Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2274 (20.6.1925)
- Date
- 1925-06-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. SM Wien, SamSkcdg w auf deti verschiedenen Stufen seiner En'Wicklung mit dem römischen verglichen und der gestellt von Dr. SIMON RUBIN Lektor am Wiener Bcth-Hamidrasch I. Abteilung: Personenrecht. I. Buch: Die Sklaverei. Ein Beitrag zur Lehre von den Menschenrechten im Judentumc Preis S 3*40 Das_ telraudüdte Recht als wichtige Erglniang des römischen# des Corpus Juris. Zum ersten Mel zieht der gelehrte Verfasser eine Parallele zwischen - den jüdischen und römischen gesetz- «8 liehen Institutionen Die ersten Kapitel einer umlassenden Darstellung der Jurisprudenz des Judentums! R. LüwIM/erlag / Wien, i. nelschmarKt 1 w Bühne nnd Kunst. Ae Bilanz der Bollsthesterfaifo». Im Deutschen VolkStheater schließt die Spielzeit am 30. d. Sie hat mit einem Volksstückzyklus eingesetzt, in dem die Werke SchönherrS vorherrschten. Zur Erstaufführung wurden gebracht: Eichendorffs »Die Freier*, Robert Musils «Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer*. Jacques DevalS «Ein schwaches Weib*. Franz Langer» «Das Kamel geht durch das Nadelöhr*, Georg Kaisers «Kolportage*, Bernard Shaws «Die heilige Johanna", Ludwig Fuldas «Die Zwillings- , schwester", Flers und Croiffets «Der Weinberg des Herrn*, i Wilhelm Stückten» „Sie selber nennt sich Helsinge", Beer-Hosmanns «Der Graf von CharolaiS", PirandelloS «Die Wollust der Anständigkeit", Georg Kaisers «Gat»", .Karl Hauptmanns „Tobias Buntschuh*, Melchior LangyelS «Die Schlacht bei Waterloo", Thomas Manns «Fiorenza*, NestroyS Gesangsposse , „Eulenspiegel" und Grabbes Drama «Napoleon". Von diesen 17 Premieren waren 9 Uraufführungen. Neu - inszeniert wurden 11 Stücke, darunter «Mar«a Stuart", „Die Jungfrau von Orleans", «Emilia Galotti", «Minna von Barnhelm", NestroyS «Die schlimmen Buben in der Schule", AuernheimerS «Casanova in Wien" und Paul Apels «HanS Sonnenstößers Höllenfahrt". Von Klassikern kamen zu Worte: Goethe bmal, Schiller 28mal, Lefstng 7mal, Grillparzer 8mal, Grabbe, Anzengruber und Eichenborff je Smal, Nestroy 14mal. Auf 30 Oesterrelcher entfielen 134 Vorstellungen, davon auf Schnitzler 6, Schönherr 13, Beer-Hofmann 17, Karlweis 8 auf 13 reichsdeutsche Autoren entfielen 74 Aufführüngen, davon ' 7 auf Gerhart Hauptmann, 35 auf Georg Kaiser, 9 auf Fulda, je 4 auf Karl Hauptmanu, Frank Wedekind und Wilhelm Ststcklen. Von Autoren de» Auslandes führte der Spielplan 14 mit 166 Vorstellungen vor, wovon Shaw 62 in Anspruch nahm, Pirandello, FlerS und Croiffet je 16, Tolstoi 13, Deval 10, der ’ Tscheche Langer 17, der Ungar Lengyel 11. Die Spielzeit entstielt überdies den Zyklus der Tyrolt» : Abende und das Gastspiel des «Blaue» Vogel". Knnftaurstellnngen. Franz Reichental. — Georg A. Matheh. Die Galerie Würthle in der Weihburggaffe hat sich dadurch einen Namen in Wien gemacht, daß sie ohne jede Voreiugcnommpnheit mck ohne starres Festhalten an einer Geischmacksrichtunig jeder Kunst ihre Pforten öffnet, so weit sie Kurvst ist. Die Ausstellungen der Franzosen, George Grosz, Anton Romako haben nachhaltig gewirkt. Und immer wieder treten neue unbekannte Kürfftler mit ihren Werken ans den Plan. Jetzt sind Studienblätter, Aquarelle, Radierungen und Lithographien von Franz Reichental zu fchen, ende tvenn auch nicht umfangreiche so doch eindrucksvolle Kollektion, und das Sonderbare besteht darin, daß sich in Reichental alle wertvollen Resultate der Moderne kristallisieren. Eigen ist im stänke Farbigkeit auch im Schwarz-Weiß, eigen ist ihn: das „neue Sehen" und das Bestreben, selbst da8 Porträt architektonisch aufzubauei:. Die beiden Pole, Temperament und Grübeln, klingen zu einer schönen Harmonie zusammen. Vlaminck, Chagall, Kokoschka sind gute Wegweiser und Begleiter, nnd da. sie ein Stück unserer Zeit bedeuten, hat auch Reichental etwas hievor: mitbekommen. Hoffentlich erwirbt die Mbertina einige seiner graphischen Blätter. Bei aller Vielfalt eindeutiger nutü eindringlicher repräsentiert sich Georg Alexander Matheh, über den Dr. Fritz Nemitz iur illustrierten Katalog (Würthle, Weihburggaffe 9) viel Vernünftiges und Treffendes sagt. Cezann-es Bekenntnis, „Die ödunst ist eine Harmonie, die zur Natur parallel laust", vorausschickend. Zunächst Machey als Illustrator! „Das Hohe Lied", zehn Lithographien, die bei aller Freiheit der Form, bei aller Wollust der Bewegung klassisch anmuten, ausgezeichnet durch cm paar Akte, die selten sind; „Zehn Holzschnitte zur Bibel", in denen ein gebändigter Kubismus sich ausletbt; saobige Lithos zum „Buch. vom Tee" mvd eine Reihe von Einzelradivvungen. Als Maler befolgt Matheh streng das Gesetz des logischen Aufbaues, ausgehend vor: den Erfahrungen Eczaunes irnd endigend in die Forderungen van Goghs: ivas dieser mir der Linie erreichen wollte, das strebt Mathey mit der Farbe an. Ein charakteristisches Beispiel „Bliunm: in Luxembourg"! AuS der Dreifaltigkeit Linie, Farbe, Raum ist Macheys Werk zu erklären. Wern: ich aus einzelnes, wie die „Tänzerinnen" (Bewegung!) oder „Mann und Weib" (rhythmische Koinposition!) oder „Mädchenakt" (wiederkehrend im Hohen Lied!) oder, auf den gaiMN Bibelzyklns (altdmtsche Primitivität!) Hinweise, so geschieht dies in voller Berant- Wortung für mein Wort uuö in Dankbarkeit fitv den Ätiiujt(et, der mich zu den schönjtwt angeregt hat. o. r. Aus Sen Malern. S :t t ö t ö e a t e t. Morgen, Vs8 Uhr abends, ,,E i n i d e a I e r G a t t e*. StaatSoper. Morgen, 6 Uhr, «Tristan nnd Isolde*. Akadenlietbeater. Morgen, V-8 Uhr abends, «D i e K a r a w a n e". Schönbrunner Schloßtbeater. Heute, V28. Ubr abends, Erstaufführung von Rossinis «Barbier v 0 n S e v i l l a* mit Stella EiSner und Rudolf Banbler in den Hauptpartken. . t ß ft a 11 e n (bei ungünstiger Witterung im Festsaal der Hofbnrgl Heute, 8 Uhr abends, komische Opernvorstellung r 5 Äj£.t Ta padrona." — «Die schöneGalat h L e. Dirigent Friedrich Gruber. K a m m e r s p i e l e. Heute, 10 Uhr abeiws, beginnt die Sonnnerstielze t mit der deutschen Uraufführung des dreiaktigen Schwankes «Oskarmit der langen Nase* (Un bon coq) von Pierre Mortaigne und Jaemte» Stellt. Renatssaneebühne. Heute «S a m F 0 x" und morgen «Totentanz* als die letzten Vorstellungen in dieser Spielzeit. _ „Strauß und Lanner" im Siadttheaier. Das reizende Lebensbild von An??, Langer wr Feier des 100. Geburtstages von Johann Strauß fand in: Neuen Wiener Stadttheater ein Publikum, das nicht mehr verlangte als Laune, Rührung und ff-emüttichkeit. All das war in reichen: Maße vorhanden und noch verstärkt durch die Darstellung, in der das Herzig-Harmlose der. Biedermeierzeit, restlos zum Ausdruck kam. Karl K n e id:nger erwies sich wiederum als prächtiger Bolkstypenm-imie, :n einer frappanten Johann-Stranß-Valer-Maske brillierte Artur Dunrecki. Von den Damen trat Paula Brosig, entzückend in Maske und Haltung, hervor. Eine Opernuraufsühruna i« Baden. Eiche Mai fand in Baden die Uraufführung einer einaktige:: Kammeroper, „Aschermittwoch", vor: Ludwig Gruber, den: Altmeister der Wiener Lieder statt. Das Buch stannnt a::s der Feder des Wiener Schriftstellers Steinbevg-Frank. Eine Art „Abschiedssouper" mit tragischen: Ausgang, welches sich i,: der Faschingdionstagimcht im Separee eines Ballokals abspiült. Straffe und wirkungsvolle Dialoge. stimmunaSreiche Empfii:bungsnwn^ente mck ein effektvoll gebautes Frnale bvten. dem Kon:- Ponffteu reichlich Gelegenheit, seine unverbrauchte Kraft und musikalische Ausdrucksfähigkeit zur Geltnnä zu bringen. Grubers Oper ist das Werk eines sicheren Musikers, der auch sein Orchester — der Einfluß Buccinis ist unverkennbar — effektvoll auSzugestalltei: versteht. Die Novität wurde mit großem Beifall ausgenommen. Komponist. Autor und Darsteller wurde:: viederholt stürmisch gerufen. 20. -Juni ISSo Sette S Vertagung des WSllersdorser Proreffes. Rückleituna des Aktes an den Untersuchungsrichter. Wölkersdorf ist also vertagt; der Prozeß tritt .wieder. mS Stadium der Untersuchung zurück. Loevg-ebrannt ist die Stätte, wo WöllerIdorf emft stand, aber die Stille desL verödeten Raumes ruft die Anklage laut hinaus. Dia Verhandlung wuchs vertagt, der Skandalbleibt :n Permanenz. Gestern wurde die Lechandlung wieder aufgenominen, es Ivar derdzwölfie Tag des Prozesses. Ans den Lokalaugenschein des Gerichtshofes, in Wöllersdorf, der, wie berichtet, am Donnerstag vorgenoiNmen wurde, kan: der Vorsitzende. Hofrat Dr H 0 t t e r. n i ch t zu sprechen. Hingegen stellte der Dertetdiger der Angeklagten Neu ma nn ' und P:ttner, Dr. Katz, Anträge, in denen er die Ergebnisse des Lokalaugenscheines znfammenfaßte. Dann stellte die Verteidigung folgenden Beweisantrag: Es wsid durch Sachverständlge, wenn nwglich des kommemdellen Faches, festzustellen sein, daß aus dem beim Anger:- schoin vom 18. d. in den Werken zu Wöllersdorf gemachten Beobachtuimen und envpfangenen Emdrücken hervorgehe, daß die in der Anklage enthaltene Behauptung, als ob die Angeklagten die Jrldustrialisieruna bloß vorgetäuscht hätter:, jeder Grundlage entbehre. Staatsm:walt Dr. Kadeck-a stellte auch seinerseits neue BeweiKanträge. Er erklärte, er muffe zngeben, daß das Material, aus Grund dessen er die Anklage erhoben habe, n i ch 1 fertig war und beruft sich darauf, daß die B 0 r u n t e r su ch u'n g von der Ratskamm-er gegen den Willen der Staatsanlvaltschast abgeschlossen wurde. Der Staatsanlvatt bemerkt, daß m:ch honte noch viele Indizien gegen die Angeksagten sprechen, doch müffe zugegeben werden, daß die numnchr abgeschlossenen Verhöre und die drei Angeklagten ein ungeheuer großes neues Material zutage goföwert haben. Deshalb erklärt sich der Staatsanwalt mit der Aufnahme weiterer umfangreicher Beweise, die die Verteidigung angebot^n hat. einverstanden, allerdings nett gewissen Einischränkimigen. Dr. Kadeeka stellt seine Beweisanträge und verlarmt verschiedene Zeugeneinvernahmen und Gutachten. Als Berlveter der Regr.erung sprach sich Oberfinamrat Dr. Schwabe gegen die Bertagmrg aus. Der Bund habe dasselbe Interesse wie die Anklage und die Verteidigung. daß nwglichst Klarheit in die Sache gebracht werde. Er stellt den Antrag, die Vevhandlnng.sortzusetzen Dr. F r i e d, Bertveter des Pochwadt, spricht sich ebenfalls gegen die Vertagung und Rückläitung des Aktes aus. Dr. Preßburger verwahrt sich dagegen, daß Alder und Pochwadt gegen die Berteidigmpq, und die Anklagebehörde anftreten. Sie seien e8. die Wollersdorf ruiniert haben. Der Gerichtshof zog sich hieraaff zur Beratung deS Vertagun'gsantrages zurück und entschied nach läugerer Beratung um 2 Uhr nachmittags, daß den: Antrag der Verteidigung zwecks nenox Erhebungen stattgegeben mck der Mt an den Untevsuchungsrichter zurückgeleilet werde. In den Grih:den der Vertagung wurde auSgesührt: Der Gerichtshof hat festgestellt, daß abgesehen von dorn schm: ,*u Beginn der Verhandlung vorliege:tden ganz außerordentlichen BeriliaMungsmatevial durch die bisher gesÄhrte Verhandln:^ der Umfang dieses Materials ein geralvezu ungeheurer wurde, daß der Inhalt des neu vovgebvachten, welches ht der bisherigen Uutersuchilng nicht bekannt gewesen ist. eine Uebevpvüfung notwendig nva-cht. Der Antrag arff Einvernahme der Zeugen Dr. BervsdM, des Bundeskanzlers Dr. Ramel, des Bundeskanzlers a. D. Doktor Seipel sowie des Dr Konlrsch wurde a b g e w i e s e::. . Dagegen wird der Au trag auf die Eilwevuchmung' des gvivesenen Bundestanzlers Dr. Seipel als Zeugen darüber zugelasseu, daß er von: Augeklagteu P'ittner ü'ber den Fortgang der IndustrialMevuM an: Laufelchen erhalten wurde und daß er besorcheve,: Wert daraus gelegt habe, daß es zur Ilchustrialisierulw und zltr Schaffung von Arbeitsgelegenheit e,: konnne. Dr. sich Herbert Otto D Co. Interessenvertretung der inüationsgeschädigien Grundbesitzer und Hypothekengläubiger Berlin W 9, Linkstrasse 11 " 1095 Bank-Konto: Berlin Sparkasse der Stadl Berlin, Giro Kasse 2, Linkstrassc 7—8 Telephon: Lützow 3744, Kurfürst 9755 wegen einer im Raufhandel begangenen körperlichen Beschädi der Wiener Mechanikergehrlfe Albert Brunner ein Auto. Sie gaben dem Chauffeur Anton Strand! den Auftrag, sie vom Standplatz Wiedner Hauptstraße-Anzengruberstratze zum Hotel Wimbero^r zu fahren. Ais der Chauffeur das Auto ankurbelte, den Taremeter einstellte und eben abfahren wollte, öffneten plötzlich die vier jungen Leute die beide« Türen, sprangen heraus und liefen davom Der Chauffeur lief ihnen uad). Rayonsinspektor Leopold Wi n t e r hielt die Flüchtende:: auf. Die drei Reichsdeutschen sangen das Hitler-Lied. Es entstand hierauf ein furchtbarer Krawall; die Angehaltene:: randalierten, die Fenster dev umliogendei: Häuser wuvden aufäerisscn, Rufe ertönten: „Hakenkreuzler find da!" und stürmische Protestrufe wurden laut. Nunmehr kam auch der Angeklagte Franz S t i m m e r hinzu. Er mischte sich in den Streit und versetzte dem Brunner eine w u cht: g e Ohrfeige. Dem Wachmann wurde die Kappe vom Kops geschlagen. Schließlich wur-'e alle auf das BezirkskoMmissar'at Margareten gebracht. wofeM die vier „Autoinsaffen" mit je sechs Sinnden Ar><st wegen Exzeß bestraft wurden. Bei der Gerichisvechandlung erhrott srrauz Stinner eine Arroffftrafc von 2 4 Stunden. _ Bolkswitt. Allgemeine Berketzrrbnnk. Dividende 3VVV K. . Der Berwa-ltungsvat der Derkohrsbawk hat in ferne: gestrigen Sitzung dre vvvgologte Bilanz für das Jahr 192t genchntilgt und beschlossen, der für den 30. Juni 1925 emberlffemn Generalversammlung den Antrag zu stellen, von dom aüsgewiefenen Reingewinn. per 16.707,697.000 K. (im Borjahre 80.117,465.000 K.) chte Dividende von 3000 K. (gegen 6000 K. in: Vorjahre) zur Verteilung zu brnigen, dem hestchenden „JuMänmssonds für Alters- und Jnvalidktätsvevsvrgnng der Angestellten der BerkehrsbanL" 1.000,000.000 K. t<mttsmenfro: zu widmen und 894,306.000 K. (plus 304M8.000 K.) nti* treue Rechnung vorzuiragen. (Entgeltlich.) ' -r- . Die honte veröffentlichte Bilanz der BerkehrAbank gewährt dasselbe Bild wie die der anderen BaBen. Die Krise hat selbstvevständlich auch bei dieser Bank chve Rückwirkung auSgeübt, trotzdem ist cs ihr gelungen, dvüse gut zu übevstohon und einen Reingewinn auszuweifen, der es ihr ermöglicht, eine Dividende in ungefähr gleicher Höhe wie im Vorjahre zur Ausschüttung zu bringen. Der Geschäftscharaktor der VeÄchrSbanik unterscheidet^ sich rnsvferne vor: dem der anderen Banken, als diese Bank seit jeher das Schwergewicht auf die heimische Industrie verlegt hat. Sie ist in dieser Hinsicht vielleicht die einzige große Mittelbank. die völlig mit der österreichischen Industrie verwachsen «ist. Die Stahl- und Eisenrndnstrie der Obevsteievmark ist.seit jeher die Donmne. der Berkchrshmck. Da aber gerade diese Industrien infolge der Krise des Vorjahres stärker zu leiden hatten, ist es selbstverständlich, daß dies Mch n: etwas stärkerem Maße in der Bilanz der Barvk zum Ausdruck kommt. Es darf aber, dabo: nicht übersehen werden, daß. gerade dieser Charakter d^s Institutes diesen: das stabile Geschäft für die ZUkunst sichert und daß die Bank selbst dann vor stärLevem^ Schaden bolvahrt bleiben dürfte, loenn eventuell weitere Rückschkäge iu der- Finanz aus die finanzielle Gebarung anderer. Jnstitlite sich Mdgünstig auswirken sollten. Gerade die starrte Wurzelung in der heimischen Industrie bildet das stärkere Rückgrat für die Zukunft dieses Institutes, das feit jeher durch seine seriöse Geschäftsführung einen hovvorragende:: Rang -nn Wiener Finanzleben anSfüllt. In der B'öla:^ zeigen die Gesamtaktivoi: gegenüber den: Vorjahre on:e Zunahme un: 160 Milliarden Sie betragen 1300 Milbiavden. Fast im selben Verhältnis, un: 164 Milliarden, sind die Passiven angeivachsen, wesche für 1924 1285 Mlliardcn ausmachen. Der Reingewinn in der Höhe von 18 Milliarden hat gegenüber dem Vorjahre um 14 Milliarden abgenommen. Die Kaffaguthabcn zeigen eine Abr:ahme um 3 Milliarden und betragen 22 Milliarden. Hingegen hat das Wechsolportefeuille um 6 Milliarden zugenonnnen und beläuft sich auf 37,3 Milliarden. Dies zeigt, daß die Bank ihren Konzernindustrien bereitwilligst Kredite n: größerem Maße, zu^ Verfügung gestellt hat. Die Vermehrung des Gffektenbesitzes um ein. Drittel, auf 67 Milliarden, zeigt, daß die Bank während der Krise zu Stützm^gszwecken größere Mtienlpakete ihrer Konzernindustriell ausgerwmmen hat. Den steten Zusammenhang mit der Entwicklung ihrer Industrie zeigt die Zunahme der Ei»:- zahlungen auf Konfortialgeschäste um die Hälfte. . Sie betrage:: 29 Milliarden. Die Debitoren betragen 1153 Milliarden Md halben nur um 150 Milliarden Mgeiwmmen. Etwas stärker haben die^ Kreditoren, um 141 Milliarden, zugen-ouimen. Sie belaufen sich ans 1116 Milliarden. Unter den Einnahmen zeigt entsprechend dem Ehqva>kter der. Geschäfte der Verkehrs bank das Zmfentonto eine Zunahme um 9 Milliarden auf 41 Milliarden, ebenso das.Provisionskonto um 8 Milliarden auf 73 Milliarden. In ihrer Gä::ze zeigt die Bilanz, daß die Verkehrsbaut es verstanden hat, den ihr gebührenveil Rang auf dem Wiener Platze auch iveitechin zu wahren.