Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2484 (22.1.1926)
- Date
- 1926-01-22
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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?vwtoi> und Hirtenberger um 6000 K. Auf dem A n l a a e m a r 11 waren GtaatSbahnprioUtSten und tichechoslowMche Obligationen weiter begehrt. Renten lagen N'cht einheitlich. Nach leichten Schwankungen waren Daulose fester. Von den Exoten notiertenr Mrazniea 86.600 bi- 87.600 K., Tepege 0100 bis 0400 St. «uMndische »Ursen. (Eigenbericht der „Wiener Moraenzeitung".) Berlin, 2t. Jänner. Umfangreiche Aufträge aus Amerika brachten den meisten Montannud Elektrizttätswerien K n r ^5erhöhungenvon 5 bis 8%. Nur Kanada-Aktien lagen infolge der unbestimmten Freigabeausstchten flau. Auf Gewinstrealisationen gingen die Kurse etwas zurück, doch blieb die f e st e Grundtendenz behauptet. ES notiertem Türkenloic 24.80, Süd. Lombarden neue *—.—, Oesterreichi'che Staatsbahn 20.62, Darmstädter Ban, 116.—, Deutiche Lam 116.26, Dresdner Bank 11125 Oest. Kredit 6.75 Oest. Länderbank —. Reichsbank 149.—, Wiener Bankverein 5.— Untonbank 6.25 Daimler Motoren 34.75, Felten <* Guilleaume 114 60, Dnnamit Nobel 87 62 Prag, 21. Jänner. Nach ruhigem Beginne waren die Kursändernngen unbedeutend. Der Schluß war leicht gebessert. Es notierten t 6% ßt österreichische Staatsanleihe 83.-, Zivnostenska 379.—, Analobmck 67.50 Atercurbank 3450 Oesterreichische Kredit 64 75 Wiener Unionban 51.— Wiener Bankverein 4175 FerbinandS-Nordbabn 3370.—. Böbmllche Zuckertudustrie 925.—, Echoeller 2150.—, Nestormtzei Zuckerindustrie 1635 — Vereinigte Elektrizität Wien 128 — Aussig Ehemische 682.— Weltbräu Pilsen 2600 — Königs- Hofer Zement I486.-* Brunner Rkaschinen 478.—, Simmerinqei 91.50, Rot-Kosteletzer Textil 364.—, CosmanoS 471.—, Alvine Montan 123.-. Berg und Hütten 2250.-. Poldihütto 501 Pragei Eiken 865 — Skoda 741.—. Budapest, 21. Jänner. Abgaben der Kouteuninc brachten Kursrückgänge bis zu 10%. Bcwuüerö schwach lagen Viktoriamühle und Nowa. Die Aörse schloß in abgeschivächter Haftung. Es notierten r Britisch-Ungar. Baut 80-, Unaar. Kredit 300.—, Oesterr. Kredit 115 — Wiener Bankverein 88.-, Koinmerzialbank 825.—. Gran-Szaszoarer —, Oberungarische Berg und Hütten 269 —, Magnesit 770.—, Ungarische Allg. Kohlen 2680.—, Salgo Kohlen 414— Urikany Konten 1080.—, Ungarische Hofherr 102 —, Rimamuranp 101.—, ^taatsbahn 835.—, Ungarische Zucker 1365.—. Oesterreichische Die Ievisenkurie. Zürich, 21. Jänner. (DevOenknrie von 12 Nhr.) Berlin 123.25 (133.28%), Holland 208.13V* <208 07'/-.-. New-Aor! 517.62 (517.62-. London 26.17% '25.17--/«. ' Pari« 19 43 (19.33), Mailand 20.90'/. (20.90,, Brüssel 28.62 / 23.62%, Kovenpagen 128.45 (128.50.. Stockholm 138.65 1188.60,, c*lo 105 20 105.30,. Madrid 73 80 <73.27l/2), Buenos Aires 214 50 (214 50). Prag 15.33 (15.83-. Budavest 0.007255 (0.007255. Butarest 2.31 (2.32), Belgrad 9.17 (9.16-, Sofia 3.40 (310). Warschau 58-(?) > Wien 72.90 (73.85) «n» 100 Schilling. Pro», 21. Jänuer. (Devisenkurse.) Berlin 804.50 (ü03.75) Züricb 652.50 (652.12-, Parts 126.9250 '126.1760-, London 163.9750 (164.10-, Aew-Port 83.70 (33.70-, Belgrad 59.8750 <59.87-, Bukarest 14.9750 (14.95). Wie» 476.50 bis 479 50 >476.50' für 1ÖÜ Schilling. Warschau 464.50 (469.—), Budapest 4.7105 (4.7087Jugoslawische 59.60 (59.60,, Oesterreichische gestempelte Krone 474 60 (474.50-. Polnische 46450 (463.50 Ungarische 4.70 (4.6925). Buüapcst, 21. Jänner. Devisenkurse — Eigenbertcht.- Berli« 16.965'/,. Amsterdam 38.650. Kopenhagen 17.678. Stockholm 19.083. Rew°Yor! 71.260, London 346.480, Paris 2674, Brüssel 3283.—, Prag 2110.Belgrad 1261. rSutaie t 313% Warschau 9360. Wien 10.030. Sofia 435.-, Mailand 2875, Zürich 13.770.—. Belgrad, 21. Jänner. (Devisenkurse.) London 274.60. Paris 212.—, Netv-Äort 56.4220, Genf 1091.60. Mailand 227.75, Prag 167.40. Berlin 1344.- Wien 795.—. Bukarest —, Sofia —, Budavest 0.0794. Brüssel —, Amsterdam 2275.—, Warschau — —. Warschau, 21. Jänner. (Devisen.) Belgien —.— bis Berlin —bis —, Holland 292.92 bis 29429, London 85.41 biS 35 59, New-Aork 728.— dl» 732 — Paris 27.43 bis 27.57, Schwer, 140 80 bt» 141.50, Budapest —- bis —Prag 21.66 bis 21.66, Wien 102 50 bis 103.— für 100 Schilling, Italien 29.45 bis 29.60, Stockholm —bis Bukarest — — bis —, „ ^ene^Noest<nzertttna _____ itiü Kino. fei e|n Groftfilm erfordert. ungchrtiÄksUtt ifeocn.5im.3fr>, Oie jemals bei .in,CM £1 1 a'fftuacht wurden, i)a3J;ur H.nstc'tlnug des Films „R o b! u gedient, wrwer k«jch in Wien zur Auffuh.ung Allanate. von nHesährV.-, Millionen' Dollar' wurdr i'n •v>ie(cn UiiU't ji’ii Lzehcuren Bauten sei -mr die Kon lasvul.) cnnayiu, oie auf tiuerlSäcf)o von 1 »/* Hektar errichtet wurde vouZ<!<) Bteter^n) einer /fronthi.von 260 Me- '-cr.Herstellrihg dsr^ebäude wurden allein ungefähr 0lV»lcll 'MS(l ^krwenset. Tracht Türme -der Burg rvären nach n)rem Umfange in der Lage. eittkMilliou Liter zu fassen. Tie B'.irg ^'^m.'Wall tlnqzeben, ir bei aufgezogener Zugbrücke nur mir allen Hilfsmitteln per moi^nsten KriegÄbrung überschritten iverpen konnte^ Der Känigssaaller Burg, uu'welchem nach Beendigung des )^lms ern^Festbanm zu Ehren Douglas Fair'bwcks ^.(derM»te.Sacll, .dß Welt. Tie^ Herstellung der Ko- .wnn'r Seite 7 Vom 22. bis 25. Jänner: Gartenbau-Kino, I. Imperial-Kino, I. Opern-Kino, 1. Zirkus-Busch-Kino, 11. Eos-Lichtspiele, Ul. Haydn-Kino, VI. Weltspiegel-Kino, XVi. Vom 26. bis 28. Jänner: Krugei-Kino, I. Tuchlauben-Kino, I. Central-Kino, II. Kammerspiele am Schwarzenbergp atz, 111. Park-Kino, XUI. 12’Jl -'500 Darsteller in nöfische uns :»e.i (fn.'.Iands unrer .König Richack ' <!0n Meter iOnsti'.ngei! i.i; g,r Oitr.TCvtirii.' Xesiinnr aas : ieö'venherz zu UrHen. Zn d'. ieni Behelfe wnraen 20.000 Meter Cr ich'.ucrste)' nuo nurnollsten T'oste '.lecarbeitei. mehr als taufen! Be,.ttcken. 1-, ,.r' .ebiunr M.nube.uiiaa., n'.r-ben .ieraeftelltin: aistoriscl itelliliig tatisteric 10.000 eniei Der jrö$tcWelNrfolS des Jahres Ist der, Film & io WIT CJiANElf (PREISGEKRÖNT/ ALS OER BESTE «SCHAUSPIELER AMERIIM^ NORMA $HEARERi UN0 »JOHN GILBERT tem 'Lt-.rSl.'rrm des Bttchcrmär-.'rials beschäftigt. Der Film ,,Robii, Hood", der außer diesem nngcheureu Ausrva'n) die Prachtleistunei' Douglas Fairbansv g! bieten hat. naar ocmgcmäst auch in bei ganzen Welt der denkbar grösste Erfolg, Pierre Maurice P f l a u m. „Der Marrn, den man ohrfeigt." Bor nod) nicht all;n langer Zeit evuroe in DeutsHlano bn Behauptung ausgestellt, taß sich Amerika die europäischen Ne. gisseure nur deshalb über den O;ean hole, um ihre Kunst zu der. wässern, ihre starken Eigc'iiarten zu verdünnen, kurz und acht: sic einfach kalt zu stellen, damit sie der amerikanischen Produktion, tpe die Berliner Kritik allzit häufig mit einer grossen Geste und d«m Worte „Kitsch" aMmt niächte, nicht gefährlich werden könnten. Sollte oerartiges Vorgehen bei der Berufung europäischer Negissenre tvirklich in den Intentionen der Amerikaner gelegen fein, so hätten sie bei Viktor Sjöström einen effektiven Mifzeriolg ,zu ver.',eichne», denn fein vorliegendes We2k zeigt eher em Plus an krafwollec Originaliläi und künstlerischer Vertiefung als das Gegenteil. Ter Stoff der an und für sich packenden HaMurrg .. MnUfnmmori .PTMfet llltb All CilUl niemand wnv em-peyen lonnen. ..... stehend, hat Sjöström den kurzen Lebensabriß eines tief unglücklichen Menschen zu einem modernen Martyrium zufammengefaßr, das durch die kolossale Wucht feiner Schildevuiig hinreißend «ist. Verworrene Lebenswege und bedeutsame Znfäk'igkeiten, die in anderen formenden Händen vielleicht zu einer grell geschminkten ' 1 rx.ur.1. »..WA«« ynnr.*rt ftnS Wpv erschütternde Drain ÖCC Vin 0LL U)CUUUl)ltH uiv vfcyvv... scheinen müssen und es in dieser Art auch find. Die Haupt- und Titelrolle wurde von Lon Chan ah verkörpert. Er'spielt einen nach Paris emigrierten Russen, einen Gelehrten, der von einem vermeindlichen Freund und Förderer um den Erfolg feiner Forschungen und die Liebe und Trme feiner Frau auf die schändlichste Art und Weise betragen wird. Der unbeholfene Büchermenfch, der sentimentale, weiche Slawe verkahfelt den ungeheuren Schmerz in seinem Innern, wirft sich verzweisel: irr das ihm fremde Leben, malt den Narren, der er für die anderen bis jetzt war, mit grellen Farben auf das vom Unglück zerfurchte Antlitz und Ivird Zirkusclown. Wird der Clown, dem man allabendlich üutzcnd- und schockweise schallende Ohrfeigen in bas geschminkte Gesicht drischt, der vor einem beifallsheulenden Publikum die scheußlichste Entehrung menschlicher Würde über sich läßt, wird zu dent Artisten, den Zeine Kollegen mx seines ,Aricks" ROTENTURM-KINO I. Fleischmarkt 1 Von heute bis 85 Jänner 1026 Oer GroBfilm des Jahres! ROBIN HOOD 10 Abte mit DOUGLAS FAIRBANKS und das übrige Schlagerprogramm Beginn der Vorstellungen: 4, 3/«6, i/a8, 9 Uhr Begleitmusik einer erstklassigen Kflnstlerkapellc CENTRAL-KINO Taborstrasse 8 Telephon 42-3-41 Von heute bis 85. Jänner 1926 Der Mann seiner Frau Komödie mit LUCY DORRAINE und das übrige Schlagerprogramm Beginn: VA V,8. =V<9 Uhr Copyright 1926 by J. Ladyschnlkow Verlag, Berlin. 6in GlaubensmartMurn. 1 Roman von Schalom Asch. Indessen war die Angst Mendels, und seiner Gefährten dor der Steppe grundlos. Nichts war so ruhig wie die Steppe mit ihrem Spiel und Gesang im Lichte des herrlichen Tages, mit ihren Mllionen von Tönen und Farben, mit ihren Gräsern und Blumen. Bienen und Fliegen sumniten und schwirrten im Grase herum, und es sah aus, als höben sich von den" Blumen leuchtende, bunte Staubwolken empor. Fliegende, blühende Lebewesen vereinigten sich in der Lust, als lvären farbenreiche Insekten aus den Blumen hervorgekrochen, und leuchteten iu denselben Farben wie die Blumen. Der Tag blühte in -der Steppe auf, und die Sonne machte jeden Halm blühen. Die Steppe duftete mit all ihren Düften. Süßer Houiggeruch ging von den weißen Honigblumen aus und erfüllte die Glieder eines jeden Geschöpfes mit süßer Müdigkeit und Sehnsucht. Das Trappeln der Pferde weckte oft einen schlafenden Vogelschwarm. Dann stiegen aus dem hohen Grase Scharen schlvarzer Vogel in die Luft empor, kreisten über den Wagen und weckten mit ihrem Geschrei und dem Rauschen ihrer Flügel alle im Grase schlafenden Lebewesen. So wurde nach und nach die ganze Steppe Ivach. Sie sprach in der Sprache der Bügel und der Insekten, in der Sprache der blühenden und sprießenden Lebewesen. Bon allen Büschen und Blumen erhoben sich bume Wolken von Insekten, die durch das Geschrei der Bügel ivach geworden waren, und man konnte nicht niehr Blumen von Fnsekten unterscheiden . . . Zuweilen stieß der Wagen auf eine versteckte Pferdetränke, oder es war im Grase das Rauschen einer Quelle zu hören — imb ein einsamer Bogel, der einem Fisch oder Insekt auflauerte, kreiste über dem gekräuselten Wasser. Das Getrappel der Pferde scheuchte den Bogel auf, er flog empor und.schwebte über .der Ateppe, sie mit seinen lärmenden RusW erweckend. Ihm antworteten unsichtbare Lebewesen, die irgendwo iu der Tiefe des Grases versteckt lagen, als wollreu sie einander die böse Nachricht. verkünden: „Lauft weg. lauft lveg! Der Mensch kommt, um die Steppe zu besiegen Mein unsere Neiseudeu sahen das alles nicht. Jeder von ihnen war vielmehr nur mit sich selbst beschäftigt. Hillel, der Pferdejuuge, der sich au dem von der Sabbatmahlzeit übrig gebliebenen gefüllleu Darm, den Jochewed ihm mit auf den Weg gegeben, gütlich getan hatte, war ein wenig schläfrig geworden. Der Houiggeruch machte ihm die Glieder schwer, seine Kehle war ausgetrocknet, der Dufi des Grases knebelte seine Sinne und machte ihn vollends schlasirunleu. Da nun die Pferde nicht mehr seines Lenkeus bedurften, schlief er tvirklich ein. Aber die Pferde fühlten über sich dennoch seine wachende Nase anstatt seiner säftafenden Augen - - . Hillels Schnarchen steckre den -.Wächter Israels", Chajim den Postboten, an, denn ebenso wie Hillel ein großer Esser, war Chajim ein starker Trinker. „Seine Tapferkeit, deren die Gemeinde so sehr bedurfte, konnte er nur zeigen, wenn er sich vorher mit Branntwein Bkut angetrunken hatte" — so wird von ihttt offiziell im Gemeindebuch von Sloischolv berichtet. Als seßhafter Jude, mit Weib und Kindern, verniochte er nicht, „sein Leben zu riskieren" und das Gewehr in die Hand zu nehmen, es sei denn, daß er sich vorher Mut antrank. Im nüchternen Zustand aber hatte er Angst vor Schießgewehr, vor Pferd und Hund — wie jeder Jude. Und wenn man ihn mit einer Botsck)crft über die Steppe nach einem anderen Städtchen schicken mußte, oder wenn man ihm den Auftrag gab, einen Widerspenstigen vor das Gericht ,;u bringen, oder jemandem eine Körperstrafe zu verabfolgen, oder jemanden zu fesseln und einzusperren, so konnte er seinen Auftrag nur ausführen, wenn er sich vorher betrunken hatte. So hatte ihn Mendel auch jetzt, bevor er die Reise nach Lublin über die Steppe angetreten« tüchtig betrunken gemacht und hielt auch während der ganzen Reise seinen kriegerischen Mut mit zinem bitteren Tropfes aufrecht, den er mit auf die Reise genommen'hatte. Hatte aber der jüdische Wächter von dem ansmunternden Tropfen genossen, so war er mit Tapferkeit gleich einem Polnischen Fähnrich ge^ wappnet. Auch jetzt, nachdem er auf den Bock geklettert war und seinen Platz eingenommen hatte, zeigte er seine Tapferkeit, indem er mir nichts dir nichts das Gewehr schulterte tvas Mendel die Angst einjagte, das Gewehr könne von selbst losgehen ... Nachdem aber Chajim sich überzeugt hatte, daß man seiner Tapferkeit noch nicht bedurfte, daß keine Räubersich zeigten, und der vom Branntwein angesachte kriegerische Mut nur ungenützt verpuffte, wandte er diesen Mut aufs Schnarchen an. Und dieses Schnarchen, das von seinen breiten Nasenlöchern ansging, die in seinem Gesicht saßen wie zwei Ofen« löcher in einem Strohdach, hörte sich an wie das Blasen eines heiseren Jagdhorns. Der Kutscher und der Wächter schwankten so lange aus dem Bock des Wagens hin und her, bis sie schließlich einander gleich einem trmliebenden Paar in die Arme sielen, woraus ihre Nasentöne sich harmonisch vereinten und die Hasen aus ihren Verstecken aufscheuchten. Unterdessen sprach aber Mendel mit Rabbi Jonah. Nachdem er sich einigermaßen von seinem Schreck erholt hatte, begann er (ich in der weiten Gotteswelt, die vor ihm ausgebreitet lag, umzublicken, und da er sah, wie groß und menschenleer die Steppe war, kam ihm die Lust, sie mit Juden zu besiedeln. Wieviel jüdische Städte und Städtchen könnte man nicht in der Steppe, gründen, wieviel Synagogen, Schuleri, Jeschiboth und Bäder bauen! Aber auch Handel treiben! Jeden Monat einen Jahrmarkt in einer anderen Stadt abhalten! Die Felder stehen voller Ernte, und ausgefahrene Wege führen von einer Stadt zur anderen und Juden fahren auf dey Wegen mit ihren Waren und handeln! Und die Thora ist über die ganze Ukraine verbreitet. Denn, wo Brot ist, da ist auch die Thora, und Mendel ist ein großer Kaufmann und Pcuwu einer ganzen Ortschaft... GortLeiums KLM