Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2449 (16.12.1925)
- Date
- 1925-12-16
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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SeTfeb Wlen. MllkWH Wlener Moe-enzeliung 16. D'eMEev 1st2o Nr. MS «Ler Mustergatte. Rolanbbnhne. Dieses entzückende Lustspiel, daZ seinerzeit in den Kammcrspielcn erheiterte, fand nun seinen Weg in die Rvlandbühne, die nach langem Hemmtappen endlich das Richtige gerrossen hat: ein heiteres, dezentes, duftiges Spiel voll Lebenswahrheit und Eheweisheit, das zu denken mid zn lachen gibt, daneben auch ein echtes Silvesterstück, wenn die Darsteller das Tempo beschleunigen. Im übrigen wurde von der Regie Vortreffliches geleistet, ja man hatte säst den ganzen. Abend hindurch das Gefühl, daß hier ein durchtrainiertes Ensemble am Werke ist. Schalkhaft-anmutig, voll Verve und Spielfreudigkeit Frau Christl Hermann- Störm/ in einer Champagnerlaune, die alles mitriß, so wundervoll echt in jeder Träne, von asketischer Einfachheit und nobler weltmännischer Haltung Herr I u n g m i ch e l als Traumichn:cht von einem Ehemann, frisch und losgängerisch Frau Kosjow und Herr Raimund. Claus-Clemens, zeichnete einen elegant^ Liebhaber überaus sympathisch und Fräulein D a m b a ch e r wußte aus der kleinen Rolle eines Stnbenkätzchens einen' echten Menschen 3:1 machen. Es war ein durch Arbeit und Geschmack erzielter' ehrlicher Erfolg. _ v. r. Karoline Somtzerz-Bettelheim. Rur sÄte» hat sine Künstlerin in so j-ungen Jahren derartige Tr-iumiphe gefeiert wie die im Alter von mchr ais achlgig Jahren ÄLhingegangene Sängerin und Pia irrst in. Als Goldmark im Jahre 185ö dem aufrvitendcn Kampf nur das tägliche Brat erlag und vor Hunger und Erschöpfung Wammenbrach, nahm sich die Familie Bettelhelm seiner an und der MavierimMvicht der siebenjährigen Karoline, ,/oes hsiden Kindes mit beim klaren, schnells,essenden Kops und den Händchen von St<chl" — tvie er in seinen LeLoriserinnemngett berichtet — war für ihn eine Quelle reinster Freude. Bald trat sie öffentlich als Pianistin auf und kaum sechzehn Jahre alt, sang sie bereits in der Staatsaper, der sie nur wenige Jahre angchörte. Nach ihrer Eheischließung trat sie nur noch gelegentlich als Sängerin in einem Hoiskonzert, als Pianistin 'im 'Hellmesberger-Quartett, im Lspziaer Gewandhaus oder in London aus. Oester Dar sie noch in ihrem önnstsinuigen Heini zu hören, das zu einem TreWnnLr der österreichischen Kunst und Wissenschaft wucke. In die Zeit ihrer Wirksamkeit als Altistin der Staatsoper fällt auch die österreichische Erstaufführung von Meyerheers „Asrikanerin", deren erste Selica sie war. Wenn das Werk einen unbestrittenen Erfolg hatte und int ersten Jahre glsnvrl, im folgenden Jahre gar sechszchnmal aufgesührt wurde, so war dies -nicht w der Musik, sondern auch ihrer großartigen künstlerffchen Leistung zu danken. Damals gab sie auch GÄdmarik die Anregung zu seiner „Königin von Saba", wo-Mer er in se-iner Selbstbiograchhie erzählt: ,Meine SchAevin Karoiline Bettelheim betrat, kaum fünisychn-jährig, die. Wiener Hofopevnlbuhue. Eines Tages noch einer Probe erzählte mir die Mutter, eine wackere Frau, den scherzenden Aus-ftiruch des Oberregissenrs Schober über Karoline: Das MM! Das Gesicht! Die reine Königin von Sckba!" Die PorträtahnlichLeit des -bekannten Bildes des französischen Malers Chopin scheint ihn dazu angeregt zu haben. Diesem zufälligen Ausjhvuch verdankte ich meine Oper... Ich träumte lange von der Oper, suchte vergebens nach einem Stoff. Da traf mich dieser Ausspruch wie ein Witz, ich sah das lebendig Bild vor mir stehen..Und so wird das «lebendige Bild der U'NdeMß-lichen Künstlerin auch in der Musikgeschichte in Verbindung mit Meyerbeer und Goildmark bestehen bleibsn! ffb, stive ßriumruug an Karl Goldman. UMWch der Enthüllung des Gralbmals für den Tondichter KrÄ GoildmarS am Wimer jüdischm FvreLhos veröffenMcht der als Historiker bekannte Ob-erraMner der Geburtsstadt Goldmarls, KesHthely, Univevf'itätsdoZent Dolkior Mxander Buchter, eine interessante Reminiszenz. Bor fünffzchn Jahven ließ die Stadtgsmeinde Keszthelh am Geburtshaus Goldmaräs eine Gedenktajel «anIbriaMn, zu deren feierlichen Enthüllung der in Wien leibende Komponist durch eine Abordnung erngeladen wurde. Oberrcköbiner Doktor Büchller war Mitgsl-ied der Deputation -und Goldnravk ergriff gerne die Gellegeniheit, sich mit dem gelehrten «Seelsorger seiner Geburtsstadt über seine EÄrmevunHen an .seinen Vater/ Reib Simche Ru-ben, der viele J-ahrzchnte lang als Kantor der Judongemeinde von Äeszchely sein karges Brot verdiente, Mszusprechen. In einem Kaffechaus in der Nähe des Ballplatzes fand die Unterredung statt und der berühmte ToMchter gedachte mit Bitternis der Qualen und BeyfolGungen, denen (fdn Vater seitens einet unverständigen Kahcks-Mque ausgesetzt war, weil er seinen Sohn Karl dem „nnjüdijschen" Mufikev- -gewevbe Msührte. Die Eri-nnerung an die seelischen Quallen seines Vaters haben ihn, Karl Gdldmark, wohl von jeder Betätigung im jüdischen Leben abgewendet, aber -nicht vermocht, ihn auch gegen seinen -angestammten Glaulben treulos zu machen. Golldmark erzählte, daß er das alte GtzbeMch seines Vaters, in welchem Reib Simche Ruiben die Geburtsdaten seiner Kinder und sonstige wichtige Ereignisse seines Leibms zu verzeichMn pffegte» wie eine HM-ge Reliquie bewahre, und er jedesmal, wenn er in diesem Buch Llätte-re, ein oügenavtjiges Gesühl seelischen Behagens omyisrnde. Es stärke ihn in feinem Glauben tan das Judentum und rufe in ihm jene Fülle jüdischer Melodien wach, die nicht chne Ginsluß auf sein künstlerisches Schaffm gebl-iäben sind. „Wollen Sie wissen," sagte Goldmark lächelnd, ,-wie in alten Zeiten in Ihrem Tempelzu Hause „Mechäbkel Bhajim" gesungen wurde, so hören Sie sich die „Königin von S,aba" an, Ne werden die Arie dort vor-ewitzt; nden." Au« den Ztzeatem. B u r g t v e a t e r. Morgen. 1liS Uhr abends, „M a j 0 r Barb ara" von Bernard Sh aw. Montag, 7 Uhr abends, „Penthesilea". A k 0 d e m r e t h e a t e r Heute ,D e r V e r s ch w e n-> d e r". (Aufführung durch die Sctiau pielklasse des Prof. Doktor Beer.) Morgen. */,8 Uhr abends, „D t e W e l t, i n d e r mä n f i ch l a n g tv e i l t". O p e rn t h e a t e r. Morgen, 7 Uhr abends, „Mail 0 n". Redontensaal. Morgeil, 7 Uhr aberrds, „Figaros H 0 ch z e i t". B 0 l k S 0 v e r. Heute, 7Ä8 Uhr abends, „D a S Dorf ohne Glock e". Morgen „Der Z i g e u n e r b a r 0 n". D e u t! ch e S B 0 t k s t ti e a t e r. Die Aiittwoch den 28. d. zur deut'chen Uraufführung gelangende Komödie „8prlngc! e a n i n x" von L 0 w s 0 a n e. die während der vergangenen Saiton in London den Spielplan beherrschte, wird mf Wunsch des Autors in der von Otto Klemens besorgten devlschen Übersetzung den Titel „Noch e i n G e d e ck!" führen. Raimund-Theater. Aiorgen gelangt Fuldas Lustiviel „Die Z w i! l tn g ssch w e st e r" mlt Leopoldine K 0 n st a n t i n zur Erstaufführung. Als nächste Novitär g langt das Lustspiel „DerLöwe und das Kätzchen" Montag den 21 d. mit Arnold K 0 r f f zur Erstaufführung. Äohann-Strauß-Theater. Sonntag nachmittags „D i e F l e d e r m a « R e n a i s s an c e b ü h n e. Die Novität „Exzellenz I l 0 n k a" von Armin F r i e d m a n n mit Haust N t c) t in der Titelrolle gelangt Dienstag den 22. d. zur ersten Aufführung. Samstag und Sonntag „D e r A u t 0 w i r d l i n g". Das Programm der Exl-Bühne im Reuen Wierrcr Stadttheater. Tie Direktion der Exl-Bi'rhne wird anläßlich ihrer Winteripielzeit im Stadttheater Stücke nur Aufführung bringen, die über den Rahmen des eigentlichen Bauernstückes hinausgehen. Am 18. 0. findet die Uransjührung des Bolks-Mckes „Der Zahlt a g" des Wieners Fritz Gold nage! statt. Als zweite Uraufsühruug folgt am 23. d. „Der Ehristussi!m", ein Schauspiel von Hans I ü l! i g, einem jungen Wiener Dichter, Für die erste Hälfte Jänner wirb das Bruckuer-Liück von Deczey und Viktor Leon „Der Musikant Go ries" vorderoilet. Wilh. Klitsch und eine Anzahl anderer Wiener Schauspieler werden zur Ergänzung des Ensembles herangezogeu. Die Waldmüller-Ausstelluug in der Neuen Galerie. Wien, 1. Be.;., GrünangerMsse 1, wird Sonntag den 20. d., 0 llhr abends, endgültig geschlossen. Gerichtssaal. Tie getaufte Tochter verleugnet ihre Mische Muter. Bor einem Senat des Zivillandesgerrchles unter Vorsitz des Hofrates Dr. Regius trat gestern Frau Hermine Berger, eine hochbetagte Witwe, als Klägerin gegen ihre Tochter, Frau Dr. Olga Renate Hennig, wegen Unterhallsleistung auf. Wie die Klägerin aussührt, hat die Beklagte als eine der bekanntesten Frauenärztinnen Wiens ein bedeutendes Einkommen, während sie selbst in den drückendsten Verhältnissen lebt. Die Beklagte wurde im Jahre 1883 als Tochter des Agenten an der Produktenbörse Bemhard Berger geboren. Die Eltern ließen ihr unter größten Opfern eine äußerst sorgfältige Erziehung zuteil werden. Im Jahre IW legte die Beklagte als eine der ersten Frauen Oesterreichs das medizinische Doktorexamen ab. Im Jahre 1920 wurde sie die Gattin des Generalstabsob'ersten Hennig, nachdem sie, die im orthodox-jüdischen Milieu erzogen war,.ihren Glauben aufgegeben und zur katholischen Kirche übergetreten war. Die Mutter begehrt eine monatliche Rente von 100 Schilling. In der Gegenschrift führt die Beklagte aus, daß sie sich von-ihrer jüdischen Jamilie längst zur Gänze losgelöst habe. Man könne es ihrem arischen Gatten nicht zumuten, daß er seine jüdische Schwiegermutter alimenliere. Die Beklagte verweist darauf, daß ihre Eltern stets ihrem Bildungsgänge die größte« Hindernisse in den Weg gelegt haben. Ihr Vater selbst sei ein ungebildeter Mensch gewesen und die Mutter beherrsche auch heute noch nicht einmal die deutsche Orthographie. Ihren Aufstieg habe die Beklagte nur sich selbst zu verdanken. Ferner wendet die Beklagte ein, daß ihre Einkünfte gegenwärtig recht bescheidene seien. Es kam nicht zur Vernehmung der Zeugen, da ein gerichtlicher Vergleich geschlossen wurde, nach welchem die Beklagte ihrer Mutter eine M 0 n a t s r e n i e v 0 n 100 Schilling sowie die Prozeßkosteu in der Höhe von 500 Schilling bezahlt. Dieser Prozeß war auch der Ausgangspunkt mehrerer Ehrenbeleidigungsprozesse, welche die Schwestern der Beklagten zum Schutze der Ehre ihres toten Vaters und ihrer eigenen Ehre, welche in einem Schriftsätze im Alimentationsprozeß schwer angegriffen wurde, angestrengt hatten und über welche daZ Strafbezirksgericht 1 wiederholt verhandelt hatte. ' Das erste Urteil des Obersten Gerichtshofes in den Fraukenkontrrmineprozessen. Wie bereits berichtet wurde, sind aus Anlaß der Frankenkontermine im Frühjahr 1921 eine große Anzahl von Prozessen anhängig, welche dadurch.entstanden, daß zahlungssäumige Kommittenten von den Bankhäusern wegen Zahlung der erwachsenen Differenzen beklagt wurden. Nunmehr ftai zum ersten Male der Oberste Gerichtshof' in der Rechtssache oer klagenden Partei, der Banksirma Frankl u. Hut t rer durch Dr. Oskar Hein, wider'die beklagte Partei, -den Kaufmann Oswald Tillinger, vertreten durch Dr. Traugott Wrnkler, wegen 34.940 Schilling in einem derartigen Prozeß eine Entscheidung gefällt. Sowohl das Wiener Landesgericht als auch das Oberlanoesgericht hatten den vom Beklagten erhobenen Einwand von „Spiel und Wett^ zuruckgewiesen. Gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes, hat der Vertreter des Beklagten die Revisionsbeschwerde erhoben, in welcher er insbesondere Mangelhaftigkeit des Verfahrens geltend machte^ weil keine Beweise darüber abgeführt wurden, daß das strittige Geschäft ein Disferenzgeschäst gewesen sei. In seiner Revistonsbeschwerde hatte der Vertreter der klagenden Bankfirma Dr. Hern oie Nevislonsgründe widerlegt und den Einwand von ,,Spiel und Wette" wie bei den unteren Instanzen mit der Begründung bekämpft, daß es sich um ein ordnungsmäßig durch,geführtes Kommissionsgeschäft handle, daß die Bank nicht als Spielpartnerin, anzusehen sei, weil sie nur den Ersatz ihrer Barauslagen beanspruche. Die geriugjii.qiQcn Differenzen zwischen den dem Komni-ittenters berechneten und deur Äiissührnngöknrse seien an'der Börse Han«! delsüblich urid ändern eberlsvivenig tote der behauptete Selbstein>< tritt nichts an der Natur des Geschäftes als Kommissionsgeschäft. Der Oberste Gerichtshof als Revisiousgericht hat unter dem Vorsitz des ersten Präsidenten Dr. Roller in nichtöffentlicher Sitzung die Revision des Beklagten zuruckgewiesen und die Urteile der unteren Instanzen b e st ä t i g t. In der Begründung heißt es unter ariderem, daß die Beweise über die Bermogensverhältnisse des Beklagterr nicht geeignet sind, das Ergeonis des Sachverständigerlbeweises, tvoirach das Disferenzspicl ansaeschlossen ist, irgendwie zu bceinslussen. Ebenso sei die vom Revisionswerber berührte Frage, ob Selbsteintritt der Klägerin erfolgte oder nicht, für den Prozeß gleichgültig. Die Nichtübereinstimmung der dem Kommittenten berechneten und der in dem Tableau enthaltenerl Kurs« sei als sogenannter „Schnitt" aufgeklärt worden. Was die Frage betrifft, ob die Klägerin nach Vorschrift des Handelsgesetzes vorgegangen sei, so schließt sich daz Revrstonsgericht der Auffassung der beiden BorderlnstanZen an. daß nicht die allgemeinen Vorschriften des Art. 354 des H.-G.-B. rn Frage kommen, sondern die Sonderbestimmungen der Börsenkamrner über die Nachschrrßpslicht der Kommittenten, welcher der Beklagte nicht entsprochen hat. Eine,, der sich mit sechs Möbelpackern eine Wohrrung verschafft. Die Bnn'des>gebänbeverw.a'ltnnig, 1. Herrengass« 23, ist am 7. Seipteriüber verständigt worÄvn, daß «die vonr BunideSschatzo gemietete Wohnung imt Hausse, Otbatowiö, Friedmanngasse 2(3, 3. Stock. Nr. '17, ibOchenb ans Mche und Zimmer, von Johann Fra^b e rg« r, Kellner, ividerrechtlich und gewaltsam in Besitz genammeu worden ist. Die FirranMokuratur hatte die ztruorrgÄveilse RäMMng di-ess-er Wohrurng durchgchührt. Gegen Frabeager. wurde die Anklaige wegen E risch lei ch nn g dieser ileergölvordenen Wothnu-ng unter beirü,geriscl.eit Angaben erhöhen -nnid vorgestern hatte er sich vor dern Bezirksgerichte FüniftMls (Oberlandesgerichlsvat Dr. Nehoda) zu verantworten. In der AnWuge wird gesagt, daß Johann Fvabergor an- 5. SchivmitLr mm einem Möbelwagen, der von sechs Pan a begleitet lwtr, vor dem genannten Hanfe in Ottakring erschien. Der WagM war voll 'beladen. Er hat der Hausbesorgerin Joss-asine W i näer die fälsche Mitteilung gemacht, daß er der neue Mieter tyex Wohnung Nr. 17 sei. Er wurde gefragt, ob er eine Bestät iguing hierüber vonweifcn könne. Das könne er Ävar nicht, ldoch sei ihm die Wchnnng von der Bmt£esgebMöcheMallung zng eloiefen worden. Weirn ihm die Hansbefongerin die Wehnumj nicht gutwillig übergebe, so werde er die Wohnung gewaltsam von den Männern öffnen lassen. Um eine Beschädigung der Türen hiniauMholterr, gab ihm die HauLbeisorgerin die Schlüssel And er nahin von der Wchnung Besitz. — Auls die Frage des Richters, llmrnnr er diese StrafhaMnng verübt habe, erklärte der AngMagte, er sei knapp vor seiner Delogiorung gestanden und habe keine Aussicht aus eine Wohnung gehabt. Er hübe Frau und zwei kleine Kinder im Alter von drei Wochen und zwei Jahren. Es war ledWich dve AniA vor der Obdachlosigkeit, die ihn zu diesem Schnitte veranlaßt Hab«. Nach dnrchgeführter Verhandlung erkannte der Richter den Angeklagten schulidig und verurteilte ihn M einer ArrMtrafe in der Dauer vori ztvölif Stunden, Vevscharift mit hartem Lager, jedoch bedingt mit der Bewcchrmrgsiftist bis 31. Dezember 1927. Als mildernd nahm der Richter das Vorhandensein des Wohnungsnotstandes und die damit in Verbindung stehende VeWveiffnng des Angeklagten an. 82. Kunsiatikiion von Albert Kende L, Kirn'nenfrrise 4. Telephon 70-3-78 Aus dem Nachlass: f » Kammervirtuose Ludwig Grünfeld Professor Max Sdiödl . Komm.«Rat Ludwig Halphen Kammersänger William Miller and aus Privatbesitz L Gemälde, Miniaturen, Antiquitäten, Sctimuck, Silber, Teppiche, ein ßösendorfer-Mignonflügel, Oiientalia. II. Idoaeme Kunst- und Dekorati onsgegenstände, grosse Tafel- und Glasservice, Bühnengarderobe (Nachlass W. Miller). III. Original-Manuskripte, Autographen, Musik allen, Photograph en, Kupferstiche usw. HilftflllllllnMA lm Auklionawale,I.,KSrntnenfraaieVir.4, AmstBiinns d“wDwmebendateibat Donnerstag, den 17, bla 2t, Dt 3 Uhr nadhmiiiag* Dezember «b Der Kritiker spricht ARTHUR HOLITSCHER erzählt itn Novemberheft der „Neuen Rundschau^ ln seinem Aufsatz; «Reise um die Erde» von PALÄSTINA Der scharfsichtige und tiefschürfende Publizist übt hier strenge Kritik an den viMchtigs en Erscheinungen und Institutionen des palästinensischen Lebens, Der Chaluz, sein Leben und Leiden hat In Holitscher den verstehenden und liebenden Dichter gefunden. Der Verfasser behandelt besonders eingehend das religiöse Problem Palästinas, Ein Buch der Stimmung * Ein Buch der sachlichen Auseinandersetzung Preis des Heftes S 3.60. Durch Buchhandlung R. Löwit, Wien, 1. Uofenfurmfbra«ie %% and Fleischmarkt 1 W»iWWWaWiW»»V»>«»WUWWWMW»»WWWW»amW^>W>ää»»>WWa»WWaW»»maWMsaaVWaSWWWU»»«»a«M>>-»'i7-*', ^249