Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2300 (17.7.1925)
- Date
- 1925-07-17
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 Merk, Freitag WSRifm MöVWMKVSW. M.FkK 1W3 ' mt* «WM' Dyu nm Nlm und Kino. Die Kontingentrevungsfeage. Dve-e FvE, von der man die ZuNmft der gesamten Mtuckvcmche abhängig machen tvvllte und die so brennend Wie«, daß crn^ewte «ihre Lösung Änmen zwei Wochen verlangten, loht nun scheinbar sehr stark nn der Intensität ihrer BohaMung nach und dies ist schließlich leicht zu begreisen. Nachdem die hiesige Industrie, die ihren Höhepunkt in einer Jahresproduktion von zirka hundert Filmen sah, durch die Erzeugung starke Einbußen an Geld und Kredit zu verzeichnen hatte, zog sie sich von der Fabrikation zurück und beschränkte sich gmn Großteil ars Derleih und Vertrieb. Es möge hier nicht untersucht werden, wer und was alles schuldtragend an den: Fiasko, das wir hier erMten, war; wollte man uirtersnchen, ob es auf seiten der artistischen oder der kommerziellen Kräfte war, so würde man sich kaum durch die Sturzfluten der Vorwü^e durcharbciien können, mit denen die eine Partei die andere überschüttet. Kr. vz und gut: Es genüge das Resultat, daß die Fabrikation — >im allgemeinen gesprochen — ihre Bilanz mit einem Dosizit vor: nicht ünboträchtlichen Gesamtsumnien schloß rmd daß ein Bank- >instittlt /heute schon über sehr viel Drallfgimgertum verfügen muß, um eine Filmerzeugr ng inr Lande zu sinarrziererr. Diese Eigenschaft kann aber heute vorr keinem Kredrtinstlittrt mehr verlangt werden. Es soll gewiß nicht geleugnet werden, daß die Leute, die Unsummen in Dan und Einrichtung moderner Ateliers steckten, ein Recht aus Amortisierung und Erhaltung ihres Kapitales durch die Industrie haben, auch nicht, daß artistisches Personal, das ars wirkliche Leistungen znrückblicken kann, zur Forderung auf Beschäftigung inr Laude selbst berechtigt ist und nicht zur Abwanderung nach Berlin und München gezwungen wird. Es darf aber keinesfalls übersehen werden, daß auch die Filmindustrie, ebenso wie alle anderen, in einer schweren Krise steht und daß sie nicht über die nötigen Kredite verfügt, die eine Prodr ktion, die sich auf den Weltmarkt behaupten soll, unbedingt erfordert. Zwingt man heute die Firmen, die imstande sind zu produzieren, selbst zu erzeugen, werden diese auf dem Gebiet des Ver triebes lahm gelegt werden und dieser Umstand wäre auch für die Allgemeinheit von Schaden. Denn das Verleihgeschäft selbst ist durch die scharfe Konkurrenz der Firmen untereinander, die hohe Lustbarkeitssteuer und die Zustände überhaupt keineswegs sehr ertragreich. Viele Unternehnmngen ermöglichen den Wiener Verleih, der mit großen Spesen verbunden ist, überhaupt nur aus den Ueberschüssen aus dem Monopolhandel in die Nachfolgestaaten, zu deren' Pauschallizenz eben auch Oesterreich gehört. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß Wien von dem Moment an, in dem es seine Bedeutung als Umschlageplap des Importifilms in diese Gebiete verliert, eine starke Beschränkung in Qualität und Qrantität der Programmierungen zu verzeichnen haben wird, hingegen eine ErhiMmg der Cintvittsproise, da der Kinobesitzer CENTRAL-KINO II. Taborstrasse 8 Telephon 42-3-41 Von heute bis 20. Juli Gesangsfilm mit Lotte Neumann unter Mitwirkung erstklassiger Operettenkräfte Beginn: */*7 und ®/*9 Uhr, Sonntags ab */45 Uhr bei Unlust des Publikums seinen Programme« gegenüber sein Weiterbestehen auf dies« Art sickern muß. Sott aber Wien, das nnbebingte Anrechte auf ein« Frlmerzeugung hat, mit dieser beginnen können, muß erst das notige Kaprtal» «unbeschadet des biHervgen Hcncheks, also von außen, beschafft werden. Jede Knebelung der Gnsuhr aber, die seinen Lebensnerv bedeutet, kann nur von allgemeinem Schaden sein. Vielleicht wäre auch nicht die Idee von der Hand zu weisen, daß die Stadt Wien selbst einen Teil ihrer Steuereinnahmen ans der: Kinos in einer städtischen Filmproduktion investiert. Kommt dieses Geld in richtige Hände, wird es gewiß Zinsen tragen und die Zahl der Arbeitslosen vermindern. „Die weiße Schwester," der Großftlm der ,Metro", wurde großer, neuer Erfolge wegen im Münjstedts Kirn opa last prolongiert. __ Die Filme der Woche. „Going Home". — „Aus Schande und Verzweiflung". — „Salonvampire". — „Der rote Freibeuter". — „Husarenfieber", Sportnachrichten. Vor dem Kongreß Turn- und Sportfest. Jüdische Turner und Sportler! Die Ankündigung -des Kongreß-Turn- und Sportfestes hat unter den jüdischen Turnern und Sportlern der ganzen Welt große Begeisterung ausgelöst und es sind bereits zahlreiche Nennungen eingelaufen. Nicht alle unsere Brüder ans dem Auslände sind aber bemittelt genug, um außer den beträchtlichen Reisefpesen auch die Kosten für Berpsleigung und Quartier tragen zu können. Als Gestgwer und Veranstalter ist es daher unsere Pflicht, dafür Sorge gu tragen, daß auch unsere unbemittelten Brüder an dam großen Feste teiluehmen können. Wir stellen uns die Durchführung in der Weise vor, daß jeder Turner oder Sportler Wiens nach Möglichkeit einen Bruder oder eine Schwester aus dem Lkuslande in der Zeit vom 18. bis 24. August bei seiner Familie kostenlos unterbringt. Es gilt, im Interesse der Makkabi-Beiwegung ein kleines Opfer zu bringen, und wir erwarten, daß jeder Turner und Sportler seine Pflicht tun werde. Wir bitten alle diejenigen, welche unsere Brüder und Schwestern bei sich uuterbriinigen wollen, die genauen DetaÄs ehestens unserem Sekretariat, 2. Bez., Schiffamtsgasse 15, schriftlich bekanntzugeben. Die Zuweisungen erfolgen dann durch unser Sekretariat. Für ten Vorstand des Jüdischen Turn- und Sportvebbandes Oesterreichs: Dr. Jakob Fischler m. p. Paul Földes m. p. Fußball. Hökoah (Hietzing) gegen Slovan (1'. Bezirk) 2:1 (2:0). Hakoah (Hietzing): Kahn; Osi Friedhaber, Lampel; Hausknecht, Nagy, T'eltscher; As rillen 1, Tabak, Pollatschek, NeustM, Wichs. Die Haiwcchuer waren ihrem Gegner in jeder Gozichunig überlegen. Der beste Mann war Tabak, der zwei Treffer erzielte -und durch fein gutes Kopfspiell sehr gefiel. Bon den beiden Flügelstürmern konnte nur Wichs feiner Aufgabe gerecht werden, während der linke Flügel zu schwach war. In der Half ragt« Nagy besonders durch seine schöne Ballverterlung hervor. MÜNSTEDTS KINO-PALAST WIEN, II., AUSSTELLUNGSSTRASSE Nr. 142 hat den Kolossal-Film DIE WEISSE SCHWESTER des grossen Erfolges wegen PROLONGIERT!! In der Verteidigung arbeiteten Lampel und Friedhaber «M friedsnftellend. Kohn im Tor war anfangs unsicher, geff« später durch einige.Paraden. Das auf dem Dlovan-Plahe ausgeträgene Spiel beginntmit Angriffen der Hakoahner; in der 10. Minute schießt Pok^ latschet aufs Tor, der Tormann schlägt, den.Ball zurück und Tabak sendet mit schönem Köpfler «in. Noch vor der Pause btt« wertet derselbe Spieler eilten schönen Paßball Osis zum zweiten Tor. Slovan kommt nach der Pause p, seinem einzige« Treffer. _ \ Di« Simmrringer besiegten Mittwoch ans ihrer Reife de«. Rigaer' FußbaMub 6:0 (3 : 0). < Die Grazer Hakoah wird auf ihrer Rückreise aus Pöleiff gegen focn I. S. B. Makkabi in Wieit ein Spiel' aüstragen. Ernst MaylLnder, der bewährte Centerhallf des S. C.Arr, welcher demselben zirka fünf Jahre augehörte, hat bei einem zweitklassigen Professionalverein einen Vertrag unterzeichnet. In ihm verliert der jüdische Sportverein nicht nur «inen gnteü Spieler, sondern auch einen verläßlichen Mitarbeiter. Hakadur sucht Gegner für zwei Mannschaften. auf eigenen oder fremden Plätzen. Anfragen an G. John,. Cafe Hochbevger, Tel. 18-402. Die Jungmannschast des I. S. D. Makkabi unterlag am Sonntag im Meisterschaftsspiele gegen Slavia v: 1, wobei dev Schiedsrichter die Mannschaft aufs stärkste benachteiligte. Be! einem Angriff wurde dem Spieler Lutz ein „Bucker!" gestellt, wobei sich der Spieler verletzte. Der I. S. B. Makkabi hat bedeutenden SpielevzulwachS erhalten. So sind ihm die Spieler Fritz Karsten, Klein, Drücke« beigetreten. Geller, der Linksaußen der akademischen Sektion des I. S. B. Makkabi, der sich in einem Spiele in der Provinz den Faß gebrochen hat, ist wieder hergestellt. Makkabi in Storozynetz verlor gegen den neugegründeten Ezernowitzer Verein Sportfteunde 0:3. - Fräulein Grete Stein vom I. S. B. Makkabi konnte beim Badner Pmg-Pong-T-ouvnier den Iuniorenpreis erringen. Las Spiel des olympischen Wafferballmeisters in Wien. Das französische Auswahlteam, das im Wasser» ball-LLnderkampf ge genOe st erreich am 23. d. im Dianabade antritt, besteht aus folgenden Spielern r Tor : Zurfluh (Libellule). Verteidigung: Perol (Club des Nageurs de Ia Seine-international), % ibbe (Pupilles da Neptune de Lille-international), Brasie r (Libellule). Mitte: Padou (Enfants de Neptune de Tourcoing-intemational), Sturm: Desmettre (Enfants de Neptune de Tourcoingintemational), Mayand (Libellule-international), Gruaz (Sporting Club UniTersitairs de France). Hartineau (Libellule). Die markanteste Figur dieser Mannschaft ist P a d o N, der auf der Olympiade als der b e st e W a s s e r b a l l e r bezeichnet wurde. Die meisten Spieler stellt Libellule, die Meistermannschaft Frankreichs. Außer den Wasserballem machen noch einige der besten ftanzösischen Schwimmer die Tournee mit, und zwar Z e i b i g, Sieger des Grand Prix de Paris 1924, französischer Rekordhalter über 100 Meter, ferner einer der besten Sprinter. Weiters Middleton, Rekordmann über 400 Meter und 1500 Meter. Als offizielle Begleiter fungieren Herr Marcel Brun, Herr D r i g n y, der Sekretär des ftanzösischen Verbandes sowie der Kassier, Herr L e m o i n e. Aus den Vereinen. A ri. Samstag, halb 3 Uhr, unsere Seniorenmannschaft cckf dem Tcmbstummen-<Platz gegen Taubstummen S. K. Heute zwischen 12 und halb 1 Uhr bei H. Buchhalter Aufstellung., Samstag abends Vollversammlung im Caife Habsburg. Sonn-! tag Wettspiele zweier Mannschaften in der Provinz. Libanon. Sonntag, 8 Uhr abends, wichtige Voll-! Versammlung im KlM^okal, Cafe Pvagan, 2. Bez., Praterftern. Thema: ,/Bericht über den Bereinsstand." Doung Jewiish Sporting Club. Heute Freitag von iIS bis 9 Uhr Schwimmtraining im Bcatripbad. Morgen nachmittags Training für Wasserlballer im MilMrstrandhad Alte Donau. S Theater von heute $cbösbr«*scr$cblo$$-Cl)«attr: Zar nnd Zimmermann llUTggAkte» (bei ungünsttger Witterung Festsaal der Hofburg): Sinfoniekonzert Oieater in dcrüosefstARt: Boubouroche — Die Spieler — Ein Heiratsantrag llslMUllä.rheattT: Die vertagte Nacht L«rttpieltde»ttk: Sally Davidsohn Chester an der miete Der Orlow Ufr. Bflrgeftbeater: Gräfin Mariza RolaRdbübte: Der Weg zur Hölle Ißdircße Bfibae (Hotel Stephanie, II. 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