Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2222 (28.4.1925)
- Date
- 1925-04-28
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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m? 6 Wien. DienÄivg Wiener Mornechettunz. 28. AM 1926 Nr. SSW Gerichtssaal. Irr Ankerbrotproreß. Das Schwarzbrot wird aus dem Verfahren ausgeschieden. Gesterir wurde der drille Sachverständige, Professor Müller, einvernommen. Bam Vorsitzenden aufgefordert, seinen Standpurttt über die Angemessenheit oder U e b e r m äßig-keit des Brotpreifes der Fabrik znsammenfassend darzulogen, sa,gte der Sachverständige: Wenn man bedenkt, dass die Änkevbrötfabrik sowohl die Zinsen vont eigenen Kapital als auch die Rachschaffungskosten in weitestgehendem Maße in -die Preisberechnung ausgenommen hat. so must der errechnete Betrag von 261 Kronen bei einem Laib Brot als reiner Unternehmerlohn angesehen werden. — Boris.: Würden Sie dreien Usberschuß als angemessenen Gewinn betrachten? — Sachverständig e r: Gegen einen solche,: Gewinn, der 6,5 Prozent vom Verkaufspreis an Wiederverköufer beträgt, wäre kaum etwas cin.zuwcnden. — Bors.: Das heißt, da st der Preis des Brotes einschließlich der 251 Kronen kein übermastiger gewesen wäre, wenn nicht noch andere Gewinnibetrage da.zugekonnnen wären. — Sachverständiger: Ganz richtig. Im Laufe der Befragung des Sachverständigen bemerkte Tr. Benedikt: Ist es richtig, Herr Professor, daß Sie während der Frist, in der Sie Ihr Gutachten verfaßt haben, m i t dem Staatsanwalt in Verkehr getreten sind? — Sachv e rst ä nd ige r: Nein, ich wüßte nicht, wozu, das geschehen fein soll. — Tr. Benedikt: Mir ist davon berichtet worden. Dr. Mravlag richtet eine Reihe von Fragen an den Sachverständigen und bekommt schließlich von ihm die Antwort: Ich bin sa keirr Fachmamr für IMuhrwefen. — Doktor Mravlag: Ta sind wir sa, wo wir M wollen. Sie sind kein Fachmann für Zufuhrwesen, Sre sind kern Fachmann -für Schlosserei. Sie sind kein Fachmann für Tischlerei »sw., Sie mußten sich deshalb auf Schätzungen verlassen und aus diesem Grunde ist Ihr Gutachten nicht maßgebend. — B o rs.: Darüber wird das Gericht entscheiden. — Doktor Benedikt: Herr Sachverständiger! Ist Ihnen bekannt, die Firma Meinl zehnprozentige Goldobligationen mit Bewilligung der Regierung an jenen Teil ihrer Kundschaft, die Geld bei den: Unternehmen anleigen wollte, herausgah? — Bors.: Das ist ja notorisch. — Dr. Benedikt: Daraus ziehe ich den Schluß, daß ein Gewinst von mehr als zehn Prozent von der Regierung für zulässig gehalten wird. Dr. Gruber: Die Sachverständigen halben die Mühle und den 'Handelsbetrieb direkt passiv gemacht, um bei der Brotfabrik Uebergewinne konstatieren zu können. — Angekl. Fried: Unsere Mühle, die größte Roggennrühle von Europa, erscheint mit über zwei Milliarden passiv, damit sich übermäßige Gewinne bei der Brotfabrik zeigen. Hierauf werden die beiden Sachverständigen Heindl und Sedl a k vorgerufen. Die Verteidiger richten an die drei Sachverständigen Müller, Heindl und Sedlak Fragen bezüglich der Details, in denen sie Widersprüche seitens der Sachverständigen'konstatiert haben wollen. Es entspinnt sich eine langwierige Debatte um in die kleinsten Details eingehende Errechnungen. Im Laufe feiner Ausführungen bemerkt der Sachverständige S ed la k. daß die Sachverständigen bei ihren, Untersuchungen stets von der Voraussetzung ausgingen, daß der NornmÄaib, ab Weißbrot oder Schwarzbrot, ein Gewicht von 1,26 Kilogramm halbe. Sie haben dies nicht nachgeprüft, sondern in ihren Berechnungen als gegeibenen Faktor verwendet. Im Lause der Gerrchtsverh andlüng hat es sich nun herausgestellt, daß das Schwarzbrot gegenüber dem Weißbrot übergewichtig ist. — Der Staatsanwalt bemerkt, daß es sich hievbei um ungefähr ,10 Prozent der Brotevzeugung handelt, denn in diesem Verhältnis steht die Schwarzbroterzeugung zur Weißbvoterzeugung. Der Staatsanwalt bespricht dann die Brotpreiserhöhungen im Herbst 19S4, der Preis wurde am 27. Oktober auf 8500 K. erhöht. Dann wuvde der Preis aus einmal um hundert Kronen herabgesetzt. Warum ist das geschchen? fragt er den Angeklagten. Der Angeklagte Fried «Märt hierauf: Ich bin damals gerade nach Wien zurückgekehrt und man hat mir mitgeteilt, daß inzwischen die Wirtschastspolizei eingeschritten ist. Ich habe mich bemüht, zu erlfahren, was gegen uns vorliegt, konnte aber nirgends ein« Antwort erhalten. Ich hübe den Sektionschef Seidl ausgesucht, der sevgte mir: Gehen Sie auf jeden Fall herunter. Ich antwortete: Wenn Sie aus wirtschaftlichen Gründen es -für nötig halten, so will ich gerne herunter gehen. Am anderen Tage hat mich Vizekanzler Dr. Frank empfangen und ich halbe chm alles vorgetragen. Er sagte: Lassen Sie halt etwas nach. Ich habe geantwortet: Wenn es ans politischen Gründen' nötig ist. werde ich etwas Nachlassen, und daraus halben wir den Preis um 100 Kronen herabgesetzt. — Staats-. an Walt: Am 9. Oktober find Sie mit dem Preis von 8500 auf 8700 Kronen hrnanfgegangen. Was war der Grund? Angekl.: Erstens die fortwährend steigerten Getreidepreise, das MM hat um 50 Prozent mehr gekostet und die Arbeiter halben sechs Prozent Lohnerhöhung erhalten. Mit erhobener Stimme:) Wir haben damals faktisch unter dem Preis verkauft. Nun sprechen Dr. Benedikt und Dr. Gruber zu dem Antrag des Staatsanwaltes auf Aussche>rd«n des Verfahrens bezüglich des Schwarzbrotes. Dr. Benedikt meint, dadurch würde die ganze Sache erschwert, verlangsamt und mit weiteren ungeheuren Kosten belastet. Dr. Benedikt schließt: Das einfachste wäre, wenn sich der Staatsanwalt entschlösse, die Anklage bezüglich der Preistreiberei vom Schwarzbrot zurückzuzrehen. Nach längerer Beratung verkündet der Vorsitzende .folgenden Gerichtsbeschluß: Was die Anklage betrifft, der Angeklagte habe in der Zeit vom 4. Februar 1924 bis zmn 9. Jänner 1925 im Sinne des Preistreibereigesetzes 8 87 übermäßige Preise für Schwarzbrot gerechnet, so habe der Gerichtshof die Ausscheidung dieser Anklage aus dem gegenwärtigen Verfahren beschlossen, da die Durchführung der Beweise eine bedeutende Erschwerung mit sich bringen und eine Vertagung der Verhandlung erzwingen würde. Dr. Gruber stellte hierauf neuerlich drei Beweisanträge, und zwar erstens auf Einvernahme der Herren F-ig- Vor und Haufer,darüber, daß die Spef-enberechnung durch die Buchsachverständigen in ihrem Gutachten derart statt«- furchen hat, daß sie so verteilt wurde, daß die Ntzbenbetriobe der Broterzeugung passiv wurden, wodurch eben der Romgewinn beim Brot übermäßig erschien. Zweitens solle eine Anfrage an die Finanzlandesdirektion gevichtet werden, ob es richtig ist, daß bei Brotfabriken die Besteuerung zehn Prozent vom Umsatz betrage. Schließlich sei ein Beweis darüber äbzuführen, in welcher Weise die acht Schlosser in der Mühle verwendet wurden. Der Gerichtshof wird über diese Beweisanträge heute entscheiden. Die Berhandluna wurde nur 7 Uhr abends abgebrochen. Volkswirt. Mederbelerunsrversuche der Lepofltenbank. Während alle Vorbereitungen für die möglichst glatte Abwicklmdg des Ausgleichsverfahrens bei der Depositenbank getroffen werden, sind hinter den Kulissen Bestrelbungen im Ziele, die Bank in irgend einer Form wieder aufersteh e n zu lassen. Die Initiatoren dieses Planes gehen von der Ansicht aus, daß nach der Durchführung des Ausgleiches und der dadurch bewirkten Befriedigung aller Gläubiger die Bank noch immer so wertvolle Aktiven besitzen werde, die billig zu erreichen wären, daß die Auferstehung der Depositenbauk eilt glänzendes Geschäft für die Durchführungsovgane dieser Idee -bieten könnte. Solche Verhandlungen wurden schon im Sommer des Vorjahres mit französischen und englischen Kapitalisten angtzbahnt, doch kam es damals zu keinem Resultat, da bekanntlich die Regierung lange Zeit mit der formellen Verhängung des Aitsgleichsversahrens gezögert hatte. Die Vertreter der französischen Finanzgruppe, die damals auch mit dem jetzigen Minister des Aeußeru Mataja Fühlung genommen hatten, verloren endlich die Geduld und reisten unverrichteter Dinge wieder ab. Es wird nunmchr versucht, Schweizer Kapital für diese Zwecke heranzuziehen. Es besteht Mar vorläufig der Plan, die Liquidation der Depositenbank durch das I n st itut für öffentliche Unternehmungen in einer Form durchführen zu lassen, daß eventuell eine Fortcxistenz der Depositenbank an der Seite des Institutes irgendwie gesichert werden könnte. Doch scheint dies einer Reihe von Faktoren nicht M genügen, und sie versuchen nunmehr, mit Schweizer Geld den Ausgleich durchzuführen, um dann die Bank neu erstchen zu lassen. Die für die Durchführung des Ausgleichs nötige Summe wird mit etwa elner B-rertelb illion geschätzt. Das Institut für öffentliche Unternehmungen könnte nur schwer eine solche Summe stellen. Dagegen erklärt sich ein Schweiger Bankhaus bereit, gemeinsam mit einer Schweizer Finanzgruppe diesen Betrag anfzubringen. Die Vorvechandlungen haben in Zürich stattgesunden. Im Lause dieser Woche soll der Schwoizer Vertreter nach Wien kommen und hier die Verhandlungen zu Ende führen. Ei,: dritter Plan bestM endlich darin, wieder die englische Finanz zu interessieren und mit ihrer Hilfe, eventuell unter Heranziehung des Kreditinstituts für öffentliche Unternehmungen, aus der Depositenbank eine Warenlombardbank zu machen. Unter allen diesen Projekten ist das Schweizer Prospekt allem Anschein nach seiner Verwirklichung am nächsten. Allerdings nruß der Verlauf der wetteren Verhandlungen abgewartet werden, bevor von einer wirklichen Wiederbelebung der Depositenbank die Rede sein kann. Ae BerzSgerungrruschlSge bei de» Wüsche« Steuern. In der am Mittwoch stattfindenden Sitzung der Vertretung des 8. Bezirkes wird Herr Begirksrat A. Engel den folgenden Antrag einbringen: Trotz der furchtbaren Wirtschaftskrise, die täglich Zusammenbrüche in Industrie. Handel und Gewerbe yervorruft und die Arbeitslosigkeit täglich steigert, werden durch die Gemeinde Wien bei Nichteinhaltung der Steuertermine für städtische Abgaben ungeheure Berzöge- -rungszuschlage exekutiv einachoben, die beim Niedergang der Krone notwendig waren, sich jedoch in der heutigen schweren Zeit nicht mehr rechtfertigen lasten. 1. Die Bezirksvertretung des 8. Bezirkes richtet au den Bürgermeister die dringende Bitte dafür zu sorgen, daß mit Rücksicht auf die schwere Wirtschaftskrise in Zukunft bei Nichteinhaltung der Termine bei städtischen Steuerabgaben die gleichen Verzugszinsen in Anrechnung gebracht werden wie bei den Bundessteuern und die Der- -ögsrungszzuschläge zu entfallen haben, wrüd «der Bezirksvorsteher. göbetenüJSiKPZSKPZjKPtZPZ a) Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit dieses Antrags wird der Bezirksvorsteher gebeten, ihn dem Bürgermeister persönlich zu überreichen. b) Dieser Antrag ist sämtlichen Bezirksvertretungen Mens mit der Einladung, ihm beizutreten, zu übermittln. Gesellschaft österreichischer BoüSwirte. Die diesjährige Geueralversammlnng dieser Gesellschaft findet Mittwoch den 29. d., 7 Uhr abends, im großen Saale der Handelskammer statt. In derselben hält Herr Dr. Fritz Georg Steiner einen Vortrag über das Thema: Geldmarkt und Wirtschaftskrise". Kapttal-erhöhung. Der Berwaliungsrat der Kupferwerke Böhmen wird in seiner am 19. Mai stattsindenden Generalversammlung «ine Erhöhung des Aktienkapitals von IS,500.000 auf 15,000.000 tschechische Kronen beschließen. Richtigstellung. Infolge eines bedauerlichen Versehens enthielt die Insolvenzenliste unseres Blattes vom 23. d. die Nachricht, daß Wer einen Herrn Valentin Kadlezik, 8. Bez., Marokkanergasse 5. das Ausgleichsverfahren verhängt wurde. Wir stellen hiemit richtig, daß Herr Kadlczrk zum A n Sgleichsverwalter der Firma Berko Kürzer vom Landesgericht -für Zivilrechtssachen bestellt worden ist. Me Ssterreichisch-nngarischen MrtschafsSverhandlungen. Die zur Führung der WirtschaftsvorhM mit Ungarn bestimmte österreichische Delegation 'begibt sich am 2V. d. nach Budapest. Die erste Besprechung wird am 30. d. stattfiuden. — In den Kreisen der Budapester Mühlen-i-ndustviellen gibt man sich der Hoffnung hin, daß es im Verlaufe der Bochandlungen gelingen wird, die österreichischen Delegierten zu einer wesentlichen Reduktion des gegenwärtigen Mehtzolles von 6,25 Goldkronen zu bewogen, wodurch das «ungarische Mehl in Oesterreich wieder konkmuerizfähig würde. Oesterreich ist bei den VechaMumge» durch den grwofonen Ackerbamnmistor Doktor Hsnnst, SeMonSchof Dr. Mörch und Mmifterialuat Doktor EanGuS vertreten. SettivnSchof Dr. Schüller dürfte sch Dosest m BüdMt BMesst». Ausfuhr von Hornmehl und Ledermehl ans Oesterreich. Die Wiener Handelskammer teilt mit, daß mit Gültigkeit vom 1. Mai 1925 die Ausslchr von Hornmehl und Le-dermehl aus Oesterreich ahne Ausfuhrbewilligung und äbgalbeltfrei gestattet ist. Das befteheitde Ausfuhrverbot für HornMne sowie für nasses und trockenes Leimleder bleibt aufrecht. Die Ausgleichstagsatzuug der Modewarenfirma A. u. B. Hofbauer. Gestern fand die Ausgleichstagsatzung der Seidenwarenfirma A. u. B. Hofbauer, 1. B-ez., Tuchlauben 20, statt. Konrmcrzialrat Dr.' Berg, der Direktor des Kreditoreilvereins, erstattete als AusgleichÄoerwaltcr das Referat über die Ursache des Zlrsantmenbrnches der im Jahre 1807 gegründeten Firma. Die Bilanz für das Jahr 1923 war noch hochaktiv, wöbei zu berücksichti-gelt ist, daß sie eigentlich noch günstiger war, da ein Haus, das eine halbe Milliarde wert war, nur nttt fünf Millionen bewertet wurde. Als Hauptnrsache der Insolvenz wird der Zusammenbruch der Depositenbant angegeben, welche Bank dieser Firma Ms einem Frankerlgeschaft 10.500 Dollar schuldig geblieiben ist. Diese Summe ist nach dem Zusammenbruch der Bank für die Firma verloren gewesen. Als lveitere Ursache werden die Berlnste im Warenlager angeführt, da die Warenpreise bei den Modeartikeln ziemlich stark rückgängig waren. Schließlich wurden du großen Z i n s e n 1 ast e n, die die Firma nn Jahre 1924 zu zahlen hatte, so schwer, daß die Firma um das Ausgleichsverfahren ansuchen mußte. Die Gesanttaktiven betragen 6924 Mlllionett, denen Passiven in der Höhe von 8700 Millionen gegen« überstehen. Als Ausgle-ichsquote werden 42 Prozent, in sechs Monaten zahlbar, augeboten. Dieser Antrag wurde äugenommen. Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnei über Franz Gn-ttmann n. Co., 7. Bez., Zieig'lergasse 99. Die Passiven betragen 3,25 Milliarden. — Ferner über Frani Radda und O. Neumann, registriert unter der Frrrna Franz Radda, Hornwarcn- und Stockfabrik, 12. Bez.. Margaretengürtel 6. Passiven 750 Adillionen. Es werden 55 Prozent in sechs gleichen Monatsraten geboten. — Um die Eröffnung des Ausgleichsverfahrens hat die Komman'di^gesellschaf: Kraus u. Co., 1. B-ez., Schreyvoael'gasse 3, angesucht. Emanuele Kraus, Triest, hat gemeinsam mit der Bie-dermann-Dank, dem Konsul Bernhard Kanowitz und den: Direktor Rudolf Singer eim Kommanditgesellschaft gegründet. Die letzteren habeil emc halbt Milliarde Kronen emgebracht, während Kraus alleüt als persönlicher Gesellschafter der Firma fungierte. Nun ist vom Trichter Handelsgericht das Ausaleichsversahren über Emanuele Kraus eröffnet worden. — Weiters wurde das Llusgleichsverfahren über Marie Rath, 5. Bez.. Margaretenstraße Nr. 38. und Franz Tschippan, Markthändler. 3. Bez., Salmgasse 8. eröffnet. — Der Konkurs wurde über das Der« mögen des Kaufmannes Richard Springer, 8. Bez., Strozzi« gasse 38, eröffnet. — Der Kreditorenverein meldet folgend« gerichtliche Ausgleiche: Erich Kühne, Damenkonsiktion, .Inns- 'druck, Adamgasse: Anton Pail, Kaufmann, Innsbruck, Musenmstraße; Albert Skalk. Kaufmann, Steyr; GottfrrÄ D ialer jun.. Kaufmann, Innsbruck; Hermann Embach e r. Kaufmann, Küssen; Franz und Marie Preis, Gemischtwaren, Furth; Witwe Emma Kaltschmied, Soll-Leu-kental. Hundertpri^entige Texttlzollerhöhung in der Türkei. Dir t-ürkischen Zolltaxen für eine Minze Reche von Stoffen, Wäscheartikeln -ulfw. sttid laut „Konfekt imrä^ um 100 Prozent hinauf- .gchetzt worden. Die slürkischen Maininfaktunwcvrenhäudler haben aus Protest die für sie eingetroffenen Waren auf deit Zoll« ämtevn belassen und verweigern die Annahme. Laut Nachrichten aus Angora scheiinit die Regierung bereit zu sem, für Manusakdurwcrreu die Zollevhöhung auf 20 Pvozenlt hevalbzumindern, für Stoffe aller Art soll es dagegen bei den obei» wähnten 100 Prozent -bleiben. Günstiger Stand der polnischen Notenbank. WuS Warschau wird gemeldet: Nach dem letzten Bilanzausweis der Bank von Polen haben sich die Goldeingäng« der Bank im Laufe der ersten Dekade des Monats April u-m 141.000 Zloty erhöht, während die Rosevve an fvemdlSM' scheu Geldsorteit und Devisen um 2,7 Millionen Zloty, KMückgogangen ist. Das Effekitenportefeuille weist eine Zunähme von 4,4 Millionen auf; dagegen haben die Bopschnfß auf Titres um 3,1 Millionen .und die Post „-Kurzfristig wmptvevte Gffiokten" um 6,4 Millionen abgenommen. Im Notenumlauf ist eine Verminderung um 1$ Mib lionen Zloty eingotveten. Der Kontokorrent dagegen worst eine Zunahme u>m 6F Millionen auf. Rußlands wachsende Bedeutung auf dem Holzmarkt. Aus Stockholm wird berichtet: Das umfangreiche Angebot an russischen Waren auf dem hiesigen Holzmarkt hat auch in diesem Jahre -den schwedischen Handel äußerst ungünstig beeinflußt urü den Export schwedischen Holzes nach England nahezu gestoppt. Die großen englischen Aufkäufer haben sich in -der letzten Zeii vollständig vom schwedischen Holzmarkt femgehalten. MrtfchaftSnachrichten aus Paläst-üra. Obw«chl in der ersten Aprilwoche der in Palästina so langers-chnte Regen sich örngestellt hat, muß man doch für dielses Jahr dort, wo fünftsiche Bewässerung nicht in Frage kam, mit einet recht schlecht ten Ernte rechnen, da die vorhergogangene, lanMnhaltend« Dvockenhott den Saaten einen nicht mchr wieder gutzu« machenden Schade« zugefügt hat. In manche« Landstrichen muß man sich direkt auf eine Mißernte gefaßt machen. — Im Monat« Februar fand die -erste direkte Orange »Verschiffung von Jaffa nach dem Waliiser Hafen statt. Nach Southampton und London werden auch direkte Sendmtgon vovgenomirmn. .Aüf den englischen Märkten fiitfb die Preise ganz beträchtlich gestiegen. Bei den letzten Verkäufen wurden durchschntttlich pro Kiste 16 Schilling erzielt. — Zur allgemeinen Information wird m-rtgetöilt, daß nur dann Zollfreiheit für den Import von Maschinen durch Maschm-mhäMer gewährt wird, wenn diese Händler dem Direktor -für Zollwesen oder dessen Vertreter Nachweisen können, daß diefe Maschinen auf die Bestellung eines Abnehmers hin impovtievt wurden, welcher Eigentümer oder Leiter einer Fabri» oder eines industriellen Unternehmens ist, und zwar vor -erfolgte» Einfuhr. „Stattstische Nachrichten." Die Aprilnummer der „Statt-, stischen Nachrichten" entMt einen Uebechlick über die Wirtschaftslage Oesterreichs von Jänner bis April 1926. (Groß- und KleinhandelÄndex. Aktienmdex. Wiener Devisenkurs«, und Brr den jeweiligen Duvchschnittskurs. Höchftkurs und Min- Kurs, Sparemiagenstatisttk, PwdMiönsstatistik, Neuindungen und KavitalSechLhungsn, Staatseinnahmen, Fremdenverkchr ufw.) Ferner -enchält die genannt« Nummer m« New-Uorker Getreidekutte und Frachtraten im März und im April, ein« internationale Statistik der Menproduktion im «asten Vierteil ahr 1936 und in den voraugegangenen Uns Iährvn, eine österreichische S-trMtatistik «r 1934, einen Bericht mm die AtbettSlöhne in Oesterreich und noch anderes intevefiante- ZWmmaterial. Verwaltung, Wien, 1. Bez.,