Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2178 (14.3.1925)
- Date
- 1925-03-14
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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'* •r M. 21W MkN. MtM-M Ruf stehen fest. Die Korrespondenz erber hak sich mit diesem Achen fottft on den Pranger gesteilt Da bleibt sie stehen, der Verachtung aller MtLn-dv^n Manschen preisaogevrn. wen« sie bett Verfasser dieses TeTegra-mms, mag er in Rom oder in Berlin sitzen, nicht d.Savouk'rt. Preisausschreiben der Salonikier iüdisthen Gemeinde für einen Tempelbau. Die indische Gemeinde Salonikis plant den Bau eines großen fudrschrn PracksttempelS v.tti hat zwecks Erhaltung von Entwürf.in ein PreiSauSschre?be-n erlassen, an welchem stch jüdische Architekten tttib Künstler der ganzen Welt beteiligen dürfen, F?rr den besten Ent- Wurf hm die Gemeinde einen Preis von lo.OOO Drachmen ausgesetzt. Purimakademie. Als einige VevanMtnug dv:«fes Ichros findet morgon Sonntai den 1». d. um ha>8) 9 Uhr abrnds, in von OlvmpicrsÄlen, 1. Bcz.. Rorgasse 3, d'e Purimäkadmrie der Zinnat schen DezirkSsoktum Leopolt-stadt statt. Es wirken viele «rsi-lassige Kunstkräft«. unter anderem auch das Ensemvl«: der jüdisch:« Kleimunskbülhne „Die g'-Denr Pawe". mit. Anschließend Tanz. Dallorchcstcr Professor Max Geiger. Island. Verschiedene Belvisti'Mnarn. Inifalge deS groben InlnrsscS an ddoser beliebten Feier sind mir noch wenige Karten im Vorderkauf «rhÄNich. Sauer kommt an die Musikakrwemie? Rach Mitteilung von informierter Seite wrrd:n derzeit VevhErm^'n mit Gebrimrat Professor Emil v. Sauer erführt, u.m dl-csm bewahrten Mtmei'ster der Wiener pian'ftischen Schule wieder für vre Mirfikakadomie zu gewinnen. Ausführung muer Streichquartette. Das Ssterrekchs. sch« Komitee der Internationalen Gesellschaft für neue Musik deransta'ltat Montag d"n 13. d. um 7 Uhr abends im K'einen KonzerthauSs^al em:n Öuortc'ttabrrd. bei dem nwe Werke von Kanal R a t b a » S, E^on Wellesz, Ktarol SzymanowSki und Mfredo Casella zmn ersten Mal«? in Wien oufaeführt werden. Dl« Genossenschaft der bildenden Künstler Men» er heute einte Kollektivausstellung Professor Alois Egger und Clemens HolMeister. Gerichtssaal. Sa» Sberlandrraerlcht für die Balarislernng von Lekbreotea auf Schillinge. Die on beiden Augen erblindete Erzieherin Mabrlla Tschappek batte noch vor dem Kriege der V^rsickernt'^so"sest5cha<kt ..Assicurazioni Generali" einen Betrag von 20.000 GoDlronen bezahlt, wofür sie sich eine Leibrente von 1303 K. jährlich sicherte Da die Versiche"ungsaeisell!sckast trotz der Geldentwertung nur 1303 Papierkro-nen zahlte, klaat' die Erzieherin durch Dr. Zohlmaun die Gosellichstt auf Aufwertung ihrer Leibrente auf 13 Millionen 30.000 Krmien iährlich. Das Handelsaericht Wien (Vorsitzend'r Ho'rat Dr. KurO Hai der Klaae nur insoweit stattaegoben. g S cs ihr nur die bis zur Zest der Urteils'ällung fällige Leibrente va'orisie'te, di« künftig fallia werdenden Leibrenten der Klägerin nicht znerkannte, weil nur fällige Leibrenten aip'uwer'en snen. Geg"n dieses Urteil erhoben beide Teile die Bernsung. über weiche daS Oberlandesgericht un:«r Vorsitz des Hofratc's Dr. G r ü nberg verhandelte. D:r Klagevertrcter Dr. Zalmann machte geltend, daß der Klägerin auch die künft'g föll'g werdend?,' Leibrenten zuzmprechen waren, weil man ihr nickt Minuten könne, für wden einzelnen Leibrentenbetrag e-nen bekor.-der-n Bra'eß -u führen. Der Vertreter der Assicurazioni Gencra'i. D^ktnr Eckstein, beantragte die Aufhebung des Urteils in deiner Gänze, weil überhaupt kein« Anstvertung der Leibrente stattzusiniden habe. Das OberlandeSaerickt sprach in Stottgobnng der Bernmna der Klägerin eine Leibrente im jährlichen Betrage von 1030 Schillingen zu »nd wies die Berufung der Dersichern"gsgesellschait zurück. In der Begründung wurde ausgolührt: Das Berufungsgericht ist der Ansicht daß durch d"n A^'ck'''' deZ Leibreutervertraaes die Klägerin sich auf Lebenszeit ein bestimmte8 Einkommen sichern und sich damit die Lebensführung ermöglichen wollte. Wenn nun infolge der Geldentwertung die iührlick« Rente nicht einmal ausr-icht. um den Unterhalt fiit einen einzigen Tag zu bestreiten, ja. wie r§ in diesem Falle zutrifft, nicht einmal zum Ankauf fron zwe> Sein« me-ln hinreicht, so muh das Verlangen nach der Hobder Rente als berechtigt an glichen werden. ES handelt sich um einen Unterhaltsarvspruch der Klägerin und ist J>aiVr das Begehren dem Grunde nach gerechtfertigt. Was nun das A u smast der Auswertung anbe«lan.gt. so hat daS Erstz-erickst mit Recht dem Begehren nach Anstvertnna um das 10.00» ache der ursprünglichen Leibrente stattgegeiben. Es wären im Sinne der Berufung der Klägerin auch die vom 1. August 19^4 ab teils schon fällig gewordenen, teils tveitenhin bis zum Loben s>"'de der Klägerin noch fällig trerdcnden Rent"nbeträge in gleicher Höhe zahlbar halbjährig im Nachhinein im Betrau von 651 60 Schillinizen am 1. Fokrnar und 1. Aunnst jedes IahreS znzusprechen. Der be'^ten Partei wäre der Ersatz der ganzen Brozestkosten aufzucrlegen. Der Pro.'est Ustmann. Gestern wurde der Prozeß geaen den Bankgeschäft? Inhaber Siegmnnd Ult mann fortgesetzt. Das Beweisverfohrcn wickelt sich schleppend ab. da der Angeklagte wegen seines schweren Leidens wiederholt ans dem Saale geführt werden nmst. Einen breiten Raum in der gestrigen Verhandlung nahm die Erörterung der Wuchertakten ein. Eine lange 3leibe von Zeugen marschierte auf, denen Ultniann gegen hohe Verzinsung Darlehen gab. Der Prozeß wird erst heute zu Ende geführt werden. Im Kaffeehaus erstechen. In einem Kaff.rhaus!m L0. Ber'lk kam es in der Nach: zum 37. Dezember v. I. zu einer sänveren Rauf tet, in deren Verlauf der Hilfsarooiter Franz Holzer von dem L0jährigen Masch.nenschlosser Albert Eermak erstochen wuüde. Zwischen d?n beiden hatte schon seit läuacrer Ze>it eine Feindschaft, augsblich wcg.m eines Mädchens, bestanden. A7s Holzer in das Ka.'feehauL kam, in dom Eerumk bereits nri« einigen BokaniVen weilt«, rief ihn: Eermak zu: „Du Hundsfutter bist auch da?" Die Gäste und der Kaffechausbesiher suchten Eermak zu beruhigen, der sich dann entfernte. Nach einer halben S'nnde kam Eermak zurück und rS fiel auf, dast er die Hand fortwährend in der Tasche hielt. Plötzlich ging er aus den Holzer „loS der. einen Angriff befürchtend. <inen D'nhl erhob» lnn dön Mgner abzitwehren. Ecrmak hatte ihm aber blitzschnell einewMich in den Unterleid versetzt. Holzer brach zuscmrmen. wurde von der RettungSgoiellschaft ins Spital gebracht und. stach bei der Uebernahme an 2t'rk'lu!nna. Gestern hatte sich Eermak vor dom Schwurscrlcht unter Vorsitz d.'S Hofra!«S Dr. Sch au pp wt«e«n Totschtagcs zu verantworten. Er gab an. das; er nir Zeit der Tat ick! g:w'ü?n sei. Die G schwornen becmiwor'eten di« '.c <>v.f Totschlag mit zehn Ja, die Frage auf Bolltrunkrnhi.ii rr.ü cll Nein. Sbe baten den Gerichtshof um besondere Mi 'Eermak wurde zu vier Jahren schweren KerkerS »:r.!N..'i'tt. Der Verteidiger Dr. Mar N«»da legte gegen das Sr.naß Bernfung «ln. Treffer Mor«*en-eNttNck. Radio-Rundschau. 14. Mckr; lst?S Seite 7 Bollsivirt. Radio in Polen. Bisher bestehen in Polen nur militärische Statisn.'n und di« Anrerikastatlon. Man glaubt aber, daß demnächst di« Genehmiguna für eine privat« Sendest a i i o n erteilt wenden wrrd. D:r Sender wird für d:n Betrieb in Polen moncpoliflert und in der Warschauer Dorstadt Mokotow crrich'et werden. Wahrscheinlich wird man ein« Melln.sänge. di« -wischen 300 und 400 Metcr liegt, berviltzen. Es steht noch nicht fest, wer die G «chmiguna erha-sten wird. Die meisten Aussichten hat di« polnische Gesellschaft für elektische Cinrichlun^n und Unternchmnngen „Licht und Kraft". Hin'er dieser Gesellschaft steht eugl-isch.s Kapital. Aber auch di« n^'gegründete Gesellschaft „Po.'nTchrs Rädio", an der di« französische radloeloktrische Gesellschaft „Socicte svancaife ra-dio-ctc:r,'qn>:" "nd Marconi beteiligt sind, gehört zu den Bewerbern. Vorläufig gibt es in Polen natürlich sehr wenig L-ut«. die einen Empfänger besitzen. Das ist auf den Mangel ein.'S polnischen Sndcrs sow'e auf di« sehr scharfen Kontroll- und Kon'essionrHestimmungsn zurückzufuhren. Außerdem sind die Apparat« infolge des hohen Einfuhrzolles sehr teuer. Dazu kommt, daß di« staatliche Kontrolle lehr streng ist. Alle Un «rneymungw zur Herstellung und zum Vertrieb von Fu-nkavvaraten müssen roqlstricrt und kono«ssicn!err sein.. Si« muffen aenaue L'sten über die Käufer der Apparate führen und dieser b 'darf ä'ner iWMrnW Konzessi"» die in der Ne.gel nur an vertrau ans würdige polnische Staatsanychövige erteilt wird. rBRÖAD(ASTiKGi dl« We'tmark« AUSLANDSEHPFANG auch mit ZJmmer- oder Ersafzantenne fBette?nsatz) Fabrik a Wien, V. »r3uk»,u,,»,« Nr. 6 S*adlbu.r»8ui IV. Karlsplalx. Vaekaufsfcaflltn Die Rahmenantenne. Mit der zunehmenden Zahl der Radio 'u> r^'ssenten in den Großstädten wird die Anini'nei'frage immer schwieriger. Wenn der glückliche Besitzer einer Dochantennr stäMq neue EmPfangÄrähte in arvßerer oder kleinerer Ent fcrnuna (bis herab zu wenigen Metern) aus suchen sicht und die gegn'.scit'gen Beinflussvngen z>r spüren beginnt, so wird er lehr bald daran denken, sich mit sc'ncm Anteunengebilde in sein Kämmerlein mrückzuziehen. Der Verlust an Enercri: wird dab-i gar nich' so erhobt ick fein. Ta kür gewinnt man eine Reihe von Vorteilen. Zunächst die größere St 5 ru n gs sr e i he i t, die trotz d-'r vermchr'en VZerstärkung einen reineren En-pfang verbürgt Dazu trägt noch besonders d"r Fortfall der Erdung be-i, durch di« so ocrade in d'r Großstadt zahlre'ck.' Störungen eindrmgen. Dhr h'rnhi"er>d ist auch die S'cherheit ge.7:u atmosphärische Entladungen jeder Art. Weiter besitzt die Rahmenantenne den Vor'eil sehr g r i n a e r Dämpfung, d'e ihr a's gcslollenem Schw'nouuitSkrcis «iaen ist.^Dementsprechend hat «in R-ahmenempsi'n^r c'nc Abstimw'sckiäpe, die dn einer offenen Antenne nur durch ein-n Zwistbeukre.'s errvichbar ist. Wenn man vor- .».ugN.D'cife Senldcr ans ciirr bcstimunen Nichtnna emprän^, so kann man übri-aens den 8!ehm«n auf c'ner in dieser R'chtn.ng o^^vnen Wand oder so.aar aus der Rückseite eines Möl».-lstück's fest onbr'naen. Sie stört d^nn gar nickt mehr oder ist dem Anblick iitbcrhanpt en.tzogen. Noch dw>-e Berncrknugen über d'e anztiwerid.'nde-r A'bnkest'moen. Für den normalen Wellenibere'ch von 300 bis 700 Meter-eign-'n sich am dest-u-? bis 9 Windungen ein s üllnadrais von 1 M«:er Seit.mlän'e bei einem A'bstand sw''cken d:n Wmdungen von 2 Zentimeter. Wählt man den Wi-ndunos-abstan-d geringer, so müst man die Wind-an'?'chl verringern, da sich sonst der Wellenbereich nach oben verschiebt. Mit drei bis vier Röhren unter Anwendung von Hochfreqnen.zvcrstärknng wird man dann die nreisten europäischen Stationen gur aufnehmen können. MJDWKi FNSSCH Radio-Geräie-Verk.-Ges. Wien XIII. Defaiimkcnf w i. lechher Wim. flauer) Wien, I. Graben 30/31 fiadt o e ajifaa ssaa? arate in allen Preislagen 3147 sämtliche Bestandteile // flntennenbeu Täglich Vorführ 11 ng im Radiosaton Der juristisch« Eharakter der Radlonnternehmungen. Der Berliner Staa Sstkretär Dr. B redow hat jüngst m einer Aussprache betont, daß die Rundlunkgesellschaflen nicht Erwe rhsuu lern chm mrgen i-m üblichen Sinne sind, sonixrn daß sie öffentlich-rechtlichen Charakter tragen. Aus diesem Grunde müssen st' sich der Oesfentlichkeit so weit als möglich fü'eu und d:r P r e s s e als deren anerkannten Vertreterin, das Reckst der freien Kritik zulbilli-gen. —--_ Besuchen Sie unsere Radio-Ausstellung und Veikaufsniederlage Wien, 1. Herrengasse JO. Telephon 06-3-75 Februar-MaB Mef’sefüfl lSl efsif^leeiiiiik,!ig KSppf. Hfit 4 0o. tfin. 91. Haydnf'asse 3 — TeVnhon 41-32 Radioprogramm. SamStag den 14. Marz: 9 Ahr: Marktbericht. —> 11 bis 1 Uhr: Vonnittagstonzert. — 1 lltzr 5 »i'-nt.: ttrania'eil. — 1 Uhr 20 Min. r Wetterbericht. - »/,4 tthrr Wiener Börse. 4 bis. 6 Uhr: P q ch m i t t p g ö k o n z e r t. Strecker: „Auf Welle 5307, Mar'ch; Stolz i „Die Tanzgräfiu' r Ryssini r ^Semiranils*; Beethoven r Romanne in k'; Baß Rod. r Ballade romantique. eine Puceiniana (Phantasie); Krau« r Walzer und Tanzlied au« „PusztaUedchen"; Urbach: Ein Meladtentranm; VchaikowSln: Blumenwalzer; Enael-Berger r „Hulahu*. -- V,7 Uhr: Vortrag. SeksionSchef Dr. Robert Kauer; Die richtige B^uf-wM. —. 8 Uhr; O p e r e t t e » a'u f. f ü h r u n g. Franz Schubert-BertS r „Da« DreimSderlhauS". Mitwirkend: siammerkänger Preuß. die Herren Franz Glawatsch, Viktor Ftenlming, Otto Langer und Fräulein Anny Rainer. Polnische Sirtschaftrwoche. (Dorr unserem polnischen M. S.-Korrespondenten.) Die Börsen haben m der DcrichtSwoch« eine db* wartende Haltung eingenommen, da sie erst die Verö'fentlichung der Goldbrlanzen. der Dividenden und die Äuswirkuni des neuen GeldzuflusseS au-S der neuen amerikanischen Anleihe abwarten wollen. Gleichzeitig wird auch aus den durch den Staat vergebenen Jnveststiondbestellun^n zu ersahen fern, wie die einzelnen Unternabmungen beschäftigt sein werden. Die Notierungen schwächten sick ab, ohne jedoch größere Kursverluist« zu verzeichnen. Don den Arbitragewcrten notieren ZielenicwE 12.60, Galizische Montan 480, Tepoge 1,70, Chodavow 4,65. Silcsia 1,10, Lenrbevxr Brau 9,80. Ra>k^awa 2,10. Warschauer Diskintobavk 7,76, Hypochekenbank 0.66, Malopolskibank 033 Zloty. I-m alleemeir.en herrscht jedoch Warenmangel da die jelst'en Besitzer nur ungern ihre Efsekten veräußern, da eine "neuerliche Hausse erwartet wird. Tageaeu berrscht auf dem Markte der Brutteanteile eine starke A-ufwärtsb'üwegtNH. die auf die günstige Derzi-wsung. das Weiterbcftthen des Kartells und schließlich auf di« andauernd rege Nachfrage d«S Auslandes zurückzuMren vst. Alle Anteile produktiver Schächte weisen größere Preikftcigerungen auf. In der Banikwelt hat sich ein Majcritätswech'el vollzogen, indem di« A.-G. MaL (Abgeordneter Dym'WL-ki) di« Majorität der Nationalen Bank an sich gebracht hat. Di« HandslLvertrag?verbandl.untz2n mit der Tscheche- Slowakei neigen sich ihrem Ende zu. Die polnifchen Forderungen bezWich des Exportes von Vetrc'leumpro>ulben beiden untlerücksichtigt. In bezug auf Bier billigte Polen Erleichterungen zu. Tie Zollermäßigung wird zirka 60, bei Preßhefe ^O Prozent beim Import nach Polen betragen. Packpapier erhält beim Fnvport aus der Tschecho-SlcwaÄei 30, Kindevschuhe 25, alle Maren aus der Position 198 1a und 1b des polnischen Zolltarises erhalten 30, beziehm'gSweife 20 Brozent Zollernräßigiung. Be'm Export von Zanrent evhä'it Polen eine 30pr^en.tige Zollevmnßig>u>ng. Die Ei'frrHahnkonvention ist bereits sertiggostellt und mrr bezüglich der Kvhensrags konnte bi's jetzt keine Einigung erziel' werden. Lrr Rallonalbankaurwek« in Schillingen. Der Banknotennmlauf — 757 M llionen Schilling. Ter gestern veröffentiichte Ausweis 'der NationaiEank ist bereits ^zwm erstenmal i-n Schilling ausgestellt. Nach dief-.:n Ausweis, der rmt Rücksicht ans die derzeitige AnwLstr/eit der Leiter d:r Nationalbant in London von besonderer Aktualität ist, ist eine weitere Abnahnre des Banknrteun'nrla'uses sestzuftellen. Ter Dantnot«nu>mlauf per 7. Mär; beträgt 757 M-illionerr Schilling, also mn 38 Miionen weniger als in der Vorwoche. Hii^cgen hat der Barschatz nm zirka eine Di-ertelmillion Schilling zugenornmen und beträgt jetzt 231,21 Millionen Schilling. Das Wschstleslompt macht 122 Milli-onen Schilling aus. Er ist also ii»m sechseinvicrtot Millionen ni-edriger als zu- Vtär^- be-g'lnu. Tos Kostgieldacschäst der Nationalbant gegen Devisen hat ein« Bermchru-ng erfahren. Es beträgt 154 Arillion-en, also mn anderthalb Milliousn mehr als das letzt« Mal. Nach bom fetz-gen Ausweis sind die osterreichvfchen Banknoten üder 55 Prozent bar gedeckt. Zur Erkarung des Ausweises führt dieser in einer Note an. daß^ ein Schi.'ling 0,2117 Gramm seinen Goldes, gleich 0,694 Goldkronen, gleich 10.000 Papierkronen beträgt. Der gün'sti^ Ausweis, der eine wei'.-erc BerMssigung des österreichischen Geldurnlanfes zum ÄluLdruck bringt, kön-rste zweifellos als Ursache vur Verminderung des Barckz'mssllßes ansioselen worden. ES ist aber troddem rrnwahrscheiulich, daß jetzt bei der Anspannung der^ übrigen euvopÄschen Notenbarlen di« englische Finanz die Bowill:glurg zu einer solchen Herabsetzung des Zinsfußes erteilen wird. Der Geschäftsgang im Detailhandel wahrend der Wiener Mesie. Zlifolae Einsihreitens des Gremiums der Wiener Kaufmann'chaft hat bekannstich der Magistrat für die Dauer der Mesi« den Ladenschluß in allen Dota-ilgoschästen emhnmch m-r. 7 Mir aberlds sestgalaat. Das launische Publikum, waches oeareiflicherweis« au die Swbcm-.hrsperr« nicht gewohnt ch. machte von derselürn nur teilwcisen Gebrauch. Geraden uberräsckiend dagvr'M war in der llEebnng der Messchaui'.r der Ilinrfang der seitens der Fremden in der Stunde von 6 mS 7 Uhr getätigten Emkäufe in den Tetall^schäften. Anerkmneuö muß h.-rvorgrhsben werden, daß nahem m lcmem Betriebe erh."bliche Sckwievigkerten mit dem Personal ars dem Anlaß der HinauNchiobung der Lsdemperre sich er^abm, da bearehfUcherwe'il« jede Maßnahme rar Besierung des Geschäfts- Verkehrs von diesem als ein? erhöhte S.cherheit somer Existenz ompfnnden nnd demgemäß beurteilt wird. Das Gremmm Wieirer Kausinmnschaft hat über den Geschaftsaan.i zwrschm 6 und 7 Uhr Erkundigungen in den verschiedensten Branchen Bezirken sowie in Betrieben mit den verschecdenartigsten Ääusersthichten eing'holt. Reise des Direktors der «ompaßbank Dr. Prager «ach Paris. Wie wir erfahren, bogi-bt sich in den nächsten Tagen der Direktor der Kompahbank, Dr. P r a g e r, nach Paris, um dorr geschäfst-ichc Transaktionen der Kompasbank durchzuführen. Es verlautet, daß im Anschluß an den Bersicherun^Skonzern. der bekanntlich der Kvmpaßban! n.'.hc steht, auch di« Bank versuchen wivd. das Ausland für sich zu interesiieren und eventuell ein« gewisse Jntcressengemeinschaft mit ausländischem Kapital zu schassen. tzleschLftSergehnisse de» Postsparkassenamtes im Februar ISLS. Nach de,n GeschäfrSauSweiS deS Pc^tsparkassenamt'S wurden im Larvfe dickes Monats bei der Postsparkasse im Sparverkehr «ingelegt 35.115,971.kO) K., zurückgezahlt 9L30 200.317 K. und baden daher im Sparverkehr um 15885,765.549 K. mehr Einlagen a.'S Rückzahlungen stattgefunden: im Scheckverkehr nmrden ei,igelet 5,691.880^45.670 K„ zurückgezahlt 5,725.03&,970.590 K. und hat^ » Ä.CTÄ.il"^«fcÜ*'fea äs smuiriiiiir ' riinii t'rif iühi~ iiikii ' i i rri 4dWHHrtum i~i i rM ntn ■ mii niti r