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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-16 · Heft 2210 (16.4.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2210 (16.4.1925)
Date
1925-04-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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SM 6 Di-n, Tmn-rrkog_ VRtffit _" 16. UM 1923 ' fffitO Uns Den Aeatern. Durgtheater. Morgen, 7 Uhr abends. ,.M eö e L*. Dienstag „Fenster". Mittwoch „Der Kaufmann von Venedig". Akademietheater. Morgen, 7 Uhr abends, „DerDamenkrieg". Mittwoch „D e r Q u e r u l a n t". Bolksoper. Heute und morgen „GräfinMar i z a". Samstag „W a l t ü t e". Deuts cheSVolkStheater. Dienstag den 21. d. tritt Max Pallenberg in der Titelrolle von Franz Molnars „Liliom* zmn ersten Male auf. Kleines Theater in der An nagasse. Morgen, 8 Uhr abends, deutsche Uraufführung des Lustspieles „GnädtgeFrau. ick, habe sie schon einmal irgendwo gesehen!" von Ladislaus F o d o r. Raimund-Theater. Heute. V38 Uhr abends, 75. Aufführung von „Antonia" mit Sari Fedak. Sonntag, H|4 Uhr nachmittags, „Klein Däumling". Bürgertheater. Karl Farkas gastiert Samstag, Sonntag und Montag als Wallenstein in Kalmans „E i n Herbstmanöver". Neues Wiener Stadttheater. Samstag Erstaufführung der Schwänke „13Tageausderguten alten Zeit" und „OblattsFrauen" von Adolf Gliuger und Otto Tauffig. Theater an der Wien. Sonntag, nachmittags 3 Uhr. „D e r O r l o w". Modernes Theater. Heute. */,8 Uhr abends, letzte Aufführung „Wir lassen uns scheiden..." Morgen (zum ersten Male und die folgenden Tage, V-8 Uhr abends, „Schloß W e t t e r st e i n". Weingartner in Wien. Felix Weingartner ist m Wien cingetvoffen, um das am nächsten Sonntag den 16. d. im Großen MüsiÜ>ereinssaale um halb 1 Uhr mittags stattfindende achte philharmonische Konzert zu leiten. Sonntag den 26. d. findet dann das außerordentliche Konzert „Nicolai" statt, bei dem Weingartner ebenfalls am Dirigentenpult erscheint. Bei dieser Veranstaltung wird er das zehnte Mal sein, daß die Philharmoniker unter Weingartners Leit,mg Beethovens „Nennte S y m p h o n i e" spielen. Weingartner hat in England, S P a n i en und Polen eine Reihe großer Orchesterkongerte mit großem Erfolg dirigiert. Gerichtssaal. Friseur. Kutscher und Bankier. Aus der „Konjunkturzett". Vor einem Schöffe ns enat unter dem Vorsitz des Hojratvs Dr. Härdtl hatte sich gestern der 29jährige ehemalige Friseur>Rudolf Pfeifer wogen Betruges, Veruntreuung und fahrlässiger Krida zu verantworten. Pfeifer hat sich in der Zeit ser Konjunktur als Gründer verschiedener Handelsgesellschaften betätigt und mehreren Firmen Waren im Werte von 500 Millionen entlockt. Noch im September 1922 war Pfeifer Kutscher in Eisenerz und wurde wegen Betruges zu einem Jahr schweren Kerkers verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe gründete er zusammen mit dem airaeiblichen Schweizer Kaufmann I t s ch n e r eine Handelsgesellschaft unter dem Namen „Norving" und verübte die eingangs erwähnten Betrügereien. Nach dem Zusammenbruch dieser Gesellschaft flüchteten beide nach Rumänien. Im IM 1923 kehrte Pfeifer nach Wien zurück und wurde verhaftet, aber gegen Kauticn auf freien Fuß gesetzt. Noch im selben Monat eröffn ete er in ver Pratevstraße "unter der Finnenbeze>ichnung „Pfeifer u. Co." eine Bank- und Handelsgesellschaft. Fm Jänner 1921 wurde Pfeifer auf Grund einer Anzeige neuerlich verhaftet, aber nach wenigen Tagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Er reiste daun wieder mit einem falschen Paß nach Rumänien und gründete nach seiner Rückkehr nach Wien abermals mit einigen Kompagnons, von denen einer inzwischen wegen Betruges verurteilt wurde, eine schwindelhafte Handelsgesellschaft. Pfeifer wurde verhaftet und gestern zu einem Jahr schweren Kerkers verurteilt. Bergmeisters Kollege. Aus dem Prozeß des Mörders Bcrgmeister ist bekamst, daß im Hochschülerheim in Meidling von Insassen, die nicht einmal Hochschüler waren. Diebstähle an ihrem Kollegen verübt wurden. Gestern hatte sich vor dem Jugendgericht (Oberlandesgerichtsrat Dr. F u h rm a n n') der 18jährige beschäftigungslose Alfred S. wegen Einbruchsdiobstahls zu verantworten. Er hat einem Kollegen aus dessen versperrten Kasten eine Violine int Werte von mehr als einer Million gestohlen. S. wurde von seinem Vater als Taugenichts bezeichnet und seine Unterbringung in eine Zwangsarbeitsanstalt verlangt. Der Angeklagte war des Tatsächlichen geständig, bestritt aber, daß es sich um einen Einbruch gehandelt habe. Der Richter qualifizierte die Tat als gewöhnlichen Diebstahl und verurteilte S. zu sechs W ochen strengen Arrests. Die beschlagnahmte George-Groß-Mappe. Vor einigen Monaten hat die Wiener Pressestaatsanwaltischaft. wie berichtet. die Karikatuvmappe „Ecce Homo" des Berliner Künstlers George Groß mit der Begründung beschlagnahmt, daß 22 der darin enthaltenen Bilder der Karikaturen u nsittlich seien. Nach Durchführ-ung der strafgerichtlichen 'Untersuchung, m der die Staatsanwaltschaft insbesondere das Berliner Urteil durch welches George Groß ,Huldig erkannt wurde, beschaffen ließ, wurde gegen den Prokuristen des Mälik-Berlages, .Hans Frankl, tvegcn Verbreitung der Mappe „Ecce Homo" die.Anklage erhoben Die Vevhandlnna vor dom Schwurgericht iiutcr dem Vorsitz des Hosrates Dr B i l l e k findet heute statt. Die Anklage wird Presscstaatsanwailt Dr. Schwartz vertreten, die Verteidigung wird Dr. Valentin Rosenseld snhren. Dre Verhandlung wird zur Gänze unter Ausschluß der Oessentlichkeit durchgoführt. , Bela Zerkowicz verurteilt. Aus Budapest wird berichtet: In dem Prozesse des Kapellmeisters Max Huber gegen den Komponisten Bela Zerkowicz. »n Operetten H^uber instrumentiert hat. fällte der Gerichtshof heutc das Urte Danach wird Huber ein Honoraranteil von 20 Millionen Kronen zuerkannt. Außerdem wurde Zerkowicz zur Zahlung dtt Pwzeßkosten im Betrage von 8 Millionen Kronen verhalten._ _—- Volkswirt. Sie Diesütttise Posen« Messe - Schauplatz schar!« österreichisch-tschechisch« Koaiurreuz. Don Dr. F. S. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Der soeben abgeschlossene Handelsvertrag zwischen Polen und der Tschecho-Slowakei wird eine Verschiebung der bisherigen dominierenden Wirtschaftsposition Oesterreichs in Polen bringen: -Oesterreich konnte bisher mangels eines tschechischpolnischen Handelsvertrages in Polen als leistungsfähiger Exporteur auftreten und alle polnischen Gebietsteile wirtschaftlich erobern: nach Galizien, Kongretzpolen, Oberschlesren, Posen, Parmnerellen und Westpreußen, ja sogar nach den wett entfernten Ostgebieten drang die österreichische Ware ein und verdrängte dort vielfach die tschechische nnd doutsche Konkurrenz. 9tun bietet der auf Basis der Meistbegünstiglmg anfgebaute tschechisch-polnische Handelsvertrag der tschechischen Jndnstrie jetzt znm erstenmal die Möglichkeit eines aussichtsreichen Konkurrenzkampfes. Ms ersten Vorboten der neuen Aora der tschechisch-polnischen Handelsbeziehungen muß man den starken Bcteiligungsgvad der tschechoslowakischen Industrie an der Posener Messe ansehen; insbesondere die tschechischen Galanteriewaren- und Musikinstrumentenindustrie und nicht zuletzt auch die Konfektionsindustrie wird in Posen stark vertreten sein. Es scheint, daß die Tschecho-Slowakei zu gvoßeil Wirtschaftlichen Aktionen in Polen rüstet und die Posener Messe als Sprungbrett zur Erringung des großen polnischen Absatzgebietes mit seinen 28 Millionen Einwohnern benützen will. Mit Rücksicht daraus, daß die tschccho-slowakische Industrie bedeutend kapitalskräftiger als die österreichische ist und langfristige Zahlungstermine gewähren kann, wird Oesterreich von nun an in Polen einen schweren Stand haben. Noch im Vorjahre war Oesterreich als einziger Nachfolgestaat mit Artikeln der Geschmacksinduftrie in Posen hervorragend vertreten, während jetzt die Tschecho-Slowakei, wie aus den bisherigen Anmeldungen zur Posener Messe hewovgeht, diese dominierende Stellurig in Polen für sich erringen will. Auf der Posener Messe wird der jetzt einfetzende Konkurrenzkampf zwischen Oesterreich und der Tschecho-Slowakei in Polen zum erstenmal in Erscheinung treten. . ■ Das deutsche Produktlonrproblem. Deutschland will nicht nur Konsumwaren, sondern Qualitätswaren Herstellen. Berlin, 15. April. (Wo'lff.) Im Hcmsihaltsausfchuß des IReichstages machte heute 9derchswMtfcha'M-nin«ifter Dr. Neu haus längere Ausführungen über die Wirtschaftslage Deutschlands. Er bemerkte unter anderem, die Aufrechterhaltung der beruhigten Währnngssituation könne aus die Dauer,nur durch eine Gesundung der Wirtschaft selbst gesichert «werden. Die Folgen der Nachikriegsblockade «und die Kapitalsnot seien die Hauptschwievigkeiten für' das Fortkommen unserer Wirtschaft. Erst mit dem Wegfällen der einseitigen Meistbegünstigung am 10. Jänner d. I. sei die handelspolitische Blockade «durchbrochen und Maßnahmen ermöglicht worden, der deutschen Wirtschaft den Weltmarkt wieder zu eröffnen. Die neue Welthandelsposttion zwinge zu einer gemeinsamen Intensivierung des euvopä-ischen Marktes. Die neue Zolliarifdorlage werde als Vorhandlungsinstrumont dienen können, nm neuen Abschließumgstendenzen europäischer Staaten entgegenM treten. Vor allen Dingen müsse Deutschland an der «gegenseitigen Meistbegünstigung sesthalten. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit aus dem Weltmarkt sei unbedingte Voraussetzung. nicht billige Konsumwaren, sondern höchste Qualitätswaren - herzustellen. Die Kapitalsnenbildung vollziehe sich nur langsam. Für die nächste Zeit sei Deutschland noch «in erheblichem Umfang auf ausländisches Kapital angewiesen. Zunahme des Eskompteportefeuiltes der Oesterreichischen Nationalbank. Der gestern veröffentlichte Ausweis der Nationalbank über den Stand vom 7. d. zeigt das erste Mail nach mehr als einem halben Jahre wieder ein Anwachsen der Kroditansprüche an die Bank. Das Eslkompteportüfeuille hat nm 3,407.421 Schilling - zug mummen und beträgt 108,038.820 Schilling. Hingegen hat der Notenumlauf um 23,33 Millionen Schilling abgenommen. Er beträgt 767,397.004 Schilling. Das Kostgeschäst in Devisen hat sich um 4,906.927 Schilling aus 167,412.171 Schilling vermindert. Der Goldschatz hat trotz der Aushebung der Devisenbeschränkungen dennoch eine Vermehrung um 6,228.979 Schilling auf 387,674.008 Schilling erfahren. Weg mit dem PreiStrejhereigesetz! Eine Reihe wirtschaftlicher Körperschaften plant -eine 'Aktion zur Beseitigung des Preistreibereigesetzes. Zu diesem Zwecke werden schon demnächst die führenden Mitglieder sämtlicher Handelskaminern in Wien zusammentreten, um die nötigen Beschlüsse zu fassen. Die Reichsorganifation der Kaufleute Oesterreichs wird beim Leiter des Justizministeriums Dr. W a b e r wegen Beseitigung des Preistreibereigesetzes vorstellig werben «und ihn er« vevlsen Amsterdam ielgrad. . $«rlla - iriiewl Jgdspest. iuituest . -ondon• . Mailand . «tew-York. ^arler. * 'rag . » » DevisennnD Balutenlurse vom 15. April 1925. War* 284.10 11.48 188.38 36.81 88.80 3.2276 84.06 28,1860 711.86 38.62 . . „_ 21.11 _ amt nun an notieren die Kurse in Schillingen und Groschen, ir 1 PfuB Sterling. bei ungarffchen Zahlungsmitteln für 1 Million >u»dert Währungseinheiten. Geld 283.10 11.44 168.78 36.88 88.20 3.2076 38.88 28.0860 708,36 38.38 21.03 SoBa ... Stockholm . . . Warschau . . . Zürich. Valuten Amerikanische Noten Belgische Noten . . Bulgar. Not. . ■ ■ Deutsche Noten englische Noten Qeld 6.18 181.20 13820 137.06 Ware 6.20 181.80 138.73 137.66 Ware 88.66 283.70 28.30 11.48 136.60 PranzQslsche Noten . . &26 Holländische Noten . . 281.70 Italienische Noten . . . 28.10 Jugoslawische Noten * 11.38 Polnische Noten . » . 138.80 Rumänische Noten . . . — 707-20 711.20 Russische Noten (Roman,) — Schweizer, Noten ... 138.70 Tschecho-slow. Noten . 21-0060 188.—* 163.— Türkische Pfund-Noten . 1 Ungarische Noten . . . 97.88 — Die Kurse verstehen sich bei englischen Zahlungsmitteln ungar. Kronen nnd bei allen anderen Währungen für jo 187.80 21.1260 08*78 (suchen, eine Amnestie für Preistreibererstrafen zu beantragen, Das Gremium der Kaufmannschaft wird in den nächsten Tagen beim Bundeskanzler Dr. Ramek vorsprechen und ihn darauf mvfmorksant machen, daß die Auftochtechaltung des Grundsatzes „freie Ko nkurrenz und freies Spiel der Kräfte" bei einem Wetterbestand des Pveistreiberoiigesetzes nicht möglich ist. Zahlungsschwierigkeiten drr Klavierfabrik Pallik und Tttaßny. Wie wir erfahren, befindet sich die bekannte Klavievsabrik Pallik und Stiaßny, welche ihre Etablissements in der Neubaugasse besitzt, in ZahlungsschwieriMiten. Die Firma strebt ein Moratorium an. Zusammenbruch der „Nuphar"-Parfi,meriefabrik. Wie uns .mttgeteilt wird, hat die Nutzbar Compagnie Gesel'Ischasl m. b. H. um die Eröffnung des AuSgleichsverifahrmS angefucht. Diese Fabrik ist eine Gründung der sranAstschen Soetete Anonyme des Savon«nerres et iParsümerie de la Sevre aneien Etablissement Maurice Berlin, deren Eigentümer Charles T«ual ln Straßburg ttimb Herr ©raub in Wien sind. Außer dein Wiener Platze sind große französische, schweizerische und englische Firmen in Mitleidenschaft gezogen. Die Firma bietet eine Quote von 50 Prozent, zalstbar in sieben Mmratsraten, an. Ein Vermögensverzeichnis wurde dem Handelsgericht bis jetzt nicht vorgolegt, die Passiven dürsten aber sehr hoch sein. Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über: Gustav Neumüller, Maschinen-, Wagen- und Holzwarenifabrik, 3. Bez., Rcnnweg 83 a. Ueberschuldung eO.OOO S. Richard Donath. 1. Bez.. Bauern«>nar!kt 16, öffentlicher Gesellschafter der Firma Danach u. Kümmevoerg, 1. Bez., Bauernmarkt 13. Passiven an 2 Milliarden. Max Pollak, Metallwaronerzeugung, 13. Bez., Rosaliaaasse 1. — Die Eröffnung des Au sgl ci chsv ersah re« S hat augemolidet Norbert Ehrlich, Bureaumafchinen, 1. Bez., Wipplingerftraße 22. CinschrLnlung der tschecho-slowakischen Kohlenbetriebe. Aus Mähr.-Qstrau. 15. d.. wird gemeldet: Infolge der Krise auf dem Kohlen- und K o k s m a r k t im- -O st r a u c v Revier sind gestern in den Betrieben Kundmachungen der Bergbau-Unternehmungen angeschlagen worden, worin unter Hinweis auf die wirtschaftliche Lage die Notwendigkeit einer Restriktion der Belegschaften dargestellt wird. Diese Restriktion soll so schonend als möglich und im Einvcrnehnren mit den Betriebs-Vertretungen erfolgen. An Repressalien infolge des letzten Streiks werde dabei nicht gedacht. Die Restriktion soll sich vielmehr vorerst auf jene Bergleute beziehen, die bereits provisionsrcis sind, ferner auf jene, die irgend ein Grundstück besitzen, und schließßlich ans solche, von denen vorausgesetzt werden kann, daß sie - imstande sind, sich eine andere Existenz zu schassen. Der Abbau wird kaum zehn Prozent ausmachen und sich zwischen 4000 und 5000 Arbeitern bewegen. Das polnische Petroleumlartell. Seitdem nach Beseitigung verschiedener Differenzen es den polnischen Raffinerien gelungen ist, das Werterbestehen des Pe«troloumskartells, das den Namen „Wir tschastsvereinigung der MineraMraffinerien" trägt, zu sichern, bemüht man sich letztens schr, dasselbe groß- Mgig auszubauen. In der Hauptsache ist man bemüht, diese Raffi«nerien, die fehl infolge' Kaprtalsschwierigkeiten ihre Betriebe nicht fortführen können, durch entsprechende Kredite wieder lebensfähig zu machen und in wetterer Folge dieselben su veranlassen, in das Kartell einzutreten. Jil der nächsten Zeit soll das lauge bereits vorbereitete gemeinsame Einkaufsbureau ins Leben gerufen werden und die gleichmäßige Aufteilung der R-oholvorräte zur Verarbeitung durchgeführt werden. In weiterer Folge wird eine gemeinsame Äerkaufsoryanisation für das Inland und eine Preiskonvention geschaffen werden. Durch eine besondere Exportlkonvention soll die ungeanein schädliche Konkurrenz auf dem Auslandsmärkte, i»-sbesondere der großen Konzerne, aus dom Woge geschafft werden. Eine innere Anleihe RutzlandS. Dis Moskau, 16. d.. wird telegraphiert: Die heute abgeschlossene Zeichnung auf die neue innere Anleihe mit dem Ausgabekurs von 82 Prozent, rückzahlbar nach einem Jahre mit 105 Prozent, hat über 45 Millionen Rubel ergeben. Bei der Verteilung der Obligationen werden hauptsächlich die kleinen Zeichner, die bis 500 Rubel enrgezahlt haben, bevorzugt werden. Wiener Produktenbörse. Es notierten am 15. April: Weizen: Inländischer 51.— bis 53.—, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm —.— bis —, Ungarischer Theiß 77/78 Kilogramm 64.50 bis 55.—, Jugoslawischer 76 Kilogramm 54.— bis 55.—, Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —bis — —. Roggen: Inländischer 49.50 bis 50.50, Pester Boden oder Nyirer 60.50 bis 51.-. Gerste: Inländische 45.- bis 49.-, böhmische mährische 65.— bis 68.—. Mais: Ungarischer 27.— bis 28.—, Cinquantin 37.— bis 38.—. Hafer: Inländischer 40.— bis 41.—. N e i S: Italienischer 82.50 bis 85.60, Burma 6IL50 bis 64.50. Mahlprodukte: Grieß inländischer 8lT— bis 91.—, Weizenmehl 0 inländisches 86.— bis 88.—, Kochmehl 2 inländisches 77.— bis 80.—, Brotmehl inländisches prima 68.— bis 70.—. Die Preise verstehen sich, wo nichts anderes bestimmt wird, in österreichischen Schillingen pro 100 Kilogramm. Wiener Holzmarkt. Es notierten am 15. April: Fichte, Tanne: Blochholz 4 bis 6 Meter von 20 Zentimeter aufwärts 22 S., Schleifbolz 1 Meter lang Fichte 21 S.. Telegravhenmaste 9 bis 11 Meter 14 Zentimeter Zopf 24 S. Kiefer: Telegraphenmaste 9 bis 12 Meter 12 bis 16 Zentimeter Zopf nicht entharzt —S. Nadelholz-Schnittmaterial: Tifchlerware Fichte 26 Millimeter aufwärts von 18 bis 42 Zentimeter 80 S. Ktstenware 13 Millimeter 10 bis 17 Zentimeter 4 bis 6 Meter 50 S., Staffeln 8/10 4 bis 6 Meter 8/10 10/10 59 S., MadrieS und BastingS mit 1b°/o Zwischlg. 70 S. L L r ch e n p f o st e n, 60 Millimeter, 20 Zentimeter aufw., bes., 8b S. Borstenviehmartt in St. Marx, dlnfgetvieben wurden 9696 Stück, darunter 7059 Fletsch- und 2637 Fettschwelne. Fettschweine haben trotz einer Mehrzufuhr von 120 Stück 5 Groschen pro Kilogramm im Preise angezogen. Fleischschweine haben sich um 20 Groschen pro Kilogramm im Preise verteuert. Es notierten Fettschweine prima 2.30 bis 2.40 S., mittelschwerv 2.20 bis 2.95 S., Bauernschweine 2.15 bis 2.40 S., alte Schweine 2.05 bis 2.20 S. und Fleischschweine 2.— bis 3.50 S., extrem 2.55 S. pro Kilogramm Lebendgewicht. Men« Börse. Abgeschwächt. Mangels jeder Anregung eröffnete der gestrige Verkehr in abgeschwächter Haltung, wobei die Zurückhaltung des PMiknms die Lustlosigkeit noch erhöhte. Die Umsätze waren äußerst gering und das Interesse aus England und Amerika nach einzelnen Werten vermochte nur Wiener Bank* vewins-, Kredit- und Semper statt ien zu geringen Kursavancen zu vechelfen. Drückend wirkten weiters auch die in größerem Maße Vovgenommenen Glattstellungen infolge des nahenden Zahltages. In der Kulisse waren demen-tspvechend fast alle Papiere rückgängig, wobei desviiders die Aribitvag«ewerte aus Ungarn und der Dschecho^Slowakei mit stärkeren Kursein- »M xeagiertes. KÜÄ« GvmMtrmmMg hielt sich auch tzls

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