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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-25 · Heft 2428 (25.11.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2428 (25.11.1925)
Date
1925-11-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wiener Morgenzeitung 25. November 19»25 Nr. 3488 Nach einigen kurzen Repliken b'er Vertreter der Nichtigkeitsbeschwerte' erklärte um viertel 2 Uhr der Vorsitzende, Senats- Präsident Dr. W a r h a n e k, die Verhandlung' für geschlossen. Er.gab bekannt, daß der heutige Tag für die Beratung drs -Urteiles reserviert sei und die P u b l i z i e r u n g desselben m o r g e n u w 12 U h r mittags erfolgen wird. Volkswirt. Polnische Wirtschaftswoche. Dir aktive Handelsbilanz im Oktober. — Der Replernngs- Wechsel. — Anleiheaussichten. — Andaurnfeste Börsen. (Von unserem Polnischen M.-S.-Korrosponden-ten.) Die HandelsbUairz Polens im Monat Oktober hat sich bedeutend gebessert. Der Export erreichte den Wert von 131,508.009 Zloty gegenüber 108,800.000 Zloty im September, der Import von 80,083.000 Zloty gegenüber 72,800.000 Zloty im September. Die Bilanz war somit mit 51,4 gegen 36 Millionen Zloty im September aktiv. Die Ausbalancierung der Handelsbilanz ist das größte Verdienst des nunmehr znrückgetretenen Finauzminiflers Dr. Grabski. Die Zahlungsbilanz ist jedoch noch immer passiv, da die Velpflichtuagsu ans früheren Zeiten , erst jetzt eingelüst werden, jedoch dürfte schon die nächste Zukunft anch in dieser HiiOcht eine Besserung bringem Der Kurs des Dollar konnte sich in Polen solange halten, als die Bank Polski jeden angeforderten Betrag an ausländischen Währungen abgegeben hat. Ms dies aufhörte und Dr. Grcrbski die Emission von Scheidemünzen, die zwar gesetzlich erlaubt ist, je-doch ohne eine Deckung zu halben, schon fast auf die Höhe des Bankn-otenumlaufes gebracht hat, wurde die Erhaltung des Zlotykurses unmöglich. Zwischen Dr. Grcckski und der Bank Polski kam es auch aus diesem Grunde zu einer Meinungsvevschiedercheit, die zu seinen! Rücktritt führte. Die neue Regierung wurde aus lauter Fachmännern gebildet und hat wieder nur ein Ziel: Die Sanierung der Wirtschaft Polens. Die Sanierung ist heute nur im Wege der Stabilisierung der Währung, diese wieder nur durch eine große ausländische Anleihe erreichbar. An die Person des Ministerpräsidenten Skrzyuski knifft m<m große Erwartungen. Nicht der Finauzmin'ifter Zdziechowski wird.es sein, der eine Anleihe i-n'England und Amerika aufbringen wird, sondern Skrztznski, der einer der wenigen Diplomaten Polens, die sich im Westen einer Wertschätzung und Sympathie erfreuen. SkeMski hat seine Londoner Reise verschoben, um die Regievungsgeschäste zu übernehmen, dürfte jedoch bald abreisen und in London hauptsächlich wegen einer Anleihe intervenieren. Es bestcht die Möglichkeit, m England eine sehr große Anleihe zu bekommen; die Englän'der verlangen aber Sitze im Bemaltungsrat der Bank Polski, was. Grabski immer entschieden ablehnte. Wie sich die neue Regierung, dazu Verhalten wird, läßt sich heute nicht sagen, jedoch wird schon die nächste Zukunft darüber Aufklärung bringen. In Amerika tveilt der Vizepräsident der Bank Polski, Mlynarski, und soll ebenfalls günstige.Aussichten für die Realisierung der zweiten Rate -der früheren Anleihe -hoben. Diesen Nachrichten muß man jedoch immer s-ehr skeptisch gegenüberftehen, da in letzter Zeit öfters um richtige Meldungen in die Welt gesetzt wurden. Die trostlose Lage der Industrie nnd -des Handels , läßt sich nicht schildern. Alle Unternehmungen führen euren 'großzügigen Abbau des Personals durch, die Betriebe werden eingeschränkt und PwdujtionGveige stillgelegt. Mährend in anderen Ländern in ciuein Monat 2 bis 8 Proizent des Bank- Notenumlaufes in die Rationalbank zurückkehren, erreicht der Banknotenrücklauf in Polen die Höhe von 85 Proizent und steigert natürlich -den Geldmangel u-ngeheuer. Der private Zinsfuß behauptet sich bei 6 bis 7 Prozeut im Monat. Trotzdem infolge der Abschlvächung des Zloty aus den. polnischen Börsen die feste Tendenz vorherrschte, konnte eine Hausse infolge Geldmangels nicht zur Geltung kommen. Die Nachfrage überstieg bei weitem das Angebot, die Werte verzeichnen keine größeren zdurssteigeruu-ge-n. Bon don Arbitragewerten behaupteten sich ZieleniowskiMtien bei 940, Galizische Montan bei 1.80, Tepege bei 0.27, Lomberger Brau bei 8.70, Gorka bei 8.70, Warschauer Diskontobank bei 4.90 bis 5.05, Hypothekenbank bei 0.37, Malopolskibank bei 0.29 Zloty. Die Mien der Bank Polski erlitten dagegen einen Rückschlag auf 46 Prozent. Infolge der jetzigen Wirtschaftslage Polens und der Geldverhältnisse gestaltet sich der Handelsverkehr mit dem Ausland immer ungünstiger und viele Firmen erhalten aus dem Ausland auf ihre Anfragen bezüglich Lieferungen Md Geschäftsverbindungen Anlüvorten, daß nrau auf Bcgichungen mit polnischen Unternchmnngen nicht reflektiert. Die amerikanischen Anleihen vorn Jahre 1925, die dis Höhe von 123,946.233.75 Zloty erreicht haben, wurden wis folgt verwendet: Für Eiftnlbahnbauteu 23.M.000 Zloty, für AnleilM aus dein staatlichen Wirtschastssonds 73,484.166 Zloty und für den Ankauf von Obligationen landwirtschaftlicher Pfandbriefe 23,582.933 Zloty. Die Bilanz der Bank Polski vorn 10. Novernber lveist einen Rückgang des Goldvorrates um 129.000 Zloty, des Valutenvonate» nrn 7 Millionen und des Wechfelportefeuilles um 10 Millionen Zloty aus. Der Barckuotenumlauf verringerte sich um 20 Millionen Zloty, der Vorrat der durch die Bank Polski übernommenen Scheidemünzen stieg dagegen um 8 Millionen Zloty. Die tschechoslowakischen landwirtschaftlichen BeMnde haben sich an die polnischen Organisationen mit dem Vorschläge gewendet, zusammen mit Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien und eventuell auch mit den baltischen Staaten eine große Eircheitsfront gegen die Konkurrenz Amerikas, Deutschlands und Frankreichs zu bilden. Es io eine Prelskonvention abgeschlossen werden und jedes Land soll sich in einer Getreideart fpe-sialisieren. Dann soll zwischen den -einzelnen LänidernntMedern des Trustes der Austausch erfolgen. Ti« Leitung der Aktion soll in jedem Lande ein Syndikat aller landwirtschaftlichen Organisationen, übernehmen. Der MM Plan befindet sich im Vovbereitungsstadivin. FSr dl« Abschaffung der Ein- und Ausfuhrverbote. Aus Genf, 24. d., meldet die Schweiz. Dep.-Ag.: Der Generalsekretär des Völkerbundes hat an die Mitgliedsstaaten des Völkerbundes ein Schreiben gerichtet, in welchem er den vom Wirtschaftskomitee des Völkerbundes ausgrarbeiteten Entwurf zu einem internationalen Abkommen betreffend die Abschaffung der Ein- und Ausfuhrverbote und Einschränkungen übermittelt. Der Generalsekretär sagt in dem Begleitschreiben, Verte 8 Wien, Miklwoch Ler Merbrotprozetz vor dem obersten Ser.chlsbof. Verkündigung des Urteiles morgen mittags. Am gestrigen zweiten 'VerhaudlungLtag setzt c Dr. Mrav- '4ag die Erörterung der Nichtigkeitsbeschwerde des verurteilten Generaldirektors F r i e d. fort. Ec führte u. a. ans: Die Angemessenheit 'eiltet ärztlichen Rechnung kann nur ein Arzt, einer rechtsanwaltlichen Rechnung nur ein Jurist, einer Schneiderrcch- Mlng mtt eilt Schneider überprüfen. Die Angemesfenheil des Preises, einer Brotfabrik begutachten dagegen Bnchsachverständige, die davon nichts verstehen können. Da die Rentabilität nur berechnet werden kann, wenn der KkipitalLwert sichrrgestellt ist, ist die zuverlässige Erhebung des Kapitals unerläßlich, wenn der zulässige Gewinn eriuittelt werden soll. Da die Unterlagen hierzu schlten, ist dec N i ch t i g k e i t s g r u n d g e g e b e n. Tr. Mravlag führte dann aus, daß die B e r b r e ch e n s q u ci l i s i k a t i o n nur auf unrichtige .Gesetzesauslcgung zurückzu- . führen ist. Nach dem Preistreibereigesetz ist zur Verbrechensqualität : die fortgesetzte wiederholte Ausbeutung noti wendig. i Außer der Gewerbsmäßigkeit hat das Urteil noch als Tat- ' bestandsuroment festgcstellt, daß durch die Tat die ö s f e n t l i ch e n .Interessen besonders schwer g e s ch ö d i g l worden sind. Dr. Mravlag stellt nun eine Berechnung auf, daß eine Person, die im Tag 18 Dekagramm Brot verbraucht, täglich um 18 K. ' geschädigt oder in den rund sechs Monaten, für die die Verurteilung erfolgt ist, um 3240 K. oder 32 Groschen geschädigt erscheint. Das ist ziffermäßig die besonders schwere Schädigung der öffentlichen Interessen. Zum Schliche bittet Dr. Mravlag, das Urteil zu kassieren. Dann gelangte Dr. Grub er zur Ausführung der Nichtigkeitsbeschwerde der Ankerbrotfabrik. Er sagte u. a.: ,Me Ansicht des Urteiles, daß Angebot und Nachfrage zwei ganz von einander unabhängige selbständige Faktoren seien, daß eine Zwangslage der Bevölkerung durch eine aus welchen Ursachen immer gesteigerte Nachfrage entstehen konnte, wenn zugleich durch Warenüberfluß ein vermehrtes Angebot entstünde, widerspricht allen Gesetzen der Volkswirtschaft und der Logik. Das Urteil im Ankerbrotprozetz hat in.weiten Kreisen ein Gefühl der Rechts uns ich er heit erzeugt. Das Urteil hat mit sozialpolitischen Phrasen, entgegen deur klaren Wortlaut des 'Gesetzes, einen Schuldjpruch begründet. Zum Schlusse bittet Doktor Gruber. den Obersten Gerichtshof, -dieses »Urteil, das eine Schande für Oesterreich sei, zu beseitigen. Um halb.12 Uhr ergriff Geirecalprokurator Dr. Höpler das - Wort. Er wendet sich der Frage Zu, ob das Preisj re iber eige setz noch änzuwendeir sei, von dem hier gesagt wurde, daß es m den letzten Zügen liege. Das Gesetz bestehe -und habe Geltung. Der Generalprokurator gab ein Bild des noch bestehenden Notstandes und bestritt, daß unser armes, von fremdem Gelbe lebendes Land.in normalen Verhältnissen sich befinde. Der Generalproknrawr schließt: „Wenn man behauptet, daß die Ankerbrotfabvik zugrunde gerichtet worden.sei, so müsse dem entgegengehalten werden, das selbst, wenn dies zutreffe, der Angeklagte dies - verschuldet habe und die 'Folgen tragen müsse. Es wäre traurig gewesen, wenn die Justiz in diesem Falle versagt Jette* Copyright i»24.by 75 Forvetzung. Wollt Vwlag A,*G. München Natzdruü verboten. Hm gCtttMHft. bme amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. Endlich kommt mir Philipp zu Hilfe. Als Joseph ine; das Zimmer verließ, hörte ich Margot fast sagen: ,ßo ein Trottel — so ein Trottel" . . . Dieser kleine Zkotkops mit -feinem Charme will mir nicht aus den Gedanken . . . Ich werde eine Methode -finden müssen, sie zu sehen, ohne daß ich meiner richterlichen WÄrde etwas vergebe . . . Ein angenehmes kleines Ding, das. den -Becher des Lebens würzt... Phil macht ein saures Gesicht, als sich seine Frau zmückzicht. Er tritt zu mir und sagt .mit verzerrtem Lächeln: „Well, Richter, fällen Sie Ihr Urteil! Raus da- ' mit! Wir haben einander nie etwas vorgemacht. Sag's doch: Philipp Golds Frau ist nicht anzusehen,'man kann . nichtmit chr reden . . . eine Frau? . .. Eine Eintrittskarte .. . mit der halben Welt verwandt... Ich habe , mir ein schönes Mnsterex-emplar ausgesucht . , Ich grinste. Philipp machte wieder ein saures Gesicht. . ,FDh — diese Flitterwcchen ... Eins ist gewiß ... Letzten Endes haben Flitterwochen ihren Zweck. . . Aber eins -ist sicher: meine Frau macht nie Wieder eine Reise mit mir . . . Das Geschäft ist gemacht: damit sind, wir fertig. Sie hat einen Mann und ich habe eine Eintrittskarte. Pon nun ab gehen wir getrennte Wege. . MeE es dir, Meyer: eines schönen Tages führen sie dir vielleicht einen vor, der seine Frau umgebracht hat. Sei milde mit ihm, er ist ein armer Teufel!" , Philipp nahm im Alkoven neben mir Platz. Opalen schimmerte der Fluß im Aprilzwielicht. Die Rasenflächen glänzten grün und glatt und die.Bäume reckten ihre frischen Zweige mit ihren kleinen jungen Blättern. Ich sah, wie die Boote ihre Rauchfahnen schwangen, und sah, wie der Fluß unter dem wechselnden Himmel glänzend blau wurde. Auch Philipp sah schweigend ins Freie und bemerkte: ,Kin bißchen anders als die Aussicht,, die wir in der Lndlow Street hatten, nicht, Meyer?... Aobrigens, Metzer, dein Onkel hat einen iHrgeiz und du mußt ihm behilflich sein!. . .. Was würdest du zu Philipp Gold als Botschafter in der Türkei sagen — da dies der einzige Botschafterposten ist, der einem Juden osfenstcht? . . . Stell' dir das ma-l vor — Seine Exzellenz Philipp Gold, Gesandter bei der Goldenen Pforte! . . . Eine Welt tut sich vor mir ans, eine neue Welt, weitere' Interessen, Weltpvobleme . . . Aber das kann ich nicht erreichen, töenn ich zu -eurer Halsabschneiderpariei gehöre. Ihr habt ein glänzendes System für die lokalen Wahlen, aber ihr -habt nicht die geringste Aussicht darauf, die Präsidentschaft wieder an euch zu reihen ... Ich bin SchutzzollrepMfancr und mit Rücksicht auf meine Pläne werde ich in Zukunft dem nationalen Kampagnefound große Spenden znikommen lassen.' Nach deinem berühmten Vorbild 'habe ich den Garment Manusacturers' Republican Club gegründet. Der Schwiegerpapa weiß, worauf ich aus bin, und er und die ganze königliche Familie sind begeistert. Der Einfluß drr Warenhänlser nnd der Banken wird keim kleine Rolle spielen, ^tell'. dir meine Ueberraschung vor, als ich erifulhr, daß Schwiegerväterchen mich mit einer anständigen Mitgift bedacht hatte; diese Mitgift werde ich jetzt in die politische Sparkasse stecken ... Hier aber/ Jhro Ehren, kommst du an die Reihe. Eine ausgezeichnete Führmrg deinerseits als Richter wird mir Helsen. Wenn du ein regelrechter Tammanyrichter wirst, vermasselt mir das meine ganzen Aussichten. Die königliche Familie würde entsetzt sein. Du hast aber die Gelegenheit: du bist als unparteiischer Richter ernannt worden. Spiele deine Rolle richtig! Vermeide alles, woraus ein Skandal entstehen könnte! Einwandfreie Führung wird die Partei dazu zwingen, dich für höhere Würden zu nominieren." „Das haben wir bereits , ins Auge gefaßt, Onkel-Bolschqster", antwortete ich. „Ich habe sogar Big. Jim und die anderen Oberbonzen in der 14. Straße bereits gewonnen, mir alle anrüchige Arbeit sernzuhalten. Das ist leicht. Der Diftriktsanwalt überweist mir einfach keine Fälle, wo politische Gefälligkeiten in Frage Zommeir. Ich boginne mir als Richter dafür einen Namen zu machen, daß ich mit rücksichtsloser Strenge gegen Verbrecher vorgehe. Morgen werde ich einen Einbrecher besonders strenge bestrafen. Wir müssen arme Teufel eben dafür zahlen lassen, daß wir andere begünstigen. Wenn bin keinen. Freund bei Gericht hast, wirst du zu einer laugen Fahrt in der Schlvarzen Marie verdonnert. Ich gelte auch a-ls gelehrter Kenner des Probationssyftems — ein anderes Mäntelchen, das wir unserer Milde umhängen, wenn es die Bossts brauchen. Außerdenr untersucht Maxie alle Fälle vorher und untenichtet mich, wenrt es gefahrlos ist, ein Fehlurteil zu fällen. Kurz und gut, ich bereite mich auf meine Kandidatur als Mayor vor. Unsere Partei braucht einen Mann nnt gutem Rüse, um das Gezeter der Reformatoren zu übertönen ... Exzellenz, vor Ihnen steht der künftige Mayor von NewHork." Wir lachten beide. Aber Philipps Gesicht wurde bald wieder ernst. Und lunvermittelt fragte er: „Und Gretel — was gedenkst du mit der zu machen?" „Mll, Phil, ich weiß wirklich —" „Ich sehe schon, du hast noch nichts getan und weißt auch nicht, was du tun Mst. Ich glaube, hier handelt es sich um -eitlen Fall, wo ein anderer für dich handeln muß . . . Sichst du nicht ein, wie sehr eine günstige Heirat dir Helsen würde?" Plötzlich war es Nacht geworden. Me Farbe Md Form, alle Schatten und Gegensätze waren verschwunden. „Die Zeit ist reif; wir müssen das erledigen. Du gchst aus ein paar Tage aufs Land. Ich werde mit Gvetel reden. Pekuniär soll sie keine Sorgen haben. Das ü'bernchme ich. Tann werde ich sie darauf aufmerksam machen, wie anständig dir sie in all den Jahrell böl-andelt hast, und werde auf ihre Pflicht Hinweisen^ Ich glaube, daß ich lm°- stande sein werde, ihr das Richtige beizubringen und gleichzeitig dir eine unangenehme Szene zu ersparen." ... Ich zog das Fenster zu. Der Wind blies kalt herein. Ich glaubte, die kalte Luft machte mich zusammenschauern . .. Philipp - hämmerte rücksichtslos -weiter: „Was sagst du dazu — ist das nicht das Richtigste, was wir tun können?" ... Ich schwieg ein oder zwei Augenblicke; dann hörte ich, wie jemand das Zimmer betrat. Tante Josephine fragte mit ihrer kreischenden Stimme: „Mrum sitzt ihr denn im Dunkeln?" ... Ich legte meine Hand aus PhiliM Arm und sagte: „Schont Tu's!" .(Fortsetzung folgt.).

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