Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2307 (24.7.1925)
- Date
- 1925-07-24
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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v kette 8 Wien, Freitag IRHett** MsrONtzeMmßl. 24. MN 1925 ~ Nr. 280T Sportnachrichten. Fußball. 8 Zote In Bialystol. Die Hakoah siegt in Binlystok überlegen. (Eigenbericht der „Wiener Mor^enseitnng".) Bialystock, IS. Juli. Die Hakoah trat in Bialystock gegen ein Team, das aus des Bereinen Z. K. S. und W. K. S. (MMtärverein) gebildet war, an und siegte mit 8:0 (1:0) Toren. Die Wiener .stellten folgende Mannschaft: Fabian; Scheuer, Wegner 2; Nenftld, Guttmann, Pollak; Schwarz, Häusler, Grünwald, Eisenhafer, Fuß. Das Spiel fand auf dem Militär-Sportplatz statt, welche Älntage recht nett genannt werden kann, die aber den Fehler hat. daß das Spielfeld etwas zu kurz ist. Die fair spielenden Polen kämpften mit großer Aufopferung. So lange sie be-i Kräften waren, konnten sich die Wiener nur schwer Torschußgelegenheitcn schaffen. Nach der Pause brachen pie Einheimischen völlig zusammen, so daß es nur eine Frage der Laune war, wieviele Treffer die Hakoah erzielen werde. Das einzige Tor vor der Pause erzielte Eifenhofer in der 9. Minute. Nach Seitenwechsel erüffnete Häusler in der dritten Minute mit einem gut getretenen Elfmeterstoß den Torreigen. Gleich darauf brachte derselbe Spieler den Stand auf 3:0. In der 9. Minute verwandelte Grünwald eine Fl.'nke von Schwarz. Vom Abstoß weg bemächtigte sich der Hakojh-AmgrU des Balles und Fuß bucht den fünften Treffer. Nun folgen zwei Lattenschüsse Gisenhofers. Das Produkt einer schr schönen Kombination war der "von Grünwald in der 2o. M'nute erzielte sechste Treffer. Die /beiden letzten Tore fielen in der 29. Minute durch Häusler - und litt der 33. Minute durch Grünwald. M>it diesem Resultat gab sich die Hakoah zufrieden und beschränkte sich bis zum Schlußpfiff darauf, ein lehrreiches Spiel vorzuführen. Dem von einem Oberleutnant schr gut geleiteten Spiel wohnten 5000 'Zuschauer bei. _ Die Hakoah in Polen. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeituug".) Freitag mittags verließen wir Warschau und langten um "halb 5 Uhr nachmittags lirt Bialystok an. Am Bahnhof hatte sich eine Unmenge Menschen einggfunden, die uns einen begeisterten Empfang zuteil werden ließen. Wir wurden -im Triumph in unser Hotel gebracht. Die ganze Stadt war uns den Beinen. Abends gab es uns zu Ehren eine Festvorstellung im Kino. Es wurden nicht nur die in diesem J-ahre .ausgetragenen Spiele, sondern auch die Hakoah-Spiele in 'Polen vom Vorjahre abgedrcht, sevbstverstäMich unter nicht -endenwollendem Beifall der zahlreich erschienenen Menschenmenge. Am nächsten Tag war das Wettspiel gegen das reprvlsentative Team der Stadt Bialystok, welches aus Militärlfußballern -und Spielern des hiesigen jüdischen Sportklubs zusammengesetzt war. Wir konnten die schwache Mannschaft mühelos 8:0 -(1:0) Magen. Das Spiel war schr einseitig. In der ersten Halbzeit war Effenhpfer der Torschütze. In dieser Spielzeit . zeichnete sich beim Gegner bloß der jüdische Tormann F r ä n- .k e l aus, der eine Unmenge Schüsse unserer Stürmer in Prächtiger Manier hielt. Nach der Pause brach der sich bis dahlin tapfer wchrende Gegner vollkommen zusammen und wir führten richtigen Propagandafußball vor. Die Tore erzielten der Reihe nach Häus- Ller^(Elfer), Häusler, Gvünwald, Grünwald, Fuß, Häusler, -'Grünwald. Nach Schluß wurden wir, wie hier üblich, begaistert «Männert. Zirka 5000 Zuschauer. Schiedsrichter sehr gut. , Wir bestritten das Spiel -in folgender Aufstellung: Fabian; Scheuer, Wegner 2; Neufeld, Guttmann, Pollak; Schwarz, Häusler, Grünwald, Eisenhofer, Fuß. Zu erwähnen ist noch, daß Guttmann zu diesem Spiel .'..reicht aufgestellt wurde, weil er übermüdet war. Es wurde dies 'irr der Stadt bekannt und die Folge war, daß bei Guttmann i.«me Deputation erschien, die es bald durchsetzte, daß er nachpmsttags antrat. I-.L.B.IUUJ-. Hakoah-Makkabi (Mlna) 6:0 (3:0). Um 8 Uhr früh verließen wir Bialpstok und kamen um 8 Uhr in Wilna an. Auch hier hatten sich viele Menschen zu unserer Begrüßung eingefunden. Wir begaben uns sofort in unser Quartier, um uns vor dem Wettspiel noch auszuschlafen und das taten manche so gründlich, daß sie sogar das Mittagessen verschliefen. Unser Gegner, den wir im vorigen Jahr 11:1 schlugen, hat sich seit dem Borjahr stark verbessert, befleißigte sich aber einer sehr derben Spielweise, die nur bei Pollak die richtige Gegenwirkung fand, so daß' im späteren Verlauf des Spieles die Gegner etwas zahmer wurden. Zchn Minuten vor Schluß zog sich der gegnerische rechte Hals bei einem Zusammenstoß mit Wortmamr durch unsinniges Dre.infahren einen Kmöchelbruch zu. Wir spielten in folgender Ausstellung: Beer; Scheuer, Wegner 2; Neufeld, Heß, Pollak (Krausz); Schtvarz, Häusler,' Fabian, Grünwald, Wortmann. Nach 20 Minuten zog sich Scheuer eiine leichte Zerrung zu, die ihn zum Ausscheiden zwang. Seine Stelle nahm Pollak ein; dieser wieder wurde durch Krcn,sz erseht. Fabian, welcher sich als Zentevstürmer nicht lbewährte, spielte in der zweiten Halbzeit Linksaußen, Wortmann iu der Verbindung und Grünwald im Zentrum. Das Spiel war auch hier wieder schr einseitig. Es wäre nur zu ertväihnen, daß Beer nicht einen einzigen Ball zu halten bekcnm Die Tore erzielten Wortmann, Grünwald und Häusler in der ersten Halbzeit, Wortmann unh Häusler (2) in der zweiten Hälfte. Zirka 6000 Zuschauer, Schiedsrichter schr gut. Der Länderkampf Polen gegen Ungarn. Ein Unbeteiligter über das Spiel. Wie wir bereits berichteten, siegte Ungarn vergangenen Sonntag nach einer langen Serie von Mißerfolgen in Krakau gegen Polen. Im folgenden geben wir die gewiß unvoreingenommene Ansicht eines tschechischen Augenzeugen wieder. Aus dem Rückweg von Göteborg trug Ungarns Auswahlmannschaft das Länderspiel gegen Polen aus. Das Spiel sa-nd vor 8000 Zuschauern (eine Rekovdziffer für Krakau) auf dem Wisla-Platze unter der Leitung des guten Wiener Schiedsrichters Braun statt. Gegen alle Erwartung erwiesen sich die Ungarn, deren Team stark überspielt ist, als die besseren, ^.rch ist aus dem Sturm in die Deckung zurückgegangen und ha: das Anlt des Angriffsnihrers Holzbauer aus Stemämanger uberlassen. Diese Umstellung bewährte sich und trug wesentlich zum Erfolge der Ungarn bei. Polens Team, in welchem neun Spieler des polnischen Meisters Pogon eingestellt waren, bot insofern eine arge Enttäuschung, als die Stürmerreihe viel zu langsam war. Außerdem beging das Hals den argen taktischen Fehler, sich zu nähe der eigenen Verteidigung zu postieren, so daß wohl die Verteidigung gestärkt, der Angriff aber lahmgelegt -war. Die Leiden Flügelstüvmer sowie der sonst gute rechte Verbindungsmann Dr. Garbien waren die schwächsten in: polnischen Team, in welchem nur der Mittelstürmer Kuchar und >der rechte Verteidiger Kaczor im Verein mit dem famosen Tormann Görlitz befriedigen konnten. Im ungarischen Sturm klappte es diesmal vollkommen im Zuspiel. Nach offizieller Begrüßung des ungarischen Teams diirch die Vertreter der Sportbehörden und nach Jntoniernng der ungarischen nnd polnischen Nationalhymne durch eine Militärkapelle begann das Spiel mit dem Anstoß der Ungarn. Die ersten 15 Minuten zeigen einen offenen Kampf, wobei jedoch eine gewisse Aengstlichkeit in der polnischen Mannschaft nicht zu verkennen ist. Ter polnische rechte Verbindungsstüvmer Bacz hat gleich zu Beginn eine gute Chance, schießt aber daneben. Nach der ersten Viertelstunde -kommen die Ungarn in Schwung und geben sofort der polnischen Verteidigung arg zu schaffen. Vor dem Tore sind sie allerdings unschlüssig und vergeben eine Reihe sicherer Gelegenheiten. Auch sind, sie merklich vorn Pech verfolgt, da mehrere Schüsse an , die Latte gehen. Der polnische Tormann Görlitz sängt überdies eine Reihe scharfer Schüsse. In der 18. Minute schießt Winkler den polnischen Verteidiger Kaczor, der mit dem Gesichte dem eigenen Tore zugewendet. ist, an, der Ball springt von der Hano des Spielers ab und der Schiedsrichter diktiert einen Elfmeter; doch Jenny schießt Len Ball zu schwach, so daß er von Görlitz gehalten wird. Die zweite Spielhälste sieht die Ungarn bauernd in Front, doch lassen auch sie, von den Strapazen der Nordlandreise erntiiMt, offensichtlich im Tempo nach. Ihr erster Treffer Mt in Ver 17. Minute aus einem Freistoß durch WiiMer. Die restliche Spielzeit ergibt ein dauerndes Bombardement deS polnischen Tores, wöbti die Polen sich nur ans vereinzelte Durchbrüche verlegen können. In oer 33. Minute erhält Holzbauer das Leder von Takacs präzis zugepaßt und erzielt mit scharfem Schüsse das zweite Goal. Weitere Erfolge der Ungarn macht die polnische Verteidigung zunichte. Die Teams traten in folgender Aufstellung an: Polen: Görlitz; Kaczor, Ol-earczyk; Hanke, Fichtel, Gieras; Slonccki, Bacz, Küchvr, Dr. Gakbien, Szabakiewicz. Ungarn: Remay; Takacs, Holzbauer; Winkle»- Jenny, Peso-vnik; Orth, Kleber, Fogl 1, Fogl 2, Biri. Kongreftbureau urrd Sportfest. Alle aktiven und nichtaktiven Mitglieder des Maikkabi 3 werden hiermit dringend auf gefordert,, sich an allen Hebungen zum Kongreß-Schauturnen zu beteiligen. Zumindest ist es die Wicht jedes Turners, die Freiübungen mitzumachen. Die UebnngcU finden am Eislaufplatz des Augartens, bei schlechtem Wetter m der Turnhalle des Makkabi 9 statt. Turnzeiten: Herren und Zöglinge Dienstag und Donnerstag von halb 7 Uhr -abends an, Frauen und Mädchen Montag und Mittwoch zur selben Zeit. Der Nennungstermin für alle Sportdisziplinen ist bis zum 6. August prolongiert worden, Spätere Anmeldungen werden keinesfalls berücksichtigt. D«r Sportklub Rapid spielte vorgestern gegen Ga>is üit Göteborg 1:1 rin entschieden und wurde dadurch Sieger im dortigen Rundspiel. Den einzigen Treffer erzielte Wessely nach Halbzeit, nachdem die Einheimischen zur Pause mit 1:0 Toren tu der Führung lagen. Die Hakoah-Reserve spielt Sonntag in Thrnau gegen den dortigen Sportverein. Die gamoinsame Abfahrt erfolgt Sonntag um vierteil 10 Uhr vom Ostbahnhof. Der Bukaresier Meister Venus weilte Samstag und Sonntag in Czernowitz und -wurde an beiden Tagen geschlagen. Am Samstag unterlag er gegen Jahn 0:3 (0:1) und am Sonntag gegen Makkabi 1:4 <1:1). Bela Kestler (Ostmark) hat sich bei der Hakoah angemeldet und wurde bereits freigogebcn. Ivan Spitzer, der verdienstvolle Spieler und Kapitän der akademischen Mannschaft des Sportklubs Hakoah, promoviert heute um droiviertel 11 Uhr vormittags im FMaale der Universität zum Doktor der gcswnlten Heilkunde. Hagibor spielt am 2. August in Sauerbrunn. Hagibor-Semoren—Favoritener A. C.-Senroren 3:2. Die Torschützen der jüdischen Mannschaft waren Stern (2) und Scharr sen. Teitler, der Tormann des I. A. C., ist verletzt und es ist sragjlich, ob er an den nächsten Spielen teilnehmen wird,; Sludzka ((Kadimah) ist dem I. A. C. beigetreten. Der I. A. C. hat für die kommende Saison den Neubauex- Pilatz gepachtet,, . , j Leichtathletik. Die schwedische Zehnkampfmoisterschast, die iw Halms stadt (Westschweden) zur Enffchsiduug kam, wurde von Gwert Niolsson gewonnen, der mit 7459,47 Punkten eiinen neuen! schwedischen Rekord aufftellte. Die einzelnen Leistungen waren:. 100 Meter 11,8 Sek., Weitsprung 6,56 Meter, Kugelstoßen 11,48 Meter, Höchst»rung 1,80 Meter, 400 Meter 66 Sch, 110 Meter Hürden 18 Sek., Diskus 39,16 Meter, Stabhoch-! spruug 3,55 Meter, Speerwerfen 62 Meter, 1606 Meter 4:35,4. _,, Briefkasten. Josef Wolf. Klub für moderne GymMstik. /Gymnasium in der Wasagasse. : __ ' Aus den Vereinen. Hagibor. Heute Training, anschließend Spieler». Versammlung. Ab nächster Woche Trainimgstag Donnerstag. Theater von heute 5cdö«bru»«er Scftlo$$*Ch«ater: Die Puppe Lurggarte« (bei ungünstiger Witterung Festsaal der Hofburg): Symphoniekonzert -P TderNer in ckerIosekrlAckt: Die Jungfern vom Bischofsberg */a8 'Raimiittfl-theater: Die vertagte Nacht .^8 Lurttpieltdeater: Sally Davidsohn Cbealcr an der Wien: Ter Orlow V-8 Dr.vürgettfteater: Gräfin Mariza V-8 ^tzianübüdne: Der Weg zur Hölle 8 Iückirctze Sühne (Hotel Stephanie, < II. Taborstr. 12): Die Jüdische Neschume 8 ZilMüS Zentral (H.. Praterstern, Tel. 42295) r Großes Zirkus-Programm (Hans Moser a. G.). 8 9 Holel-Pension JXCEL5I0R“ i □ ■ 2 a a o ■ □ iiozs üRADO bei Triest Haus ersten Ranges, 2 Minuten vom Strand, bestrenommierte Wiener und französische Küche. Qrosser Speisesaal, spezielle Kinderkost. Ab 1. August wieder einige Zimmer frei. Massige Preise. Auf Wunsch Prospekt. Wie«, 3. Bezirk, Radetzkyplatz Nr. 1 Puntigamer Bier, stet» frisch vom Fab. Erllalstge» Menü 8 l.Ll) und Speisen a la carte. Ausschank vou au« Speziakittten-Wrinm. Schöner Abendaufenthalt,» %tt* rassengarten. Restaurateur: KARL HAAS BAD PYROWATH Neu eröffnet! Auskocherei des SCHOCHET UBODEK IpJBl a*W PINKAS LIEBERMANN 8297 Restaurant.WIENEA* "IBO Wien, II. Obere Donaustr. 91 ibo Vorzügliche Küche «o Palästina-Weine ABENDS MILCHIGE KÜCHE Papler-n. Scliilnn En gros Export 10951 En detail HEINRICH BOSCHAN Wien, I. 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Bezirk, Leopoldsgasse Nr. 18 M\m RUNDSCHAU1 das Zentralorgan der deutschen Zionisten Originalkorrespondenten In Palästina und tn allen jüdischen Zentren der Welt sorgen für eine lückenlose Berichterstattung Die theoretischen Grundfragen des Zionismus und des Judentums werden von den besten Jüdischen Schriftstellern behandelt xvn Abonnementpreis für Oesterreich: 8 3 vierteljährlich. Abonnements nimmt die Buchhandlung Rath & Präger, Wien, II., Taborstrasse 20 a oder die Expedition der „Jüdischen Rundschau“, Berlin W. 16, Meinekestrasse 10, entgegen »Jüdische Rundschau11» Redaktion und Verlag: Berlin W. 15, Meinekestr. 10 ^astlnngS» erleichterung beim! Wembahneu XV., Nariahilferstraße 138. Älephon 30.6.09. Schlafzrjimer.ltcht oder dunkel, 8 Kästet 2 Belte», 8 Nachtk., 1 Tifchj 4 Segel, 8 Einsätze samt Mltratze», 8»ö00.ooo K. Grobe /Auswahl in Speise« zinimeia, Küchen, Diwanen. Ottommen, EtnsShen, Matra- Sen. such einzeln abzuaeben. lrriS Ifrnbletbend. 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