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Wiener Morgenzeitung · 1925-10-03 · Heft 2375 (3.10.1925) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2375 (3.10.1925)
Date
1925-10-03
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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•r Das W. A. «..Meeting. , Gestern wurde das Schwimmsast im Dianabad beendet. Lüwy verbesserte ihren eigenen Rekord Wer 400' Meter auf 7 Minuten. Wir berichten Wer die Veranstaltung tim Inneren des Blattes. . , .. . Dir Pylentouvnee der Err,-Jsra«l-Mannschnst. He (P-on einem ReisÄeillnchiner.) . Warschau, 80. September. Erez-Jsrael-Team—S. C. Wartha (Czenstochai!) 2:1 (0:1). Obwchl die PaMmniser mit Ersatz antraten, konnten ^e das Match sicher gewinnen. Der S. C. Wartha führte zur Haltet noch 1:0, konnte jedoch nicht vechindern, daß wir in der Koe-lteu SptÄh äffte unsere UebeÄsgsnIheit durch vier rsgutare Treffer lbMeison konnten, von denen der Schi>edsrich:er jedoch Mi nicht anerkannte. Die Czenstochaner KpiM« derb und wurden vom Publikum f«ik angefeuert. Wir stellten zu vrehonl Kampfe folgende Maninschaft: SchM, Luimelk, Acker-' mann, Maroous. Scholschanj (Rcheuibaum), Iarkony, Slonim, Strauß. Wrllner, Arie, PoLany. Unseren schwächsten Mann batten wlr in Merem Lovmann Sahawi, der' den EiiiyeMychen zu einer sehr billigen Führung verhaff. Ein leichter Schutz aus ungefähr 40 Metern fand den Weg ins MH. Unsere Treffer erzichten Willner Md Strauß. Lrez-Jsvael-Team—Wartha 2:2 <1:€>. Wir wurden von seiten des S. C. Warcha ersucht, einen .nevanchekamlps Msgutragen, worauf wir sWeMch eingingen. Wir rmven Wflmmgen, zu diesem Match Ersatzleute einznsteuen, da wir einige Leute auf der Mavcdenliste hatten. Trotzdem führten wir ein glänzendes Spiel vor, woibei die Einheimi'schen nur durch die schlechte ftorut unseres Tormannes SU Erfolgen gelängten. Unser Angriff' spielte, unterstützt von ven Hawes, sehr gut Mammen. Nur Sloninr fidl stark ad. Die Palästinenser halben Abstoß und foimimen sofort vor das gegnerische Tor. Blendende KvnMnationszüge des Innentrios Dtvauß-Willner-Leomi bcherrlschen das Few. Die Wartlha- Ungrifse kommen selten über Marcons und Schoschani (Rosenvaum) hieraus. Außerdem hatten wir in der Hintermannschaft ui Lumek eine vorzügliche Kraft. Erst in der 28. Minute gelegt es Leomi, einen herrlichen Volleyschuß auMringen. der uns die verdiente Führung brachte. Gleich nach Wiederbeginn erzielt Strauß mit placiertem Kopsjstoß das zweite Tor. Nun scheint es, als ob die Wartha eine SensationSabsuhr erleiden sollte. Der Ball wandert von <M Zu Fuß, die Czenstochaner kommen minutMang nicht zum Ball. Die Gegner schlagen nun eine schärfere Gangart du. Als Sahawi einen Weitschuß fallen ließ und der Linksverbmdcr den Ball ins Tor drückte, erschollen Ausmuntevungs' SSiener MMenzettun^ rufe. Bald daraus gab es ein Mißverständnis der Verteidigung, nud der Ausgleichwar hergestellt. Die Zuschauer töbten. Kaum' fünf Minuten spater kam es zur Explosion. Wir machten den Schiedsrichter daraus aufmerksam. l die gMerischen Spieler, die uns. M beschimpfen begannen, M Ordnung zu bringen. Dies benutzte der Anhang Wartas, nm im Verein mit den Spielern Wer uns herznsallen, und uns mit Fäusten und Stöcken zu.traktieren. Polizei und zufällig auwesenoeS Militär schützten uns vor dem Pöbel. _^ Makkabi-Weltverband. Montag.den 5.' d. um halb 9 Uhr abends im Cafe AlteS Rathaus wichtig Präsidia^itzung. Hakoah—Cricketer. Dieses beute auf dem Cricketer-Platz stattfindende Freundschaftsspiel dürste einen interessanten Verlauf nehmen. Nach dem sensationellen Siege gegen den Prager D. F. C. haben die Cricketer in einem unentschiedenen Spute gegen Rapid bewiesen, daß ihre Resultate reeller Spielstarke entsprechen. Sie werden auch heute trachten, zu, beweisen, daß auch der Amateur-Fußball eine achtbare Hohe erreichen rann. Die Mische Mannschaft hingegen tritt mit den Verpflichtungen des Meisters der ProfessionMga an. Sie zeigt sich dem Puolikum zum erstenmal nach dem großen Umfall im Cup gegen die Amateure. Es ist daher ein spannender Kampf zu erwarten. Das Spiel beginnt um 3 Uhr. Die Siegesfeier der Hakoah. Bei der am 18. d. im Olhmpiasaal, 1. Bez., Rotgasse 3, um halb 8 Uhr abends statt-. findenden Siegesfeier wirikt das verstärkte Hakoah-Orchester Es bringt hierbei folgendes Programm zum Vortrag: d..ozart: Ouvertüre aus „Entführung aus dem Serail"; Bizet: „Arlestonne"; Paraphrase über ein südrsches DoNffod, instrumentiert von Prof.Bvaslavsky; Prof. Braslavsky: „Bar-Kochba-Marsch". Hakoah. Akcchemische Sektion. Henre um 3 Uhr nachmittags Wettspiel auf dem Hato-ch-Pil-atz. Folgende Spieler haben zu erscheinen: Kcihn, Kövessy, Mandel, Meisel, Boß; Pelikant^ Rechteir, Heitzner. Schwartz, Griinfeld, Bernstein, Wiener, Herzog, Ing.' Fisch. Pom Sportklub Kadimah. Die Kadimah übersiedeilt heute in das Hotel Continental, 2. Bez., Pratorstvaße 2. Sämitffchen Sektionen, wie SchweraOletik, Ringen, Tilschtennis, Fechten,, stehen große Räume zur Versiü>güug. Die Fußballsektion absolviert morgen auf dem Atademia-Plätz Mer-Wagen bis Kaiiserplatz) um halb 1 Uhr das erste Meisterschaftsspiel gegen Horekan. Gemeinsame Msahrt Sonntag. Präzise halb 18 Uhr, vom Hotel Continental per Autobus. Die Herren Singer, Rvinkraut, Horo, MeMum, Wächter. Kongo, Schafft, Eckhaus, Löwit, Finko, Kerzer, Nathan uch SalWann wollen sich rechtzeitig einfinden. Drucker, der Zenterhals der Kadimah. ist von seiner Knievevletznng wieder hergeistellt. Kolisch, der langjährige bewährte Verteidiger, wurde in der letzten Spieler- Versammlung zum Kapitän gewählt. Samstag und Sonntag findet die erste Veranstaltung, und .Max ein Tanzabend, im Winterpavillon des-neuen Heimes statt. Beginn 8 Uhr abends. Alle Mitglieder und Freunde sind herzliM eingeladen.'. Z. Oktober IW Gelte 7 ' Hakoah Porzellangass Montag von abends.-Uchungsstunden für Herren: Montag und .-. vo>: 1 bis 9 Uyr Äbeyds. Gäste wwie MiWöder anderer Sektionen herzlichst willkommen. Hakoah (Schwimmsektion). Ab Montag den , 6. d. finde! das Training im Jörgerbad bei folgender Mnteillung statt, Montag den 5. d. von halb 6 bis 7 Uhr abends für Z-öglimi und Damen. Dienstag den ö. d. von halb 10 bis halb 11 Ahs abends für Rennschwimmer und Wasserballer. Miigli-ede: aperer Sektionen sowie Gäste herzlich,st willkommen. In Brünn gelangt am kommenden Sonntag der leicht athletijche Städtekampf Prag gegen Brünn zur Austragung (Fechtfektion). Mungslokal: Wien, 9. Bez., e 33 a, Uebu-ngsstunden für Damen, ab 1. \ 7 bis 8.Uhr abends,'Mittwoch von 6 bis 7 Uhr Aus den Vereinen. A ch d u i h. Sonntag Meisterisch>aftslspiel gmen Polizei aus dem Po>lfzei-Platz. Treffpunkt der ersten Mamffchaft um viertel 2 Uhr und der Resewe nm haikb-1 Uhr beim Konzerchans. A r i. Heute um 8 Uhr abends großer TaMaibend im Cafe Bürger, 2. Bez.. Pvatevftraße 11. Gäste herzlich willkommen, Sämtliche^ Spieler und Mtglieder haben unbedingt flu erscheinen. Dortse'W auch. Aufstellung für unsere soMlagigen Wettspiele gegen B. d. V. Sonntag den 11. d. findet unser erstes gvoßes Fest im Wiener Ringcafe stait. Hagibor. Morgen Beginn der Meisterschaft gegen S. C. Auto auf dem Favovitmer Ä. C.->Platz um 8 Uhr und Mi 10 Uhr. Die evste Mannschaft spielt in folgender Ausstellung: Buk, Kertesz, Heller. Reibler. Hrrs, Schwarz, Hahn, Wetgh Bondy, Spira, Schorr. Hakadnr. He-rrte.um 8 Uhr abends DMerversammkrng in unserem neuen KluGeim, Cafe Zentvnm, 9. Bez., Rotenlöwengasse 7. — Ping-Pong-tDMon. Ab 5 Uhr Training auf zwei Brettern. — Sonntag den 11. d. findet im Cafe Edison ein Bunter Abend statt. Karten bei sämtlichen Mitglieoern. Hakoah (Hietzing.) Futzballsektion: Morgen um halb 10 und halb 18 Uhr Wettspiel auf dem Hakoah-Plah (Linie 11). — Damen-Handballsektion: Sämtliche Damen haben sich um 10 Uhr vormittags auf dem Hakoah-Platz einzufinden. — Heute um 8 Uhr im TS) Radio Tanzabend. Gaste willkommen. Hechawer. Heute um 8 Uhr abends Vollversammlung im Klnbheim. Ausstellung von zwei Mannschaften für das sonntägige Meisterschaftsspiel gegen TaNbstNmmen ans deren Platz. Nachher Training der übrigen Mannschaften. — DamenhandbaWktwn. Morgen ab halb 5 Uhr Training auf dem TaubstlMmen-Platz. I. A. C. Morgen um halb 1 Uhr erstes diesjähriges Meistüvschaft8spiel gvgerr Qt-takringer Amateure auf dem Heilsort-Platz. Heute und morgen abends Tanz im Klubhertn. Gäste wiWommen. ' - Makkabi. Unser erster Gesellschaftsabend mit anschließendem -Tanz findet morgen lim großen Saale des Cafe Siller statt. Beginn 8 Uhr. Gäste herAichst wiWommen. Copyright 1924 by Kurt Wolf! Verlag A.*0. München 24 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Herr Fettwanst. Nne amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. „Barney Finn," '.beginnt Philipp auss neue, „wir Kapitalisten — im Brusttöne der Ue'berzeugung —, die wir das Leben, die Welt, ihre Kräfte und Elemente als das erkennen, was sie ^wirklich sind, werden uns organisieren und die Welt kontrollieren. Wir werden Könige, eines neuen Reiches sein: des Reiches her Leistungsfähigkeit. Wir werden eine Triebkraft sein, so mitleidslos wie die Natur. W:r werden die Erlöset des traumbefangenen Volkes sein. Wir werden Industrien schaffen, Märkte und Reichtum —" Finkelstein unterbricht ihn, aus der Rolle fallend: „Kurz und gut, morgen früh uni sechs fangen Philipp Gold und 'ich als ,Dostes" an — als Weidlerfabrikanten. Wie gefällt Ihnen der Name unserer Firma — New World Clothing Company?" ,Mingt ftin." erwiderte F'un. „Bosses?" fragt Mutter. „Ja, von morgen ab ist Ihr Bruder Voß." „lIa, Schwester, ich will nicht länger der Sklave einer Maschine sein; für mich werden jetzt andere Sklaven sein." Mostes — Maschinen — Bosses —murmelt Mut- ,Myerl" ruft Philipp. „Schläfst du schon?." „Nein." „Hast du mich gehört, Meyer? Ich — dein Onkel Philipp — bin Goß." Eine Frage wälzt sich in meinem Schädel, und ich muß sie ausspvechen. „Goß — worüber?" ' „lummes praktisch, immer den Dingen in die Ein-- geweide ges-chaut: so ist Meyer; das/beweist, was für ein tüchtiger Advokat er werden wird." Finkelstein witzelt: „Der will Geschästsgeheimniste/ ausspionieren. Kann man wissen, vielleicht will er uns Konkurrenz machen." Meyer," sagt Philipp, „worüber? Ich will's dir sagen: Ueber die Rücken von Arbeitern." Die Hände meiner Mutter.knacken und zucken. Sie ruft aus: ,Mr über Arbeiter, das genügt, nur über Arbeiter.-Du bist doch selber ein Arbeiter, was willst du denn von den Arbeitern?" ,Mas wollen sie von mir, was habew sie von deinem Alaun gewollt? Alles, was sie kriegen konnten! Das will ich auch. Alles, was ich kriegen bannl^ ' Muttex antwortet nur. mit. einem trüben Seufzer. . „Was ist denn los mit euch Schwächlingen, euch Würmern? Ich will's euch sagen;» ihr seid verschlafen, ihr seht nicht, wie die Welt gewachsen ist." Finn hustet. Ich weiß, er ist auf seiten der Mutter. Schließlich ist auch er nur ein Träumer, der glaubt, daß er ein Universalheilmittel für alle Schäden 'der Welt habe — Resörmgesetze. Philipp wirft dm Kopf zurück, und. prahlt: ,^Ich habe das Geheimnis, des Reichtums gesunden. Der Weg zum Reichtum ist mit den Rücken der Arbeiter gepflastert. Ich werde über diese Rücken steigen, über die Rücken der Arbeiter. Ich werde die Straße zum Reichtum so hoch steigen, bis ich den Gipfel der Gewaltigen, erreicht >habe, dort, wo die deutschen Juden sitzen. Ich mache es wie diese verdammten, anständigen, WerKgenen Leute, die deutschen Inden; so gut, so respektabel, so stolz: mit ihrem Wohltun und' ihren reichen Tempeln, die euch Würmer veranlassen, aus dem Bauche zu kriechen. Das sind die, die euch ausgemüvbt haben, Eure heutigen Meister sind so sein, daß ihr stolz seid auf sie. Aber ihr möchtet keine andern Meister... Mir sagst du, ich sei selber ein Arbeiter, und lvas du damit meinst, ist-ein Wurm — der stch vor seinen Meistern im Staube suhlt. Aber ich bin kein Wurm! Ich bin noch allemal so gescheit wie die deutschen Juden, und ich habe.das Geheimnis ihres Erfolges ausfindig gemacht. Es ist so einfach! Schneller Profit mit Hilfe der billigen 'importierten Arbeiter. Ihre frommen. Dollar, ihre -woMttgen, anständigen Dollar'sind Ms euren Leibern herausgefchwitzt worden. Aber ich gehe noch weiter. Ich werde sie in ihrem eigenen Spiele besiegen.. Ich bin nicht so fern Wie sie. Ich verstecke mich nicht hinter Hypokritentum. Ich werde mein, Geld direkt mit der billigsten Gveenhornavbeit verdienen, die ich mtr immer finden Kann. Die deutschen Juden sind zu zartfühlend, um direkt mit den Arbeitern etwas zu tun halben zu wollen. Was sie nicht sehen, wissen sie nicht, und so erklären sie heuchlerisch, daß sie nichts mit den Arbeitern zu tun haben. Sie übertragen ihre Aulsträge einfach den Lieferanten, und diese ,^ontraotovs" übergeben sie den „Snboontractors". Und der deutsche Jude ist ein guter Geschäftsmann. Der gute Geschäftsmann aber nützt die Konkurrenz aus. Also drückt er die konkurrierenden „Contractor's". O nein, die deutschen Ju-den, soweit sie Kleiderfabrikanten sind, beschäftigen keine Arbeiter. Nein, die Lieferanten tun's ... Aber hier werde ich sie übertrumpfen. Ich werde sie ausstechen, weil ich mich nicht schäme, weil ich mich nicht fürchte. Ich 'werde keinen als Zwifchenschvaube Wen, der die Löhne drückt. Ich werde selbst treiben, aüsnützen und drücken. Ich werde mir die ärmsten Grünhörner zu tsammentveiben, sowie sie -in Castle Garden ankommen. Ich werde ihnen Arbeit geben, sie füttern und ste in meiner Fabrik schlafen lassen ... Und sie werden mir noch dankbar sein .. . Un!d ich'werde die Frauen und Kinder in den Mrechäuevu beschäftigen. Sie werden in meineFabrik kommen und froh sein, Ar'beit zu bekommen, die sie mit nach Hause nehMn können. Sie werden zu Hause flicken und sticheln und mir Miete . und Platz ersparen, und sie werden halb umsonst avbeiten und werden noch froh fein, eiu wenig Geld dahe'nn verdienen zu können, und wiederum werden sie mir dankbar sein." (Fortsetzung folgt.) VePsa&?ehebS baschtttzenl . -u (»inftte Seide, Äw v.. emPlinfChtr0etatonsf Ä'tB WäX «verte»™», de« °-H

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