Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2313 (30.7.1925)
- Date
- 1925-07-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Donnerstag Wiener Moeaenzektung 30. Juli 1925 Nr. 2318 l Waisenhaus« in Graz, die alle Annehmlichkeiten eines gesunden Landaufenthaltes genießen. Die Menschensrenn-de, die sich ihrer annchmen, sind keine bezahlten FurÄtiorräre, sondern , üben ihr Amt in uneigennütziger, selbstloser Weise aus. Die! Kolonie ist ein Wert des Humanitätsvereines „Nachlath Ieischurun" in Wien-West und erblickt ihre Aufgabe aus- (schließlich in der Ingendfiirsovge. Der langjährige, veridienft- .volle Präsident des Vereines, Herr Med. Dr. Karl Löwy, steht trotz seines hohen Alters noch immer im Dienste der Aktion imfc wird in seiner Tätigkeit von seiner Gattin, der menschenimligen Frau Anna Löwy, unterstütz!. Die Verwaltung ruht in den bewährten Händen des Vorstandsmitglieds Herrn Ignaz Neu seid und die Leitung selbst ist den Vorstandsmitgliedern Herrn Leopold und Frau Helene Kainitz anvertraut. Da die Mittel des Vereines sehr beschränkt 'sind, veranstaltet er Sonntag den 9. August eine große Vblks- : tombola tut Marienpark in Döslan, die Gewinne int Werte von 60 Millionen Kronen ermöglicht. Es wäre zu wünschen, daß diese Veranstaltung für die Ferienkolonie zu einem großen Erfolg werde, daß aber auch außerhalb derselben ihre betätigte Menschlichkeit jene Förderung und Unterstützung finde, die sie tatsächlich verdient. Bühne und Kunst. zehnjähriger Jubiläum der „Perez-Schriftstellervereiner" in Amerika. Aus New-Aork wird uns berichtet: Der I. L. Perez- Schriftstellerverein, die Organisation, welche sämtliche jüdischen Schriftsteller und Künstler in Amerika umfaßt, wird binnen kurzem das zehnjährige Jubiläum seines Bestandes begehen. Das Verbandspräsidium plant aus diesem Anlaß eine Reihe literarischer und musikalischer Veranstaltungen. Von bleibendem Werte werden jedoch insbesondere zwei Schöpfungen sein, deren Durchführung bereits in Angriff genommen wurde. Dir erste ist die Errichtung eines eigenen großen Kulturheims, von welchem die gesamte jüdische Kulturarbeit in Amerika ausgehen und allen jüdischen Schriftstellern, Journalisten und Künstlern, aber auch allen Verehrern des gedruckten , jüdischen Wortes als Arbeitszentrum dienen soll. Ueberdies wird bereits an der Herausgabe eines großangelegten S a mmelwerkes gearbeitet, das unter anderem die Biographie sämtlicher jüdischen Schriftsteller, Journalisten und Künstler in Amerika, die Geschichte der jüdischen Presse und Literatur in den Vereinigten Staaten und einen Ueberblick über die jüdischen Kulturanstalten in der Neuen Welt enthalten wird. Aus den Theatern. Burg garten. Heute, 8 Uhr abends (bei ungünstiger Witterung im Festsaale der Hofburg), Tanzabend des Cerri- Balletts (Rosa D'Orena, Trude Schönseld, Eugenie Stagl). Schönbrunner Schloßtheatcr. Sonntag den 2. August Erstausführung von Dittersdorfs Singspiel „Doktor und Apotheker." Johann Strauß-Theater. Samstag gelangt als Eröffnungsvorstellung die Suppesche Operette ,/Dl e große Unbekannte" zur Aufführung. L ust sp i elth e a te r. Als nächste Novität gelangt der französische Schwank „Das verzauberte Bett" bLe lit enchantee) von Auguste Achanne und Gaston Malot zur Aufführung. _ Der Hamlet-Stoff bei Pirandello. In London gelangte rin Drama des italienischen Dramatikers Pirandello zur Erstaufführung, welches den Hamlet-Stoff behandelt. Das Stück heißt ,Heinrich der Vierte", der Held des Dramas ist der Hofnarr des deutschen Kaisers, der 'bei einem Fest als Kaiser verkleidet ist, durch einen Sturz vom. Pferde irrsinnig wird und zwölf Jahre in der Einbildung lebt, Kaiser zu sein. Der Hof geht aus seinen Wahn ein und behandelt ihn als Monarchen. Ohne daß es die Umgebung merkt, ist aber der Narr wieder zu klarem Verstand gekommen und spielt seit Jahren den Verrückten. Das eigenartige Werk ist doll tiEr gedanklicher Schönheit und hatte starken Erfolg. Ein Rasputin-Drama gelangte im L e n i u g r a d e r Staatstheater zur Uraufführung. Es heißt „Die Verschwörung der Kaiserin" und behandelt die dramatischen Vorgänge der letzten Rogierungsjahre des Zaren sowie die Ermordung Rasputins. Rasputin beschwört die Jarin, ihren von der Entente beeinflußten Gemahl zu stürzen, die Zügel der Regierung in die Hand zu nehmen und mit Deutschland einen Seperatsrieden zu schließen. Sein Verschwörerplau wird aufg^eckt und Rasputin wich ermordet. Interessant ist, daß in dem aktuellen Drama auch der bekannte Banikier Rubinftein auftritt. Die hebräische Oper in Erez Israel. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Die erste satzungsgemäße Versammlung der Palästinensischen Opernvereinrgung, die anr 6. d. stattfand, zeigte, daß die Oper alle Aussichten sowohl auf finanziellen wie künstlerischen Erfolg hat. Der Vorsitzende Colonel Kisch stellte fest, daß die Gesellschaft sieben Opern heräusgebracht hat und 51 Vorstellungen gab. Das Zeichnungskapital betrug 1030 ägypt. Pfund, die Einnahmen aus den Vorstellungen 6300 ägypt. Pfund, was unter Hinzurechnung von sonstigen Einnahmen eine Gesamtsumme von 8639,50 ägypt. Pfund ergibt. Die Ausgaben für Gagen an die Künstler, Miete für Dekorationen usw. beliefen sich auf 8535,50 ägypt. Pfund. Es sind Schritte zur Schaffung eines Reservefonds für die Abnützung des Inventars unternommen worden. Die Aussichten der Gesellschaft für die nächste Saison sind durchwegs vielversprechend. Meisterschule für Maler in Erez Israel. Aus Jaffa wird uns berichtet: Der bekannte akademische Maler I. Teper eröffnte in Tel-Awiw in der Achad-Haamstraße eine Meisterischule für Maler. Der Schule ist auch eine Klasse .für Zeichnen angegliedert, deren Leitung dem Ingenieur I. Minor übertragen wurde. Radioprogramm. Heute Donnerst«-. 11 bis 1 Uhr r Vormittagskonzert (Programm nach Ansage). — 4 bis 6 Uhr r Nachmittagskonzert. StojanowitS r Liebchen am Dach, Walzer. Suppe: Banditenstreiche, Ouvertüre. Schubett: Der Wanderer. Gounod: Vision. Hmnperdinck: Hansel und Gretel, Phantasie. Ziehrer: Schneidig, Polka ftaneaise, LoSlafsen, Polka schnell. Strauß: Ztgeunerbaron. Potpourri. Ottinger r Wiener Rathausmann. Krauß r Wer weiß, wie laug der Liebe Rosen blüh'n! — V,7 Udr r „Quer durch Oesterreich". (Der Neusiedlersee.) — 8 Uhr: Wiener Symphonieorchester. Beethoven : Pastorale. F. Schubert r Deutsche Tänze. Johann Strauß: G'schichten aus dem Wienerwald. Gerichtssaal. j Der arische Bankskandal. Geistern traten 30 Beamte der! verbrachten arischen W o rv is ch- O cst c r r e: ch is ch c u? Bank gegen den Buchsachverständigcn Leopold M ü h lj b er fl er als Kläger im gen Eh re nb c l e id i >g n n g auf,! weil dieser in einer GläubiflerversamMuttfl erklärt hatte, daß ( alle Beamten an dem Zusammenbruch der Bank mitschuldig seien und daß nicht nur der Generaldirektor W a ld efl g, sondern auch sie auf die Aniklagebank gehörten. Die Beamten hätten einen organisierten .Kundenfang betrieben und die deponierten Effekten sofort verkauft, anstatt die Strafanzeige zu erstatten. Vor dem Oberlandcsgerichtsvat Doktor Weiß erklärte der Beschuldigte, daß er nicht die subalternen Beamten, sondern die leitenden Direktoren gemeint - habe, die neben Generaldirektor Waldegg mijschnldig waren, j denn es sei sonnenklar, daß ein jn der F in an zweit noch nie dagewefener B a n k s k a n d a l, wie der Zusammenbruch der Nordisch-Oesterreichischen Bank, nur durch das Verschulden der" leitenden Funktionäre sich ereignen konnte. Die ringelesteten Attsgleichäverhandlungen scheiterten, sodaß der Richte^ die Verhandlung zur Erbringung des Wahrheitsbeweises vertagte. der Aktienzahl emhergeht, gilt es überdies, überzählige Aktienbriefe aus dem Verkehr zu ziehen. Die alte Wtie der nmyestcllten Aktiengesellschaft muß daher in eine neue umgewandelt werden und nicht etwa «deshalb, weil sie sich in einen neuen Typus verwandelt, sondern deswegen, weil sie eil» neues Gesicht annimmt, ein neues Kleid anlegt. Währung, Nominale und Zahl der Aktien ändern sich. Die Aenderung, welche der staatlichen Genehmigung be« darf und mH der Gutheißung der Umstellung zusammen einzuholen ist, kann nun aus doppelte Weise durchgcführt werden; sie kann auf der alten Aktie angomevkt werden, so zwar, daß die alte Aktie durch Uebcrstcmpelnng umge arbeitet (adaptiert) wird, oder die Aktie muß ganz neu hergestellt werden. Dieser letztere Vorgang ist freilich der radikalere, äber auch kostspieligere, der bloße Ausdruck der Aenderung ist natürlich billiger, und cs bedarf hiezu, da der alte Mantel verwendet werden kann, bloß einer Stampiglie. Mit didsoin Vorgänge beschäftigt sich die soeben erlassene erste Goldbilanzen- Verordnung von: 17. Juli 1925, Nr. 230 B.-G.-M. Die Herstellung neuer Aktien hat natürlich mit dem Mantel auch den Neudruck von Coupon (Gewinnschein) und Talon (Ernencrungsschein) im Gefolge. Die Verordnung verweist dabei aus die hiefür vorbereiteten Mustert exbe- Damit ist diese Variante erledigt. Ist die Donau österreichisches Hoheitsgebiet? Der Donau- Dampsschis.sahrtsgesellischast war vonr Magistratischen Bozirksantte für den 3/Bezirk die Ersatzleistung für die an zwei Angestellte ansbczahltc Arbeitsloseninntcrstütznng vorgeschriöben worden. Da das Bundesministerium für soziale Verwaltung den dagegen ergriffenen Rekurs der Donau-Dampsschisfahrtsgcisellschas't äbwies, ^brachte die Gcisellschaft gegen dieses Ministerium die Beschwerde an den V e r w a I t u n fl sgerichtshof ein. Ter Beschwerde-Vertreter wies daran? hin, daß das Arbeitslosenvevsichernngsgeisetz die im Inland beschäftigten Arbeiter der Bersichcrungspflicht unterweisen wollte. Die beiden Angestellten waren aber nicht im Gebiete der Republik Oe,storreich beschäftigt und hatten auch nicht ihren Wohnsitz in Oesterreich, denn sie hatten keinen anderen Aufenthalts- und Beschäftigungsort als aus den die Donau zwischen Passau und Serbien befahrenden Schiffen. Dieser könne aber nicht als in Oesterreich gelegen angesehen werden, denn nach den Bestimmungen des D o n a u st a t n te s seien die „schwimmenden Fahrzeuge" der Gebietshoheit und daher auch der Anwendbarkeit der Gesetze der Uscrstaaten e n tzogen. Dies ergebe sich auch ans der Juternationalisiernng des Donaustromes im Artikel 291 des Staat sv er träges von S a i n t - Ge r m a i n. Jn der Gegenschrift des Bundesministerinms für soziale Verwaltung wird der Standpunkt vertreten, daß die Beschäftigung ans einem österreichischen Schiffe als Beschäftigung im Jnlandsgebict angusehcn sei. Der Verwalt u ngsge richt shos (Vorsitzender Präs ident Dr. S ch u st e r) wies die Beschwerde als unbegründet ab. Jn der Begründung wird horvorgohöben, der Donaustrom habe auch durch die Jnternationalevklärnng im Artikel 291 des Staats- Vertrages keines wegsei neArtExterritorialiiät oder Exemtion aus den Gebieten jener Staakeu, die er durchfließt, erlangt. Innerhalb der Grenzen der Ropublik Oosterreich hübe vielmehr die rechtliche Beschaffenheit des Donaustromes eine Aenderung uicht erfahren. Der Donaustrom ist nach wie vor als öffentliches Gut anzusehen. Durch pie Bestimmungen des Friedensvertrages wurde lediglich das B efah run gsrecht der Donau nicht bloß den Angehörigen der Uferstaaten, sondern auch allen anderen Staaten zugebilligt. _ > Volkswirt. Der Mienumtausch. Von Dr. Heinrich Schreiber. Die Umstellung der Bilanzen nach dem Goldbilanzengesetz bedingt bei Mtiengesellschaften organisch auch die Umstellung der Aktien. Sic wird aus mehrfacher Rücksicht nötig: es ändert sich infolge des Uebevganges der Rechnung von Kronen auf Schilling an sich schon die Währung, auf welche die Aktie lautet. Dies allein ist schon Grund für die Aenderung des Mtienbriefes. Es bleibt a'ber nicht bloß bei dem Währungswechfel des Nominales, sondern infolge der Neubewertung des Aktienkapitals und seiner Austeilung auf die Aktien im Rahmen der neugesteckten Grenztverte ändert sich auch sonst das Maß des Nennbetrages. Da jedoch mit dieser Neubewertung in der Regel auch eine Zusamnienlegung der Aktien und somit eine Vermehrung Ausführlicher bespricht diese Verordnung die Uoberst e mp elung. Dieser Aufdruck, der geigen Nachahmung zu schützen ist, hat in roter Farve und in einer bestimmten Größe zu erfolgen und ist womöglich ip der rechten Ecke des Alantels anzubringen. Der Wortlaut verweist auf den Um-- stellnngÄbeschluß und beziffert das neue Nominale. Bei Veränderung der Aktienza'hl ist die alte Miennummer durchzustreichen, die neue darüber oder darunter zu setzen und was dergleichen typische Maßnahmen mehr sind, die weniger Interesse bieten. Auf Sammelstücke (Kumulativaktien zu 25 öder mchr Stücken) finden die gleichen Anordnungen 'Anwendung. - ' Wichtig ist aber neben der Herrichtung oder Herstellung^ der Mtienfovmiularien der Hergang des Umtausches selbst. Diese Auswechslung hat grundsätzlich Zug um Zug zu erfolgen; hier die alten, da die neuen Aktien. Ist dies aber ansnahmsweise nicht möglich, dann können Wohl Zwischenscheine (Jnterimsscheine) ausgestellt werden, die aber nicht länger als vier Wochen laufen dürfen. Schließlich hat Umtausch und Bürsenkote eine Wechselwirkung nach der Richtung, daß in der Kundmachung über den Umtausch von Aktien, die nicht allefcmtt zur Börse oder zunl Handel zugelassen sind, die Nummern jener neuen Aktien' anzuführen sind, welche für die lieserbareu Stücke ausgetanscht werden. Der Unltausch oviveist sich daher als ein kompliziertes Geschäft, tvelches ebensowohl die Behörde als genchmigungsbefugte Stelle wie die Mtengesellschaft als Umtauschstelle und die Börse als Notierungsstelle befaßt, vor allem aber den Aktionär als Einreicher berührt, damit ihm für die alten Papierkronenanteile die neuen Goldaktien in gMihrlicher Ausstattung und Menge ab geführt werden. Alles dies gilt gleichermaßen auch für die im Ausland besiMichen Aktien, deren Ueberlstempelung, wie die Verordnung ausdrücklich vermerkt, auch im Auslande vor sich gchen kann. Allerdings taucht hier die Frage bezüglich des Auslandsstempels (StückgM'chr) auf, die nwglicherweise für di« neue oder überdruckte Aktie neu eingefordert werden könnte. Das Gesetz über die Goldbitanzen uimintt im 8 45 schon hierauf Bedacht, indenr der FntanzvEerwaltung die Ernrächtigung zur Hebung der Gegenseitigkeit erteilt ist. Den im Jtrlaud zirkulierenden Mtien ans jenen fremden Staaten, die die ebendort befindlichen Mtien heimischer Geisellschaften gübiührenfrei behandeln, soll auch die österreichische StückgM'chr nachgesehen werden. Nachdem der Uebergang auf Goldbilanzen, sei es im Wege der Austvertunig, Umstellung oder sonstiger Umbuchung allevtvärts in Schlvang kommt, dürfte die Eirchölung dieser Reziprozität umso weniger auf Schlvierigkeiten stoßen, als es sich um Urkunden handelt, die bereits einmal vergMihrt sind und durch die Unrftellnng nur ein neues Antliitz evhalten. K>ongreßzeitungs> )\ Abonnement! Ermäßigung der Bezugs* gebühr für Jugoslawien Wir haben uns entschlossen, den Wünschen zahlreicher Freunde aus 8. H. 8. entsprechend, die Bezugsgebühren für die Kongressausgaben (das ist kombiniertes Kongressabonnement samt Festnummer) von Dinar 110.— au! Dinar 80.- zu ermässigen. Ständige Abonnenten der „Wiener Morgenzeitung“, zahlen für das Abonnement der offiz. Kongresszeitung u. Festnummer (statt Dinar 50) Dinar 40.-^ Die Verwaltung der „Wiener Morgenxeltung“ „ Alpine Montangesellfchaft. Direktor Wilhelm Kux zuut Präsidenten gewählt. Gestern vormittags fand die Generalversammlung dev Alpine Montangesellfchaft statt. Dieselbe gestaltete sich zeitweise etwas lebhafter, als zwei Aktionäre eirwn Protest g e g e n die Geschäftsführung und die nngünstigerr Ergebnisse des Geschäftsjahres 1924 erhoben. Der Aktionär Stell wollte sogar einen schriftlichen Protest zu Protokoll geben, doch wurde die Protokollanfnalhnte verweigert, da in diesem Protest sehr scharfe Allgriffe gegerr die Verwaltung enthalten waren. Nachdem der Vorsitzende, Vizepräsident Kux, die Ursachen des schlechten Geschäftsganges doch Vorjahres dargelegt 'hatte, wttrden hierauf sämtliche Anträge der Vevwalttlng mit Stimineneinhelligkeit angettommen. Jn der darauffolgenden Vevwaltungsratsfitzung wurde der bisherige Vizepräsident der Gesellschaft, Wilhelm Kux, zum Präsidenten gewählt. Präsident Kux ist Direktor der Niedewsterreichischen Cskomptegesellfchaft uiub hat schon seit Jahren in der Vev-. waltung der Alpine mitgeavbeitet. Zu Vizepräsidenten wurden Dr. Albert Bögler und Dr. Artur S a l o m o nsohn gewählt. Außerdem wurden Mr. A. O. Cordin (New-Aork) und der Direktor der Niederöfterreichifchen Eskomptegesellschaft, Dr. Hermann Oppenheimer, in den Verwaltungsrat kooptiert.