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Wiener Morgenzeitung · 1925-06-17 · Heft 2271 (17.6.1925) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2271 (17.6.1925)
Date
1925-06-17
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Sette 8 Wiest, rnam'***** *»****'mtäm MseMRMttM. 17. IlMl \m mt. vm Sportuachrichttn. Fußball. Fußball in Polen. Die Lemberaer Kultusgemeinde für den jirdischen Sport..— Ein Randspiel Hakoah. Pogon, Rapid und Sparta in Wien. (Von unserem M.-S.-Karrüipondenten.) Hasmonea hatte Donnerstag einen guten Tag. Es gelang ihr, «gegen Lechia einen schönen 2:1-Sieg zu erringen. Beachtenswert ist dieser Sieg Hasmoneas aus diesem Grunde, werk sie ohne' ihre Großen antrat, wobei sich die jungen Spieler aufs beste bewährten. Die Aussteung lautete: GavfunEel; Seidel, Mohr: Schneider, Gottesdiener. Boritz; Lewkowicz, Kahane, Wolfschal, Werter, Beigel. In der zweiten Hälfte fielet jedoch die jungen Spieler infolge Uebermüdung ein wenig alb. An diesem Tage besiegte Krakovia in Lemberg infolge einer .schiedsrichterlichen Fehlentischeidung den S. C. C^arni 1:0. Es fand auch in Lemberg das Treffen Wislas gegen L. K. S. mn die Meisterschaft der Gruppe 1, das ntrnmehr Wisla sicher nach einem aufregenden und schönen Kampfe 6 :8 für sich entscheiden konnte, womit sie sich gleichzeitig für die Finalvstnele qualifizierte. — In Krakau unterlag der S. C. Malt abi dem gut spielenden S. C. Wawel 0:2, wobei die wechselnde Form MaKabis neuerlich Aar zu Tage trat. Hasmonea 1B spielte gegen den S. C. W. K. Zamvse, siegte am ersten Tage 2 :1, wogegen sie beim Revcmchekampf eine 0:4- Niederlage einstccken mußte. Redler, der talentierte Spieler Hasmoneas, erlitt beim Städtespiel einige Verletzungen und wird nun längere Zeit den Spielen seines Vereines fern bleiben müssen. Nach langen Bemühungen ist es der Lembevger Sportvereinigung D r'o r gelungen, von der ' Kultusgemeinde die Mittel für einen eigenen Sportplatz, dessen Eröffnung Sonntag stattfand, zu erhalten. Dadurch wurde einem seit langem bestehenden Wunsche nach einem Ueburrgsplatz für die Jugend endlich nachgelormnen. Die Eröffnung , fand in feierlicher Weise statt. Reden hielten der Rabbiner. Dr. Guttmann, im Namen der Kultusgemeinde Dr. Do g i l e >w sI i, Dr. B i «k«- les, im Namen des ukrainischen Sökols Halibej und schließlich im Namen des Dror Ing. Zinn. Einen glänzenden Eindruck hinterließ in Krakau der S. C. Wacker, der den Wiener Sport, in hervorragender Weise repräsentierte. Obwohl der Sieg Wackers gegen In t r-z enka (6:0) nicht sehr hoch eingüschätzt werden kann, so verdrent der Sieg gegen Krakovia («5: 1), einem der spielstärfften Vereine Polens, volle Anerkennung. Besonders R e s ch u«d Haft-I ernteten reichen Beifall, der zahlreich erschienenen Zuschauer. Hasmonea gastierte «lbenfalls an beiden Tagen in Krakau und mußte Samstag von Krakovia eine 0:4 - Niederlage in den Kauf nehmen, wogegen sie gegen Iutrzen-ka 2:0 siegreich blieb. Iutrzenka bildet noch immer eine schr schwache Kampfeinlheit. Hasmonea mußte sich vor der besseren Technik der Hausherren beugen. Ein Kapitel für sich bWete-n wieder einmal die «Schiedsrichter, das Unglück ist jedoch international und -kann schwer abgewendet werden. Der Krakauer Makkab r gastierte in Kattowitz und mußte neuerlich diesmal von der dortigen Pogon eine 0:2- Nieder- Lage eilOecken. Makkabi bleibt immer noch die unberechenbare Mannschaft. In Lemberg ging das Finalespiel in der Meisterschaft zwischen Wisla und Pogon vor sich. Pagon gelang es als der Desseren Mannschaft, -jedoch nur mit Glück, durch einen Elfmeter, den Sieg 1:0 zu erringen. Die Wiener Hakoah wird in Warschau während ihrer Polentournee zwei, in Lodz zwei, in Krakau zwei und in Lemberg ein Wettspiel äustragen. Pogon wird dagegen auf Einladung des neuen Wiener Meisters im August in Wien an einem Rundspicl teilnehmen, an dom sich auch Rapid und die Präger Sparta betelligon werden. Bleiben Häusler uns Neufeld bei Hakoah? Sine Zrrschrist Häuslers. In den letzten Tagen waren Gerüchte verbreitet, daß die beiden bekannten Spiels die Hakoah zu verlassen bcähsichtigen, wobei mehrere Wiener Vereine genannt wurden, nnt denen die beiden Hakocchuer angeblich in Verhandlung stehen. Wir erhalten nun hiezu von Häusler folgende Zuschrift: .Ich gchöre der Hakocch sechs Jahre an und habe mich nie mit A u s t r i t t s g cd a n k e n aus dem Verein beschäftigt, bei dem ich mit Liebe und Ansopifernng spiele. Der Umstand, daß ich jetzt die mir gesetzlich zustehende K ü ridignng der Hakoah überreicht habe, hat einige. Blätter zu Kombinationen iiber eine Anmeldung meiner Person bei einem anderen Wiener Verein vemnlaßt. Ich kann dazu nur erklären, daß ich, so lange ich Fußball spielen werde, bei keinem anderen Wiener Verein -tätig sein werde als bei der .Hakoah, wo ich ausgewachsen bin. Der Grund der von mir übermittelten Kündigung ist, daß ich im Ausland di« Möglichkeit habe, meine Position zu verbessern. Ich habe vor einem halben Jahre me'me bürgerliche Existenz infolge der wirtschaftlichen Verhältnisse verloren und bin seither gezwungen, «ausschließlich vom Fnßballspi«eil zu leben. . Mein Monatsgehalt bei der Hakoah betrögt 4H Mi«llion'en Kronen, was gewiß ein entsprechender Betrag zu nennen ist. Ich habe aber eine Familie zu erhalten und muß daran denken, daß ich nicht immer werde Fußball spielen können.. Nun wurde mir vom Ausland ein sehr günstiger Antrag gestellt, dessen Annahme mich in. die Lage vechetzen würde, Ersparnisse zu machen. Für diesen Fall «habe ich die Absicht, für ein oder Zwei Jahre draußen tätig m sein, um dann wieder nach Wien zurüchzü-kehren, wo ich — dassötibe kann ich mit gutem Gotrnssen auch von Neuseid behaupten '— niemals eine andere als die von mir gelielbte blau-weiße Dreß tragen kann.;_ Feierliche Eröffnung des Makkatma-Plahes in Bratislava. Der 7. Juni war ein Festtag für die jüdische Sportgemeinde in Bratislava.' Die neue Sportanlage der Makikabeaeiner der schönsten Sportplätze in der Dschecho- Slowakei, wurde feierlich emgewevht. Das Fest fand in Au- Wesenheit von 5000 Personen.statt. Fast sämtliche Staats- und städtische Repräsentanten waren vertreten. Einen ganz besonderen Eindruck haben die Reden des Bürgermeisters der Stadt Bratislava, Domherrn Dr. Paul. Okanik, und des Vizebürgermeisters Dr. Franz Kraus aus-geübt. Delogierte.der Sportverbände aller Nationalitäten, Vertreter sämtlicher' größeren Vereine <18 an der Zahl) haben ihre Glückwünsche dargebracht. Seitens der jüdischen Gemeinde sprach der Präsident Dr. Viktor Stein, seitens der Zionisten Stadtrgt''Dr. Sipos Und Dr. Tomascho.ff. Den Dank des Publikums an die Vereinsleitung verdolmeifchte Großkäufmann ' Siegmnnd Fornheim. Der verdienstvolle Präsident der MaKkaboa, «Dtadtrat Dr. Julius Reiß, hielt die Festrede und übergab sodann die Bahn dom gcschäftsführenden Leiter des Vereines, Siogmund S k a m e k. Nach Schluß der Feier defilierten die Turner, Fuß- Haller, Tennisspieler und Radfahrer unter den Klängen, der Tikwcch vor den Ehrengästen. T>ann folgte das Wettspiel des Jüdischen Teams d e t Tsch ech o-Sl ö w a k ei,- in dem sechs «Spieler von Makkäbea mitwirrten, gegen die ung«arische Auswahlmannschaft der - - SlowcM, Das Ergebnis lautete wie berichtet 1:1. Das Meisterschaftsspiel Bienna gegen Mack« wird heute Mittwoch auf der «Hohen Warte ausgetragen. Di« Hakoah - Mannschaft ist gestern nach P-rag gefahren, um -heute gegen die Slavia anzutreten. Von dort fahren die Blau-Weißen, wie berichtet, nach Antwerpen und dem Haag. Eisenhofer wurde für die Tourneespiele freigegeben. Die Jüdisch« Nationalfondskommission Hollands hat di« Hakoah ersucht, Montag den 22. d. in Amsterdam zugunsten des Förchs zu spielen. Die Spieler Fried und Scheuer von Hakoah haben eine Fäbriksniedcrlage von Seiler- und Hanffabrikaten in der Werderthorgasse 14, Tel. 60-1-10, begründet. Der S. C. Jordauia bringt zur Kenntnis, daß seine Pereinsstampiglie in Verlust geraten ist, und warnt vor Mißbrauch. __ Die Hockeyineiftc vsctzaft. In der Hockeymeisterschaft hat sich vorderhand nichts geändert. Hakoah führt mit vier Punkten Vorsprung vor V. f. B. und hat nur mehr ein Wettspiel gegen Oe. & S. auszutragen. V. f. B. hat noch drei rückständige Spiele, und zwar gegen AllrounL, Amateure, Oe. L. S. Da Hakoah und Lehrer ihren Cuptermin, der erst am 6. Jnli hätte sein sollen, getauscht haben, muß sie ihr letztes Meisterfchäftswettspiel sehr spät austragen. Es ist natürlich keine leichte Aufgabe, die Mannschaft bis dahin in guter Kondition zu erhalten. Donnerstag den 11. und Sonntag den 14. d.. wurden nun Trainingsspiele abgehalten, denen aber wegen nicht kompletten Antretens keine besondere Bedeutung zukommt. Das letzte Meisterschaftsspiel findet auf dem Haköah- Platz statt, und es ist daher Aufgabe der Sektionsleitung^ intensives Training sowie Wettspiele auf eigenem Grund und Boden abzuhalten, damit die Mannschaft bei dem eventuellen Entscheidungsspiele fit und mit den Bodenverhältnissen vertraut. antreten kann. Schwimme». Zum Schwimmen „Quer durch Men", das am 28. d. stattfindet, haben bisher für die Strommeisterschaft (Strecke Nußdorf bis Rotundenbvücke) 0 Dam en und 26 Herren genannt. Darunter die Hakoahner Lichtenst,ei«n, Klein, Weigl er, Stern, G'-uth n«n«d Reich. Im Werbeschwimmen «wr der Distanz Angartenbvücke—Rotundenbrücke werden 400 Teilnehmer starten. . Heute Mittwoch finden folgende Wasserballspiele bei 2. Klasse aus der Alten Donau statt: «Uni 3/*6 IHr Hakoah gegen Iwask, um 7 «Uhr W. A. C. gegen W. A. S. Beide «mit 20 Minuten. Wartezeit. Die Hakoah-Schwimmcr sind gestern wohkbehMen von ihrer erfolgreichen 'Deutischland-T>o>urnee zurückgekehrt. Die Hakoah^ hat sich nun endgültig entschlossen, sich am Meeting des Hagibor (Prag) am Samstag und Sonntag zu beteiligen. Die Wiener entsenden die erste Wasserballmannschaft, die Damen B'i e n e n f e l d und L ö w h sowie'diö Herren L ö w y, L i ch t e n st e i n, N a s s a u ltnb Guth. Der ungarische Arzt Dr. Labori, der für das Durchschwimmen des A e r m e b k ä u a l s trainiert, hat' die 7 2 Kilo meter lange Donaustvecke Eszte r«gom—B udap est in 11 Stunden 40 Minuten 10 Sekunden zurückgelegt. Hakoah - Ringsektion. Heute Mitttvoch «um 7 >Uhr abeüds m der Elisabethftraße äußerst wichtige Vollversammlung. Die Mitgl«ieder werden ersucht, unbedingt zu erscheinen. ■ ' v Aus den Vereinen. Hakoa'h-H i e tz ing. Heute Mittwoch, 8 Uhr äbends, Im Cafe Maricchilf, dringende 'V«orstandssrtzung. «Sämtlfche Funktionäre haben zu erscheinen. Theater von heute 'ifi ÜUkglderkek: Der Schleier der Beatrice I«kgS«te« (bei ungünstiger Witteruug Fest saül der Hofburg): Sinfoniekonzert. Diri> gent Martin Spörr Nll»lle«ietde»ier: Der König hat's gesagt ri»»tt0perr Fidelio Zcdönbttmier rcdlorr-rderlek» Der Wildschütz V-8 veutseder voiitttde»ier: Napoleon oder: Die 100 Tage rvtitter i» der 30Stfifadt: Gesellschaft HalMRRd-CDeattr: Girofle-Girofla UlivKxvincrsplel«: Der Myrtenkranz — 6 Minuten Liebe lllr. rtaattdeater: Strauß und Lanner ste>»irt»»cedüd»e: Sam Fox Ctistspleltbeater: Das silberne Kaninchen rderier«» dtfr Wie»: Der Orlow Ulf. HöfaeTtfttatef : Gräfin Mariza r/,8 « X H 8 %8 V.8 3tV*'Strailss*C»eater: Die große Unbekannte v,8 stoi-mibühne: Pepi, die Perle 2«ai§t»e 8«d»e (II., Taborstr. 12>r Familie PomMeranz Uiei»rr rdeittek: Karussell vie Israel. Kultusgemeinde Hodonin (Goeding) hat nachfolgende Posten zu besetzen:" 1. RABBINER Derselbe muss; akademisch gebildet, der tschechischen Sprache vollkommen mächtig und guter Pädagog sein, um den Religions* unterricht an allen Schulen erteilen zu können. Gehalt nach Ueberelnkommen 2. KANTOR Verlangt wird schöne Stimme, Befähigung zur Ablichtung und- Leitung eines Chores, muss SCHOCHET, BALKOREH und BALTKE sein. Tschech. Sprache erwünscht. Mindesteinkommen fix Kc 16.000 und NatnralwQhnuhg. Reisespesen werden nur den zu Probevorträgen direkt Berufenen ersetzt Schriftliche Gesuche mit genauen Angaben (Familie, Alter etc.) sowie Zeugnistabschriften zu richten sn den ,oiis Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Hddönfn (Mähren) AdoHStntaitx ' . . )CItitu*V9rfUhtr SCHUHMODELLHAUS Feinste'V OQRN /Allein- Han y., . ^rverkauf d. rahmenundV^^^^iarke Bally Abend-Schuhe H^^im ll. Bezirkt Pralaol RESTAURANT KAUFMANN unter Aufsidit Sr. EhrwSrcien^Herrn Dr. UNNA, Mannheim MANNHEIM C 4.12. 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Keren Kajemeth und Keren Hajessod: a) Keren Kajemeth l'Jlsraei als soziales Instrument der jüdischen Aufbau-Arbeit in Erez Israel von Hr. G r a n o v s k 1, b) Die Böden des jüdischen Nationalfonds am 1. Jänner 1925, c) Das Wachstum der KKL-Sammlungen, d) Die Arbeiten des Keren Hajessod ln Erez Israel. fi Tel-Atu iw, P. O. B. 21 PREIS 1 SCHILLING Telegr,-Aär.t Museum I VMBWBMWinigfNBBIMUlBraiMMNHrai Sie Bettwanze kamt Brut wird am sichersten mit FlOuig Ruuolln bekämpft. Keine Spritze njtlg, IvasserHell, ohne Fleckenbtldung. Keine GeruchSwahrnehmung nach erfolgter DeS» infektion. Man verlange dt« '/-,'Flafche -zu 8 i.so oder die -Flasche zu S 3.— in den Apotheken, Drogerien und Farbenhandlungen RnuollnfabrikaUon Kufstein, A. Blachfelner 61 »odSfchi vgelmoosgaffe 9 B-dHall Haatztstratze 15 Wurftu Setchwareu aus der Fabrik Moritz L a z a r, Wien Aüfticht der Schiffschul Kalte u. warme Speisen ^Brillanten, Perlen, Juwelen, höchste Prelle. Rabinowitich, i. Maylerstr. 8. ll.Hollandltr. 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