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Wiener Morgenzeitung · 1925-10-25 · Heft 2397 (25.10.1925) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2397 (25.10.1925)
Date
1925-10-25
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Meüer MovMnMuW Fußball. Sine große Uebenaschung in der Meisterschaft. Der F. A. C. schlägt die führende Amateur-Mannschaft 4:3 (3:3). F. A. C.-Platz. 8000 Zecha u er. Schiedsrichter Zwicker. F. A. C.: Hcher; ZihÄ, Runge; Bernaner, Drucker, Rviter; Röhvenbacher, Furans Iszjda, Dumer, Kingall. Amateure: Lchnnann; Blicenec, Tandler; Prochaska, Retterer, Schneider; Mlinarik, KÄmann. Hierländer, Weser, Eutti. Die Amateure erlitten gestern übervascherid aber verdient ihre erste Niederlage in der lausenden Meistevschalft/i die hauptisächlich durch das Berlsagen ihrer Verteidige n k und die s ch w a ch e L e i ist u n.q des Mitt olläufers Reiter er herbeigeftÄhrt wurde. Lohrmann hätte ^we>i Tore verhindern können. Bei den Siegern war B e r n a u c t der beste Mann und übechaupt der hervorvageMte Spieler int Felde. Außer ihm waren noch der Mittelläufer Drucker, der das gegnerische Innentrio LcvlGeüte, sowie die Stürmer I s z d a .mrd I u/r a n i c hevvorFUhetben. ' . SpiÄveÄaus: In der ersten Halbzeit mußten die Amateure g e g e n d e n W i n d spielen. Das e r st e T o r schaß Drucker aus einem Gedränge in der achten Minute. Kingall wurde in der 27. Minute foul angegangen, behielt aber trotzdem den Ball und schoß sicher ein. W i e s e r glich nach Kvei Toren (31. und 25. Minute) aus. Fünf Minuten vor Halbzeit spielte sich Iuranie von der Mittellinie aus vor itttjb seinen FlauSenball verwertete Iszda. Zwei Minuten später stellte R e i t e r e r aus einem Gedränge das Spiel abermals ein. Fünf Minuten nach Halibgeit siel der s i e g b r i ngende Treffer aus einem von Röhrenbache r schon voogebrachten Ball, den Iszda au die Stange schoß und der von da unhaltbar ins Netz ging. Re Meisterschaft der ersten Nichtamateurüasse. Schlechter Start der Hakoah, aber noch ist nichts verloren. — Vor wichtigen Kämpfen. Hakoah gegen W. A. C. Der jüdische Verein muß sich heute aus dem Platze des Gegners einer schweren Kraftprobe unterzi-chen, die er aber, wenn seine Mannschaft durch die letzten Mißerfolge nicht entmutigt, mit ihrem gewohnten Elan känrpst, gut bestehen wird. Die Achillesferse, oder, besser gesagt, die beiden Achillesfersen der sonst so guten Meistermannschaft waren in der letzten Zeit ihre beiden Backs. Nun scheint aber der um den Aufstieg der Hakoah so verdiente Beleidiger Scheuer wieder in Form zu kommen und so hat der jüdische Verein, trotzdem er ohne Gold und Fried antreten muß, gegen den W. A. C., der in seiner stärksten AMtellunq, mir dem von seiner Knöchelsplitterung wieder hergestellten Mittelläufer Klicpera und dem Innentrio Schlosser, Kozeluh, Türrschmied au tritt, recht gute Siegesaussichten. . Die Hakoah dürfte folgende Spieler stellen: Fabian; Scheuer, Wsgner 1; Heß, Euttmann, Pollcck; Neufeld, Häusler, Worttnann, Eisenhoser, Schwarz 1. Das Spiel wird von Prols. Schmieger geleitet und beginnt ebenso wie alle anderen erstklassigen Kärmpse um ha'ck' 3 Uhr. Rudolfshügel gegen WaÄer. Aus dem Wacker-Platz kämpfen zwei bisher wenig erfolgreiche Mannschaften unter Leitung Werners um die Punlte. Wacker hat die besseren CstnMpiÄer und sollte daher über Lear spieleifrigen Gegner einen knappen Sieg davontragen. Naprd gegen Simmering. Die bisher mit großem Pech operierenden Simmeringer werden sicher alles davanh'etzen, auch Heuer die von aller Welt erwartete traditionelle „UeibevriaschMg" zu erbringen und den Altmeister zu Magen. Aus dem Papier allerdings hat Rapid die besseren Chancen. Das Spiel findet in Simmering statt und wird von Preßler geleitet. Vienna gegen Abrrrira. Vienna, die, Sbavmannschast, tritt in Floridsdorf gegen Adnrira, die Mannschalft' ohne Größen,' an. Die Döblinger müssen lvahrschemllch - aus ihren MrtteWÜMer GschwM verzichten und dieser Umstand sowie bcx eigene Platz lassen die Aussichten Admiras in einem etwas rosigeren Lichte erscheinen. Schiedsrichter Mieß. 3»eÜe Nichtamateurklaffe. Sportsrouude gegen International (Sportfreunde-Matz, halb 3 Uhr, Krejci). — B. A. C. gegen Nicholson (B. A. C.- Platz, halb 3 llhr, Neuibauer). —' Weiße Eljf gegen Donau (Donau-Platz, halb 3 Uhr, Meznik). — Bewegungsfpielar aegen Sttmn Oll (Sturm 07-Platz, halb 3 Uhr, Wanoura). — W. A. F. gegen Bewegung LO (W. A. F.-Platz, HM 3 Uhr. Scheibeck). — Neulbau gegen Gersthof (Neubau-Platz. halb 3 Uhr, Rosenzweig).' __ Der Bundespräfident beim Cupsinale. Die Präsidenten der ins Cupsinale gelangenden Bewine (Vienna und Amateure) wurden vom Bundespräjsidenten Dr. Hainisch in Audienz empfangen. Die Herren überbrachten dem Bundespräjsidenten die Bitte, als-Staatsoberhaupt, wie beim enMchen Cup der König von England, bei unserem SchluUpiele um den Pedal am 8. November der siegreichen Mannschaft persönlich die Trophäe zu überreichen. Bundespräsident Dr. Hainisch gab ihnen das Versprechen, in Würdigung des erziehevWen Wertes des FuhbaWortes, die Pokalübergabe am 8. Novemlber persönlich vorzunehmen. Der Ländernch. Heute finden folgende Spiele statt: Burgenland gegen Niederösterreich in Korneuburg. Oiberösterreich gegen Salzburg in SalKuvg, SteievmaÄ gegen Kärnten in Graz. Sturm 14 gegen W. A. F. 6:2. Dieses Spiel zählt zur Meisterschaft der zweiten NichtamateuMafse. Haloah. Heute um halb 10 Uhr vormittags findet die Fortsetzung der Jünglinasmeisterschasten auf dem Krieauer Sportplatz statt. Startberechtiat sind auch Nichtmilglieder jüdischer Nation. Nennungen am Platze. _ Die Meisterschaft. Die Hakoah trifft heute im W. A. C. au ' einen sehr gefährlichen Gegner, dürfte aber in ihrer guten Hintermannschaft bei sonstiger Gleichwertigkeit ein kleines Uebergewicht entwickeln. (W. A. C., halb 1i Uhr, Lohrmann.) Weitere Spiele: K. S. K—Allröund (B. A. C., halb ly Uhr, Schaffer); V. s. B. —Arminen (Arminen, 10" Uhr, Thoms); Amateure—Nicholson (Amateure, halb 11 Uhr, Chiavacci). Hasmonea. Die Handballerinnen erledigen um halb 2 Uhr aus dem Elektra-Platz ihr letztes Meisterschaftsspiel der. Saison gegen Elektra. Wasferbad. Im Jörgerbad gehen ab 7 Uhr drei Meisterschaftsspiele vor sich. Das wichtigste trägt die Hakoah gegen den W. A. S. aus. Die Vereine sind' gleich hoch einzufchätzen. Weiters spielen: W. A. C.—Vienna und 1. W. A. S. K.—Donau. Sportklub gegen Hertha. Die Dornbacher empfangen ans ihrem Platze die bisher wenig erfolgreiche Hercha-Mannschajft und sollten, da sie in allen Mannschiaftsteklen, vielleicht mir Ausnahme der Deckung, ein entschieden es Uebergewicht haben, den Kampf fiir sich entscheiden. Schiedsrichter Kaufmann. Der Länberringkampf Oesterreich gegen Ungarn findet heute um halb 8 Uhr beim Stcrlchner statt. Die Paare — wir nennen die Ocherreicher immer an erster Stelle — läuten: Hehschmami oder Stiedl gegen Magyar, Sesta 2 gegen Nemech, Seitz 1 gegen Matzuva, Stockbauer gegen Szalay, Drahozal gegen Papp, Mesbenger gegen SzvAy. 88. OAoVer IW M. mjf Re Generalversammlung der gstdksch« r«rn> und Sportverdandei. , Wir haben uns' vor einigen Tagen mit der bishevigey Tätigkeit bes Jüdischen Tllrn- und Sportverbandes emgchew befaßt. Morgen um halb 8 .Uhr findet im Klubbeinr der Ka-!)imah eine außerordentliche Generalversannnlung des Verbandes statt. Diese Versammlung war schon sehr notwendig, denn die jüdischen Amateurvereine brauchen einen eigenen kräftigen Verband. der die Interessen des siidischen Anratenrsportes wirllam vertreten kann. Es sind bereits mehrere Vorbesprechung aoaehalten worden, in denen die Tätigkeit des Verbandes einer scharsw Kritik unterzogen wurde. Trotzdem wird die Generalversammlung einen ruhigen Verlauf nebmell. Die Vereine wollen keine Krisen, die den; jüdischen Sport schaden könnten, heraufbeschw'ören. Sie wollen den jüdischen Sport aufbauen und dafür müssen sie Männer tvählen, die nicht von Mandatssucht befallen sind. Es müssen sich Führer finden, die alle eigenen Bereinsinteressen zurucksteklen und nur für das Wohl des gemeinsamen Verbandes und rer körperlichen und kultlrrellen Erzichung unserer Jugend arbeiten. Die Hauptaufgabe der neuen Leitung!vird sein, alle jillrischen Vereine zn organisieren und einen entsprechenden Kontakt zwischerr ihnen berzustellen. Auch mtt oen lüdischeu Vereinen des Auslandes muß eine Verbindung hergestellt werden, gegenseitige Vcrbandsspiele können die jüdische Sportentwicklung nur fördern. Es soll auch ein Augenmerk ans alle Sportzweige gelenkt werden. Die finanzielle Lage der Vereine und dadurch auch des Verbandes ist schr unerftemich. Man kann aber auch in dieser Hinsicht teilweise Abhilfe schaffen. Hakoah hat sich verpflichtet, ein Prozerrt von der Einnahme aus den Fußbaüspieleu oem Jüdischen Turn- und Sportverband zur Verfügung zu stellen. Hakoah wird im Interesse der Förderung des jüdischen Amateursportes ihrer Verpflichtung sicherlich restlos Nachkommen. Der Wiener Fußballverband, der bis jetzt viele Millikmen an Berbandsabgaben von der Hakoah eiugcheimst hat, wird die jüdischen Amateurvereme vielleicht auch einmal subventwnieren. Wir wollen hoffen, daß die so oft angeführte Förderung des Amateurtortes nicht vor den Mischen Vereinen haltmachen wird. Die emeinde Wien, die . in der Hakoah ebenfalls eine gute Einnahmsquelle hat, wird sich auf die Dauer einer Subventionierung der jüdischen Turn- oder Sportorganisationen nicht entziehen können. Die Aufgaben, der -künftigen Leitung des jüdischen Turn- und Sportverbandes sind nicht leicht. Sie zu erfüllen, bedarf es Menschen, die von Idealismus für die jüdische Körpersportbs-- wegung beseelt sind. Solche müssen morgen gewählt werden. Emanuel Fiskus. # Die Vereine werden dringend ersucht, zu dieser Generalversammlung einen Vertreter, womöglich den Obmann, zu entsenden. Sollte die Versammlung nicht beschlußfähig sein, so findet eine halbe Stunde später eine neue Versammlung statt, die unter allen Umständen beschlußfähig ist. Aus den Vereinen. Achdnth. Montag den 26. d. Ausschußsitzung um 8 Uhr abends. Keren-Kajemety-Mion: Abrechnung der - geleerten- Büchsen. Hakoah (Leichtathletiksektion). Am 29. d., ,halb 8 Uhr abends, findet eine wichtige Vollversammlung in unserem Klnvheim, 1. Bez., Wipplinaerstraße 24-26 (Cafe Altes Rachaus) statt. In Anbetracht der Wichtigkeit derselben (Wintertraining, Organisation und Ausbau der Settion) werden Me Mitglieder dringend ersucht, bestimmt zn erscheinen. Gäste willkommen. Hasmonea. Ab Sonntag' den 2. November beginnen '' unsere diesjährigen Tanzabende. Sie finden in unserem Klubhem statt. Da infolge Raummangels die Besucherzahl begrenzt ist, haben nur Mitglieder und von Mitgliedern eingeführte Gäste Zutritt. Mitglieder von Brudervereinen sind natürlich herzlichst eingeladen. Die Kuliursektion nimmt am 1. November ihre diesjährige Tätigkeit auf. Es finden,- wie im Vorjahre, allwöchentlich Vorträge statt. Weiters plant die Sektion die Abhaltung eines englischen Kurses. Interessenten (auch MUglieder anderer jüdischer Vereine) werden gebeten, sich Donnerstag bei Koll. Lilien zu - melden. Mittwoch wichttge Ausschußsitzung. Aoung Jewish Sporting Club. Gesellschaftssektion: Jeden Sonntag, 8 Uhr abends, im Cafe Gartenbau, 1. Bez., Parkring, Klubabend mit Tanz. Schwimmsektion: Jeden Dienstag, halb 8 bis 9 Uhr, Training im Beatrixbad, 8. Bez., - Linke Bcchngasse. Freitag, 7 bis halb 9 Uhr, Brünlbad, 8. Bez., Borschkegasse. Beide Mende Famlienbad. Copyright 1924 by 46 Fortsetzung. Kurt Wolff Vtrlag A.-G München Nachdruck verboten. Herr Fettwarft. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. Maxie und ich wohnen der Versammlung der Polizisten bei, um Unterricht im öffentlichen Reden zu nchmen. Die Aufregung war ansteckend, und es schien so leicht, die Masse mitzureißen, daß es mir in allen Gliedern kribbelte, mich selbst als Redner zu 'versuchen. Außerdem 'behauptete Maxie, die beste Mechbde, reden zu lernen, sei, selbst auf das Podium zu steigen. Dann zogen wir in Betracht, welcher Partei wir un-s am profitabelsten an- Mießeu sollten . . . Die jüdischen Geschäftsleute waren geneigt, republickanisch zu stimmen. Sie waren unter dem Eindruck, daß, nach Clevelands katastrophaler Freihanldelsadministration, eine republikanische Zollmaner am ehesten dazubestimmt sei, schlechte Zeiten fernzulhalten. Die Ostfeite aber und ihre Stimmen waren zu jener Zeit praktisch eine- Quantite negligeaAe. Viele waren noch nicht lange genug im Lande, um Mvger zu werden. Viele, die hätten Bürger werden können, hatten keine Zeit dazu. Man brauchte eine ganze Reihe wertvoller Vormittage dazu. Dadurch, -daß ich diese Leute zu Bürgern machte und .mich ihrer Stimme versicherte, konnte ich wenige Jalhve später die großen",Msses" veranlassen, mit mir als politischem Faktor zu rechnen. Ich übernahm meine Idee von dm Sozialisten, die beständig die Mitglieder ihrer Partei ermähnten, Bürger zu werden, damit sie in das parlamentarische System der Gesetzgebung mit Hineinreden könnten. Ich ging aber Wetter. Ich vereinfachte .das Verfahren in den Gerichten, schmeichelte den neuen Bürgern, ließ sie meinem Klub beitreten, tat ihnen kleine Gefallen und gab ihnen am Wahltage ein paar Dollar. Das Geheimnis der politischen Macht und die Methode, lokale Distrikte in die Hand zu bekommen, ist mit em Par Worten enthüllt: der Durchschnittsmensch, der unter unserem System polittscher Drahtzieiherei uwd Günstlingswirtischaft zu leben hat, glaubt, daß schon eiumal der Tag kommen werde, an dem er eine Gefälligkeit braucht, und dafür verkauft er nur zu gern seine Stimme... Die Sozialisten hatten ihre eigenen Kandidaten ausgestellt, wurden jedoch — mit Ausnahme des Ghettos, wo viele Wahlreden gehalten wurden, während die Redner an anderen Stellen einfach vertrieben wurden — als dauernd ungefährlich angeschen/ da sie an Wahltagen Mr eine lächerlich geringe Stimmenanzahl aufzuweiisen hatten. . . Also untevsuchten Maxie und ich das Gebiet der politischen Parteien rau vom Gesichtswinkel des persönlichen Vorteils. Uns Mmmerte nichts anderes, als was wir heraüsholen konnten. Es war uns -offenbar, daß nur die Mvokaten in den Gerichten erfolgveich waren und Einfluß — „Pull". — hatten. Und es -war ebenso offenbar, daß Tammanh Hall die Stadt regierte, wiewohl die RepuMkaner die Landesregierung in den Händen hatten. So entMossen wir uns dazu, Demokvaten zu werden. Wir schlossen uns dom Klub Big Jim Hallorhans an. Ich gch das Singen bei Lavelle auf und widmete nur ein paar Stünden täglich dem rein Geschäftlichen. Al reorganisierte das Quartett nach Dadies Tode und nachdem Hymie 'ausgetreten war, um sich seinen medizinischen Studien zu widmen. In Big Jims Klub hielt ich meine Jungfernrede. Da die Versammlung hauptsächlich von dessen irischen Wählern besucht war, beschränkte ich mich auf eine Glorifizierung der philanthropischen Taten des ,Mg Boß", den ich als den einzigen und wahren Freund des Volkes hinstellte. Sein Wohltun beschränkte sich ^daraus, daß er während des Winters ein paar Dutzend Schuhe verteilen ließ, Körbe am Danksagmtg'stage und im Sommer ein freies Picknick für Frauen und Kinder veranstaltete. Big Jim instruierte mich, die Gaststde in Angriff zu nehmen. Er wollte der: RepüAikanern eins auswischen und war einer der wenigen, die damals das Auwachsen der fozialifttschen Stimmen unter dm Juden vorausfahen. Auch die Jtaliner machten ihm Sorge. Er fürchtete, daß ihr ^heißes Mut fie ebenfalls den Sozialisten in die Arme führen würde. Big Jim war schlau. Ich organilsierie einen wandernden Trupp jugendlicher Redner, und wir vevan-. statteten eine lebhafte Kampagne. Maxie iniftruierte die Redner, auf. die wenigen Punkte, aus denen sich unser - Programm zusammensetzte, besonderes - Gewicht zu legen. Wir stellten die Demokraten als die Partei des einfachen Mannes hin, bezeichneten die Republikaner als die seiden- .strümpfigen MauMtler und logen fürchterlich über die Sozialisten. Wir dichteten ihnen alle nur erdenklichen radikalen Verbrechen an, schimpften sie Freidenker, Apostel der freien Liebe, Feinde/ Gottes und 'der geheillgden Familie. Wir setzten sie in einen Geruh, den sie heute.noch nicht losgewovden sind. Mr sprengten ihre Versammlungen und warfen gölegentlich auch in republikanischen Meetings mit faulen Eiern. Die Strolche und die Polizei standen auf unserer Seite. Ich rekrutierte Boolkie und seine Bande mit dem Hinweis, 'daß politischer Einfluß polizeiliche Jm- Munität 'bedeutete. Der Tag vor der Wahl war Geldtag, der Dag, an dem die Dljstviktführer eine Rolle Banknoten 'empfingen, die sie am Wahltage geschickt zu verwenden hatten. Der Preis einer Stimme in jenen Dagen war zwei Dollar, und Mr einen armen Teufel, der -nicht über die Reichweite seines Bauches hinaus denken konnte, war das eine Menge Geld. Ms ich das Geld so vollen sah, vertraute ich Big Jim an, daß ich eine Bande von Raufbolden für mich, arbeiten 'hatte, die bereit sei, seine Befehle entgegenzunchmen. Big Jim designierte seinen Leutnant „Red Mke Dooley", ihnen'Arbeit zu geben. Red'Mike konferierte mit verschiedenen Distriktführern und gab mir dann eine Anzahl Karten mit dem Namen und 'der Adresse'von Wählern. (Fortsetzung folg.t)

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