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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-22 · Heft 2335 (22.8.1925) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2335 (22.8.1925)
Date
1925-08-22
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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Seite 11 Wien» Samstag Wiener Moraenzeitung 82. August 1988 Dar Kongreß-rurn- «ad Sportseft. Heute abends wird das Fest im Olymp ras aal fortgesetzt werden. Die Produktionen der Fechter, die Kämpfe um die Klubmeisterschaft Hakoahs, den die hervorragenden Ringer der jüdischen Mannschaft austragen werden, die Teilnahme der Ringer vom Agramer Bruderverem sowie 'das Debüt der jungen Kadimah-Stemmer werden einen sehenswerten Beweis vom sportlichen Können nn>d der Kraft der Mischen Jugend liefern. Weizmann und Sokolow beim morgigen Massenaufmarsch. Den H-ichepunkt des Festes bringt der morgige Tag. Der koahHZlah in der. Krieau wird vom frühen Morgen ab der Mrplah jüdischen Sportlebens sein. Die Temrisentschrkdungsspiele, der Hockeyländerkampf der Mischen Teams Oesterreichs und der Tschechoslowakei, Ring- und Fechtvorführungen sowie leichtathletische Konkurrenzen bilden einen Teil des Programms. Nachmittags ab halb 3 Uhr findet das große Schauturnen statt. Der feierliche Aufmarsch von 2000 jüdischen Turnern und Turnerinnen aus aller Welt wird in Anwesenheit der Exekutive, in Gegenwart,W «i z m a n n s und S o k olows, die Ansprachen halten werden, vor sich gehen. Karten sind ffit haben: Im Sekretariat des Jüdischen Turn- und Sportverbandes, 2. Bez., Schiffamtsgasse 16 (Hakkxch-Klubiheim), bei der Konzsrtdirektion Guttmann, 1. Betz., Kärntnerrmg 3, an den Kassen des Konzerthauses und auf dem Sportplatz. Der gestrige Tug. 100 Meter (Vorlaufe). 1. Vorlauf: 1. Hübsch 118, 2. Feuerstein, 3. Schwager 12. 2. Vorlauf: 1. Ostersetzer 11'7, 2. Tichler, 3. Flink 12-1. Laufen über 60 Meier (Jahrgang 1909). 1. Vorlau f r 1. Freund 7'9, 2. Schwenk, 3. Schwager 8-1. 2. Vorlau s: 1. Steiner (Tschechoslowakei) 7'S, 2. Bleier (Oesterreich) 7'7, 3. Metzel (Oesterreich) 7-8. Laufenüber 800 Meter. 1. Auerbach (Deutschland) 2: 07,6, 2. Frankl (Oesterreich) 2 :10, 3. Engl (Oesterreich) 2 r 14, Simon (Erez Israel) aufgegeben. Laufen über 200 Meter (Jahrgang 1908). 1.Vorlauft 1. Fürst 26-4. 2. Bleier 27'1. 2. Vorlauf: 1. Bergmann 25*6, 2. Großer 26. 3. V o r l a u f r 1. Sitzer 25-6, 2. Tichler IL 25 8. Stafettenlauf über 4X400 leier. 1u Oesterreich 3 :146 (Tichler. Dukes, Hübsch, Ostersetzer). 2. Deutschland 3:41 (Auerbach, Flink, Jockl, Treumann) 3. Oesterreich (Feuerstein, Kurz, Frankl, F. Kohn). Weitsprung mit Anlauf (Jahrgang 1907). 1. Jockl 6-63, 3. Schlesinger (S. H. S.) b'46, 3. Bergmann 5'35. Stabhochsprung. 1. Htrschler (Hakoah, New Aork) Z Meter, 2. Aluf 2'80 Meter, 3. Dr. Friedmann 2 6» Meter. Weitsprung mit Anlauf (Jahrgang 1908/1909). 1. Sitzer (S. H. S.) 5-36. Hochsspruug (Jahrgang 1907). t Jockl (Deutschlmü») 1-55. Weitsvrung mit Anlauf. 1. Hübsch 6-21, 2. Re, »mann 5-66. L -2 « f e it über 400 Mete r (Jahrgang 1907). L Jockl (Deutschland) 55'4, 2. Grünwald 59 2, 3. Weiner Handbreite. Kricketballwerfen (Jahrgang 1909). 1. Freund (Tschechoslowakei) 76 55 Meter, 2. Spielmann (Oesterreich) 71'95 Meter, 3. Steiner (Tschechoslowakei) 6717 Meter. Laufen über 400 Meter (B o r l ä u f e.). 1» Vorlauft 1. Treumann (Deutschland) 56-2, 2. Dukes (Oesterreich), 2. Vorlauf: 1. Dichter. 2. F. Kohn. Laufen über 100 Meter (Jahrgang 1907). I. Vorlaufrl. Reinisch (Tschechoslowakei) 12'4, 3. Seidt 2 (Oesterreichs. 2. Vorlauf: 1. Tichter (Oesterreic^^12, f. Jockl (Deutschland). 3. Vorlauf; 1. Schlesinger 8. Klug (Oesterreich) 8'80 Meter. rgo« Hirschl (Oester- (Jugoflawien) 9-31 Meter, Kugelstoßen mit b Mlogramm-Kugel (Jahrgang 1908). 1. Hirsch! (Oesterreich) 11-67» Meter, 2. Fantl (Tschechoslowakei) 10 56 Meter, 3. Schier (Jugoslawien) 9'62. Die Fecht- und Tenniskämpfe. Den Schiedsrichtern stellten sich 18 Man« im Florett und 15 Mann im Säbel. Es wurden durchwegs schöne Kämpfe geboten. Für die Schlußrunden qualifizierten sich: Florett: Ing. Farkas, Strauß. Lion (alle Oesterreich. Hakoah). Ha,du (V. A. C. Budapest). Dr. Silberberg (I. A. B. Kadimah) und Berger (Hakoah, Wien). I m S L b e l: Dr. Fodor, Tanezos, KovaeS, Perlstein (alle V. A. C. Budapest), ferner Ing. Farkas und Heß (Hakoah. Wien) Alle diese treten heute zu den Schlußkämpfen im Olympiasaal an. Die Mannschaftskämpfe ergaben folgende Resultate. Florett: KrelS Oesterreich besiegt den Kret» Ungarn 13 r 3. I m S L b e l schlägt Ungarn Oesterreich 11:5. Tennis: Ben Rubi (Erez Israel)— Glaß (Tschechoslowakei^) 6:2, 6:3. Lazar lErez Israel)—Schick (Tschechoslowakei A) 6 : 8, 6 :8, 4 : 4. Wegen Dunkelheit abgebrochen. Das Programm für heute abends. Fechten, Ringen «nd Stemme». Olhmpiasaal, Wien, 1. Bez. Rotg.. V98 Uhr abends. Fechten, Endkämvfe. (Ungarn. Jugoslawien, Oesterreich.. 1. Florettschlnßrunde. Schlußkampf der vier besten Florettfechter. 2. Schaukcinpf, Frl. Erna Teller (Graz', gegen Stephan Berger (Wien). 3. Sabelschlußrunde, Schlußkampf der vier besten Säbelfechter. Ringen. Klubmeisterschaft des Sportklubs Hakoah für das Jahr 1925 Federgewicht bis 61 Killogramm: I. Grünlpan, N. Schidlow, I. Flamm, O. Metzl, H. Weinberg. — Leichtgewicht von 61 bis 65 Kiloaramm: S. Birnholz, L. Schlanger, Dr. S. Kamelhaar, Franz Müller, Jul. Ellner. - Mittelgewicht von 66 bis '5 Kilogramm: H. Bergmann, P. Steinhardt, Josef Bauer, I. Birnbaum. W. Beer, E. Koppel. F Kohlbauer — Sch w e r g e w i ch t über 75 Kilogramm: N. Stern, Ing. R. Kadmon. Die EntscheidungSkämpfe.dauern 10 Minuten. Sollte in d eser Zeit keine Entscheidung fallen, so werden 10-Minuten- Kämvfe nachgetragen, bi» eine Entscheidung, eventuell nach Punkten, gefallen ist. Die vier Kreismeister ringen daun um den Ehrenpreis der Hakoah. Da* SchiedSg-richt besteht aus den.Herren Rudolfer, Goldmann, Fünfer, Schidlow, Bita und Markus. An den Rtngkämvfen nehmen auch teil die Herren: Berger Eduard und Pollak Stjepan (Zagreb). Stemmen. Sportklub Kadimah (Wien.) Hrkoah (Wien) in BeMslaiSa. Hakoah spielt morgen gegen Makk-abä a ln Bratislawa. Dem Spiel der beiden Machen Mannschaften wird in Preßburg mit großer Spannung eutgegengel-chen, da man vom Können der Hakoahn-er begreiflicherweise ein höchst genußreiches Match erwartet. Hakoah wird trachten, nach Möglichkeit seine stärkte Mannschaft nach Preßburg zu schicken. Grünwald erlitt im Eupkampf gegen Rapid eine schwere Kmeverletzung und kommt für Monate nicht in Betracht. Falls 'die anderen im Rapid-Spiele verletzten Hakoahner schon spielfähig sein sollten, dürfte Hakoah folgende Mannschaft stellen: Fabian; Wegner 1 und 2; Fried, Heß, Pollalk; Neufeld, Häusler, Wortmann, Eisenhoffer, Schwarz. Häusler ist gestern in Wien eingelanF. Er Hat, wie uns mitgeteilt wird, die Verständigung von der Vorverlegung des RlHd-Matches zu spät erfahren. Hakoah-Fußballsektion. Das regelmäßige Training Mrd am Dienstag den 26. d. ausgenommen. Es findet statt: Am Dienstag und Donnerstag für die erste und Reserdomannschast. Am Mittwoch und Freitag für sämtliche Jungm-annschasten. Sämtliche Spieler werden achgeifordort, sich zum Training pünktlich einzusinden. D. F. C. (Prag)—International. Heute um 8 Uhr aus dem Jnternational-Platz. _; i . A '* % t'tp&gsf' 1 X'i : // t'fAisv '<4 , ' /'///*< K f, '"''S' -,y', «' ll 'M& '/Mf/jfaiV'-/1'*/’' 'm!* h. I h W' I % l- Skr. 8888 OTTO OTTO Zur Ausübung meiner Tätigkeit hebe lob mleh ln Berlin niedergelassen und behandle In dem Hrafllch geleiteten MMilMIi« Hibslatoriin Tel. Blem. 3636 O. m. b. H. Tel« Btsm. 3633 Berlin.Kurfttritendamin62 Behandelt werden mit firztlioh nachgewiesenen Erfolgen selbst angeblich hoffnungslose Erkrankungen psyohogener Art, wiet QemOtS'Letden Spradi«Leldea SexuaUfftnrnien PUfauKtT NerrSee Kopffifcncna lfdtlae /Meualtfle Voruntersuchung durch Ärtzl. Autorftäl tSglloh von Uhr Meine Brosdit){e »IMe Helion« der Seelg* 1094 ist zum Preise von M. 2.— bet obiger Adresse beziehbar Sie kSrperNche Srzlehm» in §rea Israel. Von Dr. E. ^imon (Haifa). Es wird interessieren, etwas von der' körperlirchen Erzichung an den Mischen Schulen Palästinas zu hören. Ich will jedoch heute nicht allgemein über alle Schulen des Landes sprechen, sondern speziell von der Haifaer Realschule, an der ich seit mehr als einem Jahre in der Leitung der körperlichen Erziehung tätig bin. Zur Voraussetzung will ich in wenigen Worten den Charakter der Schule zu zeichnen suchen. Die hebräische Realschule in Haifa ist nicht eine Realschule im europäischen Sinne, obwohl die Abschlußprüftmg der obersten Klasse zum Universitätsstudium berechtigt. Vielmehr stcht im Mittelpunkt des Schulbetriobes neben den wissenschaftlichen Fächern das Handwerk bei den Knaben und Hausarbeit bei den Mädchen. Zu diesem Zweck steht eine umlfangveiche und mustergültig eingerichtete Werkstädte zur Verfügung, die in zwei Slbteilungen — Schlosserei und Tischlerei — zerfällt, außerdem besteht für die jungen' Schüler eine Buchbinderwerkstatte. Die Nähstube und die SchnMche geben den Mädchen Be-, tätigungsfeld. Es ist natürlich, daß eine Schule, die sich diese Aufgabe stellt, an wissenschaftlichen Unterricht sich nicht nur die Erreichung eines bestimmten Pensums zum Ziele setzt, sondern auch alles unter dem Gesichtspunkt des erzicherischen Wertes tut. In diesem Zusammenhang gibt man der körperlichen Grzichung gwße Bedeutung und ihre Wichtigkeit ist so allgemein anerkannt, daß sie in kömer Weise etwa hinter anderen Gebieten der Schule zurücksteht.; Allein, wenn auch der beste Wille bei Lehrern und Schülern vorauszufetzen ist, so stehen doch andere Hindernisie ent^ gegen, die bis heute die körperliche Erziehung noch nicht in idealer Weise durchführen lassen. Der Hauptmangel liegt in vielen technischen Unzulänglichkeiten, die dem Mangel an maten läellen Mitteln entsprechen. Das Haupt üb el ist vor allem - ^das Fehle «von Sportplatz und Turnhalle. DaS^ ^grlt nicht nur für die Schule, sondern für die Mische Jugend Haifas überhaupt. So, daß wir uns mit dem völlig unebene« und mit Feldstücken durchsetzten Schulhof begnügen müssen, der für den Lauf nicht zu benützen ist. Lauftvaining ist nur möglich am Strand zwischen Haifa und Akko, j-edoch ist diese Gegend, da sie noch nicht saniert ist, ivegen Malariagefahr ungesund, Ohne Turnhalle kommt man hier auch kaum aus, weniger zum Schutz gegen die Regenzeit, als vielmehr gegen die Sonne, die es von April bis Oktober fast un-möglich macht, zwischen ß Uhr morgens und'6 Uhr nachmittags zu üben. Jeder Schultag beginnt mit halbstündiger Gymnastik! für alle Schüler und Schülerinnen, die hierzu in sechs Wtersgruppen geteilt sind. Diese täMche Gymnastik hat die Durcharbeitung des Körpers zum Hauptzweck und ist nach unsere« Erfahmngen unter ZugrundelsMrg der schwedischen Gymnastik mtd deren neuzoitlichen Entwicklung in Dänemark (Rundsen-Bukh) durchgefuhrt. Die Gymnastik schließt mit einem leichten Laus bis zu ein-em Kilometer Länge. Nach einer Pause, in der Gelegenheit zum Duschen gegeben ist, -beginnt der Schulunterricht in der Klasse. Jede Klasse hat wöchentlich zwei Turnstunden, in d'-ene« gymnastische Ueb-ungen, Leichtathletik und Spiel getrieben toer* den, während das Geräteturnen etwas zurückgestellt ist. Als leichtathletische Uebungen kommen im wesentlichen nur Sprung und Wurf in Betracht. Die Ein-führung des M-edizmballes wurde sehr fr-eudig begrüßt und ist heute schon sehr beliebt. Bon Spielen hat heute noch Fußball Hauptinteresse; er wird teilweise so leidenschaftlich gespielt, daß man darüber den wahren Wert vergißt, den Fußball für die körperliche Erzichung habe« könnte. Seit Beginn des letzten Winters ist unter ärztlicher Leitung ein besonderes Heilturnen eingerichtet worden, zur Bekänrpfun-g der kindlichen Archenie, Rachitis sowie deren Folgoerschsinungen, wie Skoliosen und Kyphosen. Es werden hierzu besonders Klappsche Kriechübungen und Uebungen am Ribstol heran-gezogen. Bei denr großen Prozentsatz, der im ganzen Lande unter den Schulkindern Wirbelsäulendeformitäten austveist, wäre ein allgemeine Fürsorge auf diesem Gebiete durchzufühven. Bon einem Teil der Schüler wird ein BoxkurS eifrig besucht. Das Technikum hat einen Raum zur Verfügung gestellt, in dem wir durch eine größere Spende Boxbälle, Sands sacke und Punchinghälle angebracht und uns mit den nötige« Boxhandschuhen versehen haben. Am Lag b'Omerfeste fand zum ersten Male in diesem Jahve ein größeres Sportfest statt. Der äußere Rahmen war durch Lager der Z o f i m gegeben. Am Tage vor der Beranstalinyg wurde ein Riesenzeltlager rings um den Platz, der un» von den in Haifa wohnenden Deutschen (Templer, die sich um IM W Futz des KaMelK ansiedelten) zur Verfitzung MeA frafota <ler 8Fo,d-MoM.

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