Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2351 (7.9.1925)
- Date
- 1925-09-07
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Stern M. & Kästner, 6. Bez., Liniengosse 2. Schön Bernhard, 7. Bez., Westbahnstraßt 47. Schnabel Jak. & To., 19. Bez , Sreilplcch l. Stoßler L. & Soh«, Mödling, Wienerstraße. Stern Juliut, Linz, Kreindlgaffe 8. Schwager Benedikt, Linz, Bischofstraß« 7. Spitz ÄloiS, Linz. Spitz S.» Urfahr-Linz. Society of Japan (Dngo Biel), 1. Bez., Kärwerstraße 28 Schall Leo, T. Bez., Praterstraße. Stein 6c Aaser, 16. Bez., Hippgasse 89. Schalom, FreSeo & Fils, 2. Bez., Obere Donaustraße 87. Steiner S-, 1V. Bez-Fadoritenstraße 180. Salzmann M., 10. Bez., Quellenstraße 129. »er A- 10. Bez., Vi!tor-Adler»Platz 8. nil» l. D^., ^ranz.^osefs-Kai, Jndustriepülast. .Striwa^U 6c »Tesig«. 6. Bez., Webgoss« 27. Tugendhat Bertl, 9. Bez., Bez., Laudongaffe 71. fe 4. Tarier Adolf, 1. Bez., Kohlnreffergöffe 6. FeiwMrhn 6c Feiltttein, 1. Bez., Dorotheergaffe 6. Tevtzer Markus, 9. Bez., Sechsschimmelgasse 17 Tuvlin Leo, 1. Bez., Seileraaffe 12. Tandler D., 2. Bez^ Taborstraße 4. Taub A., 6. Bez., Mariahilferstraße 6. TeeLdorf, 1. Bez., Gonzagogasse 7. Teichthal Adolf, L0. Bez., Wallensteinstraße 88. Thermos, 10. Bez., Arsenal. Objekt l£ Tannenbaum, Brüder, 20. Bez., Othmargasse 40. Seiltet Helene, 9. Bez.» Porzellangosse 18. Ullmann Mfred, 8. Bez., Josesstädterstraße 88. Verein „Maschawa", 8. Bez., Alserstraße 29. Walter, Beleuchtungshaus, 6. Bez., Gumpendorferstraße 88 b. Wagschal S-, 8. Bez., Albertgasse 47. Weiner Mos., Ministerialrat, 9. Bez., Servilengasse 18. Weinreb S.. 1. Bez., Brandstätte 8. Weil Josef, 1. Bez., Seitzergassc 6. Wieländer. 8. Bez., Alsentraße 59. Weiß & Großmann, 9. Bez.» Porzellangasse 46. Weinberger Gerson, 1. Bez.» Babenbergerstraße 22. Weiß Mor., 10,'Wz., Favoritenstraße 85. Winkler N., LMM Große Sperlgcme 12.' Weiß Alexanders Bez.» Hauptstraße 7. Wassermann Max^ l. Bez.» Schellinggaffe 6. Wevrinski Hermann, 7. Bez., Mariahilferstraße 9i. Weitz Mendel, 2.' Bez., Darwingafle 89. Weiß, Blumenhandluna» Mödling. Weiß Josef, 1^.Bez.» Stnbenring 2. Weiner Jakob; 2. Bez., Rotensternaasse 10. Watsmann, 2. Bez., Taborstraße 20 a. Ziegelfarb, 5. Bez.» Margaretenplatz 4. Zimmermann, Schmarcr & Haitsnrr, 1. Bez.» Eßlinggasse 7. Inner, Brüder, 1. Bez., Graben 7. Sie Rewerfchalt. Slenw-OflfMfi 4:1 (2:1). UntzlÜMche Nkwelage de, Mschw Mannschaft. - Hokoah verjibt -wer Elfte. HakoohMatz. 16-000 Zuschauer. Schiedsrichter Mak. Bi ««na: Ostriczck; Mum, Rainer; Kaller, Hofunmn, Ludwig; Seidl, Uridil, Gsthweid!, Seussert. Fischer. Hakoah: Fabian; Scheuer, Wagner: Fried, Gutmann, PollaL; Neuses» Häusler, Heß, Effenhofer» Schwarz. Me jüdische Mannschaft Hat gestern ein« ziffernmäßig sehr schwere Riwevloge gegen einen Gegner, der eine UabeÄLWcheit alt ganze Aanchfeinihrit keineswegs beweift« konnte. Erst vom dritten Tor ab, dar sie um die Mitte der -weiten Hälfte erzlieitten, gewannen die Döblinger Kaves liebergewicht und konnten, da die Hckkcahner den Kamvpi sichtlich au/fgaben, gegenüber den entmutigten Mau-Weißen den Erndruck einer «inhettlich zusanttnenarbeiteNden Marvrffchaft Hervorrufen. Bis dochin hatte Hokoah viel mehr vom Spiel, was «anz dvsondwt für die erste HLMe gStt. Zu Fußballsiegen^ gebört aber «ntischieden auch Glück. Daran jedoch hatten d:e Hckkoahner gestern keinen AnteA. Ihre Mionen waren gerade«» von Pech verfolgt. Schon in der 8. Spielminut« vergaben sie die Than« vimeS EHnelerS und nach der Pause konnte sie auch einen Metten Elijimeter nicht verwandeln. Ein Ball von Heß. den man schon km Lore.sah. prallt« von der Goalstange wb, die sich gestern außer dem hervorraaiend mcheitenden Ostriczer als wertvoll« Hiilfe für die Döbliniger erwies. Spovtttch genommen war gestern der «aachs der Veidersett'o-u Verteidiauugen sSr vaS Endresultat maßgebend. Die Hakoab-Berteidiaer. Fabian indegriffen, gaden sich erschreckende Mpßen. die zu vier Nahtoren führten. Mer-die FußbalkschMer iw Fold- und Wicksenstadimn erröten müßten; am dar alleren Seite arbeitebe die Bienma-Berteidiguna wie ein Bollwerk» in dem Blum ein nickt zu umy-chender Block war. Daß die Hakoaih-d^ürmer ohne Gckalg ^iscknitlen. -§t zum ü^rwiegeichen Tekle BlumS Verdienst. In den Leisstunigen der LaNferoekhe blieben zuerst die Dobl-maer nn Nackte-l, kamen aber dann» nack der Bause, immer mobr auf.'Im Angriff dominierten die B'mr-Vie'ßen recht lange, wälbrenh die M^nÄa- Stürnrer zrinächst einen ziemlich nn?u5a-mmenbän>genden Mann« schaftSteiil bVdete.n, d-r a«5Einp^>>'isttrn^?'N cn^aÄuntt war. Erst als dse jiMsche Mann.sck'1-lt alle ibre AuSglercksveMche lchevtern sah «nd die Nieder'aae berv'tts binzun-'Ibmen <sck««. vi^r 5ich ein systematischerer Zusammenhang Mücken Viennas Spielern aus. Worin aber den Döb^inaer SMrmern unbedingt' der Vorzug m gelben war. das ist der Fl.eiß und Arbeitseifer aller, was vielleicht auch mit von avUch!a>cra<chen!der Bedeutung für den Spie>lgus?ano war. Die Haksah-Sturmer ilckauten zumeist zu. wenn die MannEcha.lt hedränat.war. Zw is.-cke v ' Halvesreihe und Angriff klarsten riesige Lücken. Es ist seibbstverständlich -7- und wir konnmm dcrmÄt zu den taktischen Schwächen der jüdische» Mannschaft —, daß in erster Linie die V e r bi n d u n >g s st ü r m e r» und zwar zunächst ismner derjenige» hinier dem sich die eigene- Mannschaft in Bedrängnis befindet, z u r ück r n ck e n muß. Gelangt er dann in den Besitz des Balles, tzann muß er trachten, ihn in die Richtung deS MgenÄberliegenden MrstÄs zu dirigieren, um dadurch seW wieder den Anffchlnß an seine Angriffsreihe zu finden. Das find B i n s e n w e i-s hei t e n». die schon seit scher im FuhballsPiel fMtanden und nicht drst heute entdeckt zu werden brauchen. TS ist sich«, daß die heutige« Spieler schneller und individuell weit besser anSgebildet sind als chedem. aber in taktischer Hinsicht war ihnen die alte Garde zweifellos um vieles überlegen. Dem eigenen Nebenmann nutzen» ohne daß man selbst den Ball hat oder den Angverjar richtig abdecken, gewissomwßen Meckmaßig mitspielen, ohne direkt am Balle zu sein, «das find ta»kt'schr Erkentnisse, die unbedingt auch in das Programm des heutigen Trainings ausgenommen werden müssen. Sogar der alte Scheuer verleuaneie gestern feine Fußlballerzichung. als d» neben ihm bestMiche Wegner txn $-aß lässig -n Fabian zurückschob. Scheuer stand daneben und beachtete den ans der Lauer befiMichen Fischer gar nicht» der blitzschnell daAvsschenbam und den Ball ins Tor besörtdsrte. Auch der visrtc TrÄffrr» den Uridil erzieilte fauch sein echer kam durch Fchler Scheuer- und Fabians Mtande), war ein Musterbeispiel taEtischer Unzulänglichkeit der Hakoah-Hintermannschas't, die sich neben Uridil massi«te, chtte ihn am Einschießen bchikrderu znkönne«. Fabian war gestern nicht aus seiner sonstigen Hohe. Sr hiebt Mar einige schr schwere Ball«, verließ aber öfter un nötig sein Gehäuse. (Beim ersten und vierten Treffer.) Mögiichevweife wurde er durch die Unsicherheit seiner Vordermann« irritiert. Scheuer und Wegner liefocken zeittveise wohl gute Mwehrorbert, ckber die von beiden begangenen Fahler führten HakoahS Niederlage herbei. Wegner bringt den Ball ganz gut weg, ist jedoch im Nahkampif unzulänglich. Scheuer war herzlich stoßunsicher und hat viel von seiner Schireid vevlorem i Di« neue oft-side-Regel erfordert sehr schnell« Verteidiger und' da8 find beide Hakeahner nicht. In der LÜNferreihe versagt« nach der Mntst Fried so ziemlich. Der neuen Regel war feine gestrige Ausoauer nicht gewachsen. Auetz G u t t- Mann stand das Spiel nicht durch. Ein MitMausor darf nicht so oft stehen bleiben, wie er «8 tut. Eine überraschende Formverbesserung ze^te wieder Poklla k. Er bewies bis zum Schluß große Ausdauer und war gestern Hakaahs bester. Läufer. Nur grÄ er fast jeden Bast an Guttmann weiter. Pollak versteht genug vom Spiel, um seldstän-dig das für die Srinarion ErfordeÄiche m tun. Den Angriff führte Heß, aber er leitete ihn Nicht richtig. Bor dem Tor-e bewies « vkäl Initiative. HäuS'ler Pis'le gut, half.aber rückwärts nicht aus. Neufeld fpMe gestern keine überragende Rolle. Er brachte den Ball oft gut vor. Ms er sah. daß seine Flanken (die fahr oft viel zu scharf aus^allen), nicht verwendet wurden» machte er sich stibständia und schoß, wo er vielleicht doch eher mit Erfolg hätte abgeben sollen. Eisenbofer ist im Felde oft.unüberlegt und urvschlüssig. Beim Schuß aufs Tor hob er beit Ball fast immer über di« Queristange. Auch hier müßte ein bestimmtes Training einsetzen. Schwarz arbeitete gut. Vor der Paust: wurde er zu wenig beschäftigt. Gr kämpfte unverdrossen bis zum Schluß. Den Elfmeter schoß er zu schwach. Im großen uud ganzen hat das Innentrio nicht den richtigen Zusammenhang. DiemraS Hintermannschaft war ihr-bester Teil. Ost r ic z e k verrichtete ganze Arbeit und' hielt auch einen Elfer. Der ttweite'von Häusler getretene ai>ng an die Stange. Rainer spielte unigleichmäßig. Wenn' vre Hakoah-Stür-nver mit ihnr fertig wurden, tauchte immer noch Blum als Retter auf. der altern wieder einmal emen großen Tag hatte. Hoffmann Yetftetc nichts U eberragendes» war aber fleißig und ausvauernd. Ludwig ist sehr talentiert und technisch gut. Er. neiat zu Derbheiten. Der Neuling Kaller war mit Eifer und Erfolg bei der Sache. Der AngM der Döblinger setzte sich aus Ei>n- ■ zeMelern zusammen, von denen Seufert der schwächste war. Er hatte gar kerne Fühlung mit Fischer, der einsam weit draußen auf Gelegenheiten lauerte. Er brachte das Kunststück zuwege, bei der neuen Regel mchrmals off side zu CosyHght 1924 by - . Kart W01H V.rJ g A.-0. Hün^hen. i Forisetz cag. sr«chdn»a NIM»«. Herr Fettwanst. Kitte amerikanische Autobiographie von Samttel Ornitz. Ich verteidige mich nun jiddisch — und da t& mir Reicht vom Munde Aießt» lächelt die Mutter stolz und auch Onkel Philipps Strenge schmilzt. „Ten ganzen Tag bin ich in der englischen Schule gewesen und dann im Eheder den ganzen Abend, und ich will doch auch ein bißchen mit den Jungen spielen. And im Cheder war's heut' schwer; ich mutzte eine Seite aus Targnm iunL Rafchi lesen und Hab* nicht einen einzigen Fehler gemacht." Mutter strahlt . . . „Mt schlecht, mt, wos ijvgft du, Philipp? An erscht nein!" „Aber dein Unterricht ist noch nicht zu Ende", sagt Philipp. „Eine Lektion im Betragen kommt immer zurecht. Bedenke, Meyer, so reich du auch sein magst und st» gescheit, du wirst nie etwas fein, wenn du kein Gentleman bist." Das letzte Wort sprach er in scharfem Englisch aus. ,Was ist daS — ein Gentleman?" fragte ich. Gentleman? Ah! Ein Gentleman ~ fyn — M ist eine Pevson. d^e man nicht eigentlich beschreiben kann hm — aber von der man weiß, datz er sich mt «inen Gentleman handelt, wenn man sie dcü -weitemal steht..." Er sieht mich fest und erwartung-voll an, aber mein Gesicht ist voll Unverständnis. „Dann, Onkel Philipp» werde ich erst wissen^ waS ein Gentleman ist, wenn ich einen sehe?" ,/Nicht eher als dann! Metzer." „All right", versetzte ich versöhnlich, „ich werde auspassen, daß ich einen zu Gesicht bekonrme . . Aber Philipp scheint enttäuscht. „So. Meyers sagt er nachdenklich, „so Sannst H also den alten französtch^hebräischen Text de- Rasch! und Ammit Tavgum lesen, aber einen Gentleman er-ennst du nicht?" ,/Ich bin nicht nnwisiend, Onkel Philipp, auch wen»/ -du nicht von mir erwarten kannst, daß ich «inen Gentleman erkenne, wenn, ich noch nicht einmal einen gesehen habe." „Also," fragt Philipp mit offenbarem Mißvergnügen, „ich bin also kein Gentleman?" „Nein, du bist mein Onkel Philipp." Wichtig," murmelt Philipp, „weil ich dein Onkel bin." Er zieht ein tte.ines Notizbuch aus der Tasche, hält eS hoch und sagt: „Paß aus Meyer, dieses Buch -ist ausschließlich dir gewidmet." Er blättert ba8 erste Blatt auf und liest: .^Bemerkungen über die Erziehung meines Reffen Meyer Hirsch." Dann benützt er sein Knie als Schreibpult und schreibt laut verlesend nieder: „Punkt eins: DstnnÄienstolz." 2. An der Ecke hockt die Bande um ein Feuerchen herum. Sie hat cs in dem Milchsammelgafatz eine- Krämers angemacht, in das Luftlöcher für den Wind» durchzug geschnitten sind. ES ist ein geschloffener Kreiß, Schulter an Schulter» auf allerlei Kisten sitzend. Ich fehne mich leidenschaftlich Danach, an, der geräuschvollen Perawng der Häuptlinge teil-unehmen» und die Aufsicht ’ aus die wohlriechenden» tm s^uer hruzzelnden Kartoffeln spornt meinen Eii'er . . . . Ich lungere hoffnnng^vc-ll herum, stharre mit den Fußen und lege «vorne Hand bittend auf die Schulter des Geringsten der Anwesenden, des dreizehnten Führers; er aber schüttelt sie nur unwillig ab . . . ein schreckliches Gefühl' des Berlaffenseins . . . dann werde ich ärgerlich und ein kühner Gedanke wirb geboren ... Ich zürre Hymre» den zwölften Führer, vr>n seinem Sitze . . . Worte sind überflüssig, die Handlung an sich spricht Böude . . . Eine' Rauferei! Parteigänger schreien: ,Mb's ihm sauber, Hymie!" „Schlag' mit der Linken!" »Inl me r 'ran, Zügen bock; hau ihn in die Kffchkes! . . Der überraschende Angriff gtzht mir einen kleinen Vorteil und ba.d genug rst Hymie bereit, seinen Sitz am Feuer und seinen Posten als zwWer Führer mir abzutreten. Und der dreizehnte danft durch sein Stillschweigen frei willig ab. So erledigtich mich zweier Gegner auf einmal, indem ich zuerst den Stärkeren besiegte . . . Mein erster Sieg ... mein erster Sitz am Feuer ... ich zittere vor Sto^ ... Und dann kamen die Kartoffeln. Was macht e'S aus, daß sie verbrannt tvaren. Eine Mahlzeit der Mahlzeiten . . . Ich 'beteilige mich am Kriegsrat; wir wollen gegen die uns benachbarte Bande, die „Essex Street Guerillas", Krieg führen . . . Sagt BaoM, abrupt m Ton und Gebaren, wie es sich für . einen ersten Führer geziemt: ,^Laßt euch nischt gefallen. Wir hau'n ihnen die Jacke voll, daß sie genug haben . . DaS Feuerchen ist bis auf die letzten glühenden Späne , heruntergedrannt . . . Ein plötzlicher^ Alarm. Ein Posten warnt mit fchriller Stimme: ,Mn Schammes! Ein Schammes!" (In der Geheimsprache der Bande bedeutete „Schammes", daß ein Poliziist im Anmarsch mar.) Worauf 1 die ehrenfeste Bande der Ätdlow Streeter in alle Winde zerstob. Ich flüchte in den Keller unseres HaufeZ, wo Bsrl. der Sattler, lebt und arbeitet. Verl lächelt über meinen hastigen, atemlosen Eintritt. Er sitzt vor seiner Arbeits bank und flicht R'emen, Lutz der „schickerer Gck". sitzt auf einer Kiste und flickt mühselig ein Loch in seiner Hose. Er ist der lokale SchabbeS-^Feueranzünder und wohnt bei Bert. Die beiden und No'chke, der Galizianer, ein Handelsmann, schlafen rn dieser engen Kellerwerkstatt.?)oschke liegt schon aus einem ausgelegenen Sofa und schnarcht. Lutz bettet sich auf den Fußboden und Berl ist der stolze Beisitzer einer eisernen Bettstelle. Ich mag Berl gerne. Der redet nicht auf mich ein: er redet mit mir. Er ist ein geborener ^Geschichtenerzähler; seine Göschichien kommen aus den Wäldern und Felder»! seines sonnigen, blühenden Beßarabien. Und er ist witzig aber stets woh.wollend. Jetzt zum Beispiel, wie immer, begrüßt er mich wie einen Ertvach'enen, wicht ironisch, so»- dern liebkosend: „Was machst«, Reb Meyer?" „Olläright. Ich dank' Euch sehr für Eure Frage, Reb Berl." „Läufst du vor a Bär davon ober W du über bei,»' eigenen Schatten gefallen?" - Iortkchirng folgt.)