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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-08 · Heft 2352 (8.9.1925) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2352 (8.9.1925)
Date
1925-09-08
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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f&nett Mm, DienStag Wiener Morgenzeftima 8. September 19(35 Nr. 28Sß Herbst, als man spielte, bei und im Frühjahr, in der Periode der ' Gutpünktemeisterschaft, bei 1231 Spielen 23 Unfälle. Die Anzahl der Spiele ist also um 174 gefallen und die Anzahl der Verletzungen $ darunter sehr chwere) I fast um die Hälfte gestiegen. t Äutpunkte! Für das nächste Jahr ist as ist der Er olg der ei» Klassenwechsel vorgesehen und die Gutpunkte dürften zu noch größeren Ausartungen der Spiele beitragen. Die Verbandsgewaltigen versuchen mit allen Mitteln die Vereine zur Teilnahme an der Gutpunktemeisterschaft zu zwingen. So wurde vor einigen Wochen der Beschluß gefaßt, oaß bei der neuen Klasseneinteilung nur jene Vereine berücksichtigt werden, die sich zur Meisterschaft melden. Vereine, die keine Nennung abgeben, verlreren ihre Klassenzugehörigkeit. Solche Vereine müßten dann wiederum bei Anmeldung zur Meisterschaft in der untersten Klaffe beginnen. Unter solchen Umständen war es ein Leichtes, die Vereine zur Teilnahme an der Meisterschaft zu bewegen. Es fanden sich aber trotzdem einige Vereine, die hartnäckig ihren Amateurstandpunkt vertraten und sich nicht zur Gutpunktemeisterschaft meldeten, auch aus die Gefahr hin, ihre Klaffenzimehörigkeit zu verlieren. Der Verband faßte aber folgenden Beschluß: Vereine, die sich zur Meisterschaft gemeldet haben, müssen ihre Nennung aufrecht halten; jenen aber, die sich zur Meisterschaft nicht gemeldet haben, bleibt ihre Klasse auch weiterhin gewahrt. Und das ist ein Vorgehen, welches eines Verbandes nicht würdig ist. Viele Vereine hätten an der Meisterschaft nicht teilgenommen, wenn sie gewußt hätten, daß sie in ihrer Klasse verbleiben. Widersinnig ist dieser Beschluß, wenn man bedenkt, daß Vereine, die an der Meisterschaft teilnchmemabsteigen können, die außer Konkurrenz spielenden aber keinen Abstieg zu befürchten haben. Der Verband, der immer ei« Förderer des Amateursportes zu sein vorgibt, unterstützt den Scheinamateurismus durch die obligatorische AmateurmeisteMc' Unterschied ist der, daß früher die «roßen und jetzt die kleinen Klubs es sind, die Ideale heucheln. Bekennt sich aber ein Verein (wie Red Star, Wien West) ehrlich zum Professionalismus, so wird er vom Fußballverband gezwungen „Ämateurverem" zu bleiben. Die jüdischen Vereine haben in der vorigen Saison eine gene Konkurrenz ausgetragen, die sich sehr gut bewährt hat. Mrch den Berbandsbeschluß sind auch diese Vereine beeinträchtigt worden und müssen Punkte schinden. Die jüdischen Vereine wollen auch ihre Kräfte nur mit reinen Amateurvereinen messen. Im Hinblick auf die Tatsache, daß einer verfehlten Taktik des Verbandes zufolge au den Amateurmeisterschaften auch wieder Pseudoamateure 'teilnehmen, ist der Standpunkt der jüdischen Vereine begreiflich. Emannel Fiskus. Plhak leitet das houtilge Spiel Slavva—Hvkvah. Für das Match M. T. K.—'Amateure ist W e r n e r ausersehen. Als Ersatzmann font-mt Ka u-f m a n n :it Betracht. Guttmann wirkt l)-cute gegen Slovan mit, da seine automatische Suspeudievang wogen seines Ausschlusses gegen Vienna aufgehoben wurde.' Mehr als fünf Milliarden betragen die Schulden der erstklassigen Wiener Fußballvereine. Vienna allem ist eine Milliarde schuldig. Hakoah öOO Millionen. Das MormtsÄudget von Bivnna, Amateure und Hakoah beträgt bsiläuffig je 7V Millionen. Als Gesamtmonatskosten der HÄoahfnßballsektion werden 90 Millionen augsgeben. In der -gestern von ungefähr 60 Personen besuchten Persmnmluua der erstklassigen Vereine wnrde diese Statistik vorgclegt. Die Vers.amnrtung nahm hoftrge Stellung gegen die neue Auslan>dsal>ga>be und gegen die, materielle Bedrückung durch den Verband. Es würbe ein Aktionskomitee mit einem 'bezahlten Sekretär gebildet, um die Jnteressenvertrotung der ersten Klaffe zu bewerkstelligen. Doktor Felix betonte, daß die Hakoah ein jüdischer Verein sei, der seine Spieler aus der ganzen Welt sollte beschaffen können. Ein Stadion außerhalb Mens? In der gestrigen Versammlung der Vertreter der ersten Klasse teilte Dr. Felix mit, daß 'amerikanische Kapitalisten den Bau eines Stadions außerhalb des Steuerbereiches von Wien mit dem Kostenaufwand von 60 Milliarden planen. Ab Montag voller Turnvetrieb beim Makkabi 16-17. * Wir erhalten folgenden Ausruf: Turnbrüder und Turnschweftern! Nach mehrmonatiger Pause ist es uns gelungen, einen hervorragenden Lchrer als Turnwart für alle Abteilungen zu gewinnen, so daß wir am Montag den 14 d. den vollen Turnibetrielb zur würdigen Vorbereitung unseres großen Jubiläumsschauturnen aufnchmen. T u r n z e i t e n: Herren: Montag und Freitag von 8 bis halb 10 Uhr, Rötzergasse 11. Zöglinge: Montag und Freitag von 6 «bis halb 8 Uhr, Rötzergasse 11. Damen: Dienstag und Donnerstag von halb 8 bls 9 Uhr, Kinidermanngaffe 1. Kinder: Dienstag und Donnerstag von 6 bis halb 8 Uhr, Kimdermanngasse 1. Mädchen: Dienstag und Donners. tag von 6 bis halb 8 Uhr, Rötzergasse 11. Eine Alte-Herren« sowie eine Frauenriege, weiters rhythmisches Turnen für Damen unter Leitung einer geprüften Lehrkraft sind in Vorbereitung. Für >den Tnrnrat: Fritz Fürst. Arierparagraph und Deutsche Turnerschaft. Berlin, 7. September. (I. T. A.) Die Geschäftsstelle der „Deutschen Turnerschast" gibt folgende Meldung aus: An der Hermannsfeier der Deutschen Lurnerschaft in Detmold nahmerr auch die Herren Hofrat K u p f a aus Wien und SFischer aus Leplitz-Schonau teil. Herrn Kwvka e Gelegenheit gegeben, den Standpunkt des Deutschen Turnerbunoes 1919 vor den Mitgliedern des Hauptausschusses der Deutschen Lurnevschast darzulegen Der Hauptausschuß hatte in seiner darauffolgenden Sitzung zu diesen Ausführungen Stellung genommen, sicht sich aber nicht veranlaßt, eine Aenderung des bisherigen Standpunktes herbeizuiMren. Der Deutsche 'Turnerbnnd 1919 enthält den sogenannten Arievpavagraphen in seinen Satzungen. Es hat sich also ersichtlich um einen Versuch gehänselt, ähnlichem in der Deutschen Lurnevschast den Weg zu bereiten (Den jüdischen Turnern «st der Arierparagrnph des Germanen Kupka natürlich vollkommen gleichgültig. Sie wissen, daß ihr Platz nur im Ma>k- Labi-Weltvevband ist. Die Red.) Aus den Vereinen. I. S. V. Makkabi. Mittwoch um halb 8 Ilhr äbends Vorstandssitzuttlg. Folgende Herren mögen bestimmt erscheinen: Dr. Presser, Dr. Stroh, Koch, Torczyner, Klammer, Rubin, Horn, Stein, Flußmann, Ing. Köniastein, Seidler, Zimmer. Heller, Jenö Weiß, Egon Kolnnann. Pillmger, Schlesinger, Robert Deutsch, Thiemmm m>nd Köhn Gu>stav. Anschließend nm, halb 9 Uhr Spielorversammlung. — Table -teunis -S e k t i o n: Täglich a>b 8 Uhr abends Training unter Leitung der Herren Flußmann. Pillinger, Stein und Zwicker. Y o u n g I e w i s h S p o r t i n g Club. Heute entfallt wegen Renovievnng des Bades der Schwimmäbend. Nächster Abend Freitalg von viertel 8 bis 9 Uhr. Wir machen auifrnerk- Z io n. Heute um halb 11 Uhr Wettspiel unserer Schülernrannschaft gegen Orient-Jungar aus den: TcvvMtummen-.Plah. Treffp.mkt: halb 10 Uhr auf dem Praterstern. Der Obmann unseres Vereins, Herr Julius Jäger, hat dre Leitung der SchülernMUNschast übvrnommerr. Theater von heute s Bflrgtbuttr« Komödie der Verführung Jfkadenittbeattr: Der Raub der Sabinerinnen JtaalfOper: Das Mädchen aus. dem goldene« Westen retzSadniaaer scftloss-tbeater: Hoffmmmr Erzählungen Qolktoptf: Carmen Begliche* Boiksfbeater: Das weite Land tkuter ia der 3otefstadt Gesellschaft RatBKad-Cbeater Lady Fanny und die Dienstbotenftage Ke»a>rrUAcedSvar: Die letzte Warnung Cgifspitltbtater: Das verzauberte Bett tbtater ai dcrilHes: Der Orlow gatl-tbeiter* Der Zigeunerbaron Al.SSlgertdeattrr Gräfin Mariza 3oh.-5ttau»»rdealer: Cloclo sto!a»ddüdae: Das Radiobett lliidircste SSh»e (Hotel Stephanie. U. Taborstr. 12p. A Mädel «hn a Harz kyei»kSUrlrplele im Variets Reklame (II. Praterstr. 34): Der junge Papa — Die schöne Galathee — Bunter Teil 2ffk«$ Ztltval (IL. Praterstern, Tel. 42295): Großes Zirkus-Programm (Max Brod a. G.) '/.8 V.8 7 ya8 V-8 8 V,8 8 V.8 V,8 Vs 8 V.8 8 8 S I. Schotten ring 5 Telephon 17-4-25 s Z Von heute bis 10. September W I HARRY P1EL in 1 I ZIGANO I 3 der Brigant von Mont« Dlavolo 3 3 und das übrige Schlagerprogramm 3 S Beginn j Wochentags 1U5, */fi, *ifi und */*9 Uhr, 5 S Sonn* und Feiertags 4, */4o, und */k8 Uhr S liiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiituiitiiiiiuiiiitiiiiiui CENTRAL-KINO II.. Taborstrasse 8 Tel, Nr. 42-3-41 Von heute bis 10. September Ae Feuerpatrouille (DSmon das Mearoa) Grandioses Lebensbild ln 7 Akten und das übrige Schlagerprogramm Beginn: *lfi, V48 und */.9 Uhr. Sonn- und Feiertags 4. »/*6, '/.8 und *jß Uhr der messebesuchenden Kaufleutel Spritzers Grand-Restaurant „National“ wlen, II. Taborstrasse 18 Eingang durch das Hotel-Vestibul \ Vorzügliche /* Wiener Küche •ypj sowie erste Spezialrumänische ii. orleiOBciie Speisen Natur, s? am Rost wie auch am Spiess Erstklassige Bei vornehmer jück. Familie in Wien werden zwei Knaben ausbesserenjüdisehenHäusern in Pension genommen. Rituelle Verpflegung. 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