Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2441 (8.12.1925)
- Date
- 1925-12-08
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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«w d »fett, ÄsenÄägj Wiener Moe-e«zeli«ttS 8. DeMiöer 'IM Nt. SM Kunst, Bühne, Buch. von der dalMneMchen Sper. Eine hebräische „Carmen"-Anfsührmig. Die palästinensische Oper hat ihre neue Saison mit der Erstaufführung von „Carmen" begonnen. Es wirken bereitdie neuengagierten Kräfte mit. Der ersten Aufführung der Bizetschen Oper wohnte auch der High Comniissioner von Palästina, Lord Plumer, bei, der durch Kolonel Kisch der Operngesellschaft die Mitteilung zugehen ließ, daß die Darstellerin der Carmen, Medobia, die beste Carmen gewesen sei, die er, der Liese Oper an fünf verschiedenen Theatern und in verschiedenen Sprachen gehört hat, je gesehen habe. A«r den Theatern. Burgtbeater. Morgen, 7 Uhr abends, „D i e ^»ngfrarr von Orleans". Operntheater. » d « now". Heute, 6 Uhr abends, „Boris Volksoper. Heute nachmittags „D e r g r o ß e u n d d e r 11 c i n e Klaus". Morgen „Tausendundeine Nacht". Für lie Freitag stattfindende Aufführung von „C a- r! 2 r u 5 t i c a n a" — ,D e r B a j a z zo" genießen alle Rarioabonnenten gegen BoiwetS des letzten A^b onnementSsch eines bei Plätzen von 4,50 S. aufwärts eine 25%{ge EMäßigung. Theater in der Iosejstadt. In Abänderung de8 Svielvlanes morgen »Mein Vater hat recht gehabt". Donnerstag 50. Aufführung v> n „(£ t n @ o nt* mernacht 8 traum". Freitag zum 125. Male „G e j e lisch a f L". DentlcheSVvlkstbeater. Freitag gelangt unter Karl Forests Regie, neueinstudiert, Ibsens Schausviel „Die Stützen der Gesellschaft" mit Albert Bassermann als Konsul Beryick und Hanfi Niese als Lona Heßl zur Aufführung. Sonnr.,g den 13. o. findet eine zweüe Zugendvorstellung des ,B l a u e n B o g e l s" statt. Neues Wiener Stadttheater (Exl- B u h n e). Heute, zum ersten Male, ,D e r heiligeFlor i a n" von Real und Äe>charw. Mysteriöser Tod einer Schauspielerin. Aus Berlin wird gemeldet: Die seit zwei Jahren zur Berliner Staarsoper gehörige bekannte/Schauspielerin Zinaida Jurjewska ist Plötzlich Mswrmn. Sie äußerte die Absicht, zu ihrer erkrankten Mutter D^pat zu fahren. Ueberraschenderweise traf heute aus Zunch em Telegramm ein, das den plötzlichen Tod der Künstlenn meldet. Gerüchte wollen wissen, daß sie einem Attent a t zum Opfer gefallen ist. Nach Meldungen aus Basel wird Jraulem Jurjewska, die^ zuletzt in Andermatt weilte, dort fert dem Z. d. vermißt. Sie ist an diesem Tage nachmittags zu einem Spaziergang in die Schöllener Schlucht ausgebrochen und muß dort tödlich verunglückt sein. Der Leichnam der BevunMMn ist noch nicht gesunden worden. Wie der Körper hondeut des „Berliner Tageblatt" in Genf von den PÄ^evbchövden erfährt, traf Frau JuchÄvska am Freitag in ArrdevmM ein. Bald nach ihrer Ankunft öegalb sie sich nach der TeuifelAbrücke. Bon dort kehrte sie nicht mehr zurück. An der. Stelle, _att der sie guletzt gesehen wurde, sanD man ein Morphürmslöschchen und ein Rasierinespr. Es steilst ifest, daß Frau Juvj».iwM Selbstmord begangen hat. Serichtssaal. Bolkswitt. Polnische Wirtschaftswoche. Sanierungsmaßnahmen. — Flaue Börsen. der Industrie. (Bon 'unserem ipokluWeil M.-S.-Oorrchpondeulen.) , Die Ereignisse der letzten Woche erinnerten gänzlich! an die Zeiten der Niarkinflation. Die letzten Tage der Woche brachten jedoch eine gewisse Beruhigung, die sich ' auch auf den polnischen schwarzen Börsen, die lvieder tonangebend sind, durch einen rapiden Sturz des Dollarkurses wiederspiegek«. Die Erklärung des Fiuanzmmisters, welche jede Inflation ansschließt mW die Versicherung, daß die Regierung sogar ans das Recht der Emittierung von Schatzscheinen bis zur Höhe von 50 Mill. Zloty verzichtet hat, trugen nicht wenig zur Beruhigung bei. Der beispiellos niedrige Banknotenumlauf, dessen Werl jetzt nur gegen 80 Millionen Dollar beträgt, schließt nach Ansicht der polnischen Finanzkreise jede neuerliche Abwärtsbewegung der polnischen Währung aus. Die Bank Polski teilte in der abgelaufetien Woche nach vorübergehender gänzlicher Einstellung der Zuweisung noch immer nur 30 bis 50 Prozent der angeforderten 'Valuten zu, dürfte jedoch schon im Lause dieser Woche die volle Zuweisung aufnehmen und nachdem auch der Wechseldiskont in den nächsten Tagen voll ausgenommen werden soll, dürsten die normalen Verhältnisse wieder ehrtreten. Beim Finanzministerium wird eine Kommission gebildet, der der Schutz des Zloty übertragen werden soll. Die Frage der Berufung eines ausländischen finanziellen Beraters ist neuerlich in den Bereich der Möglichkeit gerückt. Der Sejm ist für Mittwoch einberufen worden, der Finanzmmister Zdziechowski wird sein mit ganz besonderem Interesse erwartetes Expose halten, mis welchem auch zu entnehmen sein wird, wie lveit die Ersparungsmatznahmen der Regierung gehen werden. Abgesehen davon, datz das Budget , für das Jahr 1926 bedeutend reduziert werden soll, wurde schon der Voranschlag für den Monat Dezember um 29 Millionen Zloty herabgesetzt. Es ist nur. zu hoffen, datz es der Regierung gelingen wird, die Stabilisierung des Zloty durchzuführen, beim sonst würden die Ziffern des Budgets in Anbetracht der Wahrscheinlichkeit der Hebung des Preisniveaus nur eine Fiktion bleiben. Dir Anleiheftage ist noch immer offen. Zu hoffen ist nur, daß die diesbezüglichen Verhandlungen Skrzynskis in London eine Beschleunigung der Realisierung der Anleihe bringen werden. Sollte die Anleihe der Bank Polski erteilt werden, so wird man eine Kontrolle der Bank kaum umgehen können und es wird nichts anderes übrig bleiben, wie den Kreditgebern einige Sitze im Verwaltungsrate, einzuräumen und ihnen einen entscheidenden Einfluß aus die Geschäftsgebarung der Bank zu sichern. Trotz des Zlotyfalles konnte auf den polnischen Effektenplätzeu kein Bestreben zur Aufwertung der,. Papiere verzeichnet werden. Eine ganze Reihe der Lestest polnischen Aktien ist nun seit Monaten stark unterwertet,, und dennoch verharren die Börsen in ihrer Letargie und sogar die günstigste Gelegenheit des WährungSfalles Die Lage! konnte keine Aenderung bringen. Diese Tatsache läßt sich mit dem Geldmangel erklären. So kam es also auch in der Berichtswoche zu weiteren Kursabbröckelungen, wobei die schweren Papiere die grötzteu Kursverluste zu verzeichnen haben. Lediglich Zuckerwerte sind es noch, die der Tendenz widerstehen können und sich auf ihrem Kursniveau behaupten können. Chodorow notiert 5.25, Chybie 4.25 Zloty. Zieleniewski notiert 9.75, Gvrka 8.75, Warschauer Diskon-tobank 4.50, Tepegc 0.25, Hypothekenbank 0.31, Malopolskibank 0.23 Zloty. Alle anderen Werte ohne Notierung. Die Aktien der Bank Polski behaupten sich bei 40 Prozent. Die Lage der Industrie ist unverändert schlecht. Eine Neuerscheinung sind die letzten Verlautbarungen der Petroleum- Md Kohlenindustrie, wonach aller Verkäufe nur gegen Kassa getätigt werden sollen. Die Maßnahme ist auf die steigende Zahl der Insolvenzen und den Geldmangel der Gesellschaften zurückznführen. Mvn will nun lieber weniger aber gegen bares Geld verkaufen.Ebenso steigt täglich die Zahl der Wechselproteste und auch diese helfen nicht, da die Richter einsehen, daß die Schuldner tatsächlich nicht zahlen können, nach denc sie selbst Gläubiger, die ihre Forderungen nicht eintreiben können, sind. Solche ungesunde 'Verhältnisse können jedoch nicht mehr lange dauern und es dürste sofort eine Entspannung eintreten, wenn die Bank Polski auf Grund einer Anleihe neue gedeckte Banknoten in den Umlauf bringen wird. bieder Tage aus dem IufkiKienst schieden. Er hat vorzeitig Abfchrch genomMen. weil er aus einem KonMt mit der Sdaatsanwalttchaft die KousequeiMn zog. Qberlandesgerichts- At.Dr. Miß. ein wert-über den Rahmen seines WirkungsrrÄjes himMs bekannter Richter, sollte gegen einen bei einer komrimmW'chen Demonstration verhafteten Hilisaxbeiter Zweigen EimnenMNg in eine ÄmtshaMung judiziexen. Er brach jedoch die Bevhand'lnng ab, da seiner Ansicht nach der Tatibeftanl) emes Bevgshens nicht gegeben war. soridern Verhalten des Beschuldigten als ein Pollizoidalilkt zu werten sei. Der stoatsaniwalMäMche Funktionär sah aber in dem 'Bovgehen des Beschuldigten das Verbrechen der öffentlichen GewalttattzkeA -und wollte den Mt an dia-s Straflandesgericht abtretön ^gen. Das Landesgericht konnte aber die BeMechensqualifKation nicht anerkennen «und leitete ben Mt wieder an das BezjirLsgericht zurück. Bezirksrichter Dr. Weiß lehnte es ab, eine neuerliche VerhaMung mrsM'schreiiien, wogegen der stcvatsamvaltischMiche Funktionär eine Beschwerde an das Landesgericht ei-Erachte. Dieses beschloß in nüchtWMcher Sitzunig unter dem Vorsitz des Präsi denten Dr. Alt mann, den angchochtenen Beschluß des Richters Dr. Weiß auh-icheben und Hm den Acht mg zu erteilen, sich einer BerftiMuwg und Urteilssällung gegen den Beschuldigten zu unterziehen. Mn mußte der Richter die Verbandlung Msichreiben. Bor Eingehen in die Verhandlung bemerkte OdeÄandesgerichtsraL Dr. Weiß, daß er und die Staatsawwaltschaist iu ihren Anschnnnn'gen im KorchlAt seien und daß er neiuerlüch über den Fall vechandelln müsse, weA er dazu durch den, Wstrag des Landesgerichtes gezwungen sei. Weiters äußerte sich der Richter: „Ich bin stets der. Ansicht^ haß entweder ein Tatbestand etwas nach dem Strafgesetz ist eder ^daß es kein Tatbestand ist." Nach Einvernahme eines Wachmannes als Datzeugen sipmch der Richter den Beschuldigten mangels Nachweises emes BerschEms frai. Dieser Konflikt hat dem Richter die Möglichkeit des Maneements genommen, weshalb er es vorzog, um seine Penisioniemng anzchnchen. ' Der Mord in der Schloßruine. Solothurn, 7. b. (Schweiz. Dep.-Ag.s Das Strafgericht hat das 'Vevfchren gegen Johann BLUnesschlläger, einen 27jährigen Baüernknecht, aus Linz an .der Donau stammend, der am 29. JE d. I. in einer Schloßrmue in der Mhe des Antrovlisophentsmpels in Dörnach eine AnrerWMer'm namens Mary Bo we n ermordet hatte, eingestellt. Des psychiatrische Gutachten stellt die Unzurechn-nngsfährgEeit des Tät-ers fest.. weshaM die Einstellu.ng des Beusahrens erfolgte. Dagegen werden die Zivrbbchörden die dauernde Anstaitsversougünig des gemeingefÄhrilicken JndividuMns anordmn. Sechs Monate Gefausnis für einen völkischen Rohling. Das Gericht in Bmthen hat, wie I. T. A. berichtet, einen völkischen Agitator zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil er eines Nachts den Stadtverordneten Ernst Behrendt, ein führendes Mitglied des Zentxalvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, beschimpft und ins Gesicht geschlagen hat. D-r Angeklagte war schon einmal wegen Aufreizung züm Klassenhaß,-weil rn vor zwei Jahren bei einem Angriff auf Juden den Anführer spielte, zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. , /,««/» zu nathweisbaren Engros-Preisen 1 S ] Teppich-HiederIngEUII.,HSriDtiilferstfaße4 J 100 Fenster-Madrasvorhänge roß'e warme Flanelldccken 500 Stück gr 150 Stüde Teppiche in allen Größen _ 200 Stück Bettvorleger | 60 Rollen Laufteppiche 037 S r S ferner grofie Posten Lambrequins. 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Dezember um 8 Uhr abends Vorirag Dr. Max Graf Professor der Akademie und Hochschule iür Musik u. dastehende Kunst „JÜDISCHE MUSIK« Mit musikalischen und gesangl'chen Beispielen Die Geschichte der Poiflstine-Peiitik WOLFQANO WEISL Palastin «von beste Mit 44 Abbildunien und 4 Karten Preis in Leinen 8 17.— Weist, der über die politischen Verba'tnisse?m naben Orient sehr eingehend orientiert tot,schildert in diesem aufschlussreichen Buch alle Etappen des engl sch*j«discharabischen Kampfes um Palästina Von den ersten Anfängen des politischen Zion smus über den Weltkrieg mit seinen tiefgreifenden Umwälzungen und die darauffogende Entstehung des arabischen Kaifates bis zum Kampf EngUmdg gegen Meitlta und den letz'en Erfo een nnd For»schrit'en des Zionismus in Pai&stina.’ gibt Weist ein Bild oer Entwicklung des Palästina von heute. E genartige und bezeichnende Skizzen aus dem Leben in Palästina bilden den zweiten Teil dieses interessanten Werket, Dos Buch für den Poldstinafreund! Durch Buchhandlung R. Löwit,Wien, I* Fletsduoarkt 1 and Roten armttriuse 23 Generalversammlung „Wöllertzdors". Für gestern Nwr von der, M'etallumgrnppe eine Generalversammlung der Wöllersdorfer Werke A.-G. cinberufen worden. In dieser Ver- \ sammlung sollte gegen einzelne Bersügungen des von der Ref gierung eingesetzten Staatskommissärs Dr. Hornik Stellung, r genommen werden. Es waren aber, trotzdem die Metallum- | gruppe als Einbernferin fungierte, doch nicht der dieser - Gruppe angehörige Präsident Pituer und Vizepräsident j S k l a r z erschienen. 'Eine ad hoc einberufene Verwaltungsxatssitzuug, an welcher die aus dem Bünde der Alder- Gruppe und den Betriebsräten bestehende Verwaltungs- Majorität teilnahm, stellte sich ans den Standpunkt, daß sie keinen Anlaß zur Stellung eines Versammlungsleiters habe. Es entwickelte sich hierauf zwischen den beiden Parteien eine sehr erregte Debatte, in welcher es an gegenseitigen Angriffen nicht fehlte. Der Ingenieur Alder, welcher sich ans die Seite des Bundes gestellt hatte, erklärte, daß für diese Generalversammlung kein Grund vorhanden sei.-Der Vertreter der Metrllnmgruppe, Direktor Neu mann, griff den Bund und Alder an und übergab auch der Presse ein Memorandum, in welchem scharfe Angriffe gegen den Bund enthalten waren, weil dieser mit Ingenieur Alder einen Vertrag geschlossen habe. Die Kompetenz des Staatskommiffärs wurde in einer Reihe von Angelegenheiten bezweifelt. Hierauf ging die Versammlung auseinander, ohne daß tatsächlich die Generalversammlung formell abgehalten worden wäre. Wahl eines Handelskammerprafidenten. In der gestrigen Vollversammlung der Handelskammer wurde der Industrielle Friedrich Tilgner zum Präsidenten der Handelskammer gewählt. Jniolveuzen. Das Handelsgericht eröffnete das Ausgleichsverfahren über Franz Dostal Sohn, Inhaber Stephan Gotsche, Eisenhandlnng, 3. Bez., Landstraße Hauptstraße 100, Aktiven 202.000 S., Passiven 304.000 S., Anbot 40 Prozent in acht Monatsraten; über Gustav Bachmann, Autoreparaturwerkstättr. 9. Bez., Sensenaasse 6; über. M. Herzer, 2. Bez., Lilienbrunngasse, Aktiven 160.075 S., Passiven 297,174 S-, Ausgleichsanvot 35 Prozent in zehn Monatsraten,- über Robert B oael und Joses Weiser. 7. Bez., Kirchberggasse 33; über.M. Derschowitz. MschewarenerzeuÄer. 20. Bez., Jägerstraße 2—4; über Bernhard Lum, 1. Bez., Marc-Anrel-Straße 4; über „Delieitas", Schokolade und Bonbonsfabrik Brill, Frankl n. Co., 13. Bez., Mitisgasse 18; über Sima Albers, : j 9. Bez., Rögergasse 14 v; über Regine Werner, Waschewaren-. fabrik, 7. Bez., BurMsse 79, und Hedwig Dillmont, 12. Bez., Kaulbachstraße 23. . Rückgang des französischen Franke«. Die schwankende Haltung der französischen Regierung den Finanzsragen gegenüber . wirkte aus den französischen Franken äbschwächend. Die Devise Paris senkte sich m Zürich von 20.10 auf 19.876. — Bei im allgemeinen widerstandsfahiper Haltung waren die gestrigen Notierungen des Zloty auf den einzelnen Devisenplähen ziemlich schwankend. In Wien festigte sich der Zloty von 88.45 aus 91.25. In Zürich und Prag blieb er unverändert. Abgeschwächt lag er in Berlin, wo er sich von 67.71 auf 52.73 senkte. In Warschau notierte der Dollar 7.88 nach 7.63 von- Samstag. — Fest lag der Leu,-der in Zürich von 2.375 auf 2.4V stieg, in Men besserte sich die Devise Bukarest von 3.23 auf 8.28. Rußlands Geldmangel. Aus London, 7. Dezember, wird telegraphiert: Der Cithberichterstatter der „Times" lenkt die Aufmerksamkeit auf verschiedem Anzeichen, die auf das Vorhandensein von Mangel an Bargeld in Rußland schließen lasten. Zu Beginn dieses Jahres habe Rußland größere Goldbeträge zur Bezahlung von Waren verschickt; jetzt gewähre es Konzessionen an auswärtige Interessenten, von denen das Matt zwei Beispiele anführt. Die eine Konzession beziehe sich auf die A u s b e u 1 u n g v o n E i s e nerzen durch eine amerikanische Gruppe, die eine große Summe für die Entwicklung der Betriebe auszuwerfen beabsichtigt, die andere betreffe die'Ausbeutung der Goldfelder des Lenagebietes, wofür eine Summe von 57.000 Pfund Sterling aufgebracht ivürde. Wiener Produktenbörse. Tendenz: Bei kleiner GeschästStättgkeit infolge geringen Angebotes war die Tendenz auch gestern sehr f e,st. Die Notierungen waren durchweg» h ö b t x. ©8 notier ent Wetz ent Inländischer 40.— bis 41.—, Ungariicher Theiß 79/80 Kilogramm 45.50 b s 47.-, Ungarischer 42.50 bis 45.-. Jugoslavstcher 76 Woaramm —.- bis -.-, JugottMcher 77/78 Kilogramm bis -.-. R o g a e n r Jnländtlcher Marchfelder 30.— bis 80.50, Bester Boden 30.— bis 80.50. Gerster. Brauware inländische 35.— bis 42.-, böhmilche mährische —.— bis —M a > S: jugoslawischer SS.— dir SV.—. Cinquantin neu 32.50 bisSb.50