Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2500 (7.2.1926)
- Date
- 1926-02-07
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite « Men, Sonntag Wiener MorgenzeUung 7. Februar LVK Die büfe Zunge. Mn aktjüdkfches Märchen. Es war einmal ein Mann, der drei Töchter hatte: die eine der Töchter war bübisch, die andere mar arbeitssanl, die dritte war kloffchfüchtig. Da kam zu «dem Mann ein Freund, der drei Söhne hatte, und wollte die drei Jungfern für seine Söhne freien. Der Vater der Achter aber sprach zu Hm: Meine Töchter verdienen cs nicht, deinen Söhnen vermählt zu ev-evden. Da fragte jener: Warum denn? Der Mann erwiderte: Weil d>): eine gerne stiehlt, die Zweite nichts tut, die dritte üble Nachrede verbreitet. Der Vater der Löhne sagte dennoch: Und fei es dont auch so, iä) will deine Töchter meinen Löhnen antrauen. Und er nahm die drei Schwestern, brachte sie in fein Haus und ließ seine Löhne sie ehelichen. Wie stellte, es aber der Schwäher mit den jungen Frauen an? Die Diebin setzte er zur Herrin über alles, was :1hm gehörte; die Faul« machte er zur Äufscherin aller seiner Sklaven und Sklavinnen. Die Verleumderin aber besucht: er an jedem Morgen und fragte sic nach ihrem Befinden. Nach einiger Zeiit kam der Vater der drei Schwestern, seine Töchter zu sehen. Die Diebin und di: Faule priesen ihn hoch und sprachen: Vater, aller Legen möge ans deinem Haupte ruhen dafür, daß du uns in dieses Haus gebracht hast: wir haben hier viel Behagen gesunden. Dii: Verleumderin aber sagte: Aller Fluch möge über dich lonunen. Jeder Mensch gibt seine Tochter einem Manne, du aber hast inich zweien vermählt, dem Vater und dem Söhne zugleich. Glaubst du es nicht, so verstecke dich unter meinem Bette und habe acht auf das, was kommen wird; scbald mein Gemahl hrnausgegangen ist, fein Tagewerk zu verrichten, kommt sein Vater und bedrängt mich nrit seinen Anträgen. Da verbarg sich der Vater der jungen Frau unter ihrem Bette und alsbald kam der Schwäher und begrüßte seine Schnur m der gewöhnten Weise; er beugte sich über sie und küßte ihr Haupt, wie er es täglich -zu tun pflegte. Darauf sprach das We-ib: Lass' ab von mir, mein eigener Vater ist hier. Da glaubte der unter -dem Bette Horchende, daß der Vater seines Eidams.wirklich Sündiges im Sinne-hätte; er kam aus dem Versteck hervor und schlug den alten Mann tot. Als die Söhne des Getöteten das vcr nahmen, machten sie sich, auf und erwürgten ihren Schwäher. Die Verleumderin begab sich in das Frauenhaus, um ihren Vater beweinen, aber auch sie wurde getötet. Ersieh daraus, daß eine böse Zunge drei Menschenkinder ans dom Leben bringen kann, den Sprecher und den Hörer siwohl als den Geschmähten; der aber die Verleumdung anhört, wir) von der Strafe noch cher betroffen als der, der sie ausstr-eüt. (Aus dem ,,Maassc-Buch") '.u HZrsöle sind keine Tokletterönme. In Kalifornien scheinen die S luden Hinnen dan Vo-rlesuna-en ihrer Professoren nicht immer mit icr gabührerben AufmvrksamkDlt zu folgen. Denn sonst hätte ciiwr öer Professoren die Damen nicht ermahnen müssen, währed seinen Stunden Puberquäskc, Lip'penstnft und Taschens P i e g c l etwas lvenigxr zü handhaben, da sonst die Stuben ten mit gleichem Recht während der Kollegien ihren Rasierapparat auspacken und sich rasieren könnten. Von tiiefcr jd)t richtigen Bemerkung mußten einige Studenten Kunde erhalten haben, denn schon am anderer! Tag zogen während MUtir Vorlesung des betreffenden Professors mehrere Studenten die Rasierklinge aus der Tasche und begannen seelewruhig zu seifen und.zu schaben. Die Damen mußten schließlich Vernunft aunehmen, denn sonst wären Ale Hörsäle binnen kurzer Zeit in Rasierstwben verwandelt 'worden. Der Bürgermeister als Eherlol Holmer. Aus Hannover wird uns gemeldet: Der Bürgermeister des kleinen Ortes 'Buchten bei Hannover hat ein wahres Detektivgeschichtlein vollbracht. Zahlreiche Hofbesitzer dieser Gemeinde hatten in den letzten Tagen Drohbriefe erhalten, in denen ihnen das Anzünden ihrer Besitzungen angekündigt ' wurde. Zwei Scheunen wurden bereits cmgeäschert, ohne daß es gelungen wäre, den Täter ermitteln zu körmen. Da sich der Bevölkerung große Unruhe bemächtigte, griff der Bürgermeister zu einem eigenartigen Mittel, um den Täter zu eruieren. Er erklärte, daß alle Ortsinsassen eine Eingabe an das Ministerium, eigenhändig unterzeichnet, machen müßten, in der um Abhilfe ersucht wird. Aus einer dicher Unterschriften konnte der Schreeibcr der Drohbriefe festgbstellt und ins Arrest gesetzt werden. Der Ort hat nun wieder seine Ruhe. Trotz größerer Arbeitslosigkeit mehr Tanzfefte. Dike sehr naheliegriwe Annahme, daß in einer Stadt mit m e h r a l s 100.000 A r b c i t § 1 of c it di: Tanzlusi ein: außerordentliche Einschränkung auswcst'en inüssc, entspricht nicht den Tatsachen. So wurden beim Magistrat im Dezember 1024 insgesamt 3064 Einzelveranstaltungen angemelder, während im Dezember 1025 via Zahl der allgemeldeten Veranstaltungen 3448 war. Aber auch im Jänner 1026 hat die Zahl der Festlichkeiten gegenüber dem Vorjahre; n g e n o m m e n. Den 2370 Tanzsesten k«s Jänner 1025 stehen nämlich 2527 im Jänner 1926 gegenüber. Eine sprunghafte Steigerung »st aber in den ersten Februartagen zu verzeichnen. Vom 1. bis 5. Februar 1925 wurden m Wien 431 Vera n [t a l t u n g e n angemeldet. Die ersten fünf Feibvüärtage brachten Heuer den Rekord von 787 Anmeldungen. Es find also in den letzten 67 Tagen insgesamt 6762 Festlichkeiten, sie der Lustbarkei-tsabgabe unterliegen, beim Wiener Magistrat angemeldet worden. Das sind um 885 mehr als in denselben 76 Tagen der Saison 1024-25. Dazu fammett aber noch alle jene Lokaliltäten, wie Bars, Konzertkaffechäustr, Hotels, in denen tagaus, tagein bei Fünsührt-ees und am Abend getanzt wird. Alle diese Veranstaltungen sind in den genannten Zahlen nicht enthalten. Aber auch da ist kein Rückgang .zu verzeichnen. Wien gibt sich trotz Arbeitslosigkeit und Luftbqrkeitsabgabe von Jabr zu Jahr im stärkerem Unrsang dem Tanzvergmigen hin. Die Sefahren de« PerleMche«». t Der Untergang einer Perlenfifchevflvtte von 7000 Man« im Persischen Golf, der kürzlich berichtet wurde, zeigt wieder einmal, mit wie große» Gefahren diese köstlichen Schätze des Meeres ans Licht gehoben' werden und mit wie viel Jammer das Gewinnen dieser „leuchtenden Tränen" verbunden ist, die unsere Damen schmücken. Wirbelstürme von so furchtbarer Gewalt wie der letzte, sind Mckllcherlvei.se selten, aber auch sonst mndräuen «den Perlenfischer alle möglichen Gefahren. Da man glaubt, daß die Perlen umso weißer und schöner sind, aus je größeren Tiefen sie hcraufgebracht werden, so suchen die Deucher immer tiefer gelegene Muschelbetten auf, und dringen oft bis zu 70 Fuß ins Wasser. In solchen Tiefen sind Abenteuer mit Meernngehcuern alltägliches Erlebnis. Angriffe von Haifischen konunen sehr häufig vor, und der Perlenfischer ist gewohnt, dem „Tiger des Meeres" mit feinem Messer zu Leibe zu gehen; aber noch viel schrecklicher ist die 'Anwesenheit der furchtlxiren Schwertfische, gegen die die Taucher ganz machtlos sind. Schon mancher Taucher ist von einem solchen Fisch in zwei Teile zerschnitten worden. Die bedeutendsten Perlenbänken liegen an den Bahrain^nfeln, und die Bahrain-Inseln wurden schon in alten Zeilen besonders hoch ge'chätzt. Die Gelehrten reihen diese Perlen unter die wissenschaftlich sestgel.gtcn Arten als „maleagrina vulgaris" ein; gewöhnlich aber iterutt matt sie Lingah- oder Bombay-Perlen, noch, den Häfen, von gelten aus sic exportiert werden. Die besten, dieser Bahrain-Perlen, besitzen eine wundervolle Klarheit und jenen reichen ntatten Glanz, der ohne jeden Hauch uue jede Trübung ist. Biele sind durch dunkle Ränder ausgezeichnet. Ter Zauber dieser Perlen ist so gewaltig, daß schon ans dem Altertum berichtet wird, keine Freu könne diesem Glanze widerstehen. Die Eingeborenen zerstoßen die kleineren Pvrlen zu Pulver und mi'chen sic unter ihre Heilmittel; Perlstückchen werden auch mit Betelnuß vermischt und verkauft, weil man ihnen heilkräftigen Einfluß zu schreibt. Der Beherrscher dieses Gebietes, aus dem 'die kostbaren Perlen kommen, ist der Scheck von Bahrain, ein arabischer Fürst, dessen Borsahreu hier schon seit vielen Jahrhunderten regieren. Der gegenwärtige Scheik erregte großes Aufsehen, als er dieses Jahr auf der Ausstellung von Wembley in London erschien. In seiner hohen Gestalt verkörperten sich alle Wunder des Oriertts, denn er trug einen über und über mit Golö'schmuck verzierten Turban, einen wallenden Burnus und im Gürtel einen Dolch, dessen Griff mit den herrlichsten Perlen besetzt war. Aus der Faust saß ihm ein Falke und so war ein Sinnbild jenes gefährlichen urf> geheimnisvollen Zaubers, der die Perlen seines Heimatlandes umgibt. Die RaiMultm in Leipri». Aus Leipzig wird gemeldet: Gegen 33 Mitglieder verschiedener Nacktbünde war ein Strafverfahren wegen groben Unfug eingelei-tet worden. Die Angeklagten haben am 9. August voritzen Jahves auf einem gepachteten Gelände an der Elster ihren Grundsätzen gemäß ohne jegliche Badekle-idu ng gymnastische Hebungen ausgoführt und gebadet. Der betreffende Platz, der g e g en neugierig e n Blick g c schütz t .ist, wurde von der Amtshauptmannschaft genehmigt. Einwohner der umliegenden Dörfer hatten jedoch Beschwerde gegen die Nacktkultur cingereicht. Das Amtsgericht hatte da-vauf Strafbefehle von 10 bis 20 Mark erlassen, gegen die alle Angeklagten E t tt i[ >pruch erhoben. Nach kurzer Beratung verkündete das Gericht die Freisprechung der Angel lag te-n. In der Urteilsbegründung wird hervorgehoben, daß die Beklagten sich keinerlei Verschlungen haben zuschulden -kommen lassen und auch alles getan haben, um -ihr Gelände vor Neugierigen zu schützen. . Mischer Etudentenmeetiug in Srar. Am Nachmittag des 31. Jänner l. I. fand in Graz eine sehr gur besuchte Vollversammlung der jüdischen Studenten statt. Tie hatte die allgemeinen Besprechungen zum Thema, die zur Erreichung eines engeren Zusammenschlusses der in der jüdisch-akabemischen Vereinigung, einer Lektion des Gesamtvcrbandcs jüdischer Hochschüler Oesterreichs „Judäa", vereinigten jüdischen Hochfchüler in Graz notrvenoig sin). Ter Obmann der Vereinigung, Herr Otto Maulwurf, könnt-?am Beginn der Versammlung Herrn Ch. Gelber, den Präses des Gesamioerbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs „Judäa", begrüßen, der sich zur Einleitung der Reorganisation der jüdischen Studentenschaft in der österreichischen Provinz, »ach einem Besuche der jüdischen Kollegen in Leoben auch in Graz cingefunden hatte. Herr Gelber brachte iu einstünüiger, treffender Rede einen Bericht über die allgemeirtc Lage der jüdisck-en Studenten in Europa und wies auf die dringende Notwendigkeit einer engeren Gemeinschaft der jüdischen Kollegen untereinander hin. Es wurde beschlossen, auch nach außen hitt mit den jüdischen Kollegen der übrigen österreichischen Hochschulen soivie mit den übrigen jüdischen Vereinen in Graz in näheren Kontakt zu treten, den Fortbestand der Mensa a c a d e m i c a in Graz, die sich bisher recht und schlecht sortbringen mußte, durch Jnlevrssierung maßg^euder Kreise zu sichern, ein gemietetes Lokal als Vereinsheim einMichten mxd durch Veranstaltungen der Vereinigung mchr in die Oeffentlichkei: zu treten. Durch Fühlungnahme mit einflußreichen Kreisen, den Spitzen der Kultusgemenide und der übrigen jüdischen Vereine in Graz wurde der jüdischen Studentenvereingung in Graz eine weitgehende Unterstützung, auch in materieller Hinsicht, zugesichert. Die über drei Stunden dailerude Bersantmlung, in der auch national'jüdischr Fragen gebührend zur Sprache kamen, verlief zur allgemeinen Zufriedenheit äußerst anregend und würdevoll. Die KlatzeNelche tat Korb. Mmd an dem Neugeborene». Gütern gegen 3 Uhr nachmittags erschien ottf da» Wvchtz zimmer in der Blindengasse die KckufmamksgMn Woyailower, Laudongasse 71 wvhtchaft, und zeigte an, daß die bei Hr be-» dienstctc Hausgchilfm, die am 29. April 1604 zu Gerasdorf geborne Barbam B a ch i n g e r, ihr Kind erdrosselt und dile Leiche in der Wohnung des Drenstgebers verüvahrt habe. Die pÄizeMche Komnistion fand tatsächlich in der Wohnung des Kaufmannes fet einem ihtt Borzimmer, unweit der Eingangstür zur Wohnung « einem Weiden korb, völlig unbekleidst, die Leiche eines ireuge» borenen, offenbar lebensfähig gewesenen Knäbkems, die bevertS Spuren von Fäulnis austviles. Um -den Hals des Nmgeboreuen war in zivei Windungen eine Spagatschnur und Werdies «in «S zahlreichen Zwirnfäden hevgestellter Strick zugezogen. Die Hausgehllftn, di«e von ihrer Dienstgeberm bezüglich chrer Verwendbarkeit als mustergültig bezeichnet wird, staard seit dem 10. November vorigen Jahres im Dienst des KausimannSehepaares. Der Dienstgsberin war jedoch i(nt Wesen der Hausgchllfia innerhalb der letzten .zehn Tage eine >v e s ent 1 i ch e Veränderung ausgefallen. Das Mädchen lvar förmlich verstört» klagte stets über große Mattigkeit/ war totenblaß im Gesicht und konnte sich, wie man ihr ansah, kaum auf den Füßen ha 1 ten.' Die Dienstgeberün fragte die.Bachinger -nmnsr und iinitter wiever» was ihr denn sei, doch 'erhielt sie keim befriedigende Auskmrst. 2lls nun die Hausgehilfin gestern nachmitttags, da sie Ausgang hatte, die Wohnung verließ, blickte Frau Woynilower in den bei der Eingangstür im Borzinuner stehenden Weidenkvvb. der Eigentum der Hausgchilfin ist, und als si: den Deckel hob» sah sie in den Kleidern des Mädchens unbekleidet die Deiche des neugeborenen Knäbleins liegen, worauf sie die Anzeige erstattete. Bis dahiin war die Bachinger noch nicht von dem Ausgang hermgekehrt. Gegen halb 9 Uhr abends livurde die Bachiuger, als sie das Haus ihrer Dienstgeberin betreten wollte, vechastet. Sie gestand die Tat ein, behauptet aber, sich an die Einzelheiten nicht erinnern zu können, da sie damals schr aufgeregt war. Sie gab an, am 25. vorigen Monats, nachmittags, als ihre Dienstgeber nicht in der Wohnung weilten, ohne jegliche Hiisife das KnMein zur Wett gebracht zu haiben. Der Kindesvater soll nach ihrer Angabe ein verheirateter Gastwirt sein. Die Bachinger wurde noch gestern naD^ dem Jnquisitenspital des Landesgerichtes eingeliefert. * Dir Beschichte von Tcknrewittchens Goldschuh hat sich als mres Mrchen erwiesen, cs stehr heute jdjou fest, daß es ein GoldfcwfctfcM M» schchhaxs L»r,. i. Ä». r-b-Gch, 8a, BK. Ein zirlusseft der Wiener BSHnenkstnstkr. Der Joumalisten- und Schriststellervereiu ConcordvE und der deutschösherreichische Bühnouverein haben sich zu-- sammengetan, um zugunsten chrer Wohlsahrtseinrichtungen ein Zirkus fest zu vcxanstalten, bei welchem Angehörige der Bichne in der Arena erscheinen. Es findet Freitag, den 26. Februar b. I. im Zirkus Hagenbeck statt. Das Fest wird in größerem Sitle gchalten sein, da der Zirkus Hagerlbeck vermöge der riesigen Ausdchnung drs Gebäudes und vermöge seines herrlichen Dierbestandes die Möglichkeit zu einer besonderen Ausgestaltrmg des Pwgrammes bietet. Die Proben, die schon diese Woche beginnen, werden bereAs, eine schöne Anzahl von Mitgliedern der Wiewer B-ühnen^ bei der Artistenarbeit in der Manege vereinigen. Prof. Sr. Siegtnnnb ßxner gestorben. Freitag abenLs ist tturz vor Vollendung isvvwes 80. De» bensj-cchves der LÄanMe Physiologe Professor Dr. Siejgmuard Exner gestorben. Er war ein Svhar dos Pvoifessors der Philosophie Dr. Franz Exluw und vardanktv ifeiiu -großes wissenschastliches Ansehen in erster Linse fsmien d-emühmtsn Untsr-!fuchr,gen aarf -dem Gebisde des Zen^alnerpenshstems ulch der Physiologie der Srnneisorgane. Er war auch jahrelang in außerordentt-icher B«vwe>n/dung im Mialiiisteviimn stir Kulms und Untvrriicht gestanden. Albs seine Jmtiattve ist die Schaffung dies Phonogramma rchäves, das die Stimmen lbodoutendar ALenschen verewigt, surückznfühven. Professor Exner hat noch am DomrNrsbag in der Akademie der Wissenschaften einen Vortrag gchalten,. Sw toller Sommer? Die Meteorologen prognostizierten einen unechört taLbe K Winter für 1925/26. Haben aber bekamttlich nicht recht behalten. Jetzt stellt ein Wetterprophet erneu kalten Sommer für 1926 iu Aussicht, aber man wird gut tun, diese Prognose nicht allzu tragisch zu nehuren. Nach der neuen Prophezeiung hatte das Jahr 1816 ein durchaus sommerloses Jahr und 1816, als sein Vorläufer, so viele auffallende Aehnlichketterr nnt dem jetzt zur Neige gegangenen Jahr, daß für 1926 das Schlimmste zu befürchten ist. In beiden Jahren, sowohl 1815 als auch 1925, waren eine große Älnzahl von Somrenflecken vochanden. Die erwähnte Pwphezemng basiert nun auf der Theorie, daß das Vorkommen von fl r o ft c u Fleckengebieten auf der Sonne eine geriugere Ausstrählung von Wärme zur Folge hat, daß wir also von unserem Muttergestirn weniger Warme echälten als in audertzn Jahren, die -im Zeichen eiires geringeren Vorhandenseins von Sonnenflecken stehen. Man wlll kühlere Sommer stets in Verbindung mit einer Zunahme von Sortnenslecken beobachtet haben. Das anormale Jahr 1816 offenbarte seine Natur bereits im April. Es lag überall noch t-iefer Schnee. Selbst nu Juni traf man noch Schnee und Eis, während der Mai sich durch Nässe und Feuchtigkeit auszeichnete. Infolge der ungünstigen Witterung war auch die E r u t e eine der schlecht testen, die man seit langem gekannt hatte, noch schlimmer als fvgenannte. trockene Jchre. In einigen Gegenden war von einer Ernte überhaupt nicht die Rede. Soweit man Berichte aus einem Jahr erhalten kann, zeigte es sich, daß ganz Europa und Nordanrerika, besonders aber auch die RaMärwcr des Atlcnttffcheu Ozeans ans der rwMchen Hemisphäre unter dem sommerloseu Jahr zu leiden hatten. Auch in Rußland und dm nördlÄherr Teilen Wens waren die Ernteergchnisse m'mimÄe. Wo. u^su Wie gesagt, der Meteorologe ficht schwarz, aber mcm-knm Me«