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Wiener Morgenzeitung · 1925-12-05 · Heft 2438 (5.12.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2438 (5.12.1925)
Date
1925-12-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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€eite 6_Wien, Sa-Mstag Wiener Mor-erizeituii- Leopollbstädter Voiliksr-eint, Q. Bez^ Zirkustzasse .i-F 7 Uhr: Dr Berthold Wiesner: „Neuere Experimeitte Mer die Be-zichmgen Machen Geschlecht und Seelettleben", Einttitt frei. * Der Jüdisch« Hilssvetein tocMHiftolltet am 6. amfc 7. to. in den Stunden von 9 bis 12 Uhr mittags und von 3 dis 5 Uhr nachmittags in den Räumelt der israelitischen Humanitätsvereine B'nai B'rith, 9. Bez.. Untversitätssttaße4, eine Be Haufe* auSfUHUttö verschiedener, von Mittelstaudsfrauen hergestcllter Hetmarbeiten, we: Otores. Filets gestickie Ttschgarni. turen aus Leinen, Teegedecke, Milieus Deckerl. Damenwäsche (Hemden. Hosen, Combinatiosis, Nachthemden mit Asour ujw. und bittet um zahlreichen Besuch jüdischer HocksÄulau^chnß. Der diesjährige ordentliche DelegLteutag findet h eure »m 2 Uhr riachmmags in den Räumen, 8. Bez., ^enn.-platz 1. statt. Zionistische BeMsMion BrigMenau. Am 36. November fand, von der Sektwtt 20 peranstaltet, eine Abschiodsseier der Mvu-zcch Achtvch, welche 1-d. nach Erez Israel abreffte. Es Aachen min: dem Prceswenten der ^-Ätton H 'I'itn* Häuser die Herren Dr. Löwerchevz, Dr. Mauer, Doktor Tartakower auib Herr Bioet. Sodann gang Herr Obenkantor Frankel jüdische Lieder; insbesondere sein setbswerfaßtes LiÄ ,/Aheim nach Zion" fand gWßen Beifall. Am Klavier saß tm «nt« Mischer Musiker, Herr Ehordttigent Reisemann. .Großen Beifall erntete Heri Schwager für feiiw Vorlesung aus Scholem Alejchem. Zm» Schluß uhergab der Obmann der Kulturgruppe der Kwuizah ein Diplom auf fünf Dumm Boden. Mit der Absmgmtg der ,IAwch" schloß die Feier. Kunstterakademie. Der Borstand des Ferrechvmrs für echlckMgsibMrftiffe, arme Kinder Wiens veranstaltet am Dienstag (Feiertag) den 8. d. m den, Olympiasälen, 1. Bez., Rotgaffe 5, eme KünstleraMsmie mtt anschließendem Tanz. Beginn 8 Uhr abends. Das Reiu-erttägnts wird dem Ferienheim ^widmet. ,ß>tt jüdische Pionier in Erez Jsreal". Morgen Sonntag, halb 11 Uhr vormittags, findet im Zentralkino, Taborstraße, die UvauWhrung dieses vom Knlturausschuß der allgemeinen Mischen ArbetterovganisatiM im Sommer 1925 aufgenommeuen Filmes statt. Der Film ist der schönste, der bisher ausgenommen wurde. Er . gibt ein besonders packendes Bild der eigenartig schönen palästineMcheu Lan'dschast nnd zeigt die Entwicklung des Mischen Aufbauwerkes vom Sumpf 'bis zum blühettden Dorf, von der Sanddüne bis zur Stadt TÄ-Aiwiüv mit ihren dreitausend Häuern und nahezu 40.000 Einwchnern. Die AuMrung bildet den Beginn der großen Chanukaaküon des Keren Memeth, sur die sich em autzeraewöhMches Interesse in dsn zionistischen und Mischen Kreisen Wiens kundgibt. Zionistische FrauenorMrsatton. Montag den 30. 9wdomber, 5 Uhr nachmittags wurde im Sitzu-ngssaale des Zionistischen Landeskomitees das Senünar über „Idee und Ge'chichte des Zionismus" von Frau Dr. Maria Hof mann eröffnet. Dieser auf zehn Vorträge berechnete ZOus verfolgt den Zweck die zionistischen Frauen, u zw. besonders die m den einzelnen Bezirken führenden, doch auch ,olche, die der Bewegung bisher ferngestanden sind, in den Geist und dre Aufgabe unserer Bewegung tiefer eiüzufivhren und ihnen die Möglichkeit zu geben, im Sinne der Idee auch auf andere Frauen und Mädchen, und insbesondere innerhalb der Familie und der Gesellschaft zu wirken. Zu diesem Zwecke denkt die Vortragende daran, die Hörerinnen zur selbständigen BenrteikiW, zur zionistischen Literatur, zur Beschäftigung mit einzelnen Fragen und Persönlichkeiten der Biegung und Erez Israels zu führen. Den Gegenstand des ersten Kurses bildete als Einleitung ein UebeMck über die Entwicklung der zionistischen Sehnsucht während der aaitzen Geschichte unseres Volkes seit dem babylonischen Exil. Es wurde insbesondere auf die starken Geifühlskräfte hingewiesen, die seit jener Zeit die, tiefsten Quellen dieser Bewegung sind und durch viele Entwicklungsstadien hindurch zum Werden des modernen Zionismus geltet haben. Der nächste Porttag ftndet Montag den 7. d. weder um 5 Uhr im SiMgssaale des Landeskomitees, 1. Bez., Kärntnersttaße 28. statt. Es liegt im Interesse aller -ionistrshen Frauen und Mädchen, daran teilzunchmen.. Anmeldungen und Auskünfte nm angegebenen Ort Montag rb halb 5 Uhr abeüds sowie im Sekretarrai der - zronistifchen Frauenorganisation, 9. BeA-, Wahringerstraße 2. Telephon 17.. Ä. _ , Bühne, Buch. „Pygmalion." Raimund-Theater. — Gastspiel Leopoldine Konstantin. Diesmal fand man sie erst am 'Schlüsse des Theaterabends wieder, die rassige, hevbfrische, prachtvolle, die liebenswerte Leopoldina Konstantin. Zwar hat sie nur in den letzten Szenen so gu sein, wie sie ist, vorher hingegen ein ausgewachsener Ekel, ein störrisch tt, Ungepflegter Trampel. Aber in der Art, wie diese Gestalt Bernhard Shaws, wie dieses schmierige, zerlumpte, von Gott .und der „Gesellschaft" verlassene Blumenmädchen unängenchm ist, liegt Methode. Die Konstantin ließ sie gar sehr vermissen. 'Der unmögliche (auch dort, wo er entlehnt wurde, nämlich in Brünn, nicht mögliche) Dräleltt, das idiotische Quietschen und Schreien, das Uebermaß widerlicher Gesten und Gr iw asten — eine Kette von Peinlichkeiten, die überflüssig und sinnlos such. Jedenfalls lhat die Künstlerin in der „Schäle her Kokotten" seinerzielt besser bestanden, die Entwicklungsstadien amüsanter und überzeugender absÄviert als diesmal den Ausstieg des Mädels aus der Gosse zur Gattin des Gel ehrten. Mo um so erquicklicher war ihr Charme, ihre frauliche Klugheit, ihr sieghaftes Spiel mit dem Mann, als sie bereits „Dante" sein durfte.. Es'war gut, daß man die ,geschätzte Gästin in den-letzten Minuteu wiederfand, denn sie hätte fönst Men ausgezeichneten Partnern des Hausensembles schlecht bestanden. Daß der anmutige, elegante FrauenliMng Edthofer einen trockenen, vierschrötigen, von allen Grazien verlassenen Bücherwurm so vollendet .gestallten kann, hätte man ihm Nicht Wgenmtet. Eine Prachtfigur ans einem Guß- Keine tote Bülhnenjstkunde. Vollendet iw Shawfchen Sinne, also überlegen humorvoll, die Matrone der Frau Fässer nnd wieder echt bis in die Fingerspitzen Herr Sk ran p in inner Episode. Auch alle anderen verdienstlich. Gin Ensemble ist da, wie man es nicht allenchaiöben jmheh Wer an der Retzie MÄt man, daß das Schauspiel an dieser.Bühne, die nun auch der Operettenindqstrie -geöffnet werden soll, nicht mehr so ernst genommen wird, wie in der ersten Periode der Direktion Beer. Ans aller Herren Länder wurden die Dialekte nnd — Geldwähruugen in das England Bernhard Shaws verlegt. O. ,2t. Die Assiire Schillings. Aus-Berlin wird uns gemeldet: In der Affäre Schillings ist neuerdings eine Wendung eingetteten. Generalmusikdirektor Erich Kleiber hat, wie die „Bossiifche Zeitung" berichtet, um «seine Enthebung von dem Posten eines stellvertretenden Intendanten nachgesucht mit der Begründung, daß die BevwaltungSgeschDe ihrr an .der Ausübung seiner -künstlerischen Tätigkeit bchnrderte« und chnr Schwierigkeiten in der Erfüllung seiner ausländischen Ber- Wchttl-MN bereiteten. Am de« Theatern. Burgtheater. Morgen. 3 Uhr nachmittags. «Der Widerspenstigen Zähmung^. Abends, */,8 Uhr, äsar und Kleopatra". A k a d e m i e t d e a r e r. Morgen, 3 Uhr nachmittags, ,,D a s K s n \ t x t". Abends, '/,8 Uhr i e z e r b r o ch e n t Leit er". Operntheater. Morgen, 6 Uhr abends, -Tristan u n d I s o l d e". Redoutensaal. Morgen, H18 Uhr abend-, «Der Barbier von Sevilla". V o l! S o p e r. Morgen abends ^DaS Dorf ohne Glocke". Montag den 7. d. .M a S r e n b a l i" mit Kammersänger Karl Z i e g l e r nnd Kammersänger Heinrich T i em e r als Gasten. Ratmund-Theater. Heute und morgen, lUi Uhr nachmittags, .Schneewittchen und die fieben Zwerge". In Vorbereitung steht Hermann Bahrs „Jose f i n e* mit Leopoidine Konstantin und Jatob F e l dh a m m m e r. Rolandbühne. Die Komödie „Er will eine m o d e r n e F r a u" von HcmS Naderer geht heute abends in der gleichen Beietzung wie am Stadttheater zum ersten M a l e ln Szene. Neues WienerStadttheater. Heute, 7 Uhr, findet eine Auffübrung der Operette „Waldmeister" von > Johann S t r a u ß statt. Morgen eröffnet die E x! - B ü h n e ein Gastspiel mit dem Lustspiel „D e r E h e st r e i k". Carl-Theater. Heute, 3 Uhr nachmittags, „Die Prinz es sin auf der Erbse". Morgen nachmittags „D i e F l e d e r m a u s". Radioprogramm. Heute Samstag den 5. Dezember. 4 Uhr 10 Mn.: Nachmillogskonzen. Mitwirkend: Konzerlsängerin Jda Dostal. — 6 Uhr 30 Min.: Ein Spiel vom KrampuS. Von Hans Mchtern. Mitw rkend: Viktor Kutschera, Aurel Nowotnv, Karl Kneidinger, Erika Wagner. — 8 Uhr r Operettenaufführung. (Zum 75. Geburtstag A exander Girardis.) „Bruder StrauLvrger." Musik von Edmund EySler. Mitwirkende: Siegfried Adler, Rosa Mittermardi, Karl Tnichl, Vally Ernst Ernst Arnold, Grete Holm, Otto Langer, Paula Fiedler-Seitz, Oskar Oldingeu. — 10 Uhr: Heitere Abendmnsik. _'_ Gettchtssaal. Eine grundlose Beschuldigung gegen den Generaldirektor der Ravag. Bor dem Oberlandesgerichtsrat Dr. Weiß trat gestern der Generaldirektor der Ravag, Kommerzialrat ^Seja, Men den pensionierten Hosrat des Hartdelsministeriums Dr. Hugo Zeisl als Privatkläger tvegen Ehrenbeleidigung auf. Der Beschuldigte soll im Zusammenhang mit seiner Bewerbung um eme Stellung bei der Ravag, die ihm Generaldirektor Czeja nicht einräumen wollte, zu dem Mitglied des Exekutivkomitees der Ravag, Bankdirektor Dr. Albert Sträutzler, die Aeutzerung gemacht haben, das Generaldirektor Czeja sich eine Rechnung über ein Konversationslerrkon von der Ravag habe bezahlen lassen, obwohl dieses Lexikon gar nicht existiert habe. In der gestrigen Verhandlung erklärte Hofrat Zeisl, daß er von dieser Affäre nur gerüchtweise gehört habe und daß er nur in diesenr Sinne mit Dr. Straußler gesprochen habe. Generaldirektor Czeja war zu einem Ausgleich geneigt, verlangte aber^ daß der Beschuldigte seinen Gewährsmann nenne, was dieser aber mit Rücksicht darauf, daß dem Mann Unannehmlichkeiten erwachsen würden, nicht tun wollte. Der als Zeuge vernommene Direktor Dr. S t r ä u ß l e r gab an, daß die Geschichte mit dem Konversationslexikon völlig aus der Luft gegriffen sei. Das Lexikon wurde für Rechnung der Ravag angekauft und befindet sich auch tatsächlich in deren Besitz. Der Richter verurteilte Hofrat Zersl zu einer Geldstrafe von 50 S., eventuell zu 24 Stunden Arrest, wobei er bemerkte, daß die Strafe nur deshalb so milde bemessen wurde, weil der Privatkläger für eine miloe Bestrafung eintrat. Ein Mann, der einen „Hausfreund" in die Ehe bringt. Zu einer heiteren Szene kam es in einer kirn Zivillandesoericht stattgehabten Verhandlung über die gegenseitige Ehescheidungsklagen des Privatbeamten Leopold L. und seiner Gattin Katharina. Sowohl der Berbandlungsleiter, als auch die Klagevertreter bemühten sich, in oem mit der größten Erbitterung geführten Rechtsstreits um einen Vergleich auf einverständliche Scheidung. Die wesentlichsten Ausgleichsbedingungen waren bereits festgesetzt, als der Ehemann sich sehr erregt mit den Worten erhob: „Ich kann in einen Ausgleich und in eine einverständliche Scheidung nur dann eiuwilligen, wenn mir meine Frau bewilligt, daß ich den H a u s s r e n n o, welchen ich meiner Frau in die Ehe mitgebracht habe, mir wieder mitnehmen kann." Allgemeines Erstaunen und Heiterkeit. Klagevertreter: „Mein Klient meint offenbar den Ofen, den er in die Ehe mitbrachte, und dm man Hausfreund nennt. Ich mute dem Ehemann keine so hypermoderne Gesinnung zu, daß eine andere Deutung möglich wäre." Da die Gattin nt diese uebergabe des Hausfreunoes binnen drei Tagen bei sonstiger Exekution einwilligte, verließen dann die einverständlich geschiedenen Ehegatten in bestem Emvernehmen dm Verhandlungssaal. Wieder ein Selbstmordversuch eines Verurteilten. Der wegen öffentlicher Gewalttätigkeit und verbotener Rückkehr angeklagte Zimmertnalergehilfe Oskar Kisely hatte sich gestern vor dem Hoftat Dr. Czerny im Lanoesgericht 1 zu verantworten. Nach Verkündigung des Urteils, das auf drei Monate schweren Kerkers lautete, zog Kffely ein kleines Rasiermesser, das er auf unbegretfuche Weise zu verbergen gewußt hatte, aus der Tasche und brachte sich einen tiefen Schnitt in den Hals. bet. Dabei schrie er fortwährend: „Ich bin unschuldig." Kisely wurde in schwer verletztem Zustand in das JncKisnetrspitäl gebracht. o. Dezember 1925 Sit, tzM Bollrwirt. Soint errichtet jüdische Vottrbanken w Rumänien. Bukarest, 1. Dyzember. (I. T. A.) Gcgemärtig tkilt ln Rumänien der GmeräMretär der Joint Jca Neconstruction Foumdatiott, Herr Roel A r o n o w i t s ch, desseit Misiott cs ist, iit Rumänien Mische Genossenschaftsbanken einzurichten. In TransstManien, wo die Judeit gegenwärtig eine sitmnzielle Krisis durchmachen, hat Herr Aronowitlsch Bovbereitnngen zur Errichtung von drei BeilksbM'ken — in SigetiUlMarmaroS, Oradea-Maoe (Großtoardem) und in Gluij Maulsenburg) —, getroffen. Die Banken werden nach idem Mffter der vom Joint gestützten Genoffettischastsbanken in Beßarabien arbeiten. Die -beßartLbischen Doll'ksbaMtt arlboiten mustergültig. Ge-genwärtig gruppieren sich 46 Prozent der Mischen Bevölkermtg Beßarabims um diese Jnistitutionen. In Alt-Mntünieit sind gogottwärttg ««ln dom J-oint gestützte Bolksibauken in Tätigkeit. In der Bukowina arbeitet Joint insbeson-dere auf dem Gebiete 'des Wi^eraufbaues im Kriege zerstörter Häuser. Die zu diesem Zwecke gagründete „Wiederautsbaugesellsschast" bat bisher 1500 Häuser wieder anfgeba-itt. WiMaftsuachMten ans Paten. Polens Auleiheverhandlungcu. Wie aus London telegraphiert wird, verWntlicht bas Londoner Cityblatt „Fiitancia Ne-ws" eine Unterredung mtt dem in London wellenden Grasen Skvzynski, in welcher dieser erklärt, daß nicht in London, sondern in New-Jork BerhLndlunM im Zuge stim, die die Begebtln-g des restlichen Teiles der mit dem Banchattse Dillon n. Read vereinbarten Anleihe znm Ziele haben. Die Warschauer Blätter ntttdett hiezu, daß es sich um die Anleihe in der Höhe von 100 Millionetr Dollar handle. Dr. Felix Mlinarski, Vizepräsident der Bank Polski, soll, nach Warschau die Mitteilung gesettdet haben, worrach diese BegebmtgsvechaMungen knapp vor dem Abschlüsse stehen. Im Finanzministerimn wird eine Finauzkomntifsiou für die Zloty- Verteidigung nusgchellt. In diese Kommiffiott sollen auch au^ ländische Berater einbezogen werden. Der neue polnische Zolltarif. Aus Warschau, 4. d., wird gemeldet: Der neue pol« nische Zolltarif, welcher vom Ministerval bestätigt wurde Md am 1. Jänner 192 6 in Lbrast tritt, sicht fitr nachstchmde Warenkategoriett folgende Zollgebühren pro 100 Kilo-, gmmm vor: Schuhe im Gewichte von 900 bis 1200 Gramm 750 Zloty, von 600 bis 900 Gramm 875 Zloty, unter diesem Gewichte 1440 Zloty; Sohlenleder 150 Zloty; Schweinsleder 310 Zloty; Galoschen 450 Zloty; Automobile int Gewichte von 350 bis 700 Kilogramm 220 Zloty, von 700 bis 1100 Kilogr-mtm 200 Zloty, von UoO bis 1600 Kilogramm 250 Zloty, über dieises Gewicht 400 Zloty; Saniiätsautomobile 100 Zloty; Nähmaschinen 42 Zloty; Schreibmaschinen 50 Zloty; S ch miedef-a.brikate 36 Zloty; M a s ch i n e u b e st a nd i e i lle 600 Zloty; Seidengewebe, Tücher, Foulards, Tülls, Voiles, Moufseline, sobald ein Quadratmeter 50 Gramm oder tveniger wiegt, 20.000 Zloty, über 50 Gramm 12.000 Zloty; Seide ns amt 12.000 Zloty; Bänder, sobald ent Quadratmeter 50 Gramm oder weniger wiegt, 10.000 Zloty, über 60 Gramm 800g Zloty; Plüsche 9100 Zloty; Puder und Schminke 2500 Zloty; Parfüm e r i c io -a r c n 4000 Zloty; Toilettewasser ■ 2500 Zloty; wohlriechende Oole .3500 Zloty; Tollettefeifett 500 Zloty; gewöhnliche Seife 40 Zloty; Malereifarben 850 Zloty; Kakao 25 Zloty. Polens Eierausftlhr. Warschau, 4. Dezember. (Poln. Del.-Ag.) Die Eierausfuhr, die im ersten Semester des Vorjahres 4165 Totmert betragen hat, ist im ersten Halbjahr 1926 auf 13.644 Tonnen gestiegen. Der -größte Teil, nämlich 12.748 Tonnen, ist nach Deutschland verfrachtet worden, während nur 571 Toniteit nach England und 236 Tonnen in andere Länder ausgeführt wurden. Die Eierprod>u-ktiou macht in Polen beträchtliche Fortschritte. Die gegenwärtig in Vorbereitung befindliche Standarffierung dieses Artikels wird zweifellos zur Vermehruttig der Eieraussnhr beitragen. Während des' ersten Semesters 1925 haben die polnischen Eier allerdings in de»t zu billigeren Preisen -aus den Sowjetstaaten mcsgeführleu Eiern eine sehr ernste Konkurrenz gchnndm. GeschöftsAndm der Jarotheumr au Feiertagen für das PsaudgrschSft and den Spar' rinlagrnverkehr. 6 Ersturälig Diertstag den 8. d. rtnd in der Folge an allen .sogenatmten kleinen Feiertagen werdetr die Schalter für das Pfandges chäft sBelchnung, Auslösung nnd Umsetzung) in der Hauptaulftalt und iu; sämtlichen Filialen des DorotilM-mS in der Zeit von 9 bis 12 Uhr mittags osiseu gchalten. Wahrend dieser Zeit sind auch alle Kassen >sür den Sparetnlagenverkehr geöffnet. Das ^Dorotheum verzinst gLgenwdrirg Spareinlagen bei täglich a!bhvb>barett Geldertt mit 6 Prozent, bei einer dreimonatigen Bindung mit 8 Pro- L e n t und trägt die Rentetfftener aus Eigenem. Herabsetzung der Psäildergebühre» im Dorotheum. Das Dorotheum hat im Mawdlethgeschäste mit. WtÄsüm.« keit vom 1. Jänner 1928 den Zinsfuß für Dar-lelien 'antif Faustpfänder nriit 3 Prozent über der jeweiligen Ba-wttate, das H «tit 12 Prozent pro -amw, sestgesetzt und io-ird dazu eine Manipulations- (Schätzungs- und BerwahrtMigs-) Gebühr von l7/e Pvozettt pro M-omt lediglich dom Darlchetrsbetrage berechnen; die Pfärtderdarlchen werden?dis zu sechs Moust.ctt gewahrt.

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