Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2193 (29.3.1925)
- Date
- 1925-03-29
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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feftt 84 Men, Sonntag Wiener §9. Marz LE8 Nr. S1M // Deuifdilands weltberühmte Bader // Heidelberg. Natur und Kultur. Die Schönheiten Heidelbergs sind schon in vergangenen 'Zeiten erkannt und bewundert und in begeisterten Worten verkündet worden. Die herrlichen Promenaden durch den Schlotzpark auf die Hohe mit dem wunderbaren Ausblick i i. ■ ---- aufs Neckartal und die MS Rheinebene, die Wanderungen durch die sich eng an Heidelberg anschließenden Waldungen auf den aevflegten Wegen, der schöne Stadtgarten mit seinen täglichen Promenadekonzerten. der grün umgrenzte Strahenzng, der zu den allgemein bewunderten Schloßwegen hinaufführt, all diese Schönheiten machen die Stadt zu einem Mittelpunkt für schönheits- und kulturbedürftige Menschen. Als Eisenbahnknotenpunkt ersten Ranges ist Heidelberg von allen Zentren wie Berlin, Hamburg, B asei, Köln und München in wenigen Stunden mit Expreßzügen erreichbar. Die erstklassigen Hotels entsprechen stlbst den verwöhntesten Ansprüchen. Aus der ganzen Welt strömen Hörer an die berühmte Universität, die mit ihren mustergültigen Kliniken, chemischen Laboratorien und @kalischen Instituten den Ruf der deutschen Wissent überall hingetragen hat. Auch das Theater künstlerisch auf einer hohen Stufe und bei aller Bewahrung der alten Sehenswürdigkeiten hat sich die Berwoltung dieser Stadt dem Geist der neuen Zeit nicht versperrt, sondern sie zu einem von modernem Leben durchpulsten Kulturzentrum gemacht. Gerade durch den weiteren Ausbau kultur * . . ... auf kulturgeschichtlichem und architektonischem Gebiete kommt der wundervolle Charakter dieser Stadt desto klarer zur Geltung. Das Heidelberger Verkehrsamt verfügt über «ine vorzügliche Organisation und Direktor Dr. Dellheim, der die Leitung dieses Amtes inne hat. hat sich als bewährte und umsichtige Persönlichkeit im Direktionswesen dieses Verkehrsamtes das Vertrauen aller derjenigen erworben, die als fchönheitssuchende und kranke Gäste das unsterbliche Heidelberg aufgesucht haben. Hotel Schrieb«, ein allseits ails vorzüglich geführtes Haut bestens bekannt, unter persönlicher Leitung des. Besitzers G. Schwaderer, kann seiner tadellosen Führung, seiner apparten Küche und modernst eingerichteten RämWchkeiten wegen um io mchr bestens empfohlen werden, als man dort von seiten des Besitzers des weitestgehenden Entgegenkommens sicher sein kann und wirklich gut aufgehoben ist. " I. F. Lad Nauheim. Gleich mit dem Eintritt der Frühjahrssaison beginnt der Strom nach den renommierten deutschen Badeorten. Bad Nauheim wird heuer wie alljährlich zum Mittelpunkt des europäischen Badelebens werden. Denn es ist eines der schönsten 1 und bedeutendsten Bäder Deutschlands, mtd fehl Ruf hat sich den ganzen Kontinent erobert. Hier strömen mächtige -Quellen aus dem Erdinncrn, wertvolle Salze und Stoffe mit sich führend, die fähig sind, dem Menschen neue Spannkraft und Lebensfreude zu spenden. .Aus einem kleinen Dorf entwickelte sichMch und nach eine' redende kleine Stadt, zu der alljahrnch bis zu 40.000 Menschen aus der ganzen Welt kommen-. Die ersten Badeaulagen mutzten im Laufe der Jahre vergrößert werden, und schließlich wurde das Bad mit seinen Anlagen vom Jahre 1905 an bis kurz vor Ansbruch des Weltkrieges zum größten Teile neu erbaut, so daß heute alle modernen Errungenschaften der medizinischen Wissenschaft und alle möglichen Bequemlichkeiten für die Kranken zur Verfügung stehen. Ein Park in der Größe von 190 Hektar und in einer Schönheit, wie selten einer in Deutschland, umschließt den ganzen Komplex der Badehäuser, Trinkkuranlagen, Inhalatorien, Kolonnaden, das Kurhaus usw. Die unmittelbar an die Parkanlagen sich anschließenden Taunuswälder, die geschützte Lage der Stadt an einem Ausläufer des Taunusgebirges' — dem Johannisberg — geben dem Ort ein gesundes, mildes und sturmloses Klima. Bad Nauheim ist vor allen: Solbad bei dem starken Salzgehalt seiner Wässer, dann Thermalbad infolge der natürlichen Badcwärme und zum Schluß Stahlbao infolge des Reichtums an Kohlensäure und Eisen. Zur Bebandlung der Kranken dienen verschiedene Bäderformen: kohlensäurefreie Solbäder, die kohlensäurehältigen. naturwarmen Thermalbäder, die stärker mit Kohlensäure gesättigten, naturwarmcn Thermalsvrudclbädcr; Brunnenbaoer, die aus dem kohlensäurereichen, aber salzarmen Wässern der stark radioaktiven Trinkquellen gewonnen werden, und dann die äußerst kohlensäurereichen, naturwarmen Sprudelbäder, bei denen das Wasser direkt aus dem Sprudelfteigrohr untersetzt in die Wannen einflietzt. Außer den Badekuren gehören zu den Heilfaktoren Bad Nauheims die Trinkkuren; ferner stehen alle sonstigen Heilbehelfe, die die ärztliche Wissenschaft und Technik kennt, zur Verfügung. Infolge des Reichtums der Bad Nauheimer Wässer an kostbaren Heilstofsen kommt in Bad-Nauheim, eine große Anzahl von Krankheiten gut Heilung. In erster Linie: alle Arten von Herzkrankheiten, Arteriosklerose, Schwäche des Blutkreislaufes, ferner alle Arten von Rheumatismus, Gelenksentzündungen, Ischias, außerdem Konstitutions- und Stosfwechselerkrankungen. Frauenleiden, Erkrankungen der Luftwege, Krankheiten der Verdauungsorgane und Rückenmarkslerden. Täglich finden Konzerte des Kurorchesters statt, ihnen reihen sich an: Opern, Schauspiel. Bälle, Gartenfeste. Symphoniekonzerte, Vorträge. Autoausflüge usw. Sportleuten sichen mit gepflegte Tennisplätze, ei,re großer Golfplatz und ein Wurftaubenschießstand zur Verfügung. Bad Nauheim ist nicht nur ein Bad für Kranke — nein, auch Gesunde und Erholungsbedürftige fühlen sich hier wohl, hier finden sie eine an Naturschonheiten reiche Gegend, Ruhe und Erholung in den großen Parkanlagen und Wäldern, aber auch gute Vergnügungen aller möglichen Art. Das populäre Grand-Hotel „Der Kaiserhof". Unter den zahlreichen vornehmen Hotels deS deutschen. Welkbades Nauheim steht das Grand-Hotel „Der Kaiserhof" an erster Stelle. Seinen Ruf verdankt eS nicht nur seiner Lage — es steht gegenüber den Quellen und Badehäusern von allen Seiten frei in einem großen Pari mit zahlreichen Laubgängen und Blumenbeeten —, sondern auch der erstklassigen Inneneinrichtung und der tadellosen Awlaatz der einzelnen Zimmer und der in großer Zahl vorhandenen Appartements mit Badezimmern und Toiletten, die auf die Ansprüche eines internationalen Publikums Waeschnitten sind In den Sommermonaten speist nian au>f der großen Palmenterrasse im Freien, wo ein Künstlersextett in diskreter Weise kcuneriicrt. Die Küche ist erstklassig und der Speisezettel paßt sich den K u r v o r s ch r i f t e n aufs genaueste an. Im Grand-Hotel „Der Käiserhos" lobt mau wie in seinem eigenen Heim und dieses Gefühl trägt nicht wenig zmn Wchlibehagen und zur erfolgreichen Wirkung der Kur bei. Das Hotel ist vom 16. April bis zum 16. Oktober geöffnet. Billa - Pension „Vaterland". Die Koscher-Familie-npension BMa-Peusion „Vaterland* erfreut sich toeocn der vomi'alick-em Kiick'e eines sebr starker Zuspruches. Das Haus ist äußerst komfortabel eingerichtet, von einem großen, prächtigen Garten umgelben. und nur zirka «wer Minuten von: Kurpark entkernt. Das gemütliche. fast familiäre Zusammenleben der Kurgäste untereinander, sowie das besonders liebenswürdige Entgegenkommen der Besitzer. Herrn und Frau Krön, macht jedermann den Aufenthalt sehr angenehm. Bad Homburg. Taunus - Sanatorium Dr. Goldschmidt. Wurde durch Neubau im Jahre 1922 um zirka 20 Freut«- denzimmer vergrößert, die mit den gleichen Bequemlichkeiten wie im Haizpthause ausgestattet sind.. Jedes Zimmer hat seinen eigenen gedeckten Balkon. Außerdem ist noch eine nach Süden gelegene Liegehalle eingebaut, die zu Sonnenbestrahlungen sehr geeignet ist. Ferner enthält der Neubau eine schöne Synagoge. sowie mehrere Autogaragen. Therapeutisch ist durch Neuanschaffung einer Anzahl von Separaten die Möglichkeit geboten, jede bewährte physikalische Therapie hier treiben zu können: Diathermie. Höhensonne. Blaulichtbestrahlung. Für die Unterhaltung der Patienten ist durch bedeutende Erweiterung der Bibliothek, Einrichtung eiir.s Fernra^igs usw. gesorgt. Vor» der Natur in überreichem Masse begünstigt * Historische Statte deutscher Romantik * Alt HiWelbere Du Felo«, Du Stadtan-Ehren reich. Am Neekar und am Rheine Kein andre kommt Dir gleich, Viktor von Scheffel c-5. ft«4 Schönste Schlotjruine Deutschlands Älteste deutsche Universität Heilkräftigstes Radiumsolbad * Auskunft: Städtisches Verkehrsamt, Anlage 2, gegenüber dem Hauptbahnhof HOTEL SCHRIEDER HEIDELBERG I PAMILIENHOm rechts vom Bahnhof, nächst den städt Anlagen und dom Stadtgart^n 5 i / Alfa Fremdenzimmer nach dem.Garten oefegen / Terrassen-ostnurant!! / Grosser Garten mit Te rasse / Zimmer mit Messendem Wasser und Bad;! / Autogaragen ✓ Das genw Jahr geöffnet / Inhaber O, SCHWADERER j• EIDELBERG __ HESTAMtlNT GOLDENES ROSS I V, BESITZER: C. und L LOWENSTEIN - FERNRUF 734 HSV MARKT 11 FERNRUF 736 ELEKTRISCHE HALTESTELLE: LUDWIGS-PLATZ INS TÖCHTERPENSIONAT „HAUS PANORAMA« HEIDELBERG ts«t«teeeeeeeeeseeee Villenkolonie Kypspaeh , $taatUch genehmigtes Pr|ng>^wni / Vor* nehme« Internst fftr Mädchen von? W Mm Eller Konfessionen PrtmitgÜbiRTcn / Prf suckle durch die Direktion 2)r. ZHeinemannsches fMädchen-^ensionat mit Fortbildungskursen und Haushaltungsunterricht Frau Amalie Rosenthaler Mitglied des Arbeitsbundes deutscher Ttichterfaeime —LOGEN— RESTAURANT KAUFMANN oster Aufsicht Sr. EhrwQidco Hem Dr. UNNA, MANNHEIM C4.12. ZEUQHAUSPLATZ Telephon U3Q nedaale tUe / Ueberaaäme m Roduelto a na sonstigen Festlichkeiten stß»