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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-02 · Heft 2197 (2.4.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2197 (2.4.1925)
Date
1925-04-02
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Serie 6 Dien, Donnerstag S. AM 1923 Bühne und Kunft. »Lar verschlosienr Paradier.- Ein französisches Lustspiel bei Jarno. Hennequin verficht die Frivolität, bei der man zwischen Lachen und Lächeln hin und her pendelt, ohne sich nachher des Amüsements schämen zu müssen. Er läßt diesmal Herrn Fougerol drei Akte hindurch vergeblich an die Pforten des verschlossene Paradieses klopfen, das sich ihm natürlich ganz zum Schluffe öffnet und die süße Frucht der Erkenntnis verheißt. Au sagen, daß der Leidenswog des zur Askese verurteilten Ehemannes mit den reitendsten Pointen (die auch die deutsche Ueberfetzung nicht verwischte) gepflastert ist, hieße offene Veiten aus die Pariser Boulevard-Bühnen tragen. Josef Jarno wählte diesmal eine Baterrolle, allerdings einen echten Pariser Lebomonn-Papa. der mit keck ausgesetztem Hut und im Smoking die Nacht zum Tage macht. Attila Hörbiger schleift sich allmählich zum eleganten Salonhelden ab. Die sentimentale Gattin mit Mutterherzenston verkörperte Maria W a l d n e r, die man bisher am Lustspieltheater scheinbar sehr stiefmütterlich behandelte und die sich nun mit ihrem starken Talent in beit Vordergrund drängt. Den kecken Backfisch spielte sel>bstvcrständlich die allzu rasch zum Praterstar avancierte Charlotte Ander, die mit ein paar mamrierten Gesten und dem schon zum Uelberdruß abgebrauchten Augenrollen und Schlucken auszukommen glaubt. Die Regie gab sich nicht viel Muhe, mit einem Schanigarten will sie eine ganzen Frühling hervorzaiubern. Die Kavaliere im Stück sahen wie Konzipienten und Steuereinnehmer aus. Aufbauen heißt investieren. Auch wenn es sich um ein Praterpublikum handelt. Hennequin war lustig, Jarno scharmant, und so konnten sich die Stammgäste des Lustspieltheaters über das „Eineck" den ganzen Abend hindurch amüsieren. o. r. „Zama, die finffergntHt.* (Kammerspiele.) Dieses Bordellstück ist besser, als der Lärm der Reklame« trommel es erwarten ließ. Weit besser. Die Herren New o I i n und A l m a s o f f haben aus dem Roman K u p r i n s vier Szenen geschnitten, die das traurige Los der Dtrnen zeigen und den Jammer der Jugend, welche in diesen Häusern .Liebe" einkauft. In einer wirklich ausgezeichneten Aufführung wird eine Fülle von Gestalten lebendig und alles über diesen Gegenstand bisher dramatisch Borgobrachrc zusammenfassend und erschöpfend wiederholt. Cäcilie Lvovsky, - die Feine, Zartbesaitete, hat es richtig erlernt, ein verprügeltes, verrohtes Geschöpf glaubwürdig, ja ergreifend zu gestalten. Anklage ist dieses Stück gegen die Versklavung der Mädchen, die Liebe ferkbieten, und gegen eine Gesellschaftsordnung, in der dieser Abtritt für vielfältige menschliche Gemeinheit zur tolerierten Institution wurde. Anklage ist diese Rolle (und ihre Bewältigung) gegen den Mißbrauch einer Künstlerin, die für ein ganz anderes Rollenfach Prädestiniert ist. Fast alle Mitwirkenden (bis auf die Sängerin), ganz besonders die Spielleiter Schulbaur und Newolin, die Damen Lach, Schleinitz, Flanz, Weber, die Herren Teübler, Schmäle, Friedrich, Archer, haben an dem starken Erfolg des Abends teil. A. Aus den Theatern. Burgtbearer. Morgen, 7 Uhr abends, „ß u mpazivagabundus". Dienstag „H a m l e t". Akademietheater Morgen, */,8 Ubr. „Der Tokaier". Dienstag, neu einstudiert, „Der Damenkrieg" von Scribe und Legouve. Neues Wiener Stadttheater. Heute %8 Uhr abends. Premiere des Schwankes „B o b b v sag' die Wahrheit". Die jugendliche ungarische Tanzkünstlerin Munci v. Bulla tanzt Sonntag nachmittags im Rahmen des Schwankes „Der verwunschene Prinz". Roland-Bübne. Donnerstag den 9. d. Premiere des Lustspiels von Hans Kottow „H o s j u d e n". Bis dahin „K l a b r i a s p a r t i e" Moderne Magie. Aus der Nut der okkultistischen Literatur verdient besonders hervor.gehoben zu werden: Paul Madsacks ..Ter schwarze Magier" (Holzwärth-Berlag). Das ist wirklich ein Buch der schwarzen Dtagie. Aber nicht nach d.'m Schablonenrezept: „Drei Eßlöffel Dämonie, eine Messerspitze Weltprobleme kräftig geschüttelt", bearbeitet, sondern — obgleich teilweise in Ält-Aeghpten zu Hause — durchaus modern, bis zur Telepathie und Psychoanalyse, geistreich, humorvoll, satirisch, ja parodistisch und polemisch. Ern Buch voller Phantasie, das einen neuen Wegweiser in der okkulten Literatur bedeutet. E. d. Der „unsittliche" Karinthy. Der Budapester Strafgerichts- Hof hat den bekannten Schriftsteller Friedrich K a r r n t h y, der unter dem Titel „Die schwarze Messe" in einem im „Az Est" erschienenen Feuilleton eine wüste Orgie, die sich in einer Kirche abspielt, schildert, zu acht Tagen Arrest verurteilt. Der Angeklagte verteidigte sich damit, daß er die moderne dämonisch-erotische Richtung ad absurdum führen wollte. Der als Sachverständiger einvernommene Schriftsteller Franz Herczeg hob den literarischen Wert der Arbeiten Karinthys hervor, doch sei der Rahmen, in den er seine Novelle gefaßt Hube, vom Gesichtspunkt des guten Geschmackes (!) zu beanständen. Radioproararrrnr. Donnerstag de» 8. April. 9 Uhr Marktbericht. — 11 Uhr 1 Ubrr Vormittagskonzert. — 1 Uhr 5 Mtn.r Uraniazeit. — 1 Uhr 20 Min. r Wetterbericht. — Vs* Uhr- Wiener Börse. — 4 bis 6 Uhr : Nachmittagsk o n z e r t. Aletter: Lustspiel - Ouvertüre; Waldteufel r Frühlingskinder; Beethoven: Die Wut über den verlorenen Gro chen; Rioelle r Serenata; Salo r Chant ruffe; Jensen: Hochzeitsmusik; Sgambatttr Gavotte; Chaminader Pierette; Strauß: Der Ziaeunerbaron; Kuhn: Marionetten-Wacht- Parade. — 6 Uhr: Deutsche Lyrik. I Abend. Dichtutlg des 17. Jahrhunderts. — 8 Uhr: Konzert des Kammerorchester» der Wiener Staatsoper unter Leitung von Professor Rudolf N i l i u S. I. Teil: Zur Erinnerung an Saüavnes Brahms' Todestag (3. April 1897). Serichtsfaal. „Sirttn Ci« M mu!" Gienerexetutionsposie. Grstecn hatte sich beim S-rafbezirksgericht 1 (Bezirkslichter Dr. N er z) der Kairsman.t Heinrich Meininger, der frühere Inhaber oeS gleichnamigen Pel-modenhaufes wegen Amtschrenbeleidigung zu vcraurworlen. Am 2. März s^gen 8 Uhr früh sollten zwei ftäbtncf>c Exrkw ionsbeamte,in der Wobnuna des Meininger eine Pfändung wegen rückständiger Ernb>n'mensleuer im Betrage von rund 1,5 Milliarden Kronen vornehmen. Die beiden Beamten fanden die Wohnunastur versperr vor und wurden, obwohl in der Wohnung mehrere Personen anwesend waren, trotz hsftiM Laurenz und Pochens an die Türe nicht hineingrlaffen. Die Beamten erbaten sich wt tslephänischen Wege bei ihrer Vorgesetzten Bel^rde Assistenz, .woraus drei weitere Beamten herbeikamen und gleichzeitig mtt Emwillrgung der Vorgesetzten Behörde durchs einen Lchwsser die Woh'nungstür gewaltsam aufmachen ließen In derWohnung würden sie von der Frau Wevninger empfangen, wahrend Herr Weinmger erst im Lause der Pfändung m d:e Wrchnung kam. Gelegentlich der durch die Exekutionsbeamten erfolgten , Wegnahme von elf Paar Schuhen kam eS zwischen, Werninger und den Beamten zu einer erregten Auseinandersetzung, da Meininger sich auf ein Paar Schuhe besonders , kaprizierte, während die Beamten erklärten, daß sie zu entscheiden hatten, welches Paar Schuhe Weinmger behalten dürfe. Im Verlause der Auseinandersetzung soll noch einer von den.Erekutionsbeamten erstatteten Meldung Heinrich Meininger die Ausdrucke „Elende Gesellschaft!", „Gottverfluchtes Gest <n d e l undBagag e!" gebraucht, weiters dem Exekutronsbeamten Karl Groß zugerufen haben: „Sie haben.es am wenigsten notwendig, gegen Mich vorzugehen, zwingen Sie mich nicht, noch mehr zu sprechen". In der gestern stattgehabien Verhandlung erklärte der Anaeklagtc, verteidigt von Dr. Ludwig Finkler, daß er bei der Pfändung in seiner Wohnung Schrmpfworte mit bezug, auf die Beamten nicht gebraucht, sondern die in der Meldung inkrimrniertc Aeußerung gegenüber dem Beamten Groß gemacht habe, nicht in der Absicht, ihn zu beleidigen oder gar einer Bestechung zu beschuldigen. Als ich, fuhr Meininger fort, m das Zimmer kam und fragte, was denn los sei, stürzten sich dre Herren auf mich und einer der Boomten rief mir zu: „Z t e h e n Sie sich nackt aus!". Aus meine Erwiderung, daß rch dies nicht tNn werde und daß die Beamten wohl aus meine Körperbildung nichr neugierig sein werden, wurde mir neuerlich zugerufen: „Wollen Sie sich nackt ausziehen oder nicht?" Aus meine Frage: „Was sollen diese Sachen?" ries man mir. zu: „Sie werden das schon erfahren." Gleichzeitig packte mich einer der Beamten bei der Weste und riß mir hierbei zwei Knöpfe herunier. Meine Frau war, als die Herren in die Wohnung kamen, nur mit einem Hemd und einem schlecht schließenden Bademantel bokleidet und die Beamten ließen es nicht zu, daß meine Frau in ihr Zimmer gebe und sich ankleide. Von den Hemden, die mir gehörten, wollten sie nur zwei Stück frergeöen, wobei sie meiner Frau zuriefen: ,Lwei Hemden sind geama, eines zum Auswaschen, das zweite zum Anziehen." Die Beamten ließen einen Wachmann holen und mußte ich. an der Seite des Wachmannes, wie ein Verbrecher geführt, zur nächsten Wachstube Lohen. Hier rief mir der Excirutionsbeamte Hansel zu: „Wenn Sie sich nicht ausziehen, haue ich Ihnen ein Paar Ohrfeigen herunter." Ich erwiderte: ,Meurr Sre mich angreifen, schlage ich Ihnen die Zähne ein. Was wollt ihr von mir^ ihr habt s mir doch ohnehin alles weggenommen." Erst bei dem Besuche der Beamten im Geschäft am nächsten Tage, erklärte der Angeklagte, habe er möglicherweise die in der Meldung angeführten Schdmpfworte gebraucht, bestimmt aber nicht bei der am Vortag in seiner Wohnung vorgenommenen Pfändung. Der Verteidiger beantragt die Vorladung weiterer Zeugen und Abtretung des Aktes an die Staatsanwaltschaft. Bezirksrichter Dr. Nerz lehnte alle Anträge ab und veruvteilte den Beschuldigten nach - Vernehmung der Zeugen wegen Amt schrenbeleidiguug begangen durch .die in der Meldung angeführten Schimpfworte unter Anwendung äußerster Milde zu einer Geldstrafe von 50 Schilling, eventuell zu 48 Stunden Arrest. Der Verteidiger und der staatsamvattschastliche Funktionär hielten sich zur Ergreifung von Rechtsmitteln Bedenkzeit offen. _ Freispruch einer Kindesmörderin. Wegen. Kindesmordes hatte sich gestern die ZLjährige Hausgehilfin Marie Kano lzer vor dem Schwurgericht des Landesgerichtes 2 unter Borsitz des Oberlandcsgerichtsrates Dr. Uhlmann zu verantworten. Marie Kan-olzer halte mit einem Burschen, dessen Namen sie nicht zu kennen behauptet, ein Verhältnis angeknüpst, das Folgen hatte. Sie ioird beschuldigt, das neugeborene Kind erdrosselt zu haben. Nach anfänglichen! Leugnen legte sie ein rückhaltloses Geständnis absi Nach kurzer Beratung verneinten die Geschwornen die einzige ihnen vorgelegte aus das Verbrechen deS Kindesmordes lautende Schuldfrage mit neun gegen drei Stimmen, woraus der Vorsitzende den Freispruch der Angeklagten verkündete. Der ehemalige Erzherzog als Hilfsarbeiter. Zum zweitenmal innerhalb kurzer Frist hatte sich gestern der ehemalige Erzherzog Leopold, nunmehrige Leopold Habsburg, ein Sohn des Erzherzogs Leopold Sal vator, wegen Gefährdung der körperliche« Sicherheit zu verantworten. Diesmal vor dem Bezirksgericht Fünfhaus (Bezirksrichtcr Dr. Delapena). Am 16. Jänner, abends, fuhr der beschuldigte Leopold Habsbura, 28 Jahre alt, verheiratet, Hilfsarbeiter, mit seinem Motorrad durch die Hernäkser Hauptstraße, Richtung -Fornbach, bei der Straßenbahnhaltestelle nächst der Taübergasse, wo soeben ein Straßenbahnzug archivtt. Hier stieg von der vorderen Plattform des Beiwagens -der Kassier Alois Hofer ab. Nach Angabe mehrerer Zeugen hat ihn der Angezeigte, Leopold Häbsburg, mit der L e n k st a n g e g e st r e i s t. Hofer ist dadurch zu Boden gestürzt, olme sich jedoch verletzt-zu häben. Leopold Häbsburg fuhr dann weiter: beim Lunakasino wurde er durch einen Wachmann angohalten. Zur Deöhandlung hatte sich zahlreiches Publikum einaofundcn. Der „Beschuldigte, ein großer, kräftiger Mann in Radsahrdreß, evklärte, für Frau und zwei Kinder sorgen zu m-üssen. Der Angeklagte wurde der Uebertretung der köiperlichen Sicherheit schuldig erkannt und zu einer Geldstrafe von zwanzig Schilling, im NichteinbringunigSfalle zu 48 Stunden Arrest verurteilt. Nr. 2197 Bollswirt. MrtsÄaftruachktchte» am PaMaa. Neue industrielle Unternehmungen in Tel-Awlw. Der ..tzaaretz" veröffentlicht auf Grund einer Mitteilung der Handelskammer folgende Aufzählung von in allerletzter Zeit iB Lel-Awiw entstandenen neuen industriellen Unternehmungen: Eine Mehlmühle der Brüder Kazurin, Schristgießerei „Oth", sine Strumpfwirkeret „Ogen", eine Zigarettenfabrik „Rekord", sine Sviegelfabrtk „Marah", eine chemische Wäscherei Und Färberei ^Hakochaw". Wie „Misschar Wetaassiah" berichtet, beabsichtigt ein Herr Sewin au» Polen in Tel-Awiw eine Werkstatt für Trockevappretur zu errichten. Er hat die nötigen Maschinen bereit» mttgebracht. Die Preisbewegung in Palästina im Jauner 1925. Die folgenoe Tabelle gibt den Großhandelsindex für Rah« rungS- und Heizmittel im Jänner 1925 an: Dezember- Jänner- Zu- oder Index tndex Abnahme I. Zerealie« und Fleisch . . 125.2 123.4 -1.8«/. II. Andere Lebensmittel und » Obst.114.0 1131 -0.9«/. III. Heizmaterial u. Verschied, 104 5 105.4 -p 0.9«/. Generalindex . . . 114.3 113.7 -0.6«/. Der allgemeine Stand der Großhandelspreise hat sich im Jänner gegenüber dem Dezember 1924 unt 0.6% gesenkt. Von den 58 in Betracht gezogenen Artikeln sind 15 gesunken, während die übrigen gleich blieben. Dre Pret'e der Zerealien haben ein wenig geschwankt, gestalteten sich jedoch im Durchschnitt um 1.9% billiger als im vergangenen Monat. Milchprodukte und Fleisch waren Saisonschwankungen unterworfen; letzte Notierungen lauteten: Rindfleisch 835 ägypt. Piaster, Hammelfleisch 1147 ägypt. Piaster und Ziegenfleisch 878' ägypt. Piaster. Haifaer Handelslage im Jänner. Der Zerealienmarkt. Im Jänner wurden die geringsten Exporte an Zerealien in der ganzen Saison gemeldet. ES wurden 29.789 Kilogramm Korn ausgeführt, und zwar nur nach zckei Ländern, gegenüber 536.180 Kilogramm im vergangenen Wonat r Weizen Mais Durrha Insgesamt Kilogramm Aegypten .... — 14.830 14.820 29.650 Deutschland ... 139 — —_139 Insgesamt . . 139 14.830 14.820 . 29.789 Im Durchschnitt haben die Zerealienpreise an den letztes Leiden Tagen des BerichtSmonatS leicht angezogen, was die nachstehende Tabelle illustrieren mag: Dezember Jänner ägypt. Piaster ägypt. Piaster Haurauwerzen. . . 180 bis 192 182 -iS 194 Lokowetzen . . . .168 0 174 — Gerste - . . . . .131 185 132 „ 137 Hirse ..... .107 m 114 107 „ 110 Kersenneh . . . .125 0 140 130 „ 143 Etnheim. Erbsen. . 144 0 148 140 _ 150 Bohnen .... 121 110 „ 116 Sesam . . . .275 283 286 „ 298 Linsen, rote .117 m 122 117 122 „ weiße . . .153 m 164 161 „ 183 „ gemischte . 134 n 148 144; 147 Wahrscheinlich wird diese Preissteigerung noch bis zum April zunehmeu, wo die Aussichten auf dre neue Ernte sich gefestigt haben werden. — Immer noch bildet Durrha das größte Lager des Marktes und sein Absatz leidet stark unter der Konkurrenz des sudanesischen Durrha, daS sich zirka um 50 ägypt' Piaster pro Tonne billiger stellt. Ausgleichstagsahllug Heinrich Bronner. Ein« erregte Verhandlung. — Di« Drohung mit dem Konkurs. Gestern fand eine neuerliche Ausgleichstagsatzung über den früheren Präsidenten der Lombard- und Eskonrpte-bank Heinrich Bronner statt, weil das im Vorjahr über chn eröffnete Ausgleichsverfahren zu keinem Resultat geführt hatte. Damals hatten die Gläubiger -dem Ausgleich unter der Bedingung zngestrmmt, daß der Berliner Bruder Heinrich Bronners, der Finanzier Jacques Bronner, für die Einhaltung der Ausgleichverpslichtungen garantiere. Jacques Bvonner war auch anfänglich dazu bereit gewesen. Doch als sich das Steueramt mit einer exorbitanten Förderung von drei Milliarden einstellte, fürchtete Jacques Bronner, auch hier herangezogen za werden und lehnte die Garantie ab. Jnfogedessen mußt« ein neuerliches Ausgleichsverfahren eröffnet werden. Die Passiven betragen 108 Milliarden imd haben feit einem Jahre keine Minderung erfahren. Auch die Aktiven halten sich, wie der Ausgleichsverwalter Ster« mitteilt«, in ungefähr derselben Höhe. Die Verhandlung gestaltete sich ziemlich erre-gt. Heinrich Bronner hatte als neuen Bürgen seinen Bruder Leopold Bronner vorgeschlagen. Einige Gläubiger waren damit nicht einverstanden. Da der nme Garant nicht persönlich vor Gericht erschienen war, wurden Rufe laut: Jet t st Devisen revlsen' tmH Saiutentnrle vom 1. Avril 1925. Oelit War* Amsterdam , 282.77 283.77 Belgrad. iuo u.44 Berlin. 188 76 188.36 Brüssel .. 36.19 36.31 Budapest. 98.02 98.42 Bukarest. 3.2860 3.3060 London »»••»«•»» 33 8960 33 9860 Mailand. 28.24 29.36 New-Yort. *«.«•«. 708.35 711.96 Pari». 87.20 37.39 Prag. 21.0226 214026 Bon nun att notieren die Kurse in Schillinge» und Groschen. Mr 1 Pfund Sterling, bei ungarische» Zahlungsmittel» für 1 Million hundert WShrungSetnhesteu.; Sofia.. Stockholm ..... Warschau . Zlirlcu.. Valuten Amerikanische Noten Belgische Noten »• «ulgar. Not, , Deutsche Noten . . Englische Noten Geld 646 19140 133.06 133.78 707 80 86.86 6.00 108.90 33.77 Ware 5 19 191-73 136.66 187.28 711.60 3646 6.14 169 30 3398 Französische Noten , 'lolMndlsche Noten •. Italienische Noten » . , lasoslawische Noten . , Polnisch* Noten . . . . tumünische Noten . . . Russische Noten (Roman.) SchwelseL Noten . . rschechQJsiow. Noten . Türkische Pfund»Notfn üngarlacne Noten . . . Die Kurse verstehen sich bei ungar. Kronen und bet alle» Geld 232.— 29.28 11.36 136-60 9 2760 Wen 284.--» 99.40 11.42 136.60 3.8160 186.30 20.96 349— 97.80 187.10 21.00 364— 98.79 rührungeu für jtz

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