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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-02 · Heft 2197 (2.4.1925) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2197 (2.4.1925)
Date
1925-04-02
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite S Wien, DoimerStag Wiener M-rnen»eiin«q. s. April 1928 Nr.SlS7 Sportnachrichten. Die Zentrale -es jüdischen Massensports. Die Generalversammlung der Hakoah. (Schluß.) Die Referate -er anderen Sektionen gaben ein großartiges Bild des Massenbetriebes im jüdischen Sport. Die Hakoah-Jugend bildet, wie -er Sektwnsleiter Holub strgte. den besten Schwimm nackwuchs Wiens. Em Hakoahner, Arnold, hat eine österreichische Meisterschaft gewonnen. Die Rekordlerin B i e n e n f e l d eilt von Sieg zu Sieg. In der repräsentativen Wasserballmannschaft haben die Hakoahner R o s e n t h a l und L a n d e s m a n n die österreichischen Farben vertreten. Der Hockeys«! tionsleiter Felix Wiener konnte über diese bereits vierz.hnjährige Sektion rühmlich berichten. Ti« erste Mannschaft steht an der Sp itze der Meisterschaft und hofft, den Meistertitel zu erkämp-fen. In das Auswahlteam für das Gen er Länderturmer wurden fünf Haroahner berufen. Auch der Nachwuchs ist sehr gut. Die Leichtathleten haben 68 erste Preis« erstritten. Die Sektion, die unter der Leitung NußbaumS steht, betreibt Massensport im wahrsten Sinne des Wortes. Der sonntägige Waldlauf brachte 50 Hakoahner auf die Berne und die Zahl könnte bei entsprechender finanzieller Grundlage noch wesentlch gesteigert werden. Rudolfer berichtete über die Si-egesscrie der Ringer. Die österreichische Mannschaftsmeisterschaft des Jahres 1923 wurde zum erstenmal von Inden gewonnen. Im Vorjahre wurde die Konkurrenz merkwürdigerweise nickt ausgeschrieben. Der Hakoahner Bergmann konnte Oesterv'ich bei den Olympischen Spielen würdig vertreten. Der unter der Leitung des hervorragenden Trainers Markus stohenaen Sektion gelang es, jeden Start erfolgreich zu gestalten. Der rm Jahre 1924 von der Hakoah errung ue Wanderpreis des Bundesministeriums sür Heerwesen wurde vor kurzem von den Neulingen der Hakoah abermals gewonnen. Die Hakoah hat bewiesen, daß die Juden auch in diesem Sporlgwerge vor .den anderen nicht znrückzustehen brauchen. Für die T e n n i s s e k l i o n erstatte!« Dr. Fleischner den Bericht. Bei der minimalen Anzahl von Tenniskonkurrenzen ist die Sektion meistens auf das Training be- . schränkt. Das sportliche Niveau hat sich bedeutend gehoben. Sehr Erfreuliches konnte Ing. Farkas von der Fechtlektion berichten. Sie hat die größte Anzahl von ausübenden Mitgliedern unter allen Wiener Vereinen. Die Hochschnl- -Meisterschaft im Florett wurde von der Hakoah gewonnen. Unter 20 Vertretern der ständigen österreichischen Auswahlmannschaft hat die Hakoah durchschnittlich sieben Plätze be- Mt. Die To u r i st e nse kt lo n ist rm Aufblühen begriffen. Antisemitismus und Arierparagraph, die sich überall voll auswirken. fördern indirekt die Sektion. Im Mariazeller Skikurs hat die Hakoah in fünf Gruppen 100 Skifahrer ausgebildet. 300 Mitglieder gehören der Sektion an, die eine BiblioiHek von 500 Bänden, meist alpiner Natur, besitzt, die in letzter Zeit durch jüdische Werk« ergänzt wird, nach denen große Nachfrage in der Lektion herrscht. Die Sektionsnachrichten bilden die einzige jüdische Zeitung dieser Art auf der ganzen Welt. Die Sektion hofft, in absehbarer Zeit sich ein ei genes Heim in den Bergen zu schaffen. Die Sch ach fett ion betreibt unter der Leitung Lewits ernste Arbeit. Die Schachmeisterin von Oesterreich gehört der Hakoah an, desgleichen Oesterreichs Meister, der diese Konkurrenz unter 14 Teilnehmern gewann. Das größte Ama'eurorchester Wiens bildet eine, Sektion der Hakoah. die Dr. R o s e n b l a t t leitet. 60 Mitglieder gehören ihr an, ihr musikalischer Führer ist Professor Braslawsky. Ihre B-orführungen finden allgemeinen Beifall. An diese Berichte eines gigantischen Betriebes, die, von den Anwesenden — es waren ungefähr 300 Personen erschienen — mit stürmischem Beifall ausgenommen wurden, schloß sich die Generaldebatte. Dr. Körner fordert« die Versammlung auf. ohne Scheu und im Interesse der Sache das Wort zu ergreifen, Stellung zu nehmen und Kritik zu üben. Hierauf sprachen einige Sektwnsleiter, die di« Notwendigkeit größerer Unterstützungen sür die Zweige, die Massensport betreiben, aber kein Geld einbringen können, betonten. Dr. Glanz von der Schachsek!' ' v ' v--- -J- Zwecke ‘ in ihrem „. .._ _ . , le r A rt veranstalten. Die. jugendlichen Mitglieder Schat ner und Felsenburg bewiesen in ihren Ausführungen, daß der alte Hakoah-Geist fiir die neuen Forderullgen des Judentums in verheißungsvoller Werse lebendst ist.- Ein Anrrag Schattners auf intensive Keren-Hajcssod- und Keren-Kaiemeth- Arbeit innerhalb der Hakoah würde angenommen. Felsenburg betonte, daß nur die Pflege des Massensports die Daseinsberechtigung der Hakoah bilde. Die Hakoah müsse dafür «>oc,le tragen, daß jeder junge Jude sich in ihrem Bereiche sportlich betali-gen könne. „Die Hakoah ist für das jüdische Volk und für die jüdische Sache da." Dr. Körner machte Mitteilung von einer neuen Mariahilfer Bürgergrnppe. die un'«r der Führung der Hakoahner G r ü n» seid und Mondschein die Zwecke-des Vereines fördern wolle. Er bezeichnete die Aussprache als überaus wertvoll, damit die Ocssentlichkeit sehe, daß bei der Hakpcrh nur ein ein-' heitlicher Wille herrsche, der sie stark macht. Auf Antrag des Direktors. Spie g l tz r wurde der scheidenden Leitung der Dank der Versammlung ausgesprochen und das Absolutorinm e i n st i m m i g erteilt. Utzbcr Vorschlag des Pcrmanenzausschusses wurde Dr. Körner einstimmig per Akklamation zum Präs id e n ten wiedevgewählt. Außer der bereits gemeldeten Liste des übrigen Vorstandes wurde noch d:r Disziplinarausschuß aus den Herren Ing. Nosf i fl, Sur tan, Freier, Sonnenschein, Ma nzo n i gebildet. Ztl Revisoren wurden die Herren Adler und Duxbaum bestimmt. Die Versammlung hatte sechs Stunden gedauert und endete in später Nachtstunde. Die Anwesenden verließen das Hakooh-Heim mit dm Bewußtsein, daß der große jüdische Verein am Ausgangspunkt neuer bedeutender Aufgaben und traditioneller Hakoah-Erfolge steht.. Menorah-Konkurrenz des Jüdische« r«r«. und GpoelverdandeS. Im Sinne der Generalversammlung hat das Präsidium des IüdSschen Turn- und Sporwervandes in seiner letzte» Sitzung den BeMuß gefaßt, für die jüdischen Fußballvereine eine Mknorah-Kpnkurrenz einzuführen, die am 19. d. beginnt. Der Sieger erhält eine kostbare Menorah, di« ihm anläßlich des im August sta»rfindenben großen Durn- und ^rortsestes seieottch übergeben werden wird. Die anderen Vereine erhalten Diplome und Errnnerun-gsmedaillen. Die Vereine haben bis Montag den 6 d. ihre Spieler beim Jüdischen Turn- und Sportvevband an zu melden. Die Konkurrenz wird aus Grund der MeifterschastSbestimmungen des Wiener FußbaMundeS ausgetragen werben. Die übrigen Details wird Berbandskapitän Max Scheuer am Montag den 6.-d. um 8 Uhr abends im Klubheim der Hakoah mit den Leitern der Fustballsektionen aller Vereine be« Drecken. Die DektionSleiter werden daher ersucht, Montaa^ve» stimmt zu erscheinen sowie fertige Spielerlisten und ein Verzeichnis der ihrem Vereine an gehörenden oder Dutt bekannten SchiÄ>Srichter mitzulbringen. An der Menor^h-gronkurrenhaben alle rm Jüdischen Turn- und Sportverlband ovgan» sierten Sportvereine teilzunehmen. Frau Olga Baliaxe» die Gattin des Vizepräsidenten der Hakoah. ist gestern früh nach schwerem Leiden im 29. Lebensjahre gestorben. Das Leichenbcgänanis findet Sonntag um halb 11 Uhr vormittags, auf dem Zentralsriedhof (erstes Tor) statt. Schiedsrichterbesetzuntzen. Samstag: Wacker—Amateur« Kaufmann, Slovan—Admrrä Haberleitner. Sonntag: Sportklub—W. A. C. Grünbaum, Rudolsshügel—Rapid Werner. Da» Spiel Slavia—Hakoah leitet Retschury. Kaluran Konrad (Vienna) und Schneider (W. A. C ) wurden susprndiert. Zum Wettspiel Slavia—Hakoah. Die Besucher dieses Wettspieles werden ersucht, sich Sitzplätze im Dorverkaus zu besorgen, da die Nachträge nach diesen rege ist und nur mehr weuige vorhanden sind. Die Simmcringer trage« Sonntag vormittags auf ihren« Platze gegen die Ericketer ein Freunoschaftsspiel aus, das Schiedsrichter Kalkusch leiten wird. Aus den Vereinen. A r i. Heute um 8 Uhr wichtige Ausschußsitzung im Cafe Habsburg. H a s m o n e a. Heute um 8 Uhr abends Dollversammlung nn.KluLheim. . I. A. C. Heute ab 3 Uhr Training der Fußballer auf dem Lihertas-Plah.. Morgen um 8 Uhr im - Klubheim Spielerversammlung der Ersten und Reserve. Vollversammlung der Iuugmannschaften. Sonntag ab 8 Uhr abends Tanzünter- Haltung im Wiener Radwease. 7 Bez., Zieglergasie 83. Boung Iewish Sporting CIu.b Jeden Donnerstag, 8 Uhr, Klubabend im Cafe Schlösselhof, Mserstraße. Heute Vollversammlung. Z Theater von heute S Bsrgtbeater: Fenster 7 flhadcmicthealcr: HoffmannL Erzählungen 7 Zttairoper: Die Zauberflöte 7 V-Nrrsper: Gräfin Mariza 7,9 veutrcher voNtrtventer: Casanova in Wien 7,8 kbenter lg aer ll-refrtaSt: Anatol y,8 I(i«ma»d-rheater: Antonia V,8 Vene Wiener Sühue, Die Reise um die Halbwelt in 120 Minuten l}%3 Moderner Cheater: Professor Wauwau, der Hundekönig 7,8 (Br. Hann erspiele; Zama, die Lastergrube 7,8 (Or.Stadttheater: Bobby, sag' die Wahrhest 7,8 Henairrancedühae: Mein Mann, der große Künstler 7,8 ftutspieltheater: Das verschlossene Paradies OJUner KomSdienhaNS (Exl-BüHne). Der Ehestreik 7,8 £arl-€heatcr: Sonja 7,8 Cheater au der lüiea; Geschlossen {Br.Büraertheater: Die blonde Sphinx 7,8 Iov.-rtrauss-eveater: Pusztatiebchen l/,8 Kola «fl'Böhne; Die-unheilige Johanna — Die Klabriaspartie V,8 Itzdireve. Bühne (Hotel Stevhanie, II. Taborstr.. 12)-. Der Geloschydach 8 Weines Cheater: Walzer 8 Roaacher: Große Ausstattungsrevue ,An Alle. . l" 8 Bpoiio: Jntemat. Variete mit Horace Goldin, Lord Ain, Gaston L' Andrer rc. 8 Albert Matzner I. fioblntrHcrcan* Nr. 8 und Filialen. 3020 Neu einaefübrt: Gewebte Schulterplaids au» reiner Wolle, wie ste schon unsere Mütter aetra en haben. So ein Tnch sind« immer gute Acrw.ndung im Hauke. Sie sparen Geld Kinoprogramme von heute Kärntntr-Kino (i. Kärntnerstt.. Ecke Johannes«.-: Searamouche ' irrste Vorstellung 7,4, letzte vor 9 Uhr redottenring-Hinv (l. Schottenring 5): Liebe im Schnee 4, 7,6, 7, V»9 gentral-Hino (U. Taborstraße 8): Die zehn Geböte 7,8. 7. 7,9 S I. 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