Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2477 (15.1.1926)
- Date
- 1926-01-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 94TT '_* men, ffreitch_ Er hat bis in die letzten Woche,» msenllich gespielt. Vor einige»» Tagen erkrankte er und erlag gestern einer Herzlähmung. Profeffor Sulzer, der sein 70. Lebensjahr am 11. F eb rnar vollendet hätte, hinterläßt anher der Witwe eine Tochter und zwei Söhne, die gleichfalls Musiker lind. äao» Werkel erhült den SriWarzer-Prelr. Für „Juarez und Maximilian": Das statutenmäßig eingesetzte Preisgericht, bestehend aus au Herr«» Universitätsprofessor Dr. Walter Brecht (Akademie der Wissenschaften), Schriftsteller Julius Bauer („Concovdia"), Direktor Franz H e r t e r i ch (Burgtheater), Professor Dr. Anton Beitelheim (Vertreter für Süddeutschland), Universitätsprofessor Dr. Julius P e t e r f e n (für Norddeutschland), hat seit von Franz Grillparzer gestiftete» Preis für das „r e l a t i v beste deutsche dramatische Werk, welches im Laufe ws letzten Trienniums auf einer namhaften deutschen Bühne zur Aufführung gelangt ist", dem Drama „Juarez und Max »milia n" von Franz Werfel einstimmig znerkannt. „Semimonde/ Raimund-Theaier. jeopo 1 dine K o n st a n t i n ist von ihren» Kunstverstand jiut beraten. Sie griff nach einer Salonrolle, die keine Bravourarie für glänzende Stars ist, sondern Gestaltung, subtile Gestaltung .'wer Charakterfigur verlangt. Die Konstantin besteht ausgezeichnet. Ihre „Baronin" in Alexander D u m a s, des Jüngeren, noch immer vortrefflichen Komöois machte uns große Freude. „Eine .Kanaille — aber man muß sie bewundern," sagt ihr Partner im Schlußakt. Unsererseits gilt die Bewunderung der Mischung von Ordinärheit und Charme, von Unbildung und pfiffiger Neberlegeuheit; gilt dem Mut, mit oem die wurmstichige Frau allen Gefahren begegnet, und sich wacker ihre Zukunft baut, zu jeder Lüge und Infamie durch die Verlogenheit, Selbstsucht und den infamen Dünke! der „Gesellschaft" legitimiert, deren Opfer sie ist; gilt der prachtvollen Auffassung, die sie befähigt, der verderbten Susanne D'Ange wie wir glauben, ganz im Sinne des Dichters — eine tüchtige Dosis Shmpathie zn sichern; gilt der .Klarheit und Ruhe, mit der, die Künstlerin, die doch kitschigste Solonunimern a la „Tänzerin Hunderte Male absolvierte, den schwierigen Part bewältigt hat. Herr Scharwenka ist sehr tüchtig, wenn er mit preußischer Schärfe den Dialog skondieren soll. Für dies.» französischen Raisonneur taugt ex west weniger, bringt alles-zu absichtlich, zu auffallend, unterstreicht die Pointen zu- -stärk. Sehr fein Herr EdtHofer und bemerkenswert die Regie Dr. Furrcgs. _ O. A. Klavierkonzert Leopold Godowsky. Al- Godowsky vor' mehr als einem Jahrzehnt zürn letzten Male in. Wien war, brachte seine äußere Rühe, Mit der er gleich einem unfehlbaren Musikautomaten zwei und drei Chopinsche Etüden in eigener Bearbeitung gleichzeitig vortrug, sämtliche Wiener Pianiftinnerr in Aufruhr. Seitdem hat sich Godowsky — unbeschadet feiner verblüffenden pianistischen Bravour - — höhere künstlerische Ziele gesteckt. Seine Art, Wie er.ein kleines Klavierstück, etwa eirre Brahmssche Rhapsodie, ansschöpft, zeigt reichste Fähigkeiten der Registrierung, seine Wiedergabe der Schu- Mnnschen „Sinfonischen Etüden" nicht nur höchststehende Technik — etwa in den Stakkato-Passagen —, sondern auch deren Vergeistigung im Aufbau und in der Steigerung eines Zyklus. Als Virtuose allergrößten Stils hat er auch den Ehrgeiz des Komponisten: Seine Bearbeitung einer Bachschen Violinfuge ist ja nicht sonderlich bachisch und wird in ihrer pianistischen Zyklopenarbeit der Individualität des Stückes keineswegs gerecht; umso fesselnder ist für uns Europäer, die wir für alles Exotische schwärmen, seine „Java-Suite". ... .. . Wenn einer eine Reise macht, sb 'kann er was erzählen. Godowsky erzählt 'hier aus eigenem Erleben in weichen Klängen, über denen die schwüle, versengende Glut des Südens liegt, von den Wundern der Tropen; wie im Fluge zieht eine Welt sremder Menschen, Tiere, Pflanzen und Geister an uns vorüber. Debussysche ExotiSmen erfahren hier durch Godowskys Klavierbrillanz klangliche Bereicherung; der Hauptreiz der javanischen Musiklandschaft muß freilich auf unserem „wohltemperierten" Klavier verloren gehen: Zeigt uns doch das javanische Gamelan-Orchester itt einem knappen Ausschnitt eine morphologische Wandlung der musikalischer» Kultur im allgemeinen, in dem Uebergaug vom „Gamelan Salendro", das die Oktave in fünf völlig gleiche Stufen teilt, zum „Gamelan Pelog", das ähnlich wie unsere Skala sieben verschieden große Stufen innerhalb der Oktave kennt. „Salendro" und „Pelog", das ältere Fünfton- und das jüngere Siobenton- System, bestehen nebeneinander in Java weiter. Vom „Rebab", einem lautenärtigen Instrumente, aus, welches in verschiedenen Gestalten den ganzen fernen Osten beherrscht, leitet der Anführer des „Gamelan" gleich unserem Kapellmeister das Orchester und er vermag aus dem „Rebab" durch die Wahl des Druckpunktes und den Grad des Druckes die verschiedensten Nuancierungen an Klangstärke und Tonhöhe, an denen der Orient so reich ist, zu erziele»». Ein „Gamelan"-Ersatz auf dem Bechsteiu-Flügel kann uns freilich nur lvenig von all den Klangwundern deS javanischen „Gamelan" mit seinen Xylophonstäbe,», Flöten, Oboen, Glocken, Trommeln, Gongs usw., die nach alter Tradition in Java selbst von Eingeborenen hergestellt werden, Vortäuschen. Selbst wenn ein GodowSky das Klavier meistert nnd in der» iminer wiederkehrenden Variationen der Themen und in den unentschieden dämmerigen Akkorden einen fernen Vorgeschmack von Javas »nusikalischer Tropenpracht gibt, geht der persönlichste Reiz der javanischen Musiklandschaft verloren infolge der starren Stimmung des Uwiers, Welches die Wiedergabe der freien orientalischen Klangsnblilitäten unmöglich »nacht. Gleichwohl bleibt die „Java-Suite" -in interessantes Stück, für dessen prachtvolle Wiedergabe der be« rühmt-.- Künstler stürmischen Beifall vinheimste. M. _Wkeme Morffenzeskung'_ Aus de» Theatern. B u r # 11) e o 11 r. Morgen, V,8 Uhr abend», zum ersten Male a s Leben, dasich dir g a b". Schauspiel von Luigi Pirandello, deutsch vor» Hans Jacob. (Abonnement Ul. Gruppe) A k a d e rn i e t h e a t e r. Morge»l, V-8 Uhr abends, „D i e z e r b r ö ch e n e L e i t e r". O p e r n t h e a t e r. Morgen, 7 Uhr abends, ,D i e Fledermaus". Die Premiere von Giordanos .,2t n b t 6 C h e n t e r" wurde für Samstag den 23. d. festgesetzt. V o l k s o p e r. Moigen ,„D i e I ü d i n" mit Fini Reich - Dörich vom Prager Deutschen Theater a. G. Deutsches Vottsthearer. Heute, V,8 Uhr abends, Erstaufführung von Artur Schnitzlers Etnakterzvklus „Komödie der Wort e". Sonntag nachmittags, 3 Uhr, „D i e h e t l i g e I o h a n » a". N e n a i s s a » c e b ü h n o. Heute 25. Ausführung von „Exzellenz I l o n k a" von Armin Friedmann mit Hansi N t e s e. _ Leo Tlezak »vird an der Berliner Staatsvper im Monate März d. I. einen größeren Zyklus von Gastvorstellungen geben und die berühmteste», Rollen seines Repertoires singen. Ein Grabdenkmal für Ziehrer. In Wien hat sich ein Z»ehrer--Denk Maikomitee gebildet, welches sich zur Auifgabe.stellt, diesem echten Wiener Musikanten du würdiges Grabmal zu setzen. Das Komitee wendet sich mit einen» Aufruf au alle Freunde und Verehrer Karl Michael Ziehrers. Spenden sind an den Wiener Bankverein auf das Konto „Zichrer-Derikmalfonds" .zu. überweisen. s Jüdische Künstler in der Londoner Winterausstellung. In dör diesjährigen Winterausstellung der modernen Maler Englands, „Gruppe London" sind auch Schöpfungenvon Juden zu sehen. So lvuvden die Bilde: nachstehender jüdischer Künstler ausgestellt: Bernard Meuinsky, Harold Brodsky, Hain» Maier und ein Werk des bekannten jüdischen Bildhauers Jakob Epstein. Terichtrsaal. Lefravdatlonen einer Branerelbesttzerr. A»«s Wiener-Neustadt wird uns berichtet: Vor en»em Schöffensenate des hiesigen Kreisgerichtes unter dem Vorsitz des Landesgerichtsrates Dr. Holub hatte sich in einer sechsstüiidigen Verhandlung der. 64jährige Brauereibesitzer aus Potteildorf Karl Fritz wegen Verbrechens der Veruntreuung zu verantworten. Als Ankläger intervenierte der Staatsanwalt Dr. 'H i r s ch, für die Privatbeteiligten, die' Wiener- Neustädter Brauhof A.-G. und den Getreidehändler Bernhard L i ch t e n st e i n in Wien, intervenierte Dr. Julius Popper. Fritz war, wie die Anklage äusführte, Ursprünglich Lehrer, wechselte dann seinen Beruf, ivurde Betonbauunternehmer, später Maurernieister und erwarb schließlich die Brauerei in Pottendorf, die er in großzügiger Weise umgestaltete und dad»»rch. in, Schulden geriet und schließlich in Ausgleich gehen »nutzte. Ausgleichöverwalter war damals Kommerzialrat Rappaport. Zu jener Zeit hat Fritz, voi» der Gerstengroßhändler« firmä Bernhard Lichtenstein in. Wien zirka 90.000 Kilogramm Gerste zum Mälzen übernommen, hat jedoch der Firma nur 78.000 Kilograrnm Malz abgeführt und den Nest für sich zum Bierbrauen verwendet. Desgleichen hat; ihr»» der Wiener-Neustädter Brauhof eine größere Me»»ge Gerste zum gleichen Zwecke übergebet» und auch hier fehlte»» Malzquantitäten im Werte von 12.100 Schilling? Dabei hat sich Fritz von den Firmen den Malzlohn auszahlen lassen. Der Ges amt schaden belä»»ft sich auf 15.00 0 S chilling. Der Wiener-Neustädter Brauhof hat.sich an den Realitäten des Beschuldigten sicherzustellen versucht, allein diese sind trotz ihres Milliarden« wertes total Versch»»ldet. Der von Dr. Hacke verteidigte Angeklagte verantwortete sich dahin, daß die von der Firma Lichtenstein übernommene Ware sehr minderwertig war und er daher beim Mälzen nicht das erwartete Quantum herausbringe»» konnte. Auch mit de»» Arbeitslöhnen sei er nicht auf seine Rechnung gekommen. Der Senat verurteilte den Angeklagten wegen Veruntreuung zu sechsM analen schweren verschärften Kerkers. Der Verurteilte meldete die Nichtigkeitsbeschwerde an, der Staatsanwalt berief, wegen zu geringer Bestrafnntzi' ’ ■ , Wertzuwachsabgabe muß auch nach Einführung der Schillingrechnung gezahlt werden. Der Besitzerin eines Hausanteiles, Therese Seidm a n n, wurde vom Meuer Magistrat anläßlich der Uö'bevgäbe ihres Anteiles an andere Besitzer eine Wertzuwachsadaabe vorgeschriebe»» weil die seinerzeit.um 10.000 K. a>»gM»lfte RMität un» 10 Millionen.'Kronen verkauft wurde. Gege»» die Vorschreibung brachte Therese Seid»nann die Beschwerde a»» der» Verwaltnnlgsgorichtshos ein. Der Beschwerdevertreter Dr. Feig! machte geltend, die Gemeinde Wien könnte nur vom Standpunkt „Krone ist Krone" eine»» WertzriLvachs anrechnen. Solange dieser Grundsatz bestand, war es wenigstens theoretisch »näglich, infolge des Steigerrs der Kwne an der Fiktiv»» des Zuwachses festzuhalten. Jetzt kann aber die Krone nicht in ehr st ei ge»»>, denn mittlerweile ist das Schillingrechnungsgesetz eillgeführt worden und der Wert des SMlings ist stabil. Der.Güludsatz „KroneKrone" hat seine Berechtignirg verlöre»». Die Bezchwerdefühvöril» sei eirre'arme Witwe, diq, um Icherr zu könne»», rrotgedrüngen ihre Realität Verkaufte. Es sei eine' Uirbilligkeit, einer arme»» Frau de»» zehr»te»l Teil Hvor Notgrosche»» unter dem Titel eines Wsrtzrlwachses wegzunehmen. Die Gemeinde Men sollte einsehe»l, 'daß der vor» ihr hochgehältene soziale Zweck »licht erfüllt wird,. wenn »»»ar» einer armen Witwe etwas wegnilümt. Der Berwallurrgsgerrchtshof (Vorsitzender Präsident Dr. Sch»» st e r) erkannte nach findet Beratung auf A b- »oeisung der Beschwerde, weil hier allem die Rechtsfrage des. Verkaufes eines ideelle»» Anteiles an der Liegenschaft m Frage komm«. Von einer Teilung tonne hier nicht die Rede sein, wrÄ ein ideeller Anteil ar» jemand anderen verkauft »vuvde. Es sei daher auch die Beschrverde gegen das t'lusmaß der Abgabe unbegründet. ' ' Totschlag bei einer Doppelhochzeit. Irr» Oktober vorigen Jahres kam es bei einer Doppelhochzeitsfeier m Nenkettenhof bei 0 ch »v e ch a t zu einer Rauferei, in derer» Verlauf der Hilfsarbeiter Lrldwig Taus; dem Hilfsarbeiter. Karl Kotafek vier Stiche versetzte,, von denen einer die Halsalder durchbohrte u»»v den Tb) des > Kodaiset herbe iführte. Bor ein-ent Schlvurgericht des Landesgerichtes 2 gab Tmrß, der sich/gestern wegen Totschlages zu vorantworte»» hatte, au, daß er die Tat. in Notwehr vollbracht habe- Die Geschwornen schenkte»» dieser Berarrtworturrg keiiren Glaube»» rtnd erkan»»ten der» Angeklagte»» e i »r st >» »n n» i g schuldig. Der Gerichtshof vemrwilte Tanß zu zwei .Johren schweren Kerkert. 18^ Jänner M6_fd« | Beteiligung der Alpine am deutsche» UM» traft. Das Riesengebildc bereits fertiggestellt. Köln, 14. Jänner. Wie die „Kölnische Zeitung" ersähr!, sino sie Berhandlnnge»' über sie neue Eisengesellschaft erfolgreich abgeschlossen worden. Heute nach»nittags wurde mit einem 'Aktienkapital von 50.000 Mark eine „S t u d i e n g e sells ch aft" gegründet, nin dadurch die formelle Basis.für die Weitersührung der Trustbildung zu schaffen. Das nlinknehr seiner Volle»»sul»g entgegengehende Riesenunternehme»» dürste kapitalsmäßig die gleiche Größe ivie der Aitilintrust haben. Bisher schwanken die Llngaben zwischen 600 uird 850 Millionen Reichsmark. Da die in dem »reuen Unterneh- »nen aufgehe,»de Rhelnftlden-Union, der ehernalige Montankon^ zerr» des verstorbenen Großindustriellen Hugo Stiirnes, auch an der 2l l p i n e M o n t a n - G e s e l l s ch a f t und an de»n neuen deutsch-oberschlesischeil Montantrnst Oberbedarf sowie an der Charlottenhütte niaßgebend beteiligt ist, dürften in diesem Riesengebilde fast 60 Prozc»»t der eiscnproduzicrende»» Unternehmungen des europäischen Festlandes direkt oder indirekt zusammeitgeschlnk' sen werden. Stetige Haltnna de» Geldmarktes. Die Privatwirtschaft tritt mit Geldansprüchen hervor. Die bisherige flüssige Haltung des Geldmarktes hat eint Reihe von Jndustrieunternehmunger» veranlaßt, aus ihrer Reserve herauszutreten und den Geldmarkt in stärkeren» Maße in Anspruch zu nehrnen. Dies bewirkte, daß die in deu letzten Tagen geltenden Zinssätze keine sinkende Te»»de»»z »nehr zeigen, sondern in derselbe»» Höhe verharren. Z>» Beginir dieser Woche lvurde der Zinssatz für erstklassige Bar»kwechsel mit 8n/s Brief, Taggeld mit 7'/, und llj2 Prozent taxiert. Das Llnbot überstieg die Nachfrage. Gestern zeigte sich aber bereits eine stärkere Nachfrage von seiten der he»»nischei» Jrrdustrie und F»na»»z. Es scheir»t, daß einzcl»»e Wirtschaftskreise sich »»»»nmehr für eine gelvisse Uebertvindung der Krise ein richten und eine verstärkte Tätigkeit aufzunehmen beginnen. Bei der Nationalbank bauert der Rückfluß der Geld«.'- weiter an. Nach de»n gestern veröffentlichten Ausweis der ersten Jünnerwoche hat das Wechselportefeuille um 13 Millionen auf 166 Millionen äbgenornmer». Dies bedeutet einen Rückgang un» zirka acht Prozent. Ebenso ist der Notenumlauf um 61 Millionen auf 826 Millionen gesunken. Dabei ist der Devisenbestand nur um 11 Millionen zurückgegangen. In der Zmtahme der Giroverbindlichkeiten um 35 Millionen tritt der Rückstrom der Gelder zur Nationalba»»k besonders hervor. Stuf alle Fälle zeigt diese Gestaltung ein starkes Nachlassen der Ansprüche an die Natio»»albank. Cs wird mit einer weiteren Besserung in dieser Hinsicht gerechnet. Allerdings ist der Geldbedarf der zweiten und dritte»». Hand noch im»ner sehr groß. Hier macht sich noch die Aüswirku»»g der Krise geltend, welche die Entwicklnrrg des Kreditgeschäftes i»i letzter ^and behindert hat. -a« Kriseniahr 1925 - ein günstiges Banke«' Mr. Rekordgewinne der englischen Großbanken. Aus Londo»», 11. Jänner, wird telegraphiert: In einem Uebevblick über die Gewinne der fünf größten e»»glischen Banken schreibt „Manchester Guardian", das Jahr 1925 fei; das am meisten zufriedenstellende seit dem Kriege gewesen. Die Gewimrsteigev»»ng dieser fünf Banken gegenüber 1921 betrage 800.000 Pfund und mehr als eine Million Pfu»»d im Vergleich mit 19*28. Die Gewinne der Banken von Lancashire zeigen im Jahre 1925 eine durchschnittliche Zunahme von 1 Prozent gegenüber den» Vorjahre. Wir sich für jüdische Bücher interessiert verlangt die kostenlose-Zusendung des grossen Bücherkataloges Ein Vierteljahrhundert Jüdischer Literatur 1900-1925 herausgegeben von der R. Löwlt Buchhandlung I. Rotenturmstr. 22 WIEN 1. Fleischmarkt I ‘ * Der Katalog umfasst alle Zweige der jüdischen Litera* tur in dem ersten Viertel dieses Jahrhunderts. Dich* tung und Wissenschaft, Bibel* und Talmudforschung, Geschichte und Philosophie, Schriften zur jüdischen Bewegung und die umfangreiche Palästinaliteratur (Geschichte, Qeogiaphle, Kolonisationsprobleme und Reisebücher). Durch übersichtliche Gliederung des umfangreichen Materials wird es auch dem Laien ermög* licht, sich über die Literatur auf allen Gebieten jüdischen Schaffens au orientieren. Bin ausführliches Vorwort beleuchtet die Zusammenhänge zwischen jüdischer Bewegung und jüdischer Literatur ioi Qratls / Bestellen sie sofort