macht das Tör auf Vox den Helden des Fürsten Jeremias'und geht mit Lebkuchen und mto Perlen den Heiden entgegen, die daherkommeu, euer Leben, eure Frauen und Kinder vor beit Kosaken zu Veiten!" In der Tat unterschied man durch die Staubwolke einen Wald von roten Fahnen, aus denen der weiße polnische Adler in der Sonne glänzte. Hie unb da flatterten weiße Fahnen, deren Träger vorausliesen, als wollten sie Hilfe und Erlösung ankündigen. Und bald hallte aus der ganzen Maw'r lautes Frendengeschvei: ,Hilfe komint! Hilfe!" Die Frauen mit den Kindern im Arm bestiegen die Leitern -und die Festungsnianer, erblickten von tveitem die polnischen Jahnen und'riesen: „Wunder Gottes, Wunder Gottes! Seht! Seht! Gott schickt uns Retter vom Hitimtel!" Die Inden vott Nemirow lvagten sich aus ihren Verstecken in den Kellem'und den Mauern auf die Straße hervor. Leute, die sich in Erwartung der Kosaken verborgen hielten, kamen jetzt an das Festtmgstor, um die polnischen Söldner, die ihnen zu Hilfe kamen, entziehen zu sehen. Hie und da versammelten sich bereits Deputationen von Juden, die ihre Festkleidnng an- «hatten und Thörarollen in den Händen hielteri, nm die Söldner des Fürsten zu begrüßen. Die Mütter aber versteckten ihre Töchter vor dem einziehertden Heer . . . Burschen mic* Knaben versammelten sich am Festungstor, mn den Einzug der Helden zu schön. Die Soldaten waren der Dkauer schon ziemlich nahe', allein die Inden sätunten dennoch, das Tor zu öffnen. Da kam eine Stafette mit einer weißen Fahne vorausgeritten, blieb am Tore stehen und stieß in die Trompete: „Oefsnet das Tor den Söldnern des Fürsten Wiszmewieeki!" .^Juden, zur Seite! Zur Seite! Oeffnet das Tor, W polnischen. Söldrter kornmen!" rief Pan Kasznieki. „Wir wollen erst sehen, tvas das für Söldner sind, toenu sie vors To? kommen", antworteten die aru Tor versammelten folg. Die guten Resultate, die Sie drille Därnnschast erzielte, lieren dadurch viel an Wert, daß sw gezwungen war, sich stäiwi« durch Spieler höherer Mannschaften zu kornplettieren. Wir kommen damit zu einem Uebelstand, der geeignet ist, die Zukunft der Sektion zu gefährden: Wir besitze« derzell keinen Nachwuchs. Zweifellos tvurden Unterlassungssünden bogangeu, dir allerdiugt unvermeidlich waren, denn in den letzten Jahren wurden alle Kräfte der Sektion für andere Zwecke beansprucht. Wollen wir jedoch unserem bicherigen PriWp, die Kampfmauuschaften aus dem eigenen Nachwuchs zu ergänzen, treu bleiben, so ist keine Zeit mchr zu verlieren. Durchaus unbefriedigend war die TÄigkeü der Damenabteilung. Hier wird sich binnen kurzem die Nottvendigkeit irgend welcher Reformen ergeben; ein weiteres Dahinvegetieren ist zwecklos. Die finanzielle Lage der Sektion hat sich mit Beendigung der großen Investitionen und nach einer bedeutenden Erhöhung der Aktivitätsbeiträge etwas gebessert. Unsere Br« zrehungen zur Lcitnug und §u den anderen Sektionen waren im abgelausenen Jahre die^denkbar besten; auch das Einvernchmen innerhalb der Sektion ließ nichts zu wünschen übrig. Bei dieser Gelegenheit sei )wch des korrekten Verhaltens des Verbandes und der Vereine uns gegenüber gedacht. Die im Vorjahre im Rahmen der Sektion gegründete Eishockehmmmschast konnte Heuer leider nicht aktiviert werden, da knapp vor Saisonbeg'inn aufgetanchte Schwierigkeiten nicht mehr in dem Maße bchebbar waren, daß eine dem Ansehen des Vereines entsprechende Vertretung möglich gewesen ioäoe. Wir sind als Schutzveroin ln den Reihen der Verbandsnritglieder verblieben und wollen im kommenden Winter diesen mächtig aufblühendrn SportKveig wieder in unser Programm aufnchmen. Zusammen fassend kann 1935 als ein Jahr d^r Arbeit, aber auch als ein Jahr der Erfolge, der fortschreitenden Konsolidierung rrach innen und außen bezeichnet werden, mit dessen Ergebnissen die Sektion vollauf zustieden sein kann. Spovt ln Polen. (Von unserem Korrespondenten.) In der letzten Woche spietto in Warschau nur Poionia gegen den S. C. Bar-Kochba und siegle 6:1 (2:0). Bar- Kochba hielt sich dem Meister gegenüber.,verhältnismäßig gut Und hätte ein besseres Resultat erzielt, wenn die Mannschaft wentz)- ftens etwas Training hinter sich hätte. So mußte aber das erste Spiel der jüdischen Mannschaft in dieser Saison hoch verloren gchen. Sonst vvrdient noch der 6:2-Sisg des 1. F.. E. Kattowitz dortselbst gegen den S. C. Slas-k, der 1:0-Sieg Pogons über Lechia in Lemberg und schließlich der überraschende Sieg des S. C. Skra in Warschau über Warszawianka mit 4L Toren erwähnt zn werden. - Die polnische Eishockehmeisterschaff ^gelangt m Zakopane Zwischen dem 19. und 21. d. zur Entscheidung. Hier finden nämlich wahrend der internationalen Skiwettbewerb^ die Das Heer beeilte sich indessen nicht, vor das Tor zu koninien. Es hielt diebnehr in der Ferne Rast, in dem Wäldchen, das vor der Stadt lag, sandte aber fortwährend Boten mit Trompeten; allein die Juden wollten auf nichts eing-chen. ,Mr wisien nicht, wer ihr seid! Kommt doch näher ans Tor heran, dann werden wir sehen, was ihr für Söldner seid!" ^O Jüdchen, Jüdcheu, ihr Feiglinge, wie ihr euch fürchtet! Oeffnet das Tor und laßt mich zu chnen hinaus'. Konime ich nicht zurück, sind es die Kosaken — so ist es mein Tod. Komme ich aber zurück, so sind es die Polen. Ich brauche niemand von euch.. Ich werde allein hingchen unter Einsatz meines Lebens, ihr aber geht und versteckt euch unter den Röcken eurer Weiber!" schimpfte der Pole die Juden aus. Hierauf öffneten die Juden eine kleine Pforte in der Festltngsmauer und ließen Pan Kasznicki hinaus. Der Bote führte ihn zu dem Heere, das immer noch in dem Wäldchen lagerte. Lange Zeit verweilte dort der Pan. Dann aber kam er auf einem weißen Pferde mit einer polnischen Fahne in der Hand zurück. Er hatte zwei Trompeter ibei sich. Dies: bliesen ihre Instrumente und die Juden stellten sich auf der Mauer auf. Hierauf verlas der Pan mit lauter Stünme folgendes Schreiben: ' „Int Namen seiner Durchlaucht, des Fürsten Jeremias Wiszniewieeki, des Herrn von Nernirolv, befchle ich den Einwohnern von Neniirow, den Söldnem seiner Durchlaucht das Tor zu öffnen!" „Unser Beschützer Pan Wiszniewieekl soll leben!" antworteten die Juden und'machten das Festungstor weit auf. Die jüdischen Abordnungen stellten sich am Tor auf. Vom Waide aber ritt daS Heer jetzt spornstreichs zum Tor, schventte im Takte die Fahnen und rief Hurra! Da erfaßte Schrecken die Jilderr. Ein befreundetes Heer zieht doch nicht in dieser Weise m die eigene Stadt ein! Aber es war schon zu spät. Die ersten Reiter waren bereits in die Stadt eingedrungen. An den langeil, herabhängenden Schnurrbärten erllulntzru die Juden, wer das war, und großes tÄeschrei echab sich in der Stadt. „Die Kosoikm! Die Kosaken!"

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