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Wiener Morgenzeitung · 1925-02-14 · Heft 2150 (14.2.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2150 (14.2.1925)
Date
1925-02-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wr. 218Ö Men, GamKtag Verein Ohel Rachel. Die Pcrü'-nsloii-'in-a -bringt ityicxmit vyat KemttM, ta$ Heuer» wie alljährlich. anläß-sich doS T-odestao.es des Herrn Selig We-miuaer <m 7. Adar Mavz) die Kinoer des Seli-^n qur ll-nterstt"ltzin'g em-'S ür Not gercv'cnelr Me-iivgewer^t-vcr^benden einen noimhäftru Betrag gajpendet Ijrfrcu. Petenten wollen ihre Gesuche bis längstens 33. o. i-n der Vereins kanffei, 2. Brz., Kleine Pftarr-gasse 8, eknre-ichen. Prof. Max Eisler über „Jüdische Kunst". An dmEben Matze, m welchem Las Interesse <m «den allgonieNnu Prom-smen des Illiden-Nrens wäM, macht sich mich das «BedünfniL geltend, die iktnstkersschen S-chrpfungen dsS indischen Geistes kennen N> lerwen. Daher tva-r es na-Ärlich, das, bem Bor'ra^e eines Fach mainnes wie Prof. Eisler seitens der Tsschgesellschrst de-z 3. Bezirkes eint üiberouS warme Nnteffnahnre ewiiyeMiMbrach! wnvde. An oimer Reche von S-fioptAonibffdern er-klä'vt-e der Vortragende daS Wesen der Kwnst übe,haucht -msch Fovnr, Iinhäkt und Gestakdwng, grenzte di« einzelne,, Epochen der tKu-nstgaschickt« hotJ) ihren «barakterislffchen Merknrasen ab wird sährbs das ALMtarimn zurr jüdischen Kirnst, «lS dessen typischesten uwd wertvollsten Repväse»rtan-L>sn er den Holländer Iasof Israels hinstMe. Prof. Ei-SlevS kicrre, populäre <nNd daiböi ge-sstvaiche Darsiclluug wirkte «MsherW auff die Mitglieder fc+er Tischgesellschaft, deren Kreis sich liMkae -der intensiven Pvopegrn-da des Vorsitzenden David NabrnMl ständig erweitert. Mit blonderem Interesse wird dem nächsten Mtt'llwoch den 18. d. «n Cafe Lovrano stnbtfmden Bovtrag der Fr-aiu Dr. Me Hosma nn „Uelber siMsches Kuurstgewerlbe" eirtgegenigesehen. Farbengespeuster. U-n-i-er dieser Devise vevanstall.t«n die .Hörer der Akademie Kr bAdende Kunst am 23. d. im KÄnstterhcxus, Ä-aUlSpbatz 6. ein KostimMl. Die ädartemLuLMbe ist eräÄgt a,n 30.. 31. und 28. tz. in -den Räumen der AHKönrie für b'KdeiEe Künste. 1. Bez., Schillerplatz, pMstvck. Der neueste PolLstinasilm. Heute, 10 Uhr äbervZ, tzoLangt »er neueste PatüastiinalfdÄn ,/DaS Land der Veuhoihwn.g" Än Löwenki-rw, 3. Bez., Löwengasse 33, au-r Aulf-Wirung. Für dies« e'mzige AtU-fMvumg im dritten BezürLe sind noch einliae Karben an der Kmo-asse echäN-ich. Bühne und Kunst. Leopold Strabmaver, Der «uSgezotthnete Wiorver Künsöler, einer der wdnigrn Erden Altwieuer Humors, bageht heute das seliene Fest svmes ZSjährigen Schauspieäerjiu-b'ilä'umr. Aus diase-m ANlaß sindrst heute um 11 Uhr vormittags im Bür-gsrtheater eine öritevessa-nte Feier statt. Nachmittags, 3 Uhr, geht mrter Mitwirkung hevvorragrrvder Kuinstkräfbe in, Carl- Thsaiter ails Fesworstellung die Eyslepsche -Operette ,M r r ^ache««d« Ehemann" in Szene. Preisherabsetznvg ln de« Bundestheatern. Um dem Publikum die B-uridaS che aber leichter zugänglich zu machen, laßt die BundeSlheaterverwal-tung zunächst für die Staatsoper mit 13. d. eine neue ProiSlotegorie in Wirljamkeit treten, die gegenüber den bisher größtemeils zur Anwendung gebrachten Preisen 2 -bei «mzelnen Ditzkcuegoricn vinv Ermäßrg«ngb«ls z-u47Progen 1 archveist. CS --.rschrinit ztoar nicht «möglich, diese PveiSkategorie cmSschließltch zur An°- wertidung zu bringen; es ist jedoch -beabsichtigt, zu diesen neuen Preisen die Hälfte der Borstellnngen m jed'm Monat zu veranstalten. An den vesttichen Dagen werden zum Teil Vorstellungen zu den bisherigen Preisen 2, zum Teil Vorstellungen zu besonders niedrig gehaltenen Preisen und gebundene Vorstellungen fLr Kunststellen gegeben. Auch ist beabsichtig, im Burg 1 hva te r «düe in Geltung stehenden k4«ine n P re is« öfter als «bisher zur Anwendung zu bringe«. Sie Bndapefter Sper gesperrt. Budapest, 13. Februar. (U. T.-K.-B.) Dir Direktion deS konWchen Opevntheat-ers gibt bekannt, daß die Vorstellungen wogen Ber-tragS'bruch«S der Mitglieder bis auf werteres e i n g e st e l I-t. wevden. Die Mitgliüber des Opevncheaters, die.schon seit einigen Tagen nicht mehr an den Proben teilnchlnen, hatten gestern beschlossen, au chverr seiuerzert in einer Denkschrift der Opernleiiung überreichten Forderungen festzuhalten und, falls diese Forderungen nicht erMt werden sollien, von heute abends an auch bei den Abendvorstellungen nicht mehr mit« zuwirken. Sie sandten eine Deputation zu Baron Wlasst e S, die ihm di« Fordemngen rmtechreriede, worauf Baron Wlafsics erklärte, die Forderungen kbmtten nicht erfüllt werden. Daraufhin var-öffenMchte die QpeMleitMlg die bereits sioineldete Kundmachung mit der Begründuntg. daß die Orchestermitgliedor durch ihre Weigerung, zu den Proben zu erscheinen, einen Vertragsbruch begangen haben, weshalb vi«2 Veitnng sich hvnvüßigt sehe, schon haute die Oper zu schließen, da sie mit KontraAbrüchigen nichts zu tun haben wolle. 8in ftändkges jüdisches Aeater in Wien. David Herma» übernimmt die Leitung. Wie bereits gomeldet, hat sich eine Gcs-eUchaift zur Gvünrnil-g einer ständigen jüdischen Bühne in Wie« konstituiert «und -de-n Plan gefaßt, das GnsMüble mit chveni mns-anigveichen Repertoire durch die mckerrn europäisch«, Kulturzentren zu Mren. Zum Sitz dieses jüdischen Künskterthoaters wurde Wien bestimmt. Die dieSb^Äglickien Vorhere-ilnngen sind im Gärige, der Intevessenkreks sowohl in finanzieller als auch kr intellektueller Nicht,mg vergrößert sich «nd daher kann man amvchmen, daß David Herman, der die krM-ftlerijsche Leitung zu nlbernchmen versprochen hat, schon m kurzer Zeit die Möglichkeit gebote-rr wird, an die pchitive Avbelt heranzutreten. Da die vorhandenen Schachprelerkräfte für die große Aufgabe nicht genügen, begibt sich Herr Herman nach Polen und Rumänien, um aus den dort befindlichen Truppen einzelne heworragende Mnstler für das Theater zu engagieren. Dienstag den 17. d. sindet in den Kanzlei räumen deS Doktors Dagobert Rybaezewski. 2. Bez., Hollandstraße 14, eine diesbezügliche Sitzung statt, bei tvelcher seitens der GcisellfclMtsmichlieder größere S>»MMen für das Theater 'bereitgestellt Werden, Wiener MorgenzettunF. 14. Februar 1D25 Serie 5 Mtteklungen otts dem . Cranz Europa trinkt T e D Wiiietzky Moskau Qegr. 1849 '<41 Aus dr« Neatrrn. ' " r g t b e a t e r. Montag, 3 Uhr nachmittags, Calderons «D e r R i ch t e r V o n Z a l a m e a". 7 Uhr abends, „P y a m a l t o n". - Frav Jda Roland tritt nach ihrem KrankheitSurlaub am Dienstag den 17. d. ln Molnar» Spiel „D i e r o t e M ü h l e* und hierauf avr Freitag den 20. d. in b e n t e u e r i n C h t » a" von W. S. Maugham wieder auf. — Die Proben -u Galsworthys Komödie „F e u st e r* sind im GMge. Die Aufführung ist für Ende Februar augesetzt. Hierauf folgt die Einstudierung der Neubett »Die Spielereien e.ner Kaiserin" vo« Dauthmid«, mit Frau Roland als Katharina. A k a d e m i e t h e a t e r. Sonntag, S Uhr nachmittegs, „B « n b u r y". '/-8 Uhr abends »Vor d e m S Ü n d e uf o l l". — Die erste Aufführung der breiartigen Komödie »Der Liebhaber" von Bernhard Shaw findet Donnerstag den 19. d. statt, Volksover. Heute i e F t e d e r m a u 8\ Morse« nachmittag- SmetanaS „Verkaufte Braut", abends Verdis H$l i d a". Montag .Zar und Ztmmerma» n". Deutsches BvlkStheater. Freitag den 20. d. gelangt, vom Dichter selbst inszeniert, Richard Deer-HosfmannS Trauerspiel .Der Graf von C h a r o l a i S" mit Alex. Moissi in der Titelrolle zur ersten Aufführung. Heute, morgen und Mittwoch .Der weiße Heiland, Dienstag .Der lebendeLeichnam" mit Alexander Moissi. TheaterinderJofefstadt. Heute. V»4 Uhr nachmittags, Veranstaltung der französischen Tanzktinstlerin Eve G e r v a l unter dem Titel .Impression Parienn e 8". St a i m u n d - T h e a t e r. Heute, 3 Uhr nachurittags, .Minna von B a r n h e l m". Morgen. 8 Uhr nachmittags, „Rotkäppchen". B ü r g e r t h e a t e v. Hi i e t M a S c o g n i dirigiert Montag den 16. d. die 36. Aufführung seiner Operette „I a". Heute, 3 Uhr nachmittags, „Schneewittchen im Donauthal". Kammerspiele. Heute und die folgenden Tage, */»8 Uhr abends, .DieHeroginvonElba* mit Luise Kartousch und Eugen Zeusen, 10 Uhr „N a«a", fiebe» Bilder aus dem Pariser Stttenleben. NeueWienerBühne. Heute und die folgenden Tage. */«8 Uhr abends, die Revue „Küsse um Mittern a ch t". Modernes Theater. Heute und die folgenden Tage, */,8 Uhr abends, „Wer hilft Emtly?"mtt Charlotte A n d e r, Otto Scholle, Emil Ritter. Mittwoch den 19. d., i/,11 Uhr nachts (ersteParilerRacht), „La jeuue f 111 c a u b a i n" (in französischer Sprache) von Lonls Derneuil, „Die S p e l n n r e" vo« Charles MerLe. Carl-Theater. Heute, 3 Uhr nachmittags, zu« 65jährige« Bühnenjubiläum des Komikers Leopold Straß« mayer die EySlerfche Operette .Der lachende Ehemann" mit Fritz Werner in der Titelrolle. l/,8 Uhr abend! ,W i e n b e i N a ch t". Sonntag, 8 Uhr uachnuttags, „D e i Rastelbinder". K o m ö d i e » h a « S (E x l - B ü h n e). Morgen, 3 Uhr nachmittags, .Bruder Martin*. Vt8 Uhr abends „Der K r e u z w e g st ü r m e r". Montag, */»8 Uhr abends „F öÜ n", Dienstag, V,8 Uhr abend», „AmTage des Gerichts". „Der Radiobauer." Die Exl-Bühne hat am zettgeanäßes Werk: „Der Radiobcmer", e'm heiteres und ernstes Spiel von Radio -und Lleibe in drei Akten von Ha«s Bormlettne-r, zur Aufführung kn Komödbenhaus arrgmommen, .Fülle um Mttternackt", die öustiae Revue von F-arkas und Kätscher halt sich .dritte Bühne eryldert urck fei-evk. in der Nsuvn W-ioner BÄ-»ve das J-Mäum der hundertste» AaMhoung. __, verlchtsfaal. Der Fall Brzobohaty vor dem Oberste« Gerichtshof. Die Bechanvlung über die NrckstWritsbaschwerde des ISlährigen SchustevleörlingS Johann Brzo'bohaty findet am 23. d. vor fcom Ob ersten Gerichtshof statt. Wie bekannt, hat Byzoibohaty dorr Mechaniker Pacholir in der Florianrgasse durch Hanvnrerschläge evnwrdet n-nd ans der WeMätte ein ' ".drraid geraubt. Er wuchs auf Grund des Schuchspruches der Geschwornen zu acht Jahren schwere« Kerkers verurteNit. Dollar.aufwertung". Der SSjähriae Vertreter Gavritzk Bogelfrei übergab im Da^ember 1924 dem Zählkellner im Coke ,jm grünen Brunnen" N « u b a «er. eine Hundertdollavnote als Deckung für eine Schuch ln der Höhe von zweieinhalb Millionen Kronen. Neubauer tvollte die Note nicht an° nehmen. Bogelsrei versichert« aber, er habe sie van seiner Mutter aus Amerika zugesandt erhÄten und der 8kjahrige Buchhalter Pmkas Körnst«in bestat-igte dies und sagte, er übernehnre die Büvgjscha.st für die Echtheit der Note und auch für die Schuld des BogMrei. Als her Z^ttellner die Note in einem BaMaufe wechseln lassen wollte, stellte sich heraus, daß ti ««fälscht war. ES war kunstgerecht a>uS einer echt-en indollarnat« durch Hinzufügen von zwei Nitllen eine Hm:dertdottamote fabriziert worden- Bogellfrei und Kornste'm hatten sich gestern vor einem Sckwffen.s«wt unter Vorsitz deS HosrateS Holter wegen Betruges zu verauttvorten. Bögeffrei wurde des Betc-ttiges Fchuldig erkannt und zu acht Monaten Kerker verurteilt. 5kornstetn wurde frei-gesprochen. Die Milliardentransaktionen des HandlungsgehUfeu. Die Ali ge me ine Verkehrs bank brachte-gegen den Handlnngsgohils-en Franz Stefan beim Zivtt'lmtdetzgerichte eine Klage aus Zahlung von 1.182,000.000 K. aus BörsentranSaktioueu ein. Der Gevta-gtenvertveter Dr. Gold stein erklärte, -tvenn jenials die Eiutvendung üou Spiel und Wett« die vollste Berechtigung halt«, so sei es hier der Fall. Denn der Gokla,rte sei ein mittelloser Handelsaggestellter mit einem Monatsgehalt von ztvei Mill Nouvr Kron«l und urit diesem habe die vl-ägerssche Bank Ge- , schäfte, die ctueu Umsatz von vielen Milliarden er» reichien, geiätiat. Schon darans gehe hervor, daß sich nicht! n.!n effektive Kn-rue und Perkaufe, sondern nur um DifferenzrVschtffre haudvsil femnie. Anßevve-nt sei aber die direkte Aeuszerung MtUen, der Gellcrgte möchte ..au der Börse sp lesen". Dam komme noch, daß die llägerisSie Bank den ewth lichen Nameir des Gvllagten gar nicht gekannt habe. Der Kl-agevertreter Dr. Saxl erwiderte, der Geklagte sei der Bank gegenüber nicht als Hawdrlsangestellter. sondern als Vertreter der Firma S. Engel aufgetreten, sein Stiefvater sei nmn'iich der Inhaber dielser Firma, Ludwig Engol. Der Gfflaate habe iittnicr den Namen „Engel" unterschrieben. Ins-aserne halbe die 'auk allerdings den richtigen dia-nren des Geklagten nicht getonnt. allein sie wußte, mit wenr sie es zu tun hatte und nur darauf kan» es an. Daß es sich nicht mn Differenz-, sondern nnt buchmäßig durchgesührte Gffektengeischäifte hmrdelte. sei aus den Büchern und Börsentabl-eans der Bank sowie darrch Sachvevstä-ndige zu erweisen. Der Gerichtshof sDorfitzender Hofrat Dr. Frankel) beschloß die Vorladung der von beiden Teilen aeführten Zeugen sowie eines Sachverständigen ans dem Börseufache über die Identität der durchgafichrten mit den awfgetrageuen (Voschajten. Die Verhandl-nug wurde daher vertagt.' Was mau als Untermieter zu zahlen hat. Die Mietkom utiffion beim Bezirksgericht LeopoDstadt unter Vorsitz deS Bezirksrichters Dr. Gab hatte gestern über einen von der Privxibeit Anna Meises auf Erhöhung des Mietzinses der bei ihr in Untermiete wohnhaften Ehctlonte Salgo gestellten Antrag;n entscheiden. Im März vorigen Jahres hatte Frau Mersel den Eheleuten Salgo einen Teil ihrer Wohnung, ein Zinnmer ,md Kabinett, in Untermiete gegsbm, wobei ein M-ietzrnS von 8ö0.000 Kronen monatlich, emschließlich vor mit 300.000 Kronen emgelschStzten Bedienung durch Frau MeW vereinbart worden war. Im Juni erklärte Frau Salgo, daß sie auf die Bedienung der Frau Meisol, die sie inf-okige Zwistigkeiten nicht mehr in ihre Wohnräu-me hineinlassen wollte, verzichte. Die Eheleute Salgo wendeten sich dann an die Schlichtungsstelle mit dem Anträge, den ihrer Ansicht nach zu hohen Metz ins febbst zu bestimmen und zu ermäßigen. Die SchlichtungSstelle bestimmte, daß die Untermieter der Frau Meisol außer den von ihr selbst an den Hausherrn gezahlten ZinS in der Hohe von etwa 50.000 K. monatlich noch einen Betrag von 200.000 K. für die Slbnützung der Möbel und weitere 50.000^. für die Abnützung der von ftzrau Meise-l beigestellten Bettwäsche 3tx zahbelr haben. Der MonatSzins betrug daher im ganzen nach der Böstnmnung der Schlichtungsstelle nicht ganz 800.000 'Kronen monatlich. Frau Meis-vl beantragte bei der Mietkonrmission dm von der Schl ich lnugsistell-L ihrer Ansicht nach viel zu nieder bsmessenen Zins auf mindestens 600.000 K. monatlich zu evho-hen. Der Vertreter der Fva-u Meiisek führte inslbesondere aus. daß feine Klientin vertragsmäßig die Bckienung bei den Eheleuten Salgo übevn-oanmen habe, gegen eine monatliche Entlohnung von 200 000 K.. daß sie gewal-tsam an disser Leistu-ng gehindert wurde und daß sie auf den Betrag von 300.000 Kronen nicht verrichten -kömre. Weiters führte der Vertreter aus, daß inÄesondere ein Betrag von 60.000 K. für die Wwütz-ung der Bettwäsche, die einmal monatlich ge4vechffe>lt wird und überdies für die Deistellung von Ovei Handtüchern wöchmülich viÄ zu gering bemessen sei. Der Vertreter der Eheleute Salgo ho>b hervor, daß seine Klienten der Frau Meisel das Betreten der Wahnrärvme verbieten und aus ihre Bedienung verzichten mußten, weil es sonst zu fortwährenden Auiftxitten, ja zu Totschlag und zu Mord gekommen wäre. Nach kurzer Beratung entschied die Mietkamm'ission, daß die Eholeute Salgo der Frau Messel für die A b n ü tz n « g d e r B e t t w ä s ch t und der beigestellten Handtücher einen Betrag von 100.000 Kronen monatlich zu vergüten ha'ben, daß aber im übrige« Teil der Antrag der Fra« Messel abgewiesen wird. Bollswitt. Re neue Aste der Amsleichsverwaltrr. Jn> einigen Tagen wird von der Wiener Handels» und Gswevbeka-maner die neue Liste der Au'Meichsvevwalter, die für die Austzleiche der Mtienge-sellschaflen in Betracht kommen, dem Gericht vorge-le-At werden. Der Andrany von Bewerbern mn die Stelle von AusgleichSverwaM-evn, bezich-ungswei-se um die Ausnahme in diese Afft«, war ft» groß, daß die Handelskammer Miihe hatte, alle Ansuchen einer gründlichen Evlsdigmrg- KUtzufühvetl. Endlich ist die Liste fertiggestellt und wird munntchr Mr die Gerichte Zur IbichMnie hei Bestellung von AukgNchLvertvaltevu dienen. Bekanutlich sind aber die Gerichte nicht unbedingt am dä-öse Liste gebunden und können nach chvoni Gutdünken auch andere Pevjonen Kn AuZsleichSdevwa'ltertt bestellen. Es ist eine bekannte Tatsache, daß in diefsr Hinsicht ewe Re'ühe von Klagen kaut geäußert wurde.' Irr der ersten Zeit, als die AuSgleichSwelleu sehr hoch gingeu-, sind oft Pechomn zu M^gle'ichsverwa.ltevn ernannt woÄen, die all-es eher denn für eine solche Stellung geeignet waren. Abgvseihen davon, daß sie die fachlichen Elgmm-gew nicht besaßen, ließen auch manchmal die persönlichen Ligen«, fchaften der betrefsenden Verwalter -manches zu -wünschen übrig. Eine Unzahl von Lustmenschen wurden als AnSgleichsvevwalter eingesetzt, ohne daß sie auch nur im geringsten Voraussetzung für dieses Amt besahen. Dazu Kaan, daß diese Leute bfe AuHglerchsvevwaHung geraden als Geschäft -betrieben. Sie vereinigten oft mchrere Ausgleiche in einer Hand, was Wohl für die betreffenden A-usgbsicher -mit großen EinMnften verbamden war, in dielen Fällen aber vme SchädiHltng der Gläubiger zur Folge hatte. Wenn in den letzten -Monaten Wünsche nach einer Reform detz Ausgleichsverfahrens geäußert wurden, -so -ist -dies wicht zum geringsten Dell ans die Dlachi-nati-onen dieser AnsgleichsveNwailter zurmckz-nführen. Es ist bekarmt, daß vnr Zuisarmwenihang damit auch der biSheviga Ausgleichs- Kommissar Hoftat Biber vom Korrkursg-ericht albberufen wurde. Weil auch hier über manche Mihstäv^c im Konkursgericht geklagt wurde. Ob nunmehr die neue Aste einen Wandel schaffen wird, ist fraglich. Solange nicht von de» Koufleuten feköst ein Ausgleich als letzter Ausweg ans seinem Zusammenbruch angesehen wird, solange nicht bei er-nam Teil der Kau.f.man.nschaft die EvkeMttcks Giwsilg. HM, daß der Ausgleich nicht ein Mttel zur SHädiMW der Glänbiger, bezidhungsweffe zur Bereicherung gewisser Elemente sst, solange wird auch eine^ch so gut z'chpmmengestellte % von AusgjleichävevwäWG. ihre« Zrveck nicht erMU. 2299

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