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Wiener Morgenzeitung · 1925-05-26 · Heft 2250 (26.5.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2250 (26.5.1925)
Date
1925-05-26
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Gew 8 Wien. DienSrag Wiener Monaenzettung. 26. Mai 1926 Nr. 2250 Bühne und Kunst. »La« Mädche« ans dem goldenen Westen." lNeueinftudierung im Operntheater.) Wildwest und Kino auf der Opernbühne! Eine Treibjagd auf Menschen wird veranstaltet als wären cs wilde Tiere, immer wieder krachen Schüsse, warmes Menschenblut rieselt von der Diele auf die Hand des eifersüchtigen Liebhabers herab und ron den Vorbereitungen zur Hinrichtung des Räubers Rammerez bleibt uns keine Einzelheit erspart. Schon hat er die Schlinge um den Hals und müßte im nächsten Augenblick baumeln: da kommt Minnie hoch zu Roß herangaloppiert und befreit ihn. Diese romantisch angchauchte Hcldenmaid, welche mit der Pistole umgehen kann, die eine Schenke und eine Spielhölle führt und von Gold und Whisky lobt, weit draußen ii: der Polkabar des kalifornischen Urivaldes, hat P u c c i n i in knappen Zügen uwgemeiin lebendig gezeichnet. Noch lebendiger freilich gestaltet sie die I e r i tz a, die in diesem Bollblntmädel aus Wildlvest sich selbst spielt. Ihre glühend hei'ßcu hohen Töne schleudert sie mit der gleichen Heftigkeit von sich wie die Sessel und Spielkarten, und — trotz all ihrer Mätzchen — raubt cs einem förmlich den Atem, mit welcher Lebenswahvheit sic um das Leben ihres Geliebten pokert und zu dessen Rettung die versteckte Karte aus dem Strumpf zieht. Die Knalligkeit und Blutrmrstigkeit des Theaters unterstreicht sie noch und schafft damit eitne derart überhitzte Bühnenatmosphäre, daß der Hörer mitgehen muß und jedes Räsonieren ob dieses Verisnro sein läßt. Auch der Amerikaner Piccavcr fühlt sich in seiner amerikanischen Rolle ganz heimisch. So ganz nebenbei versucht er auch, den Räuberhauptmann mit eigenen Zügen auszustatten, soweit es eiben sein Phlegma zuläßt. Doch in der Hauptsache singt er, schmeichelt und kost die üppig blühenden Piccaver-Töue, und wenn er am Schlüsse in der prachtvollen Gcs-Dur-Kantrlene loslegt, bleibt kein Frauenherz ungerührt. Als Dritter im Bunde diloses „Toska-Drereckes" spielt Herr Jerger den Sherisf, elegant, geschmeidig, ciftt wenig kühl. Das Orchester leitete Kapellmeister Reichenberger, die kostbare szenische Ausstattung ist die gleiche geblieben Wik vor zwölf Jahren. Als wir damals zum letzten Male das „Mädchen aus dem goldenen Westen" im Operntheater hörten, überraschte uns noch das neuartige, anrerikanisch sein sollende Milieu, das uns heute — im Zeitalter des Saxophons — von jeder Tanzbar her wohl vertraut ist. Um so mehr darf mau heitte die Milieuschilderung Puccinis bewundern: Wie sparsam untermalt er die Szene, wie großartig hält er mit seinen Lyrismen, Tänzen und Ariosos Haus, welche gleich Lichtungen das Gestrüpp der schauerlichen verrstischen Klänge unterbrechen, wie weise verteilt er das spärliche Dur-Licht gegenüber den düster-drohenden Moll-Schatten! — Die Neubearbeitung, welche einen stürmischen Erfolg und nach langer Zeit wieder zum ersten Male ein ausverkanfles Haus brachte, nahm mehrfach Kürzungen der Oper vor. Leider entfiel auch di reizende Bibelszene, welche man nicht gerne missen möchte. flb. »Soll man er sagen?" (Akademietheater.) Ein Volltreffer. Diese überaus lustige, mit Geist plump inszenierte Parodie von Eugen L a b i ch e (freie liebertragung von Andreas Latzko) macht aller: Freude. Auch den Schauspielern, die schr vergnügt sind, endlich an einem tauglichen Objekt die Kunst des Komödiespielens über: zu dürfen und in ihrer Gesamtheit mit außerordentlicher Wirkung grotesken Ulk treiben. Der Schlager — er trägt diese Bezeichnung in Ehven — ist keine harmlose, süßlich-süffige Angelegenheit, sondern eine kecke, eindeuttge Burleske, aber von der spekulativen Zote so weit entfernt wie das Kunstwerk vom Kitsch. Die bunt durcheinander wirbelnden Szene:: führen den Mann als gehörntes Lebewesen vor. Hans Br ahm läßt die drei Akte durch Zirkus-Renz-Musik einleiten, zwischen bunt geAexten Bovstadtkulisfen spielen, die Akteure benehmen sich wie Schmieronkonwdianten, tragen Kasperlmasken (aus der Spießersphäre) und sind nach Krähwinkelgeschmack anno 1870 gekleidet. Alle Mitwirkenden fink ans der Höhe. Gisela W i l k e sei besonders genannt, weil uns ihr superbes, parodistisches Talent neu ist, uuö Otto Treßler, dessen kindliche Luft am Allotriatreibei: sich diesmal auf das erheiterndste auslebt. Sein weibstoller Muferolle ist eine Prachtleistung und die ganze Aufführung, an derer: Gelingen noch die Damen Se idle r und Glossy, die Herren Dan egg er, Maierhofer, Günther, Pranger und Arndt gleichmäßig Anteil haben, ist eii: erquickliches Amüsement. O. A. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, »Ko mödie -erBerführung". A k a v e m i e t b e a t e r. Die Schlußvorstellungen von Professor Max Reinhardts Seminar an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst finden am Donnerstag den 28. und Freitag den 29. d., 7 Uhr abends, statt. Zur Aufführung gelangen Bruchstücke aus „Die Räuber", „Der e i u g e b t lb c t c Kranke" und „S o m m e r n a ch t s t r a u m", am zweiten Abend aus „Die heilige I o h a n n a" und „B u n b u r y". Staarsoper. Morgen. 7 Uhr abends. „D i e I üd i n". — Die Direktion hat mit der Kammersängerin Frau Selma Halban-Kurz einen neuen Vertrag abgeschlossen, der die Künstlerin für eine größere Zahl von Abenden verpflichtet als in den letzten Jahren. Deui'chesVolkstheater. Heute, 7 Uhr abends, „Maria Stuart". Ju der Titelrolle debütiert Anny R o m a n g. den Mortimer spielt Karl P a r y l a. Morgen. V,8 Uhr abends, neu etnstudtert, das heitere Sviel „H ans S o n n e n st L ß e r s Höllenfahrt" von Paul A v e l, Musik von Fritz B e e r m a n n, Tänze von Gertrud Bodenwieser. Kleines Theater in der Annagasse. Im Rahmer: des Ensemblegastsvieles des Deutschen Volkstheaters wird ab heute Louis Berneuils Lustspiel „Karussell" aufgeführt. Mitteilungen aus dem Publikum. Wied«, su haben! Orig. Iraoz. Zlganirinpapür JbB Bureau: Win, Vlil. Skodigas» IS/2 RUDOLF GOLDSTEIN Wien. TI. Taborstrasse 54 Kammerspiele. Maria Or 8 ka spielt heute und morgen, 7,8 Uhr abends, die Henriette in S t r l n d b e r g s „Raus ch". Donnerstag spielt die Künstlerin zun: ersten Male in Wien die Eleonore in Strindberqs Pafsionssvlel ,O st e r n". Heute im Rahmen der Nachtvorstellungen Premiere des Einakterzyklus „F ü n f M i n u t e n L i e b e". Theater in der Josef st ad t. Heute, 7a8 Uhr abends. Erstaufführung von „I u a r e z und M a x i m tl i a n", dramatische Historie in drei Phasen (13 Bildern) von Franz Werfel. Morgen, zum 5V. Male, „Gesellschaft". R e n a i s s a n e e b ü b n e. Freitag den 29. d.. zum ersten Male daS französische Lustspiel „Ein nacktes Mädel gefunden" (On a trouve une femme nuc) von Andres Birabeau und Jean G u t t t e n mit Charlotte Ander. Roland-Bühne. Donnerstag, 8 Ubr abends, Premiere von „P e v t, d l e P e r l e", drei heitere Akte von Armin F r i e d m a n n, mit Gisela Werbeziel. Ein Bronnen-Skandal in Bremen. Während der Aufführung des B r o n n e n s ch e u Dramas „Vatermord" tu Bremen kan: es zu heftigen Skandalszenen. Ein Teil des Publikiuns protestierte lärmend gegen einzelne Szenen des Stückes und pfiff den Schauspieler Swartowski aus. Andere Zuschauer nahmen für das Stück und den Schauspieler Partei. Die Skandalnenen nahmen schließlich einen solchen Umfang an, daß die Vorstellung abgebrochen werden nmßte. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen unter den Ruhestörern vor. Baldwin enthüllt ein Relief Epsteins. Der Premierminister Stanley Baldwin nahm am 19. d. in: Hyde-Park die Enthüllung des zum Andenken an den berühmten Naturforscher und Geographen W. H. Hudson errichteten „Vogelhauses" vor. An diesem Denkmal ist eine Relieftafel des jüdischen Bildhauers Jakob Epstein angebracht, die eine Stelle aus Hudsons Buch „Green Mansions" versinnbildlicht. Die Tafel erregt die Bewunderung aller Kunstkenner. Nach der Erhnllung durch Mr. Baldwin sagte der Vorsitzende des Denkmalkomitees, Mr. R. B. Cunninghame Graham, es sei ein hohes Fest, wenn ein Genie wie Epstein ein Genie wie Hudson feiert. Ein neuer Gnadenakt der Jeritza. Zwischen der DireWion des Operntheaters und der Kammersängerin Maria I e r i tz a sind Verhandlungen im Zuge, die die Künstlerin vom nächsten Jahre an wieder für dine längere Tätigkeit (sic!) als in der letzten Zeit am Operntheater verpflichten werlden. Gerichtssaal. Das Urteil im Prozeß Waldegg. Otto Waldegg zu zwei Jahren schweren Kerkers verurteilt. Nach sechstägiger Verhandlung wurde der Prozeß gestern beendet. Zu Beginn des gestrigen Tages ergriff der Staatsanwalt Dr. Nahrhaft das Wort zu seinen Schluß ausführ ungen. Er betonte, daß der Zusammenbruch der Nordifch-Oefterreichischen Bank deshalb so großes Aussehen erregt. habe, weil es sich hier um ganz kleine Sparer handelte, die ihr Vermögen, was bei keiner einzigen zusammengebrochenen Bank sonst der Fall war, restlos verloren. Irr erster Linie sei Waldegg zur Verantwortung zu ziehen. Waldegg habe sich nahezu unumschränktes Berfügungsvecht innerhalb feilner Bank gesichert. An den ungeheuren Adaptierungskosten sei auch v a u Rohen mitschuldig. Er habe kernen Einspruch dagegen erhöben daß Milliarden für den Bau des Bankgebäudes in Anspruch genommen wurden, obwohl man nur 300 oder 400 Millionen in der Kasse hatte. Für diese schwere Schuld — erklärte der Staatsanwalt — wird sich auch Herr van Rohen zu verantworten haben. Die Effektenverpfändung stelle dann den schwersten Treubruch gegenüber den eigenen Klienten dar. Schließlich erklärte der Staatsanwalt, daß er mit derselben Strenge wie gegen Waldegg auch gegen den Präsidenten und gegen die übrigen Verwaltungsräte der Bank Vorgehen werde. Hierauf meldete:: die Vertreter der Privalbeteiligten ihre Schadenersatzansprüche an. Verteidiger Dr. Forma net bemerkt in seirwm Plaidoher: ,^Jch hätte wohl geglaubt, daß der öffentliche Ankläger nicht nur auf demagogische Schlagworte gestützt . . ." (Der Vorsitzende unteroricht ihn mit den Worten: „Ich muß diesen Ausdruck aufs schärfste zurückweisen! Und tvem: Sie in dieser Tonart fortfahren, auch strengere Maßnahmen verfügen.) — Verteidiger: Ist es nicht merkwürdig, daß der Angeklagte Waldegg heute allein ans der Anklagebank sitzt? Es wurde eilte geradezu feierliche Erklärung des öffentlichen Anklägers gehört, daß auch gegen andere Funktionäre ernstlich vorgeaangen werden wird! Ich höre die Botschaft uiid ich will sie glauben. Aber es wäre vollkominen gerecht gewesen, daß gegen sie gleichzeitig mit Wald egg der Prozeß geführt werde, damit die Schuld desjenigen, der heute auf der Anklagebank sitzt, richtig beurteilt werden könne. Der Verteidiger schließt seine Rede mit den folgenden Worten: Ich bitte, in mir n:cht einen Mann zu sÄ-en, der Herrn Waldegg nur atls Beruf verteidigt. Ich kenne ihn seit Jahren und sage daher, daß an diesen: Mann kein Makel ist. daß er tadellos honorig ist und daß an leinen Fingern kein Geld von Veruntreuung oder Betrug klebt. Wenn der hohe Gerichtshof dem Fall gerecht werden will, dann muß er Otto Waldegg vont Betrtig und von der Veruntreuung fveispvechen. Hinsichtlich der Krida überlasse ich das Urteil einen: Ermessen des hohen Gerichtshofes. Un: halb 8 Uhr abends wurde nach mehrstündiger Beratung das Urteil verkündet. Der Angeklagte Otto Waldegg wurde des Verbrechens der Veruntreuung und des Verbrechens der Krida schuldig befunden und zu zwei Jahren schweren verschärften Kerkers verurteilt. Bon einzelnen Fakten sowie von: Verbrechen des Betruges wurde der Angeklagte freigesprochen. In iwr schr umkanareichen Beigründung sagte der Vorsitzende, daß der Gerichtshof die Aussagen der Zeugen T z a p p, van Rohen, H u s s a r e k und Lind absichtlich gänzlich unberücksichtigt geläsfen hat, ohne daß das Gericht diesen Zeugen den Dorwnrf einer unrichtigen Aussage mache:: ivolle. Bei der Bemessung der Strafe wurde als erschwerend die Konkurrenz eines Verbrechens mit einem Vergehen, die zweifache Qualifikation, die Fortsetzung der strafbaren Handlung durch längere Zeit und die Empfindlichkeit des Schadens angenomuren, als mildernd die Unbel ch l t e n h e i t, der ante Len m n u d, das umfassende G est ä n d n i s des Tatsächlichen und die leicht aufgestoßene G klegen heit infolge Nachlässigkeit dritter Personen angenommen. Die Privatboteiligtcn werden mit ihren Ansprüchen auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Der Verurteilte erbat sich Bedenkzeit. Der Mörder vom Karlsplatz. Der Oberste Gerichtshof als Kassalionshof hatte sich gestern mit der Nichtigkeitsbefchwerde für den 22jährigen Karl B er gm eiste r zu befassen, der durch das Urteil des Wiener Schwurgerichtes wogen Raubmordes an der Comptoiristin Berta Geißler zu zwanzig Jahren schweren Kerkers verurteilt worden ist. Nach durchgeführter Verhandlung wurde die Nichtigkeitsbeschwerde verworfen. Die Revision des Schapiro-Prozesses. Aus W a r s ch a u wir-d gonreldet: Das Oberste Militärgericht hat bekanntlich das Urteil des Plozker Fcildgerichtes, welches im Jahre 1920 den Rabbiner Schapirv wegen Einverständnis mit den: Feinde zun: Tode vernrteilte und erschießen ließ, kassiert und eine neuerliche Verhandlung angeordnet. Die Verhandlung wird an: 29. d. in Warschau stattsinden. Volkswirt. Die Arbeitsaussichten Haifas im Miirr 1928. In: März horrifchte nur sehr geringe Arbeitslosigkeit in Haifa. Die meisten in Haifa landenden Einwanderer gehen nach den: Süddistrikt, citöcrc zu ihren Verwandten in den Kolonien und eine kleine Zahl, nicht mehr als 10 bis 15 Prozent, bleibt in Haifa, zuuwist materiell unabhängige Leute, die aus den Apbeitsinarkt keine Einwirkung haben. Für die koinnrende Saison besteht, laut „Eonmreroial Bullcti,:", Aussicht für die Unteribringung zahlreicher ltlribeitskräfte ans folgenden Gebieten: 1. In der T a b a k k u l t u r. Trotzdem in diesem Jahre die n:it Tabak zt: bebauende Fläche kleiner als in: vorigen Jahre ist, schätzt u:au für u:iudestens zwei Aionate die nötige weitere Zahl an erforderlichen ^Arbeitskräften ans 100 bis 150. 2. In der B a u t ä t i g £ c i t. Außer zirka zwölf neuen Häusern in Llfuleh und einer Reihe von Ställen in einzelnen jüdischen Siedlungen in: Betrage von 10.000 Pfund gibt es vorläufig in: Novddistrikt keine direkten Aussichten für Bauarbeiter. In der Stadt und den neuen Vororten und auf den: Karmel sind gegen 70 bis 80 neue Häuser für zirka 56.000 bis 64.000 Pfund in Aussicht gonoiumen, außerden: der Bau des Haifaer Haude<lSze:ttruu:s für 50.000 Pfund sowie die Errichttmg einer Falbrik für MaMth in Haifa mit einem Kapital von 6000 bis 6000 Pfund. 3. Andere U n t e r n e h m u i: g e n. Unter den: Nanten „?lcre Bah Dewelopment Cy." wurde eine Gesellschaft begründet, die den Zweck hat, das zwischen Haifa nnd Akko liegende Lan:d zu entwickeln und zu bebauen. Die Gelsellschaft trägt sich mit der Durchführung einer ganzen Reihe von Projekten; für dieses Jahr will sie jedoch ihre Tätigskeit aus kleinere Borlbereitungsarlbeiten beschränken und vovlänsig aricht mehr als 80 bis 100 Leute beschäftigen. In: Lause von zwei Jahren sollen alle Siedlungen 'n: Tale Esdravlon mit Wasser versorgt werden; die Kosten hier-' für werden attf 40.000 Pfuitd geschätzt, wovon 60 Prozent auf Arbeitslöhne enlsallen dürften. Bei den Kabbarrah-Sümpfen werden voraussichtlich nicht viel mehr Arlbeitskräfte benötigt als im vorigen Jahre. Man nimnrt an, daß diese erlvähtrten Uniternehnrungen gegen 1200 bis 1300 Llbbeiter in den nächste i: paar Monaten beschäftigen werden, d. h. 40 bis 50 Prozent dir vorhandenen dlübeitskräfte. Es hat sich ein Mangel an Handlvovkevu, Wie Zimmerern, allen Arten von Metallarbeitern, Ziunschnttoden, Eloktrizität^- arbeit>ern, Schneidern nifliv. bonterkbar gemacht. Nur wirtschaftliche Verständigung zwischen England und Rußland? London, 25. Mai. (Wolfs.) „Daily Expreß" ineldet, daß sich unter dem Namen „Anglo-Nussian Conciliat i o n A s s o c i a t i oeine neue Vereinigung rnit den: Ziele, die Beziehungen zwischen England und Rußland zt: pflegen, gebildet habe. Der Direktor der Bereinigung Talbot, der früher Vizepräsident der Vereinigung britischer Gläubiger Rußlands war, habe in einen: Briefe an N akowsky diesem die Bildung der Vereinigung mitgeteilt und darauf hingewiesen, daß es im Interesse sowohl der Gläubiger Rußlands wie auch aller an der Wiederherstettltlrg normaler Beziehungen und einer norntalen Entwicklung des Handels interessierten 5kreise liegen ivürde, wenn größere Aüstrengungen unternvmttlen würden, um einen direkten und persönlichen Kontakt zwischen den Vertretern der Sowjetregierung in London und Rußland und den britischen Bürgern herzustellen, die eine baldige und gerechte Regelung der unerledigten Streitfragen zwischen den beiden Ländern wünschen. Talbot teilte dem „Daily Expreß" mit, daß er binnen kurzem auf Einladung der Sowjetregierung nach Rußland gehen werde, um eine praktische Grundlage für diese Regelung zu erörtern. Privllesierte österreichisch-ungarische Staats» Sisenbaha-Ses llschaft. E In der gestern abgehaltenen Bilanz-Sitzung des vereinigten Bevwaltungsvates wurde beschlossen, der für den 10. Juni 1926 einberufenen 68. ordentlichen Generolvevsamm-. lung zu beantragen, die für das Jahr 1924 zur Auszahlung

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