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Wiener Morgenzeitung · 1925-09-06 · Heft 2350 (6.9.1925) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2350 (6.9.1925)
Date
1925-09-06
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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£crfc 12 Wien, Sonntag Hakoah-Sportplatz Krieau - neben der Meierei Krieau- Str assenbahnlinien A, Ak, 11, 6, G bis rum Sportplatz Heute Sonntag den 6* September 1925 7*4 Uhr nachmittags Meisterschaft Vienna-Hakoah Vorher die Reserven Hockey. Hakoa h—A l l r o u n d. Beginn 11 Uhr. Hakoah-Plqtz. Nicholson—W. A. C. Beginn 11 Uhr. Nicholson-Platz. Lehrer—Krisen darf. Beginn 11 Uhr. Lehrer-Platz. Hakoah stellt beute gegen Dienua folgende Mannschaft: Fabian; Scheuer, Wegner 1; Fried, Guttmann, Pollak; Neufeld, Häusler, Heß, Ersenhofer, Schwarz. Hakoah-Reserve tritt heute in folgender Ausstellung au: Boer; Wovtmann 2, Berson; Kraus, Vogelfänger, Strauß; Schwarz 2, Wovtmanu, Kestler, Weiß, Pollacsek. Die Spieler haben sich pünktlich um 1 Uhr auf dem Hakoah-Platz einzufinden. Hakoah-Jungmannschaft spielt heute. um 8 Uhr früh gegen International auf den: Jnternational-Platz in folgender Aufstellung: Nußbaum; Weitzmann, Prittkin; Wortmann 3, Muck, Hornstein; Turnschein, Birnbaum, Neumann, Sendrovicz, Wiener. Grünwald, der, wie festgestellt wurde, eine Zerrung der Bänder mit Bluterguß erlitten hat, befindet sich auf dem Wege langsamer Besserung. _ Die Hockeymeisterschaft. Heute beginnt die Hockeymeisterschaft 1935—1W6. Der Hakocch gelang es im abgÄaufenen Jahre, den stolzen Meistertitel zu erobern, ein Umstand, der jeden Gegner zum schärfsten Kampf entfachen wird. Häkoäh hat in den letzten 14 Tagen fleißig trainiert und auch schon ein Wettspiel als Auswahlmannschaft des Jüdischen Sportverbandes gegen Mcckkabi <Mcchr.-Ostrau) 3:0 gewonnen. Heute nun tritt sie dem S. C. All round entgegen, zu dessen Kader wieder einige Verstärkungen, so wahrscheinlich -er famose Sturmer Kurt R e v y, gestoßen sind. Die Hakoah ist in der unangenehmen Lage, auf einige bewährte Kräfte, wie Dr. K u r zm a n n und Steiner, die beide außerhalb Wiens weilen, verzichten zu müssen. Hiedurch ist wohl eine Gleichwertigkeit der SpiÄstäüken gegöben. Lediglich die größere Aufopferung Hann zum Siege beitragen. Wenn der gute Geist, der im Vorjahr die Mannschaft von Sieg zu Sieg und damit zur Erringung der Meisterschaft führte, noch besteht, so kann man auch jetzt mit Vertrauen aus die Blau-Weißen blicken. Das Wettspiel findet ans dem Hakoah-Platz statt und beginnt um halb 11 Uhr. Hakoah-Schwimmsektiou. Morgen Aöon-tag «um 8 Uhr abends AusschuMtzung im Cafe Altes Rathaus, 1. Boz., Wippl ingerstraße 24. Hakoah-Orchestersektio». Probsprogramm: Dienstag den 8. d., 7 Uhr abends, im Vereinssaal des Wiener Konzerchauses. Sonntag den 16. d. um 10 Uhr vormittags ebendort Donnerstag den 17. d. um 7 Uhr abends Generalprobe im Olymp iasaal, 1. Bez., Rotgasse 5. Sonntag den 20. d. um 8 Uhr abends Mitwirkung bei der Siegesfeier der Hakoah im Qlympiosaal. Mitgliedevaufnahme bei -den Probeis covyrlLdt 1924 by Kurt Woiff-Virl g A-O. München. Nachdruck verboten. Herr Fettwanst. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. Erste Periode. Alle Menischen... die etwas 'Ausgezeichnetes vollbracht haben . . . sollten . . . ihr Löben mit eigener Hand schreiben. Benivennto Celbini. 1. Ich beginne meine Geschichte. Ich will alles erzählen, alles; und selbst dann, wenn ich pathologische Lügen erzähle, soll die Wahrheit durchscheinen wie ein Goldkorn in dem u-mgestürztenSieb ... Ich suche nach den ersten bestimmten Erinnerungen. Me frühe Kindheit ist eine MM des Nebels; phantastisch und furchtbar, glänzend und grotesk. Man wird nicht wiMich ins Leben geboren, ehe man durch dieses feinmaschige Gewebe früher Wirrnisse dringt ... Ich bin neun Jahre alt; das steht bewußt und fest vor mir . . . Das verlotterte Ncj.v-Iork im tolpatschigen und plumpen Alter seines Wachstums . . . Gin kühler Dezemberäbend. Gaslampen brennen wie rote Leuchttürme auf der blauen' See einer Winternacht. Ich gehe ans dem Ciheder nach Haufe. Ich schließe die Türe hinter mir. Die Petroleumilampe mit ihrem rußigen Zylinder und dem zerzausten Docht raucht mehr als je. Sie steht hoch oben auf einem Wandbrett, und ihr unsicheres Licht macht aus unserer Küche eine Radierung . . . die schivanken, schwarzen Gestalten von Mutter und Vater und Onkel Philipp sitzen nahe am Herd und trinken Tee . . . und die Möbel -werden zu grotesken Silhouetten. Ich werfe meine Bücher auf einen Stuhl, Hange nach dem großen Stück Brot und dem Apfel, die Mutter für mich bereitgolegt hat, und will, ohne ein Mort zu sagen, wieder auf die Straße. Ich habe es eilig, mit -der Ludlow-Street- Bnde zitta»! ---- f*ett. St1’* aestern bin ich als vier- Wiener Morgenzeituns 8M»er Spott in der rschechollowÄel. (Aus dem bei -er Mai7abi-Tagung Mm gehaltenen Referat« von I. w C. Eugen Justiz, Prag.) Die Turn- und Sportgemeinlde der HcheWlvwakUcherr Republik, die mich mit ihrer Vortrstunig berm MaKabi-Kongreß betrxwt hat, wurde im Jahr« 1921 erst gegründet, stellt also «ine noch ganz junge Organisation dar. Di« Turn* und Sportorganisationen der einzelnen Länder unserer Republik nnterstandon alle dem Makkabi-Weltvevband, ohne untereinander irgend einen Kontakt zu haben. Im Februar 1920, als der jüdische Fußballoerband geschaffen und von den staatlichen Organisationen anerkannt wurde, entstand zum ersten Male der Gedanke einer innigeren Zusammenarbeit der verschiedenen Mischen Turn- und Sportorganisationen bei uns. Tatsächlich kam es dann, wie schon eingangs erwähn^ rm August 1921 zur ersten Generaloersauwvlung der Turn- und Sportgemeinde. Der Durnkreis M a k k a b i und der Kewuzoth Meschakej Kadur Regel Jehud-ith, der jüdische Fußballverband, schlossen sich dieser Organisation an. Ein weiteres Mitglied sollte der zu gründende jüdische Sportverband sein, der alle Sportarten, die von Juden bei uns betrieben werden, außer Fußball, umfassen sollte. Dieser Verband -ist allerdings noch nicht zustande gekommen, obwohl bereits verschiedene Versuche gemacht wurden. So wurde in Brüx ein Winterspovtverbanid gegründet, denr aber vorderhand noch die Anevkonnung von -den staatlichen Organisationen versagt ist. Auch ein Verband der jüdischen Handballverelne ist in Gründung begriffen? Die einzige selbständige, staatlich an e rka n nie und den Sporwevbänden der übrigen Nationen unserer Republik gleichgestellte Sportorganisation ist der jüdische Fußball v e r b a n d. Der allgemeine Rückgang des Fußballsportes Bet allen Verbänden unserer Rcpblik hat natürlich auch uns nicht verschont; im Gegenteil, wir wurden va„ diesem Rückgang am meisten betroffen. Mag man über den Fußballsport als solchen denken wie man will, es wird sich sicher niemand finden, der die ungeheure Werbekraft dieser Sportgattung nicht anerkennt. Der Fußball ist der Masse nsport katexochen, ist der Sport, der neue Leute wirbt, die dann durch kulturelle Arbeit für unsere Bewegung gewonnen werden. Das sind Worte, die zu belegen ich jederzeit bereit bin. Die Leichtathletik steht in unserem-Staat auf einer ziemlich hohen Stufe. Wir haben eine große Anzahl Leichtathleten, die. sich in vielen internationalen Meetings Siege geholt haben. Was aber noch Viel wichtiger ist. wir habeneinen guten Nachwuchs. Wir haben, wie Sie wohl wissen werden, eine Reche von Vereinen, die im Schwimmsport unserer Republik sich einen Namen gemacht haben. Ich erwähne nur Bar-Kochba (Brünn) und Hagib or sPrag). Eine große Anzahl von tschechosl-owakischen Rekorden und Meisterschaften sind im Besitz dieser Vereine. Der Hockeysport wird hauptsächlich von Makkabr '(Mährisch-Ostvau) und Ha gibo r (Prag) betrieben. Wahrend der Mokkabi als eine der besten Provinzmannschaften ge» wertet wird, steht der Hagibor gegenwärtig an der Spitze der Prager Hockehvereine. In der olympischen Mannschaft der TschechrKlowalkei spielten sechs Mitglieder jüdischer Vereine. Der Rudersport wird von einer Reche von Vereinen bei uns betrieben. Eine schr große BevbreNkNg hat m letzter Zeit der Tennissport gewonnen. Touristik und Wintersport beschließen die Reche der von Juden in unserem Staate betriebenen Sportgattungen. In der letzten Zeit fanden Konferenzen und Besprechun-. gen wegen Kulturarbeit in den Vereinen statt und wir haben auch da bereits greifbare Resultate erzielt. Unsere nächste Arbeit soll der engeren Zusammenarbeit unserer. Turner und Sportler dienen. Die Ziele sind für beide dieselben, der Weg ist der gleiche, also warum Differenzen? Wir haben keine Zeit zu verlieren auf unserem Wege, wir dürfen in derartigen nutzlosen Kämpfen nicht unsere Energie verschwenden. Den Luxus mögen sich die anderen erlauben. Wir nicht, wir find zu wenig dazu und unsere Arbeit ist groß, Hand in Hand, Schulter an Schulter sollen - Turner und Sportler daran gehen, unsere Jugend zu stärken und zu kräftigen, zum Wohle unseres Volkes, zum Wöhle der ganzen Menschheit! zehnter Führer in ihre glorreichen Rei'hen ausgenommen worden. Ich war nicht etwa Führer Nummer vierzehn, sondern von allen Mitgliedern, der Bande der Vierzehnte an Wagemut und Bedeutung. Imnierhin hatte ich nur dreizehn Vorgesetzte. Ms niedrigste Sprosse der Detter wurde auf mir am meisten herumgetveten; aber das war süßes Dulden, das Dullden des -werdenden Helden . . . Als ich ,^udlow Streeter" wurde, tat ich das letzte Restchen der Kinderkleider von mir ab, und das Leben würde Wirklich» ilichkeit . . . Also eile ich fort, schweigsam, geistesabivesend, ein Mann von Bedeutung . . . Dn-M Philipps Stimme aber hält mich zurück. Unterdessen knabbere ich eifrig an meinem Apfel. Da redet Onkel Philipp wie ein Rabbi am Fasttage. Er schüchtert ein; nicht eigentlich er, aber seine Art und Weise, jüdisch zu reden. Das ist eben nicht nur jüdisch; sondern eine interessante, rhythmische, logische Sprache . . . Jüdisch, der Jargon der „Grünhörner", der Eingvwanderten, wurde von den Ludloüv Streetern, die sich mächtig ihres Amerikanertums bowußt waren, verachtet. Aber sogar die Bande -hütete stch vor dem „grünen" Onkel Philipp und ließ -ihre Scherze, denn er begleitete sein Jüdisch mit Gesten, die schmerzhafte Erinnerungen Hintevließen. „Nu, Ieschiwe-Bocher, wos fogstu? Wie a Wind — arein un araus. Ehappen un awek. Fartig. Un wos is mit deine gesellschaftliche Pflichten, dein kindlicher Respekt? Wos iwillstu werden? A Mensch for Menschen? Oder a Kutscher, a Ehawer (Gesellschafter) fax Pferde? Nrt — wos sogstu jetzt?" ,/Talke, wos sogstu;" fährt die gute, mildstrasende Mutter fort. Mein Mund ist vollgestopft mit Brot und Apfel, und ich ersticke fast vor Entrüstung, als sie mich lbei meinem verhaßten Kosenamen nennt — „Zigele". Papa schaut in feiner trübselige» Art zu; er hockt in feinem Stuhle wie immer — zu müde, um zu reden. Seine Augen leuchten dankbar zu dem jungen und kraftvollen Philipp auf, dem Famiilienmentor, den er idoaldsi-ert und den er solliebt. , , gerade, als ob er nicht seinSchtvager wäre. Philipp, erklärt er, sei sein Stern der Hoffnung, der den s. Gsptember 1928 Nr. «S Wiener Amateur-Sportverein, St. Veit X111-, Anhofstrasse Nr. 73 Verbindnnnbabn! Station St. Veit». d. W. OQrtellinle: Unterst. Veit. Vorortelmie: Station Banwgsrten Straseenbthm S7,58.157.59,60,51 51 Dienstag (Feiertag), 8. September */,3 Uhn M.T.K.-Amateure (Budapest) •/,5 Uhr: Slavla—Hakoah (Prag) UM8 Kartenvorverkauf Wi ner Amateur-Sportverein. I , Lillenvasse 1 (?l*l-565: Kartenbureau Lugeck 7; Stadion, II., Franzen-bruckenstrasse 24; Hakoah, II.. Schlf imtsgaase 15; Pohl, VL Mamhilferstrasse 5; Baitaxe, Vl> , Manahilferstrasse 128; Orünfeld, VI., Wallgasse 2t; Lazar, «X, Kobngasse 13 Die Mische Turn- und Sportbewegung in der Schweiz. Aus dem bet der Makkabi-Tagung in Wien gehaltenen Reser« Der Jüdische Turn, und Sportveüband der Schlveig mi faßt zurzeit fblaende beittagspflichtige Vereine: Jüdisch, Turnverein B ai e l mit Mtivsertion, Damenstktion, Ingen! Lektion, Mädchenliektion, Fußlballabteilung, insgelsantt 260 M! glieder. Hakoah (Zürich) gehört nicht unserem Verbau! an, dieser Verein ist nicht als Mischnational zu -betrachte nur der Name ist jüdisch. Im Sinne der Statuten der Zürich, Hakoah können auch Nichtjuden auisgLn-ommen werden. Ti« ist bereits einmal der Fall gowesen. Der Bund jüdische Jung Wanderer nrit 30 Mitgliedern in Zürich hört unlsovom Verbände an, ferner der Blau-W'iß-Wande bunid Bern, mit Sportabteilnngon und 60 M'tgueder Früher hatten wir noch eine kleine Sektion in Genf (Sb denlengruppen, welche turnten) und in St. Gallen. I Basel sind eine Tennisschule und ein Wanderbund gegvünd worden. Wir sind bestve'bt, neue Vereine zu gründen und tz bisherigen zu vergrößern. Unser Kreis hat bereits zwei Beitragszahlungen c\ macht. Mit Rücksicht auf unsere Beteiligung am eidgenösj schen Turnifest waren wir gczlrnngen, uniere Vereine vi Beiträgen für.dieses Jahr zu befreien. Die Beteiligung i Gens hat der jüdischen Turnerschaft der Schweiz, welche nie ganz 500 Mitglieder umfaßt, über 3000 Franken gek.st, Auch die jüdische Gemeinde Genf wurde von unserer nati nalen Begeisterung mitgerissen. Wir sind im Begriffe, ei> neue Statiistk unseres Verbandes auszustellen. Momentan a beiten wir mit Spenden, Vorschüssen und unterstützenden Mi gliedern. Wir versuchen, die Stimni-ung Genfs auszunntzen, n dort wieder eine Sektion zu gründen. D'e dortigen Student! sowie die Ste Sioniste hÄben ihre Mitwirkung vevsprocho Die Beziehuirgen zum Eidgenössischen Turnvevband sind ausg zeichnet. Wir treten als j üd isch n a ti on al an Die Turnbehörden der Schweiz vertreten die Auffassung^ d« in der Schweiz ein deutscher, frianzisischer oder jüdisch, Turnverein Aufnahme finden kann. In religiöser Hi, sicht nimmt man auf uns Rücksicht. Der schwe'zerrft Tnrnverband hat ersucht, darauf h'mznweisen, daß der M sche Verband w ansgebant werden muß, daß wir alle Mist Positiven Landesverbände anfnehnien können. Die Makkalbin sind die Träger, der Medergelburt jcn, Muskültums, welches dem jüdischen VoKe neue Kraft ui Lebenslust geben wird. Möge die Tätigkeit des Makkabi-Wsltverbandes b tvivken, daß ein neues junges Geschlecht von Makkabäe, heranwachse, die fähig sind, an dem Aufbau uniseres Land« und seiner Wiedergeburt volllräftig mitzuwivken. Pfad aus der Wildnis erleuchtet — aus der Wildnis id> „Sweatshop" (Schwitzbude). „Bedenke," rezitiert Philipp im besten Talmudsti „dahm, vergangen sind die jungen Tag>e. Heut' bist 1 nenn." . . . Dann folgt eine feierlliche Panse . . , „Morgi beginnt dein zchntes Lebensjahr..." ,/Bis hundert Jahr, Zigele" Zigele! Zigele! Ewig das Zigele! Der Fluch nie-ines L bens! Die Ludlow Streeter kennen mich bei keinem ändert Na-nien. Sie begrüßen mich mit Mah-niä^äh und zupft mich am Kinn, als ob sie an einem Barte zausten ... El schöner Kosename! Andere Kinder wurden nicht mit eine, solchen Namen bedacht. Man nan-n-te sie vielleicht „Papab (lBäterchen) oder „Sadel" (Großväterchen) oder „Herzeile nur ich, ich war zur Verachtung als „kleine Ziege" gezeic! net. Warum? Philipp steht auf und stellt fein -Glas aus den Tisi! Damals konnten wir uns keiner Untertassen rühmen. M einer galanten Bevbeugung nimmt er der Mutter 5m Glas ab. Vater nagt noch immer an einem Stückche Zucker und trinkt ab und zu Aufrieden schlürfend eim Schluck Tee . . . Ms Philipp zwilsichen die Lampe m den Tisch tritt, tanzen Schatten an der Mand, Schatte, die die Geistalt von Ziegenböcken an nehmen und übt mein Mißbehagen höhnisch nieckern. Und ich möchte etwa nach ihnen 'werfen. ,Meyer," sagt Philipp und droht mit dem Finge, ,/gedenk', Evlerntes ohne Erziehung ist wie Kugel ohl Griewen. Es ist Nahrung ohne Geschmack; und so au, >beim Mann — ein Bursche ohne Manieren." „Ach — gee", verteidige ist mich englisch. „Ich Hai nicht Zeit für alles." Eine schnelle, vorwurfsvolle Geiste mahnt ni-ich \ schweigen. ' „Sprich Mamme-Itoschen zu niir, nicht diosos okelhaf Kauderweisch der Straße. Wieder -demütigt er mich — er, das Grünhorn. 0 weiß, daß ich kein gutes Englisch spreche. (Fortsetzung folgt.)

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