Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2448 (15.12.1925)
- Date
- 1925-12-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Teile 6 Wien, Dienstag Wiener Morgenzeitung 15. Dezember 1925 Kunst. Bühne. Buch. M. MS —- —< rr« Major Barbara." Burgtheater. Eine zmeieinhaibstündige Diskussion, die sich in der Mitte \ zu einem frischen E'nmkler verdichtet, aber gegen den Schluß hin j öde wird. Bernhard Shaw faltete dieser vvr 20 Jahren cntstan- | denen Komödie eine 66 Druckseiten umjaflcnöc Abhandlung bei,; eitle „Erste Hilfeleistung für den Kritiker". Die hat mir nicht ge-! Holsen. Der Schlußakt blieb mir trotzdem unverständlich. Hin»; gegen fördert dieses Borwort die Erkenntnis, die peinliche Er-; kenntnis, daß Shaw mit dein sozialen Problem in diesem Stück oberflächlich, kokett und grausam umspringt. „Grimmige Ungereimtheiten" werden dadurch nicht verdaulicher, daß man sie zngibt, und Feststellungen des Vorwortes wie diese„Die Eisenbahnaktionäre (i ch selbst bin einer) töten 100 Weichensteller, statt die Auslagen für selbsttätige Kuppelungen zu machen" — werden durch die in Klammern gesetzte Beifügung unsittlich. Der Shawsche Disput gilt der Maxime: Armut ist ein Verbrechen. (Vorsichtig wird aber zugegeben, daß der Reichtum auch eines ist.) Der Kapitalist Undershast verficht diese Maxime und behält gegenüber seiner Tochter, dent Major Barbara von der Heilsarmee, recht, ferner gegenüber ihrem Bräutigam, einem Chamäleon —. halb Dichter, halb zynischer Tatsachenmensch; halb Nervenpinkel, halb Billensriefe —, dessen Wesettsart zu erkennen nicht einmal seinem Schöpfer Shaw gelinst. Er führt ihn also ein: „Cusins ist ein Gelehrter von komplizierter Beschaffenheit. Sein Sinn für Humor ist geistig und sein und wird durch eine schreckliche Reizbarkeit noch komplizierter. Der lebenslange * Kampf eines wohlwollenden Temperaments und einer großen Rechtschaffenheit gegen Anreize gefühllosen Sportes und leidenschaftlicher Unduldsamkeit haben eine stete Spannung in ihm hervorgebracht, die feine Gesundheit sichtlich untergräbt. Er ist ein höchst unversöhnlicher, entschlossener, beharrlicher, intoleranter Mensch, welcher aus reiner Charakterstäkre sich rücksichtsdoll, artig, umgänglich, sogar sanft und verzeihend zeigt . . An dieses Rezept sollte sich der bedauernswerte Herr Astan halten'. Er legte sich irgend etwas zurechr — und siehe, es war gut so. (Es wäre tticht schlechter gewesen, wenn er eine ganz andere Figur auf die Beine gestellt hätte.) Ten ersten Akt wirft Frau Devrient-Reinholdi um. Sie ist dem Shawschen Dialog auch physisch nicht gewachsen, man versteh: nur jedes zehnte Wort, die Exposition geht flöten. Ter zweite ist, wie gesagt, wirklich einer, dazu noch ein vortrefflicher/ Die Wohltäterei, das Beruhigungsmittel für die Ausbeu- 1er, die Geißel für die Ausgebeuteten, wird famos hergenommen, und. es ist begreiflich, daß diese Satire über die Heilsarmee in England öffentliches Aergernis verursachte. Shaw verschafft hier übrigens Herrn Höbling eine Rolle, in der er ausgezeichnet ist. Ten Raufbold mit dem groben Mundwerk und tüchtigen Bizeps legt er prachtvoll hin.. Andere Gestalten aus dem Volke, das die Heilsarmee mit gewässerter Milch, trockenem Bror und Syrnft füttert, werden von Frau Wilke, den Herren Moser und H u b e r gut porträtiert. Und Herr H e i n e — als Großmillionär aus eigener Kraft echt bis in die Fingerspitzen, jeder Zoll ein. Plusmacher, der daraus stolz ist, es zu sein — kaust sich in diesem Akt die Heilsarmee, den Schwiegersohn und — ein Pfiffiger' Kops — die Tochter Barbara dadurch, daß sich ihre geliebte Heilsarmee vom Papa kaufen ließ. Frau Pinkosdy, die gemütvolle Blondine, weiß mit diesem Shawschen Heilsarmeemädchen nichts anzufangen. Barbara, der Gegenpart des Kanonen fabrikanten Unvershaft, ist gleichwohl feine Tochter: Tatkräftig, sachlich, nüchtern. Sie will Macht erringen wie ihr Vater, nur soll es geistige Macht sein. Mit ihrem himmelblauen Wesen ist dieser Rolle nicht beizukommen. . Tie Wirkung dieser tragikomischen Szenen im Hof der Heilsarmeekaserne wird durch den endlosen dritten Akt ausarlöscht. Licker Dialog drei. Die Schauspieler müssen sich durchbeißen. Dem Zuhörer ist's nicht zuzumuten. Otto Abel es. reaktionären Wirkungen des Kröeges aufzu he den. Nach Art der Völlerbundligen Me «in jedem Staate eine Union der Schauspieler geschaffen worden. Alljährlich sollen Festspiele in drei für diesen Zlveck ge- 'bauten Häusern, einem Kantmer spiel haus für 500, einem Schauspielhaus für 1000, einem Opernhaus für 1500 Personen verunstaltet werden. Er schloß mit den Worten: „Mein Herz hat gesprochen 'luiö das werden Die auch in sranzösischor Sprache verstanden haben. Arbeiten Sie so viel und so schnell als möglich. Es geht nicht um den Ruhm einzelner , Personen, sondern darum, daß die Künstler aller Nationen den Frieden der Welt und das Verstehen unter den Menschen be-gründen und befestigen." Namens der „Concordia" begrüßte Herr Dr. Wengvas Gemier in toohlgosetzter Rede. Zlbends fand im „Pan"-Klub ein Vortrag Germers statt, der lebhafte Zustimnmng fand. Aus den rheatem. Morgen, ya8 Uhr abends, .Der Volkswirt. Bur-ttteater. ewigeJüngling*. Opernlheater. Morgen, 7 Uhr abends, „C a r» m e n". V o l k 8 o v e r. Heute, %8 Uhr abends, »Fidelio*. (Florestan — Herr Laurenz Hofer von der StaotSoper als Gast.) argen Mit tvoch „DaS Dorf ohne Glocke". Dte für Donnerstag augesetzte Premiere von Millöckers „Der arme Jonathan" muß ntfoloe technischer Schwie tgkeiten auf S a m s t a g verlegt werden. Donnerstag „2 e r Z t geunerb aron". Deut'ches BolkStbeater. Heute, Vs8 Uhr abends.;i mmsten deS Wohlfahrt^onoK der PenfionSanstalt rinnt llge Abendvortle'.'ung De* Künstlerthea: erS „- er blaue o gel" Abend , 1ii 11 Uhr verabfch evet sich ,Derbla »re B s g eV. Die deutiche Uraufführung der Komöde ,G ro ß- Reinmache n" von Lowsdane mit Albert Bafferm a n n tst fftr Mittwoch den 23. d. angesetzt. Theater an der Wien. Mitwoch, 3 Uhr nachmittags, gelangt das Kinderspiel ,H a n i e r l" von Franz M a rt o S, Musik von Vittor I a t o b i, zur Wiederholnng. Naimund-Tdeater. Donners ag gelangt Fuldas Lustspiel i e Z w i l l t n g s s ch w r st e r" mit Leopoldine K o n st a n t t n zur Erstaufführung. Johann-Strauß-Tlteater. Freitag unter persönlicher Leitung des Komponisten Lehar 50. Aufführung von „Pagantnr". _ Der „Obersteiger" im Johann-Strautz-Theater. Direktor Müllers Idee, in seinem Theater die Tradition der klassischen Operette lebendig zu erhalten, hat gleich schon im populären „Obersteiger" Triumphe gefeiert. Das melodiöse Werk war neu ausgestattei und so überaus frisch dargestellt, daß man ihm sein Alter nicht ansah. Ueberaus sympathisch der junge Tenor Hoenselaers, voller Spielfteude die beiden Damen Aldor und Lüdersdorfs, während die beiden Komiker Jmhoff (Obersteiger) und Max B r o d (Zwack) durch ihren drolligen Humor das ausverkaufte Haus in heiterste Stimmung versetzten. Auch die kleineren Rollen waren durchwegs aus ihrem Platze. Durch derlei Aufführungen wird das Bedürfnis nach klassischer Operette n m u s t k beim Wiener Publikum ausrechterhalten werden. Wiedereröffnung der Neue» Wiener Bühne. Die durch die Verpachtung des Neuen W'en-er Stad ttheaters enALgemmtlos gewoi denen Schauspieler haben die Nene Waener Bühne gemietet und sich mit den cheimligen Mil- ,gliedern dieser Bühne K: einer Ark>e i tsgeme-inschaft zusammLngeschlossen. Dwses Theater wird nun defimtiv am Mittwoch den 23. d. eröffnet. tzerichtssaal. §!«ter«ati«lale Zrkdenrftza der Schauspieler. Gemiers Ansprache im Birrgthrakr. Zu einer Bersatmnlng der Schauspieler, welche Sonntag im Bucgcheater stattfand, entwickelte Herr Gemier, der Schöpfer und Propagaior des Gedankens eines Wclttheaterbnndes, seine Idee der BMevverbrüderung durch Zusammenschluß der darstellenden .Mnstler aller Nationen und Zungen. Auf der Bühne des Burgcheaters hatten der Präsident des Blühnenvereines Stärk mit den Btzepräsidenten, die Direktoren Herterich und Dr. B ee r, die Schauspieler As lau und Reimers Platz genommen. Zur Rechten des Präsidenten saßen Herr Gemier und sein Dolmetsch und Sekretär Schriftsteller Chapiro. In seiner Crössnungsrede sagte Herr Präsident Stärk: Die Schau-' fpieler hassen den Krieg, wir wollet: an dem Werke tet Böllerversöhnung mit ganzer Kraft Mitarbeiten und 'begrüßen unseren illustr-en Kollegen, der sich- -dieser Arbeit widmet." Direktor Hetterich wies aus den grundlegenden Unterschied Zwischen Zi-Msation und Kultur hin. Trotz der gewaltigen technischen Errungenschaften, welche die Menschen einander räumlich näher bringen, entspreche der steifenden Zirilisation leider eine sinkende Kultur. Das Theater fordert den idealen Altruismus. Er heiße Gemier im Buvgthea-ter willkommen, welches stets eine Wegestätte der Weltliteratur gewesen sei. Ju einet französischen Ansprache brachte Raoul A s l a n dem Pariser Gast den Gruß der österreichischen Schauspieler. Er wies daraus hin, daß Oesterreich trotz der Gemeinsamkeit der Muttersprache mit Deutschland eine eigenartige Kultur habe. Er sprach sich für die geplanten internationalen Festspiele aus, welche ganz -besonders geeignet wären, die Nationen eiander näher zu bringen. Dann ergriff, lebhaft-begrüßt, Gemier das Wort. Er erläuterte die Idee eines intentdiortaten Schaufpielerckongtesses. Die Organisation, die er schafsen wolle, habe vor allem den Zweck, die Neun Unidersttätsprofessoren klagen den Bund. Der Ber> fassungsgerichtshof unter Barsch des Präsidenten Dr. V i tor el l-i beschästiäte sich gestern mit n":: n Klagen von Wiener Hochschulprofessoren gegen den österrKchischen Bundesstaat auf Zahlung erhöhter Personalzulagen. Ms Kläger treten der Unlversitätsprofeffor Dr. Hans Uebersöerger. Unwersitats Professor Dr. Moritz W l a s s a k, Potesfor Dr. Hans Hahn, Proseffor Dr. Walter Brecht, der Professor der Hochschule für Bodenkultur Dr. Adolf Z i e s l a r, der Professor der Technischen Hochschule Dr. Karl Kooetz, der Professor an der Hochschule für Bodenkultur Dr. Leopold Adametz, der Universitätsprojessor Dr. Paul Jörs (vor kurzem gestorben) und det UnivechtätSpwfessor Dr. Josef Strzygowski aus. In den durch Doktor Karl Be ch manu überreichten Klagen wird ausgefühit, daß den Klägern, teils um sie zur Annahme der Berufung an eine Wiener Hochschule zu bewegen teils um sie zum Verbleiben im Falle einer auswärtigen Berufung zu veranlassen, in Form von Personals »lagen oder Remunerat tonen über da§ normale Mag der systemmäßigen Bezüge hinaus gehende Eni lohnnngen gewährt wuwen. Mit 1. Ma'- 1921 wurden aber den Klägern die btcherigeu Personalzulagen eingestellt und durch andere ersetzt, die hinter den urwrünglichen Zurückbleiben. Ehr die Kläger das Lchramt an der Wiener Universität übernahmen, samten langwierige VerhaMungen mit der Unterrichts Verwaltung statt, auf Grund , deren das für ihre Tätigkeit als Forscher und Lchrer zu zahlende Erttgelt festgestellt würde. Es liegt, so wird in der rechtlichen .Begründung dargetan, daher kein einseitiger obrigkeitlicher Mt, sondern ein Vertrag öffentlich e n R e ch t es vor. In der Borenthaltung ber ihnen vertragsmäßig zugesicherten Entlohnung erblicken die Kläger auch eine Verletzung des Artikels 17 des Staatsgrundaesetzes (Freiheit der Wissenschaft und ihr?c Lehre) und Knne dadurch die Regierung indirekt diesen Hochschullchrern garantierte lebenslängliche Stellung untergraben und mißliebige Pro.sessoren vertreiben. Die Finanzprokuratur beantragt die A b w e i s u n g d e r Klage. Die klagenden Professoren waren mit ihrem Anwalt Dr. Bechmann versönlich erschienen. Dr. Bechmann erklärt, daß es diesen neun zu ven hervorragendsten Lehrern gehörigen Professoren nur schwer würde, klagbar auszn treten. Das Urteil des BerfassungsgertchtHofes wird Donnerstag vormittags publiziert werden. Die Amusttrawalle auf dem Praterstern. Wie berichtet, hat die kommuniitische Partei Oesterreichs . durch Dr. Valentin Rosenseld an den Verfassungsaerichtsho^ eine Beschwerde wegen' Verletzung des Hausrechles erhoben, weil am 3. August dieies Jahres, zwei Tage nach den Ausschreitungen am Praterstern, bet denen der Turner Mohapel von dem Zuhälter Seidl getötet wurde, in den Räumen des Sekretariats der kommunistischen Partei im Auftrag der Wiener Polizeidirektion eine Hausdurchsuchung ohne richterlichen Befehl vorgenommen wuvde. Die Entscheidung über die Beschwerde wird Donnerstag vormittags publiziert Werden. Ae wirtschaftliche« Mglichkeften in der Kischon-öbene zwi chen Haifa und *«a, Dr. Brutzkls, chem. litauischer Minister, derzeit HaHd. Haifa ist itie zukünftige Hafenstadt von Palästina atö wird sich hoffentlich nach dein Atisbau des Häsens vasch ÄS Mternationale Handelsstadt entwickeln, da Haifa bve beste Veobiildung mit Damaskus, der arabischen Hal-Hnsel (Mekka) und Mesopotantien hat. Es ist vovauszttsehen, daß die Berbmdutngsl>in-ien zwischen Europa und Indien Wer Haisa, Bagdad-Bahn, Basra, Persien gchen >oird, zumal wetm die /geplante Eisenbahnverbindung ztvischen Haifa und BaKad über Ras el Rakurah—Beirut—>homs-4llcppo tatsächlich ausgeführt wird Mrs Roman Nairn. der Initiator der Postbsföiderung zwischen Bagdad und Beirut durch die Wüste, der in Gesellschaft des Kommandeurs für Lnftivesen, Pr im rose, im Flugzeug eine Strecke von 760 Meilen zwecks Rekognoszierung des Weges für die geplante CtsettDahnvevbindung Zurückgelegt hat, als auch Vertreter der Lobarr-Eisenbahn haben wertvolle Boravbeiton für die endttche Durchführung dieses wichtigen Bevkchvwezes geleistet, deven Realnsierung Haisa znm Zentrum des Transit- Handels zwischen Mesopotamien und dem Westen machen -wird. Die wirtschaftliche EniwicklntrgsnroMchke'it geht aliso von Haifa nach Norden gegen Acco zu. Me bekantrt, wurde das Gebiet ztoischen Haifa und Acco von der H a i f a ° B a i- Developmenti-Comp. erworben. Das der Stadt nächstgelegene Te-rrain, das sich 12 Kilometer längs der Küste erstreckt, wird mit einem läM-ichen Bewässerungssystem versorgt und sukzessive der Landwirtschaft brauchbar gemacht werden. Es gibt nämlich auf diesem Gebiete eine sehr reiche, bis jetzt unbenutzte Wasserquelle, deren Abfluß den Naamm-Fluß Met. Diese Quelle kann das ganze zirka 100.000 Dunam nmfasiende Gebiet mit der nötigen Wasprmenge für läMiche Bewässerung versorgen und genügen) -gutes Trinkwasser für die zukünftig Stadt ge-'ben. Ans dem bewässerten Boden können mehrere Ernten erreicht werben, toobei sich der Boden vorzüglich für Gemüse, Obst, Grünftrtter und Orangenplantagen eignet. Für eine, von eitter fünfköpftgen Familie bearbeitetet! Wirtschaft sind 20 Dunam beitväsferten Bodens. ntohr als genügend, da für Gemüse zum Beispiel vier bis fünf Ernten jährlich möglich sind. Nach den Berechnungen votr DMor So st in sind bei intensiver Landwirtschaft, sogar 1V Dunam böwäffevten Bodens -für eine sünskopftge Familie genügend. Außer Gemüse und Orangen können hier für den Export Tontaten, Zwiebel, Bananen und verschiedene FruchMnme gepflanzt werden. Sehr günstig ist der Boden auch für Mchfutter, Wie Luzerne, Wicke, Klee, die ebenfalls bei Bewässerung ni-chrere 'Emten ergeben. Es ist klar, daß ein Hinterland nett florierender Landwirtschaft die beste Basis für eine im-Hafen -gelegene Industrie- und Handelsstadt bildet. Außer der OelfcchrA Schemen, der -großen Rochschbd-Mühle, Lenr Elett-riJi-tatswerL N uthenberg und der üeveits ferkg gestellten Zementfabvik Nascher, haben sich in Haifa eine ganze Reihe Keinever ind-ust«ller Unitemchmungen e-täblievt, wie eine Gipsfalbri'k, ein U-nt-ernchmen zur Erzeugung von Konserven und Räucherfischen/eine Wevkstätte zur Reparatur von Waget! zusammen mit einer Schmelze. Eine Maroth-Fabrik, eine Spiritussabvik sind in Bau und unzählig sind die Projekte, welche größere und kleinere Fndustriellc moMntan studieren. Dieses Mbewußte Streben aller Faktoren nach einter Richtung hin wird vovauAsichMch dazu führen, daß die an der Kischon-MÄrpdtmg zu gründende Industrie- und Handelsstadt in kurzer Zeit ein wichtiges Handolszentrttm werden wird. Weiterer Rückgang des Franken und des Zloty. Der französische Franken hatte gestern auf den internationalen Handelsplätzen einen neuen Tiefstand erreicht. Die Stimmung war jedoch bei weitem fester als am vorhergehenden Borsentage. In Zürich senkte sich der Franken vorübergehend auf 18.66, konnte sich jedoch nn weiteren Verlause aus 18.85 erhöhen. — Der neuerliche Rückgang des Zloty ist auf das Ausbleiben jedweder - Nachrichten über den Verlauf der Anleiheverhandlungen im Ausland zurückzuführen. In Wien wurde der Dollar mit 10 Zloty bewertet. In Zürich notierte der Zloty 55 nach 55.50 vom Vortage. In Prag senkte sich die Devise Warschau von 369.66 auf 837. Ist Wien fiel der Zloty von 75 auf 69.60. Die Pariser Börse und der Frankensiurz. Infolge -des Rückganges ves französischen Franken ist an oer Pariser Börse das Interesse des Publikums nach Effekten sehr gestiegen. In den Banken ist die Arbeit so groß geworden, daß schon vor eimgen Wochen der Samstrgverkehr an der Börse güschlossen werden mußte, um an diesem Tage die während der Woche aufgelaufene Arbeit erledigen zu können. Besonders gesucht sind die Industriewerte. Aber auch fast alle an der Pariser Börse gehandelten Auslandseffektenhaussierten. Im Zusammenhang mit diesen Vorgängen sind an der Wiener Börse SMbchnPriorMen und Trrfailer gesucht. . Oesterreichisch-polnische Handelskammer in Wien. Mittwoch den 16. d., 6 Uhr abends, findet im kleinen Sitzungssaal dev Wiener Kammer für Handel, Gewerbe atto Industrie, 1. Bez., Stitbenring 8—10, die Generalversammlung der Oesterreichisch-polnilchen Handelskammer statt, in der. Präsident Dr. v. Twardowski sich über die letzte Phase der Mtv?*1 LuildetHroM Mein wird.